Australienfan schrieb: 16. Swakop: Tommys Wüstentour & Blutkoppe In der Nacht war es ziemlich kalt, das Thermometer im Auto zeigte 6°C. Tommys Wüstentour ist wohl Pflichtprogramm in Swakop. Ich habe von allen Seiten nur gehört, dass es absolut spitze sei. Je nach Nachfrage fährt er mit zwei grossen Allradautos in die Dünen hinter der Stadt.
Hallo, nur zur Ergänzung: Es gibt nicht nur Tommy und er fährt auch nicht immer nur mit 2 Autos, es können auch durchaus mehr sein...
Die andere Alternative ist Chris Nel, wir haben die Tour mit ihm gemacht. War wirklich wunderbar und sehr zu empfehlen. An unserem Fahrtag war es extrem heiss und alles Getier hatte sich schon am frühen Morgen im Sand verkrochen. Dank Chris war es trotzdem ein tolles Erlebnis.
Toller Bericht! Danke auch vom mir. Kommt Ihr zum Winterpotjie und zeigt und auch Eure Fotos? Das wäre super klasse! Grüssle Elli
Meine Aufenthalte in Südwest/Namibia:
1978/79 Besuch auf Farm am Waterberg, 1980 Praktikum im Schülerheim Otjiwarongo/Caprivi, 1981 Bulli-Rundreise mit crockydile: Namibia – Kapstadt – Gardenroute – Zymbabwe – Victoriafälle – Botswana (10Tage mit dem Mokoro im Okawango-Delta) – Namibia,
1983 Arbeiten auf Farm Otjikaru am Waterberg
lange Pause
Tolle Urlaube folgenten: 2007 Namibia, 2008 Namibia/Botswana, 2009 Namibia
2018 Wunderschöne 2-Familientour mit Familie tim.buktu
@Australienfan: Super Bericht - warte gespannt auf mehr! 😉 Tolle Fotos!! Da wir z.T. die gleichen Strecken fahren und die gleichen oder ähnliche Touren machen werden, ist es für uns interessant über eure Erlebnisse zu lesen. Danke!
@ Lio: haben auch bei Pelican Tours gebucht: Erwachsene zahlen NS 430.--.
Grüsse Lea
AustralienfanThemenstarter265 Beiträge · seit 200821. Juni 2009 · #24
@Elli Ja, wir kommen zum Winter-Potjie. Auch wenn ich jetzt ein wenig unter Druck bin, dass ich bis dahin mein Fotobuch fertig haben muss 😉
Ein paar Fotos habe ich übrigens bei den Beiträgen zu Beginn dieses Threads hinzugefügt... einfach noch mal durchblättern.
Und nun geht's weiter:
17. Blutkuppe bis Solitaire Heute war der Tag mit dem wenigsten Programm. Natürlich stand ich bereits vor Sonnenaufgang auf. Nach dem sehr enttäuschenden Sonnenuntergang am Vorabend hoffte ich doch noch auf eine leichte "blutrote" Verfärbung. Um es kurz zu machen: Spektakulär ist anders. Aber es hat sich zumindest deutlich mehr verfärbt als am Vorabend. Aber als hauptberuflicher Photoshop-Trainer werde ich schon was aus den Fotos machen können 😉
Unser erstes Ziel war der Rock Arch. Der Weg dahin war gepflastert von vielen scharfkantigen Steinen und ich machte mir immer wieder Sorgen um die Reifen. Obwohl es nur wenige Kilometer sind, brauchten wir ziemlich lange. Da wir heute nur eine relativ kleine Strecke fahren, gönnten wir uns ein Frühstück am Rock Arch. Das war unser erstes Frühstück am Campingtisch. Um Zeit zu sparen bauten wir sonst nie den Tisch und die beiden Campingstühle auf sondern holten uns nach den ersten beiden Stunden Fahrt einfach eine Scheibe Brot mit Käse aus dem Kühlschrank.
Vom Rock Arch ging es dann nach Solitaire. Obschon das eine verhältnismässig kurze Strecke war brauchten wir fünfeinhalb Stunden (nonstop) dafür. Unterwegs sahen wir massig Springböcke, aber auch Strausse und Wildschweine. In Solitaire füllten wir unseren Savanna Dry Vorrat auf und assen den obligaten Apfelkuchen (er war nicht schlecht, aber der in Swakop war um Klassen besser!). Auf dem Campingplatz kamen wir mit unserem Nachbar-Camper ins Gespräch, der übrigens auch hin und wieder in diesem Forum aktiv ist.
Das Abendessen nahmen wir in der Solitaire Lodge direkt neben dem Campingplatz ein. Es kostete 150 N$ und war von allen Abendessen, die wir auf der Reise selbst bezahlten, das beste und umfangreichste. Wirklich ein Spitzenbüffet, das keine Wünsche offen liess. Am Nachbartisch sass eine deutsche Reisegruppe, die heute in Windhoek gelandet waren und morgen nach Sossusvlei, dann nach Swakop und anschliessend nach Etoscha fahren. Ihre gesamte Reise ging gerade mal 8 Tage. Für so eine kurze Zeitspanne würde ich nicht einen so langen Flug auf mich nehmen.
AustralienfanThemenstarter265 Beiträge · seit 200821. Juni 2009 · #25
Nur zur Info: Ich habe ein paar Bilder zu älteren Beiträgen hochgeladen, einfach nochmal die einzelnen Seiten des Threads durchklicken, um sie zu sehen. Und nun geht's weiter:
18. Sossusvlei Von Solitaire ist es nur noch ein Katzensprung bis nach Sossusvlei. Ich hatte einen Platz auf der Campsite Sesriem reserviert - wir hätten aber auch ohne Reservation einen Stellplatz erhalten. Wir lösten das Permit und ich fragte drei Mal drei unterschiedliche Mitarbeiter, ob es möglich sei mit diesem Permit, obschon es auf den heutigen Tag ausgestellt sei, auch morgen früh nochmal für den Sonnenaufgang nach Sossusvlei zu fahren. Die Antwort war stets, ja dass sei möglich, es sei ein 24-Stunden-Permit.
Als nächstes fuhren wir zum Sesriem Canon. Hier gingen wir rund eine Stunde in diesem kleinen aber doch sehr beeindruckenden Canon spazieren. Das war ein lohnenswerter Abstecher.
Anschliessend ging's nach Sossusvlei. 60 km Teerstrecke und 5 km Sand. Natürlich stoppten wir unterwegs bei Düne 45. Wir waren da die einzigen. Ich machte mich an den Aufstieg, beschloss aber nach einigen Minuten, dass ich diese Düne wohl nicht bis oben besteigen werde, weil ich meine Kräfte für "Big Daddy", die grosse Düne bei Sossusvlei aufsparen wollte. Also weiter. Am 2WD-Parkplatz die Freilaufnaben rein und durch eine tolle Sandstrecke bis zum Sossusvlei. Da ich den Spätnachmittag kurz vor Sonnenuntergang dort verbringen wollte, beschlossen wir zuerst das Dead Vlei zu besuchen. Das war gar nicht so einfach zu finden. Von Sossusvlei fuhren wir wieder einen Kilometer zurück, dann sah ich das unscheinbare Schild. Die Kilometerangabe auf dem Schild hätte ich am ehesten als "11 km" gedeutet. Aber ich wusste, aus dem Reiseführer, dass es nur 1,1 km ist. Also konnten wir uns auf den Weg machen. Auf dem Schild stand noch "Follow Markers". Das war gar nicht so einfach - den einige der gut ein Meter hohen Markierungsstäbe waren völlig von Sanddünen vereinnahmt und ragten nur noch wie ein kleiner Grashalm aus dem roten Sand.
Es ging durch den Sand, teilweise waren auch lehmige Abschnitte dabei. Ich nahm das GPS mit und zu meiner Freude waren wir nach gut 700m bereits am Ziel. Das war allerdings recht enttäuschend. "Was für ein Glück sind wir dafür nicht noch weiter gelaufen!", dachten mein Mann und ich. Es war eine sehr unspektakuläre Lehmpfanne und es gab keinen einzigen vertrockneten Kameldornbaum, der sich als Fotomotiv angeboten hätte.
Dann ging's nach Sossusvlei. Dort waren wir um kurz vor 15.00 Uhr. Auch hier vermisste ich all die Bäume, die ich von Fotos kannte. Ich entdeckte gerade mal einen einzigen toten Baum in der Lehmpfanne, der sich als Fotomotiv eignete. Wir waren übrigens total allein in Sossusvlei. Weit und breit niemand anderes (und das blieb auch so). Jetzt hiess es alle Kraft zusammen nehmen und den Marsch auf die Düne wagen. Es war glücklicherweise nicht ganz so steil wie Düne 45, aber mit einigen Stopps brauchte ich etwa eine dreiviertel Stunde bis ich beschloss, dass ich nicht mehr weiter gehe. Laut GPS hatte ich dabei 100 Höhenmeter zurückgelegt. Die Temperatur war übrigens perfekt, ich schätze, es waren ca. 21 Grad. Ich habe jedenfalls in T-Shirt und kurzer Hose nicht gefroren und bin aber auch beim Besteigen der Düne kein bisschen ins Schwitzen gekommen.
Auf der Düne machte ich ein Panoramabild. Ob es was geworden ist sehe ich in den nächsten Tagen. Um 16.50 Uhr (kurz vor Sonnenuntergang) verliessen wir Sossusvlei wieder. Die Zeit, wann man zurück am Campingplatz sein muss ist so knapp bemessen, dass es nicht für den Sonnenuntergang in Sossusvlei langt. Unterwegs sah ich noch ein paar tolle Fotomotive, aber es war keine Zeit mehr zum Anhalten, weil wir vor der Schliessung des Gates zurück sein mussten.
Abschliessend noch ein paar Worte zu Sesriem: Die Campsite war mit Abstand (!) die teuerste unseres Urlaubs. Eine Übernachtung kostete 600 N$, also 50 Euro. Der Zustand des Platzes war nicht aussergewöhnlich gut. Wir hatten keinen Strom und die sanitären Anlagen waren ok, aber weit entfernt von dem was ich als toll bezeichnen würde. Alles in allem ist der Campingplatz reine Abzocke. Der einzige Grund, weswegen ich hier gebucht hatte, war, dass ich so eine Stunde morgens nach Sossusvlei aufbrechen kann und abends noch eine Stunde länger bleiben kann. Ich bereue es nicht, dort übernachtet zu haben und würde das bei einem weiteren Besuch von Sossusvlei (zu dem es definitiv in den nächsten 10 Jahren nicht mehr kommen wird) wieder so machen. Trotzdem finde ich es eine Sauerei, wie hier Touristen abgezockt werden.
Es ging durch den Sand, teilweise waren auch lehmige Abschnitte dabei. Ich nahm das GPS mit und zu meiner Freude waren wir nach gut 700m bereits am Ziel. Das war allerdings recht enttäuschend. "Was für ein Glück sind wir dafür nicht noch weiter gelaufen!", dachten mein Mann und ich. Es war eine sehr unspektakuläre Lehmpfanne und es gab keinen einzigen vertrockneten Kameldornbaum, der sich als Fotomotiv angeboten hätte.
Das versteh ich jetzt nicht ganz. Waren da gar keine vertrockneten Bäume, oder hast Du sie nur nicht fotogen gefunden? Irgendwie hab ich den Verdacht, daß Ihr gar nicht zum Deadvlei hingekommen seid. Habt Ihr vielleicht hier schon Kehrt gemacht?
Von da wären es noch etwa 5 Minuten zum Deadvlei gewesen. Schade, daß ihr das verpaßt habt bzw. Euch nicht zugesagt hat.
AustralienfanThemenstarter265 Beiträge · seit 200821. Juni 2009 · #27
@African Dreams Oh, oh... mir ahnt Schlimmes.... ja, das war die Stelle, an der wir umgedreht sind. Ich dachte, dass diese Lehmpfanne das Dead Vlei sei. 🙁
Das Dead Vlei hat dann schon einiges zu bieten [bild: 63033]
Herzliche Grüsse Chrigu
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AustralienfanThemenstarter265 Beiträge · seit 200822. Juni 2009 · #29
Ich ärgere mich wirklich, dass wir nicht noch auf die nächste Düne gestiegen sind, dann hätten wir das "echte" Dead Vlei entdeckt. Offenbar muss ich dann doch noch mal nach Namibia 😉
Ich habe übrigens noch ein Bild von der Blutkuppe im Beitrag auf Seite 4 des Threads eingefügt. Und jetzt geht's weiter...
19. Sossusvlei bis Namtib Um 5.30 Uhr sollte das Tor Richtung Sossusvlei aufmachen. Wir standen als erster Wagen da und warteten ab 5.20 Uhr. Hinter uns gesellten sich in den nächsten paar Minuten noch zwei 4x4-Tourbusse. Geöffnet wurde das Tor um 5.35 Uhr. Erst wollte man unser Permit nicht annehmen, aber ich hatte mir glücklicherweise den Namen der Person, die das Permit ausgestellt hatte gemerkt. Und bezog mich direkt auf diese Name vom Ministerium für Umwelt und Tourismus. Das wirkte und wir konnten passieren. Die Tourbusse hielten alle bei Düne 45 - wir fuhren weiter bis Sossusvlei und waren pünktlich zu Sonnenaufgang dort. Ich stieg auf eine kleine Düne und machte eine Reihe Fotos unmittelbar nach Sonnenaufgang. Jetzt ist das Licht noch flach. Die Risse in der Lehmpfanne hatten eine deutlichere Struktur als später, wenn die Sonne höher steht.
Ich stapfte rund 2 Stunden durch die Lehmpfanne und machte Aufnahmen. Wieder waren wir allein. Dann fuhren wir zurück. Offenbar war genau jetzt Rush-Hour, denn als wir uns auf den Rückweg machten kamen auf einmal im 3-Minuten Takt Autos entgegen.
Beim Info-Centre trafen wir auf zwei Berner mit denen wir uns kurz unterhielten. Im Gespräch bestätigte sich ein Verdacht, den ich in Swakop als Gerücht aufgeschnappt hatte: Unser Rückflug verschiebt sich wegen Wartungsarbeiten auf den Folgetag.
Unser Tagesziel war die Namtib-Gästefarm in den Tiras-Bergen. Die lag 250 km von Eingang des Sossusvlei-Parks entfernt. Da ich per Mail wusste, dass da um 15.00 Uhr eine Farmrundfahrt stattfindet, versuchten wir es bis 15.00 Uhr zu schaffen. Die Strassen waren perfekt und so wagten wir etwas schneller zu fahren als bislang und liessen die Tachonadel auf bis zu 75 klettern. Auch gönnten wir uns keine Pausen; nicht einmal die üblichen Foto-Stopps. Wir waren sehr gut in der Zeit als wir auf der D707 plötzlich ein merkwürdiges Zischen hörten... Nach einer Inspektion der Reifen wurde der Verdacht zu Gewissheit: ein Reifen war beschädigt. Die Stahlteile schauten raus. Während wir für unseren ersten Reifenwechsel eine Stunde brauchten waren wir nun routiniert und das ganze war in weniger als 30 Minuten erledigt.
Die 707 ist übrigens eine wundervolle Strecke mit schönem roten Sand und wundervollen Aussichten auf die Berge. Kein Wunder zählt sie zu den schönsten Strecken des Landes.
Namtib erreichten wir um 14.40 Uhr - es sollte also noch zu einer Farmrundfahrt langen. Leider teilte man uns mit, dass heute keine Rundfahrt stattfindet, was mich natürlich erstmal enttäuschte. Schliesslich hatte ich Sossusvlei extra bereits um 8.30 Uhr verlassen und bin ohne Stopp durchgefahren, um rechtzeitig dafür hier zu sein.
Wir fuhren also zur Campsite. Wir waren die einzigen Campinggäste. Von sämtlichen Campsites in Namibia hat meinem Mann und mir diese am besten gefallen. Sie lag wunderbar malerisch am Fuss eines Berges.
Später waren wir zum Abendessen bei der Familie Theile, den Inhabern der Farm. Es waren noch zwei andere Deutsche da, die in der Lodge übernachteten. Und dieses Nachtessen war fraglos eines der Highlights des Urlaubs. Die kompetente und humorvolle Erzählart, in der Thorsten Theile über die wirtschaftliche Situation der Farmer, über die politische Situation Namibias, das Schulsystem des Landes und die Jagdgewohnheiten der Tiere sprach war absolut informativ und unterhaltend. Ich hätte da noch stundenlang zuhören können. Auch mein Mann war fasziniert. Ich bereute, hier nicht noch eine Nacht gebucht zu haben. Keine Frage: sollten wir wiedermal nach Namibia kommen, dann sind hier ein paar Tage fällig.
Giraffen78 Beiträge · seit 200923. Juni 2009 · #32
Hallo Tatjana
also wir lesen den Bericht auch mit Interesse - ebenfalls bewundern wir die Fotos, toll! Hast du noch irgendwelche Fototipps für unsere Reise in 3 Wochen?
Beste Grüsse von den Giraffen
AustralienfanThemenstarter265 Beiträge · seit 200824. Juni 2009 · #33
@Holla JA... genau solche Fotos hatte ich vorher gesehen und wollte ich auch machen 🙁
@Giraffen Meinst Du technische Fototipps was die Bedienung der Kamera angeht oder einen Tipp bezüglich der Motive? Wenn's um Motive geht, müsste ich in groben Zügen Deine Route kennen.
Und weiter geht's....
20. Tiras-Berge bis Aus Heute war der einzige echte Puffertag der Reise. Wir hatten so gut wie kein Programm und nur ca. 100 km Fahrt vor uns. Also liessen wir den Morgen gemütlich angehen. Ich hatte die ganze Nacht bereut, dass ich mich gestern Abend nicht zum Frühstück bei den Theiles für heute früh angemeldet hatte.
Zum zweiten mal in dem Urlaub erlaubten wir uns ein Frühstück im Freien. Anschliessend fuhren wir noch über eine Stunde (mit Erlaubnis von T. Theile) auf dem Farmgelände entlang. An Tieren sahen wir nur ein paar Kühe, Käfer und Webervögel. Von den Webervögeln konnte ich tolle Fotos machen. Anschliessend wollten wir duschen. Dazu musste man ein Feuer machen, um das Wasser zu heizen. Aber wie macht man ein Feuer, wenn man ausschliesslich trockenes Kameldornholz zur Verfügung hat? Da wir nie Grillen hatten wir keine Grillanzünder. Ich suchte das ganze Auto nach etwas brennbarem ab und stiess in meinem Koffer auf einen "BLICK" (Schweizer Zeitung) vom Abflugtag. Damit schafften wir es das Feuer zu entfachen und es ging rund 45 Minuten bis das Wasser angenehme Temperaturen hatte.
Gegen Mittag ging's weiter nach Aus. Dort besuchten wir das Info-Centre. Da gab es modern gestaltete Infotafeln, etwas zu trinken und ein viertel Kilo einer uns bis dahin unbekannten Süssspeise, an deren Kaloriengehalt ich gar nicht denken will. Das Ding hies "Koeksisters" und war ein ziemlich kompakter Teig, der zu einem Zopf geflochten war, frittiert wurde und sich dann offenbar mit Zuckersirup oder sowas vollgesaugt hat.
Danach fuhren wir nach Klein Aus Vista. Ich machte dem Fehler unserem GPS zu vertrauen, was den Weg anging. Das führte uns anstatt über die geteerte Strasse über eine kleine, holprige Piste. Auf dem Campingplatz kamen wir mit zwei Deutschen und zwei Australiern ins Gespräch. Den Abend verbrachten wir im Restaurant. Dort gab es ein ausgezeichnetes Büffet für die Hauptspeise mit servierter Vor- und Nachspeise.
AustralienfanThemenstarter265 Beiträge · seit 200825. Juni 2009 · #34
21. Kolmanskuppe & Lüderitz Ich hatte mir im Voraus aus Lüderitz ein "Special Photo Permit" schicken lassen. Das ist eine Sonderbewilligung, dass ich bereits vor den anderen Touristen und vor der offiziellen Öffnungszeit ins Gelände darf.
Mein Mann und ich fuhren also im Dunkeln von Klein Aus Vista so gegen 4.45 Uhr los. Nach zwei Stunden (wir sind sehr langsam gefahren) erreichten wir Kolmanskop genau zu Sonnenaufgang. Wir zeigten unser Permit und durften auf das Gelände. Die Sonne stand ganz tief und schien genau auf die Häuser und ich bekam einen richtigen Fotorausch. Zuerst machte ich eine Reihe Aussenaufnahmen, später auch viele Bilder in den Häusern. Ich war erstaunt darüber, dass man sich völlig frei bewegen konnte und wirklich in jedes Haus hineingehen konnte. Über eine Stunde lang waren mein Mann und ich ganz allein in der Geisterstadt. Um 9.00 Uhr machten wir die Führung mit, in der es eine Reihe interessanter Infos gab. Anschliessend ging es wieder auf eigene Faust durch die Stadt. Für mich war Kolmanskuppe eines der Top-Highlights der Reise. Rund sechs Stunden spazierte ich durch die Häuser. Anschliessend assen wir im Restaurant von Kolmanskuppe zu Mittag. Angenehm war, dass die Preise hier obschon wir mitten in einer Touristendestionation waren, noch bezahlbar waren. Ich empfand es jedenfalls nicht als teuer.
Von Kolmanskuppe fuhren wir nach Lüderitz. Da fuhren wir aber primär nur ein wenig durch und betrachteten uns einige der Gebäude aus dem Auto. Unser Ziel dort war ein "Trend-Tyre", eine Reifenwerkstatt, wo wir ein neues Reserverad kaufen wollten. Leider gab es keines in unserer Grösse.
Anschliessend fuhren wir zurück Richtung Aus. Kurz vor Sonnenuntergang machten wir noch einen Stopp bei den Wildpferden. Bei Aus erlebten wir den schönsten Sonnenuntergang der ganzen Reise. Erst nach Sonnenuntergang erreichten wir Klein Aus Vista und gönnten uns wieder das hervorragende Büffet als Abendessen.
lilytrotter4'129 Beiträge · seit 200825. Juni 2009 · #36
Hallo Australienfan, oder nun etwa Namibiafan?
Es ist wirklich nett nach eurem langen Thread zu eurer geplanten NamReise hier nun euren Reisebericht zu lesen. Sehr promt und informativ. Und welch ein Zufall, nicht nur wir müssen uns bei jeder Afrikareise mit den Alltagsbanalitäten rumärgern: Jedes Mal hat einer von uns eine mehr oder weniger starke Erkältung, das schmälert den Reisegenuss so ungemein (das letzte Mal Etosha: 26,5° Tageshöchsttemperatur im Schatten. Körpertemperatur: 39,4°. Haha. War gar nicht witzig.) Wir reisen deshalb mit entsprechenden Hausmittelchen und Medikamenten. Sehr amüsant: Die Reifenreparatur in Seisfontein. Ist manchmal eine echte Aufgabe für unser europäisches Hirn noch bei Laune zu bleiben. Naja, da wollte sich wohl jemand auch mal etwas vom Großen Kuchen abschneiden, den die anderen immer bekommen… Vielleicht wäre es gut für euch, ein entsprechendes Reparaturset mitzunehmen, für die ganz gewöhnlichen „punctures“. Damit kann jeder umgehen. Schließlich ist ja nicht immer eine Hilfe in der Nähe. Weitere schöne Reisen. In Nam, natürlich... Gruß Lilytrotter Übrigens, feine Bilder.
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
Schöner Bericht und vor allem Hammerbilder 🙂 🙂 🙂 Vielen, vielen Dank für die ganze Arbeit! Noch eine kleine Frage: Wo bekommt man das "Special Photo Permit" genau her? Kann da auch eine Begleitperson mit hinein?
Grüße Kofferfisch
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AustralienfanThemenstarter265 Beiträge · seit 200826. Juni 2009 · #38
Danke für das Kompliment, was die Bilder angeht.
Das Special Photo Permit gibt's (nur im Voraus) bei Lüderitz Safari und Tours in Lüderitz. Man kann es nicht am Eingang von Kolmanskop kaufen.
Man kann auch zu zweit rein, aber dann müssen beide den Spezialtarif zahlen. Egal, ob man fotografiert oder nicht. Hat uns für zwei Personen 300 N$ gekostet.
VOVolker2'612 Beiträge · seit 200726. Juni 2009 · #39
Hallo Tatjana,
Kompliment, Deine Fotos sind echte Hingucker, die Berichte lebhaft geschrieben - und dazu noch informativ.
Bei der Sossusvlei-Story musste ich schmunzeln, wir hatten mit ähnlichen Orientierungsproblemen zu kämpfen. Man(n) ist ja zu stolz, für die (lächerlichen) 1.1 km das GPS mitzunehmen, an anderen Leuten konnten wir uns auch nicht orientieren bzw. fragen, wir waren frühmorgens die ersten am Parkplatz. Markers waren für uns nicht zu erkennen, die Fussspuren streuten gewaltig. Nach kurzem Beratschlagen schlug mein Bruder vor, die nächstgelegene Düne zu erklimmen - es war Gott sei Dank nicht Big Daddy - um sich einen besseren Überblick zu verschaffen. Von dort oben sahen wir dann tatsächlich eine Lehmpfanne mit einigen wenigen Kameldornbäumen, leifen also die Düner runter zur Pfanne. Aber irgendwie sahen die Bäume nicht so aus wie ich sie von Fotos kannte, also noch etwas weiter die Pfanne entlang - und bald tat sich das Deadvlei vor uns auf. Dort waren wir nicht die Ersten - für mich sehr beruhigend, es musste einen schnelleren Weg geben, über die erklommene Düne wollte ich nicht wieder zurück 😉 Kurzum: das Deadvlei hat mich echt begeistert, Ihr solltet es Euch bei nächster Gelegenheit ansehen, nicht vergleichbar mit dem viel offeneren Sossusvlei.
Bei der Blutkuppe hättet Ihr noch etwas weiter fahren können, nach gut 30 Min. erreicht man dort den Arch Rock, eine interessante kleinere Gesteinsformation in der Einsamkeit, auch der Weg dorthin ist etwas für´s Auge.
Namtib hat uns auch ausgesprochen gut gefallen, aber das habe ich hier im Forum schon mehrfach erwähnt.
Kolman(n)skuppe - mit zwei n auf dem Ortsschild - haben wir dank Fotopermit auch zwei Stunden für uns gehabt, ist schon eine besondere Atmosphäre. Spätestens dort musste ich erkennen, dass Banker schon damals nicht überall gebraucht wurden 😉
Wenn ich es recht überblicke, seid ihr reiseberichtstechnisch noch nicht am Ziel angekommen, wie ging es weiter 🙂
Hallo Australienfan! Auch ich bin begeistert von deinem Reisebericht und den Fotos. (Welche Kamera hast Du benutzt?) Ich habe mir viele Tipps für meine Reise im September aus Deinen Erzählungen geholt. Mich würde sehr interessieren welcher Art Deine Schwierigkeiten bei der Einfahrt in den Park nach Deiner Nächtigung im Onguma war, denn auch ich habe die letzte Nacht in Onguma gebucht. Vielen Dank für Deine Bemühungen. Inimu