Tag 19. 12.03.2024 Kalahari Trails
Die Nacht war erneut angenehm, heute stand eine weitere längere Transferetappe bis kurz vor dem KTP auf dem Programm.
Wir hatten uns für zwei Nächte im Kalahari Trails entschieden, weil wir hofften, so aus nächster Nähe Erdmännchen beobachten zu können und um auch jenseits des KTP noch etwas Kalahari-Luft zu schnuppern. Da der Preis zudem extrem niedrig war, wagten wir eine Reservierung trotz gemischter Bewertungen im Vorfeld.
Beim Start stellten wir fest, dass die Schraube unseres hinteren Nummernschildes fehlte. Es war somit nur eine Frage der Zeit, bis wir es verlieren würden. Wir fragten an der Rezeption nach, die fragte mein Manager nach, welcher wiederum in sein Lager ging und suchte. Da er nicht fündig wurde, fing er das telefonieren an und sagte, in ein paar Minuten sollte jemand vorbei kommen. In der Tat kam nach ein paar Minuten ein weiterer Mitarbeiter mit einer Kiste voll Schrauben. Gemeinsam wurde probiert und eine passende gefunden. Man war hier insgesamt sehr bemüht und hilfsbereit, wir konnten aber während unseres gesamten Aufenthalts nur einmal die Anwesenheit von anderen Gästen feststellen.
Da uns an der Rezeption zur Strecke über die N10 geraten worden war (angeblich deutlich schneller als über N14) fuhren wir wieder gen Süden zur N10.
In Groblershoop tankten wir und wollten einen gut beleumundeten Coffe Shop an der Tankstelle oder den Hedgehog Padstal aufsuchen - leider waren wieder beide geschlossen.. Irgendwie haben wir da kein Glück in der Gegend..
Gegen Mittag kamen wir in Upington an und fuhren zur Kalahari Mall für den nächsten Großeinkauf für die folgende Woche. Erneut hatte es um die 40°C. Dann aßen wir im Wimpy (weil es das einzige Lokal mit Blick auf den Parkplatz und unser Auto war). Zudem wollten wir noch Geld holen, hier wurde aus nicht mehr aufklärbaren Gründen diesmal die Revolut Karte nicht akzeptiert, jedoch die Karte einer anderen Bank. Irgendwie hatten wir ein wenig die Zeit verschätzt. Als wir unser Ziel eingaben, wurde uns eine Ankunft um 17:30 Uhr angekündigt.
Glücklicherweise schmolz die Fahrzeit jedoch dahin, so dass wir dann bereits gegen 17:00 Uhr ankamen. Aufgrund der Hitze und der langen Fahrtzeit waren wir extrem platt und nur noch bedingt aufnahmefähig. Hier rächte sich ein wenig unser entspannter Start und der gemütliche Einkauf in Upington.
Der Empfang war nett, aber sehr wortkarg - man musste der betreffenden Dame wirklich alles aus der Nase ziehen. Bei Kalahari Trails handelt es sich um ein Erdmännchenschutz und -forschungsprojekt, das vor vielen Jahren von der seit 2020 verstorbenen Prof. Rasa ins Leben gerufen worden war. Es werden “verwaiste” oder aus anderen Gründen von Menschen gerettete Erdmännchen aufgezogen bzw. aufgepäppelt, bis sie eine eigene neue Familie bilden können und dann ausgewildert. Zudem besuchten immer wieder wilde Erdmännchengruppen das Sanctuary.
Als wir ankamen, wuselten gerade lauter Erdmännchen rund ums Haus und zwischen den Beiden der Anwesenden herum. Hierbei handelte es sich um eine wilde Gruppe, die am Nachmittag vorbeigekommen war. Wir sahen ihnen zu, hatten aber aufgrund Erschöpfung keinen Nerv mehr dazu, die Kameras auszupacken und Fotos zu machen, vor allem weil wir auch beschäftigt waren, unserer Gastgeberin alle relevanten Infos zu unserem Cottage aus der Nase zu ziehen..
Dann fuhren wir ca. 1-2 Kilometer zu unserem Cottage. Es liegt etwas am Hang mit Blick auf das Nossobtal und ein kleines Wasserloch. Gegenüber liegen vereinzelte Farmgebäude auf Botswana-Seite. Von der Straße selbst kriegt man nicht viel mit, dafür ist der Verkehr auch zu dünn, von der Straße auf Botswana Seite sieht man manchmal Staubfahnen oder Nachts Scheinwerfer.
Entgegen mancher Bewertungen war das Haus angenehm herunterklimatisiert und der Kühlschrank lief bereits. Das Haus ist einfach, aber nett eingerichtet und war sehr sauber.
Obwohl es Ende des Sommers war, war die Landschaft knochentrocken. Es hatte in diesem Sommer bisher nahezu gar nicht geregnet, die Regenzeit war hier somit nahezu komplett ausgefallen. Damit zerschlugen sich unsere Hoffnungen auf einen “richtig grünen” KTP mal wieder. Wir hatten bereits das zweite Mal das Pech, in einer Regenzeit unterwegs zu sein, die faktisch nicht existierte. Auch bei unserem letzten Besuch 2019/2020 litt der Park unter einer extremen Dürre. Schon Wahnsinn, wie widerstandsfähig Pflanzen und Tiere hier sein müssen, wenn nahezu regelmäßig eine Regenzeit fast vollkommen ausfällt. Aber natürlich hat so etwas auch starke Auswirkungen auf die Bestandszahlen und Aufenthaltsorte wandernder Tiere..
Da überall Moskitonetze hingen und wir in diesem Urlaub bereits Bekanntschaft mit Mücken gemacht hatten, achteten wir darauf und sahen, dass mit Sonnenuntergang dutzende bis hunderte Mücken die Decke bevölkerten. Nach Einsatz von Peaceful Sleep musste erstmal der Boden gefegt werden. Die Nacht verbrachten wir vorsichtshalber unter den Moskitonetzen.



Am Abend saßen wir noch länger draußen und genossen es, wieder in der Kalahari zu sein. Mit der Taschenlampe sahen wir einen verschreckten Springbock und eine Wildkatze. Von der Botswana-Seite aus waren immer wieder TV-Geräusche und Lichter zu sehen, was natürlich dem Wildnis-Gefühl etwas abträglich war (auch wenn das betreffende Haus sicher 3-400m Luftlinie entfernt liegt).
Die Nacht war erneut angenehm, heute stand eine weitere längere Transferetappe bis kurz vor dem KTP auf dem Programm.
Wir hatten uns für zwei Nächte im Kalahari Trails entschieden, weil wir hofften, so aus nächster Nähe Erdmännchen beobachten zu können und um auch jenseits des KTP noch etwas Kalahari-Luft zu schnuppern. Da der Preis zudem extrem niedrig war, wagten wir eine Reservierung trotz gemischter Bewertungen im Vorfeld.
Beim Start stellten wir fest, dass die Schraube unseres hinteren Nummernschildes fehlte. Es war somit nur eine Frage der Zeit, bis wir es verlieren würden. Wir fragten an der Rezeption nach, die fragte mein Manager nach, welcher wiederum in sein Lager ging und suchte. Da er nicht fündig wurde, fing er das telefonieren an und sagte, in ein paar Minuten sollte jemand vorbei kommen. In der Tat kam nach ein paar Minuten ein weiterer Mitarbeiter mit einer Kiste voll Schrauben. Gemeinsam wurde probiert und eine passende gefunden. Man war hier insgesamt sehr bemüht und hilfsbereit, wir konnten aber während unseres gesamten Aufenthalts nur einmal die Anwesenheit von anderen Gästen feststellen.
Da uns an der Rezeption zur Strecke über die N10 geraten worden war (angeblich deutlich schneller als über N14) fuhren wir wieder gen Süden zur N10.
In Groblershoop tankten wir und wollten einen gut beleumundeten Coffe Shop an der Tankstelle oder den Hedgehog Padstal aufsuchen - leider waren wieder beide geschlossen.. Irgendwie haben wir da kein Glück in der Gegend..
Gegen Mittag kamen wir in Upington an und fuhren zur Kalahari Mall für den nächsten Großeinkauf für die folgende Woche. Erneut hatte es um die 40°C. Dann aßen wir im Wimpy (weil es das einzige Lokal mit Blick auf den Parkplatz und unser Auto war). Zudem wollten wir noch Geld holen, hier wurde aus nicht mehr aufklärbaren Gründen diesmal die Revolut Karte nicht akzeptiert, jedoch die Karte einer anderen Bank. Irgendwie hatten wir ein wenig die Zeit verschätzt. Als wir unser Ziel eingaben, wurde uns eine Ankunft um 17:30 Uhr angekündigt.
Glücklicherweise schmolz die Fahrzeit jedoch dahin, so dass wir dann bereits gegen 17:00 Uhr ankamen. Aufgrund der Hitze und der langen Fahrtzeit waren wir extrem platt und nur noch bedingt aufnahmefähig. Hier rächte sich ein wenig unser entspannter Start und der gemütliche Einkauf in Upington.
Der Empfang war nett, aber sehr wortkarg - man musste der betreffenden Dame wirklich alles aus der Nase ziehen. Bei Kalahari Trails handelt es sich um ein Erdmännchenschutz und -forschungsprojekt, das vor vielen Jahren von der seit 2020 verstorbenen Prof. Rasa ins Leben gerufen worden war. Es werden “verwaiste” oder aus anderen Gründen von Menschen gerettete Erdmännchen aufgezogen bzw. aufgepäppelt, bis sie eine eigene neue Familie bilden können und dann ausgewildert. Zudem besuchten immer wieder wilde Erdmännchengruppen das Sanctuary.
Als wir ankamen, wuselten gerade lauter Erdmännchen rund ums Haus und zwischen den Beiden der Anwesenden herum. Hierbei handelte es sich um eine wilde Gruppe, die am Nachmittag vorbeigekommen war. Wir sahen ihnen zu, hatten aber aufgrund Erschöpfung keinen Nerv mehr dazu, die Kameras auszupacken und Fotos zu machen, vor allem weil wir auch beschäftigt waren, unserer Gastgeberin alle relevanten Infos zu unserem Cottage aus der Nase zu ziehen..
Dann fuhren wir ca. 1-2 Kilometer zu unserem Cottage. Es liegt etwas am Hang mit Blick auf das Nossobtal und ein kleines Wasserloch. Gegenüber liegen vereinzelte Farmgebäude auf Botswana-Seite. Von der Straße selbst kriegt man nicht viel mit, dafür ist der Verkehr auch zu dünn, von der Straße auf Botswana Seite sieht man manchmal Staubfahnen oder Nachts Scheinwerfer.
Entgegen mancher Bewertungen war das Haus angenehm herunterklimatisiert und der Kühlschrank lief bereits. Das Haus ist einfach, aber nett eingerichtet und war sehr sauber.
Obwohl es Ende des Sommers war, war die Landschaft knochentrocken. Es hatte in diesem Sommer bisher nahezu gar nicht geregnet, die Regenzeit war hier somit nahezu komplett ausgefallen. Damit zerschlugen sich unsere Hoffnungen auf einen “richtig grünen” KTP mal wieder. Wir hatten bereits das zweite Mal das Pech, in einer Regenzeit unterwegs zu sein, die faktisch nicht existierte. Auch bei unserem letzten Besuch 2019/2020 litt der Park unter einer extremen Dürre. Schon Wahnsinn, wie widerstandsfähig Pflanzen und Tiere hier sein müssen, wenn nahezu regelmäßig eine Regenzeit fast vollkommen ausfällt. Aber natürlich hat so etwas auch starke Auswirkungen auf die Bestandszahlen und Aufenthaltsorte wandernder Tiere..
Da überall Moskitonetze hingen und wir in diesem Urlaub bereits Bekanntschaft mit Mücken gemacht hatten, achteten wir darauf und sahen, dass mit Sonnenuntergang dutzende bis hunderte Mücken die Decke bevölkerten. Nach Einsatz von Peaceful Sleep musste erstmal der Boden gefegt werden. Die Nacht verbrachten wir vorsichtshalber unter den Moskitonetzen.
Am Abend saßen wir noch länger draußen und genossen es, wieder in der Kalahari zu sein. Mit der Taschenlampe sahen wir einen verschreckten Springbock und eine Wildkatze. Von der Botswana-Seite aus waren immer wieder TV-Geräusche und Lichter zu sehen, was natürlich dem Wildnis-Gefühl etwas abträglich war (auch wenn das betreffende Haus sicher 3-400m Luftlinie entfernt liegt).
Reiseberichte: SA-KTP-NAM 2017 - Uganda 2018 - Elternzeit 2 M. Südafrika 2022 - Elternzeit 3 M. SA/NAM 2024 Teil I, Teil II, Teil III - SA KNP + KZN 2025


