Fluten in Namibia

35 Antworten · 11,2k Aufrufe · gestartet 19. März 2009 von csaa1808
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4'129 Beiträge · seit 200824. März 2009 · #21
Zur Fish River Brücke:

C13 im Bereich des Ai-Ais/Richtersveld NP: Road closed! Serious washouts. Fish River Brücke: Nicht querbar! Stand: 17.3.09
Standen vor dem Elend. Aus Richtung Westen ist die Straße weggespült und der steinige Unterbau, bestehend aus schönen großen kugeligen Felsen übrig. Man konnte über sie zu Fuß auf die Brücke. Ab Ende Betonbrücke liegt nicht einmal mehr etwas vom Unterbau, Richtung Osten auf 50 Meter: stark strömender Fish River, beeindruckend und tief. Nun das ist jetzt schon eine Weile her, aber so schnell ist das nicht zu reparieren.
Straße, aus Richtung West, bis zur Brücke: Schwerste Straßenschäden, bis zu 3 Meter tiefe, canyonartige Auswaschungen, imposant und gefährlich!
Wie gesagt: Road closed.
Im Süden ebenfalls gesperrt: Strecke D463, Witpütz – Huns, >N: bei Huns hat der Fluss eine 1 Meter hohe Stufe ins Ufer gespült. Abgesehen davon quert man sehr häufig! mehr oder weniger starke Ausspülungen, mehrfach fehlt die Straße ganz, über eine längere Strecke.
Und nicht das jemand denkt, wir seien Warnschildern gegenüber ignorant: Wir kamen von Norden, über die D446 (übrigens eine zauberhafte Strecke durchs Aukam-Tal!!), gute Straße, sind dann auf die D459 und D463 nach Süden und es standen hier keine Schilder.
Zur Fishriver Brücke erhielten wir auf Anfrage an der Rezeption von Klein Aus Vista (2x innerhalb von 3 Tagen) die Information: Bridge is O.K. Also, was denkt der kleine Mitteleuropäer, wenn am NP Gate zwar ein Schild steht, aber ein netter Mann ihm das Gate öffnet? Man wird wohl das Schild vergessen haben wegzustellen.
Nix da! Das Schild hat seine volle Berechtigung!!
Sichere Pad. Lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
198 Beiträge · seit 200624. März 2009 · #22
Hallo!
Gehe ich recht in der Annahme.......dass ich meine Pläne für Mitte Mai jetzt schon ändern muss ( oder kann )? Wir wollten Noordoewer - Rosh Pinah - Aus fahren. Sind vor 4 Jahren diese Strasse gefahren und fanden die Gegend schön, kann mich aber beim besten Willen an keine Brücke erinnern.

Gruss
Margot
2'721 Beiträge · seit 200624. März 2009 · #23
Hallo
ich nehme an, Lilytrotter meint diese Brücke
[bild: 94208]
[bild: 94205]
[bild: 94211]

Die Bilder stammen von Anfang Juni 2008. Da waren sie gerade fast fertig mit bauen.
Gisela
zuletzt bearbeitet 25. März 2009
4'129 Beiträge · seit 200824. März 2009 · #24
Genau diese Brücke meinte ich. Tja und wenn es dieses Jahr wieder so lange dauert mit den Bauarbeiten ...
Vielleicht fragst Du direkt vor deiner Reise noch einmal und jemand kann dann etwas über die aktuelle Lage sagen.
Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
92 Beiträge · seit 200724. März 2009 · #25
Vielen Dank euch allen für die Auskünfte zur aktuellen Lage in Namibia. Das bekräftigt mich in unserem Plan, zwar flexibel zu reisen aber den Norden trotzdem nicht auszulassen. So wie es aussieht, sollte das auf den "touristischen Pfaden" ja machbar sein 🙂

Noch 1 Woche bis Namibia 😉

Werde nach unserer Rückkehr berichten.

Liebe Grüsse, Stinu
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27 Beiträge · seit 200824. März 2009 · #26
Hallo!

Ich bin heute morgen aus Namibia zurückgekehrt! Für mich war das die erste Reise nach Afrika und ja es stimmt es hat zum Teil stark geregnet oder die Strassen waren zum Teil nicht passierbar. Vor ca. 3 Wochen wollten wir auch dem Oranje River entlangfahren, gesperrt! Neuste Meldungen habe ich dazu aber keine. Ebenfalls war C27 nach Sesriem einmal gesperrt ist aber mittlerweile wieder geöffnet und Glück hatten wir mit der Strecke zum Sossusvlei. Am morgen war das noch gesperrt und wo wir vom Hidden Vlei zurückgekommen sind durften wir nach hinten fahren. Da hinten ein bisschen ausgespannt und plötzlich gemerkt, dass ein erneutes Gewitter von vorne heranrollt... Schnell zurück aber das Wasser und der Schlamm war so tief dass wir festgesteckt sind! Ein Ranger hat uns herausgeholfen! Noch etwas positives dazu, wo wir am morgen hingefahren sind lag kurz vor dem 4x4 Parkplatz Wasser und die Dünen haben sich im Wasser gespiegelt! Traumhaft! 🙂 Dann wollten wir vor ca. 2 Wochen die Skelettküste hochfahren aber keine Vorwarnung dass die Strasse gesperrt ist! Erst am Tor wurden wir informiert! Foto vom Tor und alles wieder zurück! Die Strasse von Uis nach Palmwag (C 39) war auch mit 4x4 nichs so leicht zu befahren! Sogar ein Einheimischer blieb im Sand stecken! Und auch im Etosha mussten wir einmal den 4x4 zuschalten weil ohne nichts mehr ging!
Tönt alles sehr brutal, aber ich empfand das als kein Problem. Wenn etwas nicht mehr ging, hat man sich einfacht wieder neu orientiert. Klar ist es etwas mühsam, dass man im voraus nicht aufmerksam gemacht wird, man sollte einfach so viel wie möglich nach den Strassenverhältnissen fragen.
Und für Leute die irgendwann mal in der Regenzeit nach Namibia möchten sage ich hier ein 4x4 ist pflicht! Nur schon wegen der höheren Bodenfreiheit waren wir jeden Tag dankbar für unser Auto. Regen hatten wir trotz Regenzeit die letzten beiden Wochen seit Sossuslvlei nicht mehr gehabt! 🙂

Wenn ihr sonst noch fragen habt, fragt...

Gruss, Sabi
726 Beiträge · seit 200626. März 2009 · #27
Kurzes Update:

Die EU hat ein Experten-Team aus mehreren Ländern zusammengestellt (1 deutsches Mitglied) und dieses müsste mittlerweile in Windhoek angekommen sein. Wann in das Schadensgebiet verlegt wird ist mir (noch) nicht bekannt.

Aufgabe des Teams wird es sein den genauen Bedarf in den Bereichen Wasser/Abwasser, Hygiene, Gesundheit, Notunterkünfte und Schutzvorkehrungen festzustellen. Ob daraus dann ein internationaler Hilfseinsatz resultiert ist noch offen.

Die UN hat ebenfalls ein Team zusammengestellt, dieses ist aber noch auf Standby. Wann und ob dieses Team entsendet wird ist noch offen.
http://www.derfreed.de
2 Beiträge · seit 200926. März 2009 · #28
Hallo Zusammen,

wir stehen kurz vor unserem ersten Trip nach Afrika/Namibia.
und haben von den Überflutungen im Norden gehört.
Nun sind wir äußert skeptisch was unsere Nordroute angeht.
Da wir sowohl Afrika als auch Namibiaunerfahren sind, hängen wir gerade ein bisschen in der Luft,
ob wir mit den Vorkommnissen eher locker umgehen können, oder es äußerst ratsam ist den 7.5. - 14.5 unserer Route umzuplanen und den Caprivi-Zipfel/Victoriafälle komplett zu meiden.
Wir machen eine Selbstfarhertour mit einem Xtrail 4x4 mit Dachzelt. Den Norden vom 5.5. - 18.5. haben wir die Übernachtungen über ThobaReisen vorgebucht.

Hier unsere Tourdaten:

18. April Start in Windhoek
19.-21.4 Sternenwarte Tivoli
22. Keetmanskoop
23.- 25. FishRiver Wanderung
26. Ai-Ais/ggf. Richtersfeld Nationalpark in Südafrika
27. über C13 nach Aus - (umplanung wohl nach Beiträgen unauswichlich - für uns unkritisch)
28.-30. Soussusvlei
1.5-2.5 Swakopmund
3.-4. Khorixas Region

Unser Wunsch ist es über den Caprivi-Zipfel über die B8 bis nach Katima Mulino und dann über Botswana und Zimbabwe zu den Victoriafällen zu fahren und wieder zurück.

5.-6. Etosha-Nationalpark - in unseren Augen unkritisch

7. Rundu
8.-10. Mudumu Nationalpark
11.-12. Victoriafälle
13.-14. Okavango Fluss West Caprivi

15. Grootfontein
16. Waterberg
17. Windhoek
18. Rückflug

Für die kritische Reisezeit vom 7. - 14.5. stellen sich für uns folgende Fragen:
Kann man dann unproblematisch die B8 fahren und
was für gesundheitlichen Folgen des Hochwassers,
sprich Malaria/Colera/Seuchengefahren, etc. können uns drohen?
Was meint Ihr?

Vielen Dank
Gruß
Markus und Michael
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5'479 Beiträge · seit 200926. März 2009 · #29
Da Ihr mit Dachzelt unterwegs seit und somit auch flexibel reagieren könnt, würde ich nichts an der Planung ändern. Ist immerhin noch 4 Wochen hin, bis Ihr in den Norden kommt, da kann sich viel ändern.

Mit Malaria müsst Ihr im Norden immer rechnen.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
1'490 Beiträge · seit 200626. März 2009 · #30
Hallo Markus und Michael,
wir sind etwa zur selben Zeit wie ihr unten (22.4. bis 22.5.)
Geplant ist auch Botswana, Vic Falls und über Caprivi zurück.
Da wir auch mit Dachzelt unterwegs sind, werden wir je nach Lage vor Ort entscheiden.
Aber in vier Wochen kann das ganz anders sein.
was für gesundheitlichen Folgen des Hochwassers,
sprich Malaria/Colera/Seuchengefahren, etc. können uns drohen?
Wir haben uns gegen Cholera impfen lassen.

Vielleicht sieht man sich ja irgendwo.
Herzliche Grüße
helen
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2'048 Beiträge · seit 200726. März 2009 · #31
was für gesundheitlichen Folgen des Hochwassers,
sprich Malaria/Colera/Seuchengefahren, etc. können uns drohen?
Hallo M&M
denkt bitte auch an die Malaria. Es soll im Norden schon einige tausend Krankheitsfälle und über 20 Todesfälle gegeben haben. Cholera ist scheinbar sogar zum Erstaunen der Verantwortlichen in Namibia noch kein Problem. Sie ist aber noch in Simbabwe und bereitet sich derzeit stark in Mosambik aus.
Womit ihr auch rechnen solltet ist, dass die örtlichen Wasserversorgungen nicht funktionieren. Ihr müßt
- mehr bevorraten und daher haltbar mschen
- evtl. unsauberes Wasser aufbereiten

Im Mai wird aber hoffentlich das meiste vorbei sein.

Viele Grüße
jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
2 Beiträge · seit 200927. März 2009 · #32
Hallo zusammen,

danke für die Antworten.
Ihr habt uns Mut gemacht!!!

Klar - ohne Malariaprophylaxe wären wir so oder so nicht in dieses Gebiet gefahren.
Choleraimpfung waren wir uns noch nicht ganz einig, werden es nun aber definitiv machen.
Auch den Hinweis mit genügend Wasservorräten in dieses Gebiet zu fahren werden wir beherzigen.

Wir warten jetzt erst mal ab - ist ja wirklich noch 5 Wochen hin.

Viele Grüße
Michael
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841 Beiträge · seit 200827. März 2009 · #33
Hallo zusammen,

anbei ein Bild welches gestern in der afrikaanssprachigen Zeitung veröffentlicht wurde. Dies ist kein See sondern der Zambesi im Caprivi, Nähe Schuckmannsburg ca. 80km östlich von Katima Mulilo.

Gruß Namib Tom
Abenteuer in Namibia individuelle Reisen durch Namibia
2'346 Beiträge · seit 200627. März 2009 · #34
Hallo Kenner,

kann jemand beurteilen, wie sich die aktuelle Hochwasser-Situation voraussichtlich im September auf das Okavango-Delta und dessen Seitenarme, beispielsweise den Khwai, auswirken wird? Der Sambesi wird ja in einigen Wochen wieder seinen normalen Pegelstand erreicht haben, aber das Okavango-Wasser hat ja keinen Abfluss.

Viele Grüße
Armin
2'721 Beiträge · seit 200627. März 2009 · #35
Armin schrieb:
Hallo Kenner,

kann jemand beurteilen, wie sich die aktuelle Hochwasser-Situation voraussichtlich im September auf das Okavango-Delta und dessen Seitenarme, beispielsweise den Khwai, auswirken wird? Der Sambesi wird ja in einigen Wochen wieder seinen normalen Pegelstand erreicht haben, aber das Okavango-Wasser hat ja keinen Abfluss.

Viele Grüße
Armin
Hallo
bin gespannt, ob das jemand kann. Gibt es da eventuelle Erfahrungsberichte?
Der letzte, vergleichbar hohe Pegelstand stammt von 1969 mit 8.16m. Pegelstand vom 19. und 20. März d.J. war 8.62m.
Wenn ich meine Ferien planen müsste, würde ich als Anhaltspunkt die Situation von letzem Jahr nehmen. Da war ja das Hochwasser auch nicht ohne.
Gisela
2'048 Beiträge · seit 200727. März 2009 · #36
Hallo,

ich war vor einigen Jahren nach schweren Regenfällen in Angola im Juli im Delta unterwegs. Der Okavango führte extrem viel Wasser, aber der Höhepunkt war Ende Mai Anfang Juni gewesen. Ich war damals auch mit Kajak unterwegs, wobei mein Guide meinte, einige Wochen zuvor wäre gegen die Strömung kaum anzukommen gewesen. Bei dem Höchstständen gingen die meisten kleineren Inseln zw. 10 und 30 cm unter Wasser.

Vielleicht hilft dir das ja etwas.

Viele Grüße

jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
zuletzt bearbeitet 27. März 2009