Melonen an FleischsaucéMittwoch 03.08 Von Lindequist Gate–Waterberg, Waterberg Wilderness Lodge (DBB) 410Km
Wieder auf der Veranda, geniessen wir das leckere Frühstück mit Giraffengesellschaft. Eigentlich haben wir geplant noch einen weiteren Tag im Etosha zu verbringen und die Nacht ausserhalb des Anderson-Gates. Aber irgendwie wird man extrem schnell verwöhnt und wir hatten wohl sehr viel Glück mit den Tiersichtungen, dazu reizte uns das Waterberg Plateau sehr. Dieser Entscheid kam auch unseren Geldsorgen zugunsten.
Also fuhren wir auf der Teerstrasse nach Tsumeb. Mit grosser Hoffnung auf Erfolg suchen wir dort den nächsten Geldautomaten auf. Das Geldabheben muss nun funktionieren, denn der Tank reicht wohl nicht mehr nach Windhoek.
Wir halten beim ersten Supermarkt mit Geldautomat. Das Gerät wird von uns gleich mal auf die Probe gestellt. Zuerst mit VISA, die funktionierte bis jetzt bei allen Zahlungen. Doch leider schnallts der Automat schon wieder nicht. Nun die Postcard meiner Frau…funktioniert auch wieder nicht.
😈 Allmählich beginnt es wieder ungemütlich zu werden. Ich stecke aus Verzweiflung meine Postcard hinein. Ein Wunder! Der Automat spuckt 1000N$ aus! Gleich nochmals, denken wir! Am Schluss beschenkte uns der Automat mit 4000N$. Was für eine Erleichterung. Wir rechneten uns noch die Kosten aus und wir waren uns sicher, es sollte reichen. Gleich gings in den Supermarkt und wir kauften frische Getränke, Chips, Brötchen, Biltong usw. sowie etwas süsses aus der Bäckerei.:P
Überglücklich tuckern wir weiter. Nach Otavi wird uns die Teerstrasse zu langweilig und wir biegen auf die Nebenstrassen ab um so von Nord-Ost zum Waterberg zu gelangen. Wahnsinn, die Erde verfärbte sich stetig. Von grau, braun über orange, gelb bis dunkel rot und gar schwarz. Wahrscheinlich sind wir auch, nach unserem Glückshormonausfluss, etwas mehr Begeisterungsfähig.
😜 Jedenfalls gings danach hoch auf einer abenteuerlichen Strecke in die Waterberg Wilderness Lodge. Die Plateau Lodge war leider schon ausgebucht.
Wir werden alles andere als freundlich empfangen, doch die Anlage ist in herrlichen Lage. Und wir lassen uns doch nicht die Laune verderben!!! Da wir am frühen Nachmittag bereits ankommen, wandern wir den eindrücklichen Felsen entlang und treffen auf Klippschliefer und skurrile Bäume. Die Räumlichkeiten der Lodge wirken leider wie in einer Jugendherberge, kühl und ohne Charme.
Das Dinner wird an Gemeinschaftstischen heruntergewürgt.
🤢 Bei uns am Tisch, ein Paar, ca. 50 jährig, österreichische Wiederholungstäter. Ein deutsches Ersttäter-Paar, um die 40 Jahre. Sowie ein weiterer Deutscher, der wohl schon über 1000mal in Namibia war und jedes Tier beim Namen kennt. Wir haben es sehr lustig, trotz wirklich schlechtem Essen und Service.
Während dem Essen kommen noch zwei Nashörner auf Besuch um das frische Gras zu fressen und den Pool zu besabbern. Wir erleben diese Hautnah, ohne Zaun oder Schutz im Auto. Sehr eindrücklich und ein weiteres Abenteuer.
Die Nacht ist wieder sehr kühl, was diesmal mehr an der Architektur des Gebäudes liegt.




Strassen um Waterberg:
D2809 war gesperrt. D2808 war nicht zugänglich, weil die B1 neu geteert wurde.
D2804 und D2902 waren in sehr gutem Zustand. Die D2512 ist zudem sehr schön.
Plateauzufahrt in sehr schlechtem Zustand. Nur mit genügend Bodenfreiheit möglich.

D2512

D2512

Plateau-Zufahrt
Die Waterberg Wilderness Lodge empfehlen wir bestimmt nicht weiter. Trotz der wunderschönen Lage, stellt das Personal und das Dinner, sowie der kahle Essraum, alles in ein schlechtes Licht. Das Essen war wirklich Abfall und Ungeniessbar, in altem Geschirr. Zu vermerken ist, dass die Lodge nicht gerade billig ist und dass man für dieses Geld ziemlich viel mehr erwarten darf. Es gibt Game-Drives/-Walks um 16 Uhr oder 9 Uhr.
Die Campsites hingegen müssen unglaublich schön sein und sind absolut empfehlenswert.
Wir bereuten es sehr, dass wir nicht Campten.
Auch die verschiedenen Wanderrouten sind sehr schön.

