Learning by doing - Namibia 2.0

Reisebericht 136 Antworten · 16,1k Aufrufe · gestartet 13. Sept. 2025 von Melanie1982
Themenstarter635 Beiträge · seit 202305. Okt. 2025 · #81
Aus unserem Plan, am Nachmittag hier zu chillen, wird dann doch nichts. Es ist sehr heiß und auch sehr windig, da macht es auf dem Platz einfach nicht so viel Spaß.
Wir beschließen, das Restaurant zu testen, Hunger haben wir ja schließlich dann auch. Unseren Tisch und die Stühle lassen wir stehen, so kann jeder erkennen, dass der Platz belegt ist.

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Im Restaurant ist es sehr angenehm, wir essen Fisch, Impala-Steak und die Kinder Pommes. Das Essen schmeckt richtig gut, da kann man echt nicht meckern.


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Dann beschließen wir, noch eine Runde zu drehen, weil es uns einfach zu heiß ist und das Auto ja ne gute Klima hat. Ich merke inzwischen allerdings auch schon, dass mir die Klima Halsschmerzen bringt. Da bin ich immer ziemlich empfindlich. Deswegen haben wir sie meistens sehr niedrig eingestellt.

Mein Mann hat heute keine Lust mehr, zu fahren. Juhu, endlich darf ich auch mal 😎 Immer nur Beifahrer zu sein ist ja auch nicht so spannend.
Wir entscheiden uns für den Rhino Drive - die vermutlich schlechteste Entscheidung. Die Strecke ist nicht nur in unglaublich schlechtem Zustand, wir sehen auch so gar keine Tiere. Das zieht sich ganz schön...

Das Auto zeigt inzwischen 36 Grad Außentemperatur. Losgefahren sind wir um 16 Uhr, nach fast einer Stunde absoluter Langeweile sind wir wieder in der Nähe der Etosha-Pfanne und sehen vereinzelt Giraffen. Endlich!


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Und dann sehen wir Elefanten! Keine große Herde wie heute Vormittag, sondern 3 einzelne Bullen, die sich uns aber sehr schön zeigen.
Einer hält sich immer lieber ein bisschen abseits der anderen beiden auf.


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Aber die beiden sind schon sehr schön anzusehen und wir haben sie ganz für uns alleine!


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Schön, wie sie hier so am Hang stehen und wir direkt daneben. Als Fahrer bin ich hier dann zwar etwas unruhiger als als Beifahrer. Aber wir rücken ihnen nicht auf die Pelle, also sind sie auch zufrieden und stören sich nicht an uns.

Nach einiger Zeit lassen wir sie in Ruhe und fahren weiter, es ist immerhin schon nach 17 Uhr und wir müssen ja rechtzeitig zurück im Camp sein. Aber gleich sehen wir nochmal einzelne Elefanten, ein immer wieder toller Anblick!


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zuletzt bearbeitet 05. Okt. 2025
Themenstarter635 Beiträge · seit 202305. Okt. 2025 · #82
Diesen hier finde ich sehr cool 🙂


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Wir machen noch einen Abstecher nach Rietfontein, dort ist auch ein bisschen was los.

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Dann müssen wir aber wirklich los, bis Halali sind es schließlich noch einige Kilometer und wir wollen ja nicht zu spät kommen.

Als wir auf unserem Campingplatz ankommen, müssen wir verschiedene Dinge feststellen. Auf unserem (vermeintlich großen) Platz stehen 2 weitere Fahrzeuge. Hm, von mir aus, da tu ich nicht rum. Vorallem, weil wir ja nur denken, dass das alles unser Platz ist. Könnten auch 2 sein. Aber keine 3.
Was aber viel krasser ist: unser Tisch und 2 Stühle fehlen. Im Hinfahren sage ich zu meinem Mann noch, dass unser Nachbar bestimmt unseren Tisch und die beiden Stühle hat. Eigentlich war es als Scherz gemeint, aber passen würde es. Wir parken und beobachten unseren Nachbarn und sein Auto etwas genauer. Hm, sieht so aus, als hätte er seinen Tisch noch oben im Fahrzeug drin. Unglaublich!
Mein Mann wackelt rüber und versucht, ihm zu erklären, dass das eventuell unser Tisch sein könnte. "Pas de problème" ist die Antwort und er bleibt sitzen. Aha, er versteht es wohl nicht so ganz. Mein Mann erklärt ihm, dass der Tisch und die Stühle, die bei uns standen, von uns waren und kein Allgemeingut. "Pas de problème."
Ja gut, so kommt er wohl nicht weiter. Irgendwie versucht er ihm, nochmal zu sagen, dass das unsere Sachen sind (man erkennt es auch an der Tischoberfläche!) und nimmt dann den Tisch und trägt ihn wieder zu uns rüber. Da versteht der Franzose scheinbar, was mein Mann meint und steht dann doch von seinem - unserem Stuhl auf. Und als wir alles wieder bei uns haben, packt er seinen Tisch und die Stühle aus. Unglaublich! Ich weiß jetzt nicht, ob er einfach nur dreist ist oder ob er es nicht besser wusste. Pffff... Immerhin müssen wir der Autovermietung nicht erklären, dass wir nur noch 2 Stühle zurückbringen 😄

Inzwischen merken wir, dass die Wünsche und Meinungen bzgl Urlaub und dessen Gestaltung innerhalb der Familie etwas unterschiedlicher werden. Unsere Große möchte einfach nur ins Dachzelt und mit ihren Freundinnen telefonieren. Wasserloch? Nein danke! Wir überlegen kurz und beschließen, dass es für uns ok ist, wenn es ihr nichts ausmacht, ohne uns hier zu sein. Und so weit ist das Wasserloch ja auch wieder nicht weg, Empfang hat man hier sehr gut (für den Fall der Fälle).
Also gehen wir heute nur noch zu dritt ans Wasserloch.
Und hier gefällt es uns sehr gut. Schon alleine wie die Sitzmöglichkeiten angeordnet sind, Bänke und flache Steine, dann etwas erhöht, das hat schon was.
Es ist gerade dunkel geworden, als wir eintreffen und wir ergattern noch einen halbwegs guten Platz.


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Schon nähert sich eine Hyäne.


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Ok, ich arbeite wieder nur mit dem Handy und das Bild ist nicht gerade der Hit, aber man kann sie erkennen. Unsere zweite Hyäne und das an einem Tag, wie cool!
Es nähert sich noch eine zweite, die sich aber nicht näher herantraut, weil sich eine Herde Elefanten durch die Büsche ans Wasserloch kämpft. Ach, wie schön!


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Dazwischen taucht plötzlich ein weiterer grauer Besucher auf.


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So viele Kleine, die wieder so viel Spaß am und im Wasser haben, da bin ich einfach hin und weg.

Nach gut 20 Minuten machen sie nach und nach wieder Platz.


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Ein R. nach dem anderen taucht auf, es waren insgesamt sicher 7 oder 8 verschiedene, teilweise nacheinander, teilweise gleichzeitig.


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Um halb zehn werden wir langsam müde. Unsere Kleine möchte ins Bett. Also bringe ich sie zurück und gehe dann aber nochmal kurz ans Wasserloch. Wir sehen noch Zebras, irgendwann fallen uns aber auch fast die Augen zu und wir beschließen, es für heute gut sein zu lassen. Es war doch wieder ein langer Tag und ich merke so langsam, dass ich eine Erkältung bekomme. Da ist schlafen auch immer die beste Medizin.
zuletzt bearbeitet 05. Okt. 2025
132 Beiträge · seit 202305. Okt. 2025 · #83
Hallo Melanie,

ich lese auch weiterhin mit! Schöne Sichtungen hattet ihr, insbesondere der Leo (oder eigentlich sogar die zwei Leos) sind ja Klasse! Freut mich, dass das mit dem Campen so gut und problemlos geklappt hat 🙂

Liebe Grüße
Johanna
311 Beiträge · seit 201705. Okt. 2025 · #84
Hallo Melanie,
ich oute mich auch mal als stiller Mitleser. Eure Photos sind klasse, und ihr habt wirklich tolle Sichtungen gehabt.
Ich hoffe, Du erlaubst mir aber einen kleinen Hinweis. Auf Seite 4 beschreibst du euren Aufenthalt an der Spitzkoppe und zeigst zwei Photos mit dem Kommentar
Melanie1982 schrieb:Aber wir sehen ein Steinböckchen. Eigentlich sind es sogar zwei, wie süß!
Ich bin ziemlich sicher, dass es sich zumindest bei dem zweiten Bild nicht um ein Steinböckchen, sondern um einen Klippspringer handelt. Beide zählen zu den Zwergantilopen und lassen sich leicht verwechseln. Beim ersten Bild bin ich nicht hundertprozentig sicher, würde aber wegen des Habitats auch eher auf Klippspringer tippen.
Ein Steinböckchen würde man nicht in der Nähe von Felsen, schon gar nicht auf Felsen vermuten, denn das Habitat von Steinböckchen ist eher die offene Gras- und Buschsavanne, während sich Klippspringer typischerweise in Felslandschaften und eben - wie auf dem zweiten Bild - oft auf nacktem Fels tummeln. Auch erscheint die Fellzeichnung eher nicht homogen braun wie beim Steinböckchen, sondern eher typisch grau-braun gesprenkelt - ganz ähnlich wie auch beim Dik Dik. Last not least kann man auch gerade auf dem zweiten Bild den für Klippspringer typischen "Zehengang" erkennen.
Ich hoffe, Du erlaubst mir den Einwurf von der Seitenlinie.
Bin gespannt, was ihr sonst noch so erlebt habt.
Viele Grüße Robert
Themenstarter635 Beiträge · seit 202305. Okt. 2025 · #85
JohannaHen schrieb:Hallo Melanie,

ich lese auch weiterhin mit! Schöne Sichtungen hattet ihr, insbesondere der Leo (oder eigentlich sogar die zwei Leos) sind ja Klasse! Freut mich, dass das mit dem Campen so gut und problemlos geklappt hat 🙂

Liebe Grüße
Johanna
Hallo Johanna,

wir haben uns mit der Zeit mit dem Campen ganz gut eingegroovt. Was ich aber wirklich etwas anstrengend finde, ist das Kochen, Abspülen und Aufräumen (also nicht in einer richtigen Küche), am besten auch noch nachts. Deswegen sind wir mehr und mehr dazu übergegangen, Essen zu gehen, wo es möglich war. Was natürlich auch nicht extra günstig war. Aber im Dachzelt zu schlafen war irgendwann ganz normal und wir haben dann auch echt gut geschlafen.
Themenstarter635 Beiträge · seit 202305. Okt. 2025 · #86
Sangwali schrieb:Hallo Melanie,
ich oute mich auch mal als stiller Mitleser. Eure Photos sind klasse, und ihr habt wirklich tolle Sichtungen gehabt.
Ich hoffe, Du erlaubst mir aber einen kleinen Hinweis. Auf Seite 4 beschreibst du euren Aufenthalt an der Spitzkoppe und zeigst zwei Photos mit dem Kommentar
Melanie1982 schrieb:Aber wir sehen ein Steinböckchen. Eigentlich sind es sogar zwei, wie süß!
Ich bin ziemlich sicher, dass es sich zumindest bei dem zweiten Bild nicht um ein Steinböckchen, sondern um einen Klippspringer handelt. Beide zählen zu den Zwergantilopen und lassen sich leicht verwechseln. Beim ersten Bild bin ich nicht hundertprozentig sicher, würde aber wegen des Habitats auch eher auf Klippspringer tippen.
Ein Steinböckchen würde man nicht in der Nähe von Felsen, schon gar nicht auf Felsen vermuten, denn das Habitat von Steinböckchen ist eher die offene Gras- und Buschsavanne, während sich Klippspringer typischerweise in Felslandschaften und eben - wie auf dem zweiten Bild - oft auf nacktem Fels tummeln. Auch erscheint die Fellzeichnung eher nicht homogen braun wie beim Steinböckchen, sondern eher typisch grau-braun gesprenkelt - ganz ähnlich wie auch beim Dik Dik. Last not least kann man auch gerade auf dem zweiten Bild den für Klippspringer typischen "Zehengang" erkennen.
Ich hoffe, Du erlaubst mir den Einwurf von der Seitenlinie.
Bin gespannt, was ihr sonst noch so erlebt habt.
Viele Grüße Robert
Hallo Robert,

vielen Dank für den Hinweis. Ich tu mich bei der Bestimmung von Dik Diks, Duikern, Steinböckchen und Klippspringern immer noch sehr schwer. Deshalb bin ich auch immer dankbar, wenn ich da korrigiert werde. Irgendwann werde ich sie hoffentlich mal leichter auseinander halten.

Gleich folgt noch ein weiteres Kapitel, ich freue mich, dass du mitliest.
768 Beiträge · seit 201705. Okt. 2025 · #87
Hallo Melanie, ein herzliches Dankeschön zwischendurch. Ich bin weiterhin gerne mit dabei.
Teenies kann man nicht immer verstehen 😉. Ja die Klimaanlagen… ich muss da auch immer vorsichtig sein. Hoffentlich hat dir dein Schlaf gut getan! Liebe Grüsse Caroline
2016: Südafrika mit Gardenroute 2018 : Vic Falls, Namibia, Botswana, Mauritius 2020: Kapstadt und Gardenroute 2022: Namibia 2024: Namibia und Südafrika 2026: Namibia und Botswana in Planung :-)
Themenstarter635 Beiträge · seit 202305. Okt. 2025 · #88
Enilorac65 schrieb:Hallo Melanie, ein herzliches Dankeschön zwischendurch. Ich bin weiterhin gerne mit dabei.
Teenies kann man nicht immer verstehen 😉. Ja die Klimaanlagen… ich muss da auch immer vorsichtig sein. Hoffentlich hat dir dein Schlaf gut getan! Liebe Grüsse Caroline
Ich hab auch immer einen Schal dabei, wenn wir fliegen. Nur hatte der jetzt eine andere Verwendung: er wurde ins Rückfenster geklemmt, um Schatten zu werfen 😄

Das mit den Teenies wird auch nicht besser, das merken wir immer mehr. Deshalb wurde auch der Urlaub für nächstes Jahr doch anders gebucht als geplant. Dazu am Ende dann mehr 😎
Themenstarter635 Beiträge · seit 202305. Okt. 2025 · #89
Dienstag, 02.09.2025

Nach einer angenehmen Nacht zieht es mich um kurz nach 6 Uhr schon wieder aus dem Zelt. Zuhause hasse ich es, wenn ich so früh aufstehen muss, hier stört es mich gar nicht. Im Gegenteil, ich hätte Angst, etwas zu verpassen 🙂

Wir starten den Tag eigentlich wie immer: mit einem schnellen Frühstück zum Sonnenaufgang.


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Bis dann aber wirklich alle aus den Federn krabbeln, sich fertig machen und wir die Zelte zusammenklappen, ist es schon nach halb neun. Ein kurzer Blick ans Wasserloch - nix los. Im Shop kaufen wir noch ein paar Kleinigkeiten und ich lege mir ein neues Halstuch zu, meine Erkältung scheint schlimmer zu werden. Hals- oder Hustenbonbons habe ich bisher leider nirgendwo entdecken können. Aber wir haben Kamillentee dabei, der hilft mir auch ganz gut.

Um kurz vor 9 Uhr verlassen wir Halali.

Fazit Halali

Zum Campen hat es auf jeden Fall gepasst. Zu unserer Zeit ist scheinbar schon wieder ein bisschen weniger los, wir empfanden es nicht als zu voll. Das Wasserloch ist auf jeden Fall sehr sehr schön und bei einem weiteren Etosha-Besuch würde ich hier auch gerne wieder eine Nacht verbringen.
Ansonsten ist der Platz nichts besonderes, aber die Angestellten, mit denen wir zu tun hatten, waren sehr nett. Im Shop gibt es das übliche/nötigste. Eigentlich wie in Okaukuejo. Ich hatte weniger erwartet und bin deshalb zufrieden gewesen. Im Nachbarforum habe ich heute einen Bericht von einer Reise gelesen, die ca. 2 Wochen vor unserer stattfand. Allerdings auch nicht als Camper, sondern in festen Unterkünften. Da kamen sowohl Okaukuejo als auch Halali extrem schlecht weg, was die Unterkünfte, das Essen und die Angestellten betraf. Vielleicht hatten wir einfach eine gute Zeit erwischt oder wir empfanden es als nicht so schlimm, weil wir mit dem Schlimmsten gerechnet haben 🤩
Im Dachzelt also jederzeit wieder!
zuletzt bearbeitet 05. Okt. 2025
Themenstarter635 Beiträge · seit 202305. Okt. 2025 · #90
Auf unser heutiges Ziel freue ich mich so richtig: Onguma! Dort werden wir 3 Nächte auf der Tamboti Campsite verbringen. Endlich kann man sich mal etwas mehr und länger ausbreiten 😄
Außerdem freuen wir uns auf den wildreicheren Osten des Parks, der kam letztes Jahr fast ein bisschen zu kurz.

Zuerst einmal fahren wir also von Halali Richtung Hauptpad.

Kuhantilopen, Zebras und Oryxe säumen den Wegesrand. Und dazwischen eine Hyäne. Ach was, sollten wir hier jetzt ein Abo haben? Wie cool ist das denn?

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Weiter geht es mit Gnus und kämpfenden Springböcken, um diese Uhrzeit ist noch gut was los hier.


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Den Etosha Lookout lassen wir dieses Jahr aus. Letztes Jahr waren die 3 Kilometer dorthin so furchtbar schlecht und eigentlich reicht es auch, wenn man ein Mal dort war. Deswegen biegen wir lieber rechts ab, wo es zu den Wasserlöchern Goas und Noniams geht.

Die Strecke ist auch nicht wirklich prickelnd, aber bei Goas steppt gerade der Bär 😁

Zebras über Zebras, am Wasserloch, daneben, auf der Straße, neben der Straße, einfach überall. Dazu viele Kuhantilopen, das macht richtig Spaß, dem Treiben zuzuschauen.


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Die Fahrt nach Noniams hätten wir uns dagegen sparen können (wobei es ja nicht weit ist): die Straße ist nicht wirklich gut, das Wasserloch leer.



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zuletzt bearbeitet 06. Okt. 2025
Themenstarter635 Beiträge · seit 202306. Okt. 2025 · #91
Auf dem weiteren Weg bleibt es erst mal ein bisschen ruhiger. Unsere Tochter muss dann so dringend auf die Toilette, dass wir den Rastplatz kurz vor Batia anfahren. Letztes Jahr mit kaputtem Zaun und offenem WC (die Tür lag im Gras daneben) hatten wir ja schon ein bisschen Bammel, eigentlich wollten wir das dieses Jahr nicht wiederholen. Aber: auch hier alles neu.


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Sogar mit einem Ausguck 🙂

Da hat der Staat dann doch mal Geld investiert, das war auch wirklich bitter nötig. Auch das nächste WC ist neu, vielleicht haben sie in dieser Hinsicht doch den Park mal generalüberholt.
Nur ich hab immer ein bisschen Respekt, wenn ich hier aussteigen muss, um das Tor zu öffnen und zu schließen. Das Gras ist schon sehr hoch und wenn wir einen schlafenden Löwen auch ohne Gras schon nicht gleich sehen, wie ist das dann mit Gras? Aber es geht alles gut, sonst würde ich den Bericht vermutlich gerade eher nicht schreiben.

Weiter geht es Richtung Springbokfontein und Okerfontein.

Zuerst wieder viele Gnus und Zebras. Die Kleinen liegen manchmal einfach wie tot auf dem Boden, vermutlich ist ihnen zu heiß.


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Und dann sehen wir wieder ein paar Elis 😎

Einen nur noch von hinten

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ein anderer überquert gemütlich vor uns die Straße


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und ein dritter läuft entspannt ein Stück neben uns her. Wie schön!

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Beim Abzweig zum Wasserloch Kalkheuwel überlegen wir... die Strecke war furchtbar letztes Jahr. Aber da haben sie inzwischen bestimmt was gemacht. Also los. Und nein, es wurde tatsächlich nix gemacht, sondern es war sogar noch schlimmer... Die schlechteste Straße des ganzen Parks und am Wasserloch? Wurden wir mit gähnender Leere empfangen. Und dann das ganze bitte wieder zurück 🙄

Der Rest ging wieder besser, beim Chudob-Dreieck hoffen wir, vielleicht die Gepardin vom letzten Jahr (oder auch einen Artgenossen) zu sehen, aber nichts. Gar nichts. Gut, es ist kurz nach Mittag, es ist heiß, es ist immer noch windig, wir wollen erst mal nach Onguma.

Auf der Teerstraße Richtung Gate erwartet uns jetzt aber erst mal noch eine Herde Elefanten, die sich im Schatten eines Baumes zusammenpfercht.


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Der Kleinste ist total am Ende



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Und dann beginnt eine ganz kleine Odyssee für uns, denn wir haben viel mehr Diesel verbraucht als gedacht 😵
zuletzt bearbeitet 06. Okt. 2025
Themenstarter635 Beiträge · seit 202306. Okt. 2025 · #92
Warum wir uns vorher keine Gedanken übers Tanken gemacht haben, ist mir jetzt nicht mehr wirklich klar. Wir wussten ja, dass es im Etosha keinen Sprit gibt. Leicht hätten wir vom Ombika-Wasserloch aus aus dem Park zum Tanken fahren können. Der Tank war aber immer so voll, dass wir einfach nicht dran gedacht haben. Und jetzt stellen wir fest, dass wir bei weiteren 3 Nächten hier vermutlich doch ziemlich an die Grenzen des Tanks kommen werden. Also schnell gegoogelt und laut KI kann man auch bei der Mokuti Lodge tanken. Ach, das hört sich doch gut an. Ich habe aber so meine Zweifel. Zurecht - nur für Übernachtungsgäste. So ein Mist aber auch, wir müssen wirklich bis Oshivelo fahren. Die Kinder haben darauf jetzt so gar keine Lust. Wir auch nicht, aber lieber jetzt als später nochmal los zu müssen.

Wir fahren also nach Oshivelo, überqueren den Vet Fence, nach 100 Metern können wir tanken. Die netten Ladys bekommen ein nettes Trinkgeld, weil sie unser Auto auch noch schön sauber machen (wir hatten im Etosha tatsächlich eine Wasserpfütze, die tiefer war als gedacht und deshalb war unser Auto mehr grau als weiß) und zurück am Vet Fence werden wir natürlich kontrolliert. Sehr ärgerlich wegen den paar Metern, aber es kostet dann doch nicht so viel Zeit. Wir sind allerdings auch nicht die einzigen, denen es so geht 😄

Dann wieder zurück, wir sind leicht angespannt, weil wir somit doch eine Stunde Zeit verschenkt haben. Daher kann ich jedem nur raten: tankt einfach mal außerhalb des Andersson Gates, dann passiert euch sowas nicht!

Es ist dann doch schon fast 15 Uhr, als wir in Onguma einchecken und unseren Platz (Nr. 3) beziehen.
Hier hat jeder sein eigenes Häuschen mit Bad, WC und einer offenen Küche.



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Zum kleinen Poolbereich haben wir es nicht weit, nur ein kleiner Schleichweg und wir sind da.


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Ich räume alles, was wir mal sortieren und umräumen müssen, aus dem Fahrzeug in die Küche, dann gibt's eine Pause am Pool. Unsere Kleine ist immer sehr mutig, ihr macht das kalte Wasser erst mal nicht so viel aus und zack, ist sie auch schon drin. Mein Mann wagt es auch, wir anderen beiden chillen einfach nur.


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Ein Savanna light darf da nicht fehlen!

Eigentlich wollten wir heute nichts mehr machen. Aber kaum hat man mal ein, zwei Stunden Pause, schon überlegen Mann und auch Frau, doch nochmal für 2 Stunden in den Etosha zu fahren. Gerade die Ostseite bietet sich mit den Wasserlöchern an, auch für kurze Zeit ne Runde zu drehen.
Und wir sind ja praktisch direkt am Tor, es wäre zu verlockend.
Unser Teenie hat keinen Bock mehr 😄
Wir diskutieren, 3 gehen duschen, eine bleibt am Pool. Ok, wir sind ja nicht weit weg und über Handy erreichbar.

Wir fahren also zu dritt zum Gate, werden auch hier nach Fleisch etc kontrolliert und denken, dass die Schließzeiten zu Halali gleich sind. Aber nein, hier schließt das Gate früher. Die genaue Zeit weiß ich nicht mehr, aber wir haben somit nicht mal mehr 2 Stunden Zeit. Aber gut, die Wasserlöcher sind hier so nah, da schaffen wir auch in 2 Stunden ein bisschen was.

Auf dem Weg zum Chudob-Wasserloch sehen wir 2 Elefanten fressend im Busch, sie sind nicht gut zu erkennen und sie bewegen sich auch nicht.
Die Giraffe ist dafür richtig gut zu sehen!



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Da am Wasserloch aber gar nichts los ist, kehren wir schnell wieder um und sehen erst mal noch einen einzelnen Elefanten.

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Wir beschließen, aufgrund der Kürze der Zeit nur noch nach Klein Namutoni zu fahren. Dort hat man oft tolle Sichtungen, gutes Licht (was ich als Laie so erkennen kann) und der Weg zum Gate ist dann nicht mehr so weit).
Die Entscheidung ist goldrichtig.

Giraffen zeigen uns ihre Rückansicht



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und eine Herde Elefanten ist im Anmarsch



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Sie gehen vor uns auf die Straße und laufen dann schön gemütlich weiter.



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Auf dem Weg zum Gate sehen wir dann auch nochmal eine kleine Truppe Elefanten. Wow, das hat sich auf jeden Fall nochmal sehr gelohnt!


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Und ab geht es nach Onguma!
zuletzt bearbeitet 06. Okt. 2025
Themenstarter635 Beiträge · seit 202308. Okt. 2025 · #93
In Onguma angekommen, bauen wir unsere Dachzelte gleich auf, solange noch ein bisschen Licht da ist. Mit jedem Mal werden wir routinierter im Aufbau und auch bei den Sachen, die dann ins Zelt rein müssen (Kuscheltiere, Buch, Brillenetui, Lampen etc) werden wir immer besser und es klappt auf Zuruf ganz gut.

Wir haben uns entschieden, alle 3 Abende hier im Restaurant zu essen. Insgesamt merken wir schon, dass wir nicht die geborenen Camper sind und es doch auch sehr schätzen, bedient zu werden. Treibt natürlich die Kosten etwas mehr in die Höhe als geplant, aber im Urlaub sitzt das Geld dann doch etwas lockerer.

Das Essen bestellt man schon im Laufe des Tages vor und es gibt auch eine extra Kinderkarte.
Wir haben für 20 Uhr reserviert, gehen aber schon früher hin, um zu sehen, was am Wasserloch so los ist.

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Es ist schön beleuchtet aber bis auf den einen Flamingo, der irgendwie immer da ist, ist gerade nichts los.

Wir bekommen einen großen Tisch und bestellen einfach schon mal Getränke. Ich bin der Meinung, dass der Rock Shandy alkoholfrei ist und lasse deswegen meine Kinder auch probieren. Sie finden ihn sehr lecker.
Als ich auf der Karte sehe, dass es eine extra Spalte für alkoholfreie Getränke gibt, frage ich doch lieber mal nach. Ok, er ist nur fast alkoholfrei 😄 das war mir nicht bewusst. Aber mir schmeckt er 😎

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Das Essen ist sehr lecker, wir sind heute aber auch sehr müde und meine Erkältung macht mir immer noch ein wenig zu schaffen. Deshalb werden wir hier nicht wirklich alt und verziehen uns zeitig in unsere Zelte. Außerdem wollen wir morgen gleich zur Gateöffnung in den Park. Für den Abend haben wir dann einen Sunset-Drive in Onguma gebucht. Das wird wieder ein erlebnisreicher Tag werden!
zuletzt bearbeitet 08. Okt. 2025
Themenstarter635 Beiträge · seit 202308. Okt. 2025 · #94
Mittwoch, 03.09.2025

Pünktlich zur Gateöffnung sind wir da, aber wir sind nicht die ersten und müssen somit warten. Wir wissen nicht genau, ob wir auch einfach durchfahren dürften, weil wir ja schon bezahlt haben, aber ich glaube nicht. Schließlich wollen sie immer wissen, woher man kommt, wohin man geht, ob man Fleisch dabei hat etc.

Die ersten Sichtungen sind Giraffen, Zebras, Impalas, Oryxe und das erste Mal (glaube ich) Elenantilopen bei Tsumcor.

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Auch ein Elefant gesellt sich dazu.

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Weiter als bis Tsumcor sind wir letztes Jahr nicht gefahren. Wir überlegen, aber die Strecke bis Andoni kommt uns schon sehr weit vor. Im Nachhinein ärgere ich mich ein bisschen, wir hätten ja Zeit gehabt. Aber wir fahren wieder zurück über Groot und Klein Okevi nach Namutoni, einen kurzen WC-Stopp einlegen und uns im Shop umschauen.

Hier finde ich dann Mentos, was den gesuchten Husten- oder Halsbonbons noch am ehesten nahekommt. Also packe ich mal welche ein, auch der Rest versorgt sich mit ein paar kleinen Snacks.

Und weiter gehts. Um die Fischer's Pan sind wir noch gar nicht gefahren. Das könnten wir doch mal machen. Tja, von den Kilometern her hätten wir auf jeden Fall in der Zeit auch nach Andoni fahren können und weniger hätten wir dort auch nicht sehen können. Die Pad ist teilweise ok, teilweise eher mäßig, es herrscht absolut gähnende Leere und das einzige, was wir entdecken, sind die Palmen bei Twee Palms.

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Das war vielleicht eine öde Strecke... Kurz vor Schluss sehen wir aber noch einen richtig stattlichen Kudu-Bullen


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Puh, das war's dann aber auch.

Damit wollen wir uns aber noch nicht zufrieden geben. Also ab zum Wasserloch Koinachas. Da kommt uns gleich mal ein Elefant entgegen.


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Am Wasserloch warten Gnus mit Nachwuchs auf uns


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Wir versuchen unser Glück am Chudop-Dreieck. Ich scanne jeden Winkel mit dem Fernglas ab, sehe aber leider nichts. Dann fahren wir weiter ans Wasserloch. Dort stehen Kudus und Springböcke und man sieht endlich wieder ein bisschen grün.


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Dann ist es auch schon gleich Mittag. Die Kids wollen lieber an den Pool und auch wir hängen ein bisschen in den Seilen.
Wir fahren noch schnell nach Klein Namutoni und sehen wieder einen Elefanten und Impalas.


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Ein paar schöne Sichtungen waren wieder dabei, aber insgeheim habe ich mir mehr erhofft. Aber wir haben ja noch ein bisschen Zeit.

Ein bisschen geschlaucht fahren wir zurück nach Onguma. Ich möchte mich einfach nur an den Pool legen und ein bisschen schlafen. Wenn man nicht ganz fit ist, wäre auch ein Bett sehr verlockend. Aber unsere Zelte wollen wir noch nicht aufbauen. Viel zu warm 😎 Eine Liege tut es erst mal genauso.
zuletzt bearbeitet 08. Okt. 2025
Themenstarter635 Beiträge · seit 202308. Okt. 2025 · #95
Ich versuche, ein bisschen am Pool zu dösen, weil ich wirklich erledigt bin. Wirklich schlafen kann ich nicht, aber zumindest ein bisschen chillen. Die Mentos sorgen jetzt immerhin dafür, dass die Nase wieder frei ist. Das tut schon gut!

Die Kids haben beide Spaß im Wasser, irgendwann wird es ihnen dann aber doch zu frisch. Der Pool ist aber durchaus gut besucht, weil es heute einfach wieder sehr heiß ist.
Irgendwann gehen wir duschen und gammeln dann noch ein bisschen auf unserer Campsite ab. Die ersten Besucher hatten wir inzwischen: Sowohl im WC als auch in unserer Geschirr-Box fühlen sich (relativ große) Echsen wohl. Ich habe keine Angst vor Ihnen, erschrecke aber ziemlich 😄
Ab sofort bitte überall die Deckel wieder gut zu machen! Wer weiß, was sich sonst noch einnistet.
Es ist ganz chillig hier.
Wir haben mal wieder das Problem, dass der Kofferraum nicht auf geht. Hatten wir bei der Einfahrt in den Etosha ja schon, das habe ich glaube ich gar nicht aufgelöst. Ein bisschen Wasser, um das Schloss zu reinigen und dann noch ein Spritzer Speiseöl, dann flutscht das auch wieder. Heute wieder genau so.
Dann verstauen wir wieder alles und gehen ans Wasserloch, weil um 17 Uhr dann der Sundowner-Drive startet. Ich entdecke, dass es neben Appletiser auch Grapetiser gibt. Boah, lecker, das mag ich!

Am Wasserloch sind ein paar Impalas und später schaut auch mal ein Kudu vorbei.

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Punkt 17 Uhr sind wir am Treffpunkt. Unser Guide ist Frans. Mit ihm haben wir einen Glücksgriff gemacht. Er ist so lustig und der Drive macht richtig viel Spaß. Heute sind wir sogar zu viert unterwegs. Der Deal mit dem Teenie war, dass sie eine Tour auf Onguma mitmacht. Da ihr der Morning-Drive übermorgen zu früh ist, hat sie den Sundowner-Drive genommen 🙂
Mit uns ist noch ein junges, deutsches Pärchen dabei.
Wir fahren zuerst an ein Wasserloch, an dem der Onguma Dream Cruiser steht. Hier kann man unter den Sternen übernachten. Bestimmt auch toll, wenn man irgendwann mal nur zu zweit unterwegs ist. Das Bett direkt am Wasserloch, sehr cool!

Ziemlich schnell bekommt Frans die Info zu einer Sichtung. Wir fahren weiter und sind gespannt. Und dann sehen wir sie: unsere ersten Breitis!

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Es sind 2 Bullen, die Onguma im Tausch gegen andere Tiere von einer anderen Lodge bekommen hat. Wow, die sind noch mal ganz schön viel wuchtiger als Black Rs. Sie fressen gemütlich und lassen sich von uns nicht stören. Wir sind ihnen so nah, da können wir echt nur staunen.



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Frans erzählt uns, dass bei Breitis die Hörner oft nicht abgemacht werden, weil sie nicht so begehrt sind wie die von Black Rs.

Der Rest der Fahrt ist sehr ruhig. Wir sehen Impalas



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und erfahren, dass es hier die Common Impalas gibt. Diese haben keine schwarze Nase im Gegensatz zu den Schwarznasenimpalas. Dadurch, dass aber immer wieder auch Impalas aus dem Etosha hier "einwandern" (zB. wenn die Elefanten die Zäune niedertrampeln, weil sie dem Geruch der Makalanis folgen, die auf den Palmen auf Onguma wachsen), gibt es hier auch einen Mix aus Black Faced und Common Impalas.

Die Landschaft in der untergehenden Sonne gefällt mir wieder sehr gut.



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Dann erreichen wir auch bald schon den Sundowner-Platz. Die Mädels fragen, ob sie die Bush-Toilette benutzen können. Frans sieht sich um und zeigt uns eine Stelle.
Nachdem sich uns sowieso nur sehr wenige Tiere gezeigt haben, ist die Gefahr auch so gut wie nicht vorhanden, dass uns plötzlich ein gefährliches Tier überrascht. Frans hat auch keine Spuren entdecken können. Er meint, den Tieren ist es aktuell zu windig. Nur ein paar Zebras leisten uns noch mit etwas Abstand Gesellschaft.

Frans bereitet unsere Getränke vor, es gibt leckeren Gin Tonic und Appletiser


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Und dann brennt der Himmel.

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zuletzt bearbeitet 08. Okt. 2025
Themenstarter635 Beiträge · seit 202309. Okt. 2025 · #96
Nach der Sundowner-Tour geht es direkt zum Essen ins Restaurant. Es schmeckt wieder sehr lecker, die Angestellten sind hier sehr zuvorkommend und haben auch immer ein Späßchen auf den Lippen.

Gegen 20:30 Uhr kommt einer von ihnen an den Tisch und flüstert uns etwas zu. Wir müssen nachfragen, weil wir ihn nicht ganz verstehen. "Leopard at the waterhole." Noch mit meinem Löffel bewaffnet schnappe ich mein Handy und gehe ein paar Schritte nach vorne, um ihn besser fotografieren zu können. Leider ist es nicht sooooooooooo toll geworden...


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Mein Mann gibt den "Jungs", die heute auch hier in Onguma angekommen sind, ein Zeichen und flüstert ihnen zu, dass jetzt ein Leopard am Wasserloch ist.
Es dauert aber nicht lange und der Leo verschwindet wieder. Schade, aber wir sind trotzdem total begeistert und happy. Die Jungs finden, dass sie sich einfach weiterhin an unsere Fersen heften müssen, weil sie mit uns so tolle Sichtungen haben 😄 Wir stellen dann auch fest, dass wir uns an unserem letzten Stopp auch wieder treffen werden. Das ist schon ganz witzig!

In der Nacht bekommen wir dann Besuch. Uns wurde bei Ankunft schon gesagt, dass es hier Honigdachse gibt und dass wir bitte nicht versuchen sollen, sie abzuhalten, wenn sie auf der Campsite etwas zu fressen finden. Auf unserer heutigen Tour durch den Etosha sind ein paar Eier kaputt gegangen, die wir im Mülleimer der Campsite entsorgt haben.
Ich wache irgendwann vom Geräusch einer umfallenden Tonne auf und höre es dann nur noch schlabbern. Ich bin aber so im Halbschlaf, dass ich mich nicht traue, das Zelt zu öffnen, um nachzuschauen. Jetzt im Nachhinein denke ich mir, wie doof eigentlich, was hätte mir da oben schon passieren können?! Also höre ich nur zu, wie der vermeintliche Honigdachs unsere Eier leer isst und dann wieder verschwindet.

Nach dieser trotzdem sehr erholsamen Nacht wache ich fast wieder gesund auf. Das ging jetzt aber dann doch schnell. Zum Glück, der letzte Tag war dann doch etwas anstrengend. Dafür hat es jetzt meinen Mann erwischt. Und wir wissen ja alle, wie krank Männer sein können 😄
zuletzt bearbeitet 09. Okt. 2025
982 Beiträge · seit 202309. Okt. 2025 · #97
Liebe Melanie,
ich bin echt begeistert, was ihr alles zu sehen bekommt. Fantastisch- sogar einen Leo.
Im Urlaub krank zu werden ist aber echt bitter, und jetzt auch noch dein Mann.
Ich hoffe, es erwischt ihn nicht so schlimm und dass die Kinder fit bleiben.
Liebe Grüße,
Silvia
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Themenstarter635 Beiträge · seit 202309. Okt. 2025 · #98
Donnerstag, 04.09.2025

Heute sind wir schon um 7 Uhr im Etosha. Bei Klein Okevi ist eine Herde Kudus.


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Kudus sind schon besonders schöne Tiere. Ich freue mich immer, sie zu sehen!

Als sie gehen und uns an einem leeren Wasserloch zurücklassen, fahren wir ans Chudop-Wasserloch. Hier ist richtig viel los.

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Zebras, Gnus, Impalas, Springböcke, Kudus...



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Die Kinder können munter ihr Bingo, das sie von der Autovermietung bekommen haben, spielen bzw Tiere ankreuzen. Am schwierigsten sind bei uns die gefiederten Tiere, da kennen wir uns halt so gar nicht aus. Eine von beiden sucht zB den Go-Away-Bird, aber wir sind so unsicher... wir werden ihn aber auf jeden Fall noch finden!

Es ist schön, diesem Treiben am Wasserloch zuzusehen. Ein übermütiges Gnu scheucht zwischendurch alle mal wieder auf, jeder springt in eine andere Richtung davon und dann kommen sie doch wieder ans Wasser.

Wir einigen uns, dass wir einfach hier an diesen Wasserlöchern bei Namutoni bleiben und nicht weiter weg fahren. Bis wir auf ein Game-Drive-Fahrzeug treffen, das in rasantem Tempo die Hauptstraße in den Park entlang fährt. Unser Fahrer (mein Mann) fährt, ohne auf unsere Proteste zu hören, hinterher. "Da gibt es bestimmt eine tolle Sichtung." Jaaaaaaaaaa, an sich schon, aber halt sehr weit weg. Wir fahren viele viele Kilometer und als wir endlich an der Stelle sind, erklärt uns der Fahrer, dass hier ein Löwe ist. Weit hinten. Mit dem Fernglas gerade so noch zu erkennen. Aber auch nur, wenn man weiß, was es sein soll. Das hat sich jetzt irgendwie doch nicht so gelohnt. Also diese nicht so schöne Strecke wieder zurück und ab nach Klein Namutoni.

Dort sind noch 2 Giraffen am Wasserloch, das war es aber auch. Und was haben wir verpasst? Als wir in Namutoni nochmal den Shop besuchen, erzählt uns ein Paar, dass heute Morgen ein Leopard die ganze Zeit an der Hauptstraße auf und ab gelaufen ist. Ok, das ist jetzt schade, denn wir waren ja eigentlich auch da. Aber wohl nicht im ganz richtigen Moment.

Es ist dann schon wieder Mittag, der Mann möchte sich hinlegen, wir haben für jetzt eigentlich auch genug. Werden wir Safari-müde? Kann so etwas sein?
Ich mache uns Nudeln, dann liegen wir nur am Pool rum und gehen dann mal duschen, bevor wir am späten Nachmittag doch nochmal losziehen.
zuletzt bearbeitet 09. Okt. 2025
Themenstarter635 Beiträge · seit 202309. Okt. 2025 · #99
Nacho schrieb:Liebe Melanie,
ich bin echt begeistert, was ihr alles zu sehen bekommt. Fantastisch- sogar einen Leo.
Im Urlaub krank zu werden ist aber echt bitter, und jetzt auch noch dein Mann.
Ich hoffe, es erwischt ihn nicht so schlimm und dass die Kinder fit bleiben.
Liebe Grüße,
Silvia
Hallo Silvia,

ja, krank sein im Urlaub ist richtig doof. Da hat uns ein richtiges Bett schon echt gefehlt. Unsere Kleine hatte zwischendurch auch noch eine Blasenentzündung, aber da hatte ich Gott sei Dank was dabei, da sie da immer sehr anfällig ist. Hat sich dann zum Glück auch schnell wieder gelegt. Arzt oder gar Krankenhaus muss dann ja echt nicht sein.

Lg, Melanie
Themenstarter635 Beiträge · seit 202310. Okt. 2025 · #100
Gegen 16 Uhr fahren wir nochmal in den Park.
Inzwischen kennen sie uns am Gate schon, aber natürlich wollen sie jedes Mal wieder den Pass und die Quittung haben und einen Blick in den Kühlschrank werfen.

Unser letzter Gamedrive für dieses Jahr im Etosha. Irgendwie ein komisches Gefühl. Andererseits waren wir jetzt insgesamt 6 Nächte hier, es wird Zeit für was Neues. Aber erst mal versuchen wir nochmal unser Glück.

Unser erster Halt in Klein Namutoni, da ist eigentlich immer was los. So auch heute.


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Bei Koinachas kommt eine kleine Elefantenfamilie angeschlappt.


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Wir schauen den dreien zu, bis sie genug getrunken haben und weiter gehen. Dabei suche ich mit dem Fernglas unter und auf Bäumen nach Katzen. Hm, kein Glück bisher.

Dann geht es weiter ans Chudop-Wasserloch. Immer noch hoffe ich, in der Gegend Geparden zu entdecken. Aber auch heute haben wir kein Glück.
Am Wasserloch sind Giraffen, ein Gnu und dann kommt noch ein Elefant.


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Wow, hier im Osten kann man schon wirklich viele Tiere sehen, ohne weit fahren zu müssen. Und Elefanten haben wir sowohl letztes als auch dieses Jahr wirklich sehr viele gesehen.

Wir beschließen, noch ein letztes Mal zum Tsumcor-Wasserloch zu fahren, auch dort finden wir wieder Elefanten und Giraffen.

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Auf dem Rückweg sehen wir einige Fahrzeuge am Straßenrand stehen. Also halten wir auch. Wir sehen nichts und fragen deshalb vorsichtig nach. Hier sollen 2 Geparden sein. Trotz unseres hohen Sitzes im Hilux sind wir zu klein, wir können nicht über das hohe Gras sehen. Da haben es die Leute in den Gamedrive-Autos schon besser, sie sind viel weiter oben. Egal wie wir rangieren, wir haben keine Chance. Nach einer längeren Zeit beschließen wir, die letzte verbleibende Zeit noch bei Klein Namutoni zu verbringen.
Dort sehen wir noch Dik Diks (ich hoffe, ich liege dieses Mal richtig) im Gebüsch.


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Dann geht es zurück nach Onguma. Wir müssen unsere Sachen packen, da wir morgen noch den Morning Drive haben und danach direkt auschecken müssen.
Wir bauen unsere Zelte auf, gehen wieder essen, haben dieses Mal keinen Leo am Wasserloch und genießen einfach den letzten Abend hier. Die Kids kaufen noch Schmuck im kleinen Shop und ich trinke auf Empfehlung einer sehr netten Angestellten meinen ersten Malawi Shandy. Lecker!

Heute geht es zeitig ins Bett, um 06:40 Uhr startet schon der Morning Drive.

Fazit Etosha

Bisher kennen wir noch keinen anderen NP in Afrika. Wir haben zwar sehr sehr viele Tiere gesehen und auch durch den Leo und die Löwen tolle Sichtungen gehabt, aber es waren auch sehr viele Strecken, wo einfach nichts los war. Das muss man einfach wissen, sonst ist man evtl enttäuscht.
Letztes Jahr waren wir im Mai, da gab es noch etwas mehr Grün, der Park hat mir da auf jeden Fall besser gefallen. Für uns sind die Sommerferien von den Flugpreisen und auch der Flexibilität her aber schon sehr interessant.
Manche Straßen sind einfach in einem unglaublich schlechten Zustand, andere sind dann wieder relativ ok.
Uns gefällt die Ost-Seite des Parks auf jeden Fall besser als der Rest, allerdings waren auch Olifantsrus als Camp und die dortigen Sichtungen richtig richtig toll.
zuletzt bearbeitet 10. Okt. 2025