Kaokoveld - kleine Tour im Januar

23 Antworten · 2'363 Aufrufe · gestartet 17. Dez. 2024 von Hannesss
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Themenstarter15 Beiträge · seit 201717. Dez. 2024 · #1
Hallo liebe Fomis,

meine Frau und ich fahren seit ein paar Monaten in unserem alten Mercedes Geländewagen die Westküste Afrikas von Marokko bis Südafrika. Wir werden vermutlich Mitte Januar über Ruacana nach Namibia einreisen. Da wir Namibia 2017 als Ersttäter bereits bereist haben, ist der Plan über Etosha und Caprivi zu den Viktoriafällen und Sambia zu fahren und anschließend über Botswana nach Südafrika zu reisen (hoffentlich lässt das Wetter einen Besuch der Nationalparks zu). Zeit haben wir bis Ende März.

Bei unserer Ersttäter-Tour haben wir das Kaokoveld nicht besucht und würden dies nun gerne nachholen. Mir schwebt eine einfache Tour für 4-6 Tage (wir sind flexibel) von Opuwo über die D3707 nach Orupembe, Red Drum, Marienfluss und zurück über Red Drum, Blue Drum nach Orupembe und Opuwo (wie hier von Olli beschrieben https://www.namibia-forum.ch/forum/7-routen/85667-kaokoveld-anforderung-an-alleinfahrer.html?start=6).

Folgende Checkliste habe ich zu dem Thema bereits erstellt:
Offroad-Fähigkeit Fahrzeug und Fahrer - ist gegeben, vor allem nach unserem bisherigen Trip.
Kraftstoff und Wasserversorgung - bei normalem Verbrauch können wir 1600 km Strecke zurücklegen und 10 Tage in heißer Umgebung autark stehen.
Ausrüstung - Offroadbereifung (+ 2 Ersatzreifen), Werkzeug, Ersatzteile, Bergeequipment und die Kompetenz alles zu verwenden sind vorhanden. Einweg Satelliten Kommunikation (inReach) vorhanden.

Obwohl ich denke, dass wir für die Tour vorbereitet sind, bin ich durch die vielen Berichte und “Warnungen” allein durch das Kaokoveld zu fahren etwas verunsichert. Ich denke mir aber, dass man jederzeit umdrehen kann, wenn man an sein Limit kommt und sich die folgende Strecke nicht mehr zutraut. Gerne bin ich auf eure Meinung/Einschätzung zu unserem Vorhaben gespannt 😄.

Nun auch noch ein paar Fragen:
Im Januar kann es neben hohen Temperaturen ja auch zu Regenfällen und hohen Wasserständen kommen. Kann man sich darüber im Vorfeld irgendwie in Opuwo oder Online informieren?
Habe ich ansonsten etwas essentielles vergessen zu berücksichtigen?

Danke vorab für eure Einschätzungen!
Grüße, Hannes
2'535 Beiträge · seit 200717. Dez. 2024 · #2
Hallo Hannes,
so wie du das schreibst, würde ich das durchaus alleine durchführen.
Ihr habt ein taugliches Fahrzeug, seid offenbar erfahren und wisst, wie man in diesen Regionen damit umgeht.
Zudem habt ihr mit dem InReach eine Notfallkommunikation mit.
Meiner Erfahrung nach ist das Wissen über die zu befahrenden Strecken äusserst gering. Ob du in Opuwo irgendwen findest, der dir über die Straßen im Westen Auskunft geben kann, wage ich zu bezweifeln.
Gut wäre hier jedenfalls eine namibische Simkarte zu haben und dort solange und sobald Empfang vorhanden ist, Wetterkarten der näheren (und ferneren!) Umgebung aufzurufen.

lg Wolfgang
Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026
435 Beiträge · seit 201217. Dez. 2024 · #3
dergnagflow schrieb:
Gut wäre hier jedenfalls eine namibische Simkarte zu haben und dort solange und sobald Empfang vorhanden ist, Wetterkarten der näheren (und ferneren!) Umgebung aufzurufen.
Hallo Wolfgang
Welche Wetter Apps sind für die Gegend am zuverlässigsten?

Liebe Grüsse
Daniela
Fotos auf Flickr: Alben Reiseberichte: Botswana/Zimbabwe 2018: Reisebericht Südafrika 2016: Reisebericht[/url ] --- Namibia 2015: Reisebericht[/url ] --- Uganda 2015: Reisebericht[/url ] --- Namibia - Südafrika 2013: Reisebericht[/url ] --- Südafrika 2011: Reisebericht --- Kenia 2008: Infos --- übriges Afrika und weitere Länder: Fotos
2'535 Beiträge · seit 200717. Dez. 2024 · #4
Hallo Daniela,
das kann ich dir mangels belastbaren Vergleichen nicht beantworten.
Ich verwende Ventusky sehr gerne, habe aber auch AccuWeather und Windy installiert. Habe mit Ventusky und Windy die meiste Erfahrung, da ich sie auch hier als Flugwetter-Info verwende. Ob sie aber in Namibia jetzt super-perfekt sind und jeden Regenschauer akkurat abbilden, weiß ich nicht. Für uns haben die beiden jedenfalls gepasst.
Ich schaue auch nie nur auf einer App, sondern verwende zumindest zwei, dadurch bekomme ich schon ein ganz gutes Bild von der aktuellen Lage.
lg Wolfgang
Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026
388 Beiträge · seit 201717. Dez. 2024 · #5
Ich sehe kein Problem darin, alleine ins Kaokoveld zu fahren, wenn ihr genug Wasser für 1 Woche dabei habt. Halt nicht von den Pisten ins Nirgendwo abzweigen, was man ja eh nie machen soll. Und keinen wichtigen Termin 1 Woche später haben.
Im schlimmsten Fall steht ihr ein paar Tage wo mit kaputtem Auto und es ist sehr teuer / lohnt sich nicht, das Auto rauszuschleppen. Ist nicht unmölglich, aber sehr unwahrscheinlich. Die Wahrscheinlichkeit, auf einer der C Straßen einen fatalen Unfall zu haben, ist auf jeden Fall viel größer.
Bezüglich Wetter und Regen: Jede Wetterapp sagt Euch das Wetter für Sesnfontein voraus, das reicht. Und die Leute vor Ort können euch sagen, ob die Flußbette befahrbar sind oder nicht.
Einfach gesunden Menschenverstand benutzen und nicht von den normalen Strecken auf T4A abfahren.
63 Beiträge · seit 202317. Dez. 2024 · #6
Hallo Hannes,
kann es sein, dass wir uns Ende September auf dem Camping bei Mirleft in Marokko begegnet sind? Meine Frau und ich waren dort mit einer Gruppe deutscher Geländewagenfahrer auf einer Offroad-Tour durch Marokko und hatten dort kurzen Kontakt mit einem jungen Pärchen mit einem älteren G auf dem Weg nach SA. Dies wäre lustig, da wir eure Strecke im Kaokoveld zum Teil ab Mitte Januar von Süd nach Nord fahren wollen. Möglicherweise könnte man sich somit noch einmal über den Weg fahren.

Meiner Meinung nach kann die von euch gewählte Strecke auch alleine bewältigt werden. Ich bin ebenfalls mehrfach alleine im Kaokoveld unterwegs gewesen. Das m. E. Wichtigste hatte CarstenS schon erwähnt, den gesunden Menschenverstand. Der aktuelle Zustand der Trockenflüsse erschließt sich einem recht schnell vor Ort. Wenn es nicht gut aussieht, auslassen und umfahren. Alle anderen Strecken sind normalerweise fahrbar. Das Fahrzeug und die Hilfsmittel sind bei euch vorhanden, zusammen mit aktuellen Wetterinfos + möglichen Input der Leute vor Ort sollte nichts schief gehen.
Grüße
Jan
9 Beiträge · seit 202417. Dez. 2024 · #7
Hallo,

wir (2 Personen, 1 Auto) sind im September 2021 mit einem Hilux 2.8 und guter Geländeausstattung, Dachzelt und genügend Wasser 3 Tage im Kaokoveld unterwegs gewesen. Mit der erforderlichen Umsicht und etwas Erfahrung ist das m. E. nach kein Thema, auch ein paar Tage länger nicht.
Ganz sooo einsam ist es ja nicht, aber sehr beeindruckend schön.
Wir wiederholen das bestimmt wieder.

Viel Spaß Euch.
Erny
Themenstarter15 Beiträge · seit 201717. Dez. 2024 · #8
Hallo zusammen,

vielen Dank für die viele schnellen Rückmeldungen, alles sehr beruhigend 😄

@Kapstrauss Hi Jan, ja das sind wir vom Campingplatz in Mirleft. Witzig, dass man sich hier und evtl. in Namibia wieder begegnet. Wie genau ist euer Zeitplan und Routenverlauf?

Grüße, Hannes
36 Beiträge · seit 202317. Dez. 2024 · #9
Hallo Hanesss!
Wir sind gerade erst vor ein paar Tagen aus dem Kaokofeld zurückgekommen. Ganz grob unser Weg:
Aus Richtung Osten über Opuwo nach Orupembe, Marble Campsite, Rooidrompass, Marienflußtal östliche Seite bis Camp Syncro dann zurück über Marienflußtal westliche Seite, Red Drum, Blue Drum, Oranje Drum, Green Drum, weiter über D3707 in den Khumib dann in den Hoarusib nach Purros zum Community Camp, über den Ganamub in den Hoanib bis zum Elephant Song Camp. Dann den Hoanib ca. 80km flußabwärts und durch die Palmwag Consession bis zum Palmwag Camp.
Alles war ziemlich problemlos zu fahren und wir haben unser Sat-Telefon nicht(!) benutzt 😎 Aber das ist natürlich alles nur eine Momentaufnahme und an so manchen Stellen können wir uns gut vorstellen, dass da mit ein paar Tropfen Wasser sehr schnell Schluß mit lustig ist, zB.: Engstelle im Hoanib, Rooidrom Pass, Hoarusib oder die Trockenflüsse ganz allgemein, etc.
Das A und O sind: GENÜGEND(!) Vorräte (Wasser+Kraftstoff+Essen), gute Reifen + 2 Ersatzräder, genügend Zeit und eine Notfallkomunikation!
Solltet Ihr noch konkretere Fragen haben, dann beantworten wir Euch diese nach unseren Möglichkeiten sehr gern. Wir hätten uns auch über "so frische" Infos gefreut 🙂

Viele Grüße Michi und Andi
Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden! (Rosa Luxemburg)
zuletzt bearbeitet 17. Dez. 2024
441 Beiträge · seit 201418. Dez. 2024 · #10
Wir waren mehrfach im Kaokoveld unterwegs. Das ist erstmal kein Problem. Die Strassen werden auch immer besser.
Das einzige Problem könnte die laufenden Flüsse bei Regen sein.
Wir kamen 2022 im März nicht über den Hoarusib. Da mussten wir umkehren
Danke und Gruß Matze
12 Beiträge · seit 200818. Dez. 2024 · #11
Hallo Miteinander,
sind fast exakt die gleiche Route wie Michi gefahren, einziger Unterschied den Joubert Pass haben wir auf der in T4A westlichen Umfahrung umgangen und sind vom Elephant Song Richtung Seesfontain ausgefahren.
An der D3707 stehen mehrere Stonemenü.
@ Michi: wart Ihr am 12.12. in Camp Syncro?
Grüße Manfred
63 Beiträge · seit 202318. Dez. 2024 · #12
Hi Hannes,
Zufälle gibt es. 😮
Wir kommen am 12.01. in Namibia an und fliegen am 09.02. wieder nach Hause. Festgelegt hinsichtlich Route und Tageverteilung sind wir nicht. Unsere grobe Planung sieht vor am 19.01. auf Palmwag zu sein. Von dort aus dann weiter nach Norden, wenn möglich ausgiebig den Hoanib und Hoarusib fahren, dann weiter hoch bis zum Kunene. Vom Kunene wieder runter bis Etosha NP, von West nach Ost queren und hoch zum Caprivi. Vom Caprivi voraussichtlich durch den Khaudum NP zurück nach Windhoek.
Vor allem der Part von Palmwag bis Kunene ist hinsichtlich der Routen noch offen und von den Bedingungen vor Ort abhängig.
Ende Februar/Anfang März diesen Jahres war mein Plan ein ähnlicher. Bei Palmwag war alles ausgedörrt, 50 km weiter nördlich war alles grün und nass und die Flüsse liefen. Einige der größeren Pisten waren ebenfalls gesperrt und mussten umfahren werden. In der Regenzeit kannst du halt nur tagaktuell schauen was geht.
Wir können ja gern noch Kontaktdaten austauschen und dann schauen, ob sich unsere Wege noch einmal kreuzen.
Grüße
Jan
36 Beiträge · seit 202318. Dez. 2024 · #13
mölli schrieb:Hallo Miteinander,
sind fast exakt die gleiche Route wie Michi gefahren, einziger Unterschied den Joubert Pass haben wir auf der in T4A westlichen Umfahrung umgangen und sind vom Elephant Song Richtung Seesfontain ausgefahren.
An der D3707 stehen mehrere Stonemenü.
@ Michi: wart Ihr am 12.12. in Camp Syncro?
Grüße Manfred
Hallo Manfred,
im Camp Syncro waren wir bereits am 3./4.12. Da haben wir uns wohl nur kurz verpasst?! SCHADE! 😉
...und nun nochmal eine kleine, wirklich nicht belehrend (!) gemeinte Erinnerung an alle hier.
Bitte keine Standorte (auch nicht ungefähr!) der Lone Man´s öffentlich nennen oder bekannt geben! Diese leben doch genau davon, dass keiner weiß wo oder wann sie auftauchen. Also bitte vermeidet jegliche Ortsangaben in Zusammenhang mit diesen tollen Kunstwerken!
Vielen Dank!
LG Michdi
Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden! (Rosa Luxemburg)
9 Beiträge · seit 202318. Jan. 2025 · #14
Hallo,
wir machen uns morgen auf den Weg und wollen von Epupa über die D3703 Richtung Marienfluss. Den Van Zyl's möchten wir über die südliche Umfahrung vermeiden (kennt Ihr die?). Nach dem Camp Syncro soll es nach Purros und Palwag zurückgehen.

Fragen zu Sprit:
Wir sind mit einem Offroad-Hilux von Savanna unterwegs und ich habe 4 Jerrycans geordert.
Könnt Ihr einschätzen, ob das vom Sprit her reicht? Im Ernstfall ist ja zwischen Okangwati und Palmwag keine Tankmöglichkeit vorhanden. Früher gab es mal die Community-Fuel-Station im Marienflusstal und Sesfontein ging letztes Mal auch.

Fragen zur Strecke:
Kennt Ihr den Joubert-Pass? Einige scheinen den für kritisch zu halten. Der wäre ggfls. durch die westliche Umfahrung zu vermeiden. Wir sind durchaus 4WD-erfahren, aber im Kaokoveld möchte ich nichts riskieren.

Fragen zu Übernachtungen und Sehenswürdigkeiten:
Wir mögen das Kaokoveld, weil man dort wild campen kann. Wir brauchen keine 5-Sterne-Lodge, aber falls Ihr Tips zu super Camps oder wilden Stellplätzen habt, würde ich mich freuen.
Das gleiche gilt für Sehenswürdigkeiten. Ich träume schon lange vom Marienflusstal und möchte unbedingt westlich hoch bis an den Kunene (also den Track westlich von Camp Syncro). Gibt es dort oder auf dem Weg runter nach Orupembe Dinge, die man unbedingt gesehen haben muss? Wir lieben die Wüstenelefanten im Hoanib...

Vielen Dank für Eure Antworten, Gruß, Michael.
248 Beiträge · seit 201518. Jan. 2025 · #15
Hallo Michael,
in Puros ist es möglich Diesel zu bekommen. Allerdings aus Kanistern und zu einem entsprechenden Preis.
Entweder im Comunity Camp, oder beim Shop fragen.
der Weg ist das Ziel..... 2000 Januar Namibia (Anfängerroute ohne Forum) https://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299399-zurueck-in-die-zukunft-namibiareise-2000.html?start=0 // 2015 Februar Solotour (abseits der Änfängertour)- https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285792-4x4hilux-meine-fotoausruestung-und-ich.html // 2017 Februar Solotour ( der Süden, Kalahari und KTP)- https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/291851-der-sueden-ein-hilux-kameraequipment-und-ich.html?limitstart=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/300049-ausblick-nein-leider-nur-rueckblick.html // 2019 März Solotour (Damaraland und Kaokoveld) https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/300049-ausblick-nein-leider-nur-rueckblick.html// 2023 April Altes und Neues (Kalahari -Namib- Damaraland- Etosha- Waterberg)..... to be continued
53 Beiträge · seit 201918. Jan. 2025 · #16
Hallo Michael, wir sind die Strecke die du planst im November gefahren, kommend von Palmwag via Elefant-Song, Fearless, Purros, Hoarusib und Khumib Riverbed Trail nach Otmenje, dann via Joubert zum Camp Syncro und über die Tonnen außen herum wieder zurück.
NaMik schrieb:Hallo,
wir machen uns morgen auf den Weg und wollen von Epupa über die D3703 Richtung Marienfluss. Den Van Zyl's möchten wir über die südliche Umfahrung vermeiden (kennt Ihr die?). Nach dem Camp Syncro soll es nach Purros und Palwag zurückgehen.
Ich weiß nicht wie weit südlich du meinst, die beste Strecke ist aber aktuell von Opuwo, siehe Bild vom Track. Man sollte aber beachten, dass der Hoarusib im November bereits Wasser hatte, wie das jetzt aussieht, keine Ahnung, am besten borher erkundigen.
Die nördliche Strecke via D3707, Etanga hatte ein holländisches Pärchen mit eigenem 4x4 und einiges an Offroad-Erfahrung versucht und gut 9h gebraucht. Unten gehts deutlich schneller, zumal die Strecke bei Sanitas wieder zu fahren ist.

Opuwo.png


https://www.youtube.com/watch?v=-7EhKOhV8-s
NaMik schrieb:Fragen zur Strecke:
Kennt Ihr den Joubert-Pass? Einige scheinen den für kritisch zu halten. Der wäre ggfls. durch die westliche Umfahrung zu vermeiden. Wir sind durchaus 4WD-erfahren, aber im Kaokoveld möchte ich nichts riskieren.
Joubertpass ist eine Frage der Offroad-Kenntnisse, nach Norden deutlich leichter als nach Süden würde ich sagen.
Habs im Video festgehalten.
https://www.youtube.com/watch?v=N6eZsPCmvyk

Laut anderen Reisenden soll aber folgende Umfahrung gut zu machen sein. Haben wir selber aber nicht ausprobiert, da wir für den Rückeweg den Weg über die Blue und Orange Drum gewählt haben. Hintenraus astreines Wellblech


joubertumfahrung.png
Namibia Apr. 2017, Botswana Nov. 2021, Namibia Nov. 2022, Nam/Bots/KTP Nov&Dez.2024, Cape Town - Windhoek, Nov 2026
zuletzt bearbeitet 18. Jan. 2025
275 Beiträge · seit 201318. Jan. 2025 · #17
Heyde schrieb:Hallo Michael,
in Puros ist es möglich Diesel zu bekommen. Allerdings aus Kanistern und zu einem entsprechenden Preis.
Entweder im Comunity Camp, oder beim Shop fragen.
Seit wann gibt es dort wieder Diesel? Im August 2024 hieß es, Collin ist nicht mehr da und es gibt keinen Diesel mehr. Gruß, chrisanna
12 Beiträge · seit 200818. Jan. 2025 · #18
Hallo Michael,
sind Anfang Dezember (vor dem Regen!) alleine mit einem Hilux Expedition von Opuwo die D3703 über Etanga / Marble Mine /westliche Umfahrung Joubert Pass /Marienflußtal Ost (Fuß von van Zyls) Camp Synchro gefahren.
Etanga /Marble Mine wurde hinter Etanga durchaus "interessant", der Pass/Talübergang hinter Otijha hatte schon seinen Anspruch - Opuwo-Marble Mine war eine zeitlich gemütliche Tagestour, in einem Rutsch bis zum Kunene durchzufahren wäre sehr sportlich und schade um die Landschaft. Die westliche Umfahrung vom Joubert ist landschaftlich sehr schön, deutlich angenehmer (reifenschonender) als der Joubert. Im östlichen Teil des Marienflußtals hatten wir Wechsel zwischen Wellblech und Tiefsand /nachmittags teilweise 41°). Wir wollten auch (2 Tage Camp Synchro) durch das westliche Tal bis zum Kunene fahren, haben aber nach ca. 10 km im Tiefsand /20l auf 100km) bei der Hitze umgedreht, das Risiko, sich festzufahren und bei 40° graben zu müssen wars uns nicht wert (s. Track). Der noch weiter westlich zum Kunene abzweigende Track war nicht zu finden.
Früh morgens war die westliche Seite des Marienflußtales dann problemlos fahrbar. Die Route entlang der Tonnen war zT. gut zu fahren, teilweise Wellblech und immer wieder tiefe Querrillen.
Wir hatten 60l Diesel zusätzlich auf dem Dach, hätte wohl bis Palmwag gereicht, es gab aber Sprit in Seesfontain, allerdings nur gegen Cash. Insgesamt sehr einsam, beim Fahren begegneten wir keinem Fahrzeug, lediglich in Camp Syncro trafen wir zwei weitere Camper - von den Gästebüchern in Marble Mine und Puros her kam so knapp alle Woche jemand (Nov/Dez) vorbei. Man sollte wissen, was man tut - für Anfänger alleine sicher nichts, man ist zunächst auf sich selbst gestellt und wie es jetzt nach dem Regen aussieht....
Grüße Manfred
Opuwo_CampSyncro.jpg


Marienflußtal.jpg
9 Beiträge · seit 202319. Jan. 2025 · #19
Ganz herzlichen Dank für die Antworten. Das hilft mir schon sehr viel weiter. Die größte Ungewissheit bleibt das Wetter, aber das werden wir selber herausfinden müssen. Ich werde berichten...
2'535 Beiträge · seit 200719. Jan. 2025 · #20
Hi,
schau dir eventuell noch https://www.namibia-forum.ch/forum/7-routen/304240-kaokoveld-opuwo-ins-hartmannstal.html#678807 an.
Es soll knapp südlich des Van Zyls eine Umfahrung geben.
Infos kamen damals von dieser Seite hier: https://stuckinlowgear.com/kaokoland-marienfluss-hartmans-valley-cunene/
Ich hatte mit den Betreibern auch Kontakt.
Leider hatte mein Mitfahrer bei der Tour dann normale Straßenreifen auf seinem Fahrzeug, wodurch wir diese geplante Tour nicht fahren konnten.
2026 soll's dann aber soweit sein. 😉
lg Wolfgang
Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026