10 Wochen BOT-NAM-SA (Herbst/Winter2025)

Reisebericht 52 Antworten · 3'661 Aufrufe · gestartet 08. März 2026 von deba
Themenstarter51 Beiträge · seit 201626. März 2026 · #41
Tag 59 – Fish River Canyon - Abstecher nach Ai-Ais
Noch vor Sonnenaufgang machen wir uns auf den Weg zum Fish River Canyon. Wir halten an, denn wir sehen ein Tier am Strassenrand, das wie eine Wildcat aussieht. Es könnte auch ein Serval gewesen sein. Die Aussicht auf den Canyon ist beeindruckend, aber er begeistert uns überraschend wenig.

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Wir fahren weiter zum Eagle Rock. Die Strasse wird immer ruppiger, holpriger, gerölliger. Auf dem äussersten Aussichtspunkt steigen wir aus und vernehmen ein fremdes Geräusch: Ssssssssss!
Hinten rechts haben wir uns einen schleichenden Plattfuss eingefangen – nach 8'200 Kilometern. Das Loch kann nicht geflickt werden, also machen wir einen Radwechsel. Das Werkzeug ist gut, die Sache schnell erledigt. Wir vergessen nicht, alles zu fotografieren. Wenn wir schon an einem Lookout arbeiten können, dann soll das auch in Bild und Ton festgehalten werden.

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Dann fahren wir den gleichen Weg auf der gleichen Pneukiller-Strasse zurück. Schliesslich kommen wir wieder auf eine kompakte Sandpiste, klappern noch zwei Aussichtspunkte ab und machen einen Abstecher nach Ai-Ais. Das Wort, das uns dort in den englischen Sinn kommt, ist desperate. Die 40 Cabins stehen leer, der Pool ist schmutzig, auf dem riesigen Campingplatz steht ein einziges, verlassenes Zelt und es ist kaum jemand zu sehen. Schnell verlassen wir die Anlage und fahren zurück zum Roadhouse, wobei wir unterwegs noch zwei Einheimischen helfen, den Wassertank, den sie verloren hatten, auf ihren Pickup zu laden.
Im Roadhouse repariert Epi, der freundliche Tankwart, den Windschutz, den ich in Sossusvlei beschädigt hatte. Denise arretiert dank grosser physischer Beweglichkeit von innen die Muttern und gibt Epi allerlei Tipps 😉 . Nun ist alles wieder wie neu. Als ich nach dem Preis frage, sagt mir Epi, ich solle ihm etwas «from the heart» geben. Das machen wir – und Epi strahlt.
Am Abend braten wir Kürbisse und Knoblibrot, tratschen beim Abwasch mit einem Paar aus Paris und machen uns bereit für die letzte Nacht in Namibia, während der Wind ein treuer Begleiter bleibt.
zuletzt bearbeitet 31. März 2026
Themenstarter51 Beiträge · seit 201626. März 2026 · #42
Rückkehr nach Südafrika
Tag 60 – Canyon Roadhouse → Grenze → Südafrika - improvisierter Besuch in Hondeklippbaai

Auf der C2 fahren wir nach Grünau, dann auf der B1 in Richtung Grenze. Am Grenzübergang erledigen wir geduldig die Formalitäten und Lotta ist wieder in ihrer Heimat, denn schliesslich hat sie einen ZA-Kleber auf ihrem Hinterteil.

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Das Oranjeflusstal ist üppig und fruchtbar, doch schon bald wird alles karger. In Springbok erleben wir so etwas wie Grossstadtleben. Ein Super Spar steht neben einem Shoprite und einem Checkers. Die Auswahl haut uns fast aus den nicht vorhandenen Socken. Toblerone, getrocknete Tomaten und vieles mehr findet den Weg in unsere Taschen. Beim Einkauf haben wir wohl etwas über die Stränge geschlagen, denn wir haben die alte Hausregel nicht befolgt: Geh nie hungrig einkaufen!
In der Folge versuchen wir, unseren nächsten Campingplatz, die Modderfontein Farm, zu finden. Denise schafft es trotz Lötteli. Wir sind uns aber zuerst gar nicht sicher, ob wir am richtigen Ort sind, denn das Ganze sieht alles andere als einladend aus. Ein Pubertierender erklärt lapidar, der Zeltplatz sei geschlossen, weil «someting very bad» geschehen sei. Was genau, bringen wir nicht aus dem Jungen heraus, er murmelt etwas von Wasser abgestellt und Pavianen, die den Campground verwüstet hätten.... Auf jeden Fall wird das hier nichts mit übernachten.
Kurzentschlossen fahren wir nochmals ans Meer. Es sind ja "nur 85 Kilometer", davon die Hälfte asphaltiert. Über den Spektakelpass geht die unterhaltsame Fahrt nach Kleinzee, wo wir in eine grossangelegte Polizeikontrollenübung für Polizeianwärter:innen geraten. Die Oberpolizistin fragt nach dem Studium unseres internationalen Führerscheins ungläubig: «You come from Switzerland? What brought you to Kleinzee?» Wir finden die Frage berechtigt und fahren weiter nach Hondeklipbaai, oder, wie es mit Spraydose über ein Ortsschild gesprüht ist: H-Clip-By 😎 . Das Dorf besteht aus einigen Häusern, einem Leuchtturm, einem Schiffswrack, einem Campground und verfallenen Fischfabrikgebäuden an schönster Lage. Das Ganze wirkt mitleiderregend und erbärmlich. Unser analoger Führer hat das Dörfchen so beschrieben: «Ein Ort, als wäre die Zeit stehen geblieben» - was für ein Euphemismus! Lotta steht einsam auf einer Betonplatte herum, die sieben Cabins des Zeltplatzes sind aber alle besetzt. Wir genehmigen uns einen Sundowner, essen etwas Kleines und führen ein interessantes Gespräch mit einem Mineralschürfer aus Johannesburg. Dann gibt es zur Belohnung zwei Zinken Toblerone – und ab in die Lotta.

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zuletzt bearbeitet 31. März 2026
Themenstarter51 Beiträge · seit 201626. März 2026 · #43
Tag 61 – Hondeklipbaai → Citrusdal
Lotta zeigt morgens 12 Grad – das ist der bisherige Negativrekord unserer Reise. Es hält uns nichts in H-Clip-By und so gelangen wir auf guter Schotterpiste nach Garies (erinnert etwas an Zahnschmerzen), dann auf der N7 weiter südwärts bis nach Vanrhynsdorp. Die Landschaft ist bis hier eintönig und karg. Doch plötzlich tauchen riesige Plantagen von Zitrusbäumen und Trauben auf, teilweise durch grosse Fleece-Planen geschützt. Der Olifant River macht die Gegend sehr fruchtbar. Die verschiedenen Grüntöne sind eine Wohltat für unser Auge. Nach Clanwilliam erheben sich linkerhand die Zederberge und etwa fünfzig Kilometer später treffen wir in Citrusdal auf dem Citrus Creek Caravan & Camping ein.
Wir stellen Lotta unter schattige Bäume, denn es sind wieder 36 Grad und wir die einzigen Gäste auf dem Gelände. Am späten Nachmittag profitieren wir vom Wifi, lesen, besuchen den Pool und nehmen eine ausgiebige Dusche. Wir planen die Weiterfahrt und stellen nicht zum ersten Mal fest, dass unsere wunderbare Reise allmählich ihrem Ende entgegengeht, und das erfüllt uns mit Wehmut. Wir haben überhaupt kein Heimweh. Bevor wir uns Lotta anvertrauen, geniessen wir einen grossen gemischten Salat. Er ist – wie unser Camping Host sagen würde – lekker...

Tag 62 – Citrusdal → Franschhoek
Die Nacht war sehr laut. Der Campingplatz hier ist einer der wenigen auf unserer Reise, den ich aus - reinen Lagegründen - nicht weiterempfehlen würde. Autos, Trucks, Hupen, Menschen (vor allem Männer...) von der nahen Tankstelle, Generatoren und ein Hahn, dessen innerer Wecker mindestens drei Stunden vorausgeht, wirkten aktiv gegen die Nachtruhe.
Wir stehen also früh auf und machen uns auf den Weg, der uns am Empfang des Campgrounds empfohlen wurde. Wir machen eine schöne Passfahrt, erleben die letzten 17 Kilometer Schotterpiste unserer Reise und fahren dann auf asphaltierten Strassen weiter durch die Cederberge.

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Kurz darauf geht es wieder über einen Pass, linkerhand ist eine Wahnsinnsschlucht, wo die Strassentafeln Leoparden versprechen, aber nur Paviane und Klippschliefer liefern - wie unhöflich 😉. Dann kommen wir in dicht besiedeltes Gebiet und in die Weinregion. Wir fahren einerseits an Prunkvillen vorbei, andererseits an Wellblechghettos. Franschhoek empfängt uns als schmuckes, reiches Städtchen.
Wir parken Lotta, informieren uns über das Weintram und bekommen Tickets für 13 Uhr. Bei 18 Grad und Regen – das hatten wir lange nicht mehr – fahren wir von Weingut zu Weingut. Im zweiten, der «La Grande Provence», schmeckt uns der Wein so gut, dass wir bestellen: 18 Flaschen. Bezahlt sind sie schon. (Nachbemerkung: Sie kamen am gleichen Tag wie wir zu Hause an.)

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Leicht beschwipst und gut gelaunt suchen wir eine Unterkunft. Das war vielleicht etwas leichtsinnig, brauchen wir doch einige Anläufe, da vieles gut gebucht ist. Im «Last Word» werden wir schliesslich fündig und bekommen ein luxuriöses Zimmer. Auf Empfehlung des Hotelmanagers geniessen wir das Nachtessen im japanischen Restaurant Oku - wenn schon, denn schon. Wir bestellen vier Gänge und kriegen acht, weil zwischendurch immer wieder etwas Kleines aus der Küche kommt. Satt und müde schlendern wir zurück ins Hotel. Nach dem Intro der Netflix-Serie schläft Andy ein.
zuletzt bearbeitet 31. März 2026
Themenstarter51 Beiträge · seit 201626. März 2026 · #44
Tag 63 – Franschhoek → Kapstadt
Natürlich erwachen wir vor sechs Uhr, doch Frühstück gibt es erst um acht und wir hören Podcasts und lesen bis dahin. Das Frühstück ist superlekker. Dann gehen wir an den Markt, wo wir nicht nur gucken, sondern auch konsumieren. Wir kaufen Schuhe aus Kudu- und Büffelleder, T-Shirts und vier schöne Stoffe, aus denen Denise dann bestimmt in den nächsten drei Jahren oder so was hübsches zaubert. Um Viertel vor elf machen wir uns auf die Weiterreise - so spät wie noch nie.

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Entlang der Küste fahren wir durch diverse Orte, an denen die Leute baden, surfen und den Sommer geniessen. Lotta zeigt 19 Grad! Neben den Touristen-Hotspots fahren wir aber auch wieder an vielen Wellblechsiedlungen vorbei.

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Bald kommen wir nach Simon's Town, wo es Pinguine gibt - und interessante Vorsichtsmassnahmen...

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Es hat aber viel mehr Menschen als Pinguine – wir entscheiden uns, uns nicht in die Warteschlange zu begeben und fahren weiter bis zum Kap der Guten Hoffnung, wo wir Lotta in Pole Position parken und hinauf zum Leuchtturm steigen. Zwei Ozeane treffen hier aufeinander. Wir sind uns bewusst, dass wir hier an einem historischen (oder doch eher geografisch bedeutenden?) Ort sind und machen die typischen Touristenfotos.

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Auf dem Rückweg erleben wir noch ein (sehr) kleines Highlight in Sachen Tiersichtung. Denise bekommt einen Strauss direkt vor der Brandung ins Bild.

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Dann fahren wir zum Imhoff Camping – kein Bijou, aber viel Grün und genügend Platz. Wir machen einen Spaziergang zum Strand und lassen unsere Reise Revue passieren. Nach sieben fantastischen Wochen gab es in den letzten drei Wochen (nach der Shipwreck Lodge) immer wieder einmal einen Hänger. Uns fehlen die Tiere. Vielleicht hätte es gereicht, nach Windhoek zu fahren anstatt bis Kapstadt. Wie auch immer. Ich verdränge diese Gedanken und zaubere zum Nachtessen ein Curry aus dem, was der Kühlschrank noch hergibt.
zuletzt bearbeitet 31. März 2026
Themenstarter51 Beiträge · seit 201626. März 2026 · #45
Tag 64 – Tafelberg und letzte Lotta-Nacht
Wir fahren mit der Seilbahn zum Tafelberg hinauf. Denise muss eine Passagierin mit Höhenangst beruhigen, Andy erklärt einem panischen Herrn, dass man die Drehbewegung der Bahn nicht aufhalten kann indem man die Reeling krampfhaft festzuhalten versucht. Oben angekommen bietet sich eine wunderbare Aussicht. Auf der einen Seite Kapstadt mit Hafen, Stadion, Robben Island, Lion's Head und Signal Hill, auf der anderen Seite der Blick über die Kap-Halbinsel bis fast zum Kap der Guten Hoffnung. Der Ausblick ist wirklich super.

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Wegen der Warteschlange für die Talfahrt essen wir oben noch etwas. Andy macht Bekanntschaft mit einem Waliser und seiner Mutter, die beide grossen Wert darauflegen, dass man einen Unterschied zwischen England und Wales macht, und die für einen Wochenendtrip den weiten Flug auf sich genommen haben.
Für die letzte Nacht stellen wir Lotta auf einen schöneren Platz als zuvor. Restenessen vom Gasherd, Gin&Tonic, Rotwein, Twix, drei ???, Lämpli löschen. Und dieses Mal richtig traurig, im Wissen, dass eine grossartige Zeit nun definitiv zu Ende geht.

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Tag 65 – Lotta-Abgabe, Harper's House und Waterfront
Letztes Erwachen, letztes Müsli, letzter Kaffee. Dann die Taschen fertig packen. Beim Verlassen des Imhoff Campings geben wir einige Dinge James, dem Guard, darunter Andys On-Schuhe (die sich Denise für ein Bruce-Springsteen-Konzert gekauft hatte und bei denen sich die Sohle schon bald von der Ferse löste, die aber mit etwas SchuGu wieder hergerichtet werden können). Er nimmt alles mit Handkuss, sodass wir überhaupt nichts wegwerfen müssen und James bestimmt mit dem einen oder anderen Knistersäckchen bei seinen Freunden punkten kann.
Die Lotta-Rückgabe in Airport City verläuft unkompliziert. Niemand merkt, dass der Schlüssel für den Wassertank fehlt. Niemanden stört, dass Lotta unglaublich dreckig ist. Das Material ist komplett, wir haben sogar zwei Bratpfannen ergänzt. Keine Schäden (wurde ja von Epi geflickt). Adieu, Lotta 🙁 .Farewell Lötteli 😘

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Ein Bushlore-Mitarbeiter fährt uns – zu unserem Erstaunen ohne Navi – in die Stadt. Es stellt sich heraus, dass er doch eins gebraucht hätte und so navigiert Denise ein letztes Mal. Im Harper's House gibt es anfangs eine kleine Verwirrung, die erst aufgelöst wird, als wir merken, dass Andy und Andreas dieselbe Person sind.

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Spaziergang zur Waterfront, Mittagessen und Robben Island für den Folgetag gebucht. Das einsame Buschleben ist definitiv vorbei.

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Menschenmassen wälzen sich durch die Waterfront, überall gibt es Geschäfte und es ist etwas hektisch. Die Einheimischen raten uns, nachts nirgends zu Fuss hinzugehen – aber nicht wegen der wilden Tiere... Denise lädt eine Uber-App herunter und ein solches Fahrzeug bringt uns abends zur Ecke Church Street, Burgstreet. Dort nehmen wir auf der Terrasse Platz, werden von einem höchst sympathischen älteren Herrn bedient und freuen uns über ein fantastisches indisches Essen.

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zuletzt bearbeitet 31. März 2026
Themenstarter51 Beiträge · seit 201626. März 2026 · #46
Tag 66 - Robben Island
Robben Island. Lang anstehen, dann per Schiff rüber mit einer interessanten Dokumentation. Auf der Insel: Busfahrt, mehrere Stopps, kurz aussteigen. Die Pinguine gibt es auch. Dann das eigentliche Herz der Führung: Ein ehemaliger Häftling erzählt aus seinem Gefängnisalltag und aus der Zeit der Apartheid. Massen- und Einzelzellen. Wirklich beeindruckend und beklemmend.

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Die Organisation der Führung lässt zu wünschen übrig – etwas Massenabfertigung. Aber der Ort, die Geschichte und die Gebäude regen zum Nachdenken an. Abends ein Burger auf einer Dachterrasse, dann Rückkehr ins Harper's House.

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Tag 67 – Letzter ganzer Tag in Kapstadt
Frühstück im sonnigen Garten. Wir merken: es reicht langsam. Nicht das Reisen, nicht das Zusammensein – aber dieser Teil der Auszeit. Wir hätten gefühlt noch Wochen mit Lotta im Busch verbringen können. Durch diese Stadt zu flanieren empfinden wir als etwas fade.
Hop-on-Hop-off-Bus, Longstreet, Kanaltour, wieder Bus bis Hout Bay, Spaziergang am kalten Wasser, Weisswein im Strandcafé. Dann zum ersten Mal auf dieser Reise bewusste Trennung für zwei Stunden: Denise shoppt Souvenirs, Andy ist in Ruhe. Ergebnis: Wir beide finden es etwas öde, alleine durch die Waterfront zu flanieren. Fast zehn Wochen 24/7 miteinander – und es war wunderschön!

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Letztes Nachtessen auf dem Signal Hill mit Blick auf Lion's Head, Tafelberg und die Stadt. Buffet, durchschnittlich und fleischlastig. Am Nebentisch wird ein Geburtstag gefeiert, und trotz unserer Proteste bekommt jeder ein Stück Kuchen. Definitiv zu viel.

Tage 68 und 69 – Heimflug
Letzter Morgen. Wir sind nicht traurig, dass die Zeit in Kapstadt abläuft – aber noch immer traurig, dass das ganze Abenteuer endet. Frühstück, Sachen holen, letzter Spaziergang zur Waterfront, Touristenbus rund um den Tafelberg, am Meer entlang. Mittagessen. Taxi zum Flughafen.
Denises kleine Trinkflasche bleibt auf dem Gartentisch. Wir checken ein, müssen etwas insistieren für je zwei Mal 23 Kilogramm Gepäck. Dann Boarding.

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Ein letzter schöner Sonnenuntergang, etwas warten auf Starterlaubnis, und ein etwas rumpeliger Edelweiss-Flug mit minimal talentierten Flight Attendants bringt uns nach Zürich. Am frühen Morgen landen wir – und werden - Surprise Surprise! - von Eva, Domi und den Kindern abgeholt.

Schlussworte
Was für eine unvergleichliche Reise! Botswana hat uns überwältigt: mit seiner Tierwelt, seiner Einsamkeit, seinen endlosen Ebenen und Salzpfannen. Namibia hat uns verzaubert: mit dem Sambesi, dem Khaudum, Etendeka und der Skeleton Coast mit der Shipwreck Lodge. Südafrika hat uns empfangen und verabschiedet.
70 Tage, in denen wir gelernt haben, dass Lötteli eigentlich ganz brauchbar ist, wenn man ihm nicht blind vertraut, dass die Wasserpumpe Charakter hat, dass man bei 40 Grad und Elefanten auf drei Metern nicht nach der Kamera greift – ausser man heisst Denise. Dass ein Sandwich mit Chutney-Gurken-Käse fast jeden Tag gut schmeckt. Dass Pasta nie zu verachten sind. Und dass zwei Menschen, die fast zehn Wochen lang den ganzen Tag zusammen sind, am Ende immer noch glücklich zusammen sind.
Es soll nicht unsere letzte Reise ins südliche Afrika gewesen sein - die Vorbereitungen für Sommer 2027 laufen bereits...
zuletzt bearbeitet 31. März 2026
16,9k Beiträge · seit 201226. März 2026 · #47
deba schrieb:
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Das ist Miss Mogli. Sie ist dort als Executive Housekeeper tätig. 😎

Wenn alle Gäste das Frühstücksbuffet verlassen haben, gibt´s leckeren Käse und Schinken für ihre Bemühungen. 😎
Anschließend zieht sie sich zum Nickerchen in den Krankenwagen zurück, deswegen ist dort immer ein Fester leicht geöffnet.

LG
Logi
547 Beiträge · seit 201227. März 2026 · #48
Hallo Denise und Andy,

das war aber eine ganz tolle und interessante Reise, die ihr da gemacht habt! Herzlichen Dank fürs Berichten!
Und ganze 10 Wochen ist schon super! So lange haben wir es noch nie geschafft, aber nur für zwei oder drei Wochen fliegen wir auch nicht nach Südafrika. Bei uns sind es immer etwa sechs Wochen, so hat man wirklich viel Zeit um eine schöne Reise zu machen. Vieles von eurer Tour kennen wir, aber es hatte auch für uns unbekannte Gebiete dabei! Zum Beispiel die Skelett Küste würde uns auch sehr gut gefallen!
Nochmals vielen Dank für euren Einsatz mit dem Schreiben des Reiseberichts und Teilen eurer Erfahrungen!

Herzliche Grüße aus dem Kanton Bern,
Sue
2025 Aktueller Reisebericht Johannesburg bis Maun: https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/306515-in-5-wo-von-joburg-nach-maun-im-aug-sept-25.html?start=0 2023 Reisebericht Johannesburg bis Kapstadt: https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/304305-in-42-tagen-von-joburg-nach-kapstadt-okt-nov-23.html 2022 Reisebericht Westküste bis Etosha: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/302652-kapstadt-etosha-retour-bitte.html 2017 Reisebericht Richtersveld: https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/294971-richtersveld-richtersveld.html
Themenstarter51 Beiträge · seit 201631. März 2026 · #50
...und jetzt noch meine Schlussworte
Man hat's ja schon dem Schreibstil angemerkt: Südafrika hat uns nicht so geflasht. Am Schluss wurde sogar ein Stakkato daraus und vermutlich sind wir Kapstadt nicht ganz gerecht geworden - äxgüsi dafür 😊.
Hier nochmals die ganze Tour in der Kartenübersicht:
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Für Bilder der einzelnen Standorte ist die Prezi-Präsentation im ersten Beitrag hilfreich - oder frag nach. Wir haben für uns die einzelnen Campsites und Unterkünfte mit Elefäntchen (1🐘 z.B. H-Clip-By bis 5🐘 z.B. Baines Baobab) gewertet. Das ist aber im Nachhinein immer etwas relativ, da die jeweilige Gemütslage ja schon sehr mitspielt.
Alles in Allem würde ich mal sagen: Bis zur nächsten ist das die Reise unseres Lebens 😉
Vielen Dank allen, die mitgelesen haben. Noch danker denen, die sich beteiligt haben und immer noch sind wir offen für Hinweise und Verbesserungsvorschläge zur Gestaltung des Reiseberichts.
Aloha rondom und bis denn dann /d.

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Themenstarter51 Beiträge · seit 201631. März 2026 · #51
@Logi: Vielen Dank für die Aufklärung. Die Miss Mogli ist tatsächlich herzallerliebst und verdient sich ihre Häppchen redlich 😉
@Sue: Danke für deine liebe Rückmeldung, Sue. Ja, die Auszeit war echt ein Superprivileg. Nächstes Mal werden's leider "nur" vier Wochen werden.
@ Konni: Vielen lieben Dank für deine Rückmeldung und die grosse Mühe, die du dir dafür immer gibst. Ich schätze das sehr!

Kurze Frage zur Beantwortung der Forenbeiträge: Gibt es eine Möglichkeit, Beiträge direkt darunter zu kommentieren? Ich dachte erst, dafür sei der "Antwort"-Button jeweils da, das gibt aber nur einen neuen Beitrag am Schluss. Das fände ich noch praktisch, wo doch so schnell schon alles um die Ecke ist.
zuletzt bearbeitet 31. März 2026
768 Beiträge · seit 201701. Apr. 2026 · #52
Hallo Deba, vielen herzlichen Dank, dass wir an eurer tollen Reise teilnehmen durften. Mir hat der Bericht super gut gefallen. Etwas neidisch bin ich allerdings schon. Zehn Wochen reisen; einfach wow! Es sei euch gegönnt, und ich freue mich schon auf eure nächste Reise!
Mit Edelweiss fliege ich besonders gerne. Ich habe mich so gefreut, dass sie nun nach Windhoek fliegen, aber wir ziehen einen Nachtflug vor.
Liebe Grüsse Caroline
2016: Südafrika mit Gardenroute 2018 : Vic Falls, Namibia, Botswana, Mauritius 2020: Kapstadt und Gardenroute 2022: Namibia 2024: Namibia und Südafrika 2026: Namibia und Botswana in Planung :-)
Themenstarter51 Beiträge · seit 201606. Apr. 2026 · #53
Vielen Dank, liebe Caroline
Jaa, wir haben auch gerade gesehen, dass Edelweiss in den Sommermonaten direkt Windhoek anfliegt. Aber tatsächlich schreckt auch uns der Tagflug etwas ab. Mal schauen, vielleicht nehmen wir ihn nächstes Jahr trotzdem auf uns - im Sinne einer Horizonterweiterung 😉
zuletzt bearbeitet 06. Apr. 2026