Topobär5'479 Beiträge · seit 200905. Juni 2012 · #21
Wenn Du die Reise entsprechend planst, wird es durch die zwei separat zu zahlenden Teilgebiete auch nicht teurer. Das ist nur der Fall, wenn man das Gebiet wechselt, bevor die Eintrittszeit des vorherigen Gebietes abgelaufen ist.
__Adi__Themenstarter55 Beiträge · seit 201008. Juni 2012 · #22
Tag 4
Ab jetzt wird’s kompliziert.
Tagesziel War die Lobo Lodge in der Serengeti. Sehr sehr früh krochen wir aus dem Schlafsack um den steilen Anstieg von der Massai Mara weg in Richtung Isibania in Angriff zu nehmen.
Die Migori-Kehancha Road erweist sich sofort als sehr mühsam befahrbar. Immer wieder Verzweigungen die auf unseren Karten nicht eingezeichnet sind, Dörfer welche nicht existieren und natürlich die Spurrinnen und Schlaglöcher in welchen unser ganzes Fahrzeug problemlos hineingepasst hätte.
Natürlich erwischten wir einmal eine falsche „Strasse“ und fuhren eine Stunde in die falsche Richtung bis das Ganze in einem kleinen Dorf in einer Sackgasse endete. Sofort hinkten wir unserem Fahrplan zwei Stunden hinterher.
Unterwegs waren zwar nicht immer Häuser zu sehen, aber bei jedem noch so kurzen Stopp, rannte sofort ein Haufen Kinder auf uns zu. Die einen winkten freundlich und die anderen bettelten mit mehr oder weniger freundlichen Gesten um Geld.
__Adi__Themenstarter55 Beiträge · seit 201008. Juni 2012 · #23
Kurz vor Mittag kamen wir beim Grenzübergang nach Tansania an (Fahrzeit ca. 6 Stunden, ohne verfahren 4). Da ging es drunter und drüber! Das ganze erinnerte uns mehr an einen Markt oder an eine Occasion-Fahrzeug-Ausstellung. Kaum geparkt, eilte ein Mann herbei und erklärte uns, dass er uns helfe. Wir hatten ja keine Ahnung wie viel Aufwand so ein Grenzübertritt bedeutet. Alles aber auch wirklich alles von uns wurde fotokopiert, notiert, kontrolliert. Pässe, Führerschein, Impfausweis, Yellow Card vom Fahrzeug, Flugbuchungen, Adressen, Fahrgestellnummer, und und und. Zusätzlich mussten wir in einem riesigen Buch (und mit riesig meine ich riesig) alle unsere Angaben mit einer Unterschrift bestätigen. Nach eineinhalb Stunden konnten wir das Gelände verlassen und dachten, dass wir sogleich weiterfahren könnten. Nun war die ganze Prozedur leider nur für das ausreisen aus Kenia gedacht und auf uns wartete das Selbe nochmals um Tansania zu betreten. Aus dem einen Betreuer sind nun schon 4 geworden und alle waren zum Schluss natürlich entsprechend auf Entlöhnung aus. Erneut verbrachten wir eine Stunde mit Zollformalitäten bevor uns der Zutritt nach Tansania gewährt wurde. Und nicht nur unsere fleissigen Helfer wollten Geld, sondern auch alles andere kostete Mal mehr Mal weniger. Zu Schluss bot uns der etwas streng riechende Kenianer an, uns an eine Tankstelle zu führen. Da der Tank fast leer war, nahmen wir dankend an. Tank gefüllt, fragten wir den Tankwart, ob es möglich sei mit Dollar zu bezahlen denn wir hätten keine Tansania Schilling. Er stimmte freundlich zu und ich wollte sogleich bei meiner Freundin im Wagen Geld holen. Der Zollbegleiter aber flüsterte den Tankwart etwas ins Ohr und plötzlich war es nicht mehr möglich mit Dollar zu bezahlen. Schade, denn sein Wechselkurs könnt ihr euch ja selber vorstellen.
Wir waren froh, anschliessend wieder auf der Strasse zu sein und die Zollgeschichte hinter uns zu lassen.
Nach weiteren zwei Stunden Fahrt kamen wir beim Ndabaka Gate an. Endlich. Die Zeit drängte schon etwas, deshalb wollte ich zügig den Parkeintritt bezahlen und sofort weiterfahren. ABER, uns wurde der Eintritt verweigert weil unser Auto kenianische Nummernschilder hatte. Ihr erinnert euch vielleicht an den gefälschten Kaufvertrag, mit welchem wir vortäuschen wollten, dass dies kein Miet- sondern ein Privatfahrzeug ist. Auch diese List funktionierte nicht. Unser Frust war riesig, umso mehr, weil wir die Übernachtung in der Lodge bereits reserviert und bezahlt hatten. Alles diskutieren half nichts weder mit dem Ranger, noch mit den Angestellten am Gate. Was nun? Ein anderes Fahrzeug musste her. Wir telefonierten mit einigen Safari Anbietern und tatsächlich sagte uns eine Frau von Exotic Tours zu. Sie bringe das Fahrzeug am nächsten Morgen zum Gate, denn für heute wäre alles zu spät. Uns blieb nichts anderes übrig als das zu akzeptieren. Somit parkten wir für eine Nacht beim Serengeti Stop over. Enttäuscht und erledigt verschwanden wir im Schlafsack. Bereits im Tiefschlaf klingelte mitten in der Nacht mein Handy. Es war die Frau von Exotic Tours. Das Auto könne nicht gebracht werden, wir müssen es selber abholen in Mwanza. Auch das noch!
KarstenB2'397 Beiträge · seit 201108. Juni 2012 · #24
Hallo Adi,
als ich gelesen habe:
Tagesziel War die Lobo Lodge in der Serengeti.
vermutete ich, dass der Grenzübergang Sand River Gate im Osten der Mara wieder geöffnet worden sei. Aber Ihr seid ja, wie wir damals auch, bei Isebanya über die Grenze. Ich dachte erst, dass Ihr da viel zu optimistisch geplant habt. Aber dann las ich, dass Ihr am Ndabaka Gate rein wolltet. Das kenne ich nicht, denn das gab es, als wir da (2000) waren, noch nicht. Wir mussten zum Ikoma Gate, haben dann vorher eine Nacht in Musoma am Lake Victoria verbracht. Dies neue Gate ist ja mal wenigstens eine Verbesserung. 😎 Schade, dass Euer Trick mit dem (Schein-) Kaufvertrag nicht geklappt hat. Das war ja eine mittlere Katastrophe für die weitere Reise, kann ich mir vorstellen. Man muss sich also immer entscheiden: Kenia oder Tanzania. Nun gut, beide Länder haben so viel zu bieten, dass man auch längere Aufenthalte problemlos füllen kann.
Als wir den Mara River überqueren wollten, trafen wir auf Männer in Militäruniform vor einer Schranke. Diese Schranke öffnete sich uns aber erst nach erneuter Bezahlung des Parkeintritts. Zu unserem erstaunen, erzählte uns der strenge Mann mit Maschinengewehr und Schlagstock, dass der Park unterteilt sei und wenn wir hier weiterfahren wollen, müsse erneut bezahlt werden. Alles diskutieren brachte nichts, wir bezahlten also den Parkeintritt nochmals, oder war es Wegzoll oder finanzierten wir dem Mann einfach einen neuen Fernseher für zuhause?!
Es ist richtig, dass es zwei Verwaltungsbezirke der Massai Mara gibt: 1. Narok County Council und Mara Conservancy. Allerdings haben wir noch nie dopppelt bezahlen müssen, wenn wir von einem Bereich in den anderen gefahren sind. Es gab mal wenige Wochen (etwa von Ende August bis Anfang Oktober) eine Uneinigkeit zwischen den beiden Verwalzungen und da mussten Touristen für diesen kurzen Zeitraum doppelt bezahlen Ich weiß leider nicht mehr, ob es 2009 oder 2010 war. In diesem Jahr sind wir immer noch munter hin- und her gefahren, und stobi, der nur wenige Wochen nach uns dort war, musste an der Mara South Bridge ein 2. Mal den Eintritt berappen.
Wenn man allerdings außerhalb des Massai Mara Nationalreserves fährt und dort nicht nur zum Transfer sondern zum Gamedrive unterwegs ist, dann trifft man schon mal auf Patroullien, die von den dort ansässigen Communities dort eingerichtet werden und auch Gebühren verlangen. Das ist uns auch mal passiert. Allerdings haben wir nicht gezahlt, sondern haben drauf bestanden: "We pay, where we stay!" Dies war kein offizielles Gate, sondern nur ein "Wanderposten" und die Männer in Uniform haben wir vertröstet, dass wir morgen zum Bezahlen wieder kommen, wenn die Conservancy Verwaltung uns sagt, dass wir doppelt zahlen müssten.
Tja, Kenia ist manchmal sehr wunderlich! Und Tansania steht dem in nichts nach. Ich denke der (Schein-)Kaufvertrag hat euch bei der Einreise in tansanische Nationalparks nichts genützt, weil das Fahrzeug ja als PSV und nicht als Private Car zugelassen ist. Und PSV oder Commercial Car erkennt man recht schnell an den zahlreichen Stickern (z.B. für Versicherung und Inspection) auf der Windschutzscheibe.
Ansonsten sage ich DANKE für deinen Reisebericht. Das Lesen verkürzt mir die Wartezeit bis zur nächsten Keniasafari. Ich bin gespannt, wie es euch weiter ergangen ist.
__Adi__Themenstarter55 Beiträge · seit 201011. Juni 2012 · #28
Tag 5
Unser erster Gedanke nach dem erwachen, wo ist Mwanza?
Auf unserer Karte war Mwanza leider nicht zu finden, jedoch war ganz am Rand die Richtung angegeben. Wir fuhren also auf gut Glück los (war ja eigentlich vorher auch schon mehr oder weniger so). Erstaunlicherweise erreichten wir ohne Panne, ohne Verfahren und ohne Wartezeiten dieses Mwanza und zu unserem noch grösseren Erstaunen sogar auf Anhieb das Büro von Exotic-Tours.
Leider war niemand anwesend und die Warterei nahm ihren Lauf. Dreiviertelstunden zu spät erschien die Dame dann doch noch. Alle Formalitäten waren eigentlich sehr rasch erledigt nun musste nur noch das Equipment her, das heisst, Fahrzeug und Zelt. Unser Zweitwagen kostet uns 2,8 Mio. Schilling! Woher so viel Geld nehmen? Die Frau von Exotic-Tours Bestellte uns ein Taxi welches uns zu einer Bank chauffierte. Wir konnten im Inneren der Bank kein wirkliches System erkennen und drängten uns nach einiger Zeit zu einem Infoschalter. Die Angestellte wies uns darauf hin, dass es am Schalter keine Barauszahlungen gäbe und wir das Geld an einem Bankomat beziehen müssen. Draussen um die Ecke stehe einer. Der Automat erinnerte uns mehr an eine Telefonkabine, aber es war ein hoffentlich Geld auswerfender Bankomat. Wir waren nicht sonderlich überrascht, dass es nicht möglich war, 2,8 Mio. auf einmal zu beziehen. 400`000 Schilling war der Höchstbetrag pro Transaktion und die Karte durfte nur zweimal nacheinander verwendet werden. Wir brauchten also vier EC- oder Kreditkarten um unseren gewünschten Betrag zu erhalten. Da wir in einer Glasbox standen, wurde uns etwas unwohl, denn jeder der rundherum oder in der Schlange stand, konnte genau sehen wie viel Geld wir da in unsere Taschen packten.
__Adi__Themenstarter55 Beiträge · seit 201011. Juni 2012 · #29
Zügig suchten wir anschliessend unser Taxi auf um zurück zum Büro zu gelangen. Kaum angekommen brachte ein Bote auch „schon“ unser Zelt, leider hatte unser neuer Wagen kein Dachzelt mehr. Die Zeit wurde bereits wieder knapp, denn das Fahrzeug kam und kam einfach nicht. Es kam uns wie eine halbe Ewigkeit vor bis der Chauffeur doch noch vorfuhr. Er sagte, er habe noch das etwas reparieren müssen und deutete auf die hintere Stosstange die er mit einer Schnur festgemacht hatte. Der Zustand des Wagens war tragisch! Aber besser den als keinen. So schnell als möglich machten wir uns auf die Socken zurück zum Serengeti Stopp Over Camping. Meine Freundin mit dem Sunworld Landcruiser und ich mit dem Exotic Landcruiser. Zwei Stunden betrug die Fahrzeit.
Den kenianischen Wagen konnten wir freundlicherweise beim Stopp Over auf dem Parkplatz stehen lassen. Wir räumten also all unser Material um und fuhren zum Gate. Jetzt war das betreten das Parks kein Problem mehr, bis auf die Tatsache, dass es schon wieder viel zu spät war und wir nicht wussten ob wir auch einen Tag zu spät noch in der Lobo Lodge übernachten konnten. UND, unser Wagen, der war uns unheimlich. Nach fast einer Stunde war es dann soweit, unser erster platter Reifen. Kein Problem, der Reifen war rasch gewechselt. 20 Min später, der zweite Reifen platt. Kein Problem, wir haben ja zwei Ersatzreifen. 30 Min später, wer hätte es gedacht? Der dritte Reifen am A…..!!!! Was jetzt? Wir setzten uns per Handy mit dem Parkranger in Verbindung und schilderten unser Problem, dieser versicherte uns, dass er Hilfe schicke, wir sollen warten. Was blieb uns auch anderes übrig als zu warten. Die Chancen die Lobo Lodge zu erreichen sanken ungefähr gleich schnell wie die Sonne und keine Hilfe war in Sicht. Als es schon fast dunkel war, brauste ein Fahrzeug herbei, dieses war aber nicht vom Ranger entsannt worden, sondern waren es auch nur Safari Touristen mit Chauffeur welche etwas spät dran waren. Als erstes versuchten wir eines ihrer Räder bei uns zu montieren, aber es passte leider nicht auf unser Fahrzeug. Also luden wir unser Gepäck erneut um und liessen unseren Wahnsinns-Toyota in der Nacht stehen. Lobo war abgeschrieben, und Seronera unser neues Ziel. Leider hatte der kleine Wagen unserer Helfer zu wenig Sitzplätze und meine Freundin und ich teilten uns den Beifahrersitz. Mit der Nase an der Windschutzscheibe kamen wir nach ungefähr 45 min Fahrzeit bei der Seronera Lodge an. Nun galt es noch ein Zimmer zu kriegen und die erneut verpasste Übernachtung in der Lobo Lodge zu verschieben. Beim Warten auf die Empfangsdame bemerkten wir, dass wir heute den ganzen Tag noch nichts gegessen hatten. Nach Diskussionen und einigen Telefonaten durften wir unser Zimmer beziehen und sofort mussten wir essen gehen, den das Buffet drohte bereits zu schliessen. Verschwitz, staubig und müde genossen wir dennoch unsere Mahlzeit. Zurück im Zimmer genossen wir zum ersten Mal eine Dusche und fielen danach bereits etwas entnervt in Tiefschlaf.
Topobär5'479 Beiträge · seit 200911. Juni 2012 · #30
Bei dem, was Euch alles widerfahren ist, wäre ich mehr als nur etwas entnervt.
__Adi__Themenstarter55 Beiträge · seit 201011. Juni 2012 · #31
Ok, ich korrigiere: Meine Freundin mit den Nerven am Ende und ich etwas entnervt 😉
KarstenB2'397 Beiträge · seit 201111. Juni 2012 · #32
Hallo Adi,
wird Dir auch nicht helfen, aber: TAB (= That's Africa, Babe!) 😕 So ein Schrottauto hat uns auch einen Tanzania-aufenthalt versaut: 1. Probleme mit der Batterie (bzw. Wackelkontakt zwischen Lichtmaschine + Batterie, den keiner gefunden hat 😵 ), so dass wir jeden Morgen den Wagen anschieben mussten - das kleinere Problem - und bei Tierbeobachtungen den Motor anlassen mussten(insbesondere bei Löwen hatte keiner Liust, den Wagen anzuschieben 😎 ) 2. Schlecht geschweißter Unfallwagen, so dass auf der Wellblechpiste die Frontscheibe auf der linken Seite aus dem Rahmen sprang und meine Frau sie während der Fahrt festhalten musste. Mann, waren wir sauer! 😈
Ich hoffe, dass damit Euer Ärger vorbei war! Aber wie ich den Laden (TAB) kenne ,,, 😎
wir waren in den frühen 90iger Jahren in Kenia schon als Selbstfahrer unterwegs, als das noch außergewöhnlich war.
Beim ersten Mal habe ich die Fahrzeugübernahme am Flughafen Nairobi verweigert, bin zum Hauptquartier der Mietwagenfirma gefahren und bekam ein anderes und selbst ausgesuchtes Auto, welches mir vom technischen Zustand her besser erschien. Beim zweiten Mal wurde uns das Fahrzeug zur Lodge in Nairobi gebracht. Wir hatten Glück und bei beiden Safaris keine Fahrzeugprobleme, abgesehen von jeweils einer Reifenpanne.
KarstenB2'397 Beiträge · seit 201111. Juni 2012 · #34
Hallo,
ganz schnell noch (gleich kommt das Taxi zum Flughafen): Fahrzeugannahme verweigern ging leider nicht: Die Managerin kam mit eienm anderen als dem versprochenen Fahrzeug (besagtem Unfallauto) und behauptete, dass andere sei nicht rechtzeitig zurückgekommen. (Ich nehme ehr an, sie wollte es selbst benutzen 😈 ) Die Besitzer der Vermietung, mit denen wir gut bekannt waren, waren tel. nicht zu erreichen, da Heiligabend. Über Weihnachten ein anderes Auto zu bekommen, war schlicht unmöglich. TAB! (Ein weiterer Defekt: eine Seitenscheibe ließ sich weder hoch noch runter drehen, dass wurde dann so behoben, dass das Fenster immer geschlossen war.)
__Adi__Themenstarter55 Beiträge · seit 201018. Juni 2012 · #35
Tag 6
Eigentlich wäre es wiedermal Zeit für einen sorglosen Safaritag. 😐
Zuerst musste aber unser Fahrzeug her. Die Angestellten der Seronera Lodge boten uns einen Wagen mit Chauffeur an um neue Räder zu besorgen und diese an unserem Wrack zu montieren. Sehr freundlich. Ganz in der Nähe der Lodge war etwas wie eine Autogarage/Werkstatt, dort konnten „neue“ Reifen gekauft werden. Es war ein ständiges Kommen und Gehen, der Radverschleiss in der Serengeti ist wohl gewaltig! Dann endlich beim Wagen angekommen, möglichst rasch Rad wechseln und auf geht’s. Wir bedankten uns höflich bei unserem Helfer von der Seronera Lodge und konnten es kaum erwarten endlich die Serengeti zu erkunden. Wir hielten uns ungefähr an eine Karte des Nationalparks welche wir schon zuhause gekauft hatten. Die Wege stimmten zwar nicht alle, aber die Highlights (Wasserlöcher, Felsformationen, Flüsse, usw.) fanden wir alle auf Anhieb. Wo Wasser ist, sind natürlich auch die Tiere zu finden und das nicht zu knapp. Ich weiss gar nicht wo ich anfangen soll zu erzählen. Im Zentrum der Serengeti ist immer etwas los, überall wo wir hingefahren sind, kamen wir ins Staunen und die Zeit flog nur so an uns vorbei. Flusspferde, Giraffen, Gazellen, Vögel. Und Gnus, Zebras und Büffel sowieso.
Beim beobachten eines schwarzen Storchs (weiss den Namen nicht mehr) bemerkten wir in der Ferne ein graues Etwas auf uns zu kommen. Wir entschieden uns abzuwarten und zu beobachten. Es wurde immer deutlicher, es war eine riesige Elefantenfamilie. Sie wanderten schnurstracks auf uns zu. Ein kurzer Moment lang, war uns etwas mulmig, denn der Anführer war ein gewaltiges Tier und wich keinen Zentimeter von seiner Linie ab.
__Adi__Themenstarter55 Beiträge · seit 201025. Juni 2012 · #36
Nur wenige Fahrminuten später dann endlich die ersten Löwen. Es war spannend zu bemerken, dass die Löwen uns gar nicht wirklich wahr nahmen. Sie faulenzten gleich am Wegrand und als wir anhielten um die schönen Raubtiere zu beobachten, kamen zwei auf uns zu und legten sich in den Schatten des Fahrzeuges. Plötzlich bemerkten sie wohl, dass sie Hunger hatten. Die beiden fixierten eine Thompson Gazelle, von welchen es immer und überall sehr viele hatte. Die eine Löwin pirschte sich langsam an und die andere blieb beim Auto auf Abstand. Dann ging alles ganz schnell, ein kurzer Sprint, ein wenig Staub, ein brüllen und die Gazelle war tot. Der Rest des Rudels war sofort zur Stelle und jeder nahm sich seinen Anteil der Beute.
Wahnsinnig spannend dies für einmal nicht am Fernsehen zu sehen.
__Adi__Themenstarter55 Beiträge · seit 201025. Juni 2012 · #37
__Adi__Themenstarter55 Beiträge · seit 201025. Juni 2012 · #38
__Adi__Themenstarter55 Beiträge · seit 201025. Juni 2012 · #39
das foto will einfach nicht!
__Adi__Themenstarter55 Beiträge · seit 201025. Juni 2012 · #40