AustralienfanThemenstarter265 Beiträge · seit 200804. Juli 2009 · #81
@Lio
Ich fotografiere mit einer Canon-Ausrüstung. Da ich bei der letzten Reise ganz erhebliche Probleme mit Staub auf dem Sensor hatte wechselte ich diesmal so gut wie nie Objektive. Dadurch kam viiiiel weniger Staub auf den Sensor. Aber ich hatte permanent zwei Kameras um den Hals hängen (ausser in den paar wenigen Situationen, in denen mich mein Mann fotografierte, dann übernahm er für ein paar Minuten eine Kamera). Als Kamera für den Weitwinkelbereich habe ich eine EOS 5D Mark II mit einem Canon f 2.8 24-70mm Objektiv. Alle Teleaufnahmen sind mit einer Canon EOS 50D mit einem Canon 100-400mm Objektiv gemacht. Mit dieser Konstellation habe ich weit über 90% der Urlaubsaufnahmen gemacht. Ganz selten habe ich auch noch einen 1.4 Kenko-Konverter 300 Pro eingesetzt.
Gewechselt habe ich das Objektiv für den Wüstenausflug mit Tomy: Da habe ich auf die 5D ein Sigma 150mm Makro 2.8 draufgeschraubt, um Grossaufnahmen der kleinen Tiere machen zu können.
Und bei dem Tagesausflug nach Kolmannskuppe habe ich ebenfalls auf ein anderes Objektiv gesetzt: Da habe ich auf die 5D ein 12-24mm Sigma geschraubt, um auch noch in den engen Räumen fotografieren zu können. Da die 5D II eine Vollformatkamera ist, entspricht das "echten" 12mm - das ist ideal für das Innere von Gebäuden.
Kein einziges Mal habe ich mit dem 50mm 1.4 fotografiert, was ich auch immer dabei hatte.
Staubschutz: Im Auto hatten wir erstaunlicherweise relativ wenig Staub. Die nicht benutzten Objektive waren hinten im Auto in der Fototasche. Wir hatten eine geschlossene Wohnmobilkabine, die erstaunlich staubdicht war. Das war also kein Problem. Die beiden Kameras mit den Hauptobjektiven hatte ich immer vorne auf dem Schoss liegen und nicht grösser gegen Staub geschützt. Ich habe nicht einmal die Objektivdeckel draufgeschraubt, weil ich so viele Bilder mache, dass es zu aufwendig ist den immer wieder abzunehmen. Aber ich habe immer die Gegenlichtblende drauf gehabt, die schon sehr gut vor Staub auf dem Objektiv geschützt hat.
Bei der Dünenbesteigung in Sossusvlei habe ich die Kamera in einen Plastiksack eingepackt und nur zum Fotografieren herausgeholt. Das war aber die einzige Situation in der ich sie in dieser Art geschützt hatte.
Hallo Australienfan, danke für die schönen Fotos und laß Dir bitte von niemand sagen, sie wären das nicht. Denn so muß man das zuerst mal schaffen.
Zu dem Vogel - mein schlaues Buch sagt, es wäre eine Strichelracke. Der schwarze Vogel könnte ein Trauerdrongo sein. Da bin ich mir aber auch nicht ganz sicher. Der hat nämlich so einen gegabelten Schwanz und die roten Augen.
Auch ich muss mich hier mal äußern. Habe den Bericht jetzt komplett gelesen und bin sowohl vom Bericht als auch von den Fotos schwer begeistert.
Tolle Kameraausrüstung, die du hast.
Ich würde mir wünschen, dass ich im November auch wenigstens ein paar derart tolle Fotos hinkriege, meine Ausrüstung ist zwar nicht ganz so professionell, aber die Hoffnung stirbt zuletzt 😄
der Vogel ist mit ziemlicher Sicherheit der Trauerdrongo. Die Sache mit dem Zweit-Body bim Fotografieren ist bestimmt ne feine Sache. Ich bin bisher mit einem "Ohrenspül"-Gummiball und einer abendlichen Putzorgie gut durch meine Objektivwechsel gekommen. Das ist meiner Meinung nach auch das absolute Minimum, wenn man Objektive in der Wüste wechseln will. Ich kann es nur jedem empfehlen, der nicht die Zusatzkosten und das zusätzliche Gerödel mit dem Equipment haben möchte. Das Auspusten des Lichtkasten ist ein feste Bestandteil des täglichen Fotorituals...
Wobei, ein neuer (besserer) Body, wäre schon schönn. 😊
Holla
AustralienfanThemenstarter265 Beiträge · seit 200806. Juli 2009 · #88
Wollte mal schnell Danke für das Feedback sagen.
Ich komme erst gegen Mitternacht wieder in mein Büro und werde dann den Bericht für den nächsten Tag schreiben.
rebecca935 Beiträge · seit 200606. Juli 2009 · #89
Hallo Tatjana, wirklich Schade, dass ihr den KTP sooo schlecht in Erinnerung habt. Es ist nämlich mein Lieblingspark. Beim ersten Urlaub dort hatten wir auch heftige Regenfälle und konnten nur Dank des 4x4 wieder rausfahren. Löwen, Leoparden und Geparden zeigten sich uns bisher immer. Da hatten wir wohl super Glück.
Hast du dich schon als Vortragende zum Winter-Potjie gemeldet? 😉
Hallo Australienfan, dieser Vogel ist m. M. nach eine Strichelracke. LG Cécile
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway
Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia"
http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html
Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung....
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html
2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana.
2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik.
2012 Namibia und KTP
2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP
2014 Kapstadt und Kruger NP
2015 Kruger National Park
2016 kruger National Park
2017 Kruger National Park
2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway
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AustralienfanThemenstarter265 Beiträge · seit 200807. Juli 2009 · #93
27. Von Bagatelle bis Lake Oanob Eine halbe Stunde nach Sonnenaufgang, morgens um 7.00 Uhr, hatten wir einen Gamedrive gebucht. Wir hatten Glück und ausser uns hatte sich niemand angemeldet - also hatten wir den Guide mit dem offenen Jeep zwei Stunden lang für uns allein. Es war ein sehr freundlicher Schwarzer, der einwandfrei Englisch sprach. Wir fuhren über das grosse Ranchgelände und sahen natürlich jede Menge Springböcke, aber auch Oryx, Kudus und Gnus sowie Geier. Die Fahrt ging zwischen hüfthohem gelben Gras über rote Dünen und war ausgesprochen schön. Für meinen Mann und mich ganz klar ein Highlight der Reise. Gegen Ende der Fahrt sahen wir sogar noch zwei Giraffen. Um kurz nach 9.00 Uhr war der Gamedrive fertig.
Ich war ein bisschen traurig, weil ich im ganzen Urlaub keine Erdmännchen auf roten Dünen gesehen hatte. Ich wollte soooo gerne Erdmännchen fotografieren und hatte jedem Tag meinem Mann gesagt, dass ich nicht weiss, ob ich wieder heim fliegen wolle, wenn ich kein einziges Bild von einem Erdmännchen auf einer roten Düne hätte. Aber weder im Kgalagadi noch hier auf der Rundfahrt war auch nur ein einziges dieser putzigen Tierchen auszumachen. Als unser Guide bemerkte, wie viel mir an den Erdmännchen lag, wies er mich nach der Rundfahrt an, dass ich mit meinem Mann in der Bar eine Tasse Gratiskaffee trinken solle und er würde sich auf die Suche nach Erdmännchen machen. Schon bald kam er zurück und sagte, er hätte welche gefunden. Dann führte er mich und meinen Mann in einen normalerweise nicht öffentlich zugänglichen Teil der Ranch. Vorbei an den Häusern der Farmarbeiter und ihrer privaten Tiergehege liefen wir rund 200 m - und da waren sie: Erdmännchen auf roten Sanddünen. Genau so wie ich sie haben wollte. Es gab sogar ein Jungtier. Ich bekam voll den Fotografierrausch. Innerhalb von 25 Minuten habe ich über 200 Erdmännchenbilder gemacht 🙂
Heute bereue ich sogar, dass ich nicht noch länger da geblieben bin, sicher hätte sich noch das eine oder andere coole Bild ergeben, wenn ich mich in die Nähe der Erdmännchen auf den Boden gesetzt und ein wenig gewartet hätte.
Punkt 11.30 Uhr verliessen wir Bagatelle und waren uns einig, dass sich der Besuch dort gelohnt hatte. Bis zum Tagesziel heute waren es nur rund 3 Stunden Fahrt. Wir übernachteten am Lake Oanob Campground bei Rehoboth. Am Abend machten wir unseren Camper sauber für die morgige Abgabe. Wir hatten noch einige Lebensmittel, Isogetränge und massig Wasser übrig. Rund 4 x 5 Liter (und die haben je 25 N$ gekostet). Ausser uns war nur noch ein Paar auf dem Campground. Entweder die starten ihre Reise oder sie enden hier - eins von beiden. Ich beschloss sie zu fragen, ob sie jetzt erst starten, dann hätten wir ihnen unseren Wasservorrat geschenkt. Nach einem kurzen Wortwechsel stellte sich heraus, dass es Deutsche waren. Sie sagten, sie würden morgen zurück nach Frankfurt fliegen. Ich antwortete, dass ich mir das nicht vorstellen könnte, denn ich wusste dass es am nächsten Tag keinen Flug nach Frankfurt gab. Das war ja genau unser Flug, der auf übermorgen verschoben wurde. Beide waren ganz erstaunt, denn sie hatten das nicht mitbekommen. Sie wollten morgen ihren Wagen bei Europcar am Flughafen abgeben und anschliessend nach Frankfurt fliegen. Ich gab ihnen die Telefonnummer von Air Namibia, die ich mittlerweile auswendig wusste. Wir unterhielten uns noch ein wenig über die Route.
Am Abend gingen mein Mann und ich im Restaurant vom Lake Oanob Campground zu Abend essen. Das Restaurant lag nur 200 m von unserem Campground entfernt direkt am See. Es war allerhöchstens noch ein weiterer Tisch besetzt. Das Essen war wie immer sehr gut und auch zahlbar (ein Krabbencocktail z.B. kostete umgerechnet gerade mal 5.- Fr.). Anschliessend hatten wir unsere letzte Nacht im Camper.
Matou66843 Beiträge · seit 200807. Juli 2009 · #95
Hallo Tatjana,
Erdmännchen sind auch unsere Favoriten, und Deine Bilder sind - wie immer - superb 🙂!
Was die Essenspreise betrifft - sind die in der Schweiz nicht so "versalzen", dass es für Euch beinahe fast überall auf der Welt preiswert ist 😉?
LG Dirk
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AustralienfanThemenstarter265 Beiträge · seit 200807. Juli 2009 · #96
@Dirk Ja, die Schweiz hat tendenziell sehr hohe Restaurantpreise. Für eine Pizza zahlt man hier schnell mal umgerechnet 15 Euro. Wenn ich in meinem Lieblingsrestaurant essen gehe sind sofort 60 Euro für zwei Personen weg (ohne Alkoholika ohne Desert und als Hauptspeise "nur" ein griechischer Salat!). In Deutschland ist essen gehen natürlich extrem billig. Da ist auswärts essen billiger als wenn ich mich in der Schweiz aus dem Supermarkt selbst verpflege.
Schade, dass Euer Reisebericht jetzt zu Ende ist! Ich habe selten einen Bericht so gerne gelesen wie den Euren. Text und Bild: beides stimmig und unterhaltsam. Man ist richtig "mitgefahren", auch wenn man an manchen Orten selbst schon war. Ganz herzlichen Dank dafür! Ihr (oder Du) habt hier wirklich tolle Arbeit investiert. Es ist so gut abgefasst, dass ich mir an Eurer Stelle überlegen würde, auch ein PDF davon zu fertigen. Ich würde ihn gerne auch für die Zukunft abrufbereit haben.
Ein wirklich toller Bericht und großartige Fotos. Es hat viel Spaß gemacht, Euch virtuell zu begleiten.
Noch eine Frage zum Lake Oanob, denn dort ist unsere erste Station nach der Ankunft in Windhoek. Hat es Euch dort gefallen? Lohnt es sich, oder wäre es besser direkt in Windhoek zu übernachten?
AustralienfanThemenstarter265 Beiträge · seit 200807. Juli 2009 · #100
Vielen Dank für das Feedback (es kommen übrigens noch zwei Tage Reisebericht...)
@Lio Lake Oanob war o.k., aber sicher kein Highlight. Wir wollten aus Sicherheitsgründen nicht in Windhoek übernachten und die Entfernung ist ja wirklich nicht der Rede Wert und kann relativ schnell zurück gelegt werden. Die Lage am See ist natürlich interessant in einem trockenen Land wie Namibia. Das Restaurant war auch ok. Wir hatten allerdings den Eindruck dass die Campsite ein wenig heruntergekommen ist. An vielen Orten lag Bauschutt etc. Wir würden aber wieder dort übernachten.