Topobär5'479 Beiträge · seit 200911. Aug. 2010 · #21Ich frage mich gerade, weshalb in den letzten Posts eine gewisse Schärfe in diesen Thread gekommen ist?
Ich empfinde es als ausgesprochen positiv, dass hier gerade eine übergeordnete Diskussion zum Umgang mit dem Thema Sicherheit stattfindet. Positiv vor allem, da sie bislang sachlich geblieben ist und hoffentlich auch bleibt.
@Christina:
Ich persönlich könnte die Schlechtredner problemlos ignorieren, da ich mir in meinen zahlreichen Reisen durch Afrika allmählich ein recht gutes eigenes Bild zum Thema Sicherheit gemacht habe.
Allerdings finden sich gerade hier im Forum auch zahlreiche Personen, die überlegen ein erstes Mal nach Afrika zu reisen. Wenn diese Personen dann den falschen Eindruck erhalten, Afrika ist generell lebensgefährlich, kann ich das nicht mehr ignorieren.
Aufgabe dieses Forums sollte es vielmehr sein, Informationen zu liefern wo, wie und wann Gefahr droht und wie man damit umgeht, bzw. wie man am sichersten reist.
Swakop521'223 Beiträge · seit 201011. Aug. 2010 · #22Wenn es gewisse Kriminalitätsschwerpunkte gibt, dann sollte ohne wenn und aber darüber berichtet werden und Leute gewarnt werden. Eine Sensibilisierung der Menschen ist unabdingbar, schon zur Bekämpfung der Kriminalität.
Dieses zum Zwecke des Kommerz und der Täuschung der Besucher zu unterlassen weil möglicherweise eine Reise weniger verkauft werden kann, oder zu unterdrücken, müßte man sich fragen, ob man sich nicht der Arglist schuldig macht.
Die Information hat doch nichts mit Schlechtreden zu tun?
*Wer einen Fehler begeht und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten! (Konfuzius)
eggitom1'247 Beiträge · seit 200911. Aug. 2010 · #23@Michael und Topobär: Vielen Dank an euch beide, das ist genau das, was ich zum Ausdruck bringen wollte. Falls dies nicht richtig rübergekommen ist, war dies nicht Absicht, sondern schlicht Unvermögen.
Und damit kann ich mich beruhigt wieder den schönsten Elefantenbildern zuwenden 😎
Thomas
Für mich ist Denkmal ein lebenslanger Imperativ, der aus zwei Wörtern besteht
(Fritz Grünbaum)
Reisebericht: 50 Tage NamBots (PDF ganz am Ende) SASambeziThemenstarterGast11. Aug. 2010 · #24Hallo,
dann für alle Namibianer, die eine Reise nach Deutschland erwägen.
Aber Achtung! Hier gibt es keine Stacheldrähte auf den Zäunen, keine sichtbaren Alarmanlagen an der kleinsten Hütte, keine Sicherheitsposten vor den Banken, keine Gitter vor den Fenstern (JVA ausgeschlossen), Leute gehen auch nachts auf der Straße und fahren nicht 500m vom Restaurant nach hause mit dem Taxi, die Leute lassen ihre Schuhe auch vor der Tür.
Auch sind Autos nachts unterwegs und rote Ampeln werden auch nicht überfahren um Mördern und Räubern keine Chance zu geben.... Aber lasst Euch bloß nicht täuschen - der Eindruck könnte trügen....
http://de.news.yahoo.com/26/20100810/tot-frau-sendet-stimmen-ihrer-mrder-an-p-a8e69b3.htmlIn dem Sinne.
Gruß
Nanamibi113 Beiträge · seit 201011. Aug. 2010 · #25Hallo,
vielleicht interessiert es den ein oder anderen von Euch, wie so ein Forenneuling diese Diskussionen empfindet?
Ich war im Januar 2008 mit Dachzelt zum ersten Mal in Namibia auf einer recht großen Rundreise (Süden bis Canyon, Aus, Tiras, Sesriem, Swakopmund, Twyfeldfontain, Etosha, Waterber usw. usw.)
Auf dieser Reise habe ich mich recht sicher gefühlt.
Aber wir waren auch sehr vorsichtig. Z.b beim Einkauf war immer jemand von uns beiden beim Auto.
In Windhuk waren wir nur zum Autovermieter und dann sofort raus.
In Swakopmund sind wir Abends auch nicht rumgelaufen.
Dies alles, weil wir schon so einiges über die vermeindlichen Gefahren gelesen hatten.
Es ist nichts passiert und wir hatten eine traumhafte Reise.
Im letzten Jahr hatte ich wieder Namibia auf dem Plan. Ich las im Internet und auch in den Foren. Dann hatte ich durch die Lektüre auf einmal das Gefühl, daß Namibia viel zu gefährlich geworden ist und bin woanders hingefahren. (Malaysia).
Vor einigen Wochen dann machte ich mir Gedanken über unsere nächste Reise. Die Sehnsucht nach Afrika breitete sich aus. Dann mal aus Spaß nach Flügen gesehen. Air Namibia für 700 Euro pro Person. Recht günstig.
Also Flüge sofort gebucht ohne viel nachdenken.
Dann angefangen die Reise zu planen und hier im Forum tausende Beiträge gelesen.
Ich bin wirklich im Zweifel, ob ich nicht lieber etwas anderes hätte buchen sollen. Ich freue mich natürlich sehr auf dieses wundervolle Land. Die Tiere, die Wüste, die Weite.............
Aber immer wieder lese ich auch von den Gefahren. Ich habe auf all meinen Reisen noch nie gesehen, daß sich die Bewohner von Städten quasi hinter Stacheldraht verstecken. Das ist aber in Namibia sehr wohl der Fall.
Naja, ich will ja auch wenig in der Stadt sein.
Aber viele Berichte hier deuten darauf hin, daß es insgesamt viel problematischer geworden ist und das man auch auf den Farmen und einsamen Orten viel mehr von Kriminalität bedroht ist, als noch im Jahre 2008.
So. Was nun?
Da gibt es einmal die Leute, die alles schlimme sofort berichten und Leute wie ich werden verunsichert.
Und dann gibt es so Themen wie dieses hier. Die verunsichern mich fast noch mehr.
Warum? Weiß ich auch nicht genau. Ist halt das Gefühl welches entsteht.
Wollen einige Leute die Gefahr herunterspielen? Aus Angst Touristen kommen nicht mehr?
Andere wiederum posten jeden noch so kleinen Diebstahl.
Mir ist klar, das es überall auf der Welt Kriminalität gibt. In Ländern mit einer so großen Kluft zwischen Arm und Reich sowieso.
Aber die Berichte ergeben insgesamt den Eindruck, daß die Leute immer öfter auch vor Gewalt nicht zurück schrecken. Und da bekommt die Sache schon eine andere Dimension.
Vor Diebstahl kann ich mich schützen. Vor einem Überfall mit Waffen wohl weniger.
Ein Neuling wie ich es bin ist jedenfalls nicht unbeindruckt von den ganzen Diskussionen. Es ist schwer mir ein realistisches Bild über die Gefahren zu machen.
Die Flüge sind gebucht und auch der Mietwagen. Ich hoffe am Ende mit einem "guten Gefühl" meine Reise anzutreten.
Viele Grüße
Frank
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200611. Aug. 2010 · #26Hallo Frank,
Aber viele Berichte hier deuten darauf hin, daß es insgesamt viel problematischer geworden ist und das man auch auf den Farmen und einsamen Orten viel mehr von Kriminalität bedroht ist, als noch im Jahre 2008.
Ich als "Gutmensch" kann Dich beruhigen... Du wirst einen traumhaften Urlaub in Namibia haben! Benehme Dich wie überall auf der Welt und es wird alles gut gehen. Seit 2008 hat sich in Namibia definitiv nichts geändert - der Anstieg der Kriminalität ist eher seit Ende der südafrikanischen Besatzung (also 1990) ein Thema, derzeit wenn überhaupt gleichbleibend, tendenziell leicht abnehmend. Und ich kann immer wieder nur sagen: Zig tausend Menschen leben in Windhoek, Swakopmund etc. ihr Leben lang (ja, wandern sogar aus der sicheren Schweiz oder so nach Namibia aus) und erfreuen sich an dem schönen, friedlichen Land - ohne Probleme!
Also, genieße die Zeit hier in NAM und sei normal aufmerksam wie in jedem Reiseland! Urlaub fängt für mich bei der Planung an... und wenn die zum Großteil aus "wie verhalte ich mich damit mir nichts passiert" besteht, dann würde ich persönlich Urlaub auf Balkonien machen.
Sonnige Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
SASambeziThemenstarterGast11. Aug. 2010 · #27Hallo Frank,
dann solltest Du vielleicht in den Schwarzwald fahren? Für mich wäre das kein Urlaub, wenn ich mich so bewegen würde wie Du es getan hast...
Wer die totale Sicherheit will, sollte im Urlaub zum Nord- oder Südpol fahren, denn da gibt es noch keine von Menschenhand gemachte Verbrechensdelikte.
Ich fahre in den Urlaub und verhalte mich aus Angst vor irgendetwas wie das Hässchen in der Grube - nee, da würde ich nicht hin fahren.
Ps: 1997 Malaysia/Küste: Einbruch in unser Hotelzimmer.
Gruß
Mariechen93 Beiträge · seit 200911. Aug. 2010 · #28Hallo Frank,
was ich dabei nicht verstehe ist: Du hast doch selbst positive Erfahrungen gemacht, warum lässt du dich jetzt von Internetberichten und Co. verunsichern? Und 2008 ist ja nun auch nicht gerade ewig her.
Liebe Grüße
Marie
In jungen Jahren... Südafrika/Namibia 2007 Reisebericht (in the making)
Chrigu7'267 Beiträge · seit 200611. Aug. 2010 · #29Hallo Leute
Zu diesem Thema habe ich gerade einen etwas interessantes im Buch
Die 4-Stunden Woche von Timothy Ferriss gelesen. Er beschreibt da unter anderem die Geschichte einer Familie die auf Reisen sind.
Robin Malinsky-Rummell, die mit Ihrem Mann und ihrem siebenjährigen Sohn ein Jahr lang durch Südamerika reiste, wurde von Freunden und Verwandten davor gewarnt, nach den blutigen Unruhen von 2001 Argentinien zu besuchen. Sie recherchierte gründlich, entschied, dass die Angst unbegründet war, und hatte schliesslich eine wunderbare Zeit in Patagonien. Als sie den Einheimischen erzählte, dass sie aus New York stammte, fiel diesen der Unterkiefer herunter und sie erklärten mit grossen Augen: "Ich habe im Fernsehen gesehen, wie diese Türme zusammenstürzen! Ich würde mich nie an einen derart gefährlichen Ort wagen!"
Das zeigt uns doch, dass wir die Gefahren da wo wir zu Hause sind einschätzen können. Wir fühlen uns in dem Umfeld (recht) Sicher, weil wir es kennen. Wenn wir uns mit dem Ausland beschäftigen sind wir auf TV und Zeitung oder eben auf Beiträge in Foren angewiesen. Diese zeigen aber häufig nicht, wie es wirklich vor Ort ist. In den Medien steht eben nur dann etwas, wenn auch etwas passiert und das ist meistens Negativ.
Es erschüttert mich, wenn ich hier in Namibia und Südafrika über das Internet oder in der Presse verfolge, was in Europa täglich an Schlimmem passiert. Ich weiss aber auch, dass sich in Europa gut leben und reisen lässt. Jemand, der sich erst seit kurzem damit auseinandersetzt, könnte die Lust auf Reisen durch Europa aber gründlich vergehen.
Ich werde es jetzt und in Zukunft so halten, dass ich mit offenen Augen reise und mich vernünftig verhalte. Wenn trotzdem irgendetwas passiert ist es halt so und nicht zu ändern. Deswegen auf das Reisen zu verzichten ist für mich keine Option.
Sonnige Grüsse aus Kapstadt
Chrigu
zebra.reisen: Individuelle und Begleitete Selbstfahrerreisen, Kleingruppenreisen und Reiseberatung
Satellitentelefon: Satellitentelefon für die weltweite Nutzung
Reiseplanung / Reiseberatung: Besprechung per Videokonferenz
Der Zebra Shop: Karten, Bücher und Infos für das südliche Afrika
Erlebnisse: Einige unserer Reiseerlebnisse aus Namibia, Botswana und Sambia
Nanamibi113 Beiträge · seit 201011. Aug. 2010 · #30Hallo,
@Sambezi,
ich habe versucht möglichst kurz zu erzählen, daß diese ganzen Diskussionen mich verunsichern und es einem Neuling nicht möglich ist ein einigermaßen realistisches Bild der Situation zu bekommen.
Dein Tip in den Schwarzwald zu fahren ist sehr gut. Danke.
Ich schrieb lediglich, daß ich bei meiner letzten Reise die auch hier in diesem Forum immer wieder geposteten "Vorsichtsmaßnahmen" berücksichtigt habe. Wie z.b im Dunkeln nicht in Städten durch die Gegend laufen. Auto lieber nicht aus den Augen lassen, wenn es schon beim Abstellen von Leuten belagert wird usw. usw...
Ich sagte aber auch, daß wir uns im Grunde eher sicher gefühlt haben.
Es ist doch nicht verwunderlich, daß Leute die noch nie dort waren sich Sorgen um ihre Sicherheit machen, wenn sie so einige Beiträge hier lesen. Oder?
Viele grüße
Frank
Nanamibi113 Beiträge · seit 201011. Aug. 2010 · #31travelNAMIBIA schrieb:
Also, genieße die Zeit hier in NAM und sei normal aufmerksam wie in jedem Reiseland! Urlaub fängt für mich bei der Planung an... und wenn die zum Großteil aus "wie verhalte ich mich damit mir nichts passiert" besteht, dann würde ich persönlich Urlaub auf Balkonien machen.
Hallo,
@Christian,
dieser Eindruck sollte nicht entstehen. Ich denke nicht zum Großteil über die Gefahren nach, aber ein komisches Gefühl beschleicht mich schon manchmal, wenn ich die Beiträge zum Thema lese.
Ich bin halt ein bißchen verunsichert und damit sicherlich nicht der Einzige.
Und dies obwohl ich einen traumhaften Aufenthalt in Namibia hatte und mich dort eher sicher gefühlt habe.
Frank
Goldmull795 Beiträge · seit 200711. Aug. 2010 · #32Hallo Chrigu - derzeit in Kapstadt,
ich stimme dir voll zu! Schön ausgedrückt, was Sache ist. Man muß die Informationen filtern. Die Medien berichten meist über extreme u. außergewöhnliche Vorgänge. Der Normalzustand wird nicht beschrieben u.
daher nicht gelesen, da uninteressant. Also überwiegen die Horrormeldungen und prägen - ohne Filter aufgenommen - ein falsches Bild.
Die Summe dieser oft falschen u. vorinterpretierten Einzel-Eindrücke machen nicht die Wirklichkeit aus.
Gruß, Gerd
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200611. Aug. 2010 · #33Hi Frank,
sorry, wollte es auch nicht so darstellen, dass Du nun zu Hause schweißgebadet und panisch sitzt und nicht mehr ein und aus weißt. Aber meiner Meinung nach reicht auch für Namibia der gesunde Menschenverstand um hier einen schönen Urlaub zu verleben. Eine gesunde Vorsicht ist dabei in Ordnung und angebracht!
Sonnige Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Erika2'338 Beiträge · seit 200711. Aug. 2010 · #34Hallo Frank
Vielen Dank, dass du dir die Mühe gemacht hast, von deinen Bedenken zu berichten.
Aus deinen Zeilen geht eindeutig hervor, dass du aufgrund der teilweise komischen und heftigen Reaktionen und Kommentare einiger Schreiber noch mehr verunsichert bist. Viele wollen einfach nicht sachlich darüber reden und basta, weshalb es immer wieder zu Streit kommt. Den Rat, sich so zu verhalten wie daheim finde ich nicht besonders gut.
Seit 24 Jahren bereisen wir Namibia plus andere afrikanische Länder. In dieser Zeit ist es zu 6 Zwischenfällen gekommen, welche aber alle zu “unseren Gunsten” verlaufen sind, wobei einer ziemlich heftig war. Wären wir nicht sensibilisiert gewesen, wären die Täter in jedem dieser Fälle zum Erfolg gekommen. Die Zwischenfälle, die wir in nächster Nähe oder aus erster Hand mitkriegten, habe ich nicht gezählt, aber es sind nicht wenige.
Trotzdem reisen wir weiterhin jedes Jahr nach Namibia. Angst haben wir keine, denn wir verhalten uns dementsprechend vorsichtig, was aber nicht heisst, dass wir uns kaum irgendwo hintrauen. Wenn mal der Tag kommen würde, wo ich nicht mehr ruhig in unserem Dachzelt schlafen könnte, wäre der Zeitpunkt gekommen, dem Kontinent den Rücken zu kehren. Davon sind wir aber weit entfernt.
Geniesse deinen Urlaub, aber verhalte dich vorsichtiger als daheim oder im Schwarzwald, dann wirst du deinen Urlaub in diesem schönen Land geniessen können.
Grüessli Erika
Topobär5'479 Beiträge · seit 200911. Aug. 2010 · #35Hallo Frank,
Ihr habt Euch auf Eurer letzten Reise durch Namibia vernünftig verhalten. Macht es diesmal genauso und der Urlaub wir genauso wenig riskant sein, wie Euer letzter.
SASambeziThemenstarterGast11. Aug. 2010 · #36Hallo,
und genau mit diesen Aussagen wie "Verhalte Dich vorsichtiger als daheim und Du kannst deine Zeit genießen, also es wird schon nix passieren " kann ich nun wieder gar nix anfangen....
Nein, egal wo und wie man sich auf der Welt bewegt, ob Tourist oder Einheimischer - die Lebensrisiken sind weder durch ein übervorsichtiges Verhalten oder Warnhinweise/Tipps/Ratschöäge oder Versicherungen auszuschließen.
Nur haben wir das in unserer vermeintlich so sicheren Umgebung verlernt - tagtäglich wird es uns vor Augen geführt, typischstes Beispiel USA, dort wird gewarnt, das der Kaffee im Becher heiß ist und ich mich verbrühen kann, ich habe Aufkleber überall im Auto, dass Airbags im Auto sind, ein Aufkleber an der Kettensäge, das ich nicht die Finger ins Blatt halten soll....
Verlernen wir langsam das Denken, das Abschätzen, das Überlegen, das Abwägen???? Scheinbar...
Ich bin unsicher - also brauche ich andere Meinungen die mir Sicherheit geben, Aukleber dran was ich zu tun und zu lassen habe und alles ist gut.
Deswegen steigen wahrscheinlich auch die Gewinne der Versicherungsunternehmen ins unendliche - mit Angst lässt sich gut Geld verdienen, nur die Angst muss groß genug sein.
Beispiel? Ich versichere meine Kamera gegen Diebstahl, da kann ich sie mir ja auch in Harare/Rio/Kuala Lumpur/ Cairo usw. auf dem Markt um den Hals hängen, das Risiko, dann ein Messer am Hals zu haben um die Knipse abgenommen zu bekommen habe ich aber mit der Versicherung nicht ausgeschlossen....
Wer die totale Sicherheit haben will, kann sich eben nur da bewegen wo er sich sicher fühlt....
Gruß
gglink5'538 Beiträge · seit 200811. Aug. 2010 · #37Hallo Zusammen,
@ Swakop Du schreibst:
Wenn es gewisse Kriminalitätsschwerpunkte gibt, dann sollte ohne wenn und aber darüber berichtet werden und Leute gewarnt werden. Eine Sensibilisierung der Menschen ist unabdingbar, schon zur Bekämpfung der Kriminalität.
Dieses zum Zwecke des Kommerz und der Täuschung der Besucher zu unterlassen weil möglicherweise eine Reise weniger verkauft werden kann, oder zu unterdrücken, müßte man sich fragen, ob man sich nicht der Arglist schuldig macht.
Die Information hat doch nichts mit Schlechtreden zu tun?
nein, das hat nichts mit Schlechtreden zu tun und ist sogar notwendig. Denn nur wenn wir ausreichend informiert sind, dann können wir uns ein Bild machen über die Lage. Aber das ist leider nicht sooo einfach.
Es ist hier in diesem Thread schon gesagt worden, aber ich möchte es doch noch einmal ganz besonders herausstellen:
Sicher fühle ich mich da, wo ich mich auskenne, wo ich weiß, wie ich mich zu verhalten habe und deswegen mein Verhalten auch darauf einstelle. Ich zum Beispiel habe keine Scheu Swakopmund zum und vom Abendessen-Lokal nach Hause zu laufen. Warum? Weil die Straßen beleuchtet sind, weil ich den Weg kenne und weil ich trotzdem die Augen offen halte (ganz wichtig).
Unsicher fühle ich mich immer dann, wenn ich nicht weiß, was auf mich zukommt, weil ich mein Verhalten nicht darauf einstellen kann. Und deshalb laufe ich zum Beispiel in Frankfurt nachts nie in der Bahnhofsgegend rum. Obwohl die Straßen da beleuchtet sind. Aber ich fühle mich trotzdem unsicher, weil ich gar nicht alles beobachten kann, was sich da so abspielt. Allerdings gehe ich in meiner Heimatstadt in der Nähe von Köln zu jeder Tages- und Nachtzeit überall hin - da kenne ich mich nämlich aus.
Allerdings werden die Leser in diesem Forum immer wieder verunsichert durch unsachliche bzw. tendenziöse Aussagen.
Auch wenn sie, wie in Deinem Beitrag scheinbar sachlich vorgetragen werden. Ich kenne in diesem Forum NIEMANDEN, aber wirklich NIEMANDEN, der das Problem verharmlost, weil er Angst hat, dass dann weniger Besucher kommen. Siehe alleine den Beitrag von Michael, der das Thema in keiner Weise verharmlost. Warum kommen dann von einigen Fomis, dieses Mal von Dir, beim Thema Sicherheit immer wieder diese Behauptungen auf? Ich verstehe das nicht.
Ansonsten "Danke" an alle Teilnehmer für die doch recht sachliche Diskussion. Ich hatte Schlimmeres befürchtet.
Liebe Grüße von der sonnigen Atlantikküste
Gerd
ACAchim_Sch79 Beiträge · seit 200911. Aug. 2010 · #38Hallo Frank,
genau so wie du dich jetzt zu Hause fühlst habe ich mich letztes Jahr vor unserer Reise gefühlt. Ich war vorher noch nie in Afrika (abgesehen vom nördlichen Afriak) und wusste so gar nicht was auf mich zu kommt. Dann habe ich recht viel hier gelesen und natürlich kam immer mal wieder das Thema Sicherheit auf.
Da habe ich auch kurz überlegt, ob es das richtige Ziel ist (obwohl ich das Jahr davor in Südamerika und u.a. Sao Paulo war) und habe mich ein wenig verunsichern lassen. Allerdings als ich dann im Land war, hat sich das ganze nach ganz kurzer Zeit komplett gelegt (zuerst hat man übertrieben gesagt um jede Ecke geguckt, ob dort wer lauert), aber dann habe ich als Afrikaneuling gemerkt, dass es genauso ist wie überall, wenn man sich als Tourist in ärmere Regionen begibt.
Lass dich daher nicht verrückt machen von diesem Thema. Zieh dir die für dich richtig erscheinenden Sicherheitshinweise zu rate, befolge sie und zu 99,9 % wirst du einen wunderschönen Urlaub genießen können.
VG Achim
P.S.: chrigu trifft es mit seinem Posting meiner Meinung genau auf den Kopf. Dieses sollte man meiner Meinung nach bei Sicherheitsthemen immer als ersten Beitrag auf jeder Seite wiederholen!
JUJuliaN183 Beiträge · seit 200911. Aug. 2010 · #39Ich habe mehr oder weniger das ganze Land bereist und mich, mit Ausnahme von Oshakati und Keetmannshoop, nie unwohl bzw. unsicher gefühlt. Lediglich in diesen Städten bin ich vehement angebettelt worden und habe die Hand nicht von meiner Tasche genommen. Bin jetzt häufig im Norden z.B. auf lokalen Märkten mitten "im Getümmel" gewesen. Das war überhaupt kein Problem. Es gab nie eine Situation, die mir unangenehm war.
Gruß Julia
JEjeweller235 Beiträge · seit 200912. Aug. 2010 · #40Hallo Zusammen,
ich wohne 50km oestlich von kapstadt.Um mein grundstueck habe ich einen schmiedeeisenen zaun,nicht aus angst aber es sieht besser aus.Auserdem moechte ich nicht, das nachts jemand vor meinem schlafzimmer-fenster steht,ihr wisst schon warum.Auf die alarmanlage hat die versicherung bestanden,da ich doch gewisse teuere sachen im haus habe.In mein lieblings restaurant wuerde ich gerne zu fuss gehen aber es ist leider zu weit und besoffen kann ich schlecht nach hause laufen.Gott sei dank hat die polizei bei uns um 5uhr feierabend.Natuerlich hat meine frau die letzten 35jahre eine walter ppk in ihrer handtasche,nie gebraucht aber gut geoelt.Ich habe es hier schon oeffter gesagt,wenn ich 46 jahre unbeschaedigt in afrika uberlebt habe,so kann jeder touri,mit ein bischen offenen augen, 3wochen in namibia oder sued-afrika urlaub machen.Angst ist ein schlechter begleiter.
Gruss Hubert