Harnas Farm? Erfahrungen bitte...

83 Antworten · 120k Aufrufe · gestartet 27. Mai 2010 von schoelink
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135 Beiträge · seit 200927. Aug. 2012 · #61
@steph. Melde Dich an und bild Dir selbst Deine Meinung!
749 Beiträge · seit 200628. Aug. 2012 · #62
hallo an alle .......


meine Erfahrungen sind zu lange her um die derzeitige Situation zu beurteilen.
Wir waren sozusagen kurz nach der Eröffnung dort, da hat es noch an allem
möglichen gefehlt.
Ein zweites mal ca. 2 Jahre später und da haben wir beschlossen : nie wieder !
Aber die Meinungen gehen hier sehr auseinander.
Entweder man mag es oder nicht.

lg wüstenfee
10 Beiträge · seit 201322. Mai 2013 · #63
Ich bin gerade nach einem 14tägigen Aufenthalt von Harnas zurück und brauche noch Zeit und Informationen, um das Gesehene zu verarbeiten und einzuordnen. Was auffällt ist jedoch zwangsläufig die starke Tendenz zur Vermarktung und das Schwinden des Tierschutzgedankens. Warum nimmt eine Farm zahlreiche Löwen auf, ohne die Möglichkeit zu haben, diese auszuwildern? Macht es Sinn 24 Cheetahs in ein Gehege zu stecken - auch hier fehlt der Platz diese auszuwildern. In der kontrollierten Lifeline befinden sich derzeit 3 Cheetahs und 2 heranwachsende Tiere, ausserdem 4 Wildhunde. Löwen, Leoparden und Geparden sind mehr oder weniger depressiv in ihren Gehegen und werden täglich gefüttert und von Touristen begafft und bedrängt. Ich muss gestehen, dass ich mich vorab nicht ausreichend vorbereitet habe. Nun, ich habs gesehen und finde manches an der Arbeit gut, auch wenn der Eindruck entsteht, die Farm sei restlos überfordert mit den Tieren und muss sich mehr und mehr dem Tourismus verschreiben, um den Grundgedanken "Tierschutz" zu finanzieren. Von Seiten der Harnas-Leitung gibt es wenig fundierte Informationen, man soll sich vor Ort ein Bild machen. Für mich als tieraffine Frau ist Harnas Anstoss mich mehr mit wildlebenden Tieren und deren Lebenschancen auseinander zu setzen. Natürlich gab es emotional berührende Momente ... doch für mich steht Tierschutz vor dem Kuschelbefdürfnis und dieser kommt auf Harnas zu kurz bzw. kann der Anspruch nicht wirklich sinnvoll realisiert werden.
8'054 Beiträge · seit 200822. Mai 2013 · #64
Hallo desperata,

Ich möchte mir Harnas nächstes Jahr auch angucken....... 😎

Da ich von Naankuse echt enttäuscht war, habe ich gehofft dass auf Harnas die Arbeit mit den Tieren weniger touristisch verläuft.
In Naankuse haben mir die Tiere echt Leid getan..... 😣

Jetzt frage ich mich echt ob es sich lohnt dort hinzufahren...... 🙄

Es grüsst
Annick
Südafrika 2014 http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/281763-miam-miam-und-mamamia.html Namibia 2014 [http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/283810/-die-frenchies-in-namibia.html] Tansania 2015 [http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285247-tansania-auf-jeden-fall-wieder.html] Uganda/Ruanda 2015 {http://namibia-forum.ch/forum/160-diverses/286948-uga,html} Tanzania 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/288428-rei,html} Südafrika/Simbabwe 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/290185.html} Südafrika Garden Road 2018 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/295032-the-garden-road-ein-bisschen-anders.html Malawi 2018{http://namibia-forum.ch/forum/154-diverses/296097-reisebericht-malawi-august-2018.html}
33,1k Beiträge · seit 200622. Mai 2013 · #65
Hallo Annick,
Da ich von Naankuse echt enttäuscht war, habe ich gehofft dass auf Harnas die Arbeit mit den Tieren weniger touristisch verläuft.
das sind sozusagen die gleichen Leute (Marlice, die Besitzerin von Naankuse ist die Tochter der Besitzer von Harnas) was Harnas und Naankuse angeht. Nun gibt es noch Naankuse Neuras Vinery & Game Farm und Harnas Etosha... das Geschäft brummt...

Viele Grüße
Christian
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zuletzt bearbeitet 22. Mai 2013
1'667 Beiträge · seit 200922. Mai 2013 · #66
Hallo, Desperada

Danke für deinen Bericht.

Ich war 1998 zum ersten Mal auf Harnas. Damals schien mir der Tierschutzgedanke noch im Vordergrund zu stehen.

2005 war ich das zweite Mal dort. Es war deutlich mehr touristisch geworden. Die Gehege fand ich bei den Löwen, Geparden und Wildhunden deutlich überfüllt.
Fragen nach eventuellen Auswilderungen wurden nicht beantwortet, bzw man erhielt eine unfreundliche Abfuhr.
Die Volunteere wurden arbeitsmässig ausgenutzt.
Diese erzählten uns dann auch, dass Löwen auch nach Südafrika verkauft werden, um dort gejagt zu werden, weil Harnas sonst aus allen Nähten platzen würde.
Ich mag mir nicht vorstellen, wie es heute dort aussieht und gehandhabt wird.......

LG Birgitt
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Gast22. Mai 2013 · #67
„Warum nimmt eine Farm zahlreiche Löwen auf, ohne die Möglichkeit zu haben, diese auszuwildern?“ (Desperada). Um sie später an „Jagdfarmen“ zu verkaufen? Im Fernsehen lief vor ein paar Wochen eine Reportage über die „Löwenjagd“ auf SA-Jagdfarmen, in der ebenfalls behauptet wurde, dass dies mehr oder weniger zum Geschäftsmodell diverser Löwenkuschelzoos gehört. Wie schon von Birgitt berichtet: „…erzählten uns dann auch, dass Löwen auch nach Südafrika verkauft werden, um dort gejagt zu werden, weil Harnas sonst aus allen Nähten platzen würde“. Wäre schon krasser Zynismus, idealistische Tierschützer für die Aufzucht beweglicher Ziele für russische Oligarchen zu missbrauchen.
Grüße Werner
zuletzt bearbeitet 23. Mai 2013
10 Beiträge · seit 201322. Mai 2013 · #68
Liebe Annick,

ich kann dir leider deine Frage nicht beantworten, ob Harnas für dich das richtige ist. Als Voluntärin wirst du hauptsächlich mit Handlangerarbeiten beschäftigt, wie z.B. die Futtervorbereitung, hauptsächlich für kleinere Tiere im touristischen Innengelände. Richtiges Arbeiten wie z.B. Wasserlöcher ausheben, Zäune und Gehege bauen, Tierschutz und Tierbehandlung wirst du nicht erleben. Das machen die Festangestellten und die Bushmen. Es gibt einige Voluntäre, die kommen mehrmals, aus welchen Gründen auch immer, vielleicht auch in der Hoffung, so Referenzen für richtiges Arbeiten zu bekommen. So blöd es klingt, vielleicht musst auch du duschen, um nass zu werden und zu wissen, wie es ist nass zu sein. Es gibt in Namibia ja auch noch andere "Tierschutzprojekte" mit Voluntärprogrammen, wie es dort gehandhabt wird, kann ich dir nicht sagen. Es ist ein Erlebnis dort zu sein - gerade für uns Europäer - sind grosse Katzen ein Erlebnis. Wir gehen aber eben auch kritisch an die Sache und diese Kritik wird oft nicht gern gehört, auch wenn man sich offen gibt. Du kannst mir gerne mailen, wenn du konkrete Fragen hast.
10 Beiträge · seit 201322. Mai 2013 · #69
Lieber Werner, ich würde mich über einen Link / Quellenangabe deiner Aussage sehr freuen. Ich möchte mir ein möglichst umfassendes Bild machen, um mir eine fundierte Meinung bilden zu können. Es wäre für mich derart dreist, wenn Harnas Löwen zur Jagd nach Südafrika verkauft und den Menschen mit Tierschutzgedanken die Kohle aus der Tasche zieht.
1'680 Beiträge · seit 200722. Mai 2013 · #70
es geht in dem Beitrag nicht explizit um Harnas, aber bspw um den Lionpark bei Johannesburg - siehe Tagesschau - Vom Streichelzoo zur Jagdtrophäe - jedes Jahr werden rd 1000 Löwen "verwertet" und irgendwo müssen die ja herkommen 😗
lG und bleibt gesund! M@rie M@rie's on the road again - Namibia-Botswana 2012 "Es kommt nicht darauf an, ob du gewinnst oder verlierst, es kommt nur darauf an nicht aufzugeben!" ~ "It always seems impossible until it is done." Nelson Mandela ~
zuletzt bearbeitet 22. Mai 2013
10 Beiträge · seit 201322. Mai 2013 · #71
http://www.tagesschau.de/ausland/loeweninsuedafrika100.html

Hier ein Bericht, der auch sehr deutlich macht, dass es mit Tierschutz nicht weit her ist. Trotzdem bin ich froh, dass ich auf Harnas war, um Erfahrungen zu sammeln und nun so "angefressen" um mich mit der Realität zu beschäftigen. Ich werde auf jeden Fall weiterrecherchieren und direkt vor Ort Fragen stellen. Der im Beitrag vorgestellte Lion-Park ist wohl der von Kevin Richardson, der sich als Löwenflüsterer bezeichnet und seine Arbeit als Aufklärung verkauft. Die Bestie Mensch ist unsagbar grausam ... wie konnte ich nur glauben, dass es diesen Menschen um die Tiere und nicht um Kommerz geht ....
10 Beiträge · seit 201322. Mai 2013 · #72
zwei Menschen ein Gedanke ... ich bin sowas von fassungslos
1'680 Beiträge · seit 200722. Mai 2013 · #73
desperada schrieb:
Die Bestie Mensch ist unsagbar grausam ... wie konnte ich nur glauben, dass es diesen Menschen um die Tiere und nicht um Kommerz geht ....
so lange Menschen insbs Touris eben Löwen streicheln, mit Geparden walken und Co wollen, so lange wird es auch das Verschachern an Jadgfarmen geben ... in Menschenhand aufgezogene Geparden können bspw erst gar nicht ausgewildert werden und Streichel-Löwen werden irgendwann zu gross.... aber so lange "Tierschutz" auf den Fahnen steht *kotz*
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zuletzt bearbeitet 22. Mai 2013
16 Beiträge · seit 201222. Mai 2013 · #74
Interessantes Thema (das mehr auf das Wort "Tierschutz" hinausläuft als auf Harnas im Speziellen).

Ich habe auch einige Folgen der Dokusoap gesehen und vielleicht muss man sich überhaupt erstmal fragen, was "Tierschutz" denn bedeutet und wie dieser umzusetzen ist.

Als Tierarzt bin ich der Meinung: Tierschutz ist vor allem dann Tierschutz, wenn er nachhaltig ist. "Sustainability", das ist das Wort, was für mich an erster Stelle von Tierschutz stehen sollte.

Ich habe Harnas nie live gesehen, aber wenn ich die Eindrücke der Dokusoap richtig verarbeite, drängt sich mir der Eindruck auf, dass Tierschutz hier mit Schutz von Einzeltieren verwechselt wird. Tierschutz hat nichts mit "Tiere streicheln" zu tun. Und Tierschutz hat auch nichts mit der Auswilderung eines Einzeltiers in einen nicht mehr existenten Lebensraum zu tun. Tierschutz hat zahlreiche Baustellen: Sensibilisierung der Bevölkerung, Aufklärungsarbeit, Schutz des Lebensraums. Wieviel Sinn macht es, viel Geld und Zeit in die Wiederauswilderung eines einzelnen Individuums (sei es Löwe, Strauß oder sonst was für ein Tier) zu investieren, statt Geld in Aufklärungsarbeit bei lokalen Farmern, Aufbau von "Raubtier-sicheren" Zäunen oder nachhaltigen Schutz von Farmland vor Elefanten zu investieren.

Letzteres ist allerdings alles andere als attraktriv für freiwillige Touristen. Man fühlt sich nur dann als "Tierschützer", wenn man direkten Kontakt zu den schützenswerten Tieren hatte und mindestens einen Geparden gestreichelt hat.

Leider ist Tierschutz aber sehr viel komplexer und häufig weit weniger attraktiv, als man es als Ideologie-getriebener Tierschützer gerne wahrhaben würde.

Aber: Der Tierschutzaufgabe wird Harnas wenigstens insofern gerecht, als dass viele Menschen im Fernsehen sehen: "Diese Tiere sind es wert, dass man sie schützt. Da muss man was machen..." Und ähnliches leisten auch unsere zoologischen Gärten: Wir schützen nur das, was wir kennen....

Grüße, lycaonpictus.
10 Beiträge · seit 201322. Mai 2013 · #75
Hallo lycaonpictus, danke für deinen Beitrag. Ich finde deine Aussagen und Anregungen sehr konstruktiv und auch die Aussage, wir schützen nur dass, was wir kennen. Und dennoch interessiert es einen Menschen in Düsseldorf, München, London oder Paris wenig, dass Löwen, Geparden und Wildhunde vom Aussterben bedroht sind und ihr Lebensraum täglich schwindet. Die erste Frage, die sich mir stellte, war die: Warum bauen Farmer keine raubtiersicheren Zäune? Nein, die Predator werden einfach abgeknallt. Sofern du Adressen hast, wer sich in Afrika sinnvoll mit Tierschutz beschäftigt, wäre ich dir dankbar wenn du mir diese nennst
33,1k Beiträge · seit 200623. Mai 2013 · #76
Hi zusammen,
Um sie später an „Jagdfarmen“ zu verkaufen?
sicher nicht, denn der Verkauf von Raubkatzen in Namibia (oder auch woanders hin) ist verboten. Ob ähnliche Projekte natürlich in Südafrika Raubkatzen verkaufen, mag ich nicht ausschließen.

Viele Grüße
Christian
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Gast23. Mai 2013 · #77
Danke Christian, also nicht in Namibia, gut zu hören.
Desperada, laut Google muss es dieser Beitrag im „Thema“ im ORF2 am 29.04.13 gewesen sein.
http://tv.orf.at/program/orf2/20130429/617091701/358405
Damit ist er leider nicht mehr in der TV-thek abrufbar. Meistens werden diese Sendungen aber in den üblichen Kanälen mehrfach wiederholt. Ich vermute am 28.05., aber blöderweise wird nur „Thema“ angezeigt bzw. nicht die Beitragstitel. In obigem Link ist auch ein Kontaktlink zur Redaktion. Nachdem es widersprüchliche Meinungen und Berichte gibt (z.B. Christian <> Birgit) würde ich an deiner Stelle Frau Pirker direkt kontaktieren.
Ein (unbekannt) großer Anteil der Löwen von Jagdfarmen landet übrigens als Tigerknochen am TCM-Markt, so wie Nashornhorn. Ist alles sehr lukrativ.
Grüße Werner
1'667 Beiträge · seit 200923. Mai 2013 · #78
Hallo, Werner

Ich hatte meine Information damals von einem Mitarbeiter von Harnas erhalten, und hatte sie erstmal so geglaubt.
Und erst recht, als ich im TV diese Sendung über die Verkäufe und Versteigerungen in SA gesehen hatte.
Ich wusste nicht, dass man selbst innerhalb von Namibia keine Raubkatzen verkaufen darf.

Vielleicht kann Christian uns sagen, woher dann die ganzen Raubkatzen auf den Farmen stammen.
Trotzdem frage ich mich, was Harnas mit all den " überschüssigen " Löwen macht ?

LG
Birgitt
Der Erde eine Stimme geben REISEBERICHT 4 1/2 WOCHEN BOTS UND NAM REISEFOTOS UND KURZER BERICHT: UGANDA IM LAND DER KOCHBANANEN REISEBERICHT : ZIMBABWE - NOVEMBER 2012 REISEBERICHT : ZIMBABWE - NOVEMBER 2013 2014 Griechenland 2015 Austria und Griechenland 2016 Costa Rica und Panama 2017 Bretagne und Griechenland
10 Beiträge · seit 201323. Mai 2013 · #79
Ich habe mit dem Lionspark in Johannesburg Kontakt aufgenommen. Sie sind extrem erstaunt und wollten einen Link, den ich gemailt habe. Ich hoffe Sie werden auf den Link antworten und Stellung nehmen. Ich möchte möglichst viele Informationen sammeln, bevor ich völlig desillussioniert durch die Welt laufe. ... Ich halte euch auf dem Laufenden. Bin auch im Kontakt mit Harnas ... allerdings hat mich mein Aufenthalt dort gelehrt, dass kritischen Fragen aus dem Weg gegangen wird.

Daumen hoch für die namibische Regierung in Sachen Verkauf von Raubkatzen!!! Trotzdem bieten Farmer das Jagen von Raubkatzen gegen eine Abschussgebühr an ...
354 Beiträge · seit 201023. Mai 2013 · #80
desperada schrieb:

Daumen hoch für die namibische Regierung in Sachen Verkauf von Raubkatzen!!! T...
Tja, jetzt brauchen wir nur noch die Menschen dazu, die sich an die Verordnungen/Gesetze halten

Serengeti