Honeymoon in Namibia!

38 Antworten · 15,0k Aufrufe · gestartet 15. Aug. 2011 von flux
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915 Beiträge · seit 201017. Aug. 2011 · #21
Hallo,
besten Dank für diesen informativen und zugleich unterhaltsamen Bericht.
Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung !!
Herzlichst
Günter
REISEBERICHT NAMIBIA 2010: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/171342-3-wochen-nambia-ein-kurzbericht-mit-bildern.html#171342 REISEBERICHT SÜDAFRIKA 2013: http://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/280789-elefanten-satt-und-kein-rhino.html
Themenstarter82 Beiträge · seit 201118. Aug. 2011 · #23
Glänzende Kinderaugen, so hell wie die Sterne
Freitag 29.07 Omaruru–Ugabvalley, Vingerklip Lodge (DBB) 407Km

Heute steht die Vingerklip Lodge im Ugabvalley auf dem Tagesziel.
Da diese nicht allzu weit entfernt liegt, machen wir den Umweg über Uis beim Brandberg. Dort machen wir bei einem Supermarkt halt um etwas Proviant einzukaufen. Wie in jedem Städtchen sind die Strassen voller Leute. Auch beim Supermarkt bietet uns ein Mann an, aufs Auto aufzupassen. Beim verlassen des Supermarktes sind wir gezwungen, ihm einen seiner Halbedelsteine abzukaufen. Nur wird es mühsam da wir seinen drei Kollegen auch einen Stein abkaufen, sowie ein örtliches Fussballteam unterstützen sollten. Schlussendlich haben wir gleich viel Geld an die Jungs, wie für den Proviant ausgegeben.

Die Weiterfahrt Richtung Khorixas ist wunderschön und wir biegen die Nebenstrasse nach Twyfelfontein ab, die durch atemberaubende Wildnis führt. Wir sehen unterwegs ein paar Felszeichnungen und können auf der holprigen und sandigen D2628 wieder einmal den 4x4 einschalten. Beim Petrified Forest bekommen wir eine kurze Führung zum versteinerten Holz und sonderbaren Pflanzen. Den freundlichen Guide nehmen wir anschliessen gleich mit nach Khorixas zu seiner Familie. Danach fahren wir die schöne Schotterstrasse, mit ein paar heiklen, trockenen Flussdurchfahrten, durchs Ugabvalley. Kleine Kinder öffnen uns ein Farmtor und als wir ihnen einen Dollar in die Hand geben, beschenken sie uns mit einem herzlichen Strahlen. Wie alle ländlichen Einwohner Namibias schenken auch hier die Leute einem ein Lächeln und winken freundlich zu.

Pünktlich zum Sonnenuntergang haben wir einen kitschig schönen Blick auf die Ugab Terrassen. Die Lodge ist unglaublich schön gelegen und detailliert ausgeschmückt. Alles wirkt sehr gepflegt und wir geniessen den guten Willkommensdrink. Das Gepäck im Bungalow verstaut und kurz geduscht, eilen wir zum essen, da es schon auf dem Grill ist. Das Barbecue findet hoch auf den Felsen statt. Wir sind neben drei Deutschen die einzigen. Alle anderen essen im Restaurant unter dem Felsen. Warum weis niemand, denn hier oben ist es wunderschön und das Essen sehr gut.

Wie schon letzte Nacht geniessen wir den unglaublichen Sternenhimmel und sind fasziniert.
In der Nacht bläst der Wind so stark, dass dieser durch jede Ritze des Häuschen zieht. Trotzdem kommen wir zu genügend Schlaf, doch sehnen wir uns nach Wärme.


unterwegs…


Durstiger Rennfahrer...


Farm(Tor) im Ugabvalley







Strassen von Omaruru über Uis/Khorixas ins Ugabvalley:
C36 ziemlich holprig. C35 Sehr schön und in gutem Zustand.
D2612 (Zufahrt nach Twyfelfontein) Zustand schlecht jedoch sehr schön.
D2628 wegen tiefem Sand nur mit 4x4 empfehlenswert, wobei sich die Strecke landschaftlich allemal lohnt. Auf der C39 Richtung Khorixas hat es nach einem Hügel ziemlich grosse Steine auf der linken Seite. Nicht gut wenn man da mit 100Km/h kommt.
D2743 (erste Einfahrt) sehr schlechter Zustand, unbedingt genügend Bodenfreiheit. Dann lohnt sich die schöne Strecke.


C35


D2628


D2743

Die Vingerklip Lodge ist wunderschön gelegen mit bester Sicht auf Ugab Terrassen und Vingerklip. Sehr schöne Bungalows (2-Stöckig) und stilsicherer Einrichtung und Umschwung. Highlight ist das Barbecue auf dem Plateau im Eagles Nest. Nettes Personal. Auf jeden Fall ein Besuch wert.



Themenstarter82 Beiträge · seit 201118. Aug. 2011 · #24
Falscher Eindruck und Raubtier zum anfassen
Samstag 30.07 Ugabvalley–Kamanjab, Otjitotongwe Cheetah Farm (DBB) 310Km

Wieder sind wir die ersten Leute beim Frühstück und verlassen die Lodge frühzeitig.
Das Geldabheben bei beiden Automaten in Outjo bleibt erfolglos und der Automat in Kamanjab funktioniert gar nicht. Hm...dann versuchen wir es morgen nochmals...!

Nach dem Mittag treffen wir bei der Otjitotongwe Cheetah Farm ein. Der Empfang ist sehr bescheiden und die Einrichtungen wirken verlassen. Um 15 Uhr werden wir mit einem Pick-up zur Farm abgeholt. Auf dem Hof haltet die Familie drei zahme Geparden, die wie Katzen gestreichelt werden dürfen. Wie sich herausstellt sind 3 von 5 Bungalows sowie alle Campsites ausgebucht. Dazu haben sich eine Schar Overlander breit gemacht.

Nach dem eindrücklichen Streichelzoo gönnen wir uns ein kühles Getränk und warten auf den Startschuss für die Fütterungstour. Wir werden auf die Bühne eines uralten Chevrolets aufgeladen und los gehts! Die Fütterung ist unglaublich imposant. Die Katzen reissen sich, in der wunderschönen Abendstimmung, um die wenigen Fleischstücke. Doch am meisten Amüsant finden wir den Overlander mit der grössten Kamera und dem längsten Objektiv, der bei den schönen Lichtverhältnissen mit Blitz fotografiert…

Das Abendessen wird von der Familie selber, mit viel Liebe zubereitet. Es stellt sich heraus, dass die Familie, neben afrikaans, nur bedingt Fremdsprachen beherrscht. Dies erklärt auch warum man auf dieser Farm nicht allzu viel über die Tiere erfährt. Nach dem Essen bekommen wir noch von den drei netten Deutschen, die schon gestern im Eagles Nest waren, Sternenkundeunterricht. Mit ihnen verbringen wir, im Gespräch und gutem Wein, den Abend. Und von meinen nächtlichen Fotografien bin ich begeistert.


Noch im Ugabvalley


Hornbill


Versteinerungen


Die eigenartigen Bäume


Aussichtsturm auf der Gästefarm


Streichelkatzen


Lieber nicht streicheln…






Nun ist auch die Milchstrasse gut zu erkennen!

Nette Gastfamilie führt die Otjitotongwe Cheetah Farm ganz alleine. Auf der Gästefarm hat es kaum Strom. Die niedlichen Bungalows haben gerade mal je zwei Lampenbirnen. Auf dem Hof der Familie werden drei zahme Geparden, wie Katzen gehalten. Weitere Cheetahs auf Fütterungstour (15 Uhr) zu erkunden. Leider erfährt man, wegen mangelnder Sprachkenntnis, nicht viel über die Tiere. Auf Anfrage kann man noch die einzigartigen Schlangenbäumen besichtigen. Alle Räumlichkeiten sind aus versteinerten Meeresboden gebaut. Auch diese Gästefarm können wir wärmstens weiterempfehlen.

zuletzt bearbeitet 18. Aug. 2011
Themenstarter82 Beiträge · seit 201118. Aug. 2011 · #25
Loch im Magen und Geldbeutel
Sonntag 31.07 Kamanjab–Okaukuejo, Okaukuejo Restcamp (Camping) 258Km

Nach dem Frühstück bestaunen wir die ulkigen Schmarotzerbäume und den versteinerten Meeresboden in der Nähe der Farm. Wir sind begeistert, gleichzeitig noch etwas Müde vom letzten Abend…

Mit der Hoffnung an Bargeld heranzukommen, verlassen wir die Farm und fahren wieder nach Outjo. Eigentlich war der Plan auf Nebenstrassen zum Anderson-Gate zu fahren, doch das Geld geht uns nun definitiv aus. Erneut spucken die beiden Automaten in der Stadt kein Geld aus. Das Auto noch volltanken und übrig bleiben 680N$. Wie soll das nur gut gehen? Schliesslich wollen wir jetzt 3–4 Tage im Etosha verbringen und da hats ja wohl keinen Geldautomaten. Wir probieren wieder mit beiden Postcards (Hat bis jetzt in jedem Land prima geklappt) und mit der VISA (Auf beiden Automaten abgebildet). Tja…was wollen wir…es ist Sonntags und heute hat die Bank selber geschlossen.😕

Bis in den Etosha schweigen wir uns, mehr oder weniger, an und überlegen uns wie wir die Sache meistern wollen. Im Etosha Nationalpark angekommen, bekommen wir eine Special-Campsite (Parkplatz) im, schon seit Monaten ausgebuchten, Restcamp bei Okaukuejo. Schon im März haben sie uns mitgeteilt, dass sie keinen Platz mehr haben. Doch kurz angedeutet dass wir ein Dachzelt haben und keinen Strom benötigen und der Platz wurde uns ohne Wiederrede zugestellt. Prima! Immerhin ein erfreuliches Erlebnis.

Wir beschliessen die Geldsorge abzulegen und uns auf die herrliche Tierwelt zu konzentrieren. Schliesslich haben wir sowas noch nie gesehen. Wir sitzen den Rest des Tages, hungernd, am grossen Wasserloch beim Camp. Eingeschrieben sind wir schliesslich fürs Abendessen (Mit Kreditkarte bezahlbar), da werden wir unser Bauch vollschlagen. Wir sehen fast alles Wild, dass Namibia zu bieten hat. Schakale vertreiben die Springböcke am Wasserloch. Neben den vielen Zebra- und Springbockherden sehen wir insgesammt über 70 Elefanten, fünf Nashörner davon zwei Jungtiere. Auch Giraffen, Gnus, Oryx und Kudus, sowie die hier einzigartigen Blackfaced-Impalas, kommen um zu trinken. Doch grösstes Highlight war, als eine Ginsterkatze nur wenige Meter vor uns auf Jagt ging.

In der Nacht fallen Schakale über die Mülltonnen auf dem Campingplatz her und wir hören die ganze Nacht die Löwen. Was für eine Stimmung. Insgesammt verbrachten wir 10 Stunden am Wasserloch von Okaukuejo und es wurde uns nie langweilig…nur kalt!





















Die Strassen im Etosha sind nicht in bestem Zustand. Die Zufahrten zu den Wasserlöchern zum Teil sogar miserabel. Wir fanden dies auch gut so, das ganze wird so abenteuerlicher.
Nur ist genügend Bodenfreiheit ratsam.
Vom Anderson-Gate bis Okaukuejo war sehr viel abgebrannt. Anscheinend brannte es nur einen Tag zuvor.

Das Okaukuejo Restcamp ist wohl das beliebteste Camp im Etosha. Dies kann aber nur wegen dem grossen Wasserloch sein. Die Anlage war die einzige, in ganz Namibia, die wirklich schmutzig war. Ausser den Waterhole-Chalets ist hier nichts schön gemacht. Die Zimmer wirken von aussen wie ein Hühnerstall und die Campsites sind aneinandergereiht und masslos überfüllt. Das Personal ist allgemein unfreundlich und hier herrscht Massentourismus. Trotzdem empfehlen wir jedem, mindestens eine Nacht hier zu verbringen. Trotz des Lärmes, ist das Wasserloch bei den Tieren sehr beliebt. Das Abendessen war auch ganz ok. Das bezahlen mit Kreditkarte ist im Etosha kein Problem.
Themenstarter82 Beiträge · seit 201118. Aug. 2011 · #26
We are very, very, very lucky
Montag 01.08 Okaukuejo–Halali, Halali Restcamp (Camping) 218Km

Heute stehen wir noch vor Sonnenaufgang auf. Zelt abgebaut, Kaffee gebraut und ab zum Wasserloch. Viel ist jedoch leider nicht zu sehen und wir fahren pünktlich zum Sonnenaufgang in den Park. Mit offenen Augen kurven wir von Wasserloch zu Wasserloch. Unterwegs sehen wir zwei prächtige Löwenmännchen. Eine Frau hält mit ihren Kindern entgegenkommend an und fragt uns nach Löwen. Wir geben ihr Auskunft über unsere Sichtungen und fahren nur 100 Meter weiter…und siehe da…ein ganzes Löwenrudel entspannt sich im Gras! So kanns gehen…

Auf der Fahrt roden Elefanten, direkt am Wegrand, die letzten Akazienbäume nieder. Wir fahren mit Begeisterung und ängstlichem Schweiss nur wenige Meter langsam an ihnen vorbei. Ich muss zugeben, dass ich erst vorbei fuhr als mindestens vier Autos es vor mir getan haben!

Am frühen Nachmittag treffen wir im fast leeren Restcamp bei Halali ein. Eine Campsite, besser gesagt die nächste am Wasserloch, in Besitz genommen. Kleider waschen und aufhängen, sowie Zelt stellen usw…Zum Sonnenuntergang sitzen wir gemütlich am Wasserloch und sehen uns die Elefantenherde von 40 Tieren an, die ein Nashorn vertreiben. Gleich anschliessend bewegte sich unweit etwas im Gebüsch. Da die Dämmerung bereits eingesetzt hat sind wir zunächst unsicher. Doch meine Frau kann sich kaum ruhig halten und fängt an zu zappeln und wild an zu fuchteln…tatsächlich! Gleich zwei Leoparden kommen ans Wasserloch um zu trinken. Wir sind begeistert…nein, mehr als nur begeistert! Es war unglaublich! Nur schade sind die Lichtverhältnisse nicht mehr so gut zum fotografieren und die Tiere wollen sich kaum stillhalten…Ist halt Wildnis und kein Zoo! Also geniessen wir es einfach und beobachten sie sicher eine ganze halbe Stunde lang! Wie wir später erfahren, eine viel sehr seltenere Sichtung als wir zunächst angenommen haben. Für uns war dies jedoch besser als jedes Feuerwerk zum Nationalfeiertag (Heute ist ja schliesslich Geburtstag der Schweiz). Später sehen wir noch zwei Honigdachse auf dem Zeltplatz, die ihr Unwesen treiben.










Okondeka


Löwe bei Okondeka


Nebrownii








Moringa (Halali)









Das Halali Restcamp, sowie das kleine Wasserloch, sind um einiges schöner als bei Okaukuejo.
Am Wasserloch ist es viel angenehmer und leiser. Der Campingbereich und die einzelnen Campsites sind ziemlich gross und wir konnten unseren eigenen Platz aussuchen.
Aber auch hier gibt sich das Personal nicht sonderlich Mühe freundlich zu sein.

zuletzt bearbeitet 18. Aug. 2011
1'247 Beiträge · seit 200918. Aug. 2011 · #27
Hallo flux und Ehefrau

ist ja unglaublich, was ihr in der Etosha alles erlebt habt: "NEID" 😈 Jeder weitere Besuch wird euch enttäuschend vorkommen 😉

Und die Beschreibung von Okaukuejo trifft den Nagel auf den Kopf!

Ich freue mich auf die Fortsetzung!

Gruss
Thomas (der Berner)
Für mich ist Denkmal ein lebenslanger Imperativ, der aus zwei Wörtern besteht (Fritz Grünbaum) Reisebericht: 50 Tage NamBots (PDF ganz am Ende)
zuletzt bearbeitet 18. Aug. 2011
Themenstarter82 Beiträge · seit 201118. Aug. 2011 · #28
Fleischfressende Giraffe
Dienstag 02.08 Halali–Von Lindequist Gate, Etosha Aoba Lodge (DBB) 214Km

Wie gestern sitzen wir noch vor Sonnenaufgang mit frischem Kaffee beim Wasserloch. Wieder ist Totenstille und wir ziehen los und erkunden den östlichen Teil des Nationalparks. Wir sehen viele…sehr viele Giraffen, jegliche Antilopen und Vögel, Elefanten und die niedlichen Zebramangusten. Obwohl wir nicht damit gerechnet haben, sehen wir auf dem Dik-Dik-Drive gleich sieben deren zuckersüssen Tiere. Hier sehen wir erstmals, dass es noch ziemlich viel Wasser in der Pfanne hat. Uns erstaunt dass die Tiere trotzdem an die Wasserlöcher kommen.

Wir schauen noch kurz beim Namutoni Restcamp vorbei. Die Anlage ist Geschmackssache, jedoch seien die Einrichtungen viel schöner als bei Halali und Okaukuejo, erfahren wir später. Das Wasserloch aber ist wohl das schlechteste im ganzen Park. Es hat zwar Wasser, ist jedoch völlig überwachsen. Da es auch ziemlich teuer ist, empfehlen wir jedem, lieber ausserhalb zu übernachten. Ist aber Geschmacksache…

Am Nachmittag fahren wir ausserhalb des Parks in die Etosha Aoba Lodge. Überaus freundlich werden wir dort auf der wunderschönen Lodge empfangen und beziehen unser Bungalow. Nach den Camps im Etosha, fühlen wir uns wie im Paradies. Wir machen den Sundowner-Drive und sehen dabei noch einige Tiere und geniessen einen Gin-Tonic zum Sonnenuntergang. Mit auf der Fahrt, ein Vater mit seiner Tochter, die alles andere als entspannte Ferien erleben. Schwere Magenprobleme, Grosser Autoschaden durch Sandsturm, kaum Tiere gesehen, dazu noch mehr Enttäuschungen…Uns wird immer mehr bewusst wie gut wir es doch haben (Das Geldproblem schnell verdrängen). Jedenfalls unterlassen wir von unseren Erlebnissen zu schwärmen.

Das Abendessen wird bei unglaublich romantischer Stimmung, unter freiem Himmel, serviert. Dabei werden wir von niedlichen Bushbabys, wohl die kleinsten Nachtaffen, unterhalten.
Dieser Aufenthalt war sehr angenehm und perfekt für Honeymoon.








…bei Chudop war ziemlich was los!


Etosha Pfanne












Diese merkwürdige Giraffe beobachteten wir ziemlich lange, denn diese kaute andauernd auf einem Knochen herum! Hats wohl zu wenig Bäume und zu viele Tiere im Park?




Dik-Dik




Schlange mal anders!

Auf der Aoba Lodge arbeitet sehr freundliches und aufmerksames Personal. Alles wirkt sehr gepflegt. Sehr schöner Sundowner-Drive (16 Uhr) und Gourmet-Dinner. Während dem Dinner legte man uns Wärmeflaschen ins Bett 🙂 Absolut empfehlenswert.



zuletzt bearbeitet 18. Aug. 2011
730 Beiträge · seit 200618. Aug. 2011 · #29
Hallo flux,

auch von mir ein Dankeschön für Euren gelungenen Bericht.
Da hattet Ihr ja wirklich tolle Tiersichtungen und erst die Leoparden ... ein Traum.

Viele Grüße
Ina
Unsere Website - Reisen ins südliche Afrika: www.inado.de => SCHWERPUNKT KGALAGADI
8'672 Beiträge · seit 201018. Aug. 2011 · #30
Hallo flux,

ich habe nun auch mal endlich eure Reise nachgelesen - und hab das Gefühl im falschen Film zu sein!!! Schon über den Bruchteil eurer Tiersichtungen wären wir glücklich gewesen! Aber das war dann wohl eben ein Hochzeitsgeschenk...;)

Danke auf jeden Fall für die tollen Bilder - Gruß Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
Themenstarter82 Beiträge · seit 201119. Aug. 2011 · #31
Melonen an Fleischsaucé
Mittwoch 03.08 Von Lindequist Gate–Waterberg, Waterberg Wilderness Lodge (DBB) 410Km

Wieder auf der Veranda, geniessen wir das leckere Frühstück mit Giraffengesellschaft. Eigentlich haben wir geplant noch einen weiteren Tag im Etosha zu verbringen und die Nacht ausserhalb des Anderson-Gates. Aber irgendwie wird man extrem schnell verwöhnt und wir hatten wohl sehr viel Glück mit den Tiersichtungen, dazu reizte uns das Waterberg Plateau sehr. Dieser Entscheid kam auch unseren Geldsorgen zugunsten.

Also fuhren wir auf der Teerstrasse nach Tsumeb. Mit grosser Hoffnung auf Erfolg suchen wir dort den nächsten Geldautomaten auf. Das Geldabheben muss nun funktionieren, denn der Tank reicht wohl nicht mehr nach Windhoek.
Wir halten beim ersten Supermarkt mit Geldautomat. Das Gerät wird von uns gleich mal auf die Probe gestellt. Zuerst mit VISA, die funktionierte bis jetzt bei allen Zahlungen. Doch leider schnallts der Automat schon wieder nicht. Nun die Postcard meiner Frau…funktioniert auch wieder nicht.😈 Allmählich beginnt es wieder ungemütlich zu werden. Ich stecke aus Verzweiflung meine Postcard hinein. Ein Wunder! Der Automat spuckt 1000N$ aus! Gleich nochmals, denken wir! Am Schluss beschenkte uns der Automat mit 4000N$. Was für eine Erleichterung. Wir rechneten uns noch die Kosten aus und wir waren uns sicher, es sollte reichen. Gleich gings in den Supermarkt und wir kauften frische Getränke, Chips, Brötchen, Biltong usw. sowie etwas süsses aus der Bäckerei.:P

Überglücklich tuckern wir weiter. Nach Otavi wird uns die Teerstrasse zu langweilig und wir biegen auf die Nebenstrassen ab um so von Nord-Ost zum Waterberg zu gelangen. Wahnsinn, die Erde verfärbte sich stetig. Von grau, braun über orange, gelb bis dunkel rot und gar schwarz. Wahrscheinlich sind wir auch, nach unserem Glückshormonausfluss, etwas mehr Begeisterungsfähig.😜 Jedenfalls gings danach hoch auf einer abenteuerlichen Strecke in die Waterberg Wilderness Lodge. Die Plateau Lodge war leider schon ausgebucht.

Wir werden alles andere als freundlich empfangen, doch die Anlage ist in herrlichen Lage. Und wir lassen uns doch nicht die Laune verderben!!! Da wir am frühen Nachmittag bereits ankommen, wandern wir den eindrücklichen Felsen entlang und treffen auf Klippschliefer und skurrile Bäume. Die Räumlichkeiten der Lodge wirken leider wie in einer Jugendherberge, kühl und ohne Charme.

Das Dinner wird an Gemeinschaftstischen heruntergewürgt.🤢 Bei uns am Tisch, ein Paar, ca. 50 jährig, österreichische Wiederholungstäter. Ein deutsches Ersttäter-Paar, um die 40 Jahre. Sowie ein weiterer Deutscher, der wohl schon über 1000mal in Namibia war und jedes Tier beim Namen kennt. Wir haben es sehr lustig, trotz wirklich schlechtem Essen und Service.
Während dem Essen kommen noch zwei Nashörner auf Besuch um das frische Gras zu fressen und den Pool zu besabbern. Wir erleben diese Hautnah, ohne Zaun oder Schutz im Auto. Sehr eindrücklich und ein weiteres Abenteuer.
Die Nacht ist wieder sehr kühl, was diesmal mehr an der Architektur des Gebäudes liegt.









Strassen um Waterberg:
D2809 war gesperrt. D2808 war nicht zugänglich, weil die B1 neu geteert wurde.
D2804 und D2902 waren in sehr gutem Zustand. Die D2512 ist zudem sehr schön.
Plateauzufahrt in sehr schlechtem Zustand. Nur mit genügend Bodenfreiheit möglich.


D2512


D2512


Plateau-Zufahrt

Die Waterberg Wilderness Lodge empfehlen wir bestimmt nicht weiter. Trotz der wunderschönen Lage, stellt das Personal und das Dinner, sowie der kahle Essraum, alles in ein schlechtes Licht. Das Essen war wirklich Abfall und Ungeniessbar, in altem Geschirr. Zu vermerken ist, dass die Lodge nicht gerade billig ist und dass man für dieses Geld ziemlich viel mehr erwarten darf. Es gibt Game-Drives/-Walks um 16 Uhr oder 9 Uhr.

Die Campsites hingegen müssen unglaublich schön sein und sind absolut empfehlenswert.
Wir bereuten es sehr, dass wir nicht Campten.
Auch die verschiedenen Wanderrouten sind sehr schön.



Themenstarter82 Beiträge · seit 201119. Aug. 2011 · #32
Der zappelnde LKW
Donnerstag 04.08 Waterberg–Okahandja–Otjiwarongo, Africat Okonjima (Camping) 382Km

Beim Frühstück werden wir weder begrüsst noch werden uns Eier angeboten. Wir packen und fahren früh wieder ab. Welch eine Gastfreundschaft. Und ausgerechnet hier wird im Flyer darauf hingewiesen, dass ein Trinkgeld fürs Personal von 20N$ angebracht wäre! Schon fast ein bisschen frech! Na ja…der Waterberg war jedenfalls wunderschön und wir freuen uns auf Okonjima!

Da es nur ein kurzer Weg zu unserem nächsten Aufenthalt ist und wir am kommenden Tag noch Einkäufe in Windhoek vor haben, machen wir den Umweg nach Okahandja zum Schnitzer-Markt. Schliesslich sind wir in Afrika und wir brauchen noch Geschnitztes.
Auf dem Weg platzen einem LKW, nicht weit vor uns, gleich drei Reifen, die sich über die ganze Strasse verteilen. Zum Glück geht alles glimpflich aus, dies hätte auch in ein Desaster enden können.

Der Markt ist viel kleiner als wir uns vorgestellt haben, zudem gibts an all den Ständen fast dasselbe. Der Markt ist aber im Vergleich mit anderen Ländern ziemlich angenehm und die Verkäufer eher zurückhaltend. Wir kaufen ein paar Souvenirs und verschenken T-Shirts und Biltong. Der nördliche Markt lassen wir aus.

Bei Okonjima Africat Foundation treffen wir 5 Minuten zu spät ein. Die Abendtour hat gerade begonnen. Im Vorfeld wurde uns mitgeteilt, dass eine Tour inbegriffen ist. Diese Tour konnte man sich, zu unserem erstaunen, nicht selbst aussuchen. Es ist nur eine bestimmte Tour die inbegriffen ist. Für eine andere Tour hats nun kein Personal und wir müssen die Standarttour morgen machen:( Auf der überdimensional grossen Campsite werden wir von einem Dik-Dik begrüsst und nutzen die Zeit um unser Gepäck zu ordnen. Den Aussichtspunkt auf dem Hügel finden wir nicht wirklich und verirren uns in den Tierwegen. Das Brennholz wird in Unmengen zur Verfügung gestellt und wir bereiten uns ein leckeres Barbecue zu. Kartoffeln kleingeschnitten mit Zwiebeln und Öl in Allufolie mit feinster Bratwurst auf heisser Glut...mmmh lecker!

zuletzt bearbeitet 19. Aug. 2011
Themenstarter82 Beiträge · seit 201119. Aug. 2011 · #33
Ich wäre gern eine Katze
Freitag 05.08 Otjiwarongo–Khomas Hochland, Hochland Nest (DBB) 305 Km

Heute gehts um 7 Uhr auf die gestrig verpasste Tour. Wir sind hautnah dabei wie ein wunderschöner Leopard gefüttert wird und sehen noch ein paar Leoparden. Doch die übermässig vielen Informationen über die Organisation, macht uns etwas unsicher…müssen die sich bei uns irgendwie rechtfertigen? fragen wir uns…









Von Okonjima haben wir leider etwas mehr erhofft. Die Campsites sind für Overlander ausgerichtet und lieblos gestaltet. Wieder wirkte es als wären wir in einem verlassenen Massenlager. Es hat jedoch genügend Strom + Wasser + 2 Toiletten + 2 Duschen. Es wurde nur ein Game-Drive angeboten (15Uhr/7Uhr). Dieser beinhaltet hauptsächlich sehr viel Informationen über die Organisation. Ein Leopard wird sehr nah bei der Fütterung beobachtet und die Geparden werden besichtigt wie sie am Zaun entlang laufen, weil zu viel Ablenkung ausserhalb des Geheges stattfindet. Zudem wird der OP-Raum besichtigt. Da haben wir uns sehr viel mehr erhofft. Der Preis ist Masslos übertrieben, wenn man dazu noch bedenkt, dass die Organisation sehr viele Sponsoren hat.
Das Maincamp ist jedoch sehr schön gestaltet und über die sonstigen Unterkünfte können wir auch nichts sagen. Jedenfalls sollte man wahrscheinlich mehrere Nächte dort verbringen, damit man für eine spannende Tour Zeit hat (Oder eben ein Guide die Zeit hat). Wir hörten im Vorfeld viel gutes über die Organisation. Ich denke wir haben zu viel erwartet und wurden so enttäuscht.

Etwas enttäuscht fahren wir, mit einem erneuten kurzen Abstecher auf dem Schnitzer-Markt, nach Windhoek. Von dort fahren wir die wunderschöne, kurvige Strecke ins Khomas Hochland zur Hochland Nest Lodge. Diese ist extrem schön, an einem kleinen See, angebaut und hat grosszügige Bungalows. Es ist die bisher schönste Lodge und somit passend für unsere letzte Nacht in Namibia. Zwei niedliche Erdmännchen, in Begleitung junger Kätzchen, lassen unser Herz das letzte mal schmelzen. Die zutraulichen Tiere können sogar gestreichelt werden.
Nach dem Gourmet-Dinner und netter Gesellschaft am Kaminfeuer geniessen wir den Schlaf mit Bettheizung.



Strasse von Windhoek ins Khomas Hochland:
C28 bis und mit D1418 sehr schön jedoch relativ holprig mit Fluss-/Bachdurchfahrten.

Das Hochland Nest ist in schönster Lage. Mit viel Liebe und Charme gebaut und eingerichtet. Sehr nette Bedienung und Dinner nach Haute Cuisine. Die Bungalows sind zwischen den Felsen gebaut und sehr grosszügig. Auch im Winter dank der Bettheizung sehr angenehm.
Gerade für die letzte Nacht in der nähe von Windhoek, sehr zu empfehlen. Das Hochland Nest würden wir auf jeden Fall wieder besuchen.





zuletzt bearbeitet 19. Aug. 2011
Themenstarter82 Beiträge · seit 201119. Aug. 2011 · #34
Das Abenteuer will nicht enden
Samstag 06.08–07.08 Khomas Hochland–Windhoek (50Km) –Frankfurt–Zürich

Nach dem Frühstück mit schöner Aussicht und den Vögeln beim fischen beobachten, fahren wir nach Windhoek und machen letzte Einkaufsversuche und tanken den Wagen voll. Nun bemerken wir, dass es mit dem Geld noch einmal eng werden könnte. Ich schaue skeptisch auf die Tankanzeige und zähle dazu unser letztes Geld. Kurz bevor ich «Stopp» sagen will, ist der Tank voll und ich bezahle. Uns bleiben gerade mal 9N$ übrig. Welch ein Segen.

Nach unkomplizierter Wagenrückgabe bringt uns die Vermietung zum Flughafen. Unser Flug um 13.55 Uhr nach Johannesburg mit British Airways wurde gestrichen. hmm…wir würden ja gerne noch ein paar Tage hier verweilen. Doch wusste irgendwie niemand eine Lösung.
Nach endlosem warten erfahren wir, dass wir um 19.05 Uhr mit Air Namibia über Frankfurt fliegen werden. Das Ticket wird uns aber erst um 18 Uhr ausgestellt und unmittelbar vor der Boarding-Time mit dem Anschluss nach Zürich ergänzt. Wenn dass nur gut läuft mit dem Gepäck!

Air Namibia hat definitiv nicht den Komfort von Swiss oder South African Airways. Trotzdem schlafen wir viel und kommen um 6.15 Uhr (Ortszeit) in Deutschland an. Die französischen Overlander drängen sich, wie bereits in Windhoek, lautstark an die vorderste Front. Wie auffällig und peinlich deren Verhalten war kann man sich kaum vorstellen. Da fragt man sich, was diese von der Ruhe und Zufriedenheit Namibias mitbekommen haben...
Wir belächeln dies, wie alle anderen, und holen unsere Tickets am Schalter. Gleich um 7.40 Uhr gehts mit Lufthansa im Kurzflug nach Zürich. Dort angekommen hören wir bereits auf dem Weg zur Gepäckausgabe unseren Namen. Wie schon geahnt ist eine Tasche in Frankfurt hängen geblieben. Sie versichern uns, dass die Tasche in einer Stunde mit der nächsten Maschine kommt. Da wir uns an das warten schon fast gewöhnt haben, bleiben wir gleich am Flughafen.

Doch das Gepäck ist schon wieder nicht dabei und auf einmal ist die Tasche verschollen... Nun gut! Diese wird dann doch noch am Montag bequem nach Hause geliefert. So begeben wir uns mit dem Zug nach Bern und gönnen uns nach insgesamt 26 Std. reisen eine langersehnte Dusche.

ENDE
Themenstarter82 Beiträge · seit 201119. Aug. 2011 · #35
Fazit

Namibia ist einfach Grossartig! Das bereisen war um einiges einfacher als wir uns das vorgestellt haben. Unglaubliche Landschaften und eine artenreiche Tierwelt. Völlig unabhängig und alleine von Ort zu Ort. Unbeschreiblich! Wir sind begeistert!
Wir werden auf jeden Fall wiederkehren. Nächstes mal aber für 3–4 Wochen, in Verbindung mit Botswana. Wir haben da schon eine Vorstellung...;-)

Vielen Dank fürs mitlesen und Eurer Hilfe beim planen, der so schönen und erlebnisreichen Reise!

Liebe Grüsse Marc & Salome
1'247 Beiträge · seit 200919. Aug. 2011 · #36
flux schrieb:So begeben wir uns mit dem Zug nach Bern und gönnen uns nach insgesamt 26 Std. reisen eine langersehnte Dusche.

ENDE
Hallo Marc & Salome

danke für den schönen Bericht oder, unter Bernern, "s'het gfägt!" 😉

Und falls wir uns mal irgendwo über den Weg laufen, hätte ich nichts gegen ein Erkennungszeichen!

Gruss aus dem Westen der Bundesstadt!
Thomas
Für mich ist Denkmal ein lebenslanger Imperativ, der aus zwei Wörtern besteht (Fritz Grünbaum) Reisebericht: 50 Tage NamBots (PDF ganz am Ende)
zuletzt bearbeitet 19. Aug. 2011
41 Beiträge · seit 201120. Aug. 2011 · #39
Hallo Marc und Salome
Auch von meiner Seite aus herzlichen Glückwunsch zur Hochzeit und zum tollen Reisebericht. Wir fahren nächsten Sommer das erste Mal nach Namibia und sind schon jetzt voller Vorfreude ... Eine kleine Frage drängt sich mir aber auf: Eigentlich sind es ja die Berner die eher etwas langsam sind. Ich bin Zürcherin, aber ich hab bis jetzt nicht getschäggt, was Overlander sind ??? Bitte klärt mich auf. Danke und schöne Grüsse nach Zürich-West!