Learning by doing - Namibia 2.0

Reisebericht 136 Antworten · 16,1k Aufrufe · gestartet 13. Sept. 2025 von Melanie1982
Themenstarter634 Beiträge · seit 202311. Okt. 2025 · #101
Freitag, 05.09.2025

Heute stehen 3 von 4 zeitig auf, es geht auf Morning-Drive. Was wir schon wegpacken können, packen wir gleich noch ins Auto, dann laufen wir zu unserem Treffpunkt und stellen erfreut fest, dass wir wieder Frans als Guide haben.

Zum Sonnenaufgang sind wir dann schon unterwegs!


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Wir haben uns warm angezogen und es ist morgens auch gar nicht so kalt. Aber nach einer gewissen Zeit wird der Fahrtwind doch sehr frisch und wir sind froh, dass wir richtig warme Ponchos von Onguma mit im Fahrzeug haben. Das ist dann doch auch nochmal sehr angenehm.

Zuerst scheint es wieder so ruhig zu sein wie gestern Abend. Keine Tiere unterwegs. Die Landschaft ist natürlich wieder schön, aber wir hoffen schon auf mehr. Als wir schon über eine Stunde unterwegs sind und gerade einen Stopp machen, weil Frans uns etwas erklären will, hören wir einen Löwen brüllen. So nah, dass sofort alle zu reden aufhören und die Luft anhalten.
Wir fahren um die nächste Kurve und da sehen wir ihn auch schon:

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Er läuft gerade über die Straße, ab durchs Gebüsch Richtung Wasserloch. Wir fahren hinterher und können ihm dann einige Zeit beim Trinken zuschauen.


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Dann trottet er davon.


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Er läuft noch eine Zeit lang auf der Straße vor uns her und biegt dann ab ins Dickicht.

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Wir fahren weiter. Ich wäre eigentlich gerne noch in der Nähe geblieben, aber Frans hat einen anderen Plan. Im Nachhinein hören wir von einem anderen Fahrzeug, das noch 2 Löwinnen dazugekommen sind. Da waren wir aber leider schon zu weit weg.

Im weiteren Verlauf des Drives sehen wir Zebras

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und einen nicht ganz gesund aussehenden Schakal.

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Gegen 9 Uhr machen wir eine Kaffee-Pause. Darauf freue ich mich jetzt sehr.

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Und dann geht es auch schon wieder zurück. Plötzlich sehen wir noch ein Black R.


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Cool! Es verschwindet aber ziemlich schnell im Dickicht.

Als wir zurück sind, packen wir schnell unsere restlichen Sachen (unsere Große hat tatsächlich bis kurz zuvor geschlafen) und klappen unsere Dachzelte wieder ein. Dann packen wir zusammen und checken aus. Die Rechnung ist natürlich jetzt noch ein bisschen angestiegen, dadurch dass wir noch 2 Drives und 3x Abendessen drauf hatten. Aber so war es für uns jetzt auf jeden Fall entspannter!

Fazit Onguma Tamboti Campsite


Die Lage direkt am Gate ist natürlich perfekt. Die Campsites sind schön groß, auch das eigene Häuschen mit relativ großem Bad/Dusche und separatem WC sind praktisch. Der Poolbereich ist klein, aber fein und das Restaurant mit eigenem Wasserloch hat uns schon sehr gut gefallen. Essen sehr lecker, die Angestellten immer sehr freundlich und lustig. Auf jeden Fall sehr zu empfehlen!
zuletzt bearbeitet 11. Okt. 2025
Themenstarter634 Beiträge · seit 202312. Okt. 2025 · #102
Nach 6 Nächten Safari, 6 Nächten im Dachzelt, freuen wir uns auf richtige Betten 🙂

Wir haben nur eine kurze Strecke bis zur Gabus Game Ranch zu fahren. Dort landen wir, weil wir dieses Jahr unbedingt reiten gehen möchten. Zumindest die Damen unter uns.

Wir kommen gegen 13 Uhr an, werden freundlich empfangen und können auch schon gleich unser Familienzimmer beziehen. Was wir auf den Bildern im Vorfeld nicht gesehen haben: es handelt sich dabei um 2 einzelne Bungalows, die aber nebeneinander stehen. Die Kinder sind gleich total begeistert und besetzen den ersten der beiden 😄
Ok, dann bleibt uns der zweite Bungalow. Sie sind relativ neu und schön eingerichtet.



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Da mein Mann sowieso noch kränkelt, entschließen wir, uns erst mal zu duschen und dann aufs Ohr zu hauen. Schön, wenn man nach der Dusche nicht gleich wieder in den Sand steigt, sondern sich in ein kuscheliges Bett legen kann 🙂
Hach, ob aus uns je richtige Camper werden? Ich bezweifle es!

Am späteren Nachmittag schauen wir uns ein bisschen auf dem Gelände um. Es gibt einen Pool und ein Wasserloch.


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Und auch so ist das Gelände sehr liebevoll gestaltet.



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Hier gefällt es uns. Es ist auch kaum was los.

Für 16:30 Uhr haben wir einen ersten Ausritt gebucht. Mein Mann geht in der Zeit zu Fuß los, wir Mädels werden von 2 Mädels, die hier einige Wochen als Volunteers arbeiten, begleitet. Da wir 2 blutige Anfänger und eine halbwegs passable Reiterin sind, geht es im Schritt über das Gelände.

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Auch hier ist heute nicht viel zu sehen. Die Mädels wundern sich auch, dass es soooooooooo ruhig ist. Aber durch diese Landschaft zu reiten ist trotzdem herrlich. Und ein paar Tiere zeigen sich dann doch noch:

Eine Warzenschweinfamilie

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und einige Pferde, die wir dann gleich mit einsammeln, weil sie scheinbar ausgebüchst sind.

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Impalas im Sonnenuntergang (das Foto lässt sich leider nicht hochladen) und Rappenantilopen

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Nach etwas mehr als 1,5 Stunden sind wir wieder zurück. Eigentlich wäre der nächste Ausritt erst übermorgen Früh, aber wir werden gefragt, ob morgen Früh auch möglich wäre. Wir stimmen zu, dann schlafen wir übermorgen eben aus!
zuletzt bearbeitet 12. Okt. 2025
Themenstarter634 Beiträge · seit 202313. Okt. 2025 · #103
Am Wasserloch sehen wir unsere ersten Wasserböcke. Gute Fotos habe ich davon scheinbar nicht.


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Dafür habe ich noch ein paar Bilder, die mein Mann von seiner Tour zu Fuß mitgebracht hat, als wir reiten waren.

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Dann ist es auch schon fast Zeit fürs Abendessen. Es ist ganz wenig los heute, es sind nur noch 3 weitere Personen an 2 Tischen hier. Dementsprechend ruhig (und angenehm) ist die Stimmung.
Es gibt leckeren Salat als Vorspeise, der Hauptgang wird als Buffet serviert. Impala-Steak mit Fenchel (und vermutlich weiteren Kräutern) gefüllt, sehr sehr lecker, Oryx-Bratwurst und verschiedene Beilagen. Als Nachspeise ein Gebäck mit Schokosoße und Vanilleeis. Es schmeckt uns hier sehr gut.

Dann gehen wir wieder zeitig ins Bett, weil wir morgen ja sehr zeitig reiten gehen wollen. Inzwischen merke ich auch, dass ich ewig nicht mehr auf einem Pferd gesessen bin. Mein Hintern macht sich bemerkbar 😗
zuletzt bearbeitet 13. Okt. 2025
Themenstarter634 Beiträge · seit 202314. Okt. 2025 · #104
Samstag, 06.09.2025

Für die Kinder und mich heißt es heute: raus aus den Federn und noch vor dem Frühstück ab aufs Pferd.

Kaum sitze ich, merke ich auch schon, WIE sehr mir der Hintern weh tut. Autsch, das ist nicht ohne. Ich spüre jede Bewegung des Pferdes und es wird im Laufe des Ausritts nicht besser 🙄

Es ist noch kühl, aber die Landschaft sieht im Morgenlicht einfach nur schön aus! Wir sehen Impalas,


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einen Strauß

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und Gnus.

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Mehr Fotos gibt es leider nicht, weil ich mich ganz schön konzentrieren muss, auf dem Pferd zu bleiben bzw eine angenehme Sitz-Position zu finden.

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Der Ausritt an sich ist wieder sehr schön, aber je länger er dauert, umso mehr tut mir alles weh und ich überlege, ob ich mir die Blöße geben soll, vom Pferd zu steigen und es zu führen. Ich kann bald nicht mehr sitzen 😗

Nachdem ich aber keinen blassen Dunst habe, wo wir sind, wie weit es noch ist und ich mich auch irgendwie nicht zur Lachnummer machen will, beiße ich die Zähne zusammen und kämpfe mich durch. Immer öfter schaue ich auf die Uhr. Eigentlich hatten wir 1,5 Stunden gebucht. Natürlich sind wir über 2 Stunden unterwegs 🙄

Ich kann gar nicht sagen, wie froh ich bin, als die Farm ins Blickfeld kommt. Fast geschafft! Jetzt nur noch heil absteigen und so tun, als wäre alles supi 😄

Wir bedanken uns bei den Mädels für die beiden Ausritte und gehen zurück zu unseren Zimmern, um uns frisch zu machen und um den Papa zu holen, damit wir frühstücken können. Inzwischen tut mir nicht nur mein Hinterteil, sondern auch der Oberkörper weh. Entweder habe ich mich verkrampft oder ich bekomme einen saftigen Ganzkörper-Muskelkater 😁

Nach dem Frühstück, das sehr lecker ist, geht es an und für die Kids in den Pool.



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Später sehen wir am Wasserloch Giraffen, die Kühe liegen faul unter den Bäumen.

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Für den Abend haben wir eine Sundowner-Tour gebucht, vorher machen wir noch eine kleine Schlafpause 🙂
zuletzt bearbeitet 14. Okt. 2025
Themenstarter634 Beiträge · seit 202317. Okt. 2025 · #105
Wir sind der Meinung, dass die Sundowner-Tour um 16 Uhr startet, sind aber eine halbe Stunde zu früh dran. Also setzen wir uns noch auf ein Getränk ans Wasserloch und um halb fünf geht es dann los.
Unser Guide ist meiner Meinung nach der Sohn der Inhaber, aber wirklich rausgefunden haben wir es nicht. Wir sind die einzigen Gäste und ganz am Anfang werden wir nicht richtig warm. Er erzählt lange nicht so viel wie wir es eigentlich gewohnt sind, aber mein Mann gibt nicht auf und frägt immer wieder nach.

Nach ca. 20 Minuten, in denen wir fast schweigend durch die (sehr schöne) Landschaft fahren, entdecken wir Giraffen. Hier startet dann tatsächlich so etwas wie ein Gespräch.


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Zwischendurch sehen wir auch Impalas und der Guide (ich hab den Namen vergessen) erklärt uns, dass es sich hier um die Common Impalas handelt. Sie haben keine schwarzen Streifen im Gesicht.

Immer wieder sehen wir Giraffen, da scheinen wir heute wirklich Glück zu haben.



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Kaum fahren wir ein paar Meter weiter, tauchen die nächsten auf. Mein Gott, sind die Kleinen aber süß 😘

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Dann wieder eine einzelne Giraffe,

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dazwischen mal ein Warzenschwein,



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Zebras


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und dann schon sowas wie ein Highlight: der Giraffen-Kindergarten 😎


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Was für eine tolle Zeit!

Hier bleiben wir dann etwas länger und das Gespräch entwickelt sich doch ganz gut. Es geht auch viel ums Thema Wilderei und unser Guide scheint langsam aufzutauen.
zuletzt bearbeitet 17. Okt. 2025
973 Beiträge · seit 202318. Okt. 2025 · #106
Liebe Melanie,
jetzt musste ich aber schmunzeln, als ich gelesen habe, wie sich dein Hintern für das Reiten bedankt hat. Mir ging es Tupfen gleich, als ich vor drei Jahren auf Kambaku einen Ausritt mitgemacht habe. Ich dachte, sowas kann nur mir passieren - wie schön, dass ich doch nicht das einzige Exemplar auf diesem Erdball bin, das besser zu Fuß unterwegs ist, als auf einem Pferd.
Sehr schöne Bilder hast du uns gezeigt. Der Giraffen-Kindergarten ist natürlich ein Highlight. Ich glaube, ich habe noch nie solche kleinen Jungtiere gesehen. Die sind herzallerliebst anzusehen. Ihr seid schon echt gesegnet mit euren Sichtungen.

Liebe Grüße,
Silvia
Schmiere stehen für ein Steak - Südafrika im Februar 2026 Frühstück mit Giraffen – Namibia Mai 2025 Mauritius – Das andere Afrika (Dezember 2024) Two in One – Kruger Region & Garden Route (Südafrika 2023)
Themenstarter634 Beiträge · seit 202318. Okt. 2025 · #107
Hallo Silvia,

ja, die Giraffen sind alle so um die 3 Monate alt gewesen. Einfach nur zuckersüß 😘

Mein Hintern hat nach dem Reiten kaum weh getan, es hat sich halt ein bisschen wie Muskelkater angefühlt. Aber hätte ich mich nochmal auf ein Pferd setzen müssen, ich hätte es nicht geschafft. Diese Sitzposition... War das unangenehm... nächstes Mal reicht mir auf jeden Fall ein Ausritt, ein zweiter muss dann nicht noch sein 😄
zuletzt bearbeitet 18. Okt. 2025
Themenstarter634 Beiträge · seit 202319. Okt. 2025 · #108
Nach dieser tollen Zeit geht es weiter Richtung Sundowner-Platz.
Wir sehen aber erst noch einige Weißschwanzgnus


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und dann werden wir am Sundowner-Platz abgesetzt und einem Angestellten übergeben. Unser "Guide" bedankt sich und fährt zurück. Das finden wir irgendwie schräg. Ist uns bisher noch nie passiert und irgendwie ist unser neuer Guide uns ja fremd. Hier kommt kein wirkliches Gespräch mehr in Gang.

Aber die Landschaft ist einfach wieder ein Traum.


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Wir genießen unseren Sundowner und die untergehende Sonne, dann geht es zurück zur Farm.


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Dort laufen die Pferde gerade frei auf dem Gelände herum und unsere Töchter wollen sie natürlich nochmal streicheln.



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Dann geht es ein letztes Mal hier zum Abendessen. Heute sind sehr viele Gäste angereist, im Gegensatz zu gestern ist es richtig voll und natürlich auch lauter. Gestern war es eindeutig angenehmer 🙂
Aber das Essen ist wieder sehr lecker und wir lassen so den letzten Abend noch schön ausklingen.
Dann geht es ab ins Bett, bevor es morgen zu unserer bereits letzten Station geht.
zuletzt bearbeitet 19. Okt. 2025
Themenstarter634 Beiträge · seit 202320. Okt. 2025 · #109
Sonntag, 07.09.2025

Heute können wir ein bisschen länger liegen bleiben. Wir haben den Morgenritt ja von heute auf gestern vorverlegt und weit müssen wir auch nicht fahren. Deswegen gönnen wir uns eine längere Mütze Schlaf und dann nochmal eine Dusche, bevor es zum Frühstück geht. Das Frühstück ist lecker und reichhaltig.
Dann packen wir zusammen und checken aus.

Fazit Gabus Game Ranch

Die Kids waren total begeistert. Für sie war es wichtig, Tiere zu sehen, Hunde streicheln zu können und reiten zu gehen. Außerdem hat es ihnen total gut gefallen, einen eigenen Bungalow zu haben.
Uns hat die Unterkunft auch gut gefallen, optisch hat alles gepasst, das Essen war sehr gut. Es ist nur der Funke nicht so ganz übergesprungen. Zumindest bei mir nicht. Irgendwie hat mir ein wenig Herzlichkeit gefehlt. Und wenn es viele Gäste hier gibt wie an unserem 2. Tag, dann wird es schon laut und unruhig. Trotzdem haben wir richtige Betten sehr genossen und wir hatten eine gute Zeit. Ob wir wieder kommen würden? Höchstens wegen der Kinder. Sonst gibt es vielleicht auch noch andere Alternativen.
Themenstarter634 Beiträge · seit 202320. Okt. 2025 · #110
Für uns geht es jetzt das erste Mal nach Okonjima! Mit ein Grund zu campen war, dass wir hierher wollten und den Preis einer festen Unterkunft zu viert absolut nicht zahlen wollten. Wir sind absolut gespannt, was uns hier erwartet.

Um ca. 12:45 Uhr kommen wir am ersten Tor von Okonjima an. Wir werden freundlich begrüßt und uns wird erklärt, wo wir jetzt hin müssen. Wir haben noch keinen wirklichen Überblick über Okonjima, halten uns aber brav an die Anweisungen.

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Insgesamt müssen wir durch 3 Tore durch, dann geht es immer weiter, ein Stück bergauf, dann kommt der Abzweig zu den Campsites. Wir müssen uns aber im Day Center anmelden, also erst mal noch weiter den Berg hoch. Hier ist es sehr ruhig, wir checken ein und bestellen uns gleich noch etwas zu essen und trinken.



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Durch die Leoparden-Bilder an den Wänden werden wir schon gleich auf unser bereits von Zuhause gebuchtes Leoparden-Tracking eingestimmt.

Das Essen schmeckt ganz gut, im Anschluss fahren wir zu unserer Campsite. Es ist die Nr. 3, Camp Koshi. Wow, wie viel Platz man hier hat!

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Kurz nach der Ankunft kommt auch schon der Supervisor auf seinem Quad angefahren. Er begrüßt uns und erklärt uns, dass hier durchaus auch mal Hyänen oder Leoparden auftauchen könnten. Theoretisch. Unsere Kinder werden sich das merken 😄
Holz steht auch schon zur Verfügung, das ist ja toll! Wir haben noch gar kein richtiges Lagerfeuer gemacht, das wollen wir hier nachholen.

Wir erkunden kurz die Sanitärräume.

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Das WC ist etwas abseits und als Tür dient nur ein Vorhang. Ok, den können wir auch einfach auf lassen, dann sehen wir wenigstens, was sich im Busch tut 🙂

Die Dusche ist sehr geräumig, wir haben hier schon wieder Besuch:



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Eigentlich stören mich diese Echsen nicht, als dann aber mein Mann auch noch sagt "Sei froh, dass du nicht siehst, was ich sehe" und ich natürlich wissen muss, was es ist (nämlich eine sehr große Spinne), werde ich mir immer sicherer, dass ich einfach nicht für so viel Natur gemacht bin 😄
Zum Glück haben wir heute Morgen schon geduscht, morgen werden die Tierchen dann hoffentlich wieder weg sein.

Und dann dauert es auch gar nicht mehr lange, bis wir zum Leoparden-Tracking aufbrechen 😎
zuletzt bearbeitet 20. Okt. 2025
Themenstarter634 Beiträge · seit 202321. Okt. 2025 · #111
Eine halbe Stunde, bevor das Tracking startet, kann man schon mal im Plains Camp Kaffee trinken und Kuchen essen. Hier ist es aber stylisch 🙂


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Hier treffen wir auch wieder die Jungs - zumindest 2 von 3. Der dritte ist ein bisschen kränklich. Sie erzählen, dass sie gestern bereits das Leoparden-Tracking gemacht haben und es für heute dann gleich nochmal gebucht haben, weil es so toll war.
Bei der Gruppeneinteilung stellen wir dann fest, dass wir zusammen fahren. Das ist ja schon mal ganz cool, inzwischen "kennen" wir uns ja ein bisschen 🙂

Ihr gestriger Guide (Daniell) ist auch heute der Guide und es gibt ein fröhliches Wiedersehen. Die Stimmung ist schon mal super.

Kurz nach dem Start erzählt uns Daniell, wie das Tracking abläuft und er versucht gleich mal, ein Signal zu bekommen. Bis wir aber tatsächlich in der Nähe eines Leoparden sind, dauert es schon so eine Stunde. Daniell ist aber sehr unterhaltsam und es ist eine tolle Fahrt durch das Gelände.

Als wir einem der Leoparden ganz nah sein müssen, fährt Daniell direkt in den Busch. Ich habe teilweise schon etwas Bedenken, dass wir den Leoparden einfach überfahren, aber natürlich weiß Daniell, was er da tut. Mitten im Gebüsch sehen wir ihn bzw sie dann: Saskia


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Natürlich verzieht sie sich, als wir ihr auf die Pelle rücken. Wir fahren auf die andere Seite und da kommt sie uns dann richtig gechillt entgegen.


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Erst bleibt sie ein bisschen stehen, dann geht sie an uns vorbei und ans Wasser. Wow, was für ein schönes Tier.


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Schön, ihr zuzusehen, wie sie trinkt.


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Wir können ihr eine ganze Weile zusehen, dann dreht sie wieder ab.

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zuletzt bearbeitet 21. Okt. 2025
Themenstarter634 Beiträge · seit 202323. Okt. 2025 · #112
Als Saskia sich wieder verzieht, fahren auch wir weiter. Etwa eine halbe Stunde später kommt die Info rein, dass in der Nähe ein Leopard auf dem Baum ist. Also nichts wie hin. Und wir haben Glück: unsere zweite Leo-Sichtung heute!

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Ok, 2 Fahrzeuge in der Nähe scheinen zu viel zu sein - der Leo will weg von uns.



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Ist ja auch verständlich, lauter Gaffer hier! Wir freuen uns trotzdem über diese Sichtung und die Jungs, die hinter uns sitzen, meinen zum wiederholten Male, dass sie mit uns einfach immer Glück haben 😄

Und als wäre das schon nicht mehr zu toppen, sehen wir nur 10 Minuten später eine braune Hyäne - eine Erstsichtung für uns. Die Jungs hatten gestern schon eine auf ihrer Campsite, nehmen diese Sichtung aber auch gerne mit 🙂


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Sie ist mit uns als Zuschauer aber auch nicht wirklich zufrieden und versucht, sich möglichst gut zu verstecken.


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Als es ihr doch zu blöd wird und sie möglichst viel Platz zwischen sich und uns bringen will, bekommen wir aber nochmal einen tollen Blick auf sie und es gelingen nochmal ganz nette Fotos.


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Dann ist sie irgendwann aber nicht mehr zu sehen und für uns geht es weiter.
zuletzt bearbeitet 23. Okt. 2025
Themenstarter634 Beiträge · seit 202324. Okt. 2025 · #113
Weiter geht es in der untergehenden Sonne mit schönen Sichtungen Richtung Sundowner.



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Wir haben einen schönen Sundowner mit den Jungs, aber leider nur mit folgendem Foto:


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Zurück im Plains Camp verabschieden wir uns von den Jungs, sie fliegen morgen nämlich nach Hause. Es ist bereits dunkel und die Rückfahrt zur Campsite ist irgendwie aufregend, da wir in Namibia noch nie selbst im Dunkel gefahren sind. Links und rechts sind immer wieder Impalas und Kudus, aber wir schaffen es heil zurück.

Unsere Kinder beschließen, nicht aus dem Auto auszusteigen, da hier ja schließlich wilde Tiere sein können. Zuerst stellen mein Mann und ich also unsere Camping-Leuchten auf und bauen die Dachzelte auf. Inzwischen klappt es auch im Dunklen ganz gut. Dann macht mein Mann unser erstes richtiges Lagerfeuer (das Grillfeuer in Olifantsrus zählt nicht wirklich), wir ziehen uns um und genießen ein Savanna am Feuer.



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Das ist richtig richtig schön. Warum haben wir das bisher nicht gemacht? Irgendwie sind wir immer platt in unsere Dachzelte gefallen. Auch heute wird es zwar nicht spät, aber wir sitzen zuerst noch zu zweit eine Weile am Feuer. Plötzlich hört man es im Gebüsch rascheln, sofort spannt sich bei mir alles an und ich sage zu meinem Mann, dass er doch da mal hinleuchten soll. Im Licht der Taschenlampe sehen wir einen Honigdachs, der sich sofort wieder verzieht. Schade, hier gibt es wieder kein Foto. Aber ich bin auch ordentlich erschrocken. Mein Mann läuft noch ein paar Schritte, aber der Honigdachs ist weg.

Irgendwann traut sich unsere Kleine dann doch aus dem Auto, wir setzen sie zwischen uns ans Feuer. Die Große telefoniert so lange mit ihren Freundinnen, bis wir alle ins Dachzelt gehen.
Unsere vorletzte Nacht in Namibia bricht schon an...
zuletzt bearbeitet 24. Okt. 2025
Themenstarter634 Beiträge · seit 202326. Okt. 2025 · #114
Den nächsten Morgen nutze ich, um alles, was an Geschirr, Besteck etc von der Autovermietung ist, wieder so zu sortieren, wie es anfangs war.
Mein Mann macht eine kleine Wanderung, wir drei chillen einfach nur ein bisschen: duschen, rumräumen etc


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Später fahren wir zum Pool, der uns gut gefällt, aber zu kalt ist. Auch hier chillen wir wieder 😎

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Am frühen Nachmittag fahren wir wieder zum Essen ins Day Center, im Anschluss gleich ins Plains Camp, denn wir haben die "Endangered Species-Tour" gebucht. Dieses Mal sind wir alleine im Fahrzeug, aber wir haben wieder den Guide von gestern, Daniell.

Schon nach kurzer Zeit findet er 2 Breitmaulnashörner. Hier haben sie eine 24/7-Bewachung. Schon heftig, dass sowas überhaupt sein muss.


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Wir bleiben bestimmt 15 Minuten bei den beiden, bevor es weitergeht. Jetzt möchte Daniell Löffelhunde für uns finden. Ich kann es gleich vorwegnehmen: er sucht an 2 Stellen, an denen heute schon welche gesehen wurden, aber keine Chance. Schade, sehr schade, die fehlen uns nämlich noch.

Trotzdem haben wir noch ein paar schöne Sichtungen.



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Und das Licht ist natürlich wieder sehr schön! Sonnenuntergänge in Namibia sind einfach besonders!
zuletzt bearbeitet 26. Okt. 2025
Themenstarter634 Beiträge · seit 202311. Nov. 2025 · #115
Ich hinke etwas hinterher... eigentlich dachte ich, ich schaffe den Bericht noch vor dem nächsten Urlaub. Aber dem war nicht so. Ich werde versuchen, heute noch weiter zu schreiben 🙂
Themenstarter634 Beiträge · seit 202311. Nov. 2025 · #116
Als es für uns Richtung Sundowner geht (dieses Mal auf einem Hügel), sieht Daniell Spuren. Er fährt ganz langsam den Berg hoch und als wir um die Kurve biegen, läuft vor uns eine braune Hyäne.


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Ein paar kurze Momente können wir ihr folgen, dann biegt sie vom Weg ab. Für uns geht es dann zum Sundowner-Punkt. Der Sonnenuntergang ist wieder einmal sehr schön! Fotos haben wir davon aber nicht wirklich brauchbare.

Als wir dann auf dem Rückweg sind, treffen wir wieder auf eine braune Hyäne, die aber ganz schnell das Weite sucht. Dafür sehen wir nochmal ein paar Giraffen, die könnte ich sowieso ewig anschauen.



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Auch ein paar Oryxe lassen sich noch blicken



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Und dann geht es auch schon wieder zurück auf unsere Campsite.
Wir setzen uns ein letztes Mal ans Feuer und genießen den Abend. Es gibt wieder viele Eindrücke zu verarbeiten und einerseits freue ich mich wie immer auf Zuhause, andererseits weiß ich, dass wir nicht so schnell wieder nach Namibia kommen werden.

Eine letzte Nacht im Dachzelt bricht an!
zuletzt bearbeitet 11. Nov. 2025
Themenstarter634 Beiträge · seit 202315. Nov. 2025 · #117
Dienstag, 09.09.2025

Der letzte Tag ist schnell erzählt. Aufstehen, zusammenpacken, auschecken, nach Windhoek fahren.

Unterwegs sehen wir noch ein paar Äffchen.

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In Windhoek müssen wir unser Auto waschen lassen. Nachdem die Kinder sowieso wieder in Joe's Beerhouse möchten, lassen wir nebenan das Auto sauber machen und werden dort auch unsere restlichen Lebensmittel los.

Dann gibt es ein letztes Mittagessen in Namibia.

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Da die Zeit dann doch etwas schneller vergeht als geplant, fahren wir im Anschluss zum Tanken und dann direkt zur Autovermietung. Von dort geht es zum Flughafen, wo wir noch gemütlich Kaffee trinken und ein paar Kleinigkeiten einkaufen, bevor es pünktlich Richtung Heimat geht.

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Fazit Okonjima Campsite

Die Campsites sind alle sehr großzügig und gut ausgestattet. Der nächste Nachbar ist so weit weg, dass man nichts mitbekommt. Die angebotenen Gamedrives sind wirklich ganz toll, wir hatten auch einen richtig lustigen Guide. Natürlich ist dort alles sehr hochpreisig, aber wenn man campt, spart man trotzdem noch gut Geld. Irgendwann würde ich dort schon auch gerne mal in einer festen Unterkunft nächtigen, das werden wir uns aber vermutlich nicht so schnell leisten können bzw eigentlich auch nicht wollen.
Ich persönlich bin der Meinung, dass man mal in Okonjima gewesen sein muss. Jedes Mal muss ich dort aber nicht hin. Als letzter Stopp vor Windhoek ist es aber wirklich gut, wenn man einen Abend-Flug hat.

So, dann sind wir auch schon wieder am Ende des Berichts. Es wird noch ein Fazit von mir geben und einen kleinen Ausblick auf nächstes Jahr 😎

Ich freue mich über alle, die hier fleißig mitgelesen haben, so macht auch das Schreiben viel mehr Spaß! Und ich hoffe, dass ich mit dem Bericht vielleicht dem Einen oder Anderen auch eine Entscheidungshilfe Richtung Camping, Campsites und Unterkünften geben kann 🙂
zuletzt bearbeitet 15. Nov. 2025
1'003 Beiträge · seit 200816. Nov. 2025 · #118
Hallo Melanie,

ich habe deinen Bericht in einem Rutsch durchgelesen und vielen Dank dafür! Ich kann mir vorstellen, wie viel Mühe es macht!
Klar ist es mit Kids immer eine Gradwanderung allen Ansprüchen gerecht zu werden, aber es ist toll, wenn man das als Familie erleben darf und es wird Euch immer in Erinnerung bleiben. Unser Sohn ist inzwischen groß und selbst Afrikafan geworden.
Da hat doch die Erziehung gefruchtet 😛
Den Etosha in 6 Tagen zu bereisen ist sehr entspannt und ihr hattet auch wirklich Glück mit den Sichtungen. Wahrscheinlich sieht man als Selbtsfahrer nie alles und es muss ja auch noch etwas für andere Urlaube übrig bleiben 🙂
Eine gute Mischung zwischen Lodge und Camping wäre ja vielleicht auch noch eine Idee für Euch? Manche Ecken sind halt nur mit Camping bezahlbar, da gebe ich Dir Recht. Und so ein Klappzelt ist wirklich viel praktischer.
Wünsche euch einen tollen nächsten Urlaub, wird es wieder Afrika?
Viele Grüße
Doro
Themenstarter634 Beiträge · seit 202316. Nov. 2025 · #119
Fazit unserer zweiten Namibia-Reise:

Natürlich vergleicht man die zweite Reise immer mit der ersten, die sowieso kaum zu toppen ist 🙂
Da es aber unterschiedliche Reisen waren (Camping, Jahreszeit), kann man sie auch ganz gut vergleichen und sich überlegen, was einem besser gefällt.

Thema Jahreszeit

Letztes Jahr waren wir im Mai unterwegs, dieses Jahr Ende August/Anfang September.
Im Mai hatten wir den Vorteil, dass alles noch etwas grüner war. Außerdem hatten wir im Mai (u.a. geschuldet durch den Ostwind) super Wetter, sogar in Swakopmund war es sehr warm. Und eben auch keine kalten Nächte.

Dieses Jahr waren die Nächte anfangs schon noch sehr frisch, tagsüber war es aber auch sehr heiß, allerdings auch viel windiger als im Mai.
Gerade im Etosha konnte man den Unterschied von der Jahreszeit her sehr merken. Dieses Jahr war alles sehr einheitlich grau. Und obwohl ich karge Landschaften sehr mag, hat mir das Grün vom letzten Jahr doch ein bisschen gefehlt.

Wenn ich die Wahl habe, würde ich wieder zu Mai tendieren. Auch sind zu der Zeit die Unterkünfte und vorallem der Mietwagen nochmal ein Stück günstiger. Andererseits sind wir an die Ferien gebunden. In den großen Ferien hat man (wenn man das möchte) mehr als 2 Wochen Zeit, in den Pfingstferien ist man da schon stark eingeschränkt.

Thema feste Unterkünfte vs Camping

Die Vorteile des Campings sind ganz klar die Preise, da eine Campsite für 4 Personen natürlich deutlich günstiger ist als eine feste Unterkunft (v.a. Okonjima, Onguma, etc).
Auch sind 1-Nacht-Stopps beim Camping ok, weil man ja sowieso erst mal alles wieder einpacken muss, bevor man weiterfahren kann.
Geschlafen haben wir in den Dachzelten überraschend gut, damit habe ich nicht unbedingt gerechnet. Und manche Orte wie zB Olifantsrus gehen halt nur mit Camping.
Einerseits ist es schon auch sehr chillig, wenn man auf dem Campingplatz einfach so vor sich hin chillen kann. Andererseits ist man immer staubig. Das hätte mich nicht so gestört. Ich bin dann eher Weichei, was das Duschen mit Insekten betrifft 😄 ich hab die Dusche oder auch das WC schon eigentlich ganz gerne für mich und habe in diesem Urlaub festgestellt, dass mir das teilweise zu viel Natur war.
Was mich aber am meisten gestört hat, war, dass wir absolut kein System hatten. Wenn man nur aus dem Auto lebt, sucht man immer irgendwas. Dann räumt man wieder anders ein und findet es das nächste Mal wieder nicht. Da waren wir einfach nicht so gut organisiert. Und das Geräume beim Selbstkochen (gerade abends) fand ich jetzt auch nicht soooooooo prickelnd, daher sind wir dann ja meistens Essen gegangen.

Wir sind also pro feste Unterkünfte, ich würde allerdings Camping an einzelnen Orten nicht ausschließen.

Thema Route

Letztes Jahr hatten wir die klassische Route mit Sossusvlei, Swakopmund, Erongo, Etosha. Dieses Jahr haben wir uns auf den Bereich Spitzkoppe-Damaraland-Etosha begrenzt, weil wir mehr auf Tierbeobachtungen aus waren.

Die Route letztes Jahr war definitiv abwechslungsreicher. Vermisst habe ich ganz stark das Sossusvlei/Deadvlei, das war letztes Jahr einfach eine unglaublich tolle Zeit. Und die Erongo-Region. Spitzkoppe war mit nur einer Nacht zu wenig bzw wäre ich in der Region gerne länger gewesen. Dafür hatten wir dieses Jahr einfach mehr Zeit für den Etosha und konnten ihn von West nach Ost durchqueren, das war schon toll. Aber ein bisschen Abwechslung hat uns doch gefehlt.

Thema Reisedauer

Hier sind wir uns mit 14 Nächten treu geblieben. Hat auch für beide Routen wunderbar gepasst. Grundsätzlich bin ich auch jemand, der nach 2 Wochen gerne wieder nach Hause fliegt. Andererseits kann man natürlich andere Routen planen, wenn man mehr Zeit hat. Vielleicht dann das nächste Mal.

Thema Unterkunft-Highlights

Am allermeisten hat mir persönlich Olifantsrus gefallen. Ein sehr schöner, angenehmer Campingplatz mit einem grandiosen Wasserloch. Hier würde ich glatt auch 2 Nächte bleiben.

Von der Landschaft her war die Spitzkoppe nicht zu toppen! Auch hier würde ich definitiv gerne wieder campen!

Auch alle anderen Unterkünfte/Campsites waren super, manche würden wir allerdings lieber gegen feste Unterkünfte eintauschen.

Thema Ausblick 2026

Schon vor dieser Reise haben wir geplant, dass nächstes Jahr Südafrika besucht werden soll. Angedacht waren 2 Wochen ab und bis Johannesburg und dann weiter eine Woche nach Mauritius. Als dann dieser Urlaub so langsam zu Ende ging und wir wieder gemerkt haben, dass es uns doch früher nach Hause zieht, haben wir umgeplant und kurz nach dieser Reise die Flüge gebucht. So wird es jetzt eine kleine, 9-nächtige Tour von und bis Johannesburg mit Schwerpunkt Tiere und im Anschluss eine Woche Mauritius. Auch darüber wird es dann ganz sicher einen Bericht geben.

Danke euch allen fürs Dabeibleiben!!
zuletzt bearbeitet 16. Nov. 2025
768 Beiträge · seit 201716. Nov. 2025 · #120
Hallo Melanie, herzlichen Dank für deinen interessanten Reisebericht. Ich bin sehr gerne mitgereist. Ich bin schon gespannt auf eure nächste Reise.
Liebe Grüsse, Caroline
2016: Südafrika mit Gardenroute 2018 : Vic Falls, Namibia, Botswana, Mauritius 2020: Kapstadt und Gardenroute 2022: Namibia 2024: Namibia und Südafrika 2026: Namibia und Botswana in Planung :-)