Südafrika Nov. 2009 - Mabalingwe/ Kruger / Balule

36 Antworten · 10,7k Aufrufe · gestartet 04. Jan. 2010 von Sanne
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Themenstarter2'462 Beiträge · seit 200622. Juli 2010 · #21
Beim Packen des Autos wurden wir dann von den Südafrikanern von nebenan sehr nett angesprochen. Sie verliehen ihrer Hoffnung Ausdruck, nicht zu laut gewesen zu sein und unser etwas gequältes Lächeln führte zu einem fassungslosen: Aber warum seid Ihr denn nicht vorbeigekommen? Wir hätten uns gefreut, wenn Ihr mitgefeiert hättet.
Nett sind sie ja, die Südafrikaner!! 🙂

Schönster Sonnenschein und Temperaturen über 15 Grad versüßten uns die Fahrt in unser nächstes Restcamp: Olifants. Auf dem Weg dorthin zeigten sich sogar meine Lieblingsantilopen, die Kudus. In all den Jahren und Urlauben hatten wir immer Glück, auch diese majestätischen Tiere zu entdecken und immer wieder freue ich mich wie ein kleines Kind.




Kurz vor Olifants entdeckten wir noch eine unzählige Menge an Geiern und erst im Näherkommen sahen wir, dass sie sich über einen jungen toten Elefanten hermachten. Der Elefant war schon völlig aufgebrochen, natürlich hat Micha auch von solchen Szenen immer Bilder gemacht, aber schön sind sie nicht!

Das Olifants Camp selbst mögen wir eigentlich nicht so gern, aber die Aussicht ist einfach unglaublich schön und dieses Mal hatten wir sogar ein River View Bungalow reservieren können. http://www.sanparks.org/parks/kruger/camps/olifants/default.php



Beim Einchecken kam dann das große unangenehme Erwachen. Entgegen unserer Buchung war für uns kein Bungalow am Flussrand verfügbar, auch wenn eine solche Buchung vorlag. Da alle Bungalows besetzt waren, half alles Zetern nichts – die dort wohnenden Touristen konnte man ja schlecht vor die Tür setzen, außerdem hatten die sicher auch eine entsprechende Buchung. Ich war wahnsinnig enttäuscht und als ich hörte, dass wir auch nur einen mittig gelegenen kleinen Bungalow ohne Küche bekommen konnten, haderte ich echt etwas mit unserem Schicksal! Ich hatte mich so gefreut und nun das! Aber wie immer in Afrika ist alles für etwas gut und man wird immer entschädigt. Wir erhielten eine Leih-Kochausrüstung, kauften im Shop Fleisch, Brot, Wasser und Wein und bezogen unser Hüttchen. Direkt vor unserer Hütte lebte eine Mangustenfamilie, die uns genauso interessiert beobachtete wie wir sie. Das war unglaublich niedlich zu sehen, wie die Lütten über den Platz tobten.
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
Themenstarter2'462 Beiträge · seit 200622. Juli 2010 · #22
Im Camp selbst wurde vor allem am Hauptgebäude und der Terrasse ordentlich gebaut, dennoch kann man immer noch sehr schön dort sitzen und auf den Olifants River schauen. Viel Wasser führte er nicht, dennoch überlegte eine Wasserbockfamilie über 2 Stunden, ob sie eine Querung wagen sollten. Wir haben nach gut 2 Stunden nicht mehr warten wollen, ob sie denn nun endlich von einem Inselchen zum anderen gehen würden, aber am nächsten Morgen waren sie nicht mehr da!
Eine Elefantenkuh mit Jungtier haben wir lange beobachtet. Während sie zielstrebig ihren Weg ging, wollte der „Zwerg“ nicht nur die Welt erkunden, sondern nutzte jeden Stein, jeden Felsen oder Ast für ein kurzes Spiel – und da waren sehr viele Steine, Felsen und Äste. Die Mutter drehte sich immer wieder um, schnaubte manchmal widerwillig und einmal kam sie zurück und schubste ihn an. Tierjunge sind ja immer zauberhaft anzuschauen und diese doch recht riesigen tapsigen Dickhäuter sind da keine Ausnahme.
Wir haben den Tag ruhig bei Wein und Steak ausklingen lassen und da der Tag so schön sonnig und klar gewesen war, zeigten sich auch Mond und Milchstraße. Rundum perfekt!



Tag 9: 19.11.2009 – Donnerstag
Ein eigenartiges Tröppelgeräusch weckte uns und es dauerte eine Weile, bis wir begriffen, dass es regnete. Langsam wurden wir etwas ungehalten, Regen hatten wir nicht bestellt, auch nicht in dieser tagelangen Ausdauer und schon gar nicht wollten wir uns mit den Temperaturen (Auto sagt 12 Grad) abfinden. Aber was willste machen? Also Auto packen, auschecken, losfahren – Tiere gucken! Für schönes Wetter kann man auch nach Mallorca fahren – wie sagen wir immer? Kannst Du die Umstände nicht ändern, änder Deine Einstellung… diese ganzen Sinnsprüche auf irgendwelchen Management-Folien sind doch für etwas gut; wir hatten häufig daran gezweifelt! 🙂

Anfangs war unsere „Ausbeute“ so trostlos wie das Wetter. Und wir erinnerten uns an einen weiteren sinnigen Spruch: Nur weil Du die Tiere nicht siehst, heißt das nicht, sie sind nicht da! Ein bisschen überbrückten wir die Zeit mit der Suche nach weiteren Bauernweisheiten und Managementphrasen, als Micha eine Vollbremsung machte und wir Michas Lieblingskatze erblickten. Direkt neben der Straße stand sie und schaute uns an: LEOPARDIN!!!! Mit meiner Videokamera hatte ich mehr Glück und konnte ihre Wanderung durch den Busch und ihr schnelles Verschwinden Filmen – Micha hatte seine Digitalkamera zwar griffbereit auf dem Schoß, aber es gelang dann doch nur ein „Leopardenschwanz vor Busch“-Bild!

Es ist immer wieder ein unglaubliches Erlebnis, Katzen selbst zu entdecken oder sich von ihnen entdecken zu lassen – wie schnell sie auf einmal auftauchen und wie superschnell sie wieder verschwunden sind. Es war ein wunderbares Glücksgefühl, die Leopardin gesehen zu haben und wir sind immer wieder auch ein bisschen überrascht, dass dieses Glücksgefühl immer wieder gleich intensiv ist – trotz all der Jahre der Tierpirsch. In diesem Moment sagte ich zu meinem Mann: vielleicht sehen wir ja auch irgendwann mal Geparde, das wäre toll – dafür waren wir eigentlich vor allem nach Kruger Nord gefahren. Und was antwortet mein toller Mann: Okay, Sanne – dann fahren wir halt nach Botswana, so wie Du wolltest, aber sieh zu, dass wir auch wirklich Geparden in freier Wildbahn sehen…. Naja, von dieser Reise im April 2010 berichte ich an anderer Stelle!

"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
Themenstarter2'462 Beiträge · seit 200622. Juli 2010 · #23
Wir sind gemächlich zum Talamati Bush Camp, unserem letzten Camp im Kruger Park gefahren. Wir hatten keine Eile, genossen einfach die Landschaft und das bereits Gesehene. http://www.sanparks.org/parks/kruger/camps/talamati/tourism/accommodation.php

Auf dem Weg passierten wir noch einige Elefantenbullen, die sich offenbar am Dauerregen erfreuten und mal ein bisschen die Muskeln spielen lassen wollten. Ihre Hahnenkämpfe aus sicherer Entfernung zu bestaunen, war eine echt schöne Erfahrung und auch der Regen tat dem keinen Abbruch. Die Niederschläge wechselten zwischen Stark- und Nieselregen. Wir fanden uns langsam damit ab, dass dies wohl ein sehr verregneter Afrika-Urlaub werden würde – hatten wir so auch noch nie!

Eine Überraschung hatte der Tag dann doch noch für uns vorbereitet. Auf asphaltierter Straße erblickten wir erst zig Autos (wo waren die die letzten Tage wohl gewesen?) und dann eine Nashorn-Familie mit einem sehr unruhigen Bullen, der seine Familie stets im Blick hatte und die Autos misstrauisch musterte.
Leider mussten wir dann feststellen, dass mancher Touri für das ultimativ schöne und nahe Bild sich rücksichtslos nach vorne drängelte, die Tiere verunsicherte und uns zunehmend verärgerte. Ich werde nie verstehen, wieso man so viel Geld in Objektive und teure Kameras investiert, um dann doch davon überzeugt zu sein, nur Bilder aus zwei Metern Entfernung wären das Nonplusultra.



Der Bulle stellte sich dann auch erwartungsgemäß zwischen Autos und seine Familie und wirkte alles andere als sehr angetan. Hektisches Rückwärtsfahren der anfangs so mutigen Touristen und aufheulende Motoren verärgerten das Nashorn dann vollständig. Die Familie verließ die Fahrbahn und wartete 5 Meter entfernt ab. Wir hatten Glück und freie Sicht, aber die Tiere taten uns leid. Gott sei Dank fuhren immer mehr Fahrzeuge weiter und am Ende waren wir mit den Nashörnern ganz allein – das war unglaublich schön, in dieser Stille diese kolossalen Tieren bestaunen zu können.



Aufgrund des Regens haben wir uns – in Talamati angekommen – erstmalig in unserer Afrika-„Geschichte“ entschieden, die Küche zu benutzen und den Grill nicht mehr anzuwerfen. Es war einfach auch zu kalt. Die Bush Camps haben uns bei dieser Reise hinsichtlich Sauberkeit nicht überzeugt, auch wenn die Lage immer wunderschön war. Das nächste Mal, und das kommt sicher!, werden wir uns so leichte Schlafsäcke mitnehmen, dann müssen wir zur inneren Desinfizierung auch nicht mehr so viel Captain Morgans trinken.

Wir haben unsere Vorräte soweit möglich aufgebraucht und die Dinge, die wir nicht mehr benötigten (Grillutensilien, Korkenzieher, Kleidung) am nächsten Tag beim Auschecken den netten Damen vom House Keeping angeboten, die sich scheinbar auch sehr gefreut haben. Mit deutlich leichterem Gepäck verließen wir Talamati, wollten noch entspannt bis zum Orpen Gate fahren und dann Kruger für dieses Mal verlassen. Die letzten beiden Nächte hatten wir im Balule Private Game Reserve in der Pondoro Game Lodge gebucht.

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181 Beiträge · seit 200822. Juli 2010 · #24
Hallo Sanne,

habe deinen Bericht natürlich gleich verschlungen. Wirklich verwunderlich das es im November so kalt war. Auch wir hatten an unserem Ankunftstag im Krüger Regen (im Oktober), aber wie du schon so schön sagtest: Don't challenge the settings !!! Dieser Spruch hat uns auf so manchem Trip geholfen und uns auf den rechten Weg gebracht. Sie sind also doch zu was nutze, die netten Sprüche.
Gruß Karin Tourists bring back souvenirs ... travellers bring back stories
Themenstarter2'462 Beiträge · seit 200622. Juli 2010 · #25
Tag 10 und 11: 20.+21.11.2009 – Freitag und Samstag
Bei Ankunft in der Pondoro Game Lodge http://www.pondoro.co.za/index2.html schien kurz die Sonne und unser Rundgang von Lapa, Pool und unserer Unterkunft zeigte uns, so schlecht hatten wir es nicht getroffen.
Unsere Earth Suite http://www.pondoro.co.za/acc_lux_earth.html war wunderschön, sehr geräumig, mit tollem Extra-Sitzplatz in einem riesigen Zimmer. Zimmer trifft es gar nicht richtig, muss man wohl gesehen haben. Einziger Wehrmutstropfen war die nicht überdachte eigene Terrasse, die wir leider zunächst nicht nutzen konnten, da es wieder stark zu regnen begonnen hatte.
Das Essen in der Lodge war ausgezeichnet und zu unserem Lunch gesellten sich sehr netten Skandinavier. Ein weiteres südafrikanisches Paar komplettierte die gesamte Gästeschar für die nächsten Tage. Von den Südafrikanern lernten wir, dass ein Sturm über Durban für diese wirklich völlig untypische lange Zeit an Regen verantwortlich war und dass bislang angeblich noch nie eine Regenfront länger als 10 Tage angedauert hätte. Hoffnung war also vorhanden! 

Da der Game Drive am Nachmittag aufgrund der Wetterbedingungen und zahlreicher überfluteter Wege ausfiel, widmeten sich die weiblichen Gäste dem Wellnessprogramm. Sehr nett, sehr empfehlenswert für Schlechtwetter-Tage.







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Themenstarter2'462 Beiträge · seit 200622. Juli 2010 · #26
Das Abendessen war ausgezeichnet, der Wein sehr gut und wir hatten mit unseren Tischnachbarn wirklich das große Los gezogen. Die Skandinavier waren in Durban gestartet und hatten wie wir sehr viel Regen gehabt, waren aber begeisterte Südafrika-Reisende und so quatschten wir die halbe Nacht. Es war unwahrscheinlich, dass am nächsten Tag der Morning Drive würde stattfinden können, also würden wir auch nicht um 5 Uhr geweckt werden – da kann man dann auch schon mal etwas länger aufbleiben.
Wie erwartet regnete es morgens immer noch, aber unser Guide war überzeugt, das wäre bald vorbei – wir Touristen glaubten ihm kein Wort! Doch um 10 Uhr riss es auf, die Sonne brach durch, es wurde affig heiß. Dann ging alles sehr schnell; wir wurden informiert, dass wenn wir wollten, man in 5 Minuten aufbrechen könne – natürlich wollten wir!

Die Tiersichtungen waren fast ein bisschen zweitrangig, in der Wärme mit der Sonne im Gesicht, auf dem offenen Jeep sitzend durch die Gegend zu fahren, war wunderschön, die Aussicht und die Landschaft waren spektakulär. Balule Private Game Reserve hat uns sehr gut gefallen, ist noch nicht ganz so hochpreisig wie Timbavati und Co., hat dafür aber vielleicht auch noch etwas Nachholbedarf hinsichtlich der Erfahrung der Guides. In den folgenden drei Game Drives fuhren wir uns zweimal so fest, dass andere Fahrzeuge uns rausziehen mussten und unser Guide war zwar nett, aber offenbar noch nicht sehr geübt.

Begeistert waren wir natürlich, als andere Guides ein Löwenrudel von etwa 20 Tieren gesichtet haben sollten und wir kurzfristig unsere Route dem anpassten. Wir haben einen Teil der Gruppe auch gesehen; die Guides waren alle etwas unsicher, weil keiner so genau wusste, wo die anderen Tiere sich wohl aufhielten. Wir als Touristen machten uns darüber weniger Sorgen und erfreuten uns an zum Beispiel diesen beiden…





Allerdings haben wir uns auf dem Rückweg so festgefahren, dass ein Fortkommen ohne fremde Hilfe abwegig war. 150 Meter von uns entfernt, saß eine andere Gruppe inkl. Guides fest. Unser Guide bat uns, dass Fahrzeug zu verlassen und zur anderen Gruppe zu laufen - uns war mulmig. Aussteigen? Wir waren doch höchtens 3-Autominuten von den Löwen entfernt, von denen die Guides offenbar nicht wussten, wo sich alle Tiere aufhielten. Naja, die Männer mit mehr Mut, die Damen mit mehr Vorsicht - so stiegen wir ab und gingen zügig zum anderen Jeep. Ich habe noch nie so viel Schiss gehabt, wie in dem Moment als wir zwar in der Ferne, aber gefühlt neben uns, Löwen auftauchen sahen. Unsere Fahrzeuge waren in einer kleineren Senke und oberhalb davon sahen wir die Silhouette. Unsere Gruppe ging jetzt schnell, es waren auch nicht mehr viele Meter, aber mir haben die Beine gezittert, als ich mich auf den Jeep schwang.

Einige Minuten später beobachteten wir, wie vier weibliche Löwen genau den Weg langliefen, den wir kurz zuvor zu Fuß passiert hatten. Nicht mal die mutigen Kerle im Auto waren jetzt noch besonders redselig, wir hatten irgendwie alle einen Kloß im Hals...
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zuletzt bearbeitet 22. Juli 2010
Themenstarter2'462 Beiträge · seit 200622. Juli 2010 · #27
Als uns eine halbe Stunde später deutlich vertrauenerweckendere, weil erfahrener aussehende Guides einer Nachbarlodge zu unserem zwischenzeitlich geborgenen Fahrzeug zurückfuhren, waren wir wohl alle sehr erleichtert. Den Schnaps an der Bar hatten wir uns unserer Meinung nach alle redlich verdient.

Wir haben lange darüber diskutiert, wie man sich wohl in einer solchen Ausnahmesituation bei einem Angriff verhalten würde – ob man sich dann selbst der nächste ist und hofft, als erster das „rettende“ Fahrzeug erklommen zu haben? Wir haben uns in der unsrigen Situation ja nicht vollkommen ausgeliefert gefühlt, wir hatten Guides mit Waffen, die Löwen waren wirklich weit weg und dennoch hatten wir alle gespürt, wie so ein ganz bestimmtes Gefühl hochkommt: Überlebenswille – lieber ich als der!

Nach dieser Erfahrung konnten der Nachmittags-Game-Drive und der vom nächsten Morgen nur schwer mithalten, aber aufgrund des jetzt wirklich tollen Wetters waren beide wunderschön. Zum Abschluss unserer Reise wurden wir noch einmal mit Sonnenuntergang, Farbspielen, Milchstraße und Mond verwöhnt. Wir haben abends noch lange in die Dunkelheit gestarrt und Pläne für Botswana in 2010 geschmiedet – irgendwie bleibts bei uns immer bei diesem Kreislauf: Afrika planen – Afrika bereisen – nicht abreisen, bevor die nächste Reise nicht in Grundzügen geplant ist! 😉



"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
Themenstarter2'462 Beiträge · seit 200622. Juli 2010 · #28
Highlights in Kürze / was bleibt:
1. Virgin Atlantic Flug: Service und Platz in der Business Class sind spitze
2. Coach House, Tzaneen: sehr schöne Zimmer und extra-tolles Essen
3. Sirheni Bush Camp: die Lage ist einzigartig, deshalb kommen wir wieder!
4. Neugierige Hyänenjunge beim Spielen mit unseren Autoreifen
5. Ein wahrlich kurzes Intermezzo mit der Leopardin
6. Earth Suite in der Pondoro Game Lodge
7. Zustimmung meines Mannes zu Botswana im April 2010

Nur mit Ach und Krach habe ich zwischen Schlafen und Essen es geschafft, den Rest von „Der Solist“ mit Robert Downey Jr. im Flieger anzuschauen. Gelohnt hat es sich aber allemal.

Südafrika hat sich wettertechnisch nicht von seiner Schokoladen-Seite gezeigt, muss uns vielleicht aber auch nicht mehr soo beeindrucken. Es war wie in der Vergangenheit wunderschön, einzigartig, beeindruckend und immer wieder neu und anders.

Ich hatte nicht geglaubt, dass so viel Regen in Südafrika möglich wäre und auch nicht, dass ich mich für die Südafrikaner darüber freuen könnte, während ich mir gleichzeitig klaren Himmel wünschte 😊

Unsere Afrika-Verrücktheit wandelt sich. Die Abstände zwischen den Reisen müssen jetzt überschaubar und zunehmend kürzer sein. Eine Kontrolle über unsere Sucht halte ich zunehmend für ausgeschlossen.

Während unserer Reise im November 2009 planten wir bereits grob Botswana 2010, aber eigentlich schon wissend, dass Kruger Nord uns in 2010 auch noch mal sieht.

Lieben Dank an alle fürs geduldige Warten und Motivieren und natürlich fürs Lesen! 😉 Hoffentlich konnte ich ein wenig vermitteln, warum wir immer wieder nach Afrika fahren und was uns daran reizt!


Viele Grüße
Susanne Genswein
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
2'460 Beiträge · seit 200623. Juli 2010 · #30
Hallo Susanne,
es hat mich gefreut, die Fortsetzung deines Reiseberichts zu lesen, auch wenn ich es lieber beim Forumstreffen von dir persönlich geschildert bekommen hätte (eventuell sogar mit Fotos?), aber nun waren wir leider verhindert. Mit dem Wetter hattet ihr ja wirklich Pech, nicht nur mit dem Regen sondern auch mit den kühlen Temperaturen. Mit letzterem hätte ich nun nicht unbedingt im November gerechnet. Lamentieren hilft ja nichts, man muss es nehmen, wie es kommt. Schön finde ich, dass dein Mann inzwischen auch vom Afrikavirus befallen wurde. Ich kann mich an die ersten Forentreffen erinnern, wo es ihn noch nicht ganz so dahin gezogen hat und ihr eine USA-Reise geplant hattet 😎 .
Da ihr anscheinend viel gefilmt habt, gibt es dann irgendwann einen Film?
Würde mich freuen, demnächst von eurer Botswana-Reise zu lesen und beim nächsten Forumstreffen wirst du sicher von eurer SA-Reise im September erzählen.
Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD
4'528 Beiträge · seit 200724. Juli 2010 · #31
Hallo Susanne,

vielen Dank, ich habe Deinen Bericht mit viel Vergnügen gelesen.
Auch uns hat der einsame Norden des Krüger wegen der Einsamkeit und der urigen Vegetation gut gefallen.

Die gleichen Erfahrungen wie ihr haben wir in Sirheni gemacht.
Welche Tour wollt Ihr denn in Botswana machen ?

Viele Grüße
Carsten
Profilseite mit 28 Reiseberichten südliches Afrika sowie Kenia, Bangkok Kambodscha, Marokko und Lofoten Vesteralen
Themenstarter2'462 Beiträge · seit 200628. Juli 2010 · #32
Hallo Carsten,

mein Bericht für unseren Aufenthalt in Botswana (April 2010) ist in Arbeit und ich gebe mir alle Mühe, dass es dieses Mal nicht ganz so lange dauert. Folgende Route hatten wir in Botswana:

a) Einreise in Simbabwe/ Weiterfahrt nach Sambia; Unterkunft in Sambia: Riverside Club

b) Chobe: Unterkunft Muchenje Lodge

c) Savuti Channel: Unterkunft Savuti Safari Lodge

d) Moremi: Unterkunft Little Kwara Camp

e) Central Kalahari: Unterkunft Tau Pan Camp

Aber soviel kann ich schon mal sagen: Es war superschön!!

@chrissie: Beide Filme (Südafrika und Botswana) sind noch im Rohzustand. Da hier viele so tolle Filme erstellt haben, muss ich echt noch viel arbeiten, um nicht völlig aus der Norm zu fallen... 😉
Ja, es war schade, dass wir uns nicht gesehen haben - ich hatte mich schon so gefreut, mit Euch (unter anderem 🙂 ) über Pro und Contra Eurer Botswana-Reise zu sprechen. Wir waren in Botswana ja sehr "betüttelt" und es hätte mich interessiert, wie Ihr das mit Eurer "Reiseart" so empfunden habt.
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
1'182 Beiträge · seit 200628. Juli 2010 · #33
Hallo Sanne,

ein sehr schöner Bericht, den ich gern mit großem Interesse gelesen habe. Vielen Dank dafür.

Deine Beurteilungen - soweit ich das kann - teile ich weitestgehend. Insbesondere das Coach Hours finde ich auch ganz hervorragend - vor allem wegen der Aussicht und der guten Küche. Überrascht bin ich allerdings von deiner Einschätzung der Virgin Atlantic. Wir hatten Anfang des Jahres das Vergnügen, das es für uns nicht wirklich war. Schön, die Lounch in London ist wirklich toll. Aber die Sitze und die Anordnung der Sitze hat uns überhaupt nicht gefallen. Wir fühlten uns wie Ölsardinen. Wir werden zukünftig wieder mit SA, BA (ist schon für 1/11 gebucht) oder Emirates fliegen, weil uns die flat beds weitaus besser gefallen.

Beste Grüße,
Bernd
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Themenstarter2'462 Beiträge · seit 200628. Juli 2010 · #34
Bernd schrieb:
Hallo Sanne,

Überrascht bin ich allerdings von deiner Einschätzung der Virgin Atlantic. Wir hatten Anfang des Jahres das Vergnügen, das es für uns nicht wirklich war. Schön, die Lounch in London ist wirklich toll. Aber die Sitze und die Anordnung der Sitze hat uns überhaupt nicht gefallen. Wir fühlten uns wie Ölsardinen. Wir werden zukünftig wieder mit SA, BA (ist schon für 1/11 gebucht) oder Emirates fliegen, weil uns die flat beds weitaus besser gefallen.

Beste Grüße,
Bernd
Hallo Bernd,
wir waren eigentlich durchaus überzeugt vom Preis-Leistungsverhältnis bei Virgin Atlantic. Sie waren deutlich preiswerter als SA, Lufthansa oder BA (Emirates kennen wir nicht) und man liegt halt komplett flach (im Gegensatz zu Air Namibia). Sicher sind die Sitze recht schmal und ein nettes Gespräch beim Essen ist über die Trennwände auch nicht so einfach zu führen. Allerdings muss ich gestehen, dass wir immer zügig essen, zwei Glas Wein trinken und dann schlafen 😉 Daher ist für mich nur wichtig, komplett liegen zu können, eine richtige Decke und einen guten Weißwein zu haben 🙂

Mit welcher Linie fliegt Ihr im Januar?

Viele Grüße
Sanne
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1'182 Beiträge · seit 200628. Juli 2010 · #35
Hallo Sanne,

ich habe auch nur die Carrier genannt, die 180° flat beds haben: SA, BA und Emirates - im Gegensatz zur Lufthansa, die nur 150° ´(glaube ich) beds hat. Wir fliegen in 1/11 nun wieder mit BA (Hmb/Ldn/Jo´burg). Du hast es auch gesagt, man kann sich bei Virgin schlecht unterhalten - das ist bei den anderen auch besser. Und die Preise sind ähnlich, wenn man ein günstiges Angebot abwartet (wir zahlen € 5.300 für 2 Pers.).

Beste Grüße,
Bernd
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Themenstarter2'462 Beiträge · seit 200628. Juli 2010 · #36
Ja, ganz sicher könnte die Anordnung der Sitze echt besser sein. Aber wie gesagt, da sind wir nicht lange genug wach, um uns ausgiebig zu unterhalten 🙂

Wir haben jetzt bei unsere Reise letztes Jahr für zwei Personen 4.600 Euro gezahlt - dieses Jahr im September knapp 5.000 Euro.

5.300 ist aber wirklich sehr günstig, da werden wir nächstes Mal bei BA versuchen, dranzukommen...

SAA wurde bei uns bereits zweimal "operated by Lufthansa" und dann gabs natürlich die nicht ganz flachen Betten.

Aber nachdem wir die Businessclass bei Air Namibia hatten, ist das echt Jammern auf hohem Niveau 😊
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1'182 Beiträge · seit 200628. Juli 2010 · #37
Hallo Sanne,

weil das hier nicht unbedingt zum Thema gehört, habe ich Dir eine PM geschickt, wenn es mir denn technisch gelungen ist.
Wenn nicht, melde Dich bitte.

Gruß,
Bernd
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