regsalThemenstarter423 Beiträge · seit 201306. Jan. 2025 · #1
Südafrika und Namibia - zwei Länder mit Bus und Auto
1. Teil Südafrika
Prolog
Ende 2022 eröffnete mir meine Tochter Linda, dass sie Ende 2024 eine berufliche Auszeit von 3 Monaten beantragt habe um ihre Reisesehnsucht zu stillen. Zu ihrem Plan gehörten u.a. Südafrika und Namibia. Sie wollte unbedingt verstehen, warum ihre Mama schon 6 Mal dorthin gereist war und jedes Mal ins Schwärmen kam, wenn sie davon erzählte. 🙂 Es freute mich, dass ich Linda neugierig auf diese Region in Afrika machen konnte. Mitte 2023 hatte ich definitiv entschieden, dass ich im Mai 2024 in Rente gehen werde und ich plante in meinem Kopf bereits eine weitere Reise nach Namibia. Und da kam eines Tages die Frage von Linda, ob ich nicht mit ihr nach Südafrika und Namibia reisen würde. Ich war natürlich begeistert und es brauchte nicht viel Überzeugungskraft bis ich dazu ja sagen konnte. So hatte ich bereits das erste "Projekt" in Rente.;) Linda überlies mir mehrheitlich die Planung und so kamen folgende Reiserouten zustande:
Südafrika 28. Oktober 2024 – 15. November 2024 Geführte Kleingruppenreise (8 Personen - nur ein wenig Hummeldumm 😉 ) von Kapstadt nach Johannisburg mit Krüger Nationalpark Unsere Etappen: Kapstadt und Kaphalbinsel Weinregion Cederberge Hermanus Heidelberg Knysna Robberg Nature Reserve Tsitsikamma-Nationalpark Port Elisabeth (Flug nach Durban) KwaZulu-Natal (Somkhanda Community Game Reserve) eSwatini (Swaziland) Panorama Route (Blyde River Canyon) Geater Krüger (Privatreservat Tuskers Safari Camp) Johannisburg
Namibia 16. November 2024 – 01. Dezember 2024 Selbstfahrtour für "Einsteiger" (Linda war ja noch nie in Namibia und mich eine Erinnerung an unsere erste Reise mit meinem Partner vor 13 Jahren) Unsere Etappen: Windhoek (Guesthouse Voigtland) Bagatelle Kalahari Game Ranch Sossusvlei (Sossus Dune Logde) Swakopmund (Beach Hotel) Spitzkoppe Cabin Camp Damaraland (Twyfelfontein Adventure Camp) Vingerklip-Lodge Okaukuejo Bush Chalet Halali Bush Chalet Onguma Forest Camp Frans Indongo Lodge Guesthouse Voigtland
Es wurde eine wunderschöne Reise, vielseitig und intensiv. Ich habe eine wundervolle Zeit mit meiner Tochter verbringen dürfen und ihr nebenbei ein wenig den Afrikavirus übertragen. 🙂 Wer Lust hat, darf uns gern virtuell begleiten.
1. Teil - Südafrika
unsere Route:
die ersten Eindrücke:
Reiseberichte:
2015 - von Kapstadt nach Windhoek durch den KTP
2017 - der Leopard kommt nur am Sonntag...
2019 - Namibia Nov.2019 - auf der Suche der Lone Men
2021 - vom Winde verweht - Skeleton Coast Campingtour
regsalThemenstarter423 Beiträge · seit 201306. Jan. 2025 · #3
27./28. Oktober 2024
Endlich ist es soweit, das Warten hat ein Ende. Die Taschen sind gepackt und mit der Bahn fahre ich nach Zürich-Flughafen. Dort treffe ich Linda und wir sind beide sehr aufgeregt und sind gespannt was uns in den nächsten 5 Wochen erwartet. Mit Edelweissair fliegen wir durch die Nacht Richtung Kapstadt. Mit den gebuchten Sitzplätzen in der vordersten Reihe und einem Glas Rotwein ist der 12-stündige Flug auch mit wenig Schlaf ganz gut auszuhalten. Es ist bereits Tag, als wir über das wolkenlose Namibia fliegen. Linda hat Fensterplatz und ist fasziniert von der Sicht auf die rot-braune Kalahari – ihr erster Eindruck des südlichen Afrikas ist schon sehr positiv. 🙂 Pünktlich landen wir in Kapstadt. Das Einreiseprozedere zieht sich etwas hin und unsere Taschen lassen auf sich warten. Anschliessend müssen wir noch etwas Geld wechseln bevor wir uns in der Ankunftshalle auf die Suche unseres Abholdienstes machen können. Wir haben Mühe in zu finden, der nette Herr hatte leider nur ein kleines Blatt Papier mit unseren Vornamen auf sich. Er fährt uns ins Parker Cottage, unsere Unterkunft für die nächsten 5 Nächte. Die Gruppenreise beginnt erst 2 Tage später, so haben wir genügend Zeit uns gemütlich in Kapstadt einzugewöhnen. Wir werden sehr freundlich empfangen, das Parker Cottage liegt in einem ruhigen Quartier unterhalb des Lions’Head mit einem schönen Garten.
Das Wetter ist etwas bedeckt und es windet. Da wir etwas müde von der Anreise sind, ruhen wir uns ein wenig aus und machen am späteren Nachmittag nur noch einen kleinen Spaziergang im Quartier, essen eine Pizza und trinken das erste Savanna Dry.
Morgen will das Wetter besser und wir haben uns entschieden auf den Lion’s Head zu wandern.
Reiseberichte:
2015 - von Kapstadt nach Windhoek durch den KTP
2017 - der Leopard kommt nur am Sonntag...
2019 - Namibia Nov.2019 - auf der Suche der Lone Men
2021 - vom Winde verweht - Skeleton Coast Campingtour
Hallo ihr Lieben, eure erste Unterkunft sieht ja schon mal sehr ansprechend aus. Ich bin gespannt darauf, wie es im Weinland nach den Bränden dort aussieht. Wir haben gerade unsere Planung für 26 fertig und die angedachten Tage im Weinland komplett rausgestrichen, weil wir fürchten, dass wir kilometerweit nur verbranntes Land sehen. Ich hoffe sehr, dass es nicht so schlimm aussieht wie ich es mir vorstelle und dass ihr euch an schönen Gärten und an grünen Weinbergen freuen könnt. Auch bin ich gespannt, wie ihr die Gruppenreise empfindet. Die ersten Fotos sind schon mal sehr schön. Liebe Grüße und viel Freude dabei, die Reise beim Schreiben ein zweites Mal zu erleben.
regsalThemenstarter423 Beiträge · seit 201306. Jan. 2025 · #5
Hallo Nacho
Ich bin gespannt darauf, wie es im Weinland nach den Bränden dort aussieht
.
Wir waren vor den Bränden dort, somit war alles schön grün. Liebe Grüsse Regina
Reiseberichte:
2015 - von Kapstadt nach Windhoek durch den KTP
2017 - der Leopard kommt nur am Sonntag...
2019 - Namibia Nov.2019 - auf der Suche der Lone Men
2021 - vom Winde verweht - Skeleton Coast Campingtour
Enilorac65768 Beiträge · seit 201706. Jan. 2025 · #6
Hallo Regsal, da komme ich sehr gerne mit. Bin sehr gespannt auf eure Reise! Liebe Grüsse, Caroline
2016: Südafrika mit Gardenroute
2018 : Vic Falls, Namibia, Botswana, Mauritius
2020: Kapstadt und Gardenroute
2022: Namibia
2024: Namibia und Südafrika
2026: Namibia und Botswana in Planung :-)
Gabi-Muc2'191 Beiträge · seit 201607. Jan. 2025 · #7
Hallo Regina,
da komme ich doch gerne mit. 5 Wochen Namibia und Südafrika, ganz toll.
LG
Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
regsalThemenstarter423 Beiträge · seit 201307. Jan. 2025 · #8
Ein lieber Gruss an alle die bereits mit uns mitreisen, es geht gleich weiter auf den Lion's Head.
29. Oktober 2024 - Aufstieg auf den Lions's Head und Waterfront Kapstadt
Wir haben wunderbar geschlafen und die Sonne strahlt bereits beim Aufwachen. Das vielseitige und frisch zubereitete Frühstück wird im Garten serviert.
Jeden Tag gibt es auf Wunsch zusätzlich ein «breakfast oft he day» - eines davon sieht so aus.
Gestärkt und voller Tatendrang fährt uns ein Taxi bis zum Fuss des Lion’s Head. Der Wanderweg führt vorerst recht gemütlich aufwärts und als Blumenliebhaberin staune ich über die wunderschönen Blumen am Wegesrand.
Der Wanderweg umrundet den Lion’s Head einmal, so dass wir auf einer Seite die Sicht auf die Stadt und den Tafelberg und auf der anderen Seite eine tolle Aussicht auf Camps Bay und Signal Hill haben.
Der letzte Teil der Wanderung ist nur für Schwindelfreie. Es geht steil in die Höhe oder auf schmalem Weg, zum Teil mit Hilfe einer Leiter oder einer Kette.
Über den Grat mit grossen Felsstufen erreichen wir den Gipfel. Überglücklich und ein wenig stolz, dass wir auf dem Gipfel angekommen sind, geniessen wir die grandiose Aussicht auf alle Seiten.
Der Abstieg über den Grat ist so anspruchsvoll wie der Aufstieg, vorsichtig, Schritt für Schritt kommen wir jedoch gut wieder beim Startpunkt an. Von unten sieht der Lion's Head gar nicht so mächtig aus.
Zurück im Guesthouse machen wir Bekanntschaft mit Anne-Marie und Brigitte. Sie gehören zu der Reisegruppe welche am nächsten Tag starten wird und auch sie sind ein Tag früher angereist. Der Reiseveranstalter hat vor der Reise eine «Videokonferenz» organisiert, damit jede Person der Reisegruppe sich kurz vorstellen konnte. So wussten wir bereits vor der Reise, wie die Gruppe zusammengestellt sein wird. Wir entscheiden mit den Beiden am späteren Nachmittag gemeinsam an die Waterfront zum Abendessen zu gehen. Vorerst müssen wir uns jedoch nach unserer Wanderung erholen und etwas frisch machen. Das heisst, ab unter die Dusche.
Zu viert starten wir Richtung Waterfront. Wir verstehen uns auf Anhieb sehr gut mit Anne-Marie und Brigitte. Sie sind froh, dass sie sich uns anschliessen konnten, da sie noch etwas mitgenommen sind von der langen Flugreise. Nach einem Spaziergang an der Waterfront finden wir im Brauhaus Fishmarket ein Tisch an der Abendsonne und essen wir zusammen einen feinen Fisch und prosten an auf unsere gemeinsame Tour mit einer Flasche Sauvignon Blanc «Le Bonheur». Das kann ja nur Glück bringen für die nächsten Tage. 🙂
Mit Taxi geht’s zurück ins Guesthouse. Beim Schlummertrunk gehen die angeregten Diskussionen mit unseren beiden Mitreisenden bis spät in die Nacht weiter. Als die Diskussion zu politisch wird (Anne-Marie und Brigitte kommen aus Frankreich 😉 ) entscheiden wir, dass es Zeit zum Schlafen wird.
Reiseberichte:
2015 - von Kapstadt nach Windhoek durch den KTP
2017 - der Leopard kommt nur am Sonntag...
2019 - Namibia Nov.2019 - auf der Suche der Lone Men
2021 - vom Winde verweht - Skeleton Coast Campingtour
regsalThemenstarter423 Beiträge · seit 201308. Jan. 2025 · #9
30. Oktober 2024 – Zu Fuss in die City – Kochen mit der Reisegruppe im Bo-Kaap-Viertel
Auch heute Morgen scheint die Sonne, aber es windet sehr stark. Der Vormittag steht uns noch zur freien Verfügung und wir entscheiden uns eine Tour in die City zu Fuss zu machen. Am Nachmittag starten die Aktivitäten mit der Reisegruppe. Es wird jedoch Abend werden, bis alle Mitreisenden angekommen sind. Dazu jedoch später.
Vorerst schlendern wir durch den Company’s Garden. Im Company's Garden waren früher die Gärten der holländisch-indischen Handelskompanie angelegt, nachdem Jan van Riebeek, der Gründer von Kapstadt, sich hier mit seinen Leuten angesiedelt hat. Die uralten Bäume sind Zeugen aus dieser Zeit.
Hinter dem Company's Garden befindet sich das South African Museum
Nicht weit davon entfernt ist das House of Parliament. Im Jahr 2022 verwüstete ein Brand etliche Säle des Parlaments. Die Renovationsarbeiten sind immer noch im Gange und das Parlament tagt seither in der City Hall von Kapstadt.
Unser nächstes Ziel ist das Castle of Good Hope in der Nähe des Bahnhofs. Die fünfeckige Festung Castle of Good Hope ist Südafrikas ältester Kolonialbau und wurde von 300 Matrosen in nur einem Jahr im Auftrag von Jan van Riebeeck um 1670 erbaut, damals noch direkt am Wasser. In den 1940er Jahren wurde die Hafenbucht aufgeschüttet. Der Besuch dieser Festung löst in mir ein mulmiges Gefühl aus, wurden doch hier in der Kolonialzeit Sklaven gefoltert und hingerichtet, während Kolonialherren nicht weit daneben Verträge abschlossen.
Ich bin froh, als wir diesen Ort wieder hinter uns gelassen haben. Nicht weit von der Festung entfernt liegt der Bahnhof und die City Hall. Auf der Veranda hat Nelson Mandela nach seiner Freilassung 1990 seine erste Rede zum Volk gehalten. Zur Erinnerung wurde von ihm eine Statue auf der Veranda erstellt.
Auf dem Weg zur Long Street kommen wir bei der St. George’s Kathedrale vorbei, die älteste Kirche von Südafrika. Hier ist der Sitz des Erzbischofs der Anglikanischen Diözese von Kapstadt. Die sterblichen Überreste Erzbischofs Desmond Tutu sind vor dem Altar beigesetzt.
In der Long Street herrscht ein buntes Treiben von Menschen und es reihen sich Häuser im viktorianischen Stil an moderne Hochhäuser.
Jetzt ist es höchste Zeit, dass wir uns auf den Weg zurück ins Guesthouse machen. Dort wird uns jedoch mitgeteilt, dass der Flug der 3 restlichen Mitreisenden sehr verspätet ist und wir nicht wie geplant bereits am späteren Nachmittag zusammen unterwegs sein werden. Eigentlich war eine Stadtrundfahrt auf dem Programm, welche jetzt einfach gestrichen wurde. Somit sind Linda und ich froh, dass wir heute bereits eine Tour in die City gemacht haben.
Reiseberichte:
2015 - von Kapstadt nach Windhoek durch den KTP
2017 - der Leopard kommt nur am Sonntag...
2019 - Namibia Nov.2019 - auf der Suche der Lone Men
2021 - vom Winde verweht - Skeleton Coast Campingtour
regsalThemenstarter423 Beiträge · seit 201308. Jan. 2025 · #10
Es ist nun Zeit, dass ich unsere Gruppe vorstelle und wie es dazu kam, dass wir uns für eine geführte Rundreise entschieden haben. Da ich mir nicht zutraute in Südafrika selber mit einem Auto unterwegs zu sein, haben wir uns für eine Kleingruppenreise in französischer Sprache entschieden. Warum französisch? Ich habe 25 Jahre mit meiner Familie in der französischen Schweiz gelebt und Linda spricht somit besser französisch als deutsch. Somit stellte sich unsere Gruppe wie folgt zusammen: die zwei Freundinnen Anne-Marie und Brigitte aus den französischen Alpen, Annie aus Belgien, das Ehepaar Sylvie und Jean-Claude aus dem Val de Loire, Jacqueline aus dem Burgund und wir zwei. (ich werde im Folgenden nur den Anfangsbuchstaben der Mitreisenden nennen). Unser Reiseleiter und gleichzeitig Busfahrer Nathan spricht perfekt französisch, da er die ersten 10 Jahre im Kongo gelebt hat. Er ist ganz froh, dass er nicht der einzige Mann an Bord ist. 😉 Ausser Linda sind wir alle im Rentenalter, alle haben schon viele Reisen hinter sich und sind sich an Gruppenreisen gewohnt. Da bin ich ja gespannt, wie wir zwei uns als Gruppenreise-Neulinge einfügen werden. Linda findet es ganz spannend zu erfahren wie sie die ältere Generation auf Reisen erleben wird. 🙂
Zurück zu unserem ersten Abend als Gruppe. Der Flug von S.,J-Cl. und J. ist um Stunden verspätet. Aus Kostengründen sind sie von Paris über Istanbul mit Turkish-Airlines geflogen und haben in Istanbul den Anschlussflug verpasst. Somit waren Sie 2 Tage unterwegs und bei der Ankunft ziemlich erschöpft, da sie in Istanbul am Flughafen die Nacht verbringen mussten. 🙁 So wird es Abend bis wir mit Nathan endlich ins Bo-Kaap-Viertel fahren können. Dort werden wir herzlich empfangen und können bei der Zubereitung von Samoosas mithelfen.
Das erste gemeinsame Abendessen mit der Gruppe schmeckt wunderbar und nach einem ersten Kennenlernen untereinander wird schon viel gelacht am Tisch.
Nathan gibt uns noch die ersten Informationen für den nächsten Tag und wir freuen uns alle auf die gemeinsame Reise.
Reiseberichte:
2015 - von Kapstadt nach Windhoek durch den KTP
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Trollkind243 Beiträge · seit 202108. Jan. 2025 · #11
Hallo Regsal, ich freue mich sehr auf Deinen Bericht, geht es doch für uns im November erstmalig an die Garden Route. Eine tolle und abwechslungsreiche Tour hast Du mit DeinervTochter gemacht. So ähnlich stelle ich mir mein Rentnerinnendasein auch vor. Wir haben uns mal auf Voigtland 2021 getroffen nach Eurer nicht gabz so geglückten Skeleton Tour. Wahrscheimlich wirst Du Dich nicht erinneren. Ich bin sehr gespannt, welche Erlebnisse die Highlights für Deine Tochter waren und was Ihr besonders gut gefallen hat. Wir waren im Frühjahr letzten jahres mit unserem 22 jährigen Sohn in Namibia, da ist der Funke auf Ihn leider nicht übergesprungen. Liebe Grüße Kirsten
regsalThemenstarter423 Beiträge · seit 201308. Jan. 2025 · #12
Hallo Kirsten
Wir haben uns mal auf Voigtland 2021 getroffen nach Eurer nicht gabz so geglückten Skeleton Tour. Wahrscheimlich wirst Du Dich nicht erinneren.
Tatsächlich kann ich mich nicht an dich erinnern, schade - hast du auch ein Bericht geschrieben von euer Reise? Schön, dass dich unsere Reise interessiert und dir vielleicht die Vorfreude auf die Gardenroute noch verstärkt 🙂 Mit lieben Grüssen Regina
Reiseberichte:
2015 - von Kapstadt nach Windhoek durch den KTP
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regsalThemenstarter423 Beiträge · seit 201309. Jan. 2025 · #13
31. Oktober 2024 – Kaphalbinsel und Botanischer Garten Kirstenbosch
Das Wetter ist uns auch heute gut gesinnt. Beim Frühstück gibt’s schon die erste Verwirrung. Linda und ich setzen uns wie gewohnt im Garten an einen Tisch und fragen uns, wo wohl die anderen geblieben sind. Nathan hat uns doch gesagt, wir müssen pünktlich bereit sein zur Abfahrt. Wir geniessen unser Frühstück wie bisher und machen uns bereit für die heutige Tour. Erst beim Warten auf den Bus treffen wir den Rest der Gruppe an. – ob wir den nicht gefrühstückt hätten? kam die Frage von der Gruppe. Es sei ein Tisch für die Gruppe im Guesthouse vorbereitet gewesen und wir hätten gefehlt. Das hat uns halt niemand gesagt… Das fängt ja schon gut an, wenn wir zwei schon am ersten Tag «bande à part» machen. (aus der Reihe tanzen…) 😉 Aber es war ja nicht absichtlich. Es gab jetzt eine wichtigere Sache, nämlich wo sitzt wer im Bus. J.-Cl. erklärt sofort, dass er neben Nathan auf dem Beifahrersitz sitzen werde, damit die Frauengruppe auf den 8 Plätzen unter sich sein können... – Eigentlich würde ich auch gerne einmal auf dem Beifahrersitz sitzen, da ich hie und da während der Fahrt filme. Aber die Frage stellte sich an keinem weiteren Tag mehr, J.-Cl. sitzt vorne bis am Schluss der Reise. 🙁 Im hinteren Teil des Busses sind 3 Doppel-Sitze und 2 Einzelsitze am Fenster. Der mittlere Doppelsitz ist der unbequemste. Meistens wählten die Ersten beim Einsteigen die Plätze. Mit dem Abwechseln der Sitze war es dann so eine Sache, mit etwas Diplomatie konnten jedoch alle einmal am Fenster sitzen. 😉
Endlich haben alle einen Platz gefunden und es kann losgehen Richtung Kap der guten Hoffnung. Der erste Fotostop machen wir vor Camps Bay mit der Sicht auf die Twelve Apostles.
Die Fahrt für uns über Hout Bay Richtung Chapman’s Peak Drive, eine wunderschöne 10 km lange Panoramaroute.
Dem Meer entlang erreichen wir bald den Cap Point. Linda und ich steigen zu Fuss zum Leuchtturm, während die andern mit der Seilbahn fahren. Ich war bereits vor 10 Jahren ein paar Tage in Kapstadt und auf der Kaphalbinsel. Damals wie heute, war das Wetter strahlend und die Aussicht auf das Kap wunderschön.
Nathan fährt uns anschliessend ans Kap für das obligate Bild bei der Schrifttafel.
Auf der Ostseite der Kaphalbinsel fahren wir wieder Richtung Norden. Auf der Kaphalbinsel gibt es über 1'400 blühende Pflanzenarten, welche im Frühling in allen Farben um die Wette blühen. Die berühmteste Blume ist die Protea. Davon gibt es viele Sorten in verschiedenen Farben.
Im Black Marlin Restaurant in Simons Town, direkt am Meer essen wir auf der Terrasse zu Mittag. Weiter fahren wir nach Boulder’Beach zu den Brillen-Pinguinen. Zwischen massiven Granitblöcken und auf weissem Sand haben sie sich ihr Zuhause gemacht. Es ist eine Freude diese lustigen Vögel zu beobachten. Leider windet es immer stärker, dass der Sand aufgewirbelt wird und uns ins Gesicht und in die Augen bläst.
Der Abschluss unserer Tour ist im Botanischen Garten Kirstenbosch. Ich habe mich als grosse Gartenliebhaberin sehr auf diesen Teil gefreut. Leider ist das Licht nicht mehr gut und die «Frühlingsblüte» ist bereits vorbei. Die Zeit war auch zu kurz, dass wir das riesige Gelände dieses Botanischen Garten (500 ha) durchstreifen konnten. Ich habe im Shop Samen für eine Protea gekauft, die wunderschöne Nationalblume Südafrikas - ob ich es mir gelingt, diese Samen zum Keimen zu bringen?
Zum Abendessen führt uns Nathan zum Restaurant «Marco’s African Place». Ein Restaurant mit Live-Musik und sehr köstlichem Essen. Ich wähle das African-Plate mit Fleisch vom Kudu, Springbock und Strauss. Ein gutes Glas Rotwein dazu darf natürlich nicht fehlen.
Auch heute ist die Stimmung in der Gruppe ausgelassen und die Live-Musik animiert einige sogar zum Tanzen. Nach diesem ausgefüllten Tag brauchen wir kein Schlummertrunk mehr, damit wir einschlafen können.
Reiseberichte:
2015 - von Kapstadt nach Windhoek durch den KTP
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Enilorac65768 Beiträge · seit 201709. Jan. 2025 · #15
Erst war ich noch selber dort… so schön! Schade, dass ihr für Kirstenbosch nicht mehr Zeit hattet. Ein Grund um wieder zu kommen 😉 Liebe Grüsse, Caroline
2016: Südafrika mit Gardenroute
2018 : Vic Falls, Namibia, Botswana, Mauritius
2020: Kapstadt und Gardenroute
2022: Namibia
2024: Namibia und Südafrika
2026: Namibia und Botswana in Planung :-)
regsalThemenstarter423 Beiträge · seit 201310. Jan. 2025 · #16
01. November 2024 - Tafelberg, Franschoek und Stellenbosch mit Weindegustation
Heute Morgen dürfen alle bei wunderbarem Wetter im Garten frühstücken. Irgendwie geht heute alles viel länger als gewohnt. Zuerst wird die Bestellung für’s Getränk aufgenommen, dann kommt eine andere Person und frägt was wir für Eier möchten und eine dritte Person wer das «Breakfast of the day» wünscht. Und bis die Bestellung ankommt geht gaanz lang. Die Chefin ist heute nicht da, somit ist alles etwas unkoordiniert. Schliesslich haben alle das Gewünschte auf dem Tisch und es schmeckt auch heute wieder wunderbar.
Heute haben wir einen Zusatzausflug – der Tafelberg – eigentlich war er nicht auf dem Programm, da oft die Seilbahn nicht in Betrieb ist wegen Wind oder schlechtem Wetter. Heute ist die Seilbahn nach längerem Stillstand wieder in Betrieb. Somit hat uns Nathan den Vorschlag gemacht, bei Betriebsöffnung bei der Talstation zu sein, weil es später wohl ein Ansturm auf den Tafelberg geben wird. Es warten bereits einige Personen auf die Öffnung der Seilbahn. Wir müssen jedoch nicht lange anstehen und schon geht es in luftige Höhe über 1000 m ü.M.
Wir haben ja bereits vom Lion’s Head die Aussicht genossen, auf dem Tafelberg ist diese natürlich noch eindrücklicher. Der Lions’s Head schein ganz klein, von dieser Höhe.
Wir spazieren eine kleine Runde auf dem Plateau des Tafelbergs bevor es wieder talwärts geht. Es ist heute fast windstill, was sehr selten vorkommt.
Nathan hatte recht, es hat lange Menschenschlangen bei der Talstation für den Aufstieg mit der Seilbahn Zum Glück sind wir früh da gewesen.
Nach dem Tafelberg ist unser heutiges Ziel die Weinregion. Wir fahren vorerst nach Franschhoek – was die «Franzosenecke» heisst. Die Hugenotten, die aus ihrer europäischen Heimat Frankreich 1688 wegen ihres Glaubens flüchten mussten gaben dem Ort diesen Namen. Eindrücklich werden im Museum die tragischen Geschichten der Auswanderer dargestellt. Die Hugenotten haben durch ihre Kenntnisse im Weinbau zum guten Ruf der afrikanischen Weine beigetragen.
Auch das mächtige Denkmal, welches zum 250ten Jahrestag der Auswanderer erbaut wurde, ist ein Symbol dieser Geschichte der Hugenotten. Die zerrissenen Fesseln der Frau und die Bibel steht für die Befreiung von religiöser Repression. Ihre Kleidung wird von dem Würde symbolisierenden Nationalwappen Frankreichs verziert. Die Drei Bögen stehen für die Dreifaltigkeit, einer der wichtigen Aspekte des Hugenottischen Glaubens. Die Weltkugel steht für die wiedererlangte Freiheit.
Diese wunderschöne Protea blühte in der Nähe des Denkmals
Neben dem Hugenottenmuseum befindet sich auch das erste südafrikanische Parfümmuseum. Es wurde 2012 von der Familie Kumanov gegründet. Die Familie importiert feine Parfümöle und ist Herstellerin von feinen Düften.
Nach diesem eher nachdenklichen Besuch fahren wir zum Weingut «Dieu Donné». Die französischen Namen der Weingüter sind Zeitzeugen der Hugenotten.
Mit einem Glas Schaumwein zur Begrüssung und bei einer interessanten Führung durch das Weingut und -keller erfahren wir viel Interessantes über die Weinproduktion in dieser Region.
Zum Abschluss geniessen wir eine Degustation von köstlichen Weinen bei wunderschöner Aussicht auf die Rebberge.
Eigentlich wären wir gerne noch etwas länger hier geblieben, aber eine weitere Degustation wartet in Stellenbosch auf uns. Auch hier ein wunderschöner Ort.
Die Stimmung der Gruppe ist schon recht aufgeheitert seit dem Weingut "Dieu Donné", was sich mit der erneuten Degustation noch verstärkt… 🙂
Auf der Rückfahrt nach Kapstadt ist es ziemlich ruhig im Bus, der Wein hat hat uns etwas müde gemacht... 😉 Am liebsten würde ich gerne heute Abend im Guesthouse bleiben und mich ausruhen, aber der Plan ist, dass wir an die Waterfront zum Nachtessen fahren. Leider hat Nathan ein Restaurant gewählt wo es auf Grund der Menschenmenge laut zu und her geht. Dazu kommt, dass wir ewig warten bis das Essen serviert wird. Zurück im Guesthouse ist auch heute schnell Nachtruhe. Morgen müssen wir die Taschen packen, unsere Reise geht in die Cederberge. Ich freue mich, 5 Tage in der Stadt sind für mich genug. Ich bin kein Stadtmensch.
Reiseberichte:
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ANNICK8'054 Beiträge · seit 200811. Jan. 2025 · #17
Hallo Regsal,
Danke schon einmal für's Mitnehmen!
Eine Frage: wo fand die Degustation in Stellenbosch statt? Du hast zuerst Dieu Donné erwähnt und dann?
regsalThemenstarter423 Beiträge · seit 201311. Jan. 2025 · #18
Hallo Annick
Das Weingut in Stellenbosch hiess „Stark-Condé - Wines“. Lieber Gruss Regina
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regsalThemenstarter423 Beiträge · seit 201313. Jan. 2025 · #19
02. November 2024 - Bo-Kaap-Viertel und Fahrt in die Cederberge
Wir müssen uns heute verabschieden vom Parker Cottage Guesthouse. Das Guesthouse ist sehr empfehlenswert für ein paar Tage Aufenthalt in Kapstadt. Leider verlieren wir viel Zeit bei der Bezahlung unserer Getränke, die Abrechnungen sind total falsch ausgestellt und es dauert bis alle endlich die richtige Abrechnung haben. Bevor wir die Stadt verlassen, holen wir noch die Tour im Bo-Kaap-Viertel nach, welche aufgrund der verspäteten Anreisenden am ersten Tag noch ansteht.
Die schönen farbigen Häuser leuchten richtig in der Sonne.
Das Bo-Kaap ist eines der ältesten Stadtviertel von Kapstadt. Gegründet wurde es im 18. Jahrhundert, als zahlreiche „huurhuisjes“ (Miethäuser) gebaut und an ehemalige Sklaven vermietet wurden, welche aus Indonesien, Sri Lanka, Indien und Malaysia verschleppt worden sind, um am Kap zu arbeiten. Mitte des 20. Jahrhunderts erklärte die damalige Apartheid-Regierung das Bo-Kaap zu einem Gebiet nur für Muslime. Menschen anderer Religionen und ethnischer Zugehörigkeit mussten das Viertel verlassen. Mittlerweile ist diese Regel aufgehoben und die bunten Häuschen sind nicht nur ein Markenzeichen Kapstadts, das Bo-Kaap ist auch ein bedeutender Teil des kulturellen Erbes Südafrikas.
Nun lassen wir die Stadt hinter uns und die Fahrt Richtung Norden ist sehr abwechslungsreich. Nach der Weinregion kommen riesige Weizenfelder, dann wieder Geröllhalden und von einem Passübergang haben wir einen tollen Ausblick in die Ebene.
Die Aussicht interessiert nicht alle - J. liest laut vor was alles Interessantes in ihrem Reiseführer steht, und vor allem was sie nicht gesehen hat in Kapstadt. Das löst eine lange Diskussion unter einander aus. Ich bin froh, ich habe heute die hinterste Sitzreihe und einen Fensterplatz, so muss ich mich nicht an der Diskussion beteiligen…. 😉
Wir machen einen kurzen Halt in der Stadt Ceres um ein Picknick zu kaufen für den Lunch von heute und morgen.
Wir nähern uns immer mehr den Cederbergen.
Nathan möchte uns noch ein Wasserfall zeigen. Es sei gar nicht weit zu Fuss. Der Pfad führt durch viel Gebüsch und ist in einem ziemlich schlechten Zustand. Für einige von der Gruppe eine richtige Herausforderung und finden es etwas verantwortungslos von Nathan, uns durch diesen «Dschungel» zu führen. Es kommt jedoch niemand mit einem verstauchten Knöchel an den Wasserfall. 😉
Unser Lunch gestaltet sich zwischen den Büschen etwas schwierig, aber schlussendlich finden alle dieses Abenteuer richtig lustig.
Zurück beim Bus sind wir alle froh, dass der Weg bis zum beim Mount Ceder nicht mehr weit ist.
Ich bin total begeistert von diesem Ort, zwischen den Bergen und wir erhalten ein tolles Häuschen für die 2 nächsten Nächte.
Es wird schon bald dunkel und wir haben keine Zeit mehr die Umgebung etwas zu durchforschen.
Das leckere Abendessen wird auf der Terrasse serviert und wir geniessen den wundervollen Abend mitten in der Natur.
Reiseberichte:
2015 - von Kapstadt nach Windhoek durch den KTP
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2019 - Namibia Nov.2019 - auf der Suche der Lone Men
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Wowww Regsal, der violette Abendhimmel mit der Wasserspiegelung sieht ja traumhaft aus. Unglaublich schön! Toll, dass du auch immer ein bisschen was Wissenswertes in deinen Reisebericht einfließen lässt. Eine Gruppenreise Stelle ich mir nicht immer so einfach vor. Da muss man schon eine gewisse Toleranzbereitschaft mitbringen und einiges wegschlucken können.
Ich lese sehr gerne mit. Ein Teil eurer Stationen wird auch nächstes Jahr bei uns auf dem Reiseplan stehen.