Mora Mora (langsam, langsam) auf Nord-Madagaskar

Reisebericht 32 Antworten · 2'427 Aufrufe · gestartet 03. Dez. 2025 von fahrinurlaub
Themenstarter391 Beiträge · seit 200819. Dez. 2025 · #21
Der beliebteste Ausflug ab dem Ramena-Strand ist eine Segeltour mit der Piroge zum Smaragdmeer (Mer d'Émeraude). Unser Fahrer fuhr uns direkt nach dem Frühstück zum nahem Hafen. Dort sahen wir schon die Piroge aus Diego ankommen. Eine Gruppe von Studenten aus Antanarivo – in Diego zugestiegen – war dabei auszusteigen, um sich ein eigenes Boot zu organisieren. Der Skipper fragte uns, ob wir damit einverstanden wären, wenn sie mitkommen könnten. Natürlich, denn es war ja genug Platz auf dem Schiff. Wie sich dann herausstellte machte eine junge Frau aus der Gruppe eine Ausbildung zur Krankenschwester in Heidelberg und sprach perfekt Deutsch. Sie war auf Heimaturlaub und mit ihren Freunden nach Diego gereist. Unterwegs wurden noch zwei Männer von der Besatzung wortwörtlich in Meer 'geschmissen'. Sie sollten Fisch für das Mittagessen fangen. Kurz darauf steuerten wir die kleine Insel Nosy Suarez an. Hier sollten wir den Tag verbringen. Es gab Hütten, wo wir unsere Sachen ablegen konnte und auch später gegessen wurde.

Wir unternahmen gleich einen kurzen Spaziergang zum Aussichtspunkt. Der Ausblick ist einmalig… in der flachen Lagune reflektiert der schneeweisse Sand das Sonnenlicht in allen Türkis- und Smaragdtönen. Wir liefen noch weiter bis zur Spitze der kleinen Insel und sahen im offenen Meer den vor ca. 2 Jahren auf ein Korallenriff aufgelaufenen madag. Fischkutter. Er konnte wohl gesichert und das Öl abgepumpt werden aber aufgrund des Wellengangs war eine Bergung noch nicht möglich. Den restlichen Tag verbrachten wir am Strand mit baden und relaxen in der Beach-Hütte. Zur Lunchzeit wurden die von den zwei Besatzungsmitgliedern gefangenen Fische mariniert und gegrillt, als Beilagen wurden leckere Salate, Reis etc. serviert, es gab sogar Coco-Punch mit Vanille. Der Rückweg war wegen Wellengang etwas feuchter. Die Tour ist ein Must-Do wenn in Diego und gefiel uns ausgesprochen gut. Zum Sonnenuntergang unternahmen wir wieder einen Spaziergang am Ramena-Strand.

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Unser Skipper verbrachte zu Anfang der Pandemie 4 Wochen mit seiner Familie völlig abgeschieden auf Diego Suarez und ernährten sich ausschließlich von Fisch

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Die Studentengruppe aus Tana

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Wir nähern uns dem Smaragdmeer

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Die flache Lagune schillert in den allen Grün-Türkis-Blau Tönen

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Der Spaziergang zur Spitze

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Der Fischkutter ist vor einiger Zeit aufs Korallenriff aufgelaufen. Zum Glück konnte eine Ölpest verhindert werden. Er ist jetzt gesichert.

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Einsame Strände aber wenig Schatten

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Ein Einheimischer machte sich mit dem Boot auf dem Weg zur Insel und suchte am Strand nach Brennholz

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Das Essen wird zubereitet

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Frisch gefangen und gegrillt
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zuletzt bearbeitet 19. Dez. 2025
8'054 Beiträge · seit 200819. Dez. 2025 · #22
Hi,

Danke für die tollen Bilder.

Da kommen tolle Erinnerungen in Erscheinung. 🙂

Madagaskar bleibt eine super Insel.

Es grüsst
Annick
Südafrika 2014 http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/281763-miam-miam-und-mamamia.html Namibia 2014 [http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/283810/-die-frenchies-in-namibia.html] Tansania 2015 [http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285247-tansania-auf-jeden-fall-wieder.html] Uganda/Ruanda 2015 {http://namibia-forum.ch/forum/160-diverses/286948-uga,html} Tanzania 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/288428-rei,html} Südafrika/Simbabwe 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/290185.html} Südafrika Garden Road 2018 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/295032-the-garden-road-ein-bisschen-anders.html Malawi 2018{http://namibia-forum.ch/forum/154-diverses/296097-reisebericht-malawi-august-2018.html}
Themenstarter391 Beiträge · seit 200820. Dez. 2025 · #23
Ja, genau.
Das freut mich, dass du meinem Reisebericht folgst. Sind wir dir doch einfach nachgereist 🙂

Die Reise war sehr entspannend und abwechslungsreich… Strände, Natur, Tiere und netten Menschen auf kleinem Raum. Was will man mehr. Trotz der extremen Armut, sind die Madagassen insgesamt freundlich, sanft und zurückhaltend. Ausnahme… die Leute am Flughafen in Nosy Be und Fähranleger in Ankify.
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Themenstarter391 Beiträge · seit 200821. Dez. 2025 · #24
Am nächsten Morgen fuhren wir in nur 4,5 Std. zurück nach Ankify. Unterwegs berichtete unser Fahrer von den nächtlichen stundenlangen Stromausfällen in Diego und der schlechten Wasserversorgung im Lande. Sehr oft sahen wir am frühen Morgen in den Orten Menschen, wie sie mit mehreren leeren gelben Wasserkanistern zu öffentlichen Brunnen liefen. Die Infrastruktur ist eine Katastrophe, meinte er. Dies war auch wohl ein Hauptgrund für die Massenproteste im Oktober/November und führte dann zum Umsturz. Er war jedenfalls froh, dass die alte 'Mafiariege' (so seine Aussage) weg war. Da fast alle Unterkünfte mittlerweile Solar betrieben sind, haben wir von den Stromausfällen wenig mitbekommen.

Angekommen in Ankify überreichten wir das Trinkgeld unserem Fahrer und verabschiedeten uns dann von ihm. Wir wollten nicht auf die public ferry warten und buchten kurzfristig ein privates Schnellboot. Die Überfahrt nach Nosy Be war kurz aber schmerzhaft, nach jeder kleinen Welle und gefühlt jede Sekunden setzte das Schnellboot extrem hart auf. Angekommen in Nosy Be hatte ich doch tatsächlich Blasen am Hintern und der Rücken schmerzte etwas. Über booking.com hatten wir in Djamandjary vorab das Hotel Mahita-Tsara gebucht. Das Hotel liegt etwas oberhalb vom Strand mit super Ausblick auf die Küste, in der Nähe Dzamansar. Wir wollten etwas vom Dorfleben mitbekommen. In ca. 20 Minuten war man am Strand, der uns allerdings überhaupt nicht gefiel. Aber was soll's, dafür gabs einen großen Pool, einen schönen Garten und insgesamt eine tolle Anlage. Das Frühstück und Abendessen wurde auf der privaten Terrasse gereicht. Auch war es unsere einzige Anlage mit Aircon, die dank Solar auch die ganze Nacht durchlief.

Am nächsten Morgen liefen wir früh zur Straße, hielten dort ein Tuk Tuk an und fuhren zu Lemurialand. Wir waren die ersten Besucher und hatten die Tiere fast für uns alleine. Nach dem wir die angeschlossene Ylang Ylang Destillerie besucht hatten, fuhren wir zum großen Markt in Helleville, kauften Gewürze und Vanille. Lunch nahmen wir im 'Le Papillon' ein, einem sehr leckeren Italiener. Danke yvy für den Tipp.

Zurück waren wir schon am frühen Nachmittag und wollten, da Samstag, eigentlich den Moringue-Kampf im nahem Dorf Dzamansar besuchen. Aber seit einigen Tagen litt ich unter extremer Apetittlosigkeit und leichter Übelkeit, wahrscheinlich ausgelöst durch das Malariamittel Malarone. So machten wir es uns gemütlich am leeren Pool.

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Unsere private Terrasse vom Hotel Mahita Tsara mit Ausblick

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Der Ausblick vom Hotel auf die Küste

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Der Pool zum Sonnenuntergang.

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Der betörende Duft der Ylang Ylang Pflanzen hing über dem Pool und der Anlage

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Der Garten ist wunderschön angelegt

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Schildkröten Aufmarsch im Lemurialand

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Baby Krokodile

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Katta-Lemur mit Baby

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Die Sifakas waren einfach zauberhaft.

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Coquerel's sifaka

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Kronen-Maki mit Zwillingen

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Die Ylang Ylang Destillerie, uns wurde gesagt sie sei nicht mehr in Betrieb

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Tuk Tuk Aufmarsch am Markt von Helleville

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Ein Besuch des Marktes durfte nicht fehlen. Wir kauften hier Gewürze und Vanille

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zuletzt bearbeitet 21. Dez. 2025
Themenstarter391 Beiträge · seit 200822. Dez. 2025 · #25
Da wir im Süden von Nosy Be wohnten, bot sich ein Ausflug zum Lokobe NP an. Am Tag vorher organisierten wir über einen lokalen Anbieter die Wanderung in den Park. Nach dem Frühstück fuhren wir in einem Tuk Tuk zum Fischerdorf Ambatozavary. Unser Guide wartete schon im Strand-Restaurant auf uns. Zuerst liefen wir bei Ebbe zum Einbaum und paddelten anschließend gemeinsam mit Guide ca. 30 Min zum Ausgangspunkt der Wanderung. Es war schon recht viel los im Park… Touristen fütterten und machten Selfies mit Lemuren, Brookesia stumpffi wurden vom Boden aufgehoben und für alle sichtbar auf Ästen abgelegt, wir stolperten immer wieder über Touristengruppen und bei einem kleinen Naturepool sprangen die Massen ins kalte Wasser. Obwohl wir viele Tiere sahen, waren wir doch etwas enttäuscht von der Tour, das stellten wir uns anders vor. Wir hatten eine Wanderung mit Tiersichtungen erwartet und nicht ein Spaziergang im Zick Zack. Da war der Besuch am Vortag im Lemurialand angenehmer, weil eindeutig ein Freigehege Zoo besucht wird.

Vom Mittagessen hatte ich nicht viel, da ich immer noch unter Appetitlosigkeit und leichter Übelkeit litt. Anschließend fanden wir nebenan einen schönen Strandabschnitt zum Baden, das versöhnte etwas. Als wir für den Rückweg aufbrachen, war es schon ziemlich spät und am Himmel türmten sich die Gewitterwolken zusammen. Ein Motorboot zog unser und ein weiteres Einbaum recht schnell zum Ausgangspunkt zurück. Trocken erreichten wir unser Hotel.

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Fischerdorf Ambatozavary, hier starten die Boote zum Lokobe NP

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Wir mussten zum Einbaum wattlaufen.

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Eigenaktivität war angesagt

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Die Tiersichtungen. Die Schlange schlief seelenruhig bei dem Gewusel an Menschen.

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Zwei Brookesia stumpffi

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Auf dem Rückweg wurden wir gezogen.
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zuletzt bearbeitet 23. Dez. 2025
Themenstarter391 Beiträge · seit 200828. Dez. 2025 · #26
Wir hatten den Aufenthalt auf Nosy Be so geplant… drei Nächte in der Nähe einer Ortschaft im Süden der Insel (um dörfliches Leben kennen zu lernen) und drei weitere Nächte im abgeschiedenen Norden. Die nächste Station war das Long Beach Resort am Befotaka Bay. Schon als wir das Resort erreichten, waren wir begeistert von der schön geschwungen leeren Bucht. Was für ein Unterschied zum geschäftigen und zugebauten Süden. Unser Bungalow mit Außencouch hatte Ausblick auf den Long Beach und bei Flut konnten wir direkt ins Meer hüpfen. Allerdings war der Bungalow in der Nacht schlecht zu belüften, so das wir am zweiten Tag in einem größeren in der zweiten Reihe wechselten. Den ersten Tag verbrachten wir mit Baden und Spaziergängen entlang der Bucht.

Eigentlich wollten wir nach der extrem ruckeligen Schnellboot-Fahrt von Ankify nach Nosy Be keine weiteren Bootstouren mehr unternehmen. Die Blasen am Hintern waren gerade abgeheilt, Rücken schmerzte auch nicht mehr. Aber ein Mitarbeiter meinte, ein Reise nach Nord-Madagaskars ohne einen Besuch der Sandbank Nosy Iranya wäre unvollständig. Die Überfahrt sollte nicht mehr als ca. 80 Minuten dauern. Also buchten wir für den nächsten Tag diese Tour. Mit dem Hotel eigenem Auto wurden wir zum Ausgangspunkt, dem Ort Madirokely gefahren. Der Ort und auch der Strand gefiel uns überhaupt nicht… da sehr trubelig und verbaut, man sieht auch einiges an Sex-Tourismus. Auf dem Schnellboot waren ca. 15 Personen und die Überfahrt verlief – im Vergleich zu der vorigen – recht angenehm und nach der geplanten Zeit erreichten wir die Insel. Dort angekommen, unternahmen wir gleich einen Spaziergang zum anderen Ende der Sandbank und wieder zurück (ca. 3 km). Bei Flut verschwinden Teile der Sandbank im Meer. Anschließend wurde schon Lunch in dem kleinem Dorf serviert. Nebenan verkauften die heimischen Sakalava viele Souvenirs… vor allem Stoffe wie Tischdecken, Sarongs und Tücher. Danach spazierten wir, gemeinsam mit den anderen Tourteilnehmern, hinauf zum Aussichtspunkt. Das Panorama von oben ist einmalig. Ganz in der Nähe steht ein von Gustave Eiffel erbauter Leuchtturm. Wieder unten angekommen schnorchelten wir einige Zeit in der Bucht und beobachteten dabei Meeresschildkröten. Die Rückfahrt war wieder ganz okay.

Wir bedankten uns bei dem Mitarbeiter für den Tipp… die Tour war wunderschön, die zwei Inseln nicht überlaufen, es hat sich voll gelohnt.

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Angekommen im Long Beach Resort

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Der Bungalow direkt am Strand. Leider keine Belüftung im Schlafraum, da nebenan ein weiterer Bungalow

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Der Hauspool

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Spaziergang entlang der Bucht

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Fischerhütten

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Spaziergang entlang der Sandbank auf Nosy Iranya

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Das andere Ende der Sandbank erreicht. Immer wieder tolle Ausblicke

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Das kleine Dorf der Sakalava

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Die Tücher im Wind

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Der Architekt vom Leuchtturm baute auch den Eiffelturm in Paris

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Der Ausblick vom Aussichtspunkt
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zuletzt bearbeitet 28. Dez. 2025
897 Beiträge · seit 201510. Jan. 2026 · #27
Hallo Uli,
jetzt habe ich deinen Bericht endlich auch weiter lesen können.
Tsingys, Nature Lodge und Diego mit Ausflügen gefällt mir richtig gut.
Vielleicht doch noch mal ein zweites Mal hin, bevor es zu touristisch wird?

Schade, dass du in Dzamansar den Kampf nicht sehen konntest.
Das war sehr eindrucksvoll.
Lemurialand hat mir auch gut gefallen.
Was du vom Lokobe schreibst klingt ziemlich schrecklich.
Wie schade, wir hatten ein ganz anderes Erlebnis.
Das Long Beach hat uns auch sehr gut gefallen. Weit ab von allem Trubel.
Beim Anblick des Ylang Fotos habe ich direkt wieder den Duft in die Nase bekommen 😁
Mora Mora yvy
https://www.yp-travel-photography.de/andere-afrikanische-l%C3%A4nder/uganda-2025-gorillas-im-nebel/ https://www.yp-travel-photography.de/andere-afrikanische-l%C3%A4nder/madagaskar-2024-nosy-be/ https://www.yp-travel-photography.de/nord-und-mittelamerika/costa-rica-2024-pura-vida-2/ https://www.yp-travel-photography.de/andere-afrikanische-l%C3%A4nder/seychellen-2023-zur%C3%BCck-im-paradies/ https://www.yp-travel-photography.de/nordamerika/costa-rica-2022-pura-vida/ https://www.yp-travel-photography.de/andere-afrikanische-l%C3%A4nder/tanzania-2022-safari-in-der-serengeti-und-sansibar/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/namibia-2019-der-tierreiche-norden/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/namibia-2015-der-trockene-s%C3%BCden/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/sansibar-2019-hakuna-matata-auf-der-gew%C3%BCrzinsel/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/mauritius-2017-trauminsel-im-indischen-ocean/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/s%C3%BCdafrika-2018-19-jahreswechsel-an-der-gardenroute-2/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/s%C3%BCdafrika-2016-in-style/
Themenstarter391 Beiträge · seit 200812. Jan. 2026 · #28
yp-travel-photography schrieb:
Schade, dass du in Dzamansar den Kampf nicht sehen konntest.
Das war sehr eindrucksvoll.
Ja, hatte ich bei dir gelesen und war fest eingeplant. Allerdings hat die Übelkeit und Apetittlosigkeit von der Malaria-Prophylaxe mich dann doch zum Bungalow gezogen.
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Themenstarter391 Beiträge · seit 200812. Jan. 2026 · #29
Ich hoffe Ihr seit alle gut ins Neue Jahr gestartet und plant fleißig weitere Reisen.

In der Nacht hatte es kräftig geregnet aber am Morgen schien schon wieder die Sonne. Wir wollten eigentlich für den Tag Mountainbikes ausleihen und den nördlichen Teil der Insel erkunden. Doch die Fahrräder waren viel zu klein und durch den Regen waren die Pisten extrem matschig. Da tiefste Ebbe war, entschieden wir uns für ein Strandspaziergang Richtung Norden… mal schauen wie weit wir kommen sollten. Wir liefen vorbei an einsamen Buchten und irgendwann begleiteten uns zwei Hunde aus einer Anlage, denen es wohl zu langweilig dort war… denn es gab ja kaum Gäste. Die Hunde vertrieben unterwegs kleine Zebuherden am Strand und sorgten in den kleinen Dörfern immer wieder für lautes Aufsehen. Irgendwann wurde der kleinere Hund von einem Rudel im Dorf vertrieben, der größere folgte uns aber weiterhin. Gegen Mittag und nach ca. 12 km erreichten wir die Sangany Lodge und nahmen dort auf der Terrasse mit Meerblick ein leckeres Mittagessen ein. Anschließend spazierten wir noch etwas weiter und nahmen ein ausgiebiges Bad im warmen Meer. Für den Rückweg organisierte uns das Personal im Sangany ein Tuk Tuk zum Long Beach.

Der Tag war einfach wunderschön und klang aus mit einem Abendessen und Cocktail im Restaurant. Zum Glück hatte sich mein Magen beruhigt. Die letzte Nacht auf Madagaskar war angebrochen und es hieß Koffer packen. Am nächsten Morgen konnten wir noch einen kurzen Spaziergang am Long Beach unternehmen bevor wir dann zum Airport mussten.

Man hatte uns schon gewarnt, dass das Personal am Flughafen fast von jeden Ausreisenden Bakschisch verlangt. Und so war es auch… alle wollten Geld. Wir weigerten uns für Stempel usw. zu zahlen. Als wir dann schon durch die Security waren, wurde wir doch noch ausgerufen. Anscheinend hatten wir zuviel Vanille und Gewürze dabei, obwohl wir weit unter den Freimengen lagen. Nach einigen Diskussionen (hier ist es wichtig immer freundlich zu bleiben) zahlten wir dann 40.000 Ariary. Die Kontrollen sind eine Farce und wahrscheinlich kann man hier für Bakschisch alles transportieren. Fast jeder Passagier wurde nach der Sicherheitskontrolle nochmal zurück in ein Büro ins Hauptgebäude geleitet, um Geld rauszurücken.

Der Flug verlief ohne Probleme und nach einem kurzen Aufenthalt in Addis Abeba waren wir gegen Mitternacht in Kairo. Hier hatten wir das Le Meridian Cairo Airport direkt am Flughafen gebucht und fielen erschöpft in die Betten.

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Die Strandwanderung, ca. 13 km

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Bei Ebbe vorbei an einsamen Buchten

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Eine kleine Lagune mit großem Flammenbaum in Blüte

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Der Ausblick von der Terrasse der Sangany Lodge

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Kinder am Strand

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Der Hund, unser treuer Begleiter

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zuletzt bearbeitet 13. Jan. 2026
Themenstarter391 Beiträge · seit 200813. Jan. 2026 · #30
Nach einem ausgiebigen und exzellenten Frühstück im Le Meridien wechselten wir am nächsten Morgen zu einem zentraleren Hotel auf der Nilinsel Zamalek, dem Novotel Cairo El Borg. Von der Hotelterrasse hat man einen fantastischen Ausblick auf die Qasr El Nil Brücke und die Megastadt. Da wir schon einiges in Kairo auf früheren Reisen gesehen hatte, wollte ich das wenig besuchte Stadtviertel Garden City besichtigen. Angelegt wurde der Stadtteil zu Beginn des 20 Jahrhunderts als Wohnviertel der politischen und Wirtschaftselite Kairos. Nach der Revolution von 1952 zog die Oberschicht und das Militär allerdings nach Heliopolis. Heute verfällt das Viertel zunehmend. Aber der Charme von alten leerstehenden Villen, von Bäumen gesäumten schattigen Straßen und dicken Staubschichten auf den Autos finde ich interessant. Ein kurzer Spaziergang über die o.g. Brücke und wir waren schon dort. Im Viertel ist es auch einfach Fotos zu machen. In der Innenstadt steht an fast jeder 2ten Kreuzung ein Militärkonvoi und da ist fotografieren ein absolutes NO-GO.

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Zum Teil werden die Gebäude noch genutzt

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Unterwegs in den schattigen Straßen von Garden City

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Wachhund

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Der Tahrir Platz liegt ganz in der Nähe von Garden City

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Der Ausblick vom Hotelzimmer auf den Cairo Tower

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Der Ausblick von der Hotelterrasse auf die Megastadt

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Ein Event im Cairo Opera House
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zuletzt bearbeitet 13. Jan. 2026
Themenstarter391 Beiträge · seit 200814. Jan. 2026 · #31
Der letzte Tag unserer Reise war angebrochen und wir wollten das neue Grand Egyptian Museum, kurz GEM besuchen… der eigentliche Grund für unseren Aufenthalt in der Stadt. Auf unserem langem Stopover nach Nosy Be hatten wir Ausschnitte der pompösen Eröffnung live im TV am Flughafen gesehen. Zum Glück hatte ich die Karten vorab im Oktober online gebucht, denn auf Grund des starken Andrangs wurde kurz vor unserem Besuch der Verkauf am Einlass eingestellt. Das Museum öffnete um 9 Uhr und schon eine halbe Stunde vor Einlass waren wir dort. Der Einlass klappte reibungslos und so früh war auch noch nicht viel los. Wir organisierten schnell noch einen Audioguide. Das Museum ist überwältigend, sowohl von der Architektur als auch von den Exponaten. Einen starken Menschenandrang gab es in der Tutanchamun Abteilung… hier wurden wir in Reihen um die Büste geführt. Dort sammelten sich auch die vielen Reisegruppen. Nach ca. 4 Stunden waren wir so 'erschlagen', dass wir nach einem kurzem Lunch im Food Court das Museum verließen. Jetzt strömten auch die Massen, vor allem Gruppen von jungen Ägyptern ins Museum.

Wir wollten noch nach Alt-Kairo, dem islamischen Viertel, um einige Gewürze zu kaufen. Wenn in Kairo, dann klappt der Transport am schnellsten und einfachsten mit einem Uber-Taxi. Trotz des starken Verkehrs waren wir recht schnell dort und schlenderten noch kurz durch die Altstadt. Allerdings fand sich kein Uber-Taxi zurück zum Hotel. Wahrscheinlich lohnt sich die kurze Fahrt nicht. So mussten wir noch einiges bis zur nächsten Metrostation laufen. Da Rush-Hour war es sehr voll und eng. Aber nach einmal Umsteigen waren wir auf der Nilinsel Zamalek.

Als wir die Opera Metro Station verließen, sahen wir viele junge Hipster vor dem Eingang eines großen Park stehen aus dem hippe Musik zu hören war. Hier findet jeden Samstag ein interessanter Flohmarkt satt, der Cairo Flea Market. Dort wird gesundes, veganes Bio-Essen angeboten sowie Trödel, Vintage-Mode und Schmuck verkauft. Zu der angesagten Musik einer Band tanzten ausgelassen die jungen Ägypter… ob Mann oder Frau. Ich fühlte mich doch tatsächlich zurück versetzt in meinem altem Kiez, dem Prenzelberg/Berlin… zum Flohmarkt mit Karaoke im Mauerpark. Auch das ist Kairo.

Zum Abendessen genossen wir wieder den Ausblick von der Dachterrasse des Novotels.

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Tolle Architektur

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Der Ausblick auf die Pyramiden

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Menschenandrang in der Tutanchamun Abteilung

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Noch schnell in Alt Kairo Gewürze besorgen

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Ist das noch Kairo oder schon Berlin Mauerpark?

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zuletzt bearbeitet 14. Jan. 2026
Themenstarter391 Beiträge · seit 200814. Jan. 2026 · #32
Fazit der Reise… es war eine unserer Schönsten.

Wie immer haben wir alles selbst organisiert. Trotz der Unruhen kurz vor unserer Abreise und keine Französischkenntnisse unsererseits, hatten wir eine sehr entspannte Zeit. Die Tour mit dem Taxiunternehmen verlief reibungslos und planmäßig. Wir mussten uns in dieser Zeit um nichts kümmern, was ja auch mal sehr angenehm ist. Es war der perfekte Mix aus Natur, Strände, Tiere und Kultur (allerdings nur in Kairo). Obwohl Madagaskar unter extremer Armut, Korruption und Misswirtschaft leidet (es zählt zu 10 ärmsten Ländern der Welt), sind die Madagassen freundlich, zurückhaltend und liebenswert. Wir werden bestimmt noch ein drittes Mal die Insel besuchen.

Der wilde Reiter
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1'470 Beiträge · seit 200816. Jan. 2026 · #33
Hallo Ihr beiden,

vielen Dank für den wunderschönen Reisebericht über unser geliebtes Madagaskar. Wir waren ja leider seit 2014 nicht mehr dort. Aber Eure Runde macht ganz viel Lust darauf, der Insel wieder einmal einen Besuch abzustatten. Meine Sehnsucht ist quasi wieder erweckt worden. Ihr habt da wirklich sehr schöne Fotos gemacht!!!
Seid Ihr noch in Berlin wohnhaft???
Ganz liebe Grüße,

Moose.
http://www.bilder-upload.eu/show.php?file=a8a948-1342536910.jpg Fotobericht Madagaskar 2012 - Zwei Knäckebrote auf Lemurensuche Fotobericht Südafrika 2013 - Von Elefanten gejagt, von Katzen verlassen Fotobericht Madagaskar 2014 - Madagascar Ostküste - Teil 2 der Knäckebrot-Saga