Kriminalität : -((

74 Antworten · 25,2k Aufrufe · gestartet 06. Mai 2009 von Tomcat
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Gast06. Mai 2009 · #21
Also ich habe die Nase schön langsam voll vom südlichen Afrika. Mich ärgert auch diese "halb so schlimm, kann überall passieren Mentalität". Die Gefahr, Opfer eines Überfalls zu werden, ist speziell für Touristen enorm. Sie sind ein besonders lohnendes Ziel für die Gauner. Das heißt, JEDER der dort hinfährt ist hochgefährdet. Ich gehe sogar so weit, zu sagen, dass man, wenn man sich dort so verhält wie wir es es hier in Europa gewohnt sind, mit fast 100% iger Sicherheit überfallen wird.
73 Beiträge · seit 200906. Mai 2009 · #22
Man liest und hört eben das, was man auch lesen und hören möchte. Wie schon gesagt, vor AZ-online hat hier niemand irgendetwas sensationelles von der Gefahr "Überfall/Diebstahl" groß gehört oder gar gelesen. Da waren wilde Tiere oder Malaria das größere Problem. Ja, ein Heimkehrer hat gehört, das da einer Pech hatte und der Foto weg war. Hm!
Jetzt huscht plötzlich der böse schwarze Mann täglich mit der Machete umher, der jedem unvorsichtigen Touristen an die Wäsche bzw. an die Gurgel will. Da wird sofort breitgetreten, wenn einem schon wieder was geklaut wird. Und wenn dann der südafrikanische Promi im Kampf fast den Arm verliert und das blutüberströmte Auto im Bild ist, na dann ist ja wieder mal genügend Gesprächsstoff vorhanden. Ist ja gruselich da unten in Afrika.

Da wundert es mich andererseits auch, dass so mancher unvorsichtige Tourist noch immer in kleine Chartemaschinen steigt, wo doch laut AZ alleine in den letzten Monaten 11, 12 oder gar 14 Cessnas und Pipers in Namibia vom Himmel fielen. Na, die Nerven möchte ich haben. Nicht nur, dass man selber runterfällt, nein, der Schrott fällt einem ja mitunter in Windhoek vor die Füße. Hier erwähnt? Nö, oder?

Um Guido mit Berichten von Überfällen/Diebstählen nicht unversorgt zu lassen, empfehle ich ihm das Presseportal. Alleine heute 6 Vorkommnisse unter dem Suchwort "Überfall" , gestern 7, vorgestern auch mehr als eine Handvoll........hier, in der Nachbarstadt, gegenüber, da wo man gestern war, wo Freunde/Bekannte wohnen, an seinem Urlaubsort von den letzten Ferien, da wo man nächste Woche hinwollte! "Diebstahl" habe ich noch nicht geschaut...
Aber ich fühle mich hier -mit meinen persönlichen Sicherheitsvorkehrungen/maßnahmen- sicher und im südl. Afrika war das nie anders.

http://www.presseportal.de/polizeipresse/p_vts.htx?type=fast&searchstring=%DCberfall


Schönen Abend
0
143 Beiträge · seit 200906. Mai 2009 · #23
Volker schrieb:
Hallo zusammen,

ich möchte mich inhaltlich nicht zu dem Thema äußern - da bereits mehrfach in der Vergangenheit geschehen - sondern nur einen Vorschlag machen:

Eigene Rubrik "Sicherheit", pro Vorfall - sei es ein Artikellink oder eigene negative Erfahrungen - einen eigenen Thread (Threadtitel sollte aussagekräftig sein, z.B. Überfall in xxx am yyy), das gibt schon relativ schnell einen "quantitativen" Überblick der Vorfälle. Damit dürfte hoffentlich Einigen geholfen sein...

Grüße,

Volker
😎 Guter Vorschlag! Das fände ich prima!!!
Vielleicht noch als Ergänzung, wie man den Vorfall selbst einschätzt und wieso das wohl passiert ist?

Heidi
zuletzt bearbeitet 06. Mai 2009
Gast07. Mai 2009 · #24
Hallo,
T.W. schrieb:
Alleine heute 6 Vorkommnisse unter dem Suchwort "Überfall" , gestern 7, vorgestern auch mehr als eine Handvoll........hier, in der Nachbarstadt, gegenüber, da wo man gestern war, wo Freunde/Bekannte wohnen, an seinem Urlaubsort von den letzten Ferien, da wo man nächste Woche hinwollte! "Diebstahl" habe ich noch nicht geschaut...
Das es null Sinn macht, absolute Zahlen zu vergleichen, ist Dir aber schon klar? Allein in Hamburg leben fast so viele Menschen wie in ganz Namibia. Für gestern meldet die Polizeipresse übrigens nur 5 Überfälle - der Rest nimmt Bezug auf frühere Fälle. Selbst wenn es gestern in ganz Deutschland 20 Raubüberfälle gab und in ganz Namibia vielleicht nur einen, dann ist die Überfallrate in Namibia trotzdem größer. Und wenn es in Deutschland 914 Mordopfer p.a. gibt und in Namibia "nur" 126, dann ist die Mordrate in Namibia trotzdem um 500 Prozent höher als in Deutschland (Zahlen von Nationmaster).

Wie schon gesagt: Man muss keine Panik verbreiten und meines Erachtens nicht aufgrund der Kriminalität von Reisen nach Namibia abraten. Die absolute Wahrscheinlichkeit, da zum Opfer zu werden, ist nicht hoch. Sie ist aber relativ deutlich höher als in Deutschland. Dementsprechend macht es Sinn, sich in Namibia etwas anders zu verhalten. Diese ewigen Relativierungsversuche ("In Deutschland ist es nicht besser") sind einfach falsch.

Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 07. Mai 2009
3 Beiträge · seit 200907. Mai 2009 · #25
Hallo,
ich lese schon eine längere Zeit hier im Forum mit.
Eigentlich habe ich mit dem Gedanken gespielt im nächsten Jahr nach Namibia zu fahren.
Aber meine Freundin und ich sind jetzt zu dem Entschluss gekommen dieses Unternehmen wahrscheinlich bleiben zu lassen.
Nicht wegen den Berichten über die Überfälle, sondern wegen den vielen Leuten hier, die versuchen alles schönzureden.
Oft stehen massive touristische Interessen hinter solchen Aussagen und die Angst Kunden zu verlieren.
Und das passiert nur wenn es wirklich so schlimm ist oder gar noch schlimmer.
Wie heißt es doch:
"Der getroffene Hund bellt"
Wir waren bisher oft in Asien und in der Sahara (Algerien etc) und waren auch in den dementsprechenden Foren.
Aber nirgends dort wurden Überfälle etc so massiv schöngeredet wie hier.
Man nimmt es zur Kenntniss und macht sich seine Gedanken.
Hier aber haben wir das Gefühl das sehr viele User im Tourismusgeschäft sind und Angst haben Kunden zu verlieren.
Das ist nur unsere bescheidene Meinung und es gibt viele Urlaubsländer, in denen keine Stacheldrahtzäune um die Häuser sind.

Viele Grüße
Kata
139 Beiträge · seit 200807. Mai 2009 · #26
T.W. schrieb:
Wie schon gesagt, vor AZ-online hat hier niemand irgendetwas sensationelles von der Gefahr "Überfall/Diebstahl" groß gehört oder gar gelesen.
Das stimmt nicht, denn ich lese hier im Forum täglich von Vorfällen, die von Mitgliedern (leider) erlebt wurden und ich finde die Information darüber gut. Den Vorschlag, eine eigene Rubrik zur Schilderungder Vorfälle, halte ich ebenfalls für eine super Idee und v.a. wichtig, denn langsam geht mir (und offensichtlich anderen auch) die immer wiederkehrende, leidige Diskussion und Wertung auf den Geist.
Nix für ungut und noch einen schönen Abend.
Nambo
468 Beiträge · seit 200707. Mai 2009 · #27
Hallo, ihr alle!

Eine ganze Weile lese ich die Beiträge bezüglich zunehmender Überfälle und wachsender Kriminalität schon mit und wollte mich eigentlich, wie Gerd auch, raushalten. Aber nun ist mir doch nach einem Statement zumute.

Dieses Forum ist unter anderem Anlaufstelle für viele Namibia-/Südl.-Afrika-Neulinge. Für diese, aber auch für alle „alten Hasen“ ist es sicher sinnvoll, einen Sicherheits-Thread einzurichten, in dem Reisende berichten, was ihnen passiert ist, wo und unter welchen Umständen. Da haben dann keine Schreckensmeldungen (die ja zur Zeit in allen Lebens- und Finanzbereichen überhand nehmen) was zu suchen, auch keine Allgemeinempfehlungen wie: keine protzigen Klunkern tragen, nix im Auto offen liegen lassen. Das sollte selbstverständlich sein und solche Tipps sind ja auch in anderen Threads nachzulesen.

Wichtig und interessant für alle Reisenden sind die Einblicke in die Trickkiste. Ich denke da an die Story mit dem Taxi, das auf ankommende Gäste einer Pension gewartet hat, an Geschichten mit hilfsbereiten Einheimischen an ATMs, fingierten Unfällen auf der Pad, um Touristen zum Anhalten zu bringen etc. Interessant sind auch die Orte, an denen so etwas stattgefunden hat, bestimmte Hotels, Pensionen, Gegenden, Campingplätze. Welche Maßnahmen werden nach Überfällen getroffen, welche Maßnahmen trifft der Reisenden selbst, bevor er überfallen wird. Das sind Dinge, die meiner Meinung nach informativ sind und auch weiterhelfen. Deshalb finde ich Volkers Idee, eine eigene Rubrik einzurichten, saugut!

Alles andere, diese Listungen von Links aus diversen Blättern, die bringen doch nix, es sei denn, sie zeigen einen neuen Trick auf.

Über die Sache mit dem „das kann dir ja auch sonstwo passieren“ möchte ich mich nur insofern äußern: Homo homini lupus est! Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf. Das ist ein verkürztes Zitat, sagt aber so vieles aus. Wir sind Menschen, mit all unseren Gewohnheiten, Bequemlichkeiten, Erwartungen, Ansprüchen. Jeder von uns ist ein Mensch, der eine ein Schweizer, der andere ein Österreicher, der nächste ein Deutscher. Wir europäischen Reisenden – davon gehe ich aus, haben ein Dach über dem Kopf, ein Einkommen, ein einigermaßen geregeltes Umfeld. Und wir können sowas wie Urlaub machen! Wir reisen zu Angehörigen unserer Spezies, die eben das nicht haben oder können. Nun kann man aber fast in jeder Dunghütte (man verzeih mir den Ausdruck) TV-Programm empfangen, Internet hat's in jeder zehnten Wellblechbude, immer mehr Touris stürmen Afrika: da kann man doch nicht Zeter und Mordio schreien, wenn man als Tourist was entwendet bekommt, was Einheimische eben nicht haben. WYSIWYG ist vielleicht etwas, was wir Reisenden in unserer Vorstellung ummodeln sollten zu einem WSSIWHWTG (what somebody sees ist what he wants to get). Und zum Sehen gehört halt nicht nur das Zur-Schau-Tragen dazu, sondern auch die Vorstellung, die durch die Medien kolportiert wird. Das weckt Begehrlichkeiten!

Und noch was, auch wenn ich dafür Haue kriegen sollte: WIR Europäer sind absolute Weicheier, was Gewalt anbelangt. Gewalt ist ja schon, wenn ein Kind einen Klaps bekommt. Für dieses Trauma ist dann ein Psychologe zuständig. Gewalt ist auch, wenn man's in der Arbeit nicht so schön hat; das ist dann Mobbing oder so. Afrikaner/innen werden geknechtet, vergewaltigt, geschlagen. Sie kämpfen, sie verzweifeln, sie hungern, sie begnügen sich, sie leben damit – sie leben mit dem, was sie bekommen. Die Hemmschwelle ist eine ganz andere...

Meine Bitte: Nicht mehr so negativ sein und wenn, dann mit Tatsachenberichten, die weiterhelfen! Deshalb finde ich die Sache mit einem gesonderten Thread, wenn er denn entsprechend textlich bestückt wird, ziemlich klasse!

Liebe Grüße von Barbara
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5'538 Beiträge · seit 200807. Mai 2009 · #28
Hallo Zusammen,

Cyberferkel hat Recht. Wenn Du Dich wie ein Europäer verhältst, die bekanntlich zusammen mit den Amerikanern ja immer alles am besten wissen, dann wirst Du überall in der Welt als Tourist erkannt und überfallen. Und da müssen wir wieder alles schön reden, weil wir ja alles vertuschen wollen, damit noch mehr Touristen überfallen werden können. Sorry, da stellen sich mir die Haare zu Berge und ich werde unsachlich.

Danke an Barbara für den sachlichen Teil. Ich steige aus diesem Thread aus, denn es bringt nichts.

Trotzdem schöne Grüße von der Atlantikküste
Gerd
2'612 Beiträge · seit 200707. Mai 2009 · #29
Hallo Kata,

zunächst einmal herzlich willkommen im Forum - aber Du wirst uns wohl nicht lange erhalten bleiben...Kata schrieb:
...Eigentlich habe ich mit dem Gedanken gespielt im nächsten Jahr nach Namibia zu fahren.
Aber meine Freundin und ich sind jetzt zu dem Entschluss gekommen dieses Unternehmen wahrscheinlich bleiben zu lassen.
Nicht wegen den Berichten über die Überfälle, sondern wegen den vielen Leuten hier, die versuchen alles schönzureden.
Das ist mal ein völlig neues Argument, um das südliche Afrika nicht zu bereisen. Wen willst Du damit strafen?
Oft stehen massive touristische Interessen hinter solchen Aussagen und die Angst Kunden zu verlieren.
Und das passiert nur wenn es wirklich so schlimm ist oder gar noch schlimmer.
Wie heißt es doch:
"Der getroffene Hund bellt"
...
Hier aber haben wir das Gefühl das sehr viele User im Tourismusgeschäft sind und Angst haben Kunden zu verlieren.
Die Meisten, die hier posten, betreiben kein Business dort unten, sind als Touristen unterwegs.
Das ist nur unsere bescheidene Meinung und es gibt viele Urlaubsländer, in denen keine Stacheldrahtzäune um die Häuser sind.
Nur zu Deiner Info: nicht das ganze südliche Afrika ist von Stacheldraht umgeben 😉

Viele Grüße,

Volker
Bye bye Forum
5'538 Beiträge · seit 200807. Mai 2009 · #30
Sorry, dass ich mich doch noch einmal melde. Danke Volker!

Liebe Grüße
Gerd
249 Beiträge · seit 200807. Mai 2009 · #31
Da hat wohl die Anti-Tourismus-Lobby wieder zugeschlagen 🙂

Ich glaub auch, dass es ein wenig "schöngeredet wird", das stimmt schon, aber sicher nicht, weil hier alle mit Tourismus ihr Geld verdienen - vielmehr, weil WIR hier das südliche Afrika in unserem Herzen tragen und dafür sicher auch kämpfen, dass es nicht dazu kommt, dass man NUR an Angst & Schrecken denkt, wenn man die Worte Namibia, Botswana & Co hört. Zum Teil sind hier im Forum Leute, die schon 20x und öfter in Afrika waren und ich bin mir sicher, dass dem Großteil das Risiko eines Überfalls schon bewusst ist.

Eine Woche vor unserem Urlaub sind 3 Leute auf offener Strasse mitten in Wien erschossen worden - also klar muss uns heutzutage einfach sein, dass immer und überall etwas passieren kann und auch passiert. Nichts desto trotz ist der Großteil der Bevölkerung zuvorkommen, hilfsbereit und einfach sehr liebenswert und das sollte hier im Forum im Vordergrund stehen.

Sichere Reise,
lg
Markus
Südafrika 2007 | Südafrika 2008 | Botswana 2009 | Botswana 2010
387 Beiträge · seit 200907. Mai 2009 · #32
Hallo,
vielleicht kann man sich zu dem Thema emotionslos nicht äußern.
So oder so.
Damit das Ganze eine Hilfe für "Jedermann" sein kann, schlage ich vor zwei feste neue Rubriken einzurichten.
Sicherheitstipps:
Hier kann jeder eintragen was er aus seiner Sicht für sinnvoll hält.

Kriminalität - aktuelle Ereignisse

Ggf. andere Bezeichnung.
Siggi Menschen für Afrika begeistern http://www.safaris-in-afika.de
249 Beiträge · seit 200807. Mai 2009 · #33
siggi schrieb:
Hallo,
vielleicht kann man sich zu dem Thema emotionslos nicht äußern.
So oder so.
Damit das Ganze eine Hilfe für "Jedermann" sein kann, schlage ich vor zwei feste neue Rubriken einzurichten.
Sicherheitstipps:
Hier kann jeder eintragen was er aus seiner Sicht für sinnvoll hält.

Kriminalität - aktuelle Ereignisse

Ggf. andere Bezeichnung.
... finde ich eine sehr gute Idee!

Bis morgen (heute),
Markus
Südafrika 2007 | Südafrika 2008 | Botswana 2009 | Botswana 2010
1'247 Beiträge · seit 200907. Mai 2009 · #34
... und nun ist genau das passiert, was ich eigentlich befürchtet habe.

Mal ganz ehrlich: wer von all denen, die sich hier verewigt haben, hat sich die Mühe genommen, zuerst alle Beiträge zu lesen. Ich muss zugeben, ich vor dem ersten Eintrag auch nicht. Hätte ich dies nämlich getan, wären 70% meines Beitrages weggefallen weil schon gesagt. Und hätten dies alle getan, wären 70% aller Beiträge weggefallen😊

Da damit alles, wenn nicht schon viel zu viel gesagt ist, verabschiede ich mich ebenfalls aus diesem Thread.

Danke all denen, die konstruktive Vorschläge gemacht haben. Diesen Teil der Geschichte werde ich weiterverfolgenB)

Thomas
Für mich ist Denkmal ein lebenslanger Imperativ, der aus zwei Wörtern besteht (Fritz Grünbaum) Reisebericht: 50 Tage NamBots (PDF ganz am Ende)
54 Beiträge · seit 200907. Mai 2009 · #35
Hi Australienfan (- ja, kann verstehen, warum man ein Fan von Australien ist 🙂 )

um Deine Frage zu beantworten - mach Dir keinen Kopf!! Laß auch in Namibia den normalen Menschenverstand nicht von der Schönheit des Landes einlullen und Du wirst eine der schönsten Reisen Deines Lebens machen!!
Ich reise nun schon seit fast 30 Jahren ALLEINE durch Namibia und das südl. Afrika und es ist bisher nur einmal was passiert (Grootfontaine - die Kamera von der Schulter geschnitten und zwar so geschickt, dass ich es nicht gemerkt habe! Lehre daraus: bevor ich in eine Stadt fahre und aussteige wechsle ich auf eine kleine Karte in der Kamera 🙂 ).
Wichtig ist, dass Du Deine schöne Ausrüstung versichert hast!!

Allso, laß Dich nicht Bange machen - ich würde nämlich sofort mit Dir tausche 😄 )

Viel Spaß und tausende schöne Fotos
Robert
http://www.rdf-foto.com - Robert de Flers - Fotografie
140 Beiträge · seit 200807. Mai 2009 · #36
T.W. schrieb:
Hallo Pirnaer,

wenn Deine Frage ernst gemeint war, dann versuche ich mal eine ernsthafte Aufzählung einiger "Orte" in D, die ich meide:
-sämtliche U- und S-Bahnen und alle dazugehörigen Stationen ab 20 Uhr in Städten wie HH, B, F
-leere oder mir unbekannte große Parks in einigen Städten wie F oder B.
-das Auto parke ich auch in bewachten Parkhäusern und nicht in dubiosen Gegenden/Seitenstrassen, wo es nix kostet.
-einige stadtbekannte Kneipen, wo´s immer wiedermal kracht
-soziale Brennpunkte

Bezogen auf F (die nächste Großstadt in meiner Nähe): Hauptwache, B-Ebene, Gegend um den Hbf/Messe ab 18 Uhr. Da liegt leider auch meine Halle, wo ich einiges gelagert habe. Sonntags ist da auch wenig los, Lagerhallen, Export Import, viel ausländisches Sprachgewirr, da muss auch keiner hin, also relativ riskant.

Ansonsten wird hier wie überall in D relativ viel eingebrochen, man guckt sich unbekannte Gestalten in der Nachbarschaft etwas genauer an.

Gruss
Also da muss ich als Frankfurterin mal sagen, du bist offensichtlich ein bisschen paranoid 😎 . Ich fahre jederzeit mit der U-Bahn oder S-Bahn und es ist mir noch nichts passiert, außer vielleicht mal dumm angequatscht zu werden. Natürlich gibt es ab und an Übergriffe, aber schließlich leben wir in einer Großstadt.

In dunkle Parks gehe ich natürlich nicht allein als Frau, dass würde ich aber auch in einer Kleinstadt nicht tun. Und von "sozialen Brennpunkten" in Frankfurt zu reden, ist eher ein Witz. Natürlich gibt es solche Viertel, aber da wird dir auch nichts ernsthaft passieren.

Und zu sagen, man kann sich ab 18 Uhr nicht mehr an der Hauptwache, Bahnhof,etc. aufhalten??? Dir ist vielleicht entgangen, dass inzwischen die Geschäfte bis 20 Uhr bzw. 21 Uhr aufhaben und auch sonst ist die Aussage etwas abstrus. Natürlich sieht es nicht so schick aus, wenn am Bahnhof ein paar Crackheads rumtorkeln, aber die sind genug mit sich selbst beschäftigt.

Und um zum Thema zurückzukommen, wie die anderen ja schon gesagt hat, die Verhältnisse in Windhoek sind eben anders (da gibt es soziale Brennpunkte). Man muss eben aufpassen und sich den Gegebenheiten anpassen. Vielleicht nicht gerade in Safariklamotten rumlatschen. Dann geht das schon.

Kann natürlich sein, dass wir Frankfurter extrem abgebrüht sind, nachdem ich ja gerade gelernt habe, in welch brandgefährlicher Stadt ich lebe. 😛
http://reiseliebe.eu http://soullounge.net
Gast07. Mai 2009 · #37
siggi schrieb:
Hallo,
vielleicht kann man sich zu dem Thema emotionslos nicht äußern.
So oder so.
Damit das Ganze eine Hilfe für "Jedermann" sein kann, schlage ich vor zwei feste neue Rubriken einzurichten.
Sicherheitstipps:
Hier kann jeder eintragen was er aus seiner Sicht für sinnvoll hält.

Kriminalität - aktuelle Ereignisse

Ggf. andere Bezeichnung.
moin,

warum nicht gleich das ganze Forum umbenennen:
www. kriminalität-und sicherheitstips-für-afrika.ch
2'462 Beiträge · seit 200607. Mai 2009 · #38
Nun, der neue Forumstitel wäre dann zumindest Pauschalisierung auf höchstem Niveau!

Letztlich bedaure ich vor allem, wie gerade bei diesem Thema wild verallgemeinert wird. Der größte Teil Namibias ist meines Erachtens sicherer als fast jeder andere Ort - einfach, weil da eben keine oder kaum Menschen sind.

Auch wenn ich den Vergleich mit Europa nicht so gelungen finde, ist es doch auch hier wichtig, wann ich wo in welcher Aufmachung bin. Kleines Beispiel: bei uns in Berlin ist es am 1. Mai nicht überall angeraten, im Benz durch die Stadt zu fahren.... 😠

Ja, es gibt Ecken in Namibia, in denen Touris nachts nicht rumlaufen sollten. Aber ganz sicher ist es doch nicht so, dass man permanent Sorge haben muss, dass man am hellichten Tag in Swakop oder Windhoek überfallen, ausgeraubt oder gar umgebracht wird.

Vielleicht kann man nicht so sorglos, drauf los laufen - aber in welchen Urlaubsgebieten macht man das schon noch? Großstädte in Europa haben oftmals auch hohe Diebstahlsquoten, gerade in touristisch beliebten Gebieten - in Namibia sind viele Touris halt schon auf weite Distanz zu erkennen: Safarilook, zwei Kameras, Rucksack usw.

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass man mit mehr Vorsicht und Aufmerksamkeit eigentlich ein hohes Sicherheitsgefühl haben kann. Dann steht einem tollen Urlaub in Namibia auch nichts im Weg.

Viele Grüße
Sanne
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
781 Beiträge · seit 200707. Mai 2009 · #39
Sanne schrieb:
Aber ganz sicher ist es doch nicht so, dass man permanent Sorge haben muss, dass man am hellichten Tag in Swakop oder Windhoek überfallen, ausgeraubt oder gar umgebracht wird.
Doch Sanne, leider ja! Wenn Dir noch nichts passiert ist, hast Du wohl Glück gehabt. Auch wir empfinden Namibia als sicher - außer in den Städten. Wir sind trotz aller Vorsichtsmaßnahmen in Windhoek schon mehrfach Opfer von (versuchten) Taschendiebstählen und auch einem Autoaufbruch geworden - alles am hellichten Tag!
982 Beiträge · seit 200607. Mai 2009 · #40
Der Unterschied zwischen US-Amerikanern und Deutschen

Man mag von US-Amerikanern halten was man will, aber eines haben sie uns meilenweit voraus: positives Denken.

Geht bei einem Projekt in den USA 97% schief und 3% liefen gut, wird nur über die 3% gesprochen.

Läuft in Deutschland bei einem Projekt 97% gut und 3% schief, lamentiert man ausschließlich über die 3%.

So ähnlich sehe ich hier diese Diskussion, die ich überflogen habe.

Natürlich will ich die Gefahren in Afrika nicht herunterspielen, aber hey: insgesamt gesehen ist die Wahrscheinlichkeit, in Namibia ein Kriminalitätsopfer nicht sehr viel höher als in Europa, wie Sanne aus meiner Sicht zutreffend beschrieben hat.

Wir treten nun einmal mit den fetten Geländewagen, Dachzelten, Kleidung, Kameras usw. dort auf. Alleine die Tatsache, dass wir dorthin reisen können macht uns zu reichen Menschen und somit potenzielles Opfer von illegalen Begehrlichkeiten 🙂
Letztlich hilft nur ein defensives und bedachtes und bewusstes Verhalten. Wer trotzdem beklaut wurde (was ich niemandem wünsche), hat schlicht Pech gehabt.
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