TCtcomThemenstarter14 Beiträge · seit 201007. Juni 2010 · #1Hallo
Hat jemand von Euch von dem Projekt gehört, ein Highway durch die Serengeti zu bauen, ist da was dran?
New Arusha-Musoma Road to route through SerengetiUnter
Facebook wird auch schon darüber gesprochen.
Viele Grüsse
Dominique
schoelink1'933 Beiträge · seit 200708. Juni 2010 · #2
Sign the Petition to stop this!
www.change.org/petitions/view/stop_the_serengeti_highway
Pascalinah2'772 Beiträge · seit 200608. Juni 2010 · #3Hoffentlich wird dieser Wahnsinn noch gestoppt! Aber leider haben Tiere (meistens) keine Lobby. 🙁
Traurige Grüsse
Pascalinah
Nimm dich vor Leuten in Acht, die damit angeben, wer sie sind.
Ein Löwe wird dir nie sagen müssen, dass er ein Löwe ist.
Fotobuch Caprivi/Botswana 2024:
https://www.cewe-community.com/next/example/schwerpunkt-naturparadies-sambesi-region-und-botswana-69955
Fotobuch Kruger National Park 2025:
https://www.cewe-community.com/next/example/kruger-national-park-november-2025-71278
stobi_de325 Beiträge · seit 200608. Juni 2010 · #4Ach ja, eines jener Projekte, was irgendwelche Politiker, Wichtigtuer und Graswachs-Hörer oder Geschäftsleute auf den Tisch werfen, um damit von anderen Projekten abzulenken, um Subventionen anzuzwacken oder um ausländische Investoren dazu zu bringen, in den Ausbau der alten Route zu investieren.
Wenn man bedenkt, daß es in Tansania etwa 1 Jahr dauert, um 10 km Straße zu erzeuern, die dann wieder genau ein Jahr hält, können die Jungs gerne heute anfangen, die Straße zu bauen.
Solange sich China dort nicht engagiert(denen Umweltschutz noch unwichtiger ist als den Afrikanern), um irgendwelche Rohstoffe abzutranspoirtieren, ist nichts zu befürchten.
Die Welt ist zu groß, um immer nur auf Straßen zu fahren
schoelink1'933 Beiträge · seit 200709. Juni 2010 · #5CONSTRUCTION of the Arusha-Musoma highway is now set to start in 2012.
www.dailynews.co.tz/home/?n=9992&cat=home
stobi_de325 Beiträge · seit 200609. Juni 2010 · #6In dem Bericht steht nichts von ausländischer Beteiligung an dem Projekt. Wenn der Bau und die Planung ausschließlich durch Tansania und tansanische Mittel durchgeführt wird (werden soll), ist da nicht zu befürchten, daß das Projekt jemals bis zur Serengeti vordringen wird.
Sollten jedoch ausländische Partner für das Projekt gewonnen werden und Entwicklungshilfegelder fließen, so hilft die Unterschrift auf obenstehender Petition wenig, dann muß Geld gesammelt werden, um die entsprechenden Politiker zu bestechen (da sollte man sich nichts vormachen).
Eine heftig befahrene Straße wird jedenfalls das Ende der Migration bedeuten - aber was solls? Irgendwer wird damit unheimlich Knete machen! Und genau das sollte einem jedem Mann das Wichtigste im Leben sein. 😠
Frank
Die Welt ist zu groß, um immer nur auf Straßen zu fahren
Topobär5'479 Beiträge · seit 200909. Juni 2010 · #7Ich persönlich finde es natürlich auch viel schöner, dass man die Serengeti nur mit 4x4 erreichen kann. War dort auch schon unterwegs, als man Karatu noch nicht auf Asphalt sondern nur auf einer fürchterlichen Piste erreichen konnte.
Gleichzeitig sollte man aber auch die Kirche im Dorf lassen und dem Land auch die notwendigen Infrastrukturverbesserungen zugestehen. Tatsache ist, dass die Verbindung zwischen den beiden wichtigen Städten Arusha und Musoma derzeit eine Katastrophe ist. Kein europäisches Land würde solch einen Zustand akzeptieren. Highway hört sich jetzt gewaltig an, man sollte sich darunter aber keine 4-spurige Autobahn wie in Deutschland vorstellen. Das Ganze wird eher die Ausprägung einer deutschen Landstraße haben, allerdings mit deutlich niedrigerem Verkehrsaufkommen.
Das die Migration unter solch einer Straße leiden wird halte ich für ausgemachten Blödsinn. Gegenüber der Durchquerungen von Mara- und Talek-River ist das überqueren eines 6m breiten Asphaltbandes ein Witz.
Abgesehen davon gibt es weltweit und auch in Afrika jede Menge Nationalparks durch die Asphaltstaßen verlaufen, ohne dass es damit Probleme gibt.
Crazy Zebra3'766 Beiträge · seit 200609. Juni 2010 · #8Hallo,
kann mich den Ausführungen von Topobär anschliessen weil ich es in etwa genau so sehe.
Gruss Kurt
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Joerg3'175 Beiträge · seit 200609. Juni 2010 · #9ein nicht zu unterschaetzender Punkt bei solch einer Strasse ist meiner Meinung nach, wie die Leute fahren und ob es auch erlaubt ist Nachts zu fahren oder nicht.
Im WestCaprivi z.B. werden seit die Strasse geteert ist und dadurch auch Nachts ein wenn auch geringes Verkehrsaufkommen da ist, unverhaeltnissmaessig viel mehr Tiere ueberfahren als vorher. Vorallem die recht seltenen Wildehunde werden ziemlich oft ueberfahren...
Gruss
Joerg
Es gibt NIX, das es nedd gibt
moochi154 Beiträge · seit 201009. Juni 2010 · #10Auf der einen Seite wird die Rückständigkeit in Afrika angeprangert. Auf der anderen schreit man gleich, wenn etwas für den Fortschritt gemacht wird.
Natürlich ist es - für uns - schön, wenn wir die Möglichkeit haben die wilde Weite Afrikas zu entdecken. Aber welcher Afrikaner hat überhaupt die Möglichkeit selbst diese Tiere zu erfahren?
Bei uns wird ja alles gleich abgeknallt (Bruno oder jetzt auch die Wölfe, die sich wieder ausbreiten) was den Leuten nicht passt. Und von den Afrikanern wird erwartet, dass sie es hinnehmen. DAbei hat Afrika flächen,äßig die meisten nationalparks weltweit.
Wir sollten endlich mal mit der Scheinheiligkeit aufhören.
Joerg3'175 Beiträge · seit 200609. Juni 2010 · #11also die oeffentlichen Bussse fahren schon immer direkt durch die Serengetti nach Mwanza
Gruss
Joerg
Es gibt NIX, das es nedd gibt
Tobias499 Beiträge · seit 200609. Juni 2010 · #12Wenn man schon so ein Riesenprojekt in die Hand nimmt, könnte man ja "Unterführungen" oder "Migrationsbrücken" bauen, damit die Tiere eine befahrene Strasse nicht überqueren müssen. Sowas gibt es bei europäischen Autobahnen mittlerweile häufiger, da Wildwechsel auch bei uns für schwere Unfälle sorgt...
Aber daran wird niemand denken...
Crazy Zebra3'766 Beiträge · seit 200609. Juni 2010 · #13Tobias schrieb:Wenn man schon so ein Riesenprojekt in die Hand nimmt, könnte man ja "Unterführungen" oder "Migrationsbrücken" bauen, damit die Tiere eine befahrene Strasse nicht überqueren müssen. Sowas gibt es bei europäischen Autobahnen mittlerweile häufiger, da Wildwechsel auch bei uns für schwere Unfälle sorgt...
Aber daran wird niemand denken...
Hallo Tobias,
der Grundgedanke ist nicht schlecht hat aber schon 2 oder 3 Hacken bezw Unterschiede zu Europa.
Bei uns in CH sind Autobahnen eingezäunt und die Wald- respektive Wildwechselzonen anteilmässig zur Gesamtlänge der Nationalstrassen relativ gering.
Bei diesem «Highway» dürfte das Verkehrsaufkommen eher gering sein, und ob die freie Migration mit dem Risko das Tiere zu schaden kommen oder der Einzäunung (das müsste sein um die Tiere zu leiten) die den Tieren nur noch eine sehr eingeschränte Migration erlauben würde das geringere Übel wäre, ich denke nein.
Was wäre ein sinnvoller Wildwechselqierrungsintervall, 1,5,10,20 oder 50 Km?
50 oder 20 Km wohl eher kaum, und der Rest wohl nicht finanzierbar.
Ich denke entscheidend ist die Linieführung der Strasse wenn es denn etwas nützen würde und die sensibilisierung der Fahrer.
Eine nicht geringe Wirkung hätte zB eine Reduktion des Tempos auf zB 80 Km/h oder tiefer aber das muss dann auch überwacht werden.
Die Probleme sind manigfalltig und sind wohl nicht so einfach zu lösen.
Gruss Kurt
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Tobias499 Beiträge · seit 200609. Juni 2010 · #14Hallo Kurt,
ich weiss, das war ja nur ein Denkanstoss. Man könnte einen kleinen Teil einzäunen, diesen mit einem permanenten Wasserloch versehen, Tiere sind ja Lernfähig.
Ein Tempolimit ist sicher die vernünftigste Variante, neben der, den Highway garnicht zu bauen... Je schlechter die Strasse, um so langsamer das Tempo...
Immerhin lassen sich Wildtiere auch von Siedlungsgebieten innerhalb ihrer Migratioswege nicht abhalten, siehe Arusha-NP, wo es immer wieder zu Schäden in den Bananenplantagen kommt...
Nix für ungut
Tobias
Topobär5'479 Beiträge · seit 200909. Juni 2010 · #15Joerg schrieb:also die oeffentlichen Bussse fahren schon immer direkt durch die Serengetti nach Mwanza
Oder auch mal für ein paar Tage nicht, wenn sich die Piste nach Regenfällen mal wieder in eine Rutschbahn verwandelt hat und die Steigungen am Ngorongoro-Krater unpassierbar sind.
Erika2'338 Beiträge · seit 200709. Juni 2010 · #16Hallo
Es wäre nicht die einzige Teerstrasse in Tanzania, die durch einen Nationalpark führt. Durch den Mikumi NP führt auch eine und zwar ist diese bestimmt mehr frequentiert als diejenige durch die Serengeti.
Auch die Hauptverbindungsstrasse von Nairobi nach Mombasa durchschneidet auf eine grosse Strecke den Tsavo NP. Dort gibt es eine Geschwindigkeitsbeschränkung (ich glaube 60 km/h) und es war die einzige Teerstrasse im Lande, wo ich mich entspannt zurücklehnen konnte, da sich alle daran hielten. Sonst fahren die ja wirklich hirnlos.
Grüessli Erika
Topobär5'479 Beiträge · seit 200909. Juni 2010 · #17Tobias schrieb:Wenn man schon so ein Riesenprojekt in die Hand nimmt, könnte man ja "Unterführungen" oder "Migrationsbrücken" bauen, damit die Tiere eine befahrene Strasse nicht überqueren müssen. Sowas gibt es bei europäischen Autobahnen mittlerweile häufiger, da Wildwechsel auch bei uns für schwere Unfälle sorgt...
Aber daran wird niemand denken...
Deinem Avatar nach zu urteilen bist Du ja schon etwas rumgekommen in der Welt. Umso erstaunter bin ich über diesen weltfremden Vorschlag.
Hast Du auch nur eine ungefähre Vorstellung, was solche Wildbrücken kosten. Das können sich nur reiche mitteleuropäische Länder leisten. Und selbst die würden dort keine bauen, bei einer Verkehrsdichte von unter 50 Fahrzeugen pro Stunde.
Das sinnvollste ist ein Tempolimit von 80 km/h und ein Nachtfahrverbot.
Tobias499 Beiträge · seit 200609. Juni 2010 · #18Ich halte mich nicht für weltfremd, ausser vielleicht, dass ich ans Gute im Menschen glaube...
In meinem zweiten Posting habe ich den Gedanken längst verworfen! Das sollte nur ein Denkanstoss sein. Und wenn man bedenkt, was die Chinesen in diversen afrikanischen Ländern an Geld investieren, muss man nicht über Kosten reden.
Danke trotzdem für den kompetenten Hinweis.
Tobias
Crazy Zebra3'766 Beiträge · seit 200609. Juni 2010 · #19Hallo,
ich denke der Vorschlag von Tobias war eher exemplarisch, manchmal muss man mit extremen Beispielen kommen um einen Denkanstoss zu provozieren.
Ich denke das ein «überwachtes» Temporegime schon sehr viel wirkung zeigen würde.
Auch könnte ich mir vorstellen dieses Tempolimit in den Tiermigrationszeiten noch mehr runter zu setzten also eine saisonale Verschärfung.
Ich kenne jetzt diese Örtlichkeit überhaupt nicht, aber ich gehe davon aus das es eher flache Landschaften sind, so dass der überlegte Kraftfahrer die Gefahren als solche erkennen sollte.
Ich jedenfalls möchte schon aus eigenem Intresse mein Nachtessen nicht überfahren 🤩
Gruss Kurt
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Tobias499 Beiträge · seit 200609. Juni 2010 · #20Endlich einer der mich versteht! Danke Kurt 😉