Offroad-Reisen.comThemenstarter40 Beiträge · seit 201014. März 2011 · #1Liebe Namibia-Besucher!
Wir möchten nochmals (vielleicht ist das Thema hier schon angesprochen worden) auf eine Betrugsmasche hinweisen, die anscheinend regelmäßig wieder an neuen Touristen ausprobiert wird.
Die Allgemeine Zeitung hatte bereits am 21.10.2010 folgende Warnung aisgesprochen:
Noch kein Ende der Touristenabzocke
Betrug mit vermeintlicher DDR-Kinder-Ausstellung geht weiter – Stadtpolizei aktiv, aber machtlos
Die Betrüger, die in Windhoek vor allem deutsche Touristen um Geld für eine Ausstellung über DDR-Kinder anbetteln, sind immer noch unterwegs. Der AZ wurden jetzt weitere Fälle bekannt. Erneut hat sich der Freundeskreis Ex-DDR dazu geäußert, auch die Polizei wurde schon aktiv.
Windhoek – Die Betrüger-Truppe ist rings um die Christuskirche und in der Independence Avenue in Windhoek unterwegs. Mit Listen, auf denen sich Touristen als Spender eintragen können, sprechen sie Urlauber an und sammeln Geld für eine Ausstellung über DDR-Kinder, die aber nicht stattfindet, wie die AZ bereits 2009 recherchierte. Mehrere Personen, denen die Masche bekannt ist, haben Touristen bereits vor der Abzocke gewarnt – und ernteten dafür teils Morddrohungen von den Betrügern.
Im vergangenen Jahr berichtete die AZ erstmals über diesen Betrüger-Ring. Schon damals distanzierte sich die Nationalgalerie, in der die vermeintliche Ausstellung stattfinden soll, auf AZ-Nachfrage von dieser Aktion und erklärte, dass eine Ausstellung dieser Art weder geplant sei noch dass sie davon gehört habe.
Der Masche, die aktuell wieder am Laufen ist, sind selbst wir als "alte Reisehasen" jüngst aufgesessen.
Das Einsatzgebiet ist - wie berichtet - nach wie vor die Gegend um die Christuskirche und die Independence Av.
K. Friedl
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200614. März 2011 · #2Hallo K. Friedl,
war in der Tat schon häufiger Thema, dennoch gut, dass Du darauf aufmerksam machst. Das gleiche läuft v.a. in Swakopmund mit den "Sammlern für eine Jugendfußballmannschaft die an einem Turnier in Deutschland teilnehmen soll"... auch nur Abzocke!
Einfache Lösung: NIEMANDEM GELD GEBEN der nichts dafür als Gegenleistung bietet, keinem Bettler, keinem "DDR-Kind", einfach niemandem! Spenden kann man woanders und für anderes.
Sonnige Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Butterblume3'700 Beiträge · seit 200914. März 2011 · #3Hallo,
so sah unsere Begegnung mit dem Thema DDR-Kinder-Ausstellung aus:
Als Dank gab´s bereitwillig auch ein Foto.
Herzliche Grüße
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit
www.butterblume-in-afrika.de
Butterblume3'700 Beiträge · seit 200914. März 2011 · #4und hier noch ein
Artikel aus der AZ zu diesem Thema.
HG
Marina
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Gerd19425'538 Beiträge · seit 200814. März 2011 · #5Hallo Marina,
wenn ich sehe, welch ein glückliches Gesicht Jochen auf dem Bild macht, dann war das "gut" investiertes Geld.
Es werden noch viel mehr Menschen auf diese Masche reinfallen, denn eines ist utopisch: Dass Touristen Bettlern und Spendensammlern kein Geld mehr geben. Man sollte das Ganze einfach unter Erfahrungen abhaken, aber keinesfalls so reagieren, dass man jetzt alle Bettler und Sammler für Betrüger hält.
Liebe Grüße
Gerd
Butterblume3'700 Beiträge · seit 200914. März 2011 · #6Hallo Gerd,
der linke "Bruder" hat angegeben, dass er in Windhoek Tourismus studiert. Der sprach übrigens wirklich besser Hochdeutsch wie wir. Und wir kommen aus dem Raum Hannover/Ostwestfalen. Hoffen wir mal, dass er einen Job in der T-Branche erwischt.
Herzliche Grüße
Marina
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BerniOx109 Beiträge · seit 201014. März 2011 · #7travelNAMIBIA schrieb:...... Das gleiche läuft v.a. in Swakopmund mit den "Sammlern für eine Jugendfußballmannschaft die an einem Turnier in Deutschland teilnehmen soll"...
Sonnige Grüße
Christian
Hallo,
den Trick habe ich auch schon 2009 nahe der Christuskirche erleben dürfen.
Der junge Herr sprach auch hervorragend deutsch.
Ich hatte ihn dann abgeschüttelt indem ich in die Kirche ging. Als ich wieder herauskam hatte er schon andere "Opfer" an der Angel.
Gruss Bernd
Matou66843 Beiträge · seit 200814. März 2011 · #8Hallo,
mich hat jemand direkt auf dem Parkplatz gegenüber Wecke + Voigts und gleich neben der Touri-Info in bestem Deutsch angequatscht - aber, war gerade nicht in "Geberlaune".
So etwas passiert doch überall auf der Welt - man sollte die Typen gleich abwimmeln und einfach stehenlassen.
Das kann ich "so locker" schreiben 😉, nachdem ich vor 2 Wochen auch mal auf einen Bettler auf der Independence Av. "reingefallen" bin, der in perfektem Englisch eine "RIESENnummer" hingelegt hat, dass er wegen medizinischer Versorgung in WDH war und jetzt kein Geld mehr für den Bus nach Hause hat, niemand hilft ihm, heul, schluchz usw. - ich habe ihm dann Geld gegeben. Aber, unter "der Auflage", dass ich ihn dann am nächsten Tag auch hier nicht mehr sehen will. Habe ich auch nicht - er hat mich dann am nächsten Tag einen Km weiter (also ganz woanders...) von hinten angequatscht und sich ganz schnell vom Acker gemacht, als er mich erkannte 🙂.
LG
Dirk
camelthorn409 Beiträge · seit 200914. März 2011 · #9Butterblume schrieb:Hallo Gerd,
der linke "Bruder" (...) Der sprach übrigens wirklich besser Hochdeutsch wie wir. Und wir kommen aus dem Raum Hannover/Ostwestfalen. (...)
Herzliche Grüße
Marina
Liebe Marina,
es muesste heissen: "...besser Hochdeutsch ALS wir"
Nichtsfuerungut
Camelthorn
"Nothing is more powerful than an idea whose time has come" (Victor Hugo)
Butterblume3'700 Beiträge · seit 200914. März 2011 · #10Hallo Camelthorn,
vielen Dank für den Hinweis. Das werde ich mir leider nie merken können. Bei mir sind die Geschäfte auch "offen" und nicht geöffnet.
Herzliche Grüße
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit
www.butterblume-in-afrika.de PIPionier10 Beiträge · seit 201014. März 2011 · #11Gütiger Gott. Was würden die wohl sagen wenn ich in Kilt und in gälischer Sprache antworten würde?
philipp_steps4children35 Beiträge · seit 201107. Apr. 2011 · #12Hallo,
egal, was die Jungs euch erzählen, zu 90% stimmt es nicht. Die meisten wollen/werden bzw. haben schon etwas studiert. Man muss aber davon ausgehen, dass das die Masche ist, den "ambitionierten" deutsch sprechenden Geld zu geben. Auf Arbeitssuche gehen sie nicht. Das Geld, das sie von Touristen abzocken investieren sie dann gleich - am nächsten Abend in einer Shebeen. Ich habe schon öfter mit einem gesprochen, der dann auch irgendwann mehr oder weniger zugegeben hat, dass er die Touristen abzockt und das Geld versäuft.
Die anderen DDR-Kinder, die einer normalen Tätigkeit nachgehen, versuchen teilweise ebenfalls Touristen zu warnen bzw. verurteilen diese Aktionen.
Liebe Grüße
Philipp
Reiseklaus1'086 Beiträge · seit 200907. Apr. 2011 · #13Hallo zusammen,
es ist immer wieder auf Neue erstaunlich was sich diese Betrüger einfallen lassen um an anderer Leute Geld zu kommen.
Das Beste ist einfach nichts zu geben. Generell Niemandem!
Sonst haben diese Leute keinerlei Anreiz einer ehrlichen Arbeit nachzugehen, wenn es so viel einfacher geht.
Ausnahme:
Wenn jemand eine Gegenleistung dafür erbringt, Scheiben reinigen oder Luftdruck prüfen an der Tankstelle, Bewachen des Fahrzeugs usw. dann hat er sich das Geld verdient. Auch den vielen Straßenhändlern gibt man kein Geld für Fotos etc. man kauft ihnen einfach etwas ab. Das hebt nicht nur deren Selbstwertgefühl sondern ermuntert zur Arbeit.
Gruß Klaus
Gerd19425'538 Beiträge · seit 200807. Apr. 2011 · #14Hallo Klaus,
Das Beste ist einfach nichts zu geben. Generell Niemandem!
natürlich kann man nicht jedem Bettler/Betrüger Geld geben. Aber man kann auch die Augen auf machen, den Verstand einschalten und dann versuchen heruaszufingen, ob es sich um einen professionellen Bettler handelt oder um jemanden, der wirklich mal in einer Notsituation ist und Hilfe braucht.
Sonst haben diese Leute keinerlei Anreiz einer ehrlichen Arbeit nachzugehen
Hast Du Dir schon einmal die Frage gestellt, warum es so viele Bettler/Betrüger/Räuber in diesem Land gibt? Dann schaue Dir mal die Einkommens- und Arbeitslosenstatistiken von Namibia an. Und da sind nicht alle Arbeitssuchenden gemeldet. Man kann nicht jedem und allen helfen, sonst muss man am Ende noch selbst betteln gehen. Aber man kann Pauschalurteile vermeiden und sich den Einzelfall angehen. Ich weiß, das geht nicht immer, wenn 10 "DDR-Kinder" an der Christuskirche um einen rum sind und dann gebe ich auch nichts. Trotzdem - vermeiden wir Vorverurteilungen.
Im Gegensatz zu Deutschland findet in Namibia nicht jeder Arbeitswillige einen Job.
Sehr, sehr nachdenkliche Grüße
Gerd
philipp_steps4children35 Beiträge · seit 201107. Apr. 2011 · #15Gerd1942 schrieb:
Aber man kann auch die Augen auf machen, den Verstand einschalten und dann versuchen heruaszufingen, ob es sich um einen professionellen Bettler handelt oder um jemanden, der wirklich mal in einer Notsituation ist und Hilfe braucht.
Hallo Gerd,
die DDR-Kinder im Zoo Park bringen es wirklich professionell rüber. Mich wundert es kein bisschen, dass so viele Menschen ihnen Geld geben. Ich bin am Anfang auch drauf reingefallen. Man ist am Anfang eben erst einmal perplex, wenn man in Windhoek in perfektem Deutsch angesprochen wird. Da kann man den Verstand einschalten oder nicht. Wenn man es nicht weiß, fällt man drauf rein.
Liebe Grüße
Philipp
Gerd19425'538 Beiträge · seit 200807. Apr. 2011 · #16Hallo Philipp,
ich verstehe Dein Problem und ich verstehe auch, dass da immer wieder so viele drauf reinfallen. Meine Replik ging ja auch nicht an Dich, sondern an Klaus, weil ich diese Verallgemeinerungen und auch die Art, wie er es rübergebracht hat, nicht so prickelnd fang.
Liebe Grüße
Gerd
Erika2'338 Beiträge · seit 200707. Apr. 2011 · #17Hallo zusammen
Die Bettler und die Betrugsmasche der DDR-Kinder, (welche nun ja zwischenzeitlich gar keine Kinder mehr sind), sind ein Resultat der gedankenlosen Spendefreude vieler Touristen. Wenn sie nicht immer wieder zum Erfolg kämen, hätten sie schon lange damit aufgehört.
Wir sind erst vor ein paar Tagen aus Afrika zurück gekehrt und waren u. A. gut 3 Wochen in Nordmosambik und 7 Wochen in Tansania. In ganz Nordmosambik wurden wir nie angebettelt, obwohl dort die Bevölkerung unvergleichlich viel ärmer ist als in Namibia. Es gibt Gegenden, wo bereits Gummilatschen ein Luxusgut sind, welches sich nicht jeder leisten kann. Wir übernachteten wild am Wegesrand und wurden von den vorbei laufenden Leuten scheu und freundlich gegrüßt, nicht einer hat uns angebettelt.
An der Südküste von Südtansania machten wir die selbe Erfahrung, keine Bettelei, nichts. Wir konnten völlig unbehelligt durch die Märkte schlendern und uns mit Lebensmitteln eindecken, welch ein Vergnügen. Ganz anders sah es in der Gegend um den Kilimanjaro und um die grossen Nationalparks im Norden aus. Nur ein Beispiel von vielen: Wir übernachteten auf einem Campingplatz in Marangu und die zahlreichen vorbei laufenden Kinder riefen “give me pen” oder “give me money”. Als wir nicht reagierten, bewarfen sie uns mit faustgrossen Steinen. Warum wohl? Weil es dort sehr viele Touris gibt, die gedankenlos Geschenke verteilen.
Wir sind auch dafür, prinzipiell nichts zu verschenken. Leider kann man jedoch diese Bettelei nicht mehr stoppen, da es einfach Leute gibt, die unbedingt “helfen” wollen und sich durch kein Argument davon abhalten lassen.
Grüessli
Erika
Reiseklaus1'086 Beiträge · seit 200907. Apr. 2011 · #18Gerd1942 schrieb:Hallo Klaus,
Hast Du Dir schon einmal die Frage gestellt, warum es so viele Bettler/Betrüger/Räuber in diesem Land gibt? Dann schaue Dir mal die Einkommens- und Arbeitslosenstatistiken von Namibia an. Und da sind nicht alle Arbeitssuchenden gemeldet. Man kann nicht jedem und allen helfen, sonst muss man am Ende noch selbst betteln gehen. Aber man kann Pauschalurteile vermeiden und sich den Einzelfall angehen. Ich weiß, das geht nicht immer, wenn 10 "DDR-Kinder" an der Christuskirche um einen rum sind und dann gebe ich auch nichts. Trotzdem - vermeiden wir Vorverurteilungen.
Im Gegensatz zu Deutschland findet in Namibia nicht jeder Arbeitswillige einen Job.
Hallo Gerd,
man muss deshalb nicht kriminell werden, weder in Deutschland noch sonstwo auf der Welt.
Erika hat recht wenn Sie schreibt:
Wir sind auch dafür, prinzipiell nichts zu verschenken. Leider kann man jedoch diese Bettelei nicht mehr stoppen, da es einfach Leute gibt, die unbedingt “helfen” wollen und sich durch kein Argument davon abhalten lassen.
Gruß Klaus
Logi16,9k Beiträge · seit 201225. Aug. 2016 · #19Heute schon die Suchfunktion genutzt? 🤪
Berg-Eule2'060 Beiträge · seit 201325. Aug. 2016 · #20Wir haben es 2013 doppelt gemoppelt erlebt, wurden am ersten Tag der Reise in Windhoek angebettelt mit einer tollen Geschichte von Lebenslauf, die sicher zum guten Teil stimmte. Am letzten Tag der Reise in Windhoek bekamen wir exakt dieselbe Geschichte nochmal zu hören!
Die sollten die angebettelten Touris fotografieren, damit sowas nicht passiert! 😛
Liebe Grüße von Gabriele
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Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)