unterkunft swakopmund schrieb:Von unterkunft swakopmund "weltenbummler"
Vorab einmal, ich habe unterschrieben,
und nun zu ein, zwei kleinen Begebenheiten mit Gästen, War mit 2 Damen und einem Herrn vier Tage unterwegs. Naukluft, Cape Cross Brandberg, Erongo, Spitzkoppe, haben weder einen Elefanten (Wüstenelefanten) noch einen Löwen oder Gepard gesehenen . Den Rest der Tierpalette aber schon. sogar die Wüstenpferde. Ich bekam heftige Beschwerden, Auspruch: Man hätte ja nur Kühe gesehen. Zu diesr Zeit Februar 2009 hatte es sehr viel geregnet und natürlich hatten die Tiere im Busch genug Wasser und bestand für diese auch nicht die Notwendigkeit irgendwelche Wasserlöcher aufzusuchen.
Mit einem weiteren, anderem Gast hat uns im Chobe Nationalpark ein mächtiger Elefantenbulle angegriffen. Die Szene ist sehr werwackelt auf einem Video zu sehen. Hier war eine schnelle Flucht mit dem Auto angesagt. Das ist Afrika, mal so, mal so.Und wer nun als Tourist erwartet, dass die Tiere schon hinterm Flughafenzaun stehen, wird enttäuscht Also gehen verschiedene Logdes den Weg der "Tierhaltung" was ich grundsätzlich ablehne. Wilde Tiere haben ihre eigenen Gepflogenheiten,und selbst ein Tourguide,der diese in der Regel kennt hat nicht immer Glück. MFG: von Peter
Peter,
leider muß ich Dir Recht geben. Auch heute wirst Du es nicht schaffen, die Erwartungen der Kundschaft erfüllen zu können. Und leider muß ich dazu sagen, daß mir die Nationalparks inzwischen eher wie Zoo´s vorkommen, die so für die Erwartungen des durchschnittlichen Touristen gestaltet sind mit entsprechender Bestückung und Umsiedlung von Wildtieren.
Nur mal als Beispiel:
Ich kenne die Etoschapfanne noch so, wie sie ursprünglich ohne den Eingriff des Menschen war. Wir haben in den 70igern 6 Jahre in Tsumeb gewohnt und waren jedes 2.-3. Wochenende während der Saison in der Etoschapfanne. Ich bin mehrfach zu Fuß durch den Park. Da gab es noch Ruhezeiten für das Wild, man brauchte ein starkes Tele für gute Tierbilder.
In all den Jahren haben wir höchstens 2-3x Löwen gesehen, Leoparden in freier Wildbahn 1x, Nashörner höchstens mal westlich von Okauquejo. Wild gab es rundum Halali immer recht wenig, aber ein wunderbares sauberes Camp. Nicht weil das Wild nicht da war, sondern weil man die Tiere Wildtiere sein ließ, und nicht überall die Populationen manipulierte um die Touristen glücklich zu machen. Das allerschlimmste sind für mich die seit Unabhängigkeit entfallenen Ruhezeiten für das Wild, weil man die Massenströme an Touristen dort durchleiten wollte des Geldes wegen. Nun haben sich die Tiere so an den Menschenstrom gewöhnt, daß sie keinerlei natürliche Scheu mehr besitzen. Eben, wie im Zoo.
Ich kenne Okauquejo noch mit den Strohgedeckten Hütten und dem großen Wasserloch, die privat betriebenen Restaurants in Namutoni und Halali. Ich habe dann die fortschreitende Entwicklung Richtung Massentourismus gesehen. Seitdem sich nach der Unabhängigkeit zu allem noch das Squattercamp in Namutoni gebildet hat, wo alle sich auch noch am Restaurant bedienen auf Kosten des Staates und der Besucher, genau seitdem war ich als Kind des Landes auch nicht mehr dort. Zu groß ist die Aversion gegen eine solche Entwicklung. Aber das ist wohl der einzige Weg im heutigen Afrika, das Wild für die kommenden Generationen zu erhalten.
Das alles liegt für mich auf der gleichen Ebene wie die Zucht von Raubkatzen, um sie dann völlig pervertiert in einer Verarschungsschau oder auch bewußt durch irgendeinen triggergeilen vermeintlichen Jäger gegen hohe Summen abknallen zu lassen.
Das Wichtigste ist das Foto vor dem aufgerissenen Maul.
Der Ehrencodex eines richtigen Jägers und Hegers würde so etwas nie zulassen.
Manche werden mir vorwerfen, ich sei ein Ewiggestriger. Wenn ich das betrachte, was so abläuft, dann bin ich es gerne.
BadBoy
*Wer einen Fehler begeht und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten! (Konfuzius)