SanneThemenstarter2'462 Beiträge · seit 200630. Okt. 2024 · #1
Hallo Ihr Lieben,
hier unser Bericht. Vielleicht mögt Ihr uns begleiten und/oder Infos für eigene Pläne entnehmen. Diesen September/Oktober waren wir überwiegend in Zim mit etwas Botswana. Ich wollte unbedingt wieder nach Hwange und endlich Gonarezhou entdecken. Normalerweise starte ich in Jo'burg, dieses Mal soll es Kasane sein. Seit gefühlt mehr als zehn Jahre buche ich das Fahrzeug bei Bushlore, daher halt Kasane, da sie da ein Depot haben.
Zum Mietwagen: Anmietung bei Bushlore, Abholung vom Flughafen, Automatik, 4x4 DoubleCab, Dachzelt, Hilux. Übergabe bei 40 Grad unter Wellblechdach grenzwertig, niemand will hier Besteck zählen, etwas Verwirrung, ob wir wirklich das Geld nach Südafrika transferiert haben, aber der Verweis auf den GF, den ich seit langem kenne, führt dazu, dass man "das prüfen" will. Der unfassbar nette Mitarbeiter stellt fest, dass er mir vor Jahren schon den Kompressor in Jo'burg erklärt hat. Das ist tatsächlich wahr, die Welt ist manchmal wirklich klein. Gut drei Wochen später geben wir das Fahrzeug zurück mit einem kaputten Reifen. Ich mag an Bushlore, dass sie bei solchen Dingen extrem kulant sind. Sie sind sicher nicht die preiswertesten Anbieter, aber man hat später auch keinen Ärger.
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
SanneThemenstarter2'462 Beiträge · seit 200630. Okt. 2024 · #2
Zur Route: 2N Kasane Chobe River Cottage, Bots 2N Robins Camp Hwange, Zim 1N Jambile 1N Shumba 1N Masuma 2N Farmhouse Lodge Matobo 1N Masvingo Norma Jean/Clever Lakeview 1N Fishans Gonarezhou 1N Mutamagwenzi, Gonarezhou 1N Chinguli, Gonarezhou 1N Clever Lakeview Selfcatering Unit 2N Bulawayo Club, Bulawayo 1N Nata Lodge Camping 2N South Camp, Nxai Pan, Botswana 1N Baines Baobab, Nxai Pan 2N River View Lodge, Kasane
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
SanneThemenstarter2'462 Beiträge · seit 200631. Okt. 2024 · #5
@freshy und @MooseOnTheLoose
Vielen Dank für das Nachfragen. Der Urlaub war tatsächlich wunderschön; es war eine Freude, wieder vor Ort zu sein. Aber nach über 20 Jahren südliches Afrika mit Lodge-Hopping und Camping hatte ich vor Abreise schon Zweifel, ob ich die Preispolitik in Botswana und Simbabwe - nicht nur Lodges, auch für Parks und Campsites - noch akzeptabel finde.
Wir hatten dieses Jahr den teuersten Urlaub unseres Lebens. Wir hatten den Luxus, in der Einsamkeit überwiegend ganz allein zu sein, das war toll. Solange ich nach Afrika reise, waren das noch nie preiswerte Destinationen, aber für uns nimmt das jetzt Formen an, die ich nicht mehr nachvollziehen kann. Und vielleicht auch nicht mehr will. Nach Rückkehr habe ich letztes Wochenende überlegt, noch einmal Sambia nächstes Jahr zu machen. Wir witzelten noch "solange wir es uns noch leisten können". Nach meiner Hochrechnung der Kosten für die Ziele, die ich mir wünschen würde, haben wir uns dagegen entschieden. Unsere diesjährige Reise schlug mit fast 600 Euro/Tag (über alles: Flug, Auto, ein Hotel, zwei Lodges, Camping, Sprit usw.). zu Buche.
Ja, wir hatten Bootstouren, in Kasane mit der River View Lodge eine tolle Unterkunft, in Bulawayo ein Hotel mit Flair, aber ansonsten haben wir halt gecampt. Oft auf Campsites in Parks mit null oder wenig Infrastruktur (Dusche, Toilette).
Aus unserer Sicht passt das Preis-/Leistungsniveau schon lange nicht mehr. In Namibia ging mir das 2017 schon so und nun sind es leider Bots, ZIM und ZAM.
Nächstes Jahr geht es dann halt in mein Herzensland Südafrika. Landschaft, Kultur und Tiere können mit jedem Land mithalten und gelegentlich gönnen wir uns dann auch eine Nobel-Unterkunft, in der alles passt.
Liebe Grüße
Sanne
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Makalani205 Beiträge · seit 202331. Okt. 2024 · #6
Hallo Sanne, da bin ich gerne dabei 🙂 In Simbawe kennen wir bisher nur Victoria Falls, Hwange NP würde ich auch mal gerne mal besuchen. Bin auf den Reisebericht schon ganz gespannt und hoffe, es geht bald los … Viele Grüße, Sabine
Liebe Sanne, ich freue mich auf deinen Bericht! 😘 Das Reisen ist deutlich teurer geworden, aber auch der Tourismus, zumindest in Namibia und Botswana, hat extrem zugenommen. Wir waren vor 1 Jahren in Simbabwe (Robins Camp, Sinamatella), das war sehr günstig für uns. Nur die privaten Campsites sind unverschämt teuer. Ich bin jetzt gespannt auf deine Berichte. Sambia ist für uns immer noch günstig, d.h. im Kafue (Hippo Bay, Kaingu Lodge Camping ca. 50 US$) und im Wildlife Camp in Mfuvve haben wir 10 US$ für die Campsite gezahlt. (2023) Ich habe diese wieder für 2025 gebucht! Vielleicht ist es dann etwas teurer. Sehr teuer ist die Chobe Safari Lodge in Kasane geworden, das stimmt! Wir waren gerade in Uganda, das dritte Mal in 5 Jahren und zahlten jetzt 90 US$ für das Permit/tgl. im Nationalpark. In Sambia sind es 75 US$. Letztes Jahr haben wir in Kenia 70 US$/tgl.in der Masai Mara gezahlt, dieses Jahr sind es 200 US$ (von Januar bis Juni, danach 130 US$). Für uns ist das wirklich kaum noch zu finanzieren, aber es gibt immer mehr Inder, US Bürger und Chinesen, die nur kurz dorthin reisen und alles bezahlen! 😈 Vor 5 Jahren wurden die Preise für Mietwagen schon sehr erhöht, wir haben daraufhin ein eigenes Auto gekauft, so dass wir hier etwas weniger zahlen. Wenn man seine Ansprüche etwas einschränkt ist aber immer noch ein Urlaub in diesen Ländern möglich! Die Welt ist eben nicht umsonst zu haben 🤩 😗
Enilorac65768 Beiträge · seit 201731. Okt. 2024 · #8
Hallo Sanne, ich begleite euch gerne auf eurer Reise! Liebe Grüsse Caroline
2016: Südafrika mit Gardenroute
2018 : Vic Falls, Namibia, Botswana, Mauritius
2020: Kapstadt und Gardenroute
2022: Namibia
2024: Namibia und Südafrika
2026: Namibia und Botswana in Planung :-)
SanneThemenstarter2'462 Beiträge · seit 200631. Okt. 2024 · #9
Guten Abend Ihr Lieben, ich wollte gar nicht zum Ausdruck bringen, dass sich die Länder für einen Besuch nicht mehr lohnen oder diskutieren, welche Länder noch teurer sind, ich wollte nur erklären, wieso ich diese Länder vermutlich nicht mehr bereisen werde. Ich verbinde mit ihnen Einsamkeit, Weite, keine anderen Camper um mich herum und das geht nur mit "exclusive CS". Wenn ich für diese aber EUR 200 und mehr pro Nacht zahle, frage ich mich, wo dort mancher bei der Preisgestaltung falsch abgebogen ist.
Nun aber weiter im Bericht.
Zum Flug: Die aus unserer Sicht beste, weil auch von der Flugzeit kürzeste, Verbindung Berlin-Kasane war Swiss Air. Ich will auch immer einen Nachtflug: Zum Einen kann ich dann an dem Tag noch arbeiten, zum Anderen schlafe ich nach zwei Wein dann eh die meiste Zeit und bin froh, wenn es dabei dunkel ist. Wir hatten daher Berlin-Zürich-Johannesburg-Kasane gebucht. Leider war der Flug nach Zürich schon bei unserer Ankunft BER so verspätet, dass bald klar war, den Flieger nach Jo'burg bekommen wir nicht mehr. Die freundliche Dame am Schalter wollte uns für den nächsten Tag einbuchen, aber da bin ich unnachgiebig. Ich wollte JETZT in Urlaub und wir bekamen nach einiger Diskussion eine Umbuchung auf einen Lufthansa-Flug über Frankfurt. Nach etwas Rennerei, um den Flieger noch zu bekommen und noch mehr Rennerei in Frankfurt konnten wir uns dann aber in der EC in die Sitze fallen lassen. Afrika, wir kommen. Der Flieger war komplett ausgebucht, vielleicht lag es daran, dass es ein Freitagabend war.
Zurück lief alles reibungslos, das Essen bei Swiss Air war sogar überraschend gut. Kosten für 2 Personen: knapp 3.800 Euro
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SanneThemenstarter2'462 Beiträge · seit 200601. Nov. 2024 · #10
Erfreut sind wir, dass unser Gepäck vollständig angekommen sind, über den Flug hinweg konnten wir dank Airtags nachvollziehen, ob unser Gepäck noch mitkommt. 😉 Wir werden von einer Mitarbeiterin von Bushlore abgeholt, die Einweisung ins Fahrzeug erfolgt und wir begeben uns auf den Weg zu unser Unterkunft. Nachmittags zu landen, ist sicher ein Nachteil. Ich persönlich möchte erst meinen persönlichen Kram, Gepäck usw. in der Unterkunft deponieren, bevor wir einkaufen gehen. Also fahren wir zügig zur Chobe River Cottages Lodge. https://choberivercottages.com/
Wir mochten die Unterkunft sehr. Reine self-catering units, super ausgestattete Küche, direkt am Pool, daher weitere Wege zum Parkplatz. Allerdings kaufen wir eh alles Benötigte ein, haben da im Vorfeld eine Einkaufsliste, werfen die dann nur ins Auto und organisieren dies später in diversen IKEA-Taschen. Anschließend haben wir also die "Arbeitstasche" (alles rund ums Grillen), die Küchenkiste ("alles rund um Dosen, Gemüse, mitgebrachte Knoblauchpresse, Tee, Kaffee, usw.) und die Hygienekiste ( alles rund um Duschen, Wäsche waschen usw.).
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SanneThemenstarter2'462 Beiträge · seit 200602. Nov. 2024 · #11
Die Chobe River Cottages bieten tatsächlich weder Frühstück noch Dinner, aber man kann über sie Aktivitäten buchen. Wir wollten eine Bootstour im Chobe machen. Es war mehr als zehn Jahre her, dass ich im Chobe war und hier im Forum hatte ich den Tipp bekommen, ein kleineres Boot zu buchen. Damals war das nicht notwendig, es gab nur kleine Boote. Wir waren dann tatsächlich nur mit fünf anderen Touristen auf dem Boot und offensichtlich die totale Ausnahme. Der Trip war wunderschön, Elefanten, Hippos, Wasserböcke, Vögel inklusive. Aber sobald Hippos und Elefanten gesichtet wurden, gruppierten sich - ich habe wirklich gezählt - bis zu 30 Boote um die Sichtung. Fürchterlich! Aber ehrlicher Weise muss man ja auch zugeben: Man steht nicht im Stau, man ist der Stau.
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SanneThemenstarter2'462 Beiträge · seit 200602. Nov. 2024 · #12
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SanneThemenstarter2'462 Beiträge · seit 200602. Nov. 2024 · #13
Wir hatten am Tag der Ankunft das Nötigste eingekauft, am Sonntag alles außer Alkoholika erstanden und wollten Bier und Wein am Montag erstehen. Leider mussten wir feststellen, dass die Bottle Stores erst um 10 Uhr öffnen, wir waren weit über eine Stunde zu früh und wollten nicht warten. Also fuhren wir weiter und machten uns auf den Weg nach Pandamatenga. Wir wollten nach Kazuma Pan in Simbabwe. Zuhause hatten wir gelesen, wir müssten die Grenze bei VicFalls passieren, unser Garmin vor Ort bot aber die Alternative mit Pantamatenga. Ich glaubte, es wäre weniger zeitaufwändig, dort über die Grenze zu gehen, also folgen wir dem Garmin. Vermutlich hatte unser Garmin ein veraltetes Kartenmaterial. Spoiler: Direkt hinter der Grenze gibt es keinen Zugang zu Kazuma Pan, das Office ist total verlassen, die Zufahrt zugewachsen. Ein simbabwischer Guide erzählt uns später, dass dort nie ein Gate war.
An der Grenze geht es recht zügig von statten. Allein der Grenzbeamte auf simbabwischer Seite, der von Frau und zig Kindern berichtete und offen um Geld bettelte, um im Gegenzug "Einreiseerleichterungen" welcher Art auch immer zu versprechen, zeigte uns, dass Korruption weiter ein Thema ist, egal, wie viele "anti corruption"-Plakate aufgehängt werden.
Trotz zig Umwegen, Drehens, Befragungen des Navis finden wir das Gate zu Kazuma Pan nicht und entschließen uns, nach Robins Camp, Hwange NP, zu fahren. Beste Entscheidung ever.
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Sanne schrieb:@freshy und @MooseOnTheLoose .. Nächstes Jahr geht es dann halt in mein Herzensland Südafrika. Landschaft, Kultur und Tiere können mit jedem Land mithalten und gelegentlich gönnen wir uns dann auch eine Nobel-Unterkunft, in der alles passt. Liebe Grüße Sanne
Und dann bist Du mit ca. 300/Tag dabei, wenn Du im Schnitt "Mittelklasse" urlaubst. Viel Spaß weiterhin auch in RSA! steinbeisser
SanneThemenstarter2'462 Beiträge · seit 200602. Nov. 2024 · #15
Südafrika hat halt den Vorteil, dass Du B&B buchen , die super Nobel-Unterkunft in GR nehmen oder auch staatliche Unterkünfte nutzen kannst. Letztlich ist aber jeder einzelne immer weit über dem Standard von Nam, Bots, Zim oder Zam.
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SanneThemenstarter2'462 Beiträge · seit 200609. Nov. 2024 · #16
Ich wollte einfach nicht mehr um den Park fahren in der Hoffnung, die Einfahrt zu finden, so haben wir uns entschlossen, direkt zum Hwange zu fahren. Vor dem Einchecken schauten wir uns die Campsites an und wollten Nr. 15 oder 16. Direkt am Zaun, aber nicht zu nah an den Ablutions. In Robins Camp haben die Campsites eine Stromanschluss, Licht und mit dem Nachbarn teilt man sich die Mülltonne. Ablutions haben Solarstrom, daher heißes Wasser und über den Containercharme sahen wir hinweg. Es gibt Pool, Restaurant und Souvenir-Shop, eine Tanke ohne - zu unserer Zeit mit Sprit. Wir fanden Robins Camp toll, für simbabwische Verhältnisse preiswert, gute Infrastruktur, die zwei Nächte bereuen wir nicht. Gern wieder.
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SanneThemenstarter2'462 Beiträge · seit 200622. Nov. 2024 · #17
Unterkünfte Hwange/Sichtungen/Wege
In Hwange hatten wir letztlich folgenden Unterkünfte/Campsites: 2 N Robins, Jambile, Shumba, Masuma Dam
Robins Camp war vom Standard hoch, warum man mitten auf der Campsite die Ablutions aufgebaut hat, erschließ sich uns nicht. Robins gefiel uns dennoch gut.
Aufgrund der Änderung unser Route war die Strecke nach Jamible schon eher länger. Dort angekommen wurden wir mit „it’s safe, it’s fenced“ von zwei sehr freundlichen Attendants begrüßt. Der Blick auf den Zaun ließ uns eher schmunzeln, manche Zaunelemente fehlten, weil die Attendants eher den kürzesten Weg wünschten und nicht ums Camp herumlaufen wollten, andere waren so demoliert, dass wohl eher Tiere sich hier den Weg bahnten.
Wir wurden befragt, ob Ma’am gern abends eine „hot shower“ wünscht. Ich wollte. Wir wurde mitgeteilt, dass man sich darum kümmern würde. Wir machten ein Feuer an, schauten, ob es einen angefeuerten Donkey gab und da wir keinen sahen, entschieden wir uns für „cold shower“. Gegen 21 Uhr kam dann die „hot shower“ in Form eines 25-Liter-Eimers mit kochend heißem Wasser, der uns neben den Camper gestellt wurden. Wir haben das Wasser etwas abkühlen lassen, mit kaltem Wasser gemischt, nach längerer Zeit war dann Haare waschen und Abwasch möglich. Keine Ahnung, ob es Touris gibt, die sich 90 Grad heißes Wasser über den Kopp kippen. Aber ich liebe, dass Attendants immer versuchen, Dinge möglich zu machen. Am nächsten Tag verabschieden uns herzlich, Jamible würde ich nicht empfehlen, aber die Jungs sind unfassbar liebenswert.
Auf dem Weg zu Shumba entscheiden wir uns, über das Main Camp zu fahren. Wir wollen den Shop aufsuchen, Diesel tanken, Getränke kaufen. Diesel ist an dem Tag nicht erhältlich, im Shop gibt es neben Wasser und etwas Bier kaum für uns Brauchbares. Die Shumba Picnic Site ist wunderschön. Der Blick ist beschränkt, man schaut seitlich auf den Shumba View mit Wasserloch (sehr schön), aber auf das Wasserloch schaut man halt nicht. Allerdings schaut man auf eine weite Ebene und damit auf Tiere, die sich zum Wasserloch orientieren. Nie zuvor habe ich so entspannte Löffelhunde und Honeybadger anschauen dürfen. Bilder waren kaum möglich, aber unter dem Licht der starken Taschenlampe war es dennoch grandios.
Shumba ist eingezäunt, der Guide absolut toll, wir hatten einen netten gemeinsamen Abend. Wieder lernen wir, dass sich so viele Simbabwer interessieren, wieso wir ihr Land bereisen, sich freuen, dass wir es tun und wir können eigentlich nur beschämt feststellen, dass ihre Gastfreundschaft die unsrige in den Schatten stellt. Den nächsten Tag fahren wir nach Sinamatella (dort soll es Diesel geben) und wollen die grandiose Aussicht genießen. Unsere Frage nach Diesel wird mit einem Lachen quittiert, Diesel gab es ewig nicht. Auf dem Rückweg schauen wir bei Mandavu Dam vorbei. Die Site ist seit meinem letzten Besuch renoviert, hat tolle Einrichtungen und eine großartige Aussicht. Unsere Buchung wurde negativ beschieden. Letztlich war es dann auch nicht besucht. Schade drum.
Die letzte Nacht verbringen wir in Masuma Dam. Ein sehr schönes Wasserloch und ein exclusive stay lockten uns. Die Campsite ist ausgeschildet und es ist gewünscht, dass man auch genau dort campt. Ich hätte einen anderen Ort gewählt, aber die Ladies waren unnachgiebig. Nachts hörten wir Geräusche am Tor, als wir wenige Minuten leuchteten, stand der Elefant direkt vor unserem Tisch. Er war entspannt, wir nur bedingt. In all den Jahren hatte ich nie einen Elefanten vor mir, während ich auf einem Safaristuhl saß. Wir erinnern uns an die Werbung „warum in die Luft gehen, rauch mal lieber eine HB“ und der Eli entscheidet sich, den Baum rechts von der Beobachtungshütte zu bearbeiten. Wir finden, es ist nicht zu feige, jetzt schlafen zu gehen. Eli 1 bekommt Besuch von Eli 2 und es dauert nicht lange, bis wir sie am Dachzelt vorbeiziehen sehen. Wir können sie atmen hören und lernen, dass es einen zweiten Lieblingsbaum gibt, der max. 2 Meter von unserem Auto entfernt ist. So leise sie laufen, so laut futtern sie. Wir haben nicht einmal überlegt, zu fotografieren, bei unserem Dachzelt waren immer alle „Fenster“ offen, wir konnten die beiden Elefanten nur fasziniert anstarren. Es war ein grandioses Erlebnis, dennoch sollte man sich vielleicht Gedanken machen, ob Camping um einen beliebten Baum Sinn macht und ob Gates ohne Sicherungen besser abgeschafft werden sollten.
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
ANNICK8'054 Beiträge · seit 200822. Nov. 2024 · #18
Hallo Sanne,
Ich springe auch noch schnell mit ein! 🙂
Ich kann dich schon verstehen was die Preise in Zim und Sambia anbelangt.
Nächstes Jahr möchte ich auch wieder mal nach Sambia reisen. Habe mir gerade die Preise von den verschiedenen Lodges in den Parks angeschaut. Mamamia......... 😣
SanneThemenstarter2'462 Beiträge · seit 200612. Dez. 2024 · #19
Abreise Hwange/Fazit: Am Tag der Abreise stehen wir früh auf, wir wollen bis Matopo und müssen dringend tanken. Die Strecke im Park ist recht lang und mit der verfallenden Teerstraße auch keine Freude. Im Main Camp von Hwange wollen und müssen wir unbedingt tanken. Das gelingt auch, ist aber mit Abstand der teuerste Diesel unserer Reise.
Mir hat Hwange noch besser gefallen als früher. Meiner Meinung nach muss man nicht vorbuchen, Robins Camp ist schön und eignet sich für mehrere Nächte, bei uns waren nur wenige Plätze belegt, wir hatten freie Wahl, es gibt Licht, Strom an der Campsite, Solarstrom, heißes Wasser, gute Ablutions, sauber, geräumig.
Sinamatella ist als Ort und mit der Aussicht grandios, die ablutions sind saniert, wir waren da nur zum Lunch. Ich würde – wenn überhaupt – nur eine Nacht bleiben, weil es mich deprimiert, Schilder für Shop und Tankstelle zu sehen und nichts davon gibt es noch. Die festen Unterkünfte sind entweder Ruinen, leerstehend oder abgerissen, am Ende der Anlage wird aber gebaut, wir konnten auch auf Nachfrage nicht herausfinden, was sie da bauen. Angeblich soll Sinamatella privatisiert werden, von einem Minenunternehmen wie Robins Camp entwickelt werden. Allerdings hörten wir, dass aufgrund der Lage/des Hügels das Hauptproblem der Erhalt von Wasser ist, dies dauerhaft und zuverlässig den Besuchern zu gewährleisten, scheint eine Herausforderung und sehr teuer zu sein. Laut Guide müsste eine Campsite täglich 300 USD bringen, um das finanzieren zu können.
Main Camp ist so trostlos wie ich es in Erinnerung hatte. Die Campsite erreicht man, wenn man vorher an Ruinen von festen Unterkünften vorbeigefahren ist. Manche sind nur leerstehend, andere verfallen, überall liegen Steine, Baumaterialien und Co. herum. Der Platz hat kaum schattige Bäume, die Ablutions haben wir nicht angeschaut. Dort zu übernachten, erschien mir extrem deprimierend.
Hwange war für uns ein Ort, den wir unter „willste Elefanten sehen, komm hierher“ verorten. Beim letzten Jahr sahen wir viele tote Elefanten, so dass ich skeptisch war, aber dieses Jahr gab es Elefanten satt. Sie waren überhaupt nicht scheu oder aggressiv, sie waren einfach da. Riesige Gruppen sieht man an den Wasserlöchern, aber auch außerhalb. In Masuma war ein Kommen und Gehen, einmal habe ich bei über 100 aufgehört zu zählen. Das war ein unbedingtes Highlight, das wir mit ganz wenigen Touristen teilen dürften.
Apropos Touristen: in all den 6 Tagen in Hwange haben wir tatsächlich nur fünf Selbstfahrerautos neben zwei, drei Lodgefahrzeugen gesehen. Nach ein paar Tagen freuten wir uns, das südafrikanische, das französische und schweizerische Paar an allen Punkten erneut zu treffen.
Leider werden die exclusive campsites von drei verschiedenen Hauptcamps verwaltet. Unser Eindruck war nicht, dass man sich abstimmt. Uns wurde immer gesagt, es wäre alles ausgebucht. Auf den Campsites selbst hörten wir, dass dort oft wochenlang kein Tourist war. Mein Tipp: Wenn man tagsüber an der exclusive campsite/picnic site vorbei kommt, einfach mal fragen, ob es eine Buchung gibt und ggf. anregen, dass er sich schlau macht.
Am Ausgangsgate hatten wir eine wundervolle Unterhaltung mit dem Posten, der nicht fassen konnte, dass wir aus Deutschland extra angereist sind, um fünf Tage im Hwange zu verbringen. Auf Nachfrage berichteten wir über die Tiersichtungen, er war sehr erfreut, wechselte aber abrupt und erzählte, dass er fünf Kinder hätte und er gelesen hätte, in Deutschland wären es im Schnitt weniger als zwei. Er fand das sehr erstrebenswert, wir waren etwas irritiert. Lol. Es war ein sehr netter Kontakt.
Wenn man den Park dort verlässt, findet man sich auf einer extrem gut gewarteten Teerstraße wieder. Erlaubt ist Tempo 60, was für aufgrund der vielen kreuzenden Kudus, Elefanten und Warzenschweine „sportlich“ fanden. Nach kurzer Zeit fanden wir uns auf der A8 wieder, die die Strecke VicFalls-Bulawayo-und endlich Beitbridge abdeckt. Wir wollen nach Motobo, südlich von Bulawayo, und werden dort einer der schönsten Campsites sehen, die ich kenne.
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
Ich könnte es googeln aber vielleicht kann es mir jemand hier erklären. Wie ist denn der Unterschied zwischen 'exclusive campsite' und den 'normalen campsites' in Zimbabwe?