kleine Geschenke

37 Antworten · 10,4k Aufrufe · gestartet 13. Juli 2011 von Africa-Fan
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Themenstarter51 Beiträge · seit 201113. Juli 2011 · #1
Hallo zusammen,
kann uns jemand einen Tipp geben, was man aus Deutschland an kleinen Geschenken für freundliche Menschen in Namibia mitbringen kann? Wir haben vor Jahren eine Reise nach Kuba unternommen und waren in großer Verlegenheit, weil wir vielen freundlichen Menschen begegnet sind und nichts dabei hatten. Dort wären Kaugummi, Kugelschreiber und Feuerzeuge das Richtige gewesen. Wie ist es in Namibia und Botswana?
Wir freuen uns über eure Tipps und grüßen herzlich aus dem Schwarzwald.
1'457 Beiträge · seit 200613. Juli 2011 · #2
ein freundliches Lächeln. Das ist das Beste. Und ein paar Brocken der Landes/Regionalsprachen.

Ich hab schon sovielen Touristen in Deutschland geholfen, was hätte ich denn von denen irgendwelche Kleinigkeiten für Hilfe bekommen sollen ?
655 Beiträge · seit 200613. Juli 2011 · #3
Hallo,
herzlich willkommen im Forum.
Zu Deiner Frage sollte man das Sprichwort "Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft" vergessen.
Stell Dir vor, in Deinen Heimatort kommen Touristen, mit denen Du ins Gespräch kommst. Beim Verabschieden überreichen sie Dir (WARUM???) eine landestypische Kleinigkeit aus ihrer Heimat. Wie fändest Du das? Möchtest Du Freundlichkeit unter Fremden mit einem Geschenk vergolten haben? Würdest Du auch in Deutschland Kleinigkeiten an freundliche Menschen geben?
Es gibt in Namibia Gegenden, da werden Dir Steine hinterher geworfen, wenn Du auf entsprechende Gesten nix gibst!! Weil sich ein Automatismus entwickelt hat: wenn der Touri auftaucht, gibt er was.
Du fragst, welche Kleinigkeiten Du geben könntest: was soll Dein Gegenüber machen, wenn er "gleich ziehen" möchte?
Och, ich finde, es gibt noch mehr Gründe, es lieber zu lassen. Anders ist es immer, wenn eine Leistung erbracht wurde (Auto aufgepasst, auch Wunsch Wagen gewaschen, etc.). Aber dann sollte man auch eher vorher einen Preis ausmachen, vll was extra geben, wenn es gut gemacht wurde.
Lb Gruß von Helga

Brot für die Welt, die Wurst bleibt hier
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521 Beiträge · seit 201113. Juli 2011 · #4
Für wen genau möchtest Du denn die Geschenke?
Euren Gastgebern? Neu gewonnene Freunden? Veranstaltern? Guides? Autoaufpasser? Vielleicht musst Du das ein bißchen klarer ausdrücken.
Was willst Du mit den "Geschenken" erreichen?

Freundlich sind die Menschen auch ohne Geschenke, und unfreundlich können sie mit diesen Geschenken genauso sein...
Südafrika, Botswana, Namibia, Zimbabwe, Mosambik,...
105 Beiträge · seit 200813. Juli 2011 · #5
ich finde es in manchen Fällen sinnvoll, evtl. mit Kleidunsstücken vor Ort krasse Not zu lindern. So habe ich es mir in den letzten Jahren angewöhnt, getragene, aber gut erhaltene Kleidungsstücke gezielt an den Mann/die Frau zu bringen. So z. B. im Hochland von Äthiopien, wo ein nicht mehr getragener (aber noch gut erhaltener) Anorak oder eine nicht mehr benötigte Softshell-Jacke oder ein paar Goretex-Schuhe (die ich blöderweise zu klein gekauft hatte) immer den/die richtigen Empfänger findet.

In 2 Wochen starte ich zusammen mit meiner Frau eine 4-Länder-Reise durchs südliche Afrika (Südafrika-Zimbabwe-Namibia-Botswana). Ich werde für Zimbabwe eine Softshell-Jacke (schon ein paar Jahre alt, aber noch sehr ordentlich), sowie ein paar fast ungetragene Turnschuhe mitnehmen, die ich hoffe, am richtigen Platz den richtigen Leuten geben zu können.

Vor 2 Jahren hbe ich in Namibia am Ende der 6-wöchigen Rundreise auf der Gästefarm/Wildernessfarm "Immanuel" (20 km nördlich von Windhoek) der dortigen Gastgeberin ein Paar Schuhe und einen Anorak dagelassen. Sie war hocherfreut. Sie sagte mir, dass sie ein Projekt in der Nachbarschaft unterstützt, dass zum Ziel hat, die Not unter den Schwarzen zu lindern und dass jedes Geschenk (Kleidung) willkommen sei.

Gruß, Gero
zuletzt bearbeitet 13. Juli 2011
1'247 Beiträge · seit 200913. Juli 2011 · #6
Hallo zusammen

Kurz und bündig: Für mich gilt das Sprichwort "kleine Geschenke erhalten die Freundschaft" überall und in jeder Situation.

Und etwas ausführlicher: Wir haben 2009 drei Schweizer Taschenmesser mitgenommen - Basisausführung, für uns nicht allzu kostspielig aber zugegebenermassen nicht ganz das, was man unter "Kleinigkeit" versteht. Diese Taschenmesser haben wir an Personen verschenkt, die sich über das erwartete Mass für uns eingesetzt haben. Und alle hatten extrem Freude an unserem Geschenk und uns versprochen, sie wollen es in Ehren halten.

@Africa-Fan: Versuche dich in die Situation des zu Beschenkenden zu versetzen und du wirst nicht falsch liegen. Und eines stimmt natürlich: zusätzlich ein herzliches "Dankeschön" in der Sprache des zu Beschenkenden und ein Lächeln kostet nix.

Uebrigens: Wenn Marius Steiner für jemanden von euch eine Weinflasche mit einem Schweizer Taschenmesser öffnet, dann wisst ihr jetzt, woher er es hat 😉

Liebe Grüsse aus der Schweiz
Thomas
Für mich ist Denkmal ein lebenslanger Imperativ, der aus zwei Wörtern besteht (Fritz Grünbaum) Reisebericht: 50 Tage NamBots (PDF ganz am Ende)
zuletzt bearbeitet 13. Juli 2011
Themenstarter51 Beiträge · seit 201113. Juli 2011 · #7
Vielen Dank, Du hast recht - so habe ich das Ganze noch gar nicht betrachtet. Aber davon abgesehen schenke ich einfach gerne - auch in Deutschland.
Themenstarter51 Beiträge · seit 201113. Juli 2011 · #8
Hallo Thomas,
vielen Dank für den Tipp - die Schweizer haben's erfunden 😉
Liebe Grüße
Birgit
306 Beiträge · seit 200813. Juli 2011 · #9
Hallo Africa-Fan,
willkommen auch von mir im Forum. Zu diesem Thema gab es hier im Forum schon einige sehr kontroverse Diskussionen. Wir selbst haben immer ein paar Buntstifte, Kaubonbons und Malhefte dabei. Es gibt so oft Gelegenheiten Kindern damit eine Freude zu machen. Kugelschreiber z.b. für den Grenzbeamten, weil seiner mal nicht schreibt, sind auch dabei.
Sicher gibt es für dieses Tun immer ein für und wieder. Ich finde mit einem gewissen Einfühlungsvermögen wann und wem man etwas schenkt, kann das nicht verkehrt sein.
Liebe Grüße Andrea
1'247 Beiträge · seit 200913. Juli 2011 · #10
Da kommt mir spontan noch ein Tipp von Meister Bwana in den Sinn: Tageszeitungen (auch zwei-drei Tage alte) nicht wegwerfen - Zollbeamte und anderes Personal an abgelegenen Aussenposten sind dafür sehr dankbar. Man denke da nur an die Vet-Zäune resp. -Inspektoren...

Gruss
Thomas
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658 Beiträge · seit 200713. Juli 2011 · #11
Hallo Afrika Fan,

in Deutschland gibt es mehr als 2,5 Millionen Kinder, die unter der Armutsgrenze leben, mehr als Namibia Einwohner hat. Beginne doch erstmal dort mit deinen Geschenken. Diese Kinder werden es Dir bestimmt genauso danken.
Leider sind sie nicht schwarz und ohne die braunen Kulleraugen, weswegen sie nicht so beschenkt werden !!
Grüßle Ralf
zuletzt bearbeitet 13. Juli 2011
Themenstarter51 Beiträge · seit 201113. Juli 2011 · #12
Liebe Andrea,
genauso hatte ich das gemeint. Ich hatte nicht vor, die Menschen "zu kaufen" oder in Verlegenheit zu bringen - danke für den Tipp!
Liebe Grüße, Birgit
Themenstarter51 Beiträge · seit 201113. Juli 2011 · #13
Warum so gehässig? Ich unterstütze in Deutschland einige gemeinnützige Einrichtungen und ob einer Kulleraugen hat oder nicht ist dabei für mich nicht maßgebend!
658 Beiträge · seit 200713. Juli 2011 · #14
Das war nicht gehäßig, ganz im Gegenteil . Es ist leider die traurige Wahrheit !!!
Bist du mal in Familien gegangen, die wirklich Not leiden und hast ihnen Geschenke gemacht ??
Grüßle Ralf
1'247 Beiträge · seit 200913. Juli 2011 · #15
Horse_whisperer schrieb:Bist du mal in Familien gegangen, die wirklich Not leiden und hast ihnen Geschenke gemacht ??
Sorry, aber darum geht es hier nun wirklich nicht - auch wenn du im Grundsatz natürlich absolut recht hast. Aber bei der hier gestellten Frage geht es um Gastgeschenke, d.h. Geschenke, die ich als Gast einem Gastgeber mitbringe, um ihm meine Dankbarkeit zu zeigen.

Oder habe ich da etwas überlesen?

Gruss
Thomas
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658 Beiträge · seit 200713. Juli 2011 · #16
Hallo Tom,
dann haben wir das beider unterschiedlich interpretiert.
Oder bringen Touristen in Deutschland den Einheimischen auch kleine Geschenke mit und verteilen die dann an die Grenzbeamten, etc ???
Mal sehen, was die dann dazu sagen ??
Grüßle Ralf
1'247 Beiträge · seit 200913. Juli 2011 · #17
Horse_whisperer schrieb:Oder bringen Touristen in Deutschland den Einheimischen auch kleine Geschenke mit und verteilen die dann an die Grenzbeamten, etc ???
Das vielleicht eher weniger, aber sie geben Trinkgeld...
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2'338 Beiträge · seit 200713. Juli 2011 · #18
Eggitom schrieb:
Aber bei der hier gestellten Frage geht es um Gastgeschenke, d.h. Geschenke, die ich als Gast einem Gastgeber mitbringe, um ihm meine Dankbarkeit zu zeigen.
Entschuldigung, aber wie soll man das verstehen? Wenn du in ein Himba- oder Buschmann-Showdorf gehst, musst du doch Eintritt bezahlen, oder nicht? Auch Unterkünfte müssen bezahlt werden. Wieso soll man da noch zusätzliche Gastgeschenke mitbringen und dankbar sein, wenn man ja dafür schon bezahlt hat? Wo in der Schweiz würdest du so was machen? Du bringst doch bestimmt bei uns keinem Hotelier oder Wirt ein Gastgeschenk mit.

Ganz anders sieht es natürlich aus, wenn man spontan eingeladen wird, das heisst mit anderen Worten, wenn du mich mal zu dir nach Hause einladen würdest, müsste ich natürlich ein Gastgeschenk mitbringen.😕

Erika
Meine Reiseberichte: 1971: Mit dem VW-Bus von Kapstadt bis Mombasa http://www.namibia-forum.ch/forum/132-reiseziele-tipps/197270-unterwegs-in-den-1970er-jahren.html?start=120 2013: Durch den wilden Westen Tansanias (Am Anfang war die Hülle) http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/278559-am-anfang-war-die-huelle.htm 2013: Nordmosambik, mal schön - mal hässlich + ein Stück Südtansania http://www.namibia-forum.ch/forum/150-diverses/279223-reisebericht-nordmosambik-mal-schoen-mal-haesslich.html 2014: Auf bekannten und unbekannten Pfaden durch Tansania http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282862-auf-bekannten-unbekannten-pfaden-durch-tansania.html 2015: Eine Reise wird zum Alptraum/Kenia http://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/285693-eine-reise-wird-zum-alptraum.html
1'247 Beiträge · seit 200913. Juli 2011 · #19
@birgit: Tut mir leid, dass die Geschichte etwas ausufert; das wollte ich nicht. Ich glaube verstanden zu haben, was du mit diesem Thread wolltest und habe dir, so glaube und hoffe ich, brauchbare Tipps gegeben.

Und zu allem Anderen äussere ich mich hier nicht mehr - das führt zu nichts.

Gruss
Thomas
Für mich ist Denkmal ein lebenslanger Imperativ, der aus zwei Wörtern besteht (Fritz Grünbaum) Reisebericht: 50 Tage NamBots (PDF ganz am Ende)
4'129 Beiträge · seit 200813. Juli 2011 · #20
Zur Ergänzung:

Ein Geschenk in guter Qualität im „Vorrat“ zu haben, ist für besondere Gelegenheiten durchaus sinnvoll: Wir waren einmal überraschend zu einer großen Hochzeit eingeladen. Da war es sehr gut, für das Hochzeitspaar etwas Gutes dabeizuhaben (denn wir waren weitab von einer Kaufmöglichkeit). Was wir dabei haben, richtet sich nach der Gegend und der Situation, für die man vorbereitet sein will, da gibt es keine Standards. In arabischen Staaten hatten wir z.B. für die Frauen immer schöne Tücher dabei. Die werden aber eben nicht einfach unter die Leute gebracht, sondern dienen als wirkliche Gastgeschenke. Ergibt sich keine wirklich passende Gelegenheit, nehmen wir die Sachen wieder mit nach Hause.

Wir sind keine Freunde vom „Kleinst-Geschenke-Verteilen", schon garnicht an der Grenze und bei anderen administrativen Stellen/Kontrollen. Wir sind grundsätzlich freundlich und bringen an der Grenze und bei Kontrollen die nötige Gelassenheit mit, dann läuft eigentlich immer alles wie am Schnürchen.
Seine gelesene Tageszeitung einem Ranger an einem weit abgelegenen Gate weiterzureichen, anstatt sie zu verfeuern, ist sicher eine nette Geste. Und auch wenn wir über zusätzlich Notkugelschreiber verfügen, geben wir nur dann, wenn es nötig zu sein scheint. Und das war bei den letzten 6 Reisen ganze 3 mal.

Möchte man etwas für die einheimische Bevölkerung tun, die ohne Beruf und geregeltes Einkommen dastehen, dann ist es u.a. sehr sinnvoll, sich um die vielen kleinen und kleinsten Straßenstände „zu kümmern“ und dort zu kaufen, z.B. auch sein Feuerholz.
Auch dafür muss man sich präparieren:
Immer ausreichend Kleingeld in Landeswährung!!
Und ausreichend Zeit!

Diese Kleinkäufe erfüllen genau das, was als Prinzip wünschenswert ist: Leistung und Gegenleistung. Nebenbei sind die Situationen oft sehr nett, zumindest aber ein interessantes Erlebnis. Und man macht den Leuten wirklich eine große Freude damit.

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 14. Juli 2011