wir schließen uns unseren Vorredner an. Wir waren am 18.04.09 am Lovershill in Windhoek, traumhafte Aussicht ,keine Gefahr. Die Leute aus SA am 30.04.09 hatten da weniger Glück. Aber wie schreibt Guido, wir hatten ein Namibia Kennzeichen am Auto und auch die "entsprechende Tourikleidung" nicht an. Übrigens, cool, die Schilderung. Auch wir hatten eine sehr schöne Zeit in Namibia und fliegen wieder hin. LG Cécile
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway
Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia"
http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html
Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung....
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html
2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana.
2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik.
2012 Namibia und KTP
2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP
2014 Kapstadt und Kruger NP
2015 Kruger National Park
2016 kruger National Park
2017 Kruger National Park
2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
wir waren 2006 und 2008 in Namibia. Aufgrund vieler Berichte über Überfälle und Wagenaufbrüche hatten wir beim ersten Besuch des Landes auch ein unwohles und mulmiges Gefühl im Bauch. Dies legte sich jedoch mit zunehmender Zeit. Wirklich bedrohlich waren lediglich 2 Momente. Zum einen wurden wir beim Tanken in Khoriaxas massiv von einer Gruppe von Leuten bedrängt, der Tankwart, der offensichtlich die Leute kannte, verdrückte sich hinter die Zapfsäulen und ließ uns unserem Schicksal. Ich rettete die Situation dadurch, dass ich massiv auftrat und laut und deutlich den bettelnden und bedrängenden Leuten entgegentrat. Das mag sicherlich nicht jedem liegen, aber anders wären wir vielleicht nicht so schadlos davon gekommen. Abends in der Fingerklippen Lodge erfuhren wir dann, dass die Tankstelle berüchtigt sei. Ein Urlauber erzählte mir, dass er, nachdem er ausgestiegen war ebenfalls von einer größeren Menschenmenge bedrängt wurden. Daraufhin sei er gleich wieder eingestiegen und weitergefahren. Das zweite "Erlebnis" hatten wir in Swakopmund als wir von einem fliegenden Händler bedroht wurden, als wir ihn mehrfach abwiesen. Ich finde es wichtig, dass solche Begebenheiten hier klar und deutlich geschildert werden. So kann sich jeder umfangreich informieren. 2008 hatten wir überhaupt keine Situation in Namibia, die wir bedrohlich empfanden. Ich denke, dass beim ersten Besuch sicherlich zuviel auf den ein oder anderen einstömt, so dass die gefühlte Unsicherheit über den tatsächlichen Gegebenheiten "siegt". Allerdings habe ich überhaupt kein Verständnis für die Gutmenschen, die alles schönreden. Es ist blanker Unsinn, bewaffnete Überfälle auf Touristen mit no go Zonen in Hamburg zu vergleichen. Ich kann mir solch einen Unfug nicht erklären. Soetwas hilft doch wahrlich niemanden. Aus meiner Sicht muss über das berichtet werden, was sich zuträgt. Auch wenn es ideologisch einigen nicht gefällt oder sie diese Umstände einfach nicht wahrhaben wollen. Festhalten möchte ich aber, dass Namibia ein tolles Land ist, indem man allerdings gut auf sich aufpassen sollte. Gruß Paul
paulimann781 Beiträge · seit 200708. Mai 2009 · #64
GuidoL schrieb:
Fazit: Respektiere das Land, dann respektiert es dich.
Und alle, die schon überfallen und/oder beraubt wurden, haben das Land Deiner Meinung nach wohl nicht genug respektiert, oder was??? 😠
ich gehöre wohl eher zu den "Gutmenschen, die alles schönreden". Sicherlich auch weil mir als Einheimischer oder Tourist noch nirgendwo etwas zugestoßen ist. Auch ich nehme die Berichterstattungen über zunehmende Angriffe auf Touristen in Namibia zur Kenntnis und finde es natürlich alles andere als sinnvoll, schön oder gutzureden. Aber dieses hat nichts mit Touristen zu tun... Überfälle, insbesonders wenn es um Leib & Leben geht sind nie schön... auch eben nicht in Hamburg. Und deshalb ist es "kein blanker Unsinn"... denn es ist das Gleiche, egal wo auf der Welt wer von wem bedroht wird. Es ist niemals schön.
Nur werden in der Presse - in Namibia und überall anders - eben viele negativen Dinge "schlimmer" gemacht als sie sind (nein, ich sage damit nicht, dass Überfälle auf Touristen (oder sonstwen) in Namibia (oder sonstwo) nicht schlimm sind). Es bleiben aber dennoch - unschöne - Einzelfälle. Diese werden auch mehr, in der Tat... übrigens aber nicht mit gleichen Zuwachsraten wie die Zahl der Touristen in Namibia zunimmt!
Und deshalb sollte man - was viele hier im Forum auch tun (die Gutmenschen, Schönredner?) - eben auch mal die positiven Dinge herausheben und schreiben was alles in Namibia klappt. Wenn jeder, der sicher und mit Freude durch Namibia gereist ist hier einmal etwas schreiben würde, würdest Du auf 10.000 Beiträge eine negative Erfahrung finden. Und wenn Du in fremdsprachlichen Foren zu Namibia einmal stöberst, wirst Du noch weniger negatives finden.
Ich kann jedem Touristen nochmal nur raten, dass er so normal wie möglich auftritt und nicht als Tourist erkennbar sich irgendwo auf der Welt bewegt (auch nicht in Namibia). Viele Reisende denken, dass sie kaum auffallen und wie Touristen wirken... tun sie aber, auch ohne Safarihut und Kamera. Das kann an Sprachkenntnisse, allgemeinem Auftreten, Verhalten, Aussehen, Fahrzeug etc. liegen. Oder z.B. dann, wenn man krampfhaft versucht nicht wie ein Tourist zu wirken.
Ich wünsche Dir (und allen Anderen), dass ihr nicht mehr in solche negativen Lagen kommt und in Zukunft Namibia einfach nur noch genießen könnt. So wie ich es als "einheimischer Gutmensch und Schönredner" tue.
Sonnige Grüße Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Diese Zeilen schreibe ich jetzt extra ein wenig provokativ, ich nehme weder Stellung auf einen Beitrag noch ziele ich auf ein FoMi !
Wie so soll ein Angriff durch einen Einheimischen auf einen Touristen in Namibia, Südafrika ect. schlimmer sein als wenn Jugendliche in der U-Bahn Rentner niederschlagen?
Mal ehrlich, sollen diese Kriminellen die Ananasverkäuferin mit dem Messer bedrohen, sollten sie anstelle von Lodges in Slums einbrechen oder anstelle von Touristenautos Eselskarren von Landlosen stehlen?
Es liegt wohl in der Sache selbst das man ein Verbrechen begeht wo Aufwand und ertrag stimmen! Im Falle von Namibia sind nun mal Touristen leichte und ertragreiche Beute die dann noch zum Glück das Land verlassen werden.
Und es scheint mir einigen ist es nicht wirklich bewusst in welchen Ländern sie reisen, wo Armut und Hunger, Arbeitslosigkeit uns soziale Ungerechtigkeit das Leben bestimmen.
Alleine die Tatsache das der Urlaub (so erspart oder günstig er war) ein vielfaches kostet was der einfache Einheimische in einem Leben nicht verdient, das sollte einem zu denken geben.
Natürlich rechtfertigt es die Taten nicht, aber wenn ich gelegentlich lese wie wegen 5 Euro gejammert wird das etwas hätte billiger sein können und wie man stolz den Souvenierhändler noch runter handeln konnte (von fast keinem Verdienst) dann müssen wir uns schon fragen ob es auch nicht an uns liegt.
Hätte ich nix zum essen würde ich beim Anblick eines Superreichen Vulkanier vll auch auf dumme Gedanken kommen.
Wenn man weiss das ein Farmarbeiter etwa 500N$ im Monat erhält und wir uns bei Aldi beschweren dass das Filet 3 Cent teurer ist als bei Lidel müssen wir uns bewusst sein dass diese Ersparnis immer zu Lasten derjenigen geht die unten in der Gesellschaft sind.
Ich bin überzeugt wenn das Durchschnittseinkommen in Namibia so hoch wäre wie in der Schweiz (relativ) wäre die Kriminalität gleich hoch wie in der Schweiz.
Gruss VA
www.Kurt-und-Heidi.ch Reiseberichte - Bilder und noch mehr wir freuen uns über jeden Besuch
SHshanti454 Beiträge · seit 200608. Mai 2009 · #67
komisch, dass ploetzlich das hier keine reinstellt: http://www.az.com.na/bild-des-tages/handtaschendieb-von-polizei-im-taxi-erschossen.84675.php wie schon geschrieben, das negative bleibt haengen, will der mensch hoeren, das positive rueckt sofiort in den hintergrund. jetzt kann man auf die stimmen warten, dass solch eine "bestrafung" zu hart ist - war ja aber auch nicht beabsichtigt....
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
So, abschliessend von mir noch eine Klärung, bzw. Klarstellung:
Von mir aus kann jeder Namibia, seine Heimatstadt oder was auch immer für gefährlich oder ungefährlich halten. Sei jedem selbst überlassen, ändern wird es an der Sache nix; mit den jeweiligen Sicherheitsvorkehrungen kommt man so gut wie immer überall ungeschoren davon.
Was ich mit meinen Beispielen aus div. Pressespiegeln oder deutschen Statistiken sagen wollte, ist schlicht und einfach der Umstand, dass die meisten hier die deutschen Zahlen gar nicht kennen/kannten, weil sie selten veröffentlicht, breitgetreten und nicht totdiskutiert wurden und somit unter den Tisch fallen. Es interessiert hier niemanden besonders! Und wie die Zahlen zeigen, ist es erstaunlich riskant hier im Lande, oder? Nur weiß es keiner so genau. Genauso war es VOR den Zeiten des Internets und der sekundenschnellen Verbreitung div. Horrorgeschichten im www. Als ich vor 35 Jahren das erste mal in Südafrika war, gab´s nen poligen DuMont Reiseführer und sonst nix. Kein AZ-online frisch auf den Tisch und auch kein Forum. Es gab aber statistisch gesehen zu jeder Zeit immer relativ viele Übergriffe/Überfälle auf weiße Touristen. Die drangen aber nicht hierher, und es interessierte nicht wirklich jemanden. Gab ja auch kaum Touristen.
Sicher hinken hiesige Zahlen mit denen der Übergriffe in Namibia, klaro, sind nicht unbedingt vergleichbar - es ist eben die Art der Verbreitung und das Interesse des jeweiligen Lesers so was aufzunehmen oder nicht. Bsp: Ich weiß durch die online AZ MEHR über die jeweilige Situation (ja, auch Übergriffe auf EInheimische und Touristen) in Namibia als hier von meiner Heimatstadt. Weil ich keine Lokalzeitung habe, die jeden Morgen im Briefkasten liegt. So einfach. Das evtl. gestern 2 Jugendliche nen Oppa im Park ausgeraubt haben, kriege ich gar nicht mit. Aber das Kurt Meier auf seiner Farm nördlich Windhoek gestorben ist, das lese ich.
Daher sind Vergleiche oder auch persönliche Szenarien mit Vorsicht zu geniessen; und da kommt das Posting von Paul oben gerade richtig, wenn da nur die Meinung eines Einzelnen und das evtl Gefährliche an der Situation gerade so gemeistert wurde:
Paul schrieb:
Hallo,
wir waren 2006 und 2008 in Namibia. Aufgrund vieler Berichte über Überfälle und Wagenaufbrüche hatten wir beim ersten Besuch des Landes auch ein unwohles und mulmiges Gefühl im Bauch. Dies legte sich jedoch mit zunehmender Zeit. Wirklich bedrohlich waren lediglich 2 Momente. Zum einen wurden wir beim Tanken in Khoriaxas massiv von einer Gruppe von Leuten bedrängt, der Tankwart, der offensichtlich die Leute kannte, verdrückte sich hinter die Zapfsäulen und ließ uns unserem Schicksal. Ich rettete die Situation dadurch, dass ich massiv auftrat und laut und deutlich den bettelnden und bedrängenden Leuten entgegentrat. Das mag sicherlich nicht jedem liegen, aber anders wären wir vielleicht nicht so schadlos davon gekommen. Abends in der Fingerklippen Lodge erfuhren wir dann, dass die Tankstelle berüchtigt sei. Ein Urlauber erzählte mir, dass er, nachdem er ausgestiegen war ebenfalls von einer größeren Menschenmenge bedrängt wurden. Daraufhin sei er gleich wieder eingestiegen und weitergefahren....
Usw. usw.
Das ist die eine Sicht. Die andere Sicht bei uns sah so aus: (Anm: Khorixas ist bekanntlich nicht groß, und die Tanke im Ortskern an der rechten Seite mit dem Drankwinkel evtl auch bekannt.) Jene oben beschriebene Truppe war im selbigen auch unserem Reisejahr an der Tankstelle zugange. 10-15 Leute, Jugendliche, ein paar ältere. Sie kamen an unser Auto, fingen an zu betteln, ein paar clevere fragten nach unseren Vornamen und begannen mit dem üblichen Schnitzen. Keine Agression, keine subjektiv empfundene Gefahr. Ein paar Halbstarke drückten die Nasen an der Scheibe platt, zwei bogen den Spiegel unseres Landys rum, um sich selber zu begutachten. Hämisches Gegrinse. "Sweets, I want sweets" "NO". "Please Mister." Gefeilsche wegen der geschnitzten Nuss. Wir wollten wieder keine. Frurst und Unmut bei allen. Rotznasen verkleben unsere Scheiben. Keine Gefahr. Keine Süssigkeiten, kein Geld, keine Kugelschreiber. Ein zahnloser Vorredner rückt uns verdächtig nahe auf die Pelle. "Please Mister, the children are sick and hungry. Give me money." "NO" Das dauert so zehn Minuten. Unsere Reisebegleitung kommt verspätet, klagt über Kupplungsgeräusche. Ob hier jemand ne Werkstatt kennt. 5 der 15 strecken ihre Hände in die Höhe und und zeigen den Weg, außerdem, so kräht ein Halbstarker, weiß der Tankwart, wo Hilfe zu erwarten ist. Die Jungs reißen die Fahrertür auf, zerren unsere Reisebegleitung aus dem Sitz und schieben ihn lachend zum Tankwart......
So, ich ziehe mich jetzt aus dem "gefährlichen" Thread zurück 😉
Hallo, was wolltest Du jetzt sagen? Ich verstehe Dein Fazit nicht. LG Paul
HOhottentot9 Beiträge · seit 200909. Mai 2009 · #71
Hallo Paul,
Thanks for your responds, it illustrates your caracter and personality reflection. The world need people like you, to make life transparent.
As neither German nor English is the medium of my mother tongue and my commendation are largly base as a mouth piece of the people, since the IT-Technology has not yet reached the mayority of the Namibiam population, due to certain restrictions and laws affecting the mayority of the Namibian poppulation.
Bear with me for moving from the topic, since we should make clear pertinently a few things. Most people does not tolerate our reflections as indigenous people with minority rights, and there for people from all over the mass communication media over look us as minorities.
Yet, we are want to get into dialogue with people of your likes (don't see it as a degrading issue, it's not).
We welcome all tourists and the like one's to Africa with it's unspoiled natural beauty and glamour. Tranquility, peace, serrenity and the beat of nature welcome you all to Africa.
Please respect mother nature, our heritage, our billiard table landscapes with mountains or dunes watching over her.
Africa is like the people and the people is like Africa, so the saying goes.
Like a protecting lioness over her cubs, so is mother Africa and her many dresses. Sometimes like an elephant jambo roaming the bushes and some times like the the call of the fish eagle on the banks of the okavango at sun down ... many tales unfold around the three leg pot on the fire, either witha meal or just filled with mere water or coffee for that matter, tales starts around the three leg pot of the Neu Heusis or Kuiseb, where German Schuttstrüppen under the command of von Lieuwtweinn and other where stationed and had their officers Garison HQ of special operations of the Kaiser Otto von Biscmarck.
Thats a small part of the beauty of history.
Much has been said for now.
Please join in on the debate or simply small talk to just warm up bei web klatsch.
Eure (Yours) truly
hottentot from no-men's land
none of us is free until all of us are free
TomcatThemenstarter1'155 Beiträge · seit 200609. Mai 2009 · #72
Hallo Paul
Du hast es erkannt, es wird sehr viel schöngeredet.
Wenn hier einige Leute behaupten, ein Abendspaziergang in Windhoek, Swakop oder Jo’burg ist etwa gleich harmlos wie in Müchen, Zürich , Bangkok oder Tokyo, zeugt dies von Ignoranz oder Naivität.
In Ländern in denen die sozialen Unterschiede gewaltig sind, lebt ein Tourist immer gefährlicher. Dies gerade in touristischen Zentren, wie Swakop oder Windhoek, wo dann auch die Ganoven lauern, die es gezielt auf Turis abgesehen haben.
Dies heisst aber nicht, dass überall Gefahr droht. Gerade ausserhalb der Städte ist es eher harmlos.
Viele Touristen ignorieren eigentlich die lokale Bevölkerung zu unrecht und leben in ständiger Angst, dass etwa geschehen könnte.
Verharlosung und komische Statistiken die hier publiziert werden, sind aber die falsche Lösung. Erhöte Vorsicht in Städten und mit gesundem Verstand und offenen Augen durch die Gegend reisen sicher die Bessere.
Wer nur Sehenswürdigkeiten abhackt und die -in 99% der Fälle- freundliche Bevölkerung ignoriert, sich in Nationalparks und Guestfarms „versteckt“ hat nicht viel Afrika erlebt....
Schöner Gruss Beat
SHshanti454 Beiträge · seit 200609. Mai 2009 · #73
du hast recht tomcat, solch ein spaziergang ist nicht genauso harmlos, er ist harmloser - ich moechte nicht in bangkok oder tokyo nacht rumlaufen, das waere mir zu gefaehrlich, dann lieber swakop, da ist es kein thema, denka aber du wirst das schon wissen, und fuer was sind statistiken da, wenn sie komisch sind, doch nur wenn man sie nicht esen oder interpretieren kann 😉 ich bleibe dabei, wer angst hat wegzufahren soll daheim bleiben, da passiert ihm nichts....schoen reden ist das gleiche wie schlecht reden....aber vielleicht wollen die schlechtredner, dass gar nicht soooo viele leute ins land kommen, da es zonst zu ueberfuellt waere...😐
gglink5'538 Beiträge · seit 200809. Mai 2009 · #74
Liebe Fomis,
eigentlich hatte ich mich ja aus diesem Thread zurückgezogen, weil ich der Meinung war, dass hier viel zu emotional argumentiert wird. Deshalb habe ich, bevor ich diesen Beitrag hier geschrieben habe, mir noch einmal alle Stellungnahme/Berichte von Euch in diesem Thread angesehen. Und lieder bin ich in meiner Meinung bestärkt worden. Schön- und Schlechtredner - danke Shanti für diese treffende Bezeichnung - stehen sich geradezu unversöhnlich und ohne jegliche Toleranz für die Ansichten der Anderen gegenüber. Da werden dann mangels sachlicher Argumente "massive touristische Interessen", "Ignoranz", "Naivität" und "Paranoia" unterstellt.
Jede Seite hat ihre Argumente, aber keiner ist bereit, die Argumente der anderen Seite zu überdenken. Da wird dann viel lieber platt abgewatscht oder mit feiner Ironie der andere Standpunkt lächerlich gemacht.
Kann es sein, dass wir (fast) alle nicht über Tatsachen, sondern über Gefühle reden. Und diese Gefühle resultieren aus unseren unterschiedlichen Erfahrungen, die wir gemacht haben. Wenn ich in einer Stadt/einem Land/einem Kontinent ständig lebe, wenn ich meine Informationen nicht nur aus EINER Zeitung beziehe, sondern aus eigenem Erleben, dann fühle ich mich immer sicherer, als wenn ich diese Stadt/dieses Land/diesen Kontinent nur im Urlaub mal besuche - selbst wenn ich das schon seit vielen Jahren tue. Und dann kann ich die Gefahr auch anders (besser?) einschätzen, als wenn ich immer nur in der Ferne von den Ereignissen höre. Und deshalb fühlt sich der Frankfurter in der U-Bahnstation an der Hauptwache sicherer als ich. Ich dagegen fühle mich in Swakopmund oder Windhoek sicherer, der Frankfurter aber nicht. Und deshalb können wir hier noch 100 Jahre diskutieren, uns beschimpfen und belächeln. Wir werden den jeweils Anderen nicht überzeugen. Selbst mich nicht, der ich hier zwar schon zweimal Opfer von Verbrechen geworden bin (Auto aufbrechen, Überfall mit körperlichen Folgen für mich und meine Gäste). Denn ich weiß, dass ich in beiden Fällen leichtsinnig war - ich habe Vorsichtsmaßnahmen missachtet, die ich jedem Menschen in jeder Stadt dieser Welt mit auf den Weg gebe.
Und das ist dann schon die Quintessenz für mich aus den meisten Beiträgen. Benehmen wir uns in jedem Land der Welt so, dass wir nicht zu sehr als Touristen auffallen, beherzigen wir überall die Ratschläge der Einheimischen, meiden wir dunkle Straßen in unsicheren Gegenden - dann fordern wir die Ärmsten der Armen nicht dazu auf, sich "ihren" Teil an unserem "Reichtum" gewaltsam zu holen.
Liebe Grüße von der Atlantikküste Gerd
PS: Da fällt mir noch etwas ein: Vor zwei oder drei Jahren hat sich die AZ einmal gewaltig darüber aufgeregt, dass ein im Caprive über eine Woche abgestellter VW-Bus, der NICHT verschlossen war, von irgendwelchen Gaunern ausgeräumt worden war. Geklaut wurden u. a. offen sichtbare Kameras und so weiter. Mein Kommentar damals war schon: Die Touris, die das gemacht haben, gehörten wegen "Verführung zum Diebstahl" genau so bestraft wie die Gauner selbst.
Also eines sag' ich Dir. In Bangkok oder Tokyo leg' ich mich mit einer dicken Kamera und all meine Geld auf eine Parkbank und es wir mir nichts passieren. In Swakopmund und da bin ich mir sicher, ist am nächsten Morgen alles weg und du kannst dich ohne Unterhose auf den Weg nach Hause machen.