Ewaso Ngiro River - Reisebericht Kenia

45 Antworten · 13,9k Aufrufe · gestartet 13. Apr. 2009 von Maggy
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1'715 Beiträge · seit 200629. Apr. 2009 · #41
Hallo Maggy

Ich habe kein Problem mit der Korrektur, ist ganz interessant. Persönlich habe ich es halt lieber ohne.

Ich arbeite viel mit einem Polfilter aber der bringt halt nur bei schräg einfallender Sonne etwas. Zwar habe ich schon versucht mich bit einem besonders schönen Tier um halb fünf an der selben Stelle verabredet aber leider ist noch keiner gekommen😕

Gruss
Emanuel
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387 Beiträge · seit 200929. Apr. 2009 · #42
Hallo,
nachdem mich Maggy so nett aufgefordert hat:
Erstmal falls es jemand gibt der es nicht weiß: Außer im RAW-Format findet in jeder Kamera eine Bildbeeinflussung statt. Das gespeicherte Bild zeigt nur annähernd die tatsächlichen Farben.
Jeder Hersteller, sogar bei verschiedenen Modellen, hat eine andere Farbbewertung.
Entscheidend ist auch die Tageszeit. Die Farbtemperatur wird in Kelvin-Graden gemessen. Mittags hoher Sonnenstand 8 bis 10.000 Kelvin. Rottöne werden stark gemindert, während am frühen Morgen und späten Nachmittag durch eine niedrige Kelvin-Gradzahl die Rottöne betont und blau unterdrückt wird.
Der automatische Weißabgleich der Kamera gleicht das aus und damit verliert das Foto an Farbintensität.

Ein Polfilter kann bei entsprechendem Sonnenstand fast Bonbonfarben bringen. Die Erklärung ist relativ einfach. Auf allem Glänzenden spiegelt sich das Sonnenlicht und mindert, überlagert die Farbe. Das Polfilter beseitigt diese Spiegelungen und zeigt die Originalfarbe die wir leider durch die Spiegelung sonst nicht sehen. Das Himmelsblau kann so stark betont werden, dass es unnatürlich wirkt.

Ich glaube nicht, dass es mit dem Staub zu tun hat. Der ist in Ostafrika genau so in der Luft wie in Etosha.
M.E. ist tatsächlich die Farbintensität der Landschaft, der Tiere höher. Alles ist farblich intensiver als im südlichen Afrika. Das ist natürlich eine sehr subjektive Aussage.

Wenn man es ganz genau wissen möchte müsste man die Originalfotos mit ihren EXIF-Daten auf dem gleichen Monitor gegenüberstellen. Das würde M.E. aber immer noch nicht die Ursache zeigen.

Ich vermute Maggy, ich jedenfalls mache es möglichst nicht, fotografiert in der Zeit von ca. 11:00 Uhr bis 15:00 Uhr kaum/nicht. Dadurch ergeben sich tageszeitlich bedingt intensivere Farben.

Wer kräftigere Farben von Anfang an haben möchte, stellt einen höheren Wert im Menü seiner Kamera ein.

Ein bekannter Profi hat einmal gesagt:
Ein Foto wird erst auf dem Computer perfekt.
Eine konkrete Antwort auf die konkrete Frage ist es nicht. Vielleicht aber für den Fotoneuling die Erklärung warum manches auf dem Foto etwas anders aussieht, als man es in Erinnerung hat.

Siggi
Siggi Menschen für Afrika begeistern http://www.safaris-in-afika.de
zuletzt bearbeitet 29. Apr. 2009
Themenstarter93 Beiträge · seit 200629. Apr. 2009 · #43
Hallo Emanuel,
Zwar habe ich schon versucht mich mit einem besonders schönen Tier um halb fünf an der selben Stelle verabredet aber leider ist noch keiner gekommen.
ja, mit den Verabredungen ist es so eine Sache, das ist mitunter auch bei den Menschen so. 😄

Ich finde deine Sekretanalyse sehr lustig (irgendwie auch einleuchtend), aber ich kann mir nicht so ganz vorstellen, dass das wirklich der Grund ist.

Allerdings kann ich auch nicht sagen, ob das hier im Zoo bei den Elefanten so ist.

Es ist ja auch nicht grundsätzlich so, tritt nicht mit einer Regelmäßigkeit auf.

Bei diesem Elefanten aus der Masai Mara sieht man es ganz deutlich.



Bei dem Elefanten aus dem Samburu Nationalpark ist alles ganz normal.



Vielleicht hat noch jemand eine Erklärung dafür?

Viele Grüße
Maggy
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104 Beiträge · seit 200829. Apr. 2009 · #44
Hi Siggi,
die technischen -richtig beschriebenen- Eckpunkte sind ja gemeingültig und recht ortsunabhängig. Wenn wir den Staub ausklammern bleibt der übliche Erinnerungseffekt, der die Farben vor dem inneren Auge deutlich intensiver erscheinen lässt, als auf den Bildern. Da im Etosha ja überall weißer (also faktisch "abwedelnder") Staub liegt, ist das Blau, das Grün usw. demnach immer einen leichten Schleier trägt und blasser ist, nicht wirkt!
Mag sein. Vielleicht ist ja wirklich nicht mehr dran.
Aber auf vielen meiner Etoshabilder (und auf vielen anderer Fotografen) sieht auch der Himmel "falsch", unnatürlich, aus. Und das unabhängig von der Tageszeit. Auch hier nur Differenz zwischen Aussehen und Wahrnehmung? Mag sein. Ist aber irgendwie enttäuschend simpel.
Gruß Sven

EDIT
Das ,mit den Elefantenaugen scheint mir aber tatsächlich ein Produkt von Staub und Sonne zu sein. Den Effekt kennen wir doch auch alle von uns selbst.
Mir ist jedenfalls nicht bekannt, dass Elefanten hier irgendwelche Drüsen mit Lockstoffen oder ähnlichem hätten.
Meine Reiseseite Namibsand.de mit Reiseberichten, dem Afrika-ABC, einer Tierdatenbank und einer Menge Tipps und Trick zu Reisen nach Namibia und Südafrika
zuletzt bearbeitet 29. Apr. 2009
387 Beiträge · seit 200930. Apr. 2009 · #45
Hallo,
auf manche Fragen gibt es sicherlich keine eindeutig richtigen Antworten.



Etosha-West letzte Wasserstelle vor Ost.

Siggi
Siggi Menschen für Afrika begeistern http://www.safaris-in-afika.de
387 Beiträge · seit 200901. Mai 2009 · #46
Unter allen Vorbehalten:
Das weiße im unteren Augenwinkel sollen angeblich winzige Pilze sein, die sich in der Augenflüssigkeit entwickeln.
In der Literatur konnte ich nichts finden.
Siggi Menschen für Afrika begeistern http://www.safaris-in-afika.de