janetThemenstarter1'419 Beiträge · seit 200922. Apr. 2009 · #1Hallihallo, ich mal wieder! 🙂
Unsere Route steht ja nun seit geraumer Zeit, wir haben aber noch ein paar Lücken bei den Unterkünften.
Als alten Katzenfan würde mich eine Unterkunft begeistern, in der Geparde leben.
In Südafrika hatten wir dieses Erlebnis in einem Private Game Reserve, in dem der Gepard praktisch als etwas grössere Hauskatze lebte und sich auch als solche benahm (ärgerte die Hunde und frass ihnen das Fressen weg, kam an wenn er gestreichelt werden wollte und schnurrte dann sehr laut, und ab und zu begab er sich hinaus auf Antilopenjagd).
Gefunden habe ich bisher die Otjitotongwe-Cheetah-Farm, Düsternbrook, Amani und Okonjima.
Könnt ihr mir mehr dazu sagen?
Liebe Grüsse
janet
Reisebericht: 3 Wochen Namibia 2009 - "suchen und finden *g*"
Reisebericht Sao Tomé 2011
Diskutiere niemals mit einem Idioten. Er zieht dich auf sein Niveau herab und schlägt dich dort durch Erfahrung!
Miss Ellie1'723 Beiträge · seit 200922. Apr. 2009 · #2hallo janet,
zu drei von den angefuehrten lodges habe ich ja schon einiges geschrieben.
grundsaetzlich ist es mittlerweile verboten die geparden mit touristen in "hautkontakt" kommen zu lassen. Auf Amani machen die das noch manchmal weil auch dort geparden mit der familie leben. allerdings sollte man sich vielleicht die frage stellen, ob das der sinn und zweck der angelegenheit ist.
wir haben amani als absolute abzocke empfunden und waren ziehmlich enttaeuscht ueber das preis/leistungsverhaeltnis; aber gut, dass ist unsere meinung.
okonjima kann ich nur waermstens empfehlen. die logde (bushcamp) ist super schoen, und das projekt was dahinter steht ist wissenschaftlich gesehen auch sehr sehr gut. hier geht es wirklich darum den katzenbestand der welt aufrecht zu erhalten und den katzen ein moeglichst wild-nahes zuhause zu bieten. Das ziel ist es (zumindest fuer den grossteil der tiere) sie wieder auswildern zu koennen. Allerdings kuschelkatzen wirst du hier nicht finden.
duesternbrook ist ein bisschen seltsam... muss man moegen.... aber was uns entschaedigt hat war der Ausritt im Flussbett, das war es wert... ansonsten sind die zimmer fuerchterlich, das essen an der grenze von ungeniesbar.
die lage ist allerdings, ebenso wie amani sehr sehr schoen. Achtung : die zufahrt sollte man nicht wie wir mit einem polo machen, das war schon harakiri fuers auto ...
hoffe ich konnte dir helfen. gern kann ich dir auch photos von allen drei lodges schicken per email..
die vierte angefuerhte kenn ich nicht deshalb kann ich mich hierzu nicht auessern.
viel spass bei der suche
und viele gruesse
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss
Bazi2'721 Beiträge · seit 200622. Apr. 2009 · #3Hallo janet
Da fehlt jetzt noch die Information über die Otjitotongwe-Cheetah-Farm. Ich habe sie bis jetzt 2x besucht und war immer sehr zufrieden. 1. ist die Unterkunft, kleine Häuschen mit Bad und WC, zwar nicht luxuriös aber sehr gemütlich und auch die Verpflegung ist einfach, aber sehr gut.
Auf der Farm leben 3 "zahme" Geparden, die vom Babyalter weg in der Familie leben. Mann kann mit ihnen hautnahen Kontakt aufnehmen. Es ist schon ein Erlebnis sie schnurren zu hören und sie dich "putzen". Ausserdem gibt es noch eine grosse Anzahl Geparden, die man bei der Fütterung gut fotografieren kann.
Seit letztem Jahr lebt auch noch eine Giraffe auf der Farm. Man hat sie als Baby aufgenommen und aufgezogen.
Gisela
ANNICK8'054 Beiträge · seit 200822. Apr. 2009 · #4Hallo janet,
Im Quivertree Forest camp gibt es auch 4 Geparden. Das Eine Weibchen kann man sogar streicheln. Es gibt ein Cheetah Feeding jeden Nachmittag.
Annick
MooseOnTheLoose1'470 Beiträge · seit 200822. Apr. 2009 · #5Ich empfehle Otjitotongwe auch sehr gern, wir waren Ende März dort und es war toll. Wir haben gezeltet, deshalb kann ich zu den Hütten nichts sagen. Das Abendessen war aber prima. Alles in allem haben wir nicht viel gezahlt, Feeding Tour inklusive. Und es war ein wundervolles Erlebnis, die zahmen Geparden anzufassen. Die süße Giraffe namens Kameli ist auch unbedingt einen Besuch wert. Auch die ist sehr zutraulich und will unbedingt jeden begrüßen. Die Familie ist sehr nett und alles in allem war es für uns ein Highlight dort zu sein.
Also genau das richtige!!!
Moose.
Jens_Dietzel1'455 Beiträge · seit 200622. Apr. 2009 · #6MooseOnTheLoose schrieb:...
Also genau das richtige!!!
Moose.
Sorry wenn ich wieder meckere, aber für WEN das richtige? Für die Tiere in den meisten Fällen nicht, da sie nicht aus Not sondern als "Touristenmagnet" gehalten werden.
Ich mag Katzen auch, aber einen Streichelzoo? Nein danke!
LG Jens
inimu221 Beiträge · seit 200822. Apr. 2009 · #7Hallo janet!
Es gibt dann auch noch den Cheetah Conservation Fund Namibia, 50 km von Otjiwarongo beim Waterberg Plateau.
Wohnen kann man dort, soviel ich weiß, nicht. Wir besuchen es im September von der Frans Indongo Lodge aus.
Informiere dich bitte im Internet.
Liebe Grüße
Inimu
Miss Ellie1'723 Beiträge · seit 200922. Apr. 2009 · #8kann mich dem jens nur anschliessen...
ich finde diese art von "artenschutz" auch etwas beunruhigend, vor allem weil immer mehr lodges zu solchen gepflogenheiten uebergehen um touris anzuziehen.. na klar, ist es sicher ein schoenes erlebnis, das bestreite ich gar nicht, aber wir kommen auf die alte diskussion zurueck des egoismusses des menschen...
ich bin mir jetzt nicht soooo sicher ob ein gepard zum haustier gemacht werden sollte, und schon gar nicht (wenn es denn dann so ist) ob man ihn noch den touris aussetzen sollte.. das ganze ist, meiner meinung nach, recht stressig fuer die tiere...
darueber hinaus bleibt ja auch immer ein restrisiko .. aber gut; ob das jetzt hier auf offene ohren trifft ..???
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss
CHcharminbaer7815 Beiträge · seit 200622. Apr. 2009 · #9Hallo Janet,
die Erfahrungen bezüglich Düsternbrook kann ich mit Miss Ellie nicht teilen.
Zum Essen: bei uns war es immer sehr lecker. Dort habe ich auch das beste Steak meines Lebens bekommen. Wir waren 2005, 2006 und 2007 je mind. 1x für min. 2 Übernachtungen dort.
Zu den Zimmern: Ich kann nur beurteilen das sie einfach, aber sehr sauber waren - wir hatten allerdings immer gecampt.
Zu den Geparden: Dort kannst du keinen Geparden streicheln! Die Tiere leben in einem "großen" Gehege und sind relativ wild. Zum Fotografieren ist es aber sehr zu empfehlen. Auf unserer Homepage findest du einige Bilder die wir auf Düsternbrook aufgenommen haben.
Auf Harnas haben wir den Gepard "Goeters" kennen gelernt. Wenn ich jetzt mal erlich bin: es war der einzige Ort wo uns ein Gepard nicht "vorgeführt" wurde. Auch sonst war es sehr schön dort - aber leider leider auch unverhältnismäßig teuer.
An einigen anderen Orten in Namibia wurde ein Gepard an der Leine durch die Leute gezogen - ich fand das schrecklich.
Gruß - Torsten
MAmaxnam148 Beiträge · seit 200922. Apr. 2009 · #10Hallo Torsten,
wenn man solche Bilder noch mit "captive" kennzeichnen würde, wäre das noch toller!
Grüßle
Max
CHcharminbaer7815 Beiträge · seit 200622. Apr. 2009 · #11von diesen Kennzeichnungen halte ich nur etwas wenn man die Fotos gewerblich anbietet - und das ist bei diesen Bildern nicht der Fall.
90% unserer Fotos auf unser HP sind aber in freier Natur unter unkrontrollierten Bedingungen entstanden: zb auch:
http://www.tf-pictures.de/galerie/Best%20of/botswana06_031.jpgDie Ursprungsorte sind in den IPTC-Daten festgehalten (zum Teil auch mit GPS).
Das führt jetzt aber zu weit - Janet wollte nur etwas über eine Unterkunft mit Geparden wissen und wir sind hier in einer Grundsatzdiskussion "Fotobezeichnung"
Gruß - Torsten
MAmaxnam148 Beiträge · seit 200922. Apr. 2009 · #12Ich hätte es nur interessant gefunden....
Bei jedem (privaten) Fotowettberwerb MUSST Du es sogar....
Würde nur dem Rest helfen, das Bild wertzuschätzen.
In freier Wildbahn hätte ich "Hut ab" gesagt...
Grüßle
Max
MooseOnTheLoose1'470 Beiträge · seit 200822. Apr. 2009 · #13Jens_Dietzel schrieb:MooseOnTheLoose schrieb:...
Also genau das richtige!!!
Moose.
Sorry wenn ich wieder meckere, aber für WEN das richtige? Für die Tiere in den meisten Fällen nicht, da sie nicht aus Not sondern als "Touristenmagnet" gehalten werden.
Ich mag Katzen auch, aber einen Streichelzoo? Nein danke!
LG Jens
Das richtige für den, der den Kontakt zu den Tieren sucht. Uns war es wichtig. Ich weiß, wie umstritten das Thema ist. Ich akzeptiere gern deine Meinung und schließe mich an, wenn Farmen nur aus Kommerzgründen die Tiere zahm halten. Bei Otjitotongwe möchte ich das nicht unterstellen. Ich weiß auch, das es verboten und riskant ist, aber ich ging das Riskio ein, weil es mir ein großer Wunsch war. Ich bereue es nicht. Im übrigens hatte ich nicht das Gefühl, das es den Großkatzen dort schlecht ging. Manchmal funktioniert auch nur eine Handaufzucht.
Gruß,
Moose.
janetThemenstarter1'419 Beiträge · seit 200922. Apr. 2009 · #14Hallo und danke für die bisherigen Antworten! 🙂
Ich wollte jetzt um Himmels willen keine Grundsatzdiskussion vom Stapel brechen ... verstehe sie aber voll und ganz.
Einen Geparden an der Leine zu führen finde auch ich schrecklich, es ist eine Katze und kein Hund. Sowas würde ich nichtmal meinen 3 Microtigern hier zumuten, ich bin ja schon sogar gegen Halsbänder .....
Ich kann nur von meinem Erlebnis in Südafrika berichten.
Der Gepard wurde dort in keinster Weise vorgeführt, wir wussten vorher nichtmal dass dort einer lebt. Wenn er am Haus war hatte man halt Glück, wenn nicht stromerte er grad irgendwo rum oder jagte.
Das Tier lebte dort wirklich wie eine Haus- und Hofkatze und konnte sich jederzeit frei im Gelände bewegen (wo die Löwen waren war mit Zäunen abgetrennt), d.h. er hatte ein riesiges Areal mit Elefanten, Antilopen etc ... und eben das Haus.
Wenn er am Haus war, ärgerte er wie gesagt oft die Hunde bzw lag auf Veranda oder Sofas im Haus rum oder versuchte in der Küche was abzustauben.
Das war es ja grad was mich so faszinierte .... ein Wildtier das vom Verhalten her zu 100% mit meinen Katzen hier übereinstimmte (nur die Beutetiere waren halt dementsprechend grösser, meine Katzen bringen nur Mäuse oder Vögel^^) ... ohne dass es eingesperrt war.
Auf dressierte Tiere verzichte ich auch lieber.
Gruss
janet
Reisebericht: 3 Wochen Namibia 2009 - "suchen und finden *g*"
Reisebericht Sao Tomé 2011
Diskutiere niemals mit einem Idioten. Er zieht dich auf sein Niveau herab und schlägt dich dort durch Erfahrung!
CHcharminbaer7815 Beiträge · seit 200622. Apr. 2009 · #15Das ist auch genau mein Standpunkt.
Wie du es beschreibst habe ich es bis jetzt nur auf Harnas erlebt. Ich muss dazu sagen das wir die einzigen Gäste damals waren und unangemeldet kamen. (das war in 2005) Ich weis nicht wie das jetzt ist, nach der Harnas Doku im TV.
Achim G.294 Beiträge · seit 200722. Apr. 2009 · #16Hallo Janet,
mir fällt noch die Aloe Grove Lodge ein. Dort gibt es 2 Geparden (Stand 3/2008). Man kann sie beim füttern beobachten, aber nicht streicheln.
Okambara wäre auch noch eine Möglichkeit. Wenn ich mich recht erinnere, sind es dort 6 Geparde. Schauen ja, streicheln nicht.
Gruß
Achim
ANAnnagreta97 Beiträge · seit 200827. Apr. 2009 · #17Hallo Janet,
wir waren sowohl in Okonjima als auch in Otjitotongwe- und beide Lodges kann man weiterempfehlen.
Okonjima ist bekannt und sehr gut organisiert mit tollen Unterkünften.
Otjitotongwe ist familiär und gemütlich. Die Gastgeber tun sehr viel, um Geparden zu schützen. Ihr Areal ist "nur" 7000 ha groß und umzäunt, für mehr reichte wohl das Geld nicht. Die Tiere werden dort halbwild gehalten.
Viele Geparden überlebten nur, weil man ihnen auf Otjitotongwe einen Platz zum Leben bot. In der Nachbarschaft werden sie nämlich gern gejagt- für viel Geld versteht sich!
Nur drei Geparden sind zahm. Sie sind von den Gastgebern aufgezogen, weil sie als Jungtiere verlassen bzw. verletzt worden waren.
Wir haben sehr gern dort gewohnt- auch, weil man auf dieser Farm ein ziemliches Buschfeeling hat- weit weg von der Zivilisation!
Liebe Grüße
Annagreta