Noch ein Reisebericht - Tanzania April 2012

38 Antworten · 11,9k Aufrufe · gestartet 14. Juni 2012 von baobab2
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672 Beiträge · seit 201125. Juni 2012 · #21
Hallo Ina,

nein du bist nicht allein ... ich hab nur bisher auch still und heimlich und total neidisch im Verborgenen mitgelesen!

Ganz tolle Fotos hast du da mitgebracht, die bei mir sofort ein "Will wieder hin!"-Gefühl auslösen *seufz*.

Also bitte schnell weitermachen, ich fühle mich schon wieder leicht auf Entzug 😉 !

LG
Steffi
Reiseberichte: Cats in the Cradle! Kenia 2014 - die Löwensafari (der mit den 31 Löwenbabys) Streets paved with grey Giants! Südafrika 2013/14 (die Weihnachtsreise) 12 Reifen für ein Halleluja - Namibia im August 2013 (die Mehrgenerationenreise) From dawn till dusk - Namibia im Mai 2012 (die Weiberreise) Go visit Tanzania! 2012 (der mit den gaaaanz vielen Gnus) 2 schwerst begeisterte Namibia-Neulinge berichten (der Erstling)
Themenstarter195 Beiträge · seit 200925. Juni 2012 · #22
Hallo Steffi und Picco,
danke für die Rückmeldungen. Ja, Steffi, ich gebe zu, das wollte ich mal hören. 😉 Und was das Zelten betrifft, Picco, das würde ich liebend gerne auch mal machen - werde ich auch, nur dann eher nur mit Gatten und/oder Tochter, meine Eltern sind nicht so scharf drauf.

So, es folgen nun erstmal die Fotos. Die wechselnden Himmel- und Lichtverhältnisse zur (beginnenden) Regenzeit fand ich auch ohne Tiere öfter sehr sehenswert. Zur Migration und Löwenpaarung gibt es auch Videoclips.
LG Ina

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1'271 Beiträge · seit 200725. Juni 2012 · #23
Hallo Ina,

ich kann Dich verstehen, dass Du denkst, Du schreibst für Dich allein. Das geht mir bei meinem Bericht auch manchmal so. Aber ich bin mir sicher, dass so einige Deinen Bericht "still" mitlesen und genießen. Ausserdem darf man nicht vergessen, dass hier im Namibia-Forum Ostafrika nicht so stark vertreten ist (aber größer wird). Ist ja auch irgendwie verständlich.

Ich genieße Deinen Bericht sehr, so sehr, dass mein eigener Bericht ein bisschen auf der Strecke bleibt. So lange so schöne Berichte hier eingestellt werden, ist es schwierig, sich wieder an den eigenen zu setzen, obwohl das natürlich auch sehr viel Spass macht.

Vielen Dank für Deinen Bericht, der sich super lesen lässt und auch vielen Dank für die wunderschönen Bilder. Einziger (winziger) Kritikpunkt von mir ist die "Darstellung" der Bilder. Es macht schon Spass, die Bilder als Art von Video zu betrachten, aber ich würde mir lieber Deine super Bilder in größerer Auflösung einzeln anschauen, denn dann würden sie nach meiner Meinung wesentlich besser zur Geltung kommen. Aber so schaue ich sie mir mit Genuss an, also bitte nicht falsch verstehen.

Ich freue mich auf die Fortsetzung (und so bleibt mein Bericht weiter liegen 😗 ).

Liebe Grüße aus dem Frankenland,

Nicole
Reisebericht Tansania 2010 Reisebericht Südafrika 2011 Reisebericht Uganda 2012 Reisebericht Kenia 2013
Themenstarter195 Beiträge · seit 200925. Juni 2012 · #24
Hallo Nicole,

freut mich, dass du gerne hier reinschaust, aber vom Weiterschreiben deines Berichtes lass dich mal nicht abhalten. Wir warten schließlich auch. Tja, mit der Fotodarstellung zu meinem Bericht... Es ist einfach so schwer, nur wenige Fotos auszusuchen. Mit dem Hochladen einzelner Bilder komme ich weniger gut klar. Die Variante jetzt schien mir am praktischsten - die Qualität auf 720p einstellen und wenn mal was zu schnell geht, stoppen.
Habe auch bemerkt, dass der Bericht nun in der Tansaniarubrik ist. Besten Dank an den Moderator. 🙂

Für alle Mitleser geht es nun weiter:

Sonntag, 08.04.12

In der Nacht sind grasende Flusspferde zu hören, Löwen und weitere Hyänen - Musik in unseren Ohren. Den passablen Sonnenaufgang sehen wir von der Aussichtsterrasse, unten läuft ein Nilpferd umher. Ein drolliger Klippschliefer verrenkt sich den Hals und schaut hoch in die Kamera. Dank Andre’s Iboprofen-Tabletten und guten Ratschlägen schmerzt Muttis Fuß nicht mehr so arg, die Schwellung ist zurückgegangen. Heute ist Ostersonntag. Die Osterpäckchen von Oma werden ausgepackt, lieb von ihr wie immer. Beim Frühstück deutet nichts auf die Feiertage hin.
Gegen 8 Uhr geht es los in Richtung Arusha zur Arumeru River Lodge. Als Abschieds- geschenk sehen wir in der Serengeti auf einem Felsen noch mal 7 Löwen - 2 Männchen, 2 Weibchen mit Halsband und 3 Junge. Rund herum die üblichen Huftiere. Zebras nähern sich dem Kopje, die Löwinnen verfolgen das sehr aufmerksam. Aber wir können nicht warten, wir haben einen weiten Weg vor uns. In Nabi Hill angekommen, gehen Andre und ich hoch zum Aussichtspunkt. Von dort ist ein langer Gnutreck zu sehen. Zügig kommen die Tiere aus Richtung Moru und werden sich nun wohl auf den weiten Ebenen um Seronera verteilen. Andre ist einer asiatisch anmutenden Familie beim Fotografieren behilflich. Auf dem Parkplatz suchen Dreifarbenglanzstare die Kühlerhauben neu ankommender Fahrzeuge nach Insekten ab. Ihre Fast food Restau- rants sozusagen. Ein Vogel pickt aus dem Kühlergrill eine fette Libelle heraus und verspeist sie direkt vor uns.
Am Aussichtspunkt in den Ngorongorokrater sind die Sichtverhältnisse so klar, dass man einen Elefanten mit bloßem Auge erkennen kann. Mit dem Fernglas identifizieren wir auch Büffel. Am Parkplatz mit Blick auf den Manyarasee halten wir, um unsere Lunchpakete zu verzehren. Es ist sehr warm, darum essen wir teilweise im Auto um etwas Schatten zu haben.
Unterwegs sehen wir wieder zwei Maasaikrieger in Schwarz mit ritueller Gesichtsbemalung und Kopfschmuck. Wir halten, um doch noch um ein Foto zu bitten. Langsam schlendern die Beiden heran. Gabriel ist skeptisch, vom Straßenrand gegenüber beobachten andere Maasai das Geschehen. Hartnäckige Verhandlungs- führung auf beiden Seiten. Sie wollen 20, ich biete maximal 5 Dollar. Sie verlangen, dass Gabriel aussteigt, damit wir nicht etwa fotografieren und dann wegfahren, ohne zu bezahlen. Einigermaßen eingeschüchtert durch ihre bedrohlich ausschauenden Mienen mache ich schnell ein Foto. Dann sind ihnen die 5 Dollar doch zu wenig, das Palaver geht weiter. Als Mutti für jeden noch zwei Kugelschreiber aus dem Auto reicht, müssen sie doch lachen und sehen wieder aus wie kleine Jungen. Ich freue mich über das gelungene Foto. Mittlerweile glauben wir aber nicht mehr, dass unser Zusammentreffen ein Zufall war. Amerikanische Touristen zahlen wahrscheinlich auch die von ihnen verlangten utopischen Preise.
In Arusha ist noch der übliche Befragungsbogen bei Leopard-Tours auszufüllen und dann kommen wir endlich gegen 16.30 Uhr in der uns schon bekannten Arumeru River Lodge an. Wir setzen uns mit Gabriel auf ein Getränk zusammen, überreichen ihm unsere Anerkennung für seine engagierte Arbeit sowie Muttis Ostergeschenk und verabschieden uns mit dem beiderseitigen Wunsch, dass dies nicht die letzte gemeinsame Tour war. Wir sollen Romy von ihm so viele Grüße bestellen „wie der Sand am Meer Körner hat“. Der Abschied ist ein trauriger Moment. Eine großartige Safari ist nun schon Geschichte.
Ablenkung hilft: Ausgerechnet heute feiert in der Lodge eine afrikanische Hochzeitsgesellschaft aus dem Dorf. Das junge deutsche Besitzerpaar, das die Lodge vor anderthalb Jahren gekauft hat, stellt den Garten für die Fotos zur Verfügung und ist froh, dass hier endlich wieder mal die Sonne scheint. Bei Smalltalk mit den Beiden, die sich hier einen Lebenstraum verwirklichen, beobachten wir das bunte Treiben. Während die Leute sonst bei jedem Fotoapparat skeptisch gucken, ist das Fotografieren hier kein Problem. Die Anlage beeindruckt auch Andre sehr. Leute vom Personal, die wir gern wieder getroffen hätten, sind leider nicht mehr da. Der Garten ist nicht mehr ganz so akkurat gepflegt, aber immer noch ein Traum. Neue Bungalows sind dazu gekommen. Drei Dik Diks sind relativ zutraulich und spazieren mit Perlhühnern umher. Das Abendessen ist vorzüglich, passend zum Feiertag. Mutti stellt mit Bedauern fest, dass sie den provisorischen Stock in Gabriel’s Auto vergessen hat. Der sollte als Souvenir mit nach Hause. Der Kili bleibt heute hinter Wolken versteckt.
5'479 Beiträge · seit 200926. Juni 2012 · #25
Schau einfach mal bei der Anzahl der Aufrufe nach, dann siehst Du, dass Dein Bericht von vielen gelesen wird. Mir gefällt er sehr gut.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
Themenstarter195 Beiträge · seit 200926. Juni 2012 · #26
Hallo Topobär,

hast ja recht und vielen Dank. Es sollte sich auch keiner genötigt fühlen, Kommentare abzugeben. Ich war nur ein wenig irritiert, weil ich ja auch die anderen Berichte lese und man oft zwischen all den Beiträgen suchen muss, wo es weitergeht. Ich bin nun zufrieden, liebe interessierte Besucher, also einfach nur lesen und/oder schauen.

Die Fotos vom letzten Berichtstag folgen nun:

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Themenstarter195 Beiträge · seit 200927. Juni 2012 · #27
Auf in die Usambaraberge. LG Ina

Montag, 09.04.12

Wir haben fantastisch geschlafen. Endlich mal ein Bett, das lang genug für Andre ist. Trotzdem bin ich früh wach. Als Wecker dienen hier der laute Gesang der Vögel und auch das Schreien eines Buschbabys. Letzteres lässt mich gegen 5.30 Uhr fluchtartig das Bett verlassen. Wie gerne würde ich eins vor die Linse bekommen. Mutti ist auch schon wach, so stromern wir im Dunkeln durch den Garten. Die Wachleute denken wahrscheinlich, wir haben sie nicht mehr alle. Als Mutti mir aber ein hoch im Baum schlafendes Perlhuhn zeigt, das ich anleuchte und fotografiere, eilen sie gleich herbei und wollen uns mehr Perlhühner zeigen. Ahsante sana, eins reicht. Aber den Hammerkopf muss ich unbedingt am neuen Nest erwischen, auf das mich gestern der Lodgebesitzer aufmerksam gemacht hat. Ich werfe den Kopf in den Nacken, warte eine ganze Weile, aber oben auf dem Baum rührt sich nichts.
Morgenschreck: Mutti plumpst beim Zähneputzen ein Gecko von der Wand auf das Waschbecken. Das Frühstück findet im Freien statt und ist lecker. Plötzlich überfliegt uns ein Hammerkopf mit Nistmaterial im Schnabel. Für mich ist damit das Frühstück beendet. Mutti verziert inzwischen zwei Ostereier mit Folienbildern und schenkt eins davon dem Kellner, der sich riesig darüber amüsiert. Nachdem ich ausgiebig gefilmt habe, neben den Hammerköpfen auch ein Paar großer Tokos, esse ich noch etwas und freue mich über mein verziertes Ei. Bald springe ich jedoch wieder auf, um weitere Fotos zu machen. Also bekommt der Kellner auch noch mein Osterei und die ganze Tüte mit den Osterbildern. Mutti erklärt ihm noch einmal wie es funktioniert und er ist happy.
Wir haben noch Zeit, den herrlichen Garten zu genießen und bedauern, nicht länger bleiben zu können. Um 10 Uhr holt uns dann Herr Muller, der Betreiber der Mullers Mountain Lodge ab. Vor uns liegen 5 Stunden Fahrt in den westlichen Teil des Usambaragebirges. Bei klarem, sonnigem Wetter geht es auf der Verbindungsstraße Richtung Daressalam nach Moshi, später vorbei an riesigen Baobabs, Dörfern, Sisalplantagen – zur anderen Seite ein endloser Gebirgszug. Wieder ganz neue Landschaftseindrücke. Das Pajegebirge geht nahtlos in die Usambaraberge über. Wir fahren in Serpentinen eine ordentliche Straße hoch bis Lushoto. Die letzten 14 km zur Lodge geht es über eine kurvige, löcherige Sandpiste. Gegen 15.30 Uhr sind wir da. Puh, nun reicht es aber auch.
Das Anwesen, ein Farmhaus aus den 30er Jahren mit heimatlich anmutendem Obst- garten liegt traumhaft schön, der Empfang ist herzlich. Wir bekommen Sandwichs und probieren die richtige Kaffeemischung im Biergarten. Dabei verziehen wir uns unter einen Schirm, weil es grummelt und etwas regnet. Ab 14 Uhr soll es hier immer regnen. Na wenn das alles ist? Die Sonne scheint schon wieder. Dann ist Ausspannen angesagt in den oben am Berghang gelegenen Bungalowzimmern mit Panoramablick.
Zum ersten Mal geben wir ein paar Blusen und Hemden zur Wäsche. Ich lösche überflüssige Bilder auf Andre’s Laptop. Natürlich erst, nachdem die ersten Fotos von den hier lebenden Vögeln im Kasten sind. Mit Rücksicht auf Muttis Fußgelenk wird heute von Wanderungen abgesehen, auch wenn es ihr nach eigenen Aussagen wieder blendend geht. Von der Terrasse aus kann man das Treiben auf einem kleinen Dorfplatz beobachten. Schöner Sonnenuntergang.
Das Abendbrot geht so, der kleine Speisesaal ist voll belegt. Für morgen früh vereinbaren wir einen Ausflug zum Irente View Point per Auto. Tapfere Wanderer laufen im Rahmen eines Tagesausflugs dorthin, aber das sind wir nicht. Wir plauschen mit Gästen nebenan und sind insgeheim froh, nicht so ein stressiges Reiseprogramm zu haben.
Themenstarter195 Beiträge · seit 200927. Juni 2012 · #29
Danke, Alexa. Und hier die Fotos dazu. LG Ina

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Themenstarter195 Beiträge · seit 200927. Juni 2012 · #30
Dienstag, 10.04.12

Wir werden von unglaublichem Krach geweckt, den Rabenvögel beim Spaziergang auf unserem Wellblechdach veranstalten. Der Garten ist voll von ihnen, ganze Schwärme kreisen am Himmel. Die Sonne lässt letzte Nebelschwaden verschwinden. Auf blühenden Büschen glitzert Morgentau. Wieder ein Ausblick während meiner Tai Chi Übungen, der sich ins Gedächtnis einprägt. Mutti leistet mir Gesellschaft.
Nach dem Frühstück fahren wir zum Irente View Point. Das Wetter ist super und ich rutsche ungeduldig im Auto umher, weil die Fahrt so viel länger dauert, als von Herr Muller angekündigt. Die Viertelstunde gilt wahrscheinlich erst ab Lushoto. Der Fahrer fährt sehr vorsichtig die letzten Serpentinen hoch, dann sind wir gegen halb elf endlich da. Durch ein Hotel hindurch gelangen wir zum eigentlichen Aussichtspunkt. Wie vorher angekündigt, steigt trotz des blauen Himmels mit Schäfchenwolken Frühnebel die steile 1000m hohe Gebirgswand herauf. Wir können unendlich weit über die Maasai-Ebene sehen - Sisalfelder, die Straßenführung, Dörfer, vereinzelte Erhebungen. Fantastisch. Wir bleiben einige Zeit, um die Aussicht bei immer besser werdenden Sichtverhältnissen zu genießen. Zu uns gesellt sich ein junger Einheimischer, der sich als Guide anbietet. Er erklärt, was zu sehen ist, begleitet Andre und mich bei einer Klettertour unter den Felsvorsprung und schleppt Mutti eine Vielzahl kleiner, bunter Blümchen an. Dabei wollte sie nur wissen, wo man die Usambaraveilchen finden kann, schließlich sind die Berge nach ihnen benannt. Er versteht die Frage nicht. Sie veranstalten einen kleinen Sprachkurs Deutsch-Suaheli. Er macht sich eifrig Notizen. An einem Souvenirstand kauft Mutti eine geschnitzte Schildkröte und ich zwei Holzperlenarmbänder.
Auf dem Rückweg halten wir in Lushoto, dem Verwaltungszentrum mit vielen Spuren aus der deutschen Kolonialzeit. Andre geht in ein Internetcafe, um die e-Mails zu checken. Das geht katastrophal langsam. Mutti und ich bummeln inzwischen durch den verschlafenen Ort, ich fotografiere unauffällig das Straßenleben. Viele Schulkinder sind gerade auf dem Nachhauseweg, hübsch anzusehen in ihren blauen Uniformen. Mutti macht einen Fehler und verteilt ein paar Süßigkeiten und Kugelschreiber. Dann können wir uns vor dem Andrang kaum retten. Leider bekommen nicht alle etwas, aber sie strahlen trotzdem und winken.
Zurück in der Lodge gibt es Pommes mit Salat. Sandwichs wären uns lieber, aber das Brot ist aus. Danach ein Mittagsschläfchen für drei. Von Regen keine Spur.
Im Garten gibt es bisher nicht gesehene, auffällig bunte und gepunktete Vögel (Hauben-Bartvögel). Ich klettere hinter den Bungalows am Waldrand herum und habe bald lauter Ameisen unter der langen Hose. Die beißen ganz fies, also schnell zurück ins Zimmer. Hosen runter. Unter lautem Fluchen pflücke ich die Krabbeltiere einzeln ab. Andres Mittagsschlaf ist damit auch beendet. Wenigstens kann er sich über mich amüsieren.
Am Nachmittag gehe ich mit Mutti wandern. Ein Junge bringt uns ein Chamäleon. Hat sich also auch schon bis hier herumgesprochen. Wir machen Fotos und versprechen ihm ein kleines Geschenk, wenn wir zurück sind. Die Tour ist anfangs anstrengend, es ist warm und der Weg geht überwiegend bergauf. Der Bergwald mit seinen hohen Eukalyptusbäumen und der Blick auf die Häuser und Felder der Einheimischen lohnen die Mühe. Bald begleiten uns drei Schulmädchen. Die Verständigung klappt mit ihren beschränkten Englisch- und meinen beschränkten Suahelikenntnissen irgendwie ganz gut. Von überall winken uns Kinder zu, die Leute grüßen freundlich. Bei unserer Rückkehr wartet der Junge schon auf uns. Mutti packt etwas für ihn ein und ich bringe es ihm vor den Eingang der Lodge. Wieder die ätzenden Treppen runter und hoch – jetzt habe ich aber weiche Knie. Hut ab, wer bei den Temperaturen zum Bergwandern oder Mountainbike fahren hierher kommt. Wir sind verschwitzt und völlig k.o. Erst mal duschen, was für ein Luxus hier am Ende der Zivilisation.
Für morgen wird eine Vogelwanderung mit Guide verabredet, noch vor dem Frühstück soll es losgehen. Beim eher durchschnittlichen Abendessen sind wir die einzigen Gäste.
Der Strom ist irgendwann weg, der Generator wird angeworfen. Mehrfach wird es kurz dunkel. Hoffentlich kommt Andres Laptop am Ladegerät nicht zu Schaden.
Themenstarter195 Beiträge · seit 200928. Juni 2012 · #31
Hier die Fotos dazu. LG Ina

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Themenstarter195 Beiträge · seit 200929. Juni 2012 · #32
Mittwoch, 11.04.12

Nachts bekomme ich leichte Magenschmerzen, Andre hat auch Magen-Darmprobleme. Also Dreierleitropfen suchen. Mutti hatte ebenfalls keine erholsame Nacht. Ein wie die Pest juckender Stich am Fuß, Papas Kommentar, was da wohl rauskrabbeln könnte sowie eine flackernde Glühlampe rauben ihr den Schlaf. So fällt das frühe Aufstehen der Mehrheit leicht. Tee/Kaffee und mitgebrachter Zwieback sind das Vorfrühstück. Um halb sieben brechen wir mit Gerald zur Vogelwanderung auf. Den Weg hätten wir nie alleine gefunden, auch wenn er wie andere Wanderungen in kaum noch lesbaren, fleckigen Broschüren, die in den Zimmern liegen, beschrieben ist. Am Dorfplatz vorbei geht es den Berghang hinauf durch dichten dschungelartigen Bewuchs, über offene feuchte Grasflächen bis rauf in den Bergwald, der von Eukalyptusbäumen überragt wird. Lianen, Aufsitzerpflanzen, blühende Bäume - es ist ein landschaftlich wirklich sehr schöner Weg. Gerald erklärt uns botanische Besonderheiten. Nach dem Usambaraveilchen suchen wir vergebens. Dazu erfahren wir, dass es erst etwas später blüht und zudem stark gewildert wird. Am ehesten findet man es auf Fensterbänken wie in der Lodge. Vögel hören und sehen wir wenige, in der dichten Vegetation sind sie nur schwer auszumachen. Ameisen dagegen sind zahlreich vorhanden. Bald versucht jeder, die Biester möglichst unauffällig aus der Hose zu entfernen. Wir kommen an Feldern vorbei, sehen einen Raubvogel und Baumhörnchen. Durch ein Nachbardorf, vorbei an einer Vorschule mit ohrenbetäubendem Begrüßungslärm führt der Weg zurück. Gerald entdeckt in einem Strauch eine komplette Chamäleonfamilie. Nach 3 Stunden kommen wir hungrig und erschöpft in der Lodge an.
Das Frühstück danach zieht sich hin und ist eher ein Brunch. Butter gibt es nicht ausreichend, dafür zum gebratenen oder gekochten Ei Kartoffeln und Würstchen, die wir ausdrücklich nicht wollten. Die einzige Sorte Marmelade ist so zäh und klebrig, dass man sie kaum aufs Brot bekommt. Gut, dass ich Tuben mit Schoko- und Käsecreme mitgenommen habe. Die Verständigung ist nicht einfach. Der Chef ist seit gestern aus dem Haus, er bringt seine Kinder ins Internat nach Daressalam und kehrt erst morgen Abend zurück.
Manches schleift hier ein wenig. Speckige Broschüren, wackelige Toiletten, viel zu lange Duschvorhänge... Bequeme Stühle oder Liegen für die Terrasse gibt es nicht, Andre baut eine Liege aus zwei Stühlen und einer Kofferbank dazwischen. Kissen drauf – perfekt. Als meine Mutter den Müll selber nach unten bringt, kommt aber doch der Oberaufseher etwas erschrocken nach oben gelaufen und erkundigt sich, ob sauber gemacht werden soll. Wir regen uns nicht wirklich auf, dazu ist die Umgebung zu schön, aber es fällt etwas ab im Vergleich zu den bisherigen Unterkünften. Was soll’s, das ist Afrika. Die Leute sind freundlich und bemüht. Pole Pole – Hakuna matata.
Mutti schreibt tatsächlich Ansichtskarten. Einstecken werden wir sie aber erst am Abreisetag in Arusha, wer weiß wie lange die sonst unterwegs sind. Ich komme leider nicht zum Schreiben, da ich nicht auf meinem Hintern sitzen bleiben kann. Irgendwo gibt es immer etwas zu sehen. Es gelingen einige schöne Vogelaufnahmen.
Am Nachmittag wandern wir noch ein bisschen in der Gegend herum. Ich überrede alle zu einer scheinbaren Abkürzung zum Bergwald hinüber, durch dichtes Gras und Gebüsch. Die anderen finden das schon bald ziemlich bescheuert. Papa schimpft und vermutet überall Schlangen. Mir kommen auch Bedenken. Die kleinen Felder, die wir mittlerweile erreicht haben, sehen sehr privat aus. Wir drehen um und laufen wie normale Leute den Weg durch das Tal. Kinder kommen wieder mit einem süßen kleinen Chamäleon, aber wir haben kein sawadi und machen deshalb auch kein Foto. Das Abendessen wird heute vorher mit uns abgesprochen, da außer uns keine Gäste da sind. Allen bis auf Andre schmeckt es zum ersten Mal richtig gut. Und erneut ein Tag ohne Regen. Das Stimmungsbarometer ist wieder weit oben.
Themenstarter195 Beiträge · seit 200929. Juni 2012 · #33
Weiter geht es wie gewohnt. LG Ina

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Themenstarter195 Beiträge · seit 200930. Juni 2012 · #34
Donnerstag, 12.04.12

Der Morgen beginnt mit Tai Chi und schönem Wetter. Nach dem Frühstück besuchen wir eine benachbarte Grundschule. Wir haben morgens in der Lodge gefragt, ob das möglich wäre. Man hat uns angekündigt und Gerald begleitet uns. Gegen 10 Uhr geht es los. Es ist gerade Pause und Kinder von 6 bis 14 Jahren tummeln sich vor dem ansehnlichen einstöckigen Bau. Mit großem Hallo werden wir begrüßt.. Ein junger Lehrer namens Yussuf, der Englisch versteht und unterrichtet, nimmt uns in Empfang, erzählt einiges zur Schule und beantwortet Fragen. Im Lehrerzimmer freut man sich über die mitgebrachten Geschenke. Ich bringe meine Brocken Suaheli an und zeige meinen Sprachführer vor. Meine Bemühungen werden mit herzlichem Lachen honoriert. In mehreren Klassen singen die Kinder für uns. Wir sind ganz gerührt. Abschließend lernen wir den Direktor kennen, der uns sehr willkommen heißt und uns um einen Eintrag ins Gästebuch der Schule bittet. Laut diesem kommt hier öfter Besuch vorbei. Wir verabschieden uns mit besten Wünschen.
Anschließend spazieren wir am Fluss entlang, machen Aufnahmen von Pflanzen, Vögeln und (unauffällig) von Leuten, die ihre Wäsche im Fluss waschen. Leider kommen wir nicht allzu weit, da die Straße wegen Bauarbeiten nicht passierbar ist. Bei der Rückkehr entdeckt Mutti ein Chamäleon, das den Weg überquert. Beim Filmen zeigt das Videodisplay merkwürdige lila Steifen. Das war es jetzt wohl endgültig. Zum Glück hat Andre in der Schule noch aufnehmen können. Immer wieder treffen wir Leute, die freundlich grüßen und Kinder, die uns umzingeln. Ein alter Mann nimmt meine Hände, schüttelt sie, sagt etwas Nettes und lächelt uns an. Der Automatikschirm meiner Mutter weckt besonderes Interesse. Sie gibt ihn einem Mädchen in die Hand und schon schlüpfen alle darunter, wie die Küken unter die Henne und kriegen sich nicht ein vor Lachen.
Andre läuft mit mir einen weiteren Kringel in der Mittagshitze. Er mault ein wenig, weil es warm ist und nur bergauf geht. Mir ist es eigentlich auch zu warm, aber das gebe ich natürlich nicht zu. Wir schaffen es bis zum Bergwald, sehen Schmetterlinge, eine Riesenheuschrecke, auf dem Rückweg einen Kuckuck mitten auf dem Weg. Zwei Männer mit Macheten in den Händen zeigen uns ein Chamäleon. Ich lehne das Fotoangebot dankend ab und bin froh, dass sie trotzdem freundlich grüßen und uns überholen.
Mutti und Papa halten Siesta bei Kaffee und Bier in der Lodge. Zum Lunch bereite ich Sandwichs aus mitgebrachten Pumpernickelscheiben mit gekochtem Ei vom Frühstück und Käsecreme. Wir faulenzen und stellen fest, dass wir von der Regenzeit bisher nichts mitbekommen haben. Inzwischen sind aber Wolken aufgezogen und gegen 14.30 Uhr schüttet es wie aus Eimern. Gewittergrollen ist zu hören. Ein Tropenguss vom Feinsten. Wir sitzen auf der Terrasse unterm Dach und staunen. Uns fällt die aufgerissene Straße ein – oje, ob wir da morgen durchkommen?
Nach einer Stunde ist der ganze Spuk vorbei. Wir gehen runter in den Biergarten auf einen Kaffee. Danach laufen Mutti und ich noch mal bis zur Baustelle. Wir sehen zwei Hammerköpfe fliegen. An der Straße sieht es weniger schlimm aus als erwartet. Die Arbeiten gehen weiter. Nur für unsere Sandalen ist der Matsch nicht ideal. Eine Frau, die offenbar die Vermessungsarbeiten überwacht, bietet sich als Packesel an. Wir lehnen lachend und dankend ab. Das war wohl auch nur ein Scherz. Am Boden liegt ein flaches Stück Schiefer, das die Form Afrikas hat – ein schönes Souvenir. Ein paar Jungs beobachten uns und bringen bald darauf einen anderen flachen Stein. Sie staunen Bauklötzer, als ich sage, mein Stein sei etwas Besonderes und ihnen die Lage der afrikanischen Länder wie auf einer Landkarte erkläre. Sie wünschen uns eine gute Heimreise, nachdem wir ihnen verständlich gemacht haben, dass wir morgen nach Hause fliegen.
Zurück in der Lodge berichtet Papa von zwei großen Tukanen, die auf einen Baum geflogen kamen, während wir mit dem Fotoapparat weg waren. Schade, aber alles kann man nicht haben. Obwohl – morgen ist ja auch noch ein Tag bzw. Vormittag. Am Abend regnet es noch einmal heftig. Wir sind schon im Bett verschwunden, da sehen die Eltern draußen auf der Terrasse eine Kröte und an der Laterne zwischen vielen Insekten eine Gottesanbeterin. Also noch mal raus. Die Gottesanbeterin würde ich am liebsten mitnehmen, aber die Vernunft siegt. Ein Foto muss reichen. Die letzte Nacht in den Usambarabergen – wer hätte gedacht, dass wir diese wunderschöne Gegend jemals kennenlernen würden.
388 Beiträge · seit 201201. Juli 2012 · #35
Hallo Ina,

auch von mir ein dickes Dankeschön für den sehr kurzweiligen Bericht. 🙂
Bislang haben wir uns bei unseren Reisen auf das südliche Afrika beschränkt.

Doch animiert durch die tollen Reiseberichte über Tanzania wird dies wohl eines unserer nächsten Reiseziele sein. 😄

Ich freue mich schon auf die letzten Bilder.

Viele Grüße
Kerstin
Themenstarter195 Beiträge · seit 200901. Juli 2012 · #36
Hallo Kerstin,

vielen Dank. Ich glaube, mit Tansania kann man nichts falsch machen. Wer Tiere und grandiose Landschaften sucht, freundliche Menschen dazu, dem läuft das Herz über. Uns ging es jedenfalls so, wobei mir auch die Reisezeit zu Beginn der Regenzeit günstig erscheint. In Südafrika war ich vor 17 Jahren, die Atmosphäre ist nicht zu vergleichen. Nach Namibia möchten wir aber auch bald einmal, dort würden wir uns auch als Selbstfahrer hin trauen.
LG Ina

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8'684 Beiträge · seit 201001. Juli 2012 · #37
Hallo Ina,

heute (dem Regenwetter sei dank) habe ich die letzten Tage deines Reiseberichts in einem Rutsch durchgelesen und deine tollen Fotos bestaunt.

Es geht mir ähnlich wie Kerstin - zwar hatte ich kurz Tanzania für 2012 angedacht aber mich dann doch umentschieden, aber nun steht es wieder auf der Liste (auch wenn es sicher erst irgenwann in den nächsten Jahren realisiert werden kann)!

Danke für das sonntägliche Lesevergnügen!

LG Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
Themenstarter195 Beiträge · seit 200903. Juli 2012 · #38
Hallo liebe Mitreisende, jede Reise geht einmal zu Ende - leider.

Freitag, 13.04.12

Heute heißt es schön aufpassen – siehe Datum. Andre und ich werfen gleich eine Antidurchfallkapsel ein, um unliebsamen Überraschungen auf der Heimreise vorzubeugen. Irgendwas geht da rum im Gebälk. Wahrscheinlich ist der Obstsalat schuld. Die Raben sind auch vorsichtig und machen ausnahmsweise keinen Krach. Nur das fleißige Heinzelmännchen, das hinter dem Bungalow Ofenfeuer für das warme Wasser am Laufen hält, ist zu hören. Wir packen unsere Sachen zusammen. Draußen regnet es, aber als wir runter zum Frühstück gehen, scheint schon wieder die Sonne. Beim Frühstück überraschen wir die Kellnerin, die uns kaum verstanden, aber immer nett gelächelt hat, Gerald und den Oberaufseher mit Omas Pralinenschächtelchen, Kugelschreibern und kleinen Geldgeschenken. Die Freude ist groß. Ein Abschiedsfoto zur Erinnerung. Sie bedauern, dass wir nicht länger bleiben, wir wären ja so liebe Gäste – Recht haben sie.
Ich jage noch mal Vögel mit der Kamera und erwische doch tatsächlich zu guter Letzt die beiden Tukane, die noch einmal aus dem Regenwald kurz herüber kommen, um Früchte von einem Baum zu fressen. Da ist aber einer stolz wie ein Spanier.
11 Uhr - Herr Muller fährt uns zum Kilimanjaro Airport. Die Fahrzeit beträgt wieder ca. 5 Stunden. Wir genießen noch einmal die vorbei ziehende Landschaft. Über vorbei fliegenden Müll, der im Minutentakt aus dem vor uns fahrenden Bus geworfen wird, sind wir weniger erfreut. Es ist etwas mehr los auf der Straße als vergangenen Feiertagsmontag, aber längst nicht so viel wie befürchtet. Unterwegs essen wir in Moshi Mittag in einem Restaurant mit italienischer Speisekarte. Selbst auf der überdachten Terrasse ist es sehr warm. Herr Muller ist unser Gast und wenn er nicht gerade telefoniert, erzählt er noch einige interessante Dinge. Morgen erwartet er eine größere Reisegruppe, die 6 Wochen bleiben will. Der Kilimandscharo liegt vor uns und ist beinahe frei zu sehen. Na los, ihr Wolken, steigt nur ein Stückchen höher – nö.
Am Flughafen angekommen, steht die Sonne schon tief. Wir haben die Passkontrolle schon passiert, über 3 Stunden noch bis zum Abflug um 20.40 Uhr. Die Souvenirläden werden inspiziert. Mutti kauft Tee und AfriCafe zu überteuerten Flughafenpreisen, später drückt sie mir noch ein Päckchen in die Hand. Darin ist der Flaschenöffner, der mir gut gefallen hat. Ich erstehe drei Ansichtskarten und schreibe tatsächlich noch eine davon. Wo ist nun ein Briefkasten? Ich gehe mit Papa noch mal raus – einer zum Rauchen, der andere zur Mailbox in der Ankunftshalle . . . Ist ja unglaublich, was für Vögel hier in den Bäumen rumturnen. Und dieses Licht! Rotgold leuchtendes Schilf mit Mausvogel. Ich vergesse die Zeit und meine Lieben rufen mich etwas ungehalten in die Abflughalle, wo Andre hofft, durch frühes Einchecken noch Plätze am Notausstieg zu bekommen. Die sind aber alle weg, müssen vorgebucht und extra bezahlt werden.
Der Rückflug startet mit einstündiger Verspätung und verläuft ohne besondere Vorkommnisse. Wir fliegen über Daressalam, wo die Reinigungsbrigade durchtobt und Passagiere zusteigen. In Amsterdam dann ein Dejavu – unser Anschlussflieger ist wieder weg. Zum Glück warten wir nur 2 Stunden auf die nächste Maschine. Drei Starts, drei Landungen - da wünscht man sich, man könnte sich an den Zielort beamen. Wir telefonieren mit Liane und Tilo. Das Abholen in Tegel klappt reibungslos. Die Wiedersehensfreude ist groß, ebenso die Wehmut. Eine wunderbare Reise liegt hinter uns, viele Stunden genüssliche Nachbereitung vor mir. Ein tröstlicher Gedanke: Nach Afrika ist vor Afrika.

Das war es also. Auch dir, Bele, danke ich für den netten Kommentar und wünsche dir, dass du deine Reisepläne bald realisieren kannst. Wer weiß wie lange uns diese Naturwunder noch erhalten bleiben. LG an alle treuen Leser und einen großen Dank an meine Mama, deren Reisenotizen sehr hilfreich waren und hier mit eingeflossen sind. Meine eigenen Kritzeleien konnte ich kaum entziffern (hatte ja kaum Zeit zum Schreiben :))

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409 Beiträge · seit 200703. Juli 2012 · #39
Hallo Ina,

vielen lieben Dank für deinen schönen Reisebericht. Habe jetzt erstmalig etwas von den Usambara Bergen gelesen.. Die Bilder sprechen für sich.

Ihr habt ja wahnsinnig viele Chamäleons gesehen.😮
Wir haben kein einziges vor die Linse bekommen.

Nochmals besten Dank und schönen Tag noch 😎

Gruß

Uli
Das Leben wird nicht gemessen an der Zahl unserer Atemzüge, sondern an den Orten und Momenten, die uns den Atem rauben.