Was trinkt man in Namibia ???

49 Antworten · 22,8k Aufrufe · gestartet 08. Mai 2011 von namibiafieber
Bilder klein
Antworten
7'296 Beiträge · seit 200610. Mai 2011 · #41
Crazy Zebra schrieb:ich weiss nicht ob es typisch namibisch ist - aber ich hab schon Palmwein probiert 🤢 bei meiner Grossmutter da nehme ich lieber ein Müsli zum Frühstück...
Palmwein ist vor allem in Westafrika sehr verbreitet. Das gibts auch in Flaschen, aber am besten schmeckt es "frisch vom Baum" und die Afrikaner sagen:
tap before seven, drink before eleven. Ich bin selbst an Straßensperren der Polizei dazu eingeladen worden.
Wenn frischer (nicht industriell gefertigter) Palmwein zu alt ist, schmeckt er nicht mehr so dolle. Frischen Palmwein wirds in Namibia dann wohl nur recht weit im Norden geben.
Palmwein ist trüb weiß und säuerlich, erinnert etwas an Federweißen und der Alkoholgehalt schwankt sehr stark und kann bis 10% erreichen. Kann abführend wirken.

In abgelegenen Regionen oder in Vierteln wie Katutura sollte man auch Hirsebier (ich glaube, Soghum wird dafür verwendet) bekommen. Ich wurde in Katutura mal dazu eingeladen. Wie man das in Namibia nennt, weiß ich nicht. In Zambia, Zimbabwe und Malawi hieß das Chibuku, Shake Shake oder einfach "local beer". Ist sehr gewöhnungsbedürftig und erinnert optisch an Trinkjoghurt mit Bröckchen drin (sieht nicht lecker aus). Ab dem zweiten Mal fand ich das eigentlich recht gut und ich gehe in Afrika gerne mal in Kneipen der ärmeren Bevölkerungsschichten, wo es manchmal gar kein anderes "Bier" gibt. Man schließt sehr schnell Bekanntschaften, wenn man als Weißer dieses Chibuku trinkt. Die Einheimischen finden das gut und man kommt schnell ins Gespräch.
Aber Vorsicht: Das Zeug wirkt auf manche Leute recht abführend und es hat z.T. um die 6% Alkohol.

Was ich in Namibia nicht gesehen habe, aber in anderen Ländern Afrikas und nach dem man mal trotzdem Ausschau halten könnte, ist Bananenbier. Das war sehr billig und daher auch etwas für die ärmeren Regionen. Im Supermarkt gab es das (genauso wie Chibuku) nirgends. Man bekommt so was nur in Kneipen, in denen sich die meisten Touristen gar nicht rein wagen und das in Dörfern, in denen sie ungebremst durchfahren. 😉
Bananenbier war sehr billig, etwa 20 Cents pro Flasche und es hatte ungefähr 10% Alkohol. Geschmeckt hat es mir persönlich gar nicht.

Und einmal hatte ich irgendwo ein sehr spezielles "Bier" bekommen. Ich weiß nicht mehr, was da drin war (nur, dass Zucker zugesetzt war, um das Zeug zum Gären zu bekommen), aber das war richtig besch***en. Ich hatte richtig Durst nach einem Tag auf dem Rad, das "Bier" war kalt und unter normalen Umständen wäre das in wenigen Minuten weg gewesen. An dem Zeug hatte ich eine Dreiviertelstunde rumgenuckelt. Es kann jedenfalls spannend werden, wenn man mal die "normalen" Supermarktprodukte ignoriert.

Viele Grüße
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
425 Beiträge · seit 200711. Mai 2011 · #43
Was ist eigentlich mit dem Kaktusfeigenschnaps von Angelika und Eugen Gehr. Er dürfte so der einzige Schnaps in Namibia sein, der hier hergestellt wird. – Da schmeiß ich doch alles weg, was es so in den diversen Duty-free-Shops, an Gins, Whiskey, Cognacs …. gibt.:P

Zu Hause hüte ich ihn wie meinen Augapfel und es werden nur Fingerhutgrößen (Maximal!! Und dann nur an die aller, aller besten Freunde!!! – Ausnahme bilde natürlich ich 😗 ) ausgeschenkt. Wenn ich meinen Alkoholschrank so ansehen 🙁 – ich MUSS unbedingt wieder welchen besorgen! 😛

siehe: Wie aus stachligen Früchten? ein edler Tropfen gewonnen wird

LbG
Matthias
www.matthias-goessmann.de
zuletzt bearbeitet 11. Mai 2011
Gast11. Mai 2011 · #44
matth schrieb:Da scheiß ich doch alles weg, was es so in den diversen Duty-free-Shops, an Gins, Whiskey, Cognacs …. gibt.:P
LOL
1 Beiträge · seit 201115. Sept. 2011 · #45
Hallo Matthias,

da kann ich Dich vollkommen verstehen. Ich habe 2007 auch zwei Flaschen aus dem Land "geschmuggelt". 😉
Eine davon war fast leer. Die habe ich immer nur mit meiner damaligen Urlaubsbegleitung getrunken. Auch ich habe sie wie einen Augapfel gehütet. Die zweite Flasche war noch verschlossen.
Jetzt wollte ich - bevor ich ganz auf dem Trockenen sitze - nachbestellen (auch für meine Urlaubsbegleiterin zum Geburtstag) und wollte auf der Flasche die Telefonnummer herausfinden, weil ich hier keinen Internetshop von den Gehrs gefunden habe.
Mit Entsetzen stellte ich nun fest, dass die Flasche weg ist. Selbst wenn sie auch leer gewesen wäre, hätte ich sie nicht weggeworfen wegen der auf dem Etikett befindlichen Telefonnummer. Nun bist Du mein einziger Hoffnungsschimmer am Horizont... Wie kommst Du an den süchtig machenden edlen Tropfen ran???? Hilf mir!!!

Gruß
Mäxchen
652 Beiträge · seit 200716. Sept. 2011 · #46
Hallo Mäxchen,
aus der AZ: Angelika und Eugen Gehr, Telefon: 067-306261

Grüße
Annette
1'250 Beiträge · seit 200916. Sept. 2011 · #47
Hallo matth,

der Kaktusfeigenschnaps ist nicht der einzige in Namibia.......:)

In der Kristall-Kellerei in Omaruru gab es früher einen superleckeren Grappa(zu Zeiten von Familie Kluge). Den soll es auch jetzt immer noch dort geben und ich kann ihn empfehlen.

Viele Grüße vom
Elch
Ein Freund ist ein Mensch, vor dem ich laut denken kann. R.W. Emerson Namibia 2013 - http://www.namibia-forum.ch/forum/17-news/278435-unterkunftsbeschreibungen-unserer-letzten-reise.html?start=12 Namibia 2015 - http://www.namibia-forum.ch/forum/8-camping/286282-unsere-campsites-im-maerz-2015.html
1'125 Beiträge · seit 200616. Sept. 2011 · #48
Nur als Ergänzung.
Den Angostura gibt es auch in Deutschland. Ich habe mir ein Fläschchen in einem Bottle Store in Swakopmund gekauft (hergestellt in Trinidad, teuer, fand ich), und eine kleine Flasche hier (bei 'real', das Internet nennt Bezugsquellen). Beide enthalten, darauf wird extra hingewiesen, keine Angostura-Rinde. Der 'deutsche' Bitter wird hergestellt von Anton Riemerschmid GmbH in Erding. Man kann sich den Rock-Shandy-Genuss dadurch schon hier gelegentlich gönnen. Übrigens, man kann den Bitter auch zum Verfeinern von Speisen gut gebrauchen.
Viel Vergnügen!
Rodrigo
Omnia vincit amor
1'125 Beiträge · seit 200617. Sept. 2011 · #49
Kleine Korrektur: Die deutsche Version (Riemerschmid Bitter) enthält tatsächlich 'Angostura bark', nicht aber die Trinidad-Version. Die aber haben wohl die Namensrechte und verkaufen das unter diesem Namen seit 1830. Unwichtig, ich weiß, aber vielleicht eine Hilfe für den, der sich das Getränk hierzulande besorgen will.
R.
Omnia vincit amor
41 Beiträge · seit 200717. Sept. 2011 · #50
Man-O-man ist das ein problem!
Wir trinken Manpoer, Witbliz,Pitte, Man en die hond, Springbokkie met horings;Nampa,Marula Saft, Usambessie Saft, Wilden Feigen Saft,Tompu,
Magu,Katemba, Palmschnaps,und wenn muss Wasser den Wasser ist mangel ware in Namibia!!
Enjoy