Östliches SAF oder Kalahari + Nam in 2-3/10?

6 Antworten · 2'475 Aufrufe · gestartet 12. Nov. 2009 von DocHoliday
Antworten
Themenstarter272 Beiträge · seit 200812. Nov. 2009 · #1
Ich habe mir im September in Namibia eine richtig gemeine Infektion mit dem Afrika-Virus eingefangen und bin auf der Suche nach einer Kur. Der Reisebericht von der letzten Tour läuft noch und ich plane schon wieder.

Eigentlich hatte ich im Kopf, im September 2010 das östliche Südafrika zu besuchen. Ich dachte an 4 Wochen Johannesburg - Pilanesberg - Tulli Block - Krüger - Blyde River Canyon - Swaziland - Ithala - Umfozoli - St. Lucia - Drakensberge - Johannesburg.

Leider hat sich bei unserer Urlaubsbesprechung diese Woche herausgestellt, dass drei von 5 Kollegen im September weg wollen und ich habe bei der "Verlosung" verloren. Jetzt bleibt aufgrund diverser anderer Termin nur der Zeitraum Februar/März 2010 (etwa 19.2. bis 20.3.).

Eine Alternative zu der oben genannten Tour wäre eine Vertiefung/Ergänzung der diesjährigen Namibia-Tour erneut mit Kgalagadi NP (soll ja um diese Zeit sehr schön sein) und Etosha NP als Schwerpunkte.

Ich könnte mir etwa folgende Eckpunkte vorstellen:

WDH - Mariental (Bagatelle oder Anib Lodge) - KTP - Augrabies Falls - Namaqualand NP - Fish River Canyon - Tirasberge - Spitzkoppe - Sesfontein (Ausflug zu den Himba) - Etosha - WDH.

Was wäre um diese Jahreszeit die bessere Alternative? Hitze mach mir nichts, ich will nur nicht wegen gesperrter/überfluteter Straßen dauernd die geplante Route über den Haufen werfen müssen.

Ein Schwerpunkt soll wieder Wildlife sein. Im KTP wäre die Zeit lt. Reiseführer sehr gut. Wie sieht es im Etosha aus? Wie im Krüger und den anderen Parks/Game Reserves in SAF. Wie ist das Wetter um die Zeit in den Drakensbergen? Studiere schon fleißig das Forum und diverse Reiseführer aber irgendwie kann ich mich nicht entscheiden.

Geplant ist, mit 4WD-Camper unterwegs zu sein (Trax/Discoverer X oder Hilux mit Dachzelt) mit der einen oder anderen Lodge zwischendurch. Ich fahre alleine.

Fragen über Fragen!
Ich wäre für Tips und Entscheidungshilfen sehr dankbar. Die Zeit wird ja schon langsam knapp und ich muss bald buchen. Apropos: Muss ich um diese Zeit vorbuchen oder kann ich es auch riskieren, einfach drauflos zu fahren.
Gruß Dirk
2'338 Beiträge · seit 200712. Nov. 2009 · #2
Hallo Doc

Du hast einen so tollen Bericht ins Forum gestellt, dass ich Dir als Dank auf Deine Fragen mit unseren Erfahrungen antworten möchte:

Also wir reisen seit Jahren immer von anfangs Dezember bis Ende März im südlichen Afrika rum. Es ist zwar Regenzeit, aber das ist eigentlich der einzige Nachteil. Die Vorteile überwiegen. Es ist länger hell, es ist angenehm warm , die Landschaft ist wunderbar grün und in der Zeit, die Du ausgesucht hast, musst Du wirklich nirgends vorbuchen, da keine Schulferien sind und sehr wenig Ueberseetouristen unterwegs sind. Du bist viel flexibler und kannst gegebenenfalls kurzfristig einfach die Route ändern.

Gewisse Einschränkungen kann es (muss aber nicht) im Kaokoveld geben, wenn es dort gut geregnet hat, aber die sind meistens von kurzer Dauer. Das Namaquland ist dann leider nicht in Blüte, aber als Alternative würde sich ein Abstecher ins Richtersveld allenfalls lohnen (um die Jahreszeit garantiert kein Regen).

In der Regel kann man alle von Dir gewünschten Ziele problemlos anfahren, sei es in Namibia oder Südafrika. Es regnet zwar ab und zu aber meistens nicht lange und selten den ganzen Tag lang. Klar gibt es mal Ausnahmeregenjahre, aber die sind selten. Wir waren in all den Jahren (seit 1991 jedes Jahr 4 Monate) nur einmal wirklich stark behindert, als im Jahr 2000 die Sintflut kam und halb Südafrika und Mosambik unter Wasser stand. Damals mussten wir riesige Umwege machen, da viele Strassen gar nicht mehr existierten. Im Krügerpark, welchen wir damals gerade noch mit viel Glück um letzten Moment verlassen konnten, wurden später an einigen Flüssen Marken von damaligen Hochwasser gesetzt, und wenn man das heute anschaut, kann man es immer noch kaum fassen, wie hoch die Fluten waren.

Das sind nun unsere Erfahrungen, aber entscheiden musst Du selbst. Ich wünsche Dir einen ganz tollen, erlebnisreichen Aufenthalt und freue mich jetzt schon auf Deinen Bericht.

Grüessli aus der trüben Schweiz (nur noch 22 Tage!)

Erika
Meine Reiseberichte: 1971: Mit dem VW-Bus von Kapstadt bis Mombasa http://www.namibia-forum.ch/forum/132-reiseziele-tipps/197270-unterwegs-in-den-1970er-jahren.html?start=120 2013: Durch den wilden Westen Tansanias (Am Anfang war die Hülle) http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/278559-am-anfang-war-die-huelle.htm 2013: Nordmosambik, mal schön - mal hässlich + ein Stück Südtansania http://www.namibia-forum.ch/forum/150-diverses/279223-reisebericht-nordmosambik-mal-schoen-mal-haesslich.html 2014: Auf bekannten und unbekannten Pfaden durch Tansania http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282862-auf-bekannten-unbekannten-pfaden-durch-tansania.html 2015: Eine Reise wird zum Alptraum/Kenia http://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/285693-eine-reise-wird-zum-alptraum.html
Themenstarter272 Beiträge · seit 200812. Nov. 2009 · #3
Hallo Erika, danke für Deine Infos.

Klingt ja schon mal alles nicht schlecht, hilft mir aber bei der Entscheidungsfindung nicht wirklich weiter 😉
Gruß Dirk
zuletzt bearbeitet 12. Nov. 2009
104 Beiträge · seit 200812. Nov. 2009 · #4
Hi!
Davon ausgehend, dass die Flut letztes Jahr eine absolute Ausnahme war und mit ähnlichem nächstes Jahr nicht zu rechnen ist, lautet meine Empfehlung:
informier Dich mal über Botsuana und schau, ob Dir das nicht eher gefallen könnte...
Camping im Etosha fand ich eher nicht sooo schön, das wahre Afrika waren da schon eher Linyanti (ich kann mir immer nicht merken, wo i und y hinkommen) oder Savuti.
Dort zu campen war richtig -entschuldige die ordinäre Sprache- geil!
Ab und nach Windhoek mit einem Hestermobil ist eine solche Reise auch absolut bezahlbar.
So, weiterhelfen bei einer Entscheidung zwischen A und B tut so ein Vorschlag C auch nicht wirklich. Dennoch meine eindutige Empfehlung für alle, die Campen wollen und Freiheit suchen.
Gruß Sven
Meine Reiseseite Namibsand.de mit Reiseberichten, dem Afrika-ABC, einer Tierdatenbank und einer Menge Tipps und Trick zu Reisen nach Namibia und Südafrika
Themenstarter272 Beiträge · seit 200812. Nov. 2009 · #5
Na prima!

Eigentlich hatte ich Botswana schon wieder aus meinen Überlegungen gestrichen. Reizt mich natürlich auch sehr. Ich sehe schon, Ihr wollt mir die Entscheidung gar nicht abnehmen, sondern sie noch schwerer machen. 😉
Gruß Dirk
781 Beiträge · seit 200712. Nov. 2009 · #6
DocHoliday schrieb:
Ich könnte mir etwa folgende Eckpunkte vorstellen:

WDH - Mariental (Bagatelle oder Anib Lodge) - KTP - Augrabies Falls - Namaqualand NP - Fish River Canyon - Tirasberge - Spitzkoppe - Sesfontein (Ausflug zu den Himba) - Etosha - WDH.


Ein Schwerpunkt soll wieder Wildlife sein.
Hallo Dirk,

wenn Du mit Wildlife viele Tiersichtungen meinst, bist Du im KTP natürlich goldrichtig, nicht jedoch bei den Augrabies Falls (da haben wir im September nur Milliarden kleiner Fliegen und ein paar Dassies gesehen), im Namaqualand, beim Fish River Canyon, in den Tirasbergen und bei der Spitzkoppe. Landschaftlich ist es dort allerdings überall sehr schön! Die Namaqualand-Parks würde ich allerdings außerhalb der Blütezeit (etwa Sept./Okt.) auch landschaftlich mangels Attraktivität nicht empfehlen.

Liebe Grüße,
Antje

PS: Vielen Dank für Deinen wunderbaren Reisebericht!!!
2'167 Beiträge · seit 200913. Nov. 2009 · #7
Hallo Doc,

Februar ist der regenreichste Monat im oestliche SA, was natuerlich nicht heisst dass es andauernd regnet. Frueher waren das taegliche mehr oder weniger heftige Nachmittags gewitter die so schnell wieder vorbei waren, wie sie kamen. Leider ist das in den letzten Jahren nicht mehr so zuverlaessig voraussagbar, aber ein Februar wie im Jahre 2000 (siehe oben) wird sich wohl nicht so schnell wiederholen.

Vorteil: alles ist sehr gruen, was aber wiederum ein Nachteil sein kann in den Game Parks (Sicht), und die Tiere sind nicht auf die zugaenglichen Wasserstellen angewiesen sondern finden ueberall im Park Wasser.

Februar ist auch der heisseste Monat im oestlichen KwaZulu-Natal (und feucht!)

Deine erste Tour sieht sehr gut aus, vor allem wenn der Schwerpunkt Wildlife ist und du 4 Wochen Zeit hast dafuer!
Krueger, Ithala, St.Lucia und Umfolozi sind total verschieden und es lohnt sich ein Besuch in jedem dieser Parks. (die andern kenn ich nicht)

Viel Spass bei deiner Planung!

Gruss aus Sodwana
Maddy
Reiseberichte: Camping Tour Northern Namibia, August 2010 Dlinza Forest, Eshowe, KZN, South Africa Die erste Reise - Loggerhead Camping trip 2020: KNP-Mapungubwe-Magoebaskloof-Mt.Sheba