matthThemenstarter425 Beiträge · seit 200724. Apr. 2012 · #1
Liebe FoMis,
wir haben diese Jahr eine große Tour vor und wollen von Windhoek über Botswana, nach Zimbabwe gehen und hier bis knapp östlich von Harare. Zurück über Mana Pools NP, Victoria Falls und Zipfel. Termin ist 13. Mai 2012 bis Mitte Juli. Wir haben einen guten Geländewagen mit Dachzelt. Wir kennen Botswana/Zimbabwe/Zipfel nicht und werden nichts vorbuchen. So ein wenig der Rahmen, wie wir reisen möchten.
Allen Zimbabwe-Fahrern ist sicherlich gemeinsam, dass es schwierig ist, aktuelle Informationen zu bekommen. Die Recherche über Internet ist nicht einfach. Meine Informationsquellen sind das Forum, der Regionalführer und die alte CD von Hupe und T4A.
Es wäre ganz schön, wenn ich mit dem einen oder anderen (männlich oder weiblich), der in den letzten Zeit Zimbabwe bereist hat auch fernmündlich sprechen könnte.
In diesem Thread habe ich meine Erkenntnisse zusammengetragen.
* Vielleicht kann sie der eine oder andere ergänzen bzw. revidieren.
* Haben wir auf der Route irgendwas übersehen, das wir unbedingt besuchen sollten?
* Sind wir zu lange oder zu kurz in einem Park?
* Fragen über Veterinärkontrollen habe ich einen anderen Thread laufen
* Ein liebes FoM hat mich informiert, dass das Visa nur für 30 Tage ausgestellt wird. Hier haben wir ein Problem. 🙁
Die Route
Matobo NP Wir haben vor, so für etwa 3 Übernachtungen im Matobo NP zu bleiben. Wir kommen von Francistown und fahren dann weiter zu Great Zimbabwe
Die Infos, die ich zusammengetragen habe
* Teilweise verfallen aber gute Lage: Toghwana Dam; Mtsheleli Dam; Maleme Dam
* Maleme Dam: traumhafte Campingplätze; hat immer mit Wasserversorgung zu kämpfen und WCs ohne Wasser
* Big Cave Camp: gut und sauber; warmes Wasser; der Platz ist wirklich von Feinsten
* .. nur noch das Hauptcamp am Maleme Damm ist in Betrieb (Info 1.4.2010)
Frage: Sind 3 Nächte ok?
Bulewayo
* Bradfield Shopping Center in Bulawayo mit guter Metzgerei
Great Zimbabwe und Lake Mutirikwi Geplant 2 Übernachtungen in Great Zimababwe und eine am Lake Mutirikwi
* Campingplatz in Sichtweite der Ruinen, nichts aufregendes, mit Affen
* Etwa 6 km entfernt Norma Jean´s Lakeview Resort - gut campen - traumhafter Garten – Abendessen
* herrlicher Campingplatz ist im Kyle Game Reserve
Gonarezhou NP Geplant 4 Übernachtungen
* Landschaftlich ist vielleicht der Nordteil mit den Chilojo Hills etwas beeindruckender; der Nordteil des Parks ist viel sehenswerter als der Südteil.
* Flusslauf des Mwenezi im Südteil schöner
* Camps Rossi Pools und Fishans Camp. Beide äußerst empfehlenswert und romantisch
* Diese Campsites können wir alle empfehlen:
--- Chipinda Pools und Chinguli Waschhäuser in verschiedenen Stadien des Zerfalls, aber es gibt Wasser
--- Fishans, Director’s und Hlaro, jede hat Grillstelle und Longdrop.
--- Chilojo Campsite, besonders schön
Frage:
* Wo ist „Camps Rossi Pools“(finde ich nicht)
* Preise für Camp 75 – 115$ ist das richtig?? (Mai 2010; SA 4x4 Community Forum)
* Sollen wir uns nur auf den Norden konzentrieren?
* Wie wird die Wassersituation am Runde River sein (Ende Mai) wegen eventueller Fluss-Durchquerungen?
Rodes Nyanga NP Geplant 2 Übernachtungen
* Auf T4A habe ich Nyanga Np Campsites; Mutarazi Falls; Campsite (S18 11.229 E32 53.585) gefunden
* Vielleicht ist ein Zwischenstop in Mutare sinnvoll, hier habe ich zum Übernachten „La Rochelle“ gefunden
* Campingplatz direkt an den Höhlen ist nicht zu empfehlen
* Chinhoyi gibt es das Orange Grove Motel mit Campinplatz. Die Nacht kostet 10 US$ auf einem vor Blicken geschützten Platz.
Mana Pools Park Geplant 4 Übernachtungen
* Main Campsite Stellplatz 7 in der 2. Reihe (deutlich günstiger als die Plätze in der 1. Reihe, aber trotzdem tolle Sicht, jeden Abend kamen Elefanten zum Fressen genau zu dieser Campsite).
* Mucheni 3 und Maincamp
Frage: Gibt es noch weitere Erfahrungen zu den Campsites
Kariba und Lake Kariba 2 Übernachtungen
* M.O.T.H Camping - schattenspendenden Bäumen und es gibt Licht, Strom und Grillplätze
* Empfohlene Campsites Warthog (mit Bar) und Lomagundi Campsite
* Charara Site 20 km vor Kariba - auch zu empfehlen, mit Restaurant
* Richtung Harare: kleiner, aber guter Fleischer mit einem Schild „Zimbabwean Butchery ..."
* Sehr gute Einkaufsmöglichkeiten
* Speed Boot bei Marineland Kariba - US$ 100 pro Tag
----- (wenn wir nicht mit der Fähre über den Lake Kariba fahren) ----
Zwischenübernachtung:
Campsite, das "Sanyati River Camp" (S 1706.554 E 2855.404)
Matusadona NP 3 Übernachtungen
* Matusadona NP ist der mit Abstand am schwierigsten zu befahrene (für die 70km Zufahrt mind. 3h)
* Tashinga - wunderschön am Karibasee gelegen und mit unglaublich freundlichem Personal.
* Laut T4A gibt es noch Muuyu Camp (sollgeschlossen sein - Bwana); Camp Umababala; Camp Ume; Changachireri Camp
Frage: Gibt es noch weitere Erfahrungen zu den Campsites
Chizarira NP (vielleicht)
* Die Wege hier sind zwar etwas steinig, aber harmlos im Vgl. zu Matusadona.
* wunderschöne Plätze, z.B. Mucheni View und Mucheni Gorge und The Plaform.
Hwange NP (wollten wir eigentlich aus Kostengründen auslassen)
* Ich finde Ngweshla schöner als Kennedy 1, auch Mandavu Dam ist sehr schön und wird gerade erneuert.
* Kennedy Campsite. Ganz toll und ganz intim.
* Wunschplätze (Kennedy und Masuma)
* Spezial Campsites 150 US$ pro Nacht
Victoria Falls und Zambezi NP 2 Übernachtungen in Victoria Falls und 2 in Zambezi NP
* Amadeus Garden Guesthouse
Und dann direkt durch Botswana in den Caprivi-Zipfel
Viele viele Fragen Danke für eure Antworten 😘 LbG Matthias
KarstenB2'397 Beiträge · seit 201124. Apr. 2012 · #2
Hallo Matthias,
Gleich vorweg: viel kann ich nicht beitragen, meine Erfahrungen datieren von '97 bzw. '99. In der Zwischenzeit dürfte sich einiges geändert haben. Also nur so viel: Matusadona ist wirklich traumhaft (wenn möglich länger als 3 Tage), jeder CS hatte seinen "boy", der sich um uns gekümmert hat. Wenn man versehentlich eine Jeans vorm Zelt liegengelassen hatte, hing sie nach dem Game drive gewaschen auf der Leine Wir sollten ihm am Ende geben, was wir für angemessen hielten. Die Anfahrt war in der Tat schwierig (hatte ich verdrängt 😎 ), aber durchaus machbar. Ghonarezhou waren wir in einer Lodge (Name habe ich vergessen, war damals ganz neu), die Tiere waren damals sehr scheu (Wilderer aus Moz. war die Begründung), Gamedrives haben wir kaum gemacht, da unser Wagen einen Totalschaden hatte, aber eine sehr interessante Walking Tour. Mana Pools war toll, damals gab es keine Unterschiede zwischen Zelt in 1. oder 2. Reihe. Aber das zeigt mir, dass M.P. immer noch sehr beliebt ist. Damals wurden nur 50 Fahrzeuge pro Tag in den Park gelassen. wenn das immer noch so sein sollte, wirst Du um eine Reservierung nicht herumkommen.
Montango1'667 Beiträge · seit 201124. Apr. 2012 · #3
Hallo Matthias,
tolle Auflistung. Viele Deiner Infos sind bei unseren Recherchen auch so gefunden worden. Genau könnte ich es Dir sagen , wenn wir zurück sind. Aber da seid Ihr ja auch schon unterwegs.
ELelefant118 Beiträge · seit 200824. Apr. 2012 · #4
Hallo Matthias, wir waren in den letzten Jahren 3Mal in Zimbabwe und es ist für uns das schönste Land im südl. Afrika. Auf all unseren Reisen hatten wir nie Probleme, weder mit Versorgung von Lebenmitteln, noch mit Diesel und schon gar nicht mit den Menschen. Einfach bei jeder Gelegenheit tanken und Reservekanister. Letztes Jahr waren wir, bis auf Matusadona in allen Parks, die Du auch erwähnt hast. In Hwange waren wir etliche Nächte in Shumba und auch in Kennedy, wobei Kennedy I einen außerordentlich bemühten Caretaker hat. Shumba war sehr trocken und stürmisch, aber es ist alles da, was man braucht. Die Nacht im Guvalala Hide haben wir gekanzelt, die Plattform war von Ameisen besiedelt und es gab kein Wasser, so sah dann auch das WC aus. Hwange ist zum großen Teil von Elefanten stark verwüstet. Empfehlen können wir eine Fahrt über den Kariba See, sollte mit Geländewagen, wegen der Größe aber vorgebucht werden. Die Fahrt ist toll. Wir sind von Mbilizi bis nach Kariba gefahren. Gonarhezuou war durch heftige Brände, die wir teilweise auch noch mitbekamen stark verbrannt. Die Wege zu den Cliffs sind z.T. schwierig zu finden, hatten ein GPS, der Ausblick ist phantastisch, Die Plätze an den Chipinda Pools sind schön gelegen, Wasser war zwar vorhanden, aber der Assistant, der uns mit Feuerholz versorgen sollte, wurde von uns in den 2 Tagen nicht gesehen. Der am schwierigsten zu erreichende Park schien uns Chizarira. Eine lange Anfahrt bis zum Headquarter, sehr steiniger und enger Weg. Wir wurden schon vorher vor aggressiven Elefanten gewarnt, weil immer noch stark gewildert wird. Auch dieser Park war stark verbrannt, da die Wilderer immer wieder Feuer legen. Muchemi View, der Platz mit der schönsten Ausssicht, sollte am besten vorher gebucht werden, da jeweils nur eine Party dort vorgesehen ist. Aber man kann sich auch mit anderen Leuten dort arrangieren. Für Vic Falls können wir für Übernachtungen auch "Gerti's Lodge" empfhelen, die einheimische Besitzerin, hat einige Zeit in Berlin gelebt. Eine nette kleine und ruhige Lodge mit einem wunderschönen Garten,. Alles in allem, Zimbabwe ist ein absolut ruhiges und bislang ganz sicheres Reiseland, wenn nicht gerade Wahlen anstehen. Viel Spaß und Erfolg auf Deiner Reise, und falls Du noch Fragen hast, melde Dich ruhig. Elefant
Zu deinen Fragen kann ich dir mal ein paar Antworten liefern, da wir im Januar 2012 für 3 Wochen zu Xten Mal im Land waren.
In Zimbabwe würde ich auch nichts vorbuchen. Der Tourismus hält sich (glücklicherweise) sehr in Grenzen. Du bist viel flexibler und kannst von Fall zu Fall entscheiden, wo du länger bleiben möchtest und wo nicht.
Es ist richtig, dass man zumindest am Zoll nur ein Visum für einen Monat bekommt.
Der Camping beim Maleme-Damm im Matopos NP hat tatsächlich Wasserprobleme, was sehr unangenehm sein kann wegen der Toilette. Strom gibt’s schon seit Menschengedenken nicht mehr, obwohl die Leitungen noch vorhanden sind, aber die Lage ist traumhaft schön. Die anderen Campingplätze im Park wurden uns gar nicht mehr angeboten. Der Big Cave Camping im Gehabstand zur Lodge mit super sauberen und funktionierenden Duschen/Toiletten ist sehr hochwertig mit Strom, Grillplätzen, Bar usw. Die Landschaft inmitten der runden Granitfelsen ist toll. Allerding war er für uns mit 15 U$ pro Person der teuerste Platz ausserhalb der Nationalparks. Ob du in der Gegend 3 Nächte verbringen sollst, würde ich erst vor Ort entscheiden.
Der Camping bei den Zimbabwe-Ruinen ist grosszügig angelegt und absolut akzeptabel. Man kann dort das Auto stehen lassen und zu Fuss zu den Ruinen laufen. Im Lakeview Resort waren wir vor ca. 15 Jahren und im Kyle Game Reserve auch. Wie das heute aussieht, weiss ich nicht.
Im Nyanga NP standen wir vor 1 1/2 Jahren auf dem Mare Caravanpark in der Nähe der Parkverwaltung. Er ist nicht schlecht und hat sogar Strom. Der Park ist landschaftlich sehenswert.
Der Campingplatz bei den Chinhoyi Caves ist meines Erachtens nicht mehr zu gebrauchen, obwohl die Wiese noch gemäht wird, aber das ganze Drum und Dran ist total verlottert. Hingegen waren wir total überrascht, dass es den Camping nach all den Durstjahren beim Orange Grove Motel noch gibt. Wir können uns nicht erinnern, jemals irgendwo so freundlich und begeistert empfangen worden zu sein. Es war direkt rührend, wie nach und nach das Personal vorbei schaute und sich bedankte, dass wir hier übernachten. Die riesigen Parzellen sind in einem wunderschönen, parkähnlichen Garten und in den allerdings uralten Duschen gibt es sogar warmes Wasser, falls nicht gerade Stromausfall ist.
In Mana Pools standen wir auf Platz Nr. 13, welcher nicht ganz am Fluss liegt, aber doch sehr nahe. Wir waren die einzigen Camper. Bitte seid vorsichtig, besonders während der Dunkelheit. Während wir nachts am Tisch sassen, sahen wir im fahlen Licht einen Büffel direkt neben unserem Fahrzeug vorbei laufen. Als wir ihn mit der Taschenlampe anleuchteten, standen drei Löwinnen unmittelbar hinter ihm 😕 . Das war für uns ein Zeichen, sofort die Leiter hoch ins Dachzelt zu verschwinden (mein Mann hatte noch den Nerv, meine Schuhe aufs Autodach zu legen und das Weinglas auszutrinken 🤩 ). Von oben zählten wir 9 Löwinen, welche uns umringt hatten und Nr. 10, ein Männchen, brüllte aus vollem Rohr genau dort, wo wir zuvor sassen 🤢 . Am nächsten Tag machten wir uns auf die Suche nach einem Riss, aber die Tiere waren wie vom Erdboden verschluckt.
Die Duschen im Sanyati River Camp sind verfallen, die Toiletten (Plumpsklo) aber im Notfall brauchbar. Wasser bringt der Campwart, falls benötigt. Trotzdem ein schöner Übernachtungsplatz!
Ja, und Matusadona/Tashinga, unser Lieblingsplatz mit Blick auf den See und mit wunderbaren Erinnerungen an frühere Zeiten. Für die Zufahrt würde ich 3 bis 3 ½ Stunden einplanen. Wir hatten zuvor von Mlibizi kommend wild übernachtet und waren nach dem Mittag bereits im Camp. Man hat nun einen neuen Unterstand gebaut mit Veranda und Kamin, ganz toll (Nr. 3). Die anderen Camps werden an Safari-Gruppen vergeben. In Tashinga ist es eh am schönsten.
Wir sind bis zum Gate des Chizarira NP gefahren und noch ein bisschen weiter, aber als man uns mitteilte, dass es im Camp kein fliessendes Wasser mehr gibt, haben wir verzichtet, da man trotz allem den vollen Preis verlangt hätte. Dann kann man auch mal wild übernachten.
Ich sehe gerade, dass andere Fomis auch schon Auskunft gegeben haben. Dann kann ich ja mit meiner Schreiberei mal aufhören.
matthThemenstarter425 Beiträge · seit 200725. Apr. 2012 · #7
Zuerst einmal herzlichen Dank für die vielen Infos. Die Schilderungen, dass Zimbabwe ein für Touristen friedliches Land mit freundlichen Bewohnern ist und auch die Hinweise auf die nicht schlechte Versorgungslage, beruhigen uns schon.
@KarstenB Mana Pools liegt bei uns in der 2. Hälfte unserer Reise. Aus diesem Grund ist es schwierig, die Zeit zu planen, wann wir dort sein werden. Wir werden es auf uns zukommen lassen. Ich hoffe /glaube nicht, dass Mana Pools ausgebucht sein wird.
@Montango Welchen Christian meinst du? travelNAMIBIA? Ich denke, wir müßten uns nach dem Urlaub mal treffen.
@ elefant Mit dem Hinweis auf Gerdi’s Lodge haben wir eine Alternative – weißt du noch, wie die Lodge preislich liegt?
@Erika Danke für den Haufen fundierter Infos – Ich glaube die Schilderungen von Mana Pools gebe ich nicht an meine Frau weiter, sonst verbringen wir unseren Urlaub am Gardasee 😉 - den Bemerkungen von Montango kann ich mich nur anschließen
christian852 Beiträge · seit 200625. Apr. 2012 · #8
Hallo!
Wir sind seit heute zurück! Habe jetzt nicht den ganzen Thread durchgelesen, aber ich habe einige aktuelle Infos. Ich fange mal mit dem Matobo an. Dort waren wir drei Nächte. 1mal Malema, einmal Nwange und eine weitere Campsite in der Nähe des Wilteils. Leider haben wir den Bradtführer im Auto gelassen, daher weiß ich den Namen nicht mehr. Nur in Malema funktionierte die Wasserversorgung ordentlich.
Der Weg zur Nwange-Hoehle war nach 2 Stunden Fußmarsch nicht mehr auffindbar, ist aber landschaftlich sehr reizvoll. Der Attendent wollte mit uns den Weg erneut gehen, haben wir aber nicht gemacht. Ich würde einen gesamten Tag für diese Tour einplanen. Teilweise waren die Wege nur im Lowgear zu befahren und zugewachsen. Malema ist aber mit dem normalen PKW erreichbar. Wildtiere gibt es nur noch im Wildteil und auch dort laufen schon Kühe, deren Kalb bei unserem Besuch von einem Leopard verfolgt wurde...Highligt war auch eine schwarze Mamba die auf dem weg lag und sich in Angriffstellung vor dem Fahrzeug aufrichtete(zirka 3Meter lang!) Der Park lohnt sich vor Allem wegen der landschaftlichen Schönheit und den beindruckenden Felsmalereien.
Das fürs Erste.
Gruß Christian
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christian852 Beiträge · seit 200626. Apr. 2012 · #9
@Montango
Ich beantworte Deine Frage hier, damit auch andere die Info bekommen.
Binga ist ein merkwürdiger Ort. So schräg, das es sich schon fast wieder lohnt ihn zu besuchen. Am Ortseingang erwartet einen eine Straßensperre, auch Personen in Zivil kontrolieren hier(geheimpolizei?) Der Polizist fragte ob ich sein Freund werden möchte, mit Nein zu antworten erschien mir repektlos 😊
Geschenke sind gut für die Freundschaft, so war es gemeint! Beim späteren verlassen des Ortes wurden wir natürlich wieder kontrolliert, cold Drinks wurden gefordert. Es war unsere einzige korrupte Polizeikontrolle in Zim.
Die Campsite im Ort ist nicht schön, dafür werden 30 Dollar verlangt. Haben wir abgelehnt, gut ist die Fishing-Lodge vor der Polizei auf der rechten Seite(ausgeschildert)5 km zufahrt. Wir waren die einzigen Gäste 20$für 2. Tankstelle in Binga geschlossen, aber Diesel ist trotzdem erhältlich. Zirka 1.40$ der liter. Die Spar hat nur sehr wenig Auswahl, es gibt aber Brot. Fleisch gibt es nicht, auf dem Markt wurden getrocknete Fische verkauft. Frische Fische soll es ab und an auch geben. Wechselgeld ist Mangelware, alles kostet immer einen Dollar. Oder es gibt sweeties,eine Banane mehr usw.
Fortsetung folgt....
Christian
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IDidealistin106 Beiträge · seit 200826. Apr. 2012 · #10
Hallo Matthias,
wir waren letztes Jahr in Zimbabwe. Es hat uns super gefallen, fahren im August wieder hin, nur nerven die Reservierung und die Preise in den Nationalparks.
Aus unserer Sicht ein paar wenige Tipps:
1. In Mana Pools 1. Nacht in Nyamepi verbringen und dann auf einer private Campsite. Das BBC _Camp hat uns gut gefallen. Ist direkt am Zambesi und man kann im Stuhl sitzen und die vorbeiziehenden Tiere beobachten, Eli's in Mengen, auch einige, die den Zambesi überqueren, am Abend vor unserer Ankunft hatten Löwen einen Büffel gerissen, Hippos und vor allem Antilopen und Wasserböcke. Letzte Nacht hatten wir Nyamepi gebucht, aber da BBc nicht besetzt wurde, sind wir geblieben.
2. In Kariba mussten wir unser Auto reparieren lassen, der Tank ist auf der Fahrt nach Mana Pools undicht geworden. Wir hatten in Lomagundi ein Chalet (Auto mit Dachzelt war ja in der Werkstatt), der Campingplatz hat uns nicht soo gefallen, nur der Stellplatz 1 ist mit Sicht auf den See, sonst ist er zwar sauber aber steril auf einer Wiese unter Bäumen mit Blick auf die Chalets.
Im Supermarkt in Kariba nach Rinderfilet fragen, es ist spottbillig und geschmacklich hervorragend. Natürlich nicht die Superqualität vom Metzger in Bulawayo. Man muß in Zim meist explizit fragen, dann gibt es auch Filett, teils zum Preis von $5 / kg
3. Der Metzger in Bulawayo ist sehr, sehr hilfreich und nett. Falls ihr Sonntags in Bulawayo seid, per Telefon melden, er kommt zum Geschäft. Wir hatten vorher gemailt und es war kein Problem. Telefonnummer hängt am Laden. Vorher nur eventuell die Landesvorwahl herausfinden. Das hat sich bei uns als schwierig erwiesen, da keiner vor Ort diese kannte.
Versorgungsprobleme hatten wir keine, Brot haben wir meistens bekommen und auch sonst verhungert man nicht. Polizeikontrollen waren nicht korrupt, die Menschen sind sehr freundlich, betteln nicht und wir freuen uns, dieses Jahr wieder dort sein zu können. Insbesondere die Menschen und die Landschaft mit den vielen Tieren und die gewollte Einsamkeit haben uns sehr beeindruckt. Ganz anders, als wir wieder auf Deutsche trafen und wir deren Egoismus erlebten.
Liebe Grüße, eine schöne Zeit und viele tolle Erlebnisse mit Mensch und Tier
Angelika
Montango1'667 Beiträge · seit 201126. Apr. 2012 · #11
Ihr verkürzt mir echt die Zeit bis zum Abflug , noch 2 Wochen 🙂
@Angelika: Du wolltest mir doch noch die Adresse von dem Metzger geben .
@Christian: Schön , dass Du uns mit aktuellen Infos versorgst.
christian852 Beiträge · seit 200626. Apr. 2012 · #12
Jetzt die Fortsetzung:
Wir sind die Straße von Binga bis zum Matusadona NP gefahren. Manapools machen wir erst im September, da das Gras für gute Tierbeobachtung im April zu hoch ist. Dafür waren wir vorher eine Woche im Hwange-NP.
Binga bis Matusadona ist eine schöne Strecke mit hübschen Batonga- Dörfern. Die Leute winken freundlich und es lohnt sich etwas Obst an den wenigen Verkaufsständen zu erwerben. Ich werde nie die überraschten Gesichter der beiden Jungs vergessen, als wir Ihren gesamten Bestand an Guaven und eine riesige Melone abkauften.:)
Der Abzweig zu Ch-NP ist ausgeschildert. Allerdings glaube ich das die Wege im Park eher zum Trekking genutzt werden sollten, als Sie mit dem Allrad zu befahren. Bin gespannt was Mantango bei Rückkehr dazu berichten wird.
Der Matusadona Np hat Geld von verschiedenen Organisationen erhalten, auch wurden die Letzten überlebenden Rhinos der Gegend dorthin gebracht. Diese Info hatte ich vorher recherchiert und unsere Erwartungen waren dementsprechend hoch. Diesen Film hatte ich mir vorher angesehen(Fortsetzung folgt):
IDidealistin106 Beiträge · seit 200827. Apr. 2012 · #17
Hallo,
in Karoi gibt es einen Metzger außerhalb Richtung Harare; dort haben wir nicht eingekauft; in Karoi gibt es in beiden supermärkten Fillet, wenn man danach fragt.
Grüße
Angelika
christian852 Beiträge · seit 200627. Apr. 2012 · #18
Hallo!
Jetzt noch etwas zum Matusadona-NP. Die zirka70-80km lange Zufahrt war sehr beschwerlich. 2 Tage vorher hatte es ein schweres Gewitter gegeben. Tiefe Erosionstäler und auch Schlammlöcher lassen nur eine langsame fahrt zu.
Wir haben mehr als drei Stunden gebraucht.🤢 Um Wilderen das Leben zu erschweren, gibt es bereits weit vor der eigentlichen Einfahrt einen zusätzlichen Posten. Der Posten bei der zweiten Einfahrt ist uniformiert und bewaffnet. Versuche von SA-reisenden den Park mit dem Trailer zu erreichen sind gescheitert:
Aus Eu-Geldern wurde eine neue Beschilderung finanziert:
Leider sollte auf dem Schild noch stehen. Nur mit 2 Autos befahren.
Wieso schreibe ich in der Fortsetzung...
Christian
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Montango1'667 Beiträge · seit 201127. Apr. 2012 · #19
Hallo Christian,
Du machst es aber spannend. Wann geht es weiter ?
@Erika: wir buchen kein Fleisch vor 😄 , aber die Adresse vom Metzger ist doch hilfreich, dann müssen wir bei der Durchfahrt durch Bulawayo nicht lange suchen.
Aber die Idee ist nicht schlecht, vielleicht sollten wir das Fleisch anliefern lassen 😉
matthThemenstarter425 Beiträge · seit 200727. Apr. 2012 · #20
Liebe FoMis,
langsam schließen sich meine Versorgungslücken – kann mir noch jemand Einkaufsmöglichkeiten zwischen Gonarezhou NP – Mutare – Nyanga NP und Harare nennen. Auch negative Erfahrungen wären hilfreich.
@christian die Bilder sind sehr anschaulich. Jetzt weiß ich ungefähr, was auf uns zukommt – danke für deine hilfreichen Informationen.
Ich warte immer noch auf eine Antwort von AirBerlin – langsam werde ich nervös 😠