ich möchte da jetzt nicht reingrätschen, da ich selber überwiegend mit RAW fotografiere. Aber bitte bedenkt, dass
RAW wesentlich mehr Speicher frißt.
Jedes RAW Bild dann "entwickelt" werden muss. Die Arbeit muss einem schon Spaß machen!
Man für die Entwicklung ein ordentliches RAW-Entwicklungsprogramm haben muss. Mir pers. sind die mit der Kamera (Bei mir Canon) mitkommenden Tools zu sperrig.
Wie also das Dilemma lösen? Ich habe mich hierfür entschieden:
Ich mache nicht jedes Bild in RAW. Dafür habe ich mir eine Taste meiner Kamera mit der Formatumschaltung belegt. Im Zweifelsfall gibt es RAW 😉. Ansonsten entscheidet das Potential des Motivs. Ein Schnappschuß bleibt so ein Schnappschuß.
Ich habe mir eine Software besorgt, die gut in der Serien-(Batch) Verarbeitung ist. Und mit der ich einfach gewünschte Modifikationen auf unterschiedliche Bilder verbreiten kann.
Ich habe mitlerweile einen Rechner, der flink genug ist für digitale Bildverarbeitung!
Ich habe Spass an der Arbeit!
Ach ja, mein Mittel der Wahl: DxO Optics Pro Standard (Listenpreis 124Eur)
...In Deinem Bericht habe ich außerdem gelesen, dass Du das Foto-Permit für Kolmanskop vorab in Lüderitz bestellt hast, könntest Du mir vielleicht die Kontaktadresse (email) geben ? Wir haben versucht über Lüderitzsafaris anzufragen, aber bisher keine Antwort bekommen... schawitti
Hallo Schwatti, wir haben uns Dank des Tipps vom Australienfan (Danke :):):) ) auch Permits von Lüderitz Safari und Tours besorgt. Vielleicht bist Du zu ungeduldig? Bei uns hat es auch ein paar Tage gedauert, bis sich jemand gemeldet hat. Das Permit muß man eigentlich vor Ort selber abholen und bezahlen. Sie machen aber auch schon mal eine Ausnahme und schicken es an eine Wunschadresse. Wir müssen sie dann am gleichen Tag an dem die Permits ausgestellt sind, vor Ort in Lüderitz bezahlen.
Viel Glück 😉
Kofferfisch
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AustralienfanThemenstarter265 Beiträge · seit 200814. Juli 2009 · #124
DANKE für Euer Feedback. Es freut mich, wenn Euch der Reisebericht gefällt 🙂
Jetzt noch die verprochene Kritik vom Innenraum des Discoverer X:
Der erste Eindruck war: Man ist das klein und eng. Jetzt muss man aber dazu sagen, dass ich ähnliche Camper mit Wohnkabine in Australien gesehen hatte, die wesentlich grösser innen waren. Eine grosse Welle Respekt für denjenigen der das Foto des Campers auf der Vermieterwebseite gemacht hatte durchfuhr mich: ihm war es wirklich gelungen den Raum wesenstlich grösser wirken zu lassen, als er wirklich war. Respekt! Einer der Gründe, weswegen wir uns für den Discoverer entschieden hatten, war dass es innen einen Tisch gibt, weil wir ja im Winter nach Namibia gefahren sind und ich bereits im Voraus wusste, dass wir fast jeden Abend im Auto verbringen werden sobald die Sonne untergegangen ist. Dann der Schock: Da war gar kein Tisch. Theoretisch wäre da ein Platz gewesen, aber es gab keine Tischplatte. Und selbst wenn eine da gewesen wäre - dann wäre der Camper damit bereits ausgefüllt worden und sonst wär für nix mehr Platz gewesen, insofern war es schon richtig, dass der Vermieter die Platte herausgenommen hat.
Den Sonnenschirm, den der Vermieter uns anbot, liessen wir gleich beim Vermieter - wir hätten eh nie Zeit gehabt tagsüber im Freien zu sitzen, so gedrängt wie unser Programm war. Das Duschzelt liessen wir auch da. Die Toilette hätten wir besser auch da gelassen - wir haben sie nie gebraucht und der Platz hätte sonst besser genutzt werden können.
Es gab einen Gasherd mit zwei Platten (den wir nie benutzt haben, weil uns Kochen zu viel Zeitaufwand ist) und ein Abwaschbecken (was wir folglich auch nicht benutzt hatten). Der Kühlschrank (genaugenommen eine Truhe, Marke "Engel") war super. Der war deutlich grösser als das was ich vom Bushcamper in Australien gewohnt war. Er war nicht laut und hat einwandfrei gekühlt.
Stauraum war auch für ein Fahrzeug dieser Klasse auch ausreichend vorhanden (mehr als im australischen Bushcamper). Wir konnten den Grossteil unserer Wäsche und einen ganzen Berg Elektronik in den Schränken unterbringen.
Ausstattung: Die Ausstattung, die von Bobo-Camper mitgeliefert wurde war über-komplett. Ich habe noch nie einen so perfekt ausgestatteten Camper erlebt. Okay, ich koche ja nicht... aber da waren jede Menge Kochutensilien, die ich nicht mal kannte. Was auch immer wir gebraucht hätten - es wäre da gewesen. Töpfe, Thermoskanne, Schüsseln, Tupperware, Grillzange... einfach alles. Die Camperausstattung wäre eine komplette Aussteuer 😉 Sogar an so Kleinigkeiten wie eine Schere, eine Kerze mit Kerzenständer und Streichhölzern, eine funktionierende Taschenlampe u.s.w. wurde gedacht. Es gab auch Bettwäsche, Handtücher, Abtrockentücher, Lappen, Toilettenpapier und vieles mehr.
Das Auto besitzt ein hochklappbares Dach. Das Hochmachen und Runterklappen dauert ca. 30 Sekunden bis 1 Minute (weil man darauf achten muss, keine Zeltteile einzuklemmen). Sobald das Dach hochgeklappt ist, kann man im Wagen stehen. An allen drei Seiten besitzt es Fenster mit Fliegengittern, so dass man nachts auf Durchzug schalten kann, falls es heiss ist. War bei uns aber nicht nötig - wir hatten teilweise 4°C nachts.
Zum Bett: Das Bett war wirklich 1A! Mit einem schweren Scherenrost konnte es innerhalb von 10 Sekunden auf- und abgebaut werden. Die Bezüge waren so, dass man alles nur einmal beziehen musste und nicht jeden Abend erneut. Das Bett war dank dem recht schweren Rost ultrastabil und hat 200 kg locker ausgehalten ohne dass ich eine Sekunde an der Stabilität hätte zweifeln müssen. Keine durchhängenden Bretter wie sonst, wenn man in solchen Autos im Dach schläft. Die Breite des Bettes war ebenfalls phänomenal für ein Auto in dieser Klasse. Es war kein bisschen eng (selbst für etwas beleibtere Personen). Allerdings war es nicht extrem lang. Mit meinen 1,65m sicherlich noch kein Problem, aber wenn jemand 1,90 oder mehr ist, für den könnte es etwas kurz sein. Tagsüber konnten wir in dem Bett übrigens Teile der Foto- und Videoausrüstung lagern, die gut geschützt zwischen den Decken lagen.
Es gibt eine Art Bordcomputer, da lässt sich der Batteriestand von beiden Batterien ablesen sowie der Frischwasserstand. Im gleichen Komplex befindet sich die Hauptsicherung, die man während der Fahrt ausschalten sollte.
Noch ein paar Kritikpunkte: Als mein Mann nach der Kaokoveldfahrt unter die Sitzbank schaute traf ihn als gelernten Elektroniker (heute ist er Informatiker) fast der Schlag: Da war eine 15 kg Autobatterie, die an keiner Stelle gesichert war und da quasi im Takt der Wellblechstrassen herumhüpfen konnte. Mal stand sie schräg, mal gerade. Direkt dahinter verlief das 220 V - Kabel (falls man am Strom angeschlossen ist). Das Stromkabel führte mehr oder weniger frei da entlang und war kaum gegen Abschürfungen geschützt. Anderes sperriges Zeug unter der Sitzbank (etwa ein grosses schweres Radkreuz) hätten jederzeit während der Fahrt an das Kabel schlagen und es aufscheuern können. Auch in den Schränken lagen viele Kabel relativ frei. Sicherheitstechnisch gesehen ist das relativ bedenklich.
Ich füge noch ein paar Bilder an. Die herzustellen war wirklich Schwerstarbeit, weil sie jeweils aus mehreren Einzelaufnahmen bestehen und die Perspektive hinten und vorne einfach nicht gepasst hat, aber ich hab's mal irgendwie hingebogen, dass es einen guten Eindruck vom Innenraum gibt. Einen besseren Eindruck vom Innenraum des Discoverer X gibt's nirgends im Internet:
AustralienfanThemenstarter265 Beiträge · seit 200814. Juli 2009 · #126
In Ermangelung eines Tisches musste immer die Ablage über dem Gasherd als Tisch herhalten:
Noch ein paar Worte zur Stromversorgung: Es gibt eine südafrikanische Steckdose neben der Spüle sowie einen deutschen Schuko-Stecker (das sind die üblichen deutschen runden Stecker). Als Schweizer mussten wir natürlich einen Adapter mitnehmen. Die Stromversorgung funktioniert, sobald der Wagen am Strom angeschlossen ist (powered campsites).
Wenn Akkus geladen werden sollen ohne dass der Wagen am Netz ist (z.B. im Kaokoveld etc.) kann man dies über den Zigarettenanzünder tun, wenn man einen Wechselrichter dabei hat. Wir haben über einen Wechselrichter eine komplette Steckleiste mit 5 Stechern betrieben (eine für den Laptop, eine für den ersten Fotoakku, eine für den zweiten Fotoakku, eine für den Videokamera-Akku, eine für die externen Festplatten). Alles kein Problem - Na ja, einen Fön würde ich nicht noch anschliessen 😉
Der Zigarettenanzünder liefert nur Saft, wenn der Zündschlüssel steckt. Daher empfiehlt es sich nicht über Nacht zu laden (Diebstahlgefahr). Wir haben abends ein wenig nachgeladen, als wir in der Nähe der Tür waren (z.B. mal draussen gesessen haben; im Norden ging das ja von den Temperaturen noch).
AustralienfanThemenstarter265 Beiträge · seit 200814. Juli 2009 · #127
Und abschliessend noch ein Bild vom Bett (aus drei Fotos zusammengesetzt).
Bettbezüge, Decken samt Bezüge und Kopfkissen samt Bezüge stammen von Bobo-Camper. Für den Sommer ist das voll ausreichend. Da wir einige kalte Nächte hatten (Winter) war es gut, dass wir noch zusätzlich jeder einen Schlafsack dabei hatten. Auf jeder Seite des Bettes befindet sich eine Lampe, so dass man bei Bedarf abends noch lesen kann. Diese werden von der Innenraumbatterie gespeist (welche getrennt von der Hauptbatterie im Motor ist).
Ich lach mich schlapp. Wir waren vor 1 1/2 Jahren dort und haben trotz guter Vorbereitung das mit Dead Vlei nicht in betracht gezogen b. z. w. irgendwie registriert. . Wir fanden Soussesvlei schon so absolut traumhaft. Jetzt stöbere ich so ein bischen durch die Reiseberichte und sehe hier die Bilder. Gut das wir nächsten Januar nochmal für 3 Wochen in Namibia sind. Nochmal werden wir Desdvlei nicht links liegen lassen. Danke für die Info hier.....
Otjikoko2'349 Beiträge · seit 200914. Juli 2009 · #129
AustralienfanThemenstarter265 Beiträge · seit 200805. Okt. 2009 · #130
Ich habe gerade angefangen ein Fotobuch von der Reise zu machen. Es enthält eine Menge Panoramaaufnahmen, vor allem von Landschaften aus dem Kaokoveld.
Wer Lust hat das Buch anzuschauen: Ich werde alles daran setzen, dass es bis zum Winter Potjie im Januar fertig ist und es zu diesem Event mitnehmen.