Zimbabwe August/September 2010

13 Antworten · 4'737 Aufrufe · gestartet 15. Okt. 2010 von pangolin
Antworten
Themenstarter136 Beiträge · seit 200615. Okt. 2010 · #1
Zusammenfassung:

1. Grenzübertritte in Pandamatenga und Kazangula
Effizient und freundlich (Strasse von Nata nach Pandamatenge excellent)

2. Checkpoints
wir wurden immer sehr freundlich behandelt

3. Treibstoffversorgung
Östlich des Hwange N.P. in Dete sind zwei Tankstellen mit Diesel und Benzin in Betrieb. In Karoi war ebenfalls Benzin und Diesel erhältlich.

4. Strassenverhältnisse
- von Pandamatenga bis Robins Camp gute 4x4 Piste. Im Hwange N.P. durchaus gute Pisten.
- Dete nach Manjolo sehr gute Teerstrasse
- Manjolo – Siabuwa – Mangara – Horehore – Washaya – Chimatasha –
Makota – Magungwe breite gute Naturstrasse
- Makuti nach Mana Pools Gate 1 einwandfreie Teerstrasse (keine Schlaglöcher)
- Makuti nach Kariba einwandfreie Teerstrasse (keine Schlaglöcher)
- Mlibizi – Cross Road – Hwange town – Vic Falls – Kazangula einwandfreie
Teerstrasse (keine Schlaglöcher)

5. National Parks
Hwange: Detema, Manduvu Dam, Shumba, Ngweshla: alle Camps in gutem Zustand. Das Main Camp kann ich nicht unbedingt empfehlen. Laut da nahe des Staff Camps.
Haben Sinamatella Camp besucht. Einige Chalets wurden bereits renoviert und die Aussicht hinunter in die weite Ebene ist einsame Spitze.

Chizarira: Anfahrt ab Hauptpiste sehr steinig und teils steil. Für die 20 km benötigt man gut und gern 1.20 h. Die Campsite Mucheni view liegt direkt an der Kante des Escarpment. Fantastische Aussicht. Tisch, Bänke, Longdrop und kleine Lapa direkt am 300 m abfallenden Fels ohne Absperrung. !! für Familien mit Kindern nicht geeignet.

Matusadona: haben wir ausgelassen. Zufahrt ab Hauptpiste ca. 70 km. Für diese Strecke benötigt man mind. 4.30 h. (Info von Südafrikanern, die kürzlich diesen Track befahren haben).

Mana Pools: wir haben eine exklusive Campsite reservieren lassen. Diese war dann nur für uns ohne Durchgangsverkehr. Der Platz lag direkt am Zambezi unter hohen alten Bäumen mit Laub!! Longdrop und das Wasser musste aus dem Fluss geschöpft werden. Während 6 Tagen x 24 Stunden sind die Elefanten, Büffel, Zebras, Flusspferde, Antilopen, Hyänen etc. durch unser Camp gezogen. Die Löwen hörten wir in einiger Entfernung.
Die Zufahrt ab der Teerstrasse:
auf den ersten 30 km findet man viele spitzige Steine und auch viele Tsetse Fliegen. Zeitaufwand ungefähr 1 Stunde. Für die restlichen 42 km bis ans Main Office benötigten wir nochmals ca. 1 Stunde.

Wichtig: Das Permit erhält man nach Makuti kurz vor der Abfahrt vom Escarpment im Wildlife Office. Wir haben das kleine Schild übersehen und mussten daher nochmals zurück und das Escarpment hochfahren.

6. Makuti – Hotel Clouds End
das Hotel wurde kürzlich wieder eröffnet. Die Zimmer mit Bad/WC sind alt aber peinlich sauber. Das ganze Hotel machte einen sauberen Eindruck und das Essen war gut. Das Personal war freundlich. Die Leute bemühten sich, uns den Aufenthalt so gemütlich wie möglich zu machen. Kosten für DZ mit Bad/WC und Frühstück US$ 55.00.

7. Fähre Kariba – Mlibizi
die 22 Stunden dauernde Fahrt war ein spezielles Erlebnis. 12 Autos wurden während 2 Stunden verladen und insgesamt reisten 27 Passagiere auf der. Drei schmackhafte Mahlzeiten wurden nebst Tee und Kaffee samt Biskuits serviert. Die Bar war gut aufgestockt. Der See war ruhig, der Himmel blau und die Aussicht fantastisch. Kostenpunkt für zwei Personen samt Fahrzeug US$ 360.00.

8. Campsites
Zwischen Manjolo und Karoi ist ein Platz vorhanden und zwar Sanyati River Camp. Dieses findet man wie folgt: von West nach Ost über die grosse Brücke die den Sanyati River überquert, danach scharf links hochfahren bis runde Hütten zu sehen sind. Hupen und der Camp Assistent wird mit Wasser und Holz behilflich sein. Wir waren die 6.!! Gruppe in 2010. Der Mann war so dankbar einige US Dollars verdienen zu können. An der Hauptpiste ist kein Schild vorhanden. Das Metallschild wurde von den Goldgräbern gestohlen, die daraus eine Pfanne gefertigt haben.

Kariba
Lomagundi Lakeside Association: unweit des Warthog Camps (von Norden kommend nach der Abzweigung Warthog Camp die nächste Strasse rechts) findet man das grosszügig angelegte Lomagundi Camp. Es liegt direkt am See mit kleinem Restaurant; grosse Plätze mit Gras unter hohen alten Bäumen mit Strom und Wasser. Sogar eine Waschmaschine ist vorhanden, sodass man in kürzester Zeit die Wäsche besorgen lassen kann.

Victoria Falls
Vic Falls Rest Camp liegt in Gehdistanz zu den Fällen. Saubere restaurierte Ablutions, Rasen, Strom und Wasser. Gute Sicherheitskontrollen auch am Eingangstor und das gesamte Camp ist mit mehreren elektrischen Drähten gesichert.

9. Shops
in Karoi und Kariba findet man Spar. Die täglichen Lebensmittel sind vorhanden, wie Brot, Oel, Eier, Flocken, Milch, etwas Gemüse sowie Bier und Wein.

10. Wildbeobachtung
in Hwange im Norden eher spärlich. Wir hörten das Wild mehr als das wir es sahen. Auch grosse Elefantenherden rannten bei unserer Ansicht fluchtartig in den Busch. Im südlichen Teil des Parks war das Wild ruhiger und flüchtete nicht.
Chizarira: ausser frischem Elefantendung nichts gesehen. Das Camp lag auch in einem sehr trockenen Abschnitt des Parks.
Mana Pools: entschädigte uns für alles Entgangene in hohem Masse.

11. Menschen
Wir sind überaus freundlichen und hilfsbereiten Menschen begegnet. Nicht ein einziges Mal fühlten wir uns unsicher oder bedroht. Wir wurden auch nirgends bedrängt.


Die Landschaft ist abwechslungsreich. Viele Hügel und Berge, tiefe Schluchten, bizzare Felsformationen, eine Vielzahl an Baobabs mit Stammumfängen wie ich es noch nie gesehen habe, das Escarpment, der grosse Strom Zambesi, der blaue Kariba See mit seinen unzähligen Capenter Fischerbooten etc. etc.
Wir haben auf unserer Reise viele arme Menschen gesehen – nur Haut und Knochen. Trotzdem waren sie uns gegenüber immer freundlich. Immer wieder haben die Menschen uns gebeten: erzählt eurem Volk, das Reisen in Zimbabwe ist ungefährlich und wir benötigen die Touristen dringend.

Sonja
886 Beiträge · seit 200715. Okt. 2010 · #2
Hallo Sonja,

deine Zusammenfassung finde ich sehr interessant und überaus informativ. Vielen Dank für deine Mühe.


LG
lisolu
2'167 Beiträge · seit 200916. Okt. 2010 · #3
Hallo sonja,

Herzlichen Dank fuer den klasse Bericht! Es tut gut, sowas positives zu hoeren.

Unsere naechste Tour (August 2011) sollte eigentlich nach Zim fuehren, aber die Kosten fuer die Campsites haben uns dann doch ganz schoen erschreckt.
Was habt ihr an den verschiedenen Orten fuer Campsites bezahlt?

Liebe Gruesse aus Sodwana
Maddy
Reiseberichte: Camping Tour Northern Namibia, August 2010 Dlinza Forest, Eshowe, KZN, South Africa Die erste Reise - Loggerhead Camping trip 2020: KNP-Mapungubwe-Magoebaskloof-Mt.Sheba
2'338 Beiträge · seit 200716. Okt. 2010 · #4
Hoi Sonja

Nett von dir, dass du deine Erfahrungen mitgeteilt hast, besten dank. Es freut mich, dass die Reise gut verlaufen ist und ihr wieder wohlbehalten daheim angekommen seid.

Dein Bericht wird wahrscheinlich einige Leute dazu ermutigen, die Strecke Vic Falls - Karoi zu befahren.

Wie hieß die Kariba-Fähre, war es die “Sea Lion” ? Interessant ist übrigens die Preisentwicklung. Wir zahlten 1996 für 2 Pers. inkl. Auto genau 185 US$. Allerdings war damals der Wechselkurs für uns viel ungünstiger.

Schade, dass ihr den Matusadona NP nicht besuchen konntet, aber vielleicht beim nächsten Mal. Früher dauerte die Fahrt dorthin ab der Abzweigung ca. 3 ½ Stunden und der Zustand der Piste war schon immer schlecht, aber machbar.

Grüessli auch an deine bessere Hälfte
Erika
Meine Reiseberichte: 1971: Mit dem VW-Bus von Kapstadt bis Mombasa http://www.namibia-forum.ch/forum/132-reiseziele-tipps/197270-unterwegs-in-den-1970er-jahren.html?start=120 2013: Durch den wilden Westen Tansanias (Am Anfang war die Hülle) http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/278559-am-anfang-war-die-huelle.htm 2013: Nordmosambik, mal schön - mal hässlich + ein Stück Südtansania http://www.namibia-forum.ch/forum/150-diverses/279223-reisebericht-nordmosambik-mal-schoen-mal-haesslich.html 2014: Auf bekannten und unbekannten Pfaden durch Tansania http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282862-auf-bekannten-unbekannten-pfaden-durch-tansania.html 2015: Eine Reise wird zum Alptraum/Kenia http://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/285693-eine-reise-wird-zum-alptraum.html
77 Beiträge · seit 200908. Nov. 2010 · #5
Hallo,

wir waren zur selben Zeit im Lande 😉

Ein kurzer Bericht ist auf unserer Homepage (siehe unten), ebenso ein paar Photos.

Gruss,
Philippe
www.philipperobert.ch
137 Beiträge · seit 201009. Nov. 2010 · #6
Hallo Sonja,
kurze, knappe, aktuelle und uebersichtliche Zusammenfassung!
Prima 🙂
Vielen Dank und herzliche Gruesse aus WHK 😎
365 Beiträge · seit 200610. Nov. 2010 · #7
pangolin schrieb:
.... Immer wieder haben die Menschen uns gebeten: erzählt eurem Volk, das Reisen in Zimbabwe ist ungefährlich und wir benötigen die Touristen dringend.



Es ist schön zu hören das sich nun immer mehr Leute "trauen" nach Zimbawe zu reisen! Es ist ein tolles Land mit tollen Menschen und leider einer schlechten Regierung....

Wir werden dieses Jahr leider nicht nach Zimbawe reisen, denn es geht dieses Mal nach Uganda.... 🤩

Danke und VG

Jörg
Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor 20 Jahren; die zweitbeste Zeit ist: HEUTE "Afrika hat seine Geheimnisse und selbst ein weisser Mensch wird diese nie verstehen. Er kann sie aber respektieren." Miriam Makeba One elephant is killed every 15 minutes www.iworry.org
13 Beiträge · seit 201108. Jan. 2011 · #8
Hallo Sonja,

schöner und endlich mal positiver Bericht aus Zimbabwe. Es wird immer so viel Negatives geschrieben. Ist sicher nicht alles super dort unten, aber das Wichtigste sagst Du am Schluß: die Menschen warten auf Touristen, weil nur ausländische Besucher Gelder ins Land bringen. Jeder Tourist sichert 8 Arbeitsplätze, wurde mir beim letzten Mal gesagt!
Und Zimbabwe ist sicher.

Grüße,
Werner
1'723 Beiträge · seit 200908. Jan. 2011 · #9
das macht viel mut ..
fuer mich war zimbabwe bisher immer "auf der warteliste" .. ich wollte dem regime kein geld in den hals werfen, aber scheint es wohl doch so zu sein, das die bevoelkerung direkt von jedem tourist profitiert..

in der letzten zeit haeuffen sich die positiven aussagen und ich denke wir werden versuchen zumindest einen abstecher zu machen ...

danke fuer eure tollen erfahrungen
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss
21 Beiträge · seit 200612. Jan. 2011 · #10
Hallo Sonja,

bei der Recherche für unsere Routenplanung bin ich auf Deinen Bericht gestoßen. Wir wollen im Sept./Okt. 2011 unter anderem nach Zimbabwe(Mana Pools, Matusadonna, VicFalls).Kommen von Zambia über die Kariba-Staumauer ins Land.

Nun habe ich noch ein paar Fragen, die Du mir hoffendlich beantworten kannst:

- Hast Du evtl. die GPS Daten für das Sanyati River Camp?

- In meinem alten Reiseführer steht das es in Makuti eine Tankstelle gibt. Ist das noch aktuell?

- Hast Du für Mana Pools die Campsite vor Ort gebucht oder schon im voraus? Was ist empfehlenswert?

- Über die Strecke von Karoi nach Binga wird hier oft geschrieben das sie sehr schlecht sei. Nach Deinen Aussagen sieht es aber wohl anders aus. Wie gut bist du dort vorangekommen? Wir wollen wenn möglich die Strecke Mana Pool Matusadonna an einem Tag schaffen. Oder wenn´s halt nicht anders geht am Sanyati River noch eine Übernachtung einlegen.

Vielen Dank im voraus!

Ralf

P.S.: Bin natürlich auch dankbar über Tipps anderer Forumsteilnehmer! 😉
http://www.seethenature.de Natur- und Reisefotografie
zuletzt bearbeitet 12. Jan. 2011
77 Beiträge · seit 200912. Jan. 2011 · #11
Hallo Ralf,

wir waren ja zur selben Zeit im Land, darum aus meiner Sicht ein paar Antworten.

- Vor Makuti gibt es eine Tankstelle, wenn ich mich recht erinnere. Es hatte andere Fahrzeuge dort, Sprit sollte also verfügbar gewesen sein.

- Wir haben Mana Pools nicht im Voraus reserviert. Man kommt auch so rein sofern Plätze frei sind, aber die guten Plätze (direkt an Zambezi, exclusive sites usw.) können sie einem (theoretisch...) nicht vor Ort geben, weil sie selber nicht wissen wer wann was reserviert hat. Das wissen nur die Leute in Harare. Darum besser im voraus reservieren!

- Karoi nach Bingo ist kein Problem, ausser eventuell das mittlere Stück in der Regenzeit. Es ist an sich eine ganz normale Piste. Mana Pool bis Matusadona durchzufahren dürfte aber doch eher viel sein. Vom Abzweiger bis in den Matusadona NP dauert es anscheinend 4-5h (wir sind die Strecke nicht selber gefahren), und bis zu diesem Abzweiger sind es wohl auch noch mal soviel oder auch mehr (von Mana Pools aus, je nach Fahrweise). Und dazwischen willst Du ja eventuell noch nach Karoi um einkaufen zu gehen, tanken usw....

Philippe
www.philipperobert.ch
21 Beiträge · seit 200616. Jan. 2011 · #12
@ Philippe:
Danke für die Infos!
Ja, da werden wir wohl noch eine Übernachtung vor der Einfahrt in den Matusadonna NP einplanen. Ein Tank- und Shoppingstop in Karoi ist auf jeden Fall eingeplant.

@ all:
In der Karte von Reise know-how ist eine Tankstelle in Deka Drum, nördlich von Hwange, eingezeichnet. Weiß jemand ob diese Tankstelle aktuell ist?
Auch in Mlibizi ist eine eingezeichnet. Wie schaut es mit der aus?

Gruß Ralf
http://www.seethenature.de Natur- und Reisefotografie
382 Beiträge · seit 200617. Jan. 2011 · #13
Hallo Ralf,
wir haben im Mlibizi Sambezi Resort auf dem Campingplatz direkt neben der Fähranlegestelle übernachtet und dort gibt es auch eine kleine Tankstelle, wo wir unseren Diesel bekommen haben.
Wir sind im August die Strecke von Nata über Mlibizi und Sanyati River Camp nach Mana Pools gefahren. Mit 2 Übernachtungen war das überhaupt kein Problem. Strecke war bis auf wenige Kilometer recht gut zu befahren.

Gruss Christian.
21 Beiträge · seit 200622. Jan. 2011 · #14
Hallo Christian,

danke für die Info!
Ich habe jetz auch eine Übernachtung im Sanyati River Camp eingeplant. Je nachdem wie wir durchkommen und wie lange wir in Karoi zum shoppen brauchen, entwerder wir übernachten dort oder wir versuchen es um Matusadona NP durchzukommen. Wäre nicht das erste Mal das wir zum Sonnenuntergang im Camp ankommen... 😕

Gruß
Ralf
http://www.seethenature.de Natur- und Reisefotografie