UKukliThemenstarter7 Beiträge · seit 201011. Nov. 2010 · #1Hallo, auf unserer jetzt anstehenden Tour durchs südliche Afrika möchten wir eventuell mit unserem IFA W 50 den Van Zyl’s Pass von Ost nach West befahren.
Frage, wer ist da schon gefahren und kann uns Infos geben, insbesondere ob das mit einem so großen, breiten LKW überhaupt möglich ist.
Beste Grüße Udo
www.traudel-udo-on-tour.de
mit dem
Ifa-W50 längs & quer durch Afrika
www.traudel-udo-on-tour.de
paulimann781 Beiträge · seit 200711. Nov. 2010 · #2Hallo Udo,
darüber wurde hier schon so einiges geschrieben - gib doch mal zyl in die Suchfunktion ein, da kannst Du schon so einiges finden. 🙂
Gruß,
Antje
Erika2'338 Beiträge · seit 200711. Nov. 2010 · #3Hallo Udo
Erfahrungsgemäss möchte ich behaupten: Je kleiner, schmaler und kürzer, desto angenehmer. Der Pass ist sehr steil , schmal und rutschig, teilweise mit losen Schieferplatten. Ich würde sagen, mit einem UNIMOG ja, aber mit eurem schweren Ungetüm mit dem breiten Radstand? Ich weiss nicht, oder sieht er nur auf den Bildern so riesig aus? Ich meine, runtergekommen sind sie ja alle mal irgendwie, aber fragt sich nur, wie. Man kann ihn auch umfahren.
Das ist meine Meinung. Vielleicht hagelt es nun Proteste, mal sehen.
Grüessli Erika
Topobär5'479 Beiträge · seit 200911. Nov. 2010 · #4Ein wichtiges Thema ist die Breite Eures IFA. Ihr solltet keine Probleme mit Kratzern am Fahrzeug haben, denn die Zufahrt zum Paß ist recht schmal und kurvig. Es geht permanent zwischen Büschen und Bäumen entlang so dass es selbst bei einem normalen 4x4 nicht spurlos am Lack vorbei geht. Da Ihr die Spurbreite des Tracks wahrscheinlich voll beansprucht, könnt Ihr Euch auch nicht die leichteste Linie aussuchen, sondern müsst Fahren, was Euch vor die Räder kommt.
Ein anderes wichtiges Thema ist die Seitenneigung. Ich habe keine Ahnung, welche Seitenneigung Euer IFA verkraftet, ohne dass das Risiko besteht, dass er umkippt. Das kurze Schlußstück der Strecke vom Hochplateau hinunter ins Marienflusstal weißt einige Passagen auf, in denen sich das Fahrzeug recht ordentlich zur Seite neigt.
Mein Vorschlag:
Versucht zunächst einmal bis zum Aussichtpunkt ins Marienflusstal zu kommen. Wenn die Strecke zu heftig sein sollte, besteht hier immer die Möglichkeit problemlos zu wenden und zurückzufahren.
Der Aussichtspunkt allein ist schon den Weg wert und dort oben könnt Ihr herrlich übernachten.
Vom Aussichtspunkt führt der Pass in nur zwei Kilometern hinab ins Marienflußtal, wobei das erte Stück auch das schwierigste ist. Ihr könnt die Strecke also zunächst problemlos zu Fuß erkunden und dann anhand der Gegebenheiten vor Ort entscheiden ob Ihr Fahrt oder umkehrt. Ich empfehle ganz dringend, die Strecke erst zu besichtigen, denn auf den 2km besteht keine Chance umzukehren. Ihr könnt weder wenden noch rückwärts wieder hochfahren.
Lumela562 Beiträge · seit 200911. Nov. 2010 · #5Hallo Udo
Wir sind im August über den Van Zyl's Pass gefahren, mit einem zweiachsigen Pinzgauer. Das war natürlich kein Problem. Aber Dein IFA ist eine ganz andere Klasse. Ich habe einen Freund der seit Jahren mit einem IFA im südlichen Afrika unterwegs ist. Den Van Zyl's Pass ist er allerdings noch nicht gefahren.
Die Schwierigkeiten beginnen schon vor dem Aussichtspunkt ins Marienflusstal. Dort hat es bereits zwei Engstellen die für Dein breites Fahrzeug ein Problem darstellen könnten.
Zuverlässig Auskunft darüber kann Dir sicher Lars Falkenberg von der gleichnamigen Garage in Kamanjab geben. Er ist der Einzige in Namibia der dort Bergungen durchführt, mit einem Unimog. Er kennt den Pass in- und auswendig. Er kann Dir zuverlässig sagen was dort geht oder nicht -
mit "ich glaube . . . ." ist Dir ja nicht wirklich geholfen.
http://www.assist247.co.za/Search/service-provider.aspx?sp_id=2434751&name=namibia-falkenberg-garage-cc&sid=10&aid=-1&lid=6430falkuni@iway.na Tel. +264 (0)67 330104 oder (0)81 283 2420
Gute Reise
Lumela

ULUlli931 Beiträge · seit 200611. Nov. 2010 · #6Hallo Udo,
das geht auf jeden Fall mit eurem IFA. Wir haben selber einen 1017 und waren damit schon oft im Kaokofeld, daher traue ich mir eine realistische Einschätzung zu.
Allerdings würde ich die Strecke nicht mehr fahren. Die Gründe sind eigentlicht schon genannt:
Teilweise besteht die Pad aus Stein- bzw. Schieferplatten, die meist lose liegen und oft hohe Stufen bilden. Wenn dann unvermittelt unter dem hohen Fahrzeug-Gewicht eine Platte bricht kann das Auto schon heftig in Wanken kommen (und auch rutschen oder gar kippen). Und das ist auch gleichzeitig das höchste (und schlecht kalkulierbare) Risiko wenn man den Pass mit einem großen und schweren Fahrzeug befährt.
Aber wie schon gesagt: es geht, nur empfehlen würde ich es nicht.
Falls ihr euch aber doch für den Pass entscheidet: bei Nässe oder Regen ist das auf jeden Fall ein NoGo. Dann würde ich das Auto lieber im Hoarusib versenken - das ist weniger anstrengend und man kann dann wenigstens noch schwimmen gehen 😉
Herzliche Grüße (aus Braunschweig)
Ulli
PS: wann soll es denn bei euch wieder los gehen?
Lumela562 Beiträge · seit 200911. Nov. 2010 · #7Hallo Ulli !
Wann und mit welchem Fahrzeug bist Du den Pass gefahren?
Hallo Udo !
Ich würde trotzdem in Kamanjap fragen da es ja saisonal unterschiedliche Pistenverhältnisse gibt und Lars Falkenberg (Ein gebürtiger Hamburger der seit 16 jahren im Kaokoveld und Damaraland lebt)das sicher am besten einzuschätzen weiß und der Dich auch holt wenn es sein muß .
Grüsse vom Bodensee
Lumela
Kandanga115 Beiträge · seit 201012. Nov. 2010 · #8Finger weg, Udo! Das gibt nur Probleme. In den achzigern hat das Militär dort schon Magirusse verlo-
ren. Mit einem Unimog wäre man schon an der Grenze.
Der Pass hat letztes Jahr massiv unter der Regenzeit gelitten. Eine Bergung des IFA`s wäre ein Desaster. Fahrt lieber über Kaoko Otavi nach Orupembe.
Gruß,
Hugo
Lumela562 Beiträge · seit 200912. Nov. 2010 · #9Hi Hugo !
Danke für Deine exakte Auskunft stellvertretend für alle die
mit dem Gedanken spielen diesen schwierigen Pass zu befahren.
Denn Kindergartenausflug ist das keiner !!!!!!!!
Lumela
Bloke1'920 Beiträge · seit 200813. Nov. 2010 · #10Danke für Deine exakte Auskunft stellvertretend für alle die
mit dem Gedanken spielen diesen schwierigen Pass zu befahren.
Denn Kindergartenausflug ist das keiner !!!!!!!!
Hallo
wie lange ist eigentlich der Van Zyls Pass ??? Und ist er nur im OBERSTEN STÜCK schwierig zu befahren, oder gilt das für die ganze Strecke ???
Ich denke man braucht auch nen GUTEN EINWEISER mit nem GUTEN AUGE ( was fast noch wichtiger ist als der Steuermann)der die Ideallinie lesen kann 😉
LG Bloke
m-a-t-z-e5 Beiträge · seit 201013. Nov. 2010 · #11Hallo Bloke,
die Länge des Paßstraße beträgt meiner Einschätzung nach ca. 15km (vom obersten Paßstück bis zum Ende,......hab leider nicht auf den Entfernungsmesser geachtet, da ich mit "fahren" beschäftigt war 😉 ), die Strecke von
Okongwati bis zur Plattform beträgt ca. 150km (Fahrzeit betrug, mit Pausen,
ca. 6 Std.).
Schwierig zu befahren?
Tja,....hier ne allgemein gültige, objektive Antwort zu geben läuft wohl nicht, da die subjektive Einstellung eines Jeden nun mal anderst ist.
Meine Empfindungen und Eindrücke waren (sind den Paß vor ca. 3 Wochen mit nem "Hilux" gefahren), dass bereits vor dem "eigentlichen" Paß die ein oder andere Passage "nicht ganz einfach" war.
Ist halt immer ein wenig seltsam, wenn Du mit dem Auto auf nen Kamm zufährst und nicht weißt, ob`s auf der anderen Seite links, rechts oder nach unten geht!
Der Eine fährt den Paß locker, der Andere bekommt das Nervenflattern, da man einen Totalverlust des Fahrzeugs, sowie den daraus resultierenden Folgen für Leib und Leben, nicht gänzlich ausschließen kann und sollte!
Ein absolutes "no go" ist, und das wurde hier schon des Öfteren angesprochen, den Paß bei Regen oder Näße zu befahren, denn das wäre nicht nur unkalkulierbares Risiko, sondern schlichtweg leichtsinnig und dumm.
Und nun noch nen schönen Tag,
lG Matze
Ach ja,....ich hab mit Falkenberg gesprochen, und er hat keine große Lust am van-Zyls-Paß ne Bergung zu machen, da er mit seinem Unimog schon nen ganzen Tag von Kamanjab bis zum Paß einrechnet.
Lumela562 Beiträge · seit 200913. Nov. 2010 · #12Hallo Bloke
Wir sind im August über den Pass gefahren. Ich hab mir nun meinen gespeicherten Track nochmal angeschaut: Die Strecke von Okangwati bis zum Community Camp ist ca 80 km und wir haben dafür knapp 6 Stunden gebraucht - das heisst Durchschnittsgeschwindigkeit 13,3 km/h
Vom Camp geht es dann noch ca. 10 km bis zum Aussichtspunkt ins Marienflusstal und dann beginnt die 2 km lange eigentliche Abfahrt, Höhendifferenz 260 m. Wobei es oben einige sehr steile, hängende Passagen hat, das unterste Viertel ist dann nicht mehr ganz so steil und schwierig.
Falkenberg: uns hat Lars in Kamanjab gesagt er würde uns am Van Zyl's Pass bergen, was natürlich rein theoretisch war, da wir ja bereits auf der Rückfahrt waren. Aber vielleicht rettet er lieber Pinzgauer als Hilüxe 🙂
Lumela
Bloke1'920 Beiträge · seit 200813. Nov. 2010 · #13Lumela schrieb:Hallo Bloke
Wir sind im August über den Pass gefahren. Die Strecke von Okangwati bis zum Community Camp ist ca 80 km und wir haben dafür knapp 6 Stunden gebraucht - das heisst Durchschnittsgeschwindigkeit 13,3 km/h
Vom Camp geht es dann noch ca. 10 km bis zum Aussichtspunkt ins Marienflusstal und dann beginnt die 2 km lange eigentliche Abfahrt, Höhendifferenz 260 m. Wobei es oben einige sehr steile, hängende Passagen hat, das unterste Viertel ist dann nicht mehr ganz so steil und schwierig.
Lumeal
Hi Lumeal
6 h für 80 km/h das sag schon einiges aus..Ist die Strecke fahrtechnisch **schwierig** oder musste einfach nur höllisch langsam fahren auf Grund der schlechten Pad ???
Sind die 80 km landschaftlich reizvoll ???
Gibts dazu villeicht ein paar Bilder 😉
LG Bloke
ULUlli931 Beiträge · seit 200613. Nov. 2010 · #14Hallo Lumela,
du hattest nach unserem Fahrzeug gefragt... Das ist er:
Gruß
Ulli

Bazi2'721 Beiträge · seit 200613. Nov. 2010 · #15Bloke schrieb:
Gibts dazu villeicht ein paar Bilder 😉
LG Bloke
Hallo Bloke
google mal, hier wird Dir geholfen:
http://www.google.ch/images?hl=de&q=van%20zyls%20pass&um=1&ie=UTF-8&source=og&sa=N&tab=wi&biw=1004&bih=603Gisela
Lumela562 Beiträge · seit 200913. Nov. 2010 · #16Hi Bloke
Die Strecke ist nicht wirklich schwierig aber die "Strasse" ist teilweise sehr schlecht, und man muss aufpassen und sich seine Fahrspur suchen, problematisch wird es bei unzureichender Bodenfreiheit.
Schöne Fahrt, landschaftlich ist es ganz nett aber nicht spektakulär, ich hab kaum Bilder gemacht. Man fährt an einigen kleinen Himbasiedlungen, einem Himbagrab, vielen Viehherden vorbei, an einem kleinen Bottlestore mit geschätzten 10.000 leeren Bierflaschen im Umkreis von wenigen Metern, die Otjijandjasemo Hot Spring gleich hinter Okangwati wäre auch noch zu erwähnen.
Ulli: ist das der 1017-er, von dem Du gesprochen hast ? Komfortables Fahrzeug, aber von der Grösse her wohl nicht ideal für den Van Zyl's Pass
Lumela
La Leona2'779 Beiträge · seit 200714. Nov. 2010 · #17Wir haben hier schon eine Menge echt realistische tipps. Anfügen möchte ich,dass es sich um eine Naturstrasse handelt und jede/jeder von uns der da schon durch war kann nur von seiner Momentaufnahme sprechen. Interssant wird es allerdings dann, wenn man mit Leuten reden kann welche bereits mehr -als sagen wir mal- dreimal den Van Zyl's befahren haben, und da sieht es interessanterweise so aus, dass sich kein Erlebnis dem vorangegangen ähnlich ist. Jeder der dort durchfährt wird automatisch auch zum Strassenarbeiter. Die Strecke sieht jeden Tag anders aus. Ich finde auch, wie hier schon gesagt, dass dem Kopilot und Einweiser eine ebenso wichtige Aufgabe bevorsteht. Apropos: Bergungen am Van Zyls Pass werden voarallem vom Besitzer des Camp Synchro durchgeführt....
gute pad
leona
Carsten Möhle1'287 Beiträge · seit 200614. Nov. 2010 · #18Der Van Zyls Pass ist mit übergewichtigen Individualistenfahrzeugen Mercedes 1017, IFA W 50 und Magirus Trucks natürlich zu befahren. Die südafrikanische Armee hat hier Unimogs 404 und Samil Trucks bei Kontrollfahrten eingesetzt und den Pass instand gehalten.
Wer es mit so einem Fahrzeug heutzutage tut ist ein ignorantes Arschloch und gehört ordentlich verprügelt, weil er den nachfolgenden mit angepassten Fahrzeugen die Strecke kaputt macht. Breit fahren, schmal denken.
Genauso gut kann man mit diesen Trucks auch gerne die Brücken im Moremi kaputtfahren, die Zufahrt zum Lebenden Museum in Grashoek vertiefen, so dass nur noch Allradfahrzeuge diese Strecke nutzen können oder tiefe Spuren auf dem Weg nach Kubu Island produzieren, in denen später die Anderen versinken.
Man kann es machen, aber man sollte es nicht.
Mit sonnigen Grüßen aus Windhoek
Carsten Möhle
Erika2'338 Beiträge · seit 200714. Nov. 2010 · #19Herr Möhle schrieb:
😊 😊 .....weil er den nachfolgenden mit angepassten Fahrzeugen die Strecke kaputt macht.
Genau, das ist es! Und die ganzen Klippen, welche die Vorgänger mit viel Mühe in die Löcher gelegt haben, werden weggedrückt.
Erika
Bloke1'920 Beiträge · seit 200814. Nov. 2010 · #20Bazi schrieb:Bloke schrieb:
Gibts dazu villeicht ein paar Bilder 😉
LG Bloke
Hallo Bloke
google mal, hier wird Dir geholfen:
http://www.google.ch/images?hl=de&q=van%20zyls%20pass&um=1&ie=UTF-8&source=og&sa=N&tab=wi&biw=1004&bih=603
Gisela
Hi Gisela
Danke für den Link
UIUIUI, da hatte der Spass aber auch kurzfristig ein LOCH 
Sind schon ganz schön heftige ABSCHNITTE mit drin, eine kleine UNACHTSAMKEIT und das DING ist ERLEDIGT
LG Bloke