HaengematteThemenstarter361 Beiträge · seit 201109. Dez. 2011 · #161
Fortsetzung Halali Wasserloch...oder sollten wir vielleicht noch mehr Glück haben?
Nach dem leckeren Essen gingen wir wieder dick bepackt zum Wasserloch. Diesmal setzten wir uns an die Seite, um nicht wieder zuviele respektlose Touris um uns herum zu haben. Dies gelang uns eigentlich auch ganz gut. Selbst die beiden Franzosen die mit ihren vier Kameras ca. 800 verwackelte Freihand-Aufnahmen gemacht haben, waren noch einigermaßen erträglich, da sie vier Meter entfernt waren.😖
Gleich als wir uns niedergelassen hatten, kam das nächste Highlight…Also ein erstes kleineres 😗 . Mein Schatz entdeckte eine große Python (brrrrr 😕 😠 🤩 ) Aber zum Glück war der Pyhton ja ca. 20 Meter weit weg und ein Zaun dazwischen. Wir zeigten den umsitzenden Zuschauern die Python, da diese bisher wohl keine gesehen hatte. Gut, den vier deutschen, die sich beim Sonnenuntergang flüsternd über Touristen lustig gemacht haben, die um halb Acht Essen gehen und dann eine Stunde wieder zurückkommen und dabei das beste verpassen haben wir natürlich nichts gesagt. Diese fotografierten stattdessen Fliegen vor der Lampe…. Auch schön und Fotos die man nicht braucht 🤪 . Aber die Vier gingen eh kurze Zeit später und verpassten das Beste am heutigen Abend. Tja……
Hier aber erstmal der Python.
Irgendwie schlängelte sich das Viech erstmal in diesen Strauch und war verschwunden.
Später tauchte er hinten rechts wieder auf…er nahm den Strauch nur als Hindernis um den Weg zum Wasserloch zu erschweren. Das Ziel war also das Wasserloch..ein wenig schwimmen und planschen. Naja, wer drauf steht….
Irgendwann war er im Wasser und hatte kurze Zeit auch ein wenig Ruhe….bis eine Herde Elefanten kam. Achso, das obligatorische Nashorn war natürlich auch am Wasserloch 🙂
Die Elefanten wollten das Wasserloch wieder vollends in Beschlag nehmen, aber scheinbar bemerkten Sie relativ früh den Python im Wasser und nahmen da ein wenig Abstand…Schade…ich brauchte ein wenig mehr Action 🤪 Anfangs schwamm der Python noch unsicher durch das Wasserloch, entschied sich aber kurze Zeit später dann doch die Beine …ääähh…. Bauch…in die Hand zu nehmen und zu flüchten. Der rettende Busch war ja 20 Meter weg. Die Elefanten hatten aber die ganze Zeit Respekt vor dem Python und hatten ihn immer im Auge. Auch als Sie später an dem Busch vorbeigingen schauten Sie genau. Da bin ich ja beruhigt, dass Elefanten auch Angst vor Schlangen habe…dann kann ich zu meiner Angst ja auch ganz beruhigt stehen. 😉 😄
Das Nashorn stand am Rand aber ca. nur 15 m vom Wasserloch entfernt. Zwei Ältere Elefanten stelltenn sich genau gegenüber dem Nashorn hin und starten es an. Es ist schon beeindruckend, wie sich diese Elefanten um die Familie kümmern. Gerade die kleinen werden beschützt. Kaum vorzustellen was passiert wäre, wenn das Nashorn an Größenwahn gelitten hätte. Die kleinen stellten sich ab und zu mal daneben, wurden dann aber von den älteren immer wieder nach hinten geschoben. Kurz Zeit später verschwanden sie wieder. Wahrscheinlich hatten Sie keinen Bock auf den gleich folgenden Etosha-Bewohner. Denn kurze Zeit später kam ein hektischer Schakal. Ich bin mir ganz sicher, dass es sich hierbei nicht um den mittlerweile im Forum bekannten Schakal handelt, auf den sich ein Löwe gesetzt hatte 😄 🤪 . Der war so hektisch, dass er immer nachdem er seine Zunge ca. eine halbe Sekunde in das Wasser gehalten hat aufgeschreckt ist, eigentlich fast senkrecht mit Allen vieren in die Luft gesprungen ist, sich erst nach links hinten gedreht hat, dann nach rechts hinten (immer mit dem ganzen Körper), und dann ging es wieder ans Wasser. Das wieder holte sich ca. fünf Minuten. Bis er es aufgegeben hatte. Ich wollte mich schon auf den Sitzen umschauen ob hier ein Defibrillator rumhängt. Der arme Kerl musste früher oder später ein Herzinfarkt bekommen…..😐 😵 😄
Irgendwann war auch dieses Schauspiel zu Ende und wir waren mal wieder glücklich und zufrieden. Wir hatten auch heute wieder soviel an dem Wasserloch gesehen. Da konnte ja nicht noch mehr kommen. Unmöglich dachte ich. Aber nur ganz kurz. 🤩
Denn eine Löwin kam angeschlendert. Tja, es hatte sich wohl in Löwenkreisen rumgesprochen, dass wir heute Abend am Wasserloch sitzen.😃
Aber diesmal konnten wir die Löwin nur 5-10 Minuten beobachten. Super …auch noch Löwen am Abend gesehen. Besser konnte es doch wirklich nicht mehr sein. DOCH. Es konnte...... 🤩 Auf einmal kam ein Leopard an. Langsam war ich kurz vorm wahnsinnig werden…soviel Glück konnte man doch kaum haben 🤩 . Aber egal, wir entschieden uns dieses Glück anzunehmen und zu genießen 😎 Der Leopard hatte wohl mächtig Durst und trank richtig lang und wir konnten ihn gut beobachten
Irgendwann kam noch eine Hyäne hinzu. Dies gefiel dem Leopard überhaupt nicht. Er wurde richtig nervös, trank immer hektischer und auf einmal sprintete er los. Unglaublich. Er sprintete nach links in die offene Ebene und wir konnten ihn sicherlich 100-200 m beim sprinten beobachten. Er war so unglaublich schnell. Ich habe noch nie ein Tier so schnell rasen sehen. Aber da Hyänen auch Leoparden töten können, ist dieses Verhalten des Leoparden auch nachzuvollziehen.
So, danach waren wir mehr als völlig geflasht und entschieden uns das Wasserloch zu verlassen. Das war hier mal wieder ein unbeschreiblich Abend. Da es morgen nach Okonjima gehen sollte entschieden wir uns, da wir ja nun doch schon das eine oder andere Tier zu Gesicht bekommen hatten 😗 😗 länger zu schlafen und auf dem direkten Wege aus dem Park zufahren. Lediglich die direkt an dem Hauptweg liegenden Wasserlöcher wollten wir abfahren. Und es sollte sich wiederum lohnen...aber dazu morgen mehr.
Wirklich herrliche Tierbilder und es macht Spaß Eure Tour zu verfolgen und die Tierbilder zu geniessen, das muß einfach mal gesagt werden.
Guggu2'262 Beiträge · seit 201109. Dez. 2011 · #163
hallo Sven, stehe hier auf dem Changi Airport in Singapur und habe die letzten 14 Tage nachgeholt. Das war jetzt richtig klasse um ein wenig Zeit tot zu schlagen bevor der Flieger geht. Ich bin total hin und weg ueber die tollen Bilder und alles was ihr erlebt habt. Es ist allerdings eine Gefahr fuer den eigenen Urlaub - man schraubt die Erwartungen vielleicht zu hoch. I am really impressed 😛 😛 😛 😛 Gruesse Guggu
ich gratuliere Dir zu den vielen Tiersichtungen und den hervorragenden Bildern. Bei Deinem Glück solltest Du Lotto spielen. Als Etoscha-Vielfahrer habe ich das auch alles so oder ähnlich erlebt, aber nicht in solch einer kurzen Zeit. Ich wünsche Dir, dass Dir das Glück so hold bleibt.
unglaublich, was Ihr alles zu Gesicht bekommen habt! Feine Bilder dazu. Unsere Planung, beim nächsten Mal nur den Süden zu sehen, Etosha auszuklammern, fängt an zu bröckeln. 😐
Danke und HG Martin
HaengematteThemenstarter361 Beiträge · seit 201116. Dez. 2011 · #166
Nachdem ich nun nach unendlichen Stunden heute Nacht mein Fotobuch endlich fertiggestellt haben kann ich hier nun endlich weiterschreiben 🙂
Am nächsten Morgen standen wir wie geplant eine Stunde später auf und gingen zunächst frühstücken. Später checkten wir aus und fuhren in aller Ruhe Richtung Ausgang. Unseren Plan jedes Wasserloch anzufahren hielten wir zu Beginn auch durch. Gleich am ersten Wasserloch sahen wir aus der Ferne schon zwei Autos am Weg stehen. Hier musste also etwas sein. Ich tippte auf einen Löwen. Also fuhren wir schnell hin. Und zu unser großen Überraschung kam ein Leopard angelaufen. 🤩 🤩 Leider war er relativ flott unterwegs, so dass leider keine besonders guten Fotos herausgekommen sind. Aber hier zählte nur der Augenblick und nicht ein Foto. Ein Leopard in freier Wildbahn. Was will man mehr? Mehr Glück war nun wirklich nicht mehr möglich. 🤩
Einige Meter hinter dem Leoparden kamen noch vier Hyänen angelaufen. Scheinbar verfolgten sie den Leoparden. Entweder, um von seiner Jagd zu profitieren, oder aber, um ihn vielleicht zu jagen. Wir erfuhren es leider nicht. 😐
Nach diesem Erlebnis verzichteten wir nun darauf, noch irgendwelche Wasserlöcher anzufahren. Lediglich Salvadora statteten wir aus emotionalen Gründen und als Dank noch einen kurzen Besuch ab. Kein Auto, keine Löwen, keine Tiere. Anscheinend wussten nun alle Tiere, dass wir heute Etosha verlassen werden und sind weiter gezogen. Der bekannte Baum winkte uns jedoch auch traurig zum Abschied. 😵
Also fuhren wir auf der einen Seite Glücklich, auf der anderen Seite auch traurig weiter. Es war so schön hier gewesen. Auch der Schakal schaute uns traurig hinter uns her. Er würde uns ganz sicher vermissen 😐
In Okaukuejo machten wir allerdings noch einen kurzen Stopp, um nochmals an das Wasserloch zu gehen.
Wir sahen hier wieder jede Menge Zebras
Aber dann verließen sie uns auch fluchtartig
Wir sahen noch ein paar Kudus...
und ein paar flüchtende Springböcke..
Danach war es Zeit wirklich zu gehen 😐 🙁
Wir fuhren schon ein wehmütig aus dem Park heraus. Am Gate fragte uns die Wächterin, ob wir ihre Kollegin bis Outjo mitnehmen könnten. Dies taten wir natürlich. Leider sprach sie kein Englisch und eine Unterhaltung war nicht möglich. Sie bedankte sich mit einem großen Lächeln in Outjo bei uns und wir fuhren nun weiter nach Okonjima zur Africa Cat Foundation.
Fazit Halali:
Halali hat uns richtig gut gefallen. Ein schönes kleineres Camp. Die Bungalows sind deutlich größer als in Okaukuejo (wobei das eigentlich völlig egal ist). Das Essen war wirklich gut gewesen, auch wenn es nicht mit dem Essen einer zu vergleichen ist. Es war aber heiss, wohlschmeckend, immer frisch zubereitet. Das Personal war immer fröhlich und sehr hilfsbereit. Kurzum, es gibt für uns nichts an Halali auszusetzen. Okaukuejo könnte sich da mal ein wenig abschauen. Halali zeigt ja, dass es wirklich um Klassen besser geht. Wir werden hierher sicherlich wieder zurückkehren. Wir können es mit bestem Gewissen jedem weiterempfehlen.
BarbaraB23 Beiträge · seit 201118. Dez. 2011 · #167
Hallo Sven, ich bin ein Greenhorn sowohl im Forum als auch in Namibia, dein Reisebericht ist fantastisch,er bewirkt, dass sich meine Vorfreude auf Namibia täglich steigert!(Reise für Oktober 2012 geplant) Vingerklip/Heaven's Gate ist schon mal gebucht!Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude!Diese dauert allerdings noch etwas lange. Gruss Barbara
HaengematteThemenstarter361 Beiträge · seit 201123. Dez. 2011 · #168
Fortsetzung Okonjima Bushcamp
Nach einer ruhigen, aber auch langweiligen und kurvenlosen Fahrt kamen wir irgendwann in Okonjima an. Wir hatten das Bushcamp gebucht und uns riesig hierauf gefreut. Und es sollte auch wirklich ein Highlight werden (neben den vielen anderen Highlights unseres Urlaubs 😁 ).
Als wir die Rezeption bzw. das Haupthaus betraten, konnten wir nicht mehr als ein schlichtes: "Wow" sagen. Es war unbeschreiblich schön. Hier würden wir uns wohl fühlen und uns entspannen und ausruhen können. Dachte ich zumindest bis uns das Programm der nächste Tage erklärt wurde. 😵
Der Schock kam gleich zu Beginn: "Morgen früh um 5:30 Uhr werdet ihr geweckt!" Mehr als ein kraftloses und fassungsloses Stöhnen brachte ich nun nicht mehr heraus 🤢 🤢 😵 😣 🤢 😣 . Im Urlaub ausschlafen...wer braucht denn sowas? 😣
Nun gut, es half ja alles nichts. Wir hatten uns auf diese Tage wahnsinnig gefreut und der erste Eindruck des Bushcamps war mehr als grandios. Hier würden wir uns sehr wohl fühlen, auch wenn ich mal wieder unausgeschlafen durch die Weltgeschichte schwanken werde. Unser Häuschen war tagsüber zur hälfte offen und wir hatten das Gefühl mitten im Busch zu sein. Das hier natürlich auch ungestört Schlangen reinstolzieren können, war mir mittlerweile fast egal. Ich konnte hier eh nichts mehr ändern und war schon fast willenlos in Bezug auf das Schlangenthema. Trotzdem leuchtete ich abends wirklich alles ganz genau ab 😗 😗
Zu unserem Entzücken badete bei unserer Ankunft gerade ein Warzenschwein direkt an unserem Haus in der Mini-Wasserstelle. Wir haben unser eigenes Hausschwein! Dies sah das Schwein anders und verschwand nach kurzer Zeit...
Am Nachmittag gingen wir mit unserem Guide Michael auf Leopardenpirsch. Michael erzählte uns, auf seine witzige Art, alles über die Foundation und über die Tiere. Es scheint generell eine sehr lustige Truppe zu sein, wenn man sich die Namen der Leoparden anschaut. Tyson (benannt nach Mike Tyson) ist ja noch in Ordnung. TJ (Tyson Junior) ebenso. Aber bei Monika Lewinsky musste ich nun wirklich lauthals lachen. Wie diese Leopardin zu diesem Namen kam möchte ich lieber nicht wissen.
Kurze Zeit später sahen wir unseren ersten Leoparden in Okonjima. Sie saß zunächst auf dem Dach eines Beobachtungsposten
später kam sie aber runter und begrüßte uns persönlich
Sie kam auch noch direkt ans Auto. Aber diesen Anblick habe ich dann ausnahmsweise ohne Kamera genoßen 😄
Kurze Zeit später hatten wir unseren Sundowner und fuhren später zum Abendessen. Das Essen war wirklich absolut vorzüglich. Am Feuer beendeten wir unter einem schönen Sternenhimmel mit einem guten Wein den wundervollen Tag und gingen zurück zu unserem Häuschen. Leider war das Warzenschwein von heute Mittag nicht unser einziges Haustier. Am Abend, als wir spät nach dem Essen schlafen gehen wollten, flatterte eine Fledermaus hektisch in großen Kreisen durch das Häuschen. Wir hatten gedacht, Fledermäuse verhielten sich wie Insekten, daher leuchtete ich draußen vor der Tür (leicht bekleidet...hätte sich das Viech nicht drei Minuten früher bemerkbar machen können) mit der Taschenlampe fuchtelnd alles an. Selbst mein Bauch musste dran glauben.. was von drinnen betrachtet anscheinend sehr witzig aussah 😵 . Spätestens in diesem Augenblick hätte eigentlich die Fledermaus voller Entsetzen mit Vollgas das Häuschen verlassen müssen. Stattdessen zog die Fledermaus weiter panisch im dunklen Haus ihre Bahnen. Ich sprühte in der hinteren Ecke etwas Insektenspray in die Luft und auf einmal war sie weg. Mein Schatz hatte die ganze Nacht noch Angst, dass sie doch noch im Gebälk sitzt, auf sie krabbelt und ihre Haut anritzt, um ihr Blut zu trinken. Nunja...anscheinen zuviele Vampirfilme mit Edward geschaut....😄
Hallo Sven, sehr schöne Bilder und nette Geschichte zum Bush Camp. 🙂 Wir sind ja auch bald da. Mal sehen, ob das Schwein noch vor Ort ist ... 😄 Beste Grüsse Ralf
schööööön. Okonjima haben wir ähnlich erlebt wie ihr 🤩 🤩 🤩 . Nur bei der Leopardensuche hattet ihr wieder mal "vieeeeel meeeeehr" Glück. Wir haben auf 2 Game-Drive´s nur einmal kurz eine Wildkatze vorbeihuschen sehen. Hat gerade mal für 2 Fotos gereicht 😐 .
Ich freue mich jetzt schon auf eure Gepardensichtigung.
Liebe Grüsse aus Luxembourg und dir und deiner Familie ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest 🙂 .
HaengematteThemenstarter361 Beiträge · seit 201107. Jan. 2012 · #171
Fortsetzung Okonjima Gepardentracking
So, es hat mit der Fortsetzung leider ein wenig länger gedauert....
Am nächsten Morgen wurden wir tatsächlich um 5:30 Uhr telefonisch geweckt. Ich war wirklich mehr als müde und schleppte mich in den Frühstücksraum. Hatte ich schon erwähnt, dass mir das frühe Aufstehen so gar nicht liegt? 😵 Es gab schon eine Kleinigkeit zu frühstücken und frischen Kaffee. Der Kaffee reichte mir völlig. Um kurz nach 6 Uhr fuhren wir mit Michael los zum Gepardentracking. Irgendwie war mir noch gar nicht nach Konversation und Aktivitäten.... Michael spürte mit seinem Kollegen Franz die Geparden auf. Irgendwann stiegen wir aus und gingen zu Fuß weiter, um die Geparden zu suchen. Auf einmal hörten wir ein Tier ganz laut schreien. Es war im Todeskampf. Die Geparden waren ganz in unserer Nähe am jagen. Die Schreie waren mehr als furchterregend. Auf einmal war es still. Scheinbar konnte sich das Tier befreien. Wir gingen ein paar Meter weiter und dann standen sie vor uns. Vier Geparden! 🤩 🤩 Mir schlug das Herz richtig heftig. Wir waren vielleicht 20 Meter von den Geparden entfernt. Sie gingen an uns vorbei und wir folgten ihnen in einem Abstand von 20-30 Metern. Ein unglaubliches Gefühl.. Die Geparden ließen sich nieder und ruhten sich aus. Wir konnten ein wenig näher an sie herangehen und sie aus der Nähe betrachten. Leider war es am regnen...
Sie machten aber immer nur eine kleine Pause. Sie waren sicherlich hungrig und wollten bald wieder jagen. Wir verbrachten mit ihnen 30 Minuten. Danach ließen wir sie alleine, damit sich sich in aller Ruhe auf ihre Jagd vorbereiten konnten. Wie wir abends gehört haben, waren sie irgendwann an dem heutigen Tage auch erfolgreich gewesen.
Nachmittags sahen wir wieder einen Leoparden und auch andere Tiere.
Wie zum Beispiel eine in der Nase bohrende Giraffe...
Und so ging ein weiterer wundervoller Tag bei einem Sundowner langsam zu Ende...
Das Abendessen war wieder absolut vorzüglich und langsam kam ein wenig Traurigkeit auf. Der Urlaub ging nun unwiderruflich langsam zu Ende. Wir sträubten uns zwar mit Händen und Füßen gegen das Ende...aber es lies sich irgendwie nicht aufhalten 🙁 🙁
An dem night walk nahmen wir wiederum nicht teil. Abends um halb zehn nach einer Flasche Rotwein durch den Busch zu wandern war nun nicht in unserem Sinne. Die Müdigkeit, der Sternenhimmel und das Lagerfeuer siegten klar nach Punkten. 😁
Am nächsten Morgen konnten wir tatsächlich ausschlafen und standen um 6.30 Uhr auf 😵 😐 Auch das ist nicht meine Zeit 🙁 Wir besichtigten an diesem Morgen die Klinik und uns wurde die Foundation nochmals ausführlich erklärt. Es war eine sehr interessante Führung, die wir absolut empfehlen können. Wir sahen nochmals einige Geparden, Warzenschweine und Luchse.
Danach ging es wieder zum Frühstück. Und schon mussten wir wieder los unsere Sachen packen. In unsere Hütten sahen wir dann unser letztes wildes Tier. Ein Skorpion der auf einem Sockel neben dem Koffer saß. Wie der da hoch gekrabbelt ist, war uns ein Rätsel. Nur Glück das wir nicht am Morgen Barfuß auf ihn getreten sind 😵 😵
Fazit Okonjima Bushcamp
Das Bushcamp ist natürlich keine günstige Unterkunft. Aber wir können mit ruhigen Gewissen behaupten, dass sie jeden Cent wert ist. Angefangen von der Rezeption, Bar, Restaurant und Unterkunft. Dies war und ist absolut traumhaft. Das Essen einfach absolut vorzüglich. Das Personal, egal ob Guide, Koch, Kellner absolut freundlich , immer lustig und hilfsbereit. Pro Tag sind drei Ausflüge geplant, die nicht extra bezahlt werden müssen. Diese Ausflüge kann man mit seinem Guide besprechen und aussuchen. Und somit relativiert sich der Preis. Für uns war das Preis Leistungsverhältnis absolut in Ordnung und es ist eine der Unterkünfte, die wir ganz sicher wieder besuchen werden.
HaengematteThemenstarter361 Beiträge · seit 201113. Jan. 2012 · #172
Hohewarte Gästefarm
So, nun kommt endlich oder leider das Ende unseres Reiseberichtes.
Schweren Herzens fuhren wir etwas betrübt Richtung Windhoek. Die langweilie gerade aspahltierte B1 machte es auch nicht wirklich besser. Irgendwann waren wir froh als wir in Windhoek ankamen. Wir tankten das Auto voll und nun passierte es uns tatsächlich. Wir sagten dem Tankwart, dass er bitte den Zähler auf 0 stellen solle. Er sagte: "Selbstverständlich". Nach ca. 20 Sekunbden kam er zu mir und wollte N$150,-- haben. Ich meinte es könne ja nicht sein, dass er den Wagen nun für 150 N$ voll getankt habe. Die übliche Diskussion begann, ich zahlte nichts.. Er tankte das Fahrzeug voll und wollte schon wieder die N$ 150,-- haben. Ich disktutierte mit ihm und machte ihm klar, dass ich diesen Betrag nicht zahlen werde. Irgendwann kam ein Kollege von ohm und sagte, dass er diesen Betrag bitte streichen solle. Na also...geht doch.
Wir fuhren danach zu unserem Autovermieter und gaben das Fahrzeug zurück. Wir erzählten ihm die Story von der Tankstelle. Er teilte uns mit, dass dies leider immer wieder vorkommt, aber sie würden sich auch darum kümmern, wenn tatsächlich Touristen diese N$ 150,-- bezahlt hätten.
Die Fahrzeugübergabe war stressfrei und innerhalb von einer Minute erledigt. Er zeigte uns noch den Toyota Hillux Canopy und empfahl uns doch das nächste Mal eine Campingreise zu planen. Schauen wir mal ....😁
Er fuhr uns danach zu unserer letzten Unterkunft, der Hohewarte Gästefarm in der Nähe des Flughafens. Die Stimmung wurde irgendwie immer bedrückter 🙁 Der Urlaub ging nun wirklich zu Ende. Ich kam mir vor wie ein Kudu auf der Schlachtbank. Das Ende kam nun unwiderruflich und lies sich nicht mehr vermeiden.
Bilder von der Gästefarm habe ich nicht gemacht, da ich irgendwie keine Lust mehr hatte. Wir warteten einfach, dass die nächsten 24 Stunden vorübergingen. Die Zimmer waren groß und geräumig, das Essen war gut, aber auch nicht außergewöhnlich (muss aber auch nicht sein). Den Pool fanden wir nicht so toll, allerdings sind wir kein Maßstab, da wir tatsächlich in den 2 Wochen keinen einzigen Pool betreten haben.
Das Preis-/Leistungsverhältnis der Gästefarm ist für mich ein wenig grenzwertig. Wir haben für das Zimmer incl. VP ca. N$ 2100,-- bezahlt. Ich denke da gibt es eine ganze Reihe günstigere Alternativen. Auch der Transfer zum Flughafen mit knapp N$ 500,-- fand ich ein wenig viel. Unser Flughafentransfer in Deutschland war günstiger, bei 10km mehr.
Generell würden wir den letzten Tag beim nächsten Mal anders planen. Aber dazu gleich mehr.
Der Urlaub ging nun wirklich zu Ende. Ich kam mir vor wie ein Kudu auf der Schlachtbank. Das Ende kam nun unwiderruflich und lies sich nicht mehr vermeiden.
boahhh ehh, wie schrecklich klinkt das denn.:(
Nun ja , deswegen sind wir immer die letzten 2 Nächten bei Carmen und Robert auf der Etangoranch, da ist zwar auch der Urlaub fast vorbei aber in diese familliäre Atmosphäre kann man seinen Schmerz einfach besser ertragen. 🙂 Liebe Grüße und vielen Dank für den sehr informativer Reisebericht und die tolle Bilder dazu. 🙂
Cécile
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway
Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia"
http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html
Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung....
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html
2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana.
2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik.
2012 Namibia und KTP
2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP
2014 Kapstadt und Kruger NP
2015 Kruger National Park
2016 kruger National Park
2017 Kruger National Park
2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
HaengematteThemenstarter361 Beiträge · seit 201113. Jan. 2012 · #174
Das war natürlich etwas übertrieben dargestellt 😉 😁
Aber es war schon sehr traurig, da wir einfach nicht zurückwollten und nur noch auf den Abflug warten konnten. Unternehmen konnten und wollten wir nichts mehr...gerade am Abflugtag sehnt man dann doch den Abflug herbei und die Zeit geht kaum um...
HaengematteThemenstarter361 Beiträge · seit 201113. Jan. 2012 · #175
Fazit und Zusammenfassung unserer Reise.
Mietwagenfirma Africa 4x4 rentals:
Diese können wir mit bestem Wissen und Gewissen empfehlen. Auch wenn sich die Übergabe am ersten Tag um 3 Stunden verzögert hat, hat alles perfekt geklappt. Das Auto war in einem sehr gutem Zustand und wir hatten nie Probleme. Das gesamte Personal sehr hilfsbereit und nett. Wenn es Probleme gegeben hätte, wären die sicherlich so schnell wie möglich beseitigt worden. Rückgabe des Fahrzeuges war ganz unproblematisch. Es wurde flüchtig geschaut, ob irgendwelche Beulen oder Schäden an dem Fahrzeug sind, aber nicht nach Kratzern oder ähnliches gesucht. Wir werden hier wieder ganz sicher buchen.
Straßenverhältnisse: Alle Straßen (b-D) waren in einem gutem bis sehr gutem Zustand. Diese wurden auch regelmäßig geglättet. Hat man vorher im Forum gelesen, dass es teilweise gefährlich ist, gerade als Ersttätter in Namibia auf den gravelroads zu fahren, konnten wir dies nicht wirklich so bestätigen. Klar muss man jederzeit die Geschwindigkeit anpassen, vorausschauend fahren und nicht rasen. So ist das alles überhaupt kein Problem. Also nicht immer sich verrückt machen lassen und mit einer gesunden Vorsicht die Zeit in Namibia verbringen.
Tour am ersten Tag: Auch hier gibt es ja häufig Diskussionen. Wir hatten auf dem Hinflug ein upgrade in die Business Class. Somit konnten wir im Flugzeug schlafen und kamen relativ ausgeruht in Namibia an. Klar ist man nicht so ausgeschlafen wie im eigenen Bett, aber Müdigkeit war nicht wirklich vorhanden. Somit war es für uns kein Problem am ersten Tag 300 km bis zum Kalahari Ani Farmhouse zu fahren. Müdigkeit kam nie auf. Wenn wir jedoch hinten gesessen hätten, hätten wir kaum geschlafen und dann wäre der Weg eindeutig zu weit gewesen. Wir werden beim nächsten Mal auch wieder genauso machen. Am ersten Tag schon 150-maximal 300km in die geplante Richtung zu fahren. Allerdings sollte man immer einen Alternativplan im Hinterkopf haben, falls man doch unausgeschlafne und müde ankommen sollte. Dann macht es keinen Sinn auf Biegen und Brechen eine lange Tour zu fahren. Lieber am zweiten Tag, dann die Kilometer aufholen, als einen Unfall bauen.
Tourlänge Als Ersttäter-Reise empfanden wir diese Tour als absolute ideale Tour und würden daran (bis vielleicht die letzte Nacht) nichts ändern. Es waren einige lange Touren dabei, aber es geht ja auch darum bei der ersten Rundreise einen Eindruck von dem Land zu bekommen. Allerdings noch mehr Kilometer zu fahren würden wird wirklich davon abraten - das macht gar keinen Sinn.
Bei unserer nächsten Tour werden wir die Kilometer deutlich nach unten schrauben und uns auf spezielle Gebiete beschränken. So könnten wir uns z.B. vorstellen in dem Namib Naukluft Gebiet eine ganze Woche zu verbringen. Gerade weiter südlich die D707 scheint ja unbeschreiblich schön zu sein. Weniger ist mehr wird es also heissen.
Kriminalität: Gibt man dieses Wort in der Suchfunktion des Forums ein, bekommt man natürlich immer nur die negativen Erlebnisse mit. Von diesen sollte man sich nicht verrückt machen lassen. Wir haben uns zu jeder Zeit sicher gefühlt und hatten nie bedenken gehabt. Klar, muss man sich an die Grundregeln halten, aber das sollte jedem ja auch klar sein. Das einizigst nervige war, dass wir in Swakopmund in unserem Hotel fünfmal an einem Tag gesagt bekommen haben, dass es hier sicher sei. Das gab einem zu Denken, aber wir bildeten uns lieber unsere eigene Meinung. Das ist generell immer am besten.
Bewertung der Unterkünfte: 5 Sterne absolut Top, 1 Stern nie wieder
Kalahari Anib Farmhouse: Sehr empfehlenswert.
Unterkunft: traumhaft schön (5 Sterne) Essen: einfach super (5 Sterne) Preis-Leistungsverhältnis: eines der besten unserer Reise (5 Sterne)
Sesriem Desert Camp Die Unterkunft, die wir wirklich nie vergessen werden. Sie ist ein Muss.
Unterkunft: Ein Traum (5 Sterne) Essen: Selbstversorger…Essen kann geliefert werden) Für das Erlebnis abends in dieser Gegend zu grillen 5 Sterne Preis-/Leistungsverhältnis: sehr gut (5 Sterne)
Swakopmund Atlantic Villa Guesthouse Tja, schwer zu sagen. Braucht man nicht wirklich. Vielleicht eher dann die Beach Lodge Zimmer groß und sauber, Frühstück umfangreich,
Unterkunft: gut (4 Sterne) Frühstück: gut (4 Sterne) Preis-/Leistungsverhältnis: Man muss nicht soviel Geld ausgeben (3 Sterne)
Erongo Wilderness Lodge: Wunderbare Gegend, super Guides und Personal. Aber leider war unser Zelt schon etwas löchrig. Soll angeblich ausgetauscht werden.
Unterkunft: Zelt 2 Sterne, Rest 4-5 Sterne Verpflegung: Essen war sehr gut (5 Sterne) Preis-/Leistungsverhältnis: Nicht nur wegen den Zelten, fanden wir es im Nachhinein zu teuer (3 Sterne)
Vingerklip Lodge Wir hatten das Heavens Gate gebucht. Ein Traum. Gegessen haben wir im Egales Nest. GHier wurde nur gegrillt, da es keine richtige Küche oben gab.
Unterkunft: Gibt es da wirklich Zweifel? (5 Sterne) Verpflegung: Essen, Stimmung und Ausblick traumhaft (4 Sterne…mehr ist halt oben nicht möglich) Preis-/Leistungsverhälntis: gerade im Vergleich zur Erogne Wilderness Lodge oder Atlantic Villa Guesthouse (5 Sterne)
Okaukuejo: Zur Verpflegung hab eich ja ausführlich was geschrieben:
Unterkunft: Wir hatten den Wasserloch-Bungalow. Den braucht man nicht wirklich. Aber soviel teurer war er glaube ich auch nicht. Man kann Okaukuejo nicht mit einer Lodge vergleichen. Es war aber wirklich alles OK und nichts zu beanstanden…wir werden hier wieder übernachten (4 Sterne, oder im Vergleich zu anderen Lodges 3 Sterne) Verpflegung und Freundlichkeit: Erster Tag grausam (0 Sterne), zweiter Tag besser (1,5-2 Sterne) Preis-/Leistungsverhältnis: Wir lassen mal das Essen außer Acht. Ein Camp im Park kostet halt mehr (4 Sterne)
Halali: deutlich besser als Okaukuejo
Unterkunft: etwas besser als Okaukuejo (4 Sterne) Verpflegung: deutlich besser als Okaukuejo (3-4 Sterne) Preis-/Leistungsverhältnis: besser als Okaukuejo (4 Sterne)
Okonjima Bush Camp Ein absoluter Traum, der jeden Cent wert ist. Daher kurz und bündig:
Hohewarte Gästefarm Wie eben schon beschrieben, wir würden dies so nicht nochmals machen. Entweder würden wir wohl am letzten Tag Etango buchen, oder eine Unterkunft ca. 150-200 km entfernt. So hat man irgendwie nur die Zeit abgesessen.
So, das war nun das Ende unseres Reiseberichtes. Ich werde vielleicht von Zeit zu Zeit noch ein paar Fotos veröffentlichen, wenn ich noch was besonderes finde. Denn auch für uns, ist dieser Reisebericht eine schöne Erinnerung, die wir uns öfters anschauen.
Hallo Sven, möchte mich ganz herzlich für deinen wunderbaren Reisebericht, den ich fast schon süchtig gerne gelesen habe, bedanken. Wir selbst waren schon 2 mal in Namibia und fliegen am 17.1. für 10 Tage wieder dorthin. Du hast das Land so beschrieben wie wir es empfunden und erlebt haben. Endlich auch einmal ein Reisebericht wo nicht andauert über alles und jeden gejammert wird. Wir sind gerne in Gedanken mit euch mitgefahren und dafür möchten wir dir danken. LG aus Z.Zt. Kapstadt Caspar:)
madmaddin153 Beiträge · seit 201113. Jan. 2012 · #177
Hallo Sven,
Danke für den schönen Bericht! Was hattet Ihr bloß für ein Glück!? 😁 😁 😁
Matou66843 Beiträge · seit 200813. Jan. 2012 · #180
Mir ist beim Lesen immer mehr der Unterkiefer runtergeklappt - vor lauter Lachen und Staunen 🙂! Ich dachte immer, wir hätten schon viel erlebt - aber von so etwas kann man nur traeumen - das war ja besser als im Kino! Super Bilder und lesenswert geschrieben! Danke für die tolle Ablenkung von der Arbeit!