KokomikoThemenstarter323 Beiträge · seit 200716. Juli 2025 · #21
Hi BMW und mika, Ihr habt beide eine PN. Gruß Wolfgang
Nachtrag: Ich habe leider kein T4A sondern nur Maps.Me und dort sind die Tracks zu unserem Aussichtspunkt nicht verzeichnet. Es ist ein Aussichtspunkt westlich des Punktes über den Rapids, der von Okahirongo aus erreicht werden kann. Meiner Erinnerung nach sind wir vom Marienfluß nach Osten in die Berge abgebogen und haben den Punkt nach T4A gefunden. Caesar war auch noch nicht dort. Er scheint aber verzeichnet zu sein. Es gab auch eine Feuerstelle. Es muss also jemand dort übernachtet haben. Ich habe es mal auf einem Maps.Me-Screenshot grob markiert. Es ist der linke/westliche rote Punkt. Der andere ist der bei den Rapids.
KokomikoThemenstarter323 Beiträge · seit 200717. Juli 2025 · #22
23. Juni, Hartmannberge und -valley
Morgenstimmung am Kunene. Am anderen Ufer wird geangelt. Wo sind übrigens die Krokodile, die hier sonst immer am Ufer liegen, fragt sich Caesar. Sind sie dank der starken Flut, die übrigens im März auch das ganze Camp Syncro überflutet hat, jetzt alle ins Delta gespült worden? 🙂
Vorbei an mehreren Himbasiedlungen geht es auf einem Track in die Hartmannberge, den man nicht auf T4A und schon gar nicht auf Maps.Me findet.
Es geht über einen Pass ohne Namen. Es gibt einen noch kürzeren Shortcut über die Berge. Dort ist Caesar aber schon einmal in Schwierigkeiten gekommen. Und das will bei seinen Fähigkeiten als Fahrer schon etwas heißen. Aber auch dieser Pass ist nicht ohne. Caesar meint, dass er nach dem Regen das erste Auto ist, das ihn fährt. An mehreren Stellen muss er den Track verlassen oder mit neu gelegten Steinen erst fahrbar machen. Es ist eigentlich nie steil, aber das Problem sind kleine tief eingeschnittene Wasserläufe die die Tracks queren.
Über ein Hochtal geht es ins Hartmann Valley. Dort Lunchpause, passenderweise mit Hartmann Bergzebras als Zuschauern.
Unterwegs nach Norden wird wieder Wasser gefasst. Dort ist viel Betrieb. Bei einem weiteren Kraal den wir besuchen, werden wir mit einer anderen Seite konfrontiert. Eine Frau ist erkrankt. Es scheint sich um eine Entzündung zu handeln. Sollen wir versuchen zu helfen? Wir sind ganz gut ausgestattet. Caesar und Max raten dringend ab. Es ist nicht sicher, ob es Unverträglichkeiten gibt oder die Medikamente in einer Überdosis genommen werden.
Dann verändert sich die Landschaft und wird sandiger.
Im nächsten Beitrag geht es dann weiter. Es sind sonst zu viel Bilder auf einmal.
KokomikoThemenstarter323 Beiträge · seit 200717. Juli 2025 · #23
Wir fahren weiter nach Norden. Eine ganz andere Landschaft! Es geht über steile Dünen zu einem Aussichtspunkt über dem Tal des Kunene bei dem wir einmal „von oben herab“ (sonst ist es ja umgekehrt 😉 auf die Luxuslodge Serra Cafema blicken. Der Fotograf Michael Poliza fliegt dort manchmal mit seinen betuchten Gästen ein und lässt Himbas über Dünenkämme wandern. 🙂
Danach geht es auf der am westlichsten gelegenen Pad in Richtung Süden. Vorbei an einem einsamen Kraal.
Zu einem weiteren touristischen Highlight: „Where are the others“
Es geht durch die Wüste. Westlich von uns die Berge und Dünen der Skelettküstenregion. Mit einem einsamen Nachtlager abseits der normalen Pad beschließen wir den Tag.
Morgen geht es dann in Richtung Green Drum weiter.
KokomikoThemenstarter323 Beiträge · seit 200719. Juli 2025 · #24
24. Juni, Green Drum - Onjuva (Etambura)
Morgenstimmung in der Wüste. Es war frisch.
Quer durch die Wüste geht es in Richtung Green Drum.
Weiter in Richtung Süden. Dann: „Just give the tree water“
„Send greetings to 1“ in karger UMgebung
„Meeting 38 in the shade“
Einsame Gegend, aber viele Steinmännchen! Caesar ignoriert die Hauptroute und hält sich jetzt „querfeldein“. Grob am Munutum und Nadas entlang jetzt nach Osten. Wir sehen eine kleine Giraffenfamilie mit einem Jungtier, das gerade gesäugt wird. Der Vater ruht im Schatten.
Auch diese Gegend hat ihre fahrerischen Herausforderungen. Caesar kennt zwar die Strecke, die uns in Richtung Onjuva/Etambura führen soll, entdeckt aber auch mal eine Pad, die er nicht kennt und deshalb ausprobieren will. Das Resultat kann dann aber auch mal eine Sackgasse sein, die an einem Lagerplatz von Jägern endet. Auch hier sind manchmal Straßenbauarbeiten nötig.
Irgendwie erinnert mich der Berg an etwas…
Bevor wir Etambura erreichen, machen wir noch einen Abstecher zum ehemaligen Marmorabbau. Der Betrieb wurde unwirtschaftlich als bei Karibib ebenfalls Marmor abgebaut wurde. Die Transportwege sind aus dem Kaokoveld einfach zu lang, obwohl es sich um ein riesiges Abbaupotential handelt, das sich über 30 km hinzieht. Caesar weiß da aber auch noch einiges zusätzlich.
Beim Einkauf im örtlichen Supermarkt treffen wir auf eine wilde Truppe Südafrikaner die das Kaokoveld auf ihren Enduros unsicher machen.
Etambura ist dann ein eigenes Thema.
KokomikoThemenstarter323 Beiträge · seit 200719. Juli 2025 · #25
24./25. Juni, Etambura
Etambura ist ein Erlebnis. Und eine willkommene Zwischenstation nach einem Nachtlager in der Wüste. Die Zimmer haben einen sensationellen Blick nach Osten, das Haupthaus nach Westen. Die Lodge wurde von einem schwedischen Ehepaar beauftragt und wird jetzt von der Community geführt. Lassen wir ein paar Bilder sprechen.
Die Zimmer:
Das Haupthaus:
Abendstimmung:
Abends wird in fantastischer Aussicht gekocht:
Wer Etambura meidet, weil es nur Selfcatering bietet, irrt! Die Verwalter bieten an, mitgebrachtes Essen für die Gäste zuzubereiten oder auch ein traditionelles Gericht zu kochen. Ein französisches Paar, das ebenfalls Gast war, nahm diese Angebote wahr und war begeistert. Lest selbst:
Das sind die Morgenstimmungen:
Hier hätten wir es auch etwas länger ausgehalten, aber morgen geht weiter es zum Hoarusib. Wenn ihr ungefähr sehen wollt, was wir bislang abgefahren haben, hier ein Scan einer etwas älteren T4A-Karte. Der erste Teil der Reise bis Epupa ist nicht im Bild.
freshy3'883 Beiträge · seit 201119. Juli 2025 · #26
KokomikoThemenstarter323 Beiträge · seit 200720. Juli 2025 · #28
25. Juni, Auf dem Weg zum Hoarusib
Es geht nach Süden in Richtung Orupembe. Unterwegs eine seltene Sichtung: Löffelhunde. Die Fotos geben leider wenig her.
Aber auch ein einsamer Wanderer „Heading for 1 big gathering“
Orupembe, kleiner Ort, wichtiger Supermarkt und super Mobilfunkempfang (dank fast beschäftigungsloser Polizeistation)
Dann hat es Nummer 17 aufgegeben auf Nummer 11 zu warten.
Weit entfernt ist der Küstennebel zu erkennen. Das Steinmännchen scheint müde oder verzweifelt zu sein. Souvenirjäger haben sein Themenschild geklaut. Kein Wunder, dass er in dieser Stimmung ist.
Und Nummer 10 ist „Just resting“
Die wenigen Tiere suchen schnell Abstand. Caesar meint, dass der ehemalige Wildreichtum im Kaokoveld seit Corona deutlich abgenommen hat. Die mangelnde Präsenz der Ordnungskräfte habe die Wilderei begünstigt. Raubtiere aller Art haben es deshalb auch schwer Beute zu machen. Er glaubt, dass der Löwenangriff im Hoanib nicht zuletzt auch darauf zurückzuführen ist.
Wir sehen aber wenigstens hier eine „Security“ die aufpasst
Und Nummer 7 wundert sich „How the others are doing“
Der Hoarusib und Puros ist dann wieder ein eigenes Thema.
Ganz toller Reisebericht, sehr interessant. Vielen Dank fürs Teilen. LG Regina
KokomikoThemenstarter323 Beiträge · seit 200721. Juli 2025 · #30
25. Juni. Im Hoarusib nach Puros
Wir fahren an der Grenze des Skeleton Parks entlang sowie ein Stück im Khumib und kommen zuletzt gegenüber einer Luxuslodge an den Hoarusib. Ich kann mich an den Namen der Lodge nicht mehr erinnern, aber es muss etwas teures sein. Die Karte verzeichnet immerhin ein Airfield. Dort erst mal Lunchpause am hier relativ stark laufenden Hoarusib.
Vom Platz der Lunchpause aus ist der Hoarusib zu nass zum befahren. Wir nutzen einen südlichen Umweg und stoßen später auf befahrbares Terrain im Rivier. Der Rest ist eine Spaßfahrt durch das Flussbett und durch den Canyon bis nach Puros.
Zum Thema Spaß: Caesar hat immer sichtbar Freude am Fahren in schwierigem Gelände auch abseits der normalen Routen. Er liebt dieses Land und speziell das Kaokoveld. Er hätte es manchmal einfacher haben können und wir wären genauso begeistert gewesen. Aber er sucht sich immer Strecken und Aufgaben, die auch ihn persönlich reizen. Das merkt man auch daran, dass sowohl er als auch Max immer wieder selbst fotografieren. Wir haben nie den Eindruck, dass er einen Job zu erledigen hat.
In Puros kaufen wir bei Manchester United ein.
Dann geht es auf die Omenje Campsite. Wir gewähren einen Blick in unsere liebgewonnene Behausung und freuen uns auf die Annehmlichkeiten der Sanitärausstattung vor Ort. Heißes Wasser ist schon vorbereitet.
Die Lage am Rivier ist traumhaft.
Genau übrigens wie das Abendessen. Und wer sich fragt, wie man auf dem offenen Feuer eine mit Käse überbackene Lasagne fertig bringt, hier die Antwort: Einfach Glut auf einen umgedrehten Topfdeckel legen und fertig.
Dazu eine „Weinempfehlung“, die in den örtlichen Märkten gut verfügbar ist: Tassenberg. Über 300 südafrikanische Weingüter liefern ihre Restbestände an Namibia Breweries, dort werden sie fachmännisch zusammengeleert und fertig ist die preisgünstige Cuvee von Syrah, Cabernet, Merlot und anderem. Preis (umgerechnet) zwischen 2 und 3,50 Euro je nach Entfernung von Windhuk oder Opuwo.
Man schläft danach gut. Ohne Nebenwirkungen. Morgen geht es in Richtung Hoanib. Die Wüstenelefanten warten.
jep......das ist die Okahirongo Lodge bei Purros......ja...... ist teuer......damals von einer Italienerin geführt.......
übrigens......die neuere Schwesterlodge ist ziemlich nah Camp Syncro
LG..................BMW
KokomikoThemenstarter323 Beiträge · seit 200721. Juli 2025 · #32
Nein, Okahirongo ist es nicht. Die Lodge, die ich meine liegt viel weiter westlich fast an der Grenze zum Skeleton Park. Das sind ungefähr 25 km Luftlinie von Puros.
Champagner8'672 Beiträge · seit 201022. Juli 2025 · #33
Kokomiko schrieb:Nein, Okahirongo ist es nicht. Die Lodge, die ich meine liegt viel weiter westlich fast an der Grenze zum Skeleton Park.
Das müsste das Leylandsdrift Camp von Schoeman Skeleton Coast Safari sein. Die Chalets liegen auf Hügeln, wir haben das 2019 auch gesehen, bzw. fotografiert .
Ich lese hier auch interessiert mit - viele Stellen wecken alte Erinnerungen, danke!
LG Bele
P.S. Hier die Position vom Leylandsdrift Camp - der rote Kringel ist Purros
Wenn man näher reinzoomt, sieht man den Track, der von Süden kommt (grob gesagt vom Hoanib), den wir damals gefahren sind und den Track von Norden, den Ihr vermutlich gekommen seid.
dergnagflow2'534 Beiträge · seit 200722. Juli 2025 · #34
Hi Bele,
Champagner schrieb: Das müsste das Leylandsdrift Camp von Schoeman Skeleton Coast Safari sein. Die Chalets liegen auf Hügeln, wir haben das 2019 auch gesehen, bzw. fotografiert .
Ja, du hast recht, das ist das Schoeman Camp. Ich bin dort auch schon zweimal im Jänner vorbeigefahren und immer haben wir den kurzen Weg zum Camp in Kauf genommen und von oben auf der herrlichen Terrasse einen Rockshandy getrunken. Ich weiß nicht, wie das im Juni ist, wenn dort ev. alles voll ist, aber wir wurden im Jänner immer sehr nett begrüßt und empfangen.
Und vielen Dank für den Bericht, meine Lieblingsgegend! Freu mich schon auf Februar, da werden wir das ziemlich ähnlich nur in der anderen Richtung fahren. Etambura ist überhaupt einer meiner Lieblingsplätze, unglaublich dort oben. Hatten wir das letzte Mal zwei Nächte verbracht. Da werden wir ebenfalls wieder übernachten.
Bin gespannt auf die restlichen Tage deines Berichts.
KokomikoThemenstarter323 Beiträge · seit 200722. Juli 2025 · #35
26. Juni, Auf dem Weg zum Hoanib
Der Tag beginnt für Max etwa um 6.30 Uhr. Spätestens ab 7 Uhr ist Kaffee am Feuer verfügbar. Frühstück um 7.30 Uhr. Mit Kaffee, Tee, Säften, Toast, Wurst, Käse, Marmelade, Tomaten und Gurken, „Vogelfutter“ (Caesars Begriff für Müsli. Immer dabei, aber kaum einer isst es unterwegs nach seiner Beobachtung) Wir kommen spätestens um 7 Uhr aus dem Zelt. Dann Katzenwäsche oder Dusche, wenn verfügbar und nicht zu kalt. Die Betten werden von uns selbst gemacht und zum Zusammenrollen vorbereitet. Das Zelt wird geräumt. Während wir noch frühstücken baut Max bereits ab. Danach geht es fix ans Auf- und Einräumen. „Bitte helft uns nicht“ 😉
Die Nacht und der Morgen waren wieder frisch. Die Biker sind auch schon unterwegs. Die starke Flut nach dem Regen im März hat das nördliche Ufer etwa fünf Meter Breite gekostet. Einige Uferbäume haben es nicht überlebt.
Nachts hatten wir Besuch. Eine Hyäne hat unseren Grillrost geklaut und etwa 100m in den Hoarusib entführt bis sie gemerkt hat, dass er wohl doch nicht fressbar ist. Am Ufer nach Puros dann Giraffen.
Wir fahren eine Strecke am Gomatum und im Sawurogab nach Süden und dann querfeldein zum Tsuxub. Eine herrliche Gegend und, im Vergleich zum bisher gesehenen, relativ wildreich: Giraffen, Springböcke, Oryx, Strauß, Hartmann Bergzebras. Angeblich hat es auch etwa sieben Nashörner in dieser Gegend.
Ein Strauß bietet uns eine Riesenshow: er rennt, stürzt, rappelt sich auf, stürzt wieder. Nach einer Weile akzeptiert er, dass wir keine Gefahr sind und kehrt zu seiner Henne und den mindestens 10 Küken zurück.
An einer Wasserstelle frischen wir unseren Vorrat wieder auf. Danach Lunchpause. Es gibt immer auch die Reste des jeweiligen Abendessens. Manchmal kalt, manchmal auch auf dem genialen Gaskocher aufgewärmt.
Und irgendwo war wieder ein Steinmännchen. Das einzige mit weißen Steinen. „Help lost“
Bei Amspoort erreichen wir den Hoanib.
Den Wüstenelefanten und unserer letzten Nacht mit Wildcamping widmen wir noch einen eigenen Beitrag im Faden.
KokomikoThemenstarter323 Beiträge · seit 200723. Juli 2025 · #36
26./27. Juni, Wüstenelefanten und Übernachtung im Hoanib
Bei Amspoort fahren wir in den Hoanib ein. Auch hier haben die Wassermassen ihren Tribut an den Bäumen gefordert.
Es dauert nicht lange bis wir eine große Gruppe von Elefanten treffen. Den Elefanten scheint es gut zu gehen. Sie haben viele Jungtiere in der Gruppe. Bei fast zwei Jahren Tragezeit kann also die zuletzt gute Regenzeit nicht ausschlaggebend gewesen sein. Ein Jungtier wird noch gesäugt.
Aber irgendwann ist Zeit Abschied zu nehmen. Alle, auch wir, sind irgendwann müde.
Wir suchen etwas entfernt einen Platz am Ufer. Caesar kennt den Platz schon von früheren Besuchen.
Man sieht, dass wir Platz haben. Wer entdeckt alle drei Zelte? Max tarnt sich mit einem Flecktarnzelt. Unsere sanitären Anlagen sind gut versteckt, wir werden gebrieft, wie wir uns zu verhalten haben, sofern jemand nachts raus will.
Zur Feier des Tages gibt es Rumpsteak. Wir wählen „Medium to rare“. Gute Wahl, meint Caesar. Gäste, die ihr Steak dagegen ermorden wollen, lässt er selbst ans Feuer. Er bringt es einfach nicht übers Herz.
Nachts haben wir Besuch. Vielleicht drei Meter von Max´ Zelt entfernt zupfen Elefanten ein paar Blätter ab. Caesar bekommt es durch Zufall mit. Wir verschlafen den Besuch und hören keinen Laut.
Der nächste Morgen ist kühl. Die Spuren dokumentieren leider den Abstand zum Zelt nicht.
Was man in TV-Dokumentationen nicht sieht: es gibt mehrere Wasserlöcher am Hoanib. Auch deshalb sind die Elefanten hier recht zahlreich. Eine Lodge hat sich passenderweise in der Nähe der Wasserstelle angesiedelt.
Ein toller Aussichtspunkt liegt bei der Einmündung des Ganamub in den Hoanib
An machen Stellen führt der Hoanib noch Wasser. An anderen pfeift der Wind.
Hinter Elephant Song verlassen wir den Hoanib und kurven noch ein wenig durch die Plains südwestlich von Sesfontein. Schöne Gegend.
Die aber auch ihre Tücken hat. Auf einem kleinen Dünenkamm bleiben wir stecken.
Schaufeln? Das war gestern. Für ein Fahrzeug mit Winde braucht es nur einen festen Baum oder Felsen in der Nähe
Kurz vor Sesfontein leuchtet die Tankanzeige auf. Perfekte Planung! Die „Zivilisation“ hat uns wieder. Abends ist es Zeit Abschied zu nehmen. Caesar und Max müssen morgen nach Swakop. Vier Tage später wartet eine 30-köpfige Selbstfahrergruppe auf ihre Betreuung.
Danke Caesar! Danke Max! Für uns war es ein „once in a lifetime-Erlebnis“.
KokomikoThemenstarter323 Beiträge · seit 200723. Juli 2025 · #37
Das war unsere Route ab Etambura:
SISilvy298 Beiträge · seit 200724. Juli 2025 · #38
Hallo Kokomiko, ganz toller Reisebericht mit super Fotos! Genau so eine Reise wollte ich immer machen: ins wilde Kaokoveld aber guided. Keiner wollte mitfahren - nun bin ich zu alt... Die Landschaft ist so einmalig schön, ich reise gerne mit dir und freue mich auf die nächsten Abenteuer.
Herzliche Grüße aus München Silvy
KokomikoThemenstarter323 Beiträge · seit 200727. Juli 2025 · #39
27. 6 - 2.7., Vreugde/Etoscha/Progress/Heimflug
Am letzten Abend in Khowarib hatten wir noch einmal exklusiven Service.
Am nächsten Morgen geht es über den Grootbergpass über Kamanjab in Richtung Etoscha.
Das Ziel für drei Nächte ist die Gästefarm Vreugde. Bei Elsie und Dani geht es einem gut. Gutes Essen, nette Gespräche, gute Unterbringung, freundliche Mitarbeiter.
Elsie kann einem so viel erzählen. Unter anderem über ihren Ur-Großvater, der aus einer deutschen Industriellenfamilie stammt und Teil des Dorsland-Treks war. Dani vermittelt sein Wissen über Etoscha und gibt wertvolle Tips. Alle Mitarbeiter der Farm stammen aus der Region. Einer der Mitarbeiter erzählt uns, er stammt von der Ethnie ab, die aus Etoscha ausgesiedelt wurde als es zum Schutzgebiet erklärt wurde. Sie waren die „click-people, sleeping on the trees“.
Elsie und Dani haben sich bereits einmal auf ihr Haus in Swakop in den Ruhestand. zurückgezogen, wurden dann aber kurzfristig wieder aktiviert. Bald ist es jetzt aber soweit, dass sie sich endgültig zurückziehen und an ihre Tochter übergeben.
Auf der Farm gibt es auch ein kleines „Haustier“, das in einer Palme wohnt und völlig unbeeindruckt von Besuchern ist.
An zwei Tagen machen wir die Gegend um Okaukuejo unsicher, sehen viele Tiere, zwar ohne Katzen, sind aber trotzdem zufrieden. Es gab einen eindeutigen Elefanten-Schwerpunkt. Aber allein die Eindrücke unserer Safari waren für diesen Urlaub ausreichend. Etoscha rundet die Reise lediglich ab. Deshalb auch nur wenige Fotos.
Diese Situation sah für uns am Anfang spannend aus. Zwei Bullen im „Begegnungsverkehr“. Deutet die erkennbare Erektion auf Spannungspotential hin? Aber sie passierten sich ohne Zwischenfall.
Danach ging es weiter wie üblich.
Am nächsten Tag ging es zurück nach Windhoek. Autoabgabe problemlos. Das Budgetcar von ASCO hat einwandfrei funktioniert. An einem Wochentag ist Windhoek durchaus trubelig. Die CarPlay-Option des Autos hat uns geholfen.
Danmar Transfers hat uns zu unserer letzten Übernachtung vor dem Heimflug gebracht: die Progress Guestfarm, etwas nordöstlich vom Flughafen. Wir haben ein Zimmer mit Blick auf das beleuchtete Wasserloch (der Ast mit Knubbel). War aber nix los.
Die Utensilien am Tisch deuten übrigens auf etwas hin, das wir vielleicht auch noch zeigen 😉.
Das Zimmer ist hübsch, mit allen Komfort. Und einem Waffensafe. Für uns kein Problem. Wir gehen nicht davon aus, dass unser bevorzugtes Essen totgestreichelt wurde. Die Deko im Esszimmer war allerdings „old school“.
Der Heimflug von WDH nach ADD war nach unserem Eindruck von chinesischen Gästen dominiert. Angenehmerweise hatten wir unsere 3er Reihe für uns. Vor Addis Abeba musste das Flugzeug wegen eines Gewitters einige Ehrenrunden drehen.
Der Heimflug nach FRA dann wieder zu zweit in einer 3er Reihe. Ethiopian war für uns eine gute Wahl. Die verschiedenen Beiträge hier über Discovery haben uns schon etwas abgeschreckt.
KokomikoThemenstarter323 Beiträge · seit 200728. Juli 2025 · #40
Mit unserem Reisebericht können wir leider mit den hiesigen Profis, die auf umfangreiches Fotoequipment, teilweise Drohnen, GoPros und RAW-Nachbearbeitung setzen, nicht mithalten. Fast alle Fotos sind mit älteren 12er iPhones geschossen, wenige mit einer geliehenen Kamera mit maximal 200mm Brennweite. Was allerdings auch dabei war, ist ein Skizzenbuch und eine kleine Aquarell-Ausstattung. Vielleicht gefällt das auch einigen hier.