Namibia & Botswana Rundreise April 2024

Reisebericht 48 Antworten · 7'735 Aufrufe · gestartet 06. Okt. 2024 von Noeyms
Themenstarter42 Beiträge · seit 202208. Okt. 2024 · #21
@CuF: Schlangenbrot ist glaub' ich der schweizerische Begriff für Stockbrot, zumindest laut Google (Brotteig, der um einen Stock gewickelt wird und dann so über dem Feuer gebacken wird) 😁
Themenstarter42 Beiträge · seit 202209. Okt. 2024 · #22
15. April 2024
Die Nacht war super, das Bett im Bungalow sehr bequem. Wir fühlen uns am Morgen so richtig erholt! Gemütlich gehen wir Frühstücken und machen uns danach auf den Weg. Heute haben wir 4.5 Stunden Fahrt vor uns, es geht nun Richtung Ngoma. Doch bevor wir losgehen, wollen wir unbedingt unseren Reifen an einer Tankstelle kontrollieren lassen - er sieht nun noch flacher aus als zuvor… An der Tankstelle sehen wir tatsächlich: Der war nur noch auf 1 bar. Wir beschliessen, in der nächsten grösseren Stadt den Reifen reparieren zu lassen. Die Tankwartin pumpt ihn noch auf 2.2 bar und dann gehts los.

Wir kommen um 13:30 Uhr in Katima Mulilo bei der Werkstatt an - die Frau im Büro weist uns darauf hin, dass hier gerade Mittagspause ist. Sie geht jedoch trotzdem mit uns rüber in die Garage und fragt, ob jemand Zeit hätte. Ein Mann kommt aus der Werkstatt heraus, wir schildern unser Problem, dann sagt er uns, dass sie erst um 14 Uhr wieder arbeiten. Es kommt ein weiterer Mechaniker dazu und sagt, er könne das doch auch jetzt gleich für uns erledigen. So ein guter!

Er nimmt rasch unseren Reifen ab und stellt ihn ins Wasser. Prompt hat der Reifen ein Loch - das wird nun in kürzester Zeit repariert und um 14 Uhr ist der Reifen wieder dran. Als Dank, dass er seine Mittagspause geopfert hat, schenken wir ihm zusätzlich eine Cola und etwas Trinkgeld - das freut ihn sichtlich sehr. Dann kommt noch der Bezahlvorgang im Büro der Werkstatt. Hier ist dann fertig mit Effizienz, der ganze Papierkram dauert nochmals etwa 30 Minuten! Die Bürofrau tippt uuultra gemütlich Buchstaben für Buchstaben alles in den Computer ab, druckt dann irgendwas aus, nimmt unser Bargeld (250ND) entgegen, hat dann kein Rückgeld und sagt sie müsse erst welches besorgen. Das könnte sich hier nur um Stunden handeln. Deshalb sagen wir, sie könne den Rest behalten und fahren endlich weiter.

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Eine knappe Stunde später kommen wir bei unserer nächsten Campsite an. Die liegt beim Chobe River Camp, das nur 3km von der Grenze zu Botswana entfernt ist. Vor uns kommt eine riesige Gruppe Touris an und steigt aus ihren Autos - schnell gehen wir an ihnen vorbei, um uns die Wartezeit an der Reception zu ersparen.

Wir bekommen zwei Campsites und stellen erstmal alles auf. Man könnte hier bei der Lodge noch x-verschiedene Aktivitäten unternehmen. Wir entscheiden uns jedoch, uns am Pool bei der wunderschönen Anlage etwas zu entspannen. Besonders die Aussichtsplattform, von der aus man rüber nach Botswana sieht und Giraffen und Antilopenherden beobachten kann, ist der Hammer!

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Am Abend haben wir uns noch im gemütlichen Hüttchen, das zur Campsite gehört, ein Dinner gekocht: Teigwaren mit (diesmal richtiger!) Tomatensosse. Dann werden noch ein paar Spiele gespielt. Plötzlich taucht ein Mann auf, mit Gewehr auf der Schulter... Er sagt, er sei hier verantwortlich für die Sicherheit und mache alle 20 Minuten eine Runde durchs Camp. Uns war bis zu diesem Punkt noch gar nicht bewusst, dass es hier frei laufende Tiere gibt… 🤪 Nichtsdestotrotz haben wir eine sehr ruhige Nacht und wachen um 6:30 Uhr zum Sonnenaufgang auf.

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16,9k Beiträge · seit 201209. Okt. 2024 · #23
Noeyms schrieb:Plötzlich taucht ein Mann auf, mit Gewehr auf der Schulter... Er sagt, er sei hier verantwortlich für die Sicherheit und mache alle 20 Minuten eine Runde durchs Camp. Uns war bis zu diesem Punkt noch gar nicht bewusst, dass es hier frei laufende Tiere gibt… 🤪
Um freilaufende Tiere geht es auch gar nicht. 😎

LG
Logi
925 Beiträge · seit 201609. Okt. 2024 · #24
Hallo,

vielen Dank für eure tollen Beschreibungen und die schönen Bilder!

Zum Thema Alarmanlage möchte ich noch beisteuern, dass das öfters auch durch den Bewegungssensor ausgelöst werden kann wenn das Auto durch Bewegung im Dachzelt zu sehr wackelt. Den Sensor deaktiviert offenbar nicht jeder Vermieter. Das Thema nächtlicher Alarmanlagen ist auf namibischen Campsites mit größererem Besucheraufkommen leider ein Dauerthema.
Reiseberichte: SA-KTP-NAM 2017 - Uganda 2018 - Elternzeit 2 M. Südafrika 2022 - Elternzeit 3 M. SA/NAM 2024 Teil I, Teil II, Teil III - SA KNP + KZN 2025
Themenstarter42 Beiträge · seit 202209. Okt. 2024 · #25
16. April 2024
Heute fahren wir nach Botswana! Wir sind schon gespannt auf die Grenze, wir haben verschiedenste Storys über den Grenzübertritt gehört und gelesen 🤪 Wir fahren zum ersten Posten, wo wir erstmal aus Namibia ausreisen müssen. Es wird ein Formular ausgefüllt, dann müssen wir dieses einem Officer inklusive Pass abgeben. Vor uns ist gerade eine riesige Gruppe mit Deutsch-sprechenden Touris, und weil wir uns noch mit ihnen unterhalten haben, denkt der Officer wohl, dass wir dazugehören. Er stellt jedenfalls keine Fragen und stempelt unseren Pass.

Dann fahren wir weiter zur Barriere, wo wir in einem Formular ALLE (ja wirklich alle möglichen) Daten zu unserem Auto angeben müssen. Danach können wir über die Brücke nach Botswana fahren. Dort steigen wir aus und müssen als erstes mit unseren Schuhen durch ein Desinfektionsbad treten. Ganz nach dem Schweizer Sprichwort: 'nützt's nüt, so schadt's nüt' 😄

Im Immigration-Büro müssen wir einige Fragen zu unserer Reise beantworten sowie unsere Fahrzeugdaten erneut eintragen. Ausserdem müssen wir eine Gebühr bezahlen - Lukas und ich zahlen 110 Pula, Elias und Anja 260. Wieso es unterschiedlich ist, wissen wir bis heute nicht 😎

Am Gate müssen wir nochmals unseren Stempel vorweisen, ausserdem werden wir gebeten, alle unsere mitgebrachten Schuhe im Desinfektionsbad zu durchstreifen 😄 Der Officer fragt uns, ob wir rohes Fleisch dabei haben, wir verneinen. Er fragt weiter, ob wir Orangen oder Tomaten haben - wir sagen ja, wir wussten nicht, dass Tomaten auch verboten sind... Der Officer meint nur 'Okay, this time I will let you guys go through, but next time don't bring Tomatos'. Mit dem können wir leben und fahren weiter 😄

Geschafft! Nun sind wir in Botswana angekommen! Anstatt direkt zur Lodge zu fahren, beschliessen wir, die ganze Route nach Kasane an der Chobe Riverfront entlang zu fahren. Diese Route führt uns durch den Chobe National Park, beim Gate bezahlen wir den Eintritt. Das geht sogar mit Kreditkarte, obwohl uns tausendmal gesagt wurde (und es auch online überall steht), dass man nur bar bezahlen kann... 270 Pula pro Person und 115 Pula pro Fahrzeug - hier ist es wie erwartet einiges teurer als in Namibia!

Der Weg führt uns ziemlich direkt auf eine sandige Piste, nun aktivieren wir unseren 4x4 Antrieb. Nach kurzer Gewöhnungszeit geht das Fahren aber ohne Probleme. An dieser Stelle ein Shoutout an Lukas und Elias, die fast die ganze Reise gefahren sind! Wir fahren etwa 4 Stunden am Chobe River entlang. Die Landschaft ist einfach unglaublich schön! Wir sehen einige Antilopenherden, Flusspferde, Büffel, Elefanten, Giraffen, Zebras und sogar Krokodile.

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Gegen Nachmittag werden wir langsam müde - wir beschliessen, aus dem Park heraus zu fahren und noch die Einkäufe für die nächsten Tage zu erledigen. Wir fahren zum Spar, wo wir (fast) alles finden, was wir brauchen. Ausserdem können wir endlich ein paar Pula abheben. Wir kaufen genug Wasser und Lebensmittel ein, denn die nächsten zwei Tage werden wir in die Wildnis nach Savuti fahren. Wir tanken ausserdem noch unser Auto voll und prüfen die Reifen: alles tiptop 😁

Nun geht's zur Chobe Safari Lodge. Angekommen an der Reception, fragen wir den Receptionisten, ob er aktuelle Informationen zum Weg nach Savuti hat. Seine Reaktion: Er lacht erstmal eine Runde... Er meint, er würde selbst nie dorthin fahren, es sei sehr bumpy und sandy. Das wussten wir bereits. Etwas entmutigt fahren wir zur Campsite und gehen dann noch zum Pool. Fleissig recherchieren wir alles mögliche zum aktuellen Weg nach Savuti. Auf einmal taucht ein Serviceangestellter auf und fragt, ob wir über Savuti sprechen? Das sei genau sein Gebiet, es sei grundsätzlich überhaupt kein Problem, dorthin zu fahren. Er fragt uns, ob wir von der Gruppe gehört haben, die letzten Monat in dem Gebiet verschwunden ist? Er habe nämlich genau diese Gruppe auch zuvor an dem Pool der Lodge bedient... Aber wenn wir auf den Wegen bleiben würden, könne eigentlich nichts schief laufen.

Wir beschliessen uns für ein gesundes Mittelmass: Wir freuen uns auf das Abenteuer, sehen dem Ganzen aber mit Respekt entgegen und würden sofort umdrehen, wenn uns irgendetwas zu brenzlig werden sollte. Elias und Anja gönnen sich nach dem Gespräch noch einen Sundowner-Drink an der Bar der Lodge. Lukas und ich fahren nochmals in den Nationalpark bis kurz nach Sonnenuntergang und geniessen die Landschaft.

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zuletzt bearbeitet 09. Okt. 2024
Themenstarter42 Beiträge · seit 202210. Okt. 2024 · #26
17. April 2024
Am Morgen stehen wir um 6:30 Uhr auf. Heute fahren wir für 2 Tage in die Wildnis nach Savuti! Kein Wlan, keine Shops, keine Tankstellen, die Campsite mitten im Chobe-Nationalpark sein, uneingezäunt. Wir freuen uns sehr auf dieses Abenteuer 🙂 Nach dem Frühstück helfen wir unseren Schweizer-Zeltnachbarn mit dem Auto: Es springt seit gestern nicht mehr an. Wir helfen ihnen beim Anschieben. Es klappt - nach kurzer Anrollzeit läuft ihr Wagen wieder.

Kurze Zeit später brechen auch wir auf - Bargeld abheben, den Rest Einkaufen, Reifendruck nochmals prüfen. Am Sedudu Gate, das sich nur wenige Kilometer von Kasane befindet, kaufen wir bereits die Permits für den Chobe-Nationalpark. Das funktioniert auch bei diesem Gate super per Kreditkarte, obwohl uns mehrfach gesagt wurde, dass man diese Eintritte nur bar bezahlen könne.

Dann geht es zuerst etwas über eine Stunde auf einer Teerstrasse nach Kachikau. Das ist das letzte Dorf, bevor die Strecke unbefestigt wird und es keine wirklich bewohnten Gebiete mehr gibt. Hier wollen wir unseren Reifendruck mindern, denn wir wissen, dass nun eine lange Strecke auf Tiefsand folgt. Unser Kompressor ist jedoch immer noch genau gleich ungenau und wir können den Druck kaum vernünftig überprüfen... Also zählt: Handgelenk mal Pi! Etwas Bammel haben wir schon vor der Strecke, gleichzeitig sind wir absolut ready für dieses Fahr-Abenteuer! Spätestens, als wir noch andere Touris vor uns in den Tiefsand losfahren sehen, fühlen wir uns sicher.

Es geht los - nach kurzer Zeit kommt bereits ein starker Anstieg, mitten im Tiefsand. Es holpert wie verrückt, doch Elias und Lukas haben unsere Fahrzeuge super im Griff. Es macht sogar Spass, die herausfordernde Strecke zu fahren - ein kleiner 'Jungen-Traum', wie die beiden sagen 😄

Die Fahrt zieht sich dennoch - nach knappen 1.5 Stunden kommen wir endlich beim Ghoha-Gate an, wo wir die bereits gekauften Permits vorzeigen. Wir fragen beim Gate noch, wo wir am besten durchfahren sollen - sie meinen, man solle bei der nächsten Verzweigung besser den Weg rechts nehmen (direkt am Savuti Airstrip vorbei), der sei aktuell besser.

Nun gehts also nochmals 20km weiter bis zum Camp. Die Strasse ist am Anfang wirklich gut zu befahren, doch je weiter wir kommen, desto mehr und grössere Wasser- bzw. Schlammlöcher müssen wir durchqueren. Wir fahren kontrolliert und stetig durch die Löcher, wie wir es aus verschiedenen Videos gelernt hatten, das klappt auch prima. Plötzlich sehen wir vor uns eine Herde Elefanten direkt neben der Strasse, und gleichzeitig hat es ein grösseres Schlammloch, das zu durchqueren ist. So nahe bei einer Elefantenherde aussteigen und schauen, wie tief das Loch ist, ist keine Option. Einen kurzen Moment später fahren uns zum Glück zwei Fahrzeuge entgegen und wir sehen, dass sie das Loch ohne Probleme durchqueren. Inzwischen hat sich die Herde auch etwas weiter von der Strasse entfernt. Also fassen wir Mut und fahren an derselben Stelle wie die anderen Fahrzeuge durch. Das Loch ist wirklich sehr tief, zum ersten Mal sinken wir richtig ein - ein kleiner Schock. Nun ist's aber überstanden und die Wasserlöcher werden wieder kleiner.

Am Savuti-Gate kommen wir um ca. 14 Uhr endlich an und fahren erstmal auf unsere Campsite. Es wird uns geraten, nach Sonnenuntergang ein Feuer zu machen, um die wilden Tiere fern zu halten. Herumspazieren sei ausserdem streng verboten. Das werden wir noch so gern einhalten, wir wollen schliesslich nicht von einem Tier überrascht werden 🤪

Unsere Campsite (RSV3) liegt wunderschön unter einem grossen, schattigen Baum und gleich in der Nähe des Ablution-Blocks. Wir formen mit unseren Autos, wie wir es zuvor besprochen hatten, ein grosses L. So können wir die Lage auch im Dunkeln gut beobachten. Wir können es kaum glauben, endlich angekommen zu sein, hier in Savuti, mitten im Nirgendwo! Die Strecke war besser machbar als erwartet, dennoch sehr anstrengend und ermüdend. Wir sind auf jeden Fall froh, dass wir so früh losgefahren sind. Wir kochen uns einen Kaffee und spielen eine Runde 'Tichu'.

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Danach gehts noch auf einen stündigen Gamedrive rund um die Campsite. Wir sehen nicht wirklich viel... Deshalb kehren wir bald zurück zum Camp. Wir kochen ein Tomatenrisotto und gönnen uns eine Flasche Wein - um 21 Uhr gehen wir in unsere Dachzelte, unser Feuer lassen wir noch etwas brennen.

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121 Beiträge · seit 202310. Okt. 2024 · #27
Hallo Noeyms

Vielen Dank für deinen unterhaltsamen Bericht und die tollen Fotos, ich musste einige Male schmunzeln 😄. Besonders die "Tomatensauce" kam mir äusserst bekannt vor 🤪.

In Savuti hatten wir glaube ich die gleiche Campsite, die hat uns auch gut gefallen!

Bin schon gespannt wie es weitergeht.

LG
Wini
3 Monate im südlichen Afrika: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/304752-3-monate-im-suedlichen-afrika-sa-nam-bwa.html
Themenstarter42 Beiträge · seit 202210. Okt. 2024 · #28
18. April 2024
Die Nacht war eher unruhig - ich bin von den verschiedensten Tiergeräuschen immer wieder aufgewacht. Kurz vor 5 Uhr morgens wurden wir von Löwengebrüll geweckt. Schwierig einzuschätzen, aus welcher Entfernung das Gebrüll kam, es kommt uns aber ziemlich nahe vor. Das macht einem schon ziemlich Eindruck, schliesslich sind wir hier in einem uneingezäunten Camp! Kurz vor Sonnenaufgang stehen wir auf - wir entdecken im Sand Spuren von einem Tier, es sieht nach irgendwelchen Tatzen aus... 😮

Wir steigen für einen Morgen-Gamedrive zu viert in eines unserer Autos. Wir haben gehört, dass es in Savuti besonders viele Raubkatzen geben soll, dies ist auch einer der Gründe, weshalb wir überhaupt hierher gefahren sind. Also los geht's, wir wollen diese Löwen finden! Nach kurzer Zeit sehen wir zwei Schakale, die mitten auf der Strasse noch friedlich schlafen. Durch uns werden sie geweckt und trotten davon.

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Wir fahren von Wasserloch zu Wasserloch, doch überall herrscht nur gähnende Leere. Auf einem der Wege steht plötzlich wie aus dem Nichts ein Elefant vor uns. Wegen dem morgendlichen Gegenlicht hat ihn niemand von uns vorher gesehen 🤩 Wir fahren etwas zurück und warten kurz, bevor wir ganz vorsichtig vorbeifahren. Was für ein mächtig grosses Tier! Doch ausser dieser Begegnung mit dem Elefanten sehen wir keine grösseren Tiere mehr. Tja, es steht nun 3:1 für die Löwen!

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Weil unsere Stimmung unterdessen immer schlechter wird, fahren wir um 10 Uhr zurück auf die Campsite. Wir essen ein ausgiebiges Frühstück, dann gehts allen schon viel besser 😄 Sehr schnell wird es heiss, wir sind froh, dass unsere Campsite unter schattigen Bäumen ist. Nun machen wir eine Pause bis um ca. 15 Uhr - die einen schlafen nochmals eine Runde, die andern hören einen Podcast oder spielen Spiele.

Um 15 Uhr machen wir uns erneut auf für einen Gamedrive - kann ja nicht sein, dass wir ohne einen einzigen Löwen von hier wegkommen 😄 Bei der Reception der Campsite schauen wir noch auf die Tafel, wo die heutigen Tiersichtungen eingetragen sind. Es soll ein Leopard gesichtet worden sein - dort fahren wir als allererstes hin und versuchen unser Glück. Nichts gewesen... Der hat sich bestimmt schon lange verzogen.

Wir fahren weiter und weiter und sehen einfach keine Raubkatzen. Enttäuscht fahren wir kurz vor Sonnenuntergang zurück ins Camp. Wir treffen noch andere Schweizer - auch sie haben keine Katzen gesehen. Immerhin liegt's nicht an uns 🤪 Die Stimmung ist wieder etwas getrübt, wir kochen unser Nachtessen und versuchen, auf dem Feuer Brot für morgen zu backen (was ganz gut klappt).

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Wir fragen uns: Hat sich die Fahrt hierher überhaupt gelohnt? Fürs Abenteuer der wilden Sandfahrten und erste richtige 4x4 Erfahrung: absolut. Für das Gefühl des absoluten auf sich alleine gestellt sein und kilometerweite Entfernung zur Zivilisation: absolut!! Landschaftlich: ebenfalls toll! Für Löwensichtungen: Null Prozent 🤪 🤪 Vielleicht waren wir auch einfach zur falschen Zeit am falschen Ort - wir wissen es nicht. Schlussendlich müssen wir auch sagen, dass wir hier ja schliesslich auch nicht in einem Zoo sind, sondern dass genau dieses 'selber entdecken' und 'nicht wissen was man wann als nächstes sieht' der Reiz daran ist. Eins ist klar - wir müssen irgendwann wieder kommen 😎

Als wir ins Zelt aufbrechen wollen, höre ich im Gebüsch plötzlich ein Rascheln. Mit unserer grossen Taschenlampe zünde ich direkt in die Augen eines: Schakals! Er gräbt nach irgendetwas in einem Sandloch und verschwindet dann in den Büschen, wir in unseren Zelten.

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zuletzt bearbeitet 10. Okt. 2024
4'382 Beiträge · seit 201511. Okt. 2024 · #29
Was ist das denn für ein haariges Tier?

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Duck und weg
Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
135 Beiträge · seit 202311. Okt. 2024 · #30
Hallo Noeyms,

schade, dass ihr in Savuti keine Löwen gesehen habt. Wir hatten im Juni dort eine ganz tolle Löwensichtung. Aber auch erst am letzten Morgen, als wir fast schon wieder auf dem Weg nach Kasane waren. Vielleicht hattet ihr am Khwai mehr Glück? Ich bleibe gespannt. Danke fürs Berichten 🙂
Darf ich fragen, warum ihr von Savuti aus nicht direkt an den Khwai gefahren seit, sondern erst wieder zurück nach Kasane und dann außenrum?

Grüße
Johanna
Themenstarter42 Beiträge · seit 202211. Okt. 2024 · #31
Hallo JohannaHen

Ja, wirklich schade - toll, dass ihr mehr Glück hattet 🙂
Bezüglich Durchfahrt Khwai: Das wäre eines der Dinge, die wir bei einem nächsten Mal anders machen würden. Uns wurde vor unserer Buchung gesagt, dass nicht sicher sei, ob man zu dieser Jahreszeit gut da durchfahren könne. Wir haben aber auch gegenteilige Aussagen gehört. Schlussendlich haben wir uns dazu entschieden, rundherum zu fahren (was sich im Nachhinein nicht so wirklich gelohnt hat, aber das wird sich in der Fortsetzung des Reiseberichts noch von selbst herausstellen 🤪 )
987 Beiträge · seit 202312. Okt. 2024 · #32
Liebe Noemy,
da bin ich doch gerne eine Begleiterscheinung und steige noch schnell mit ein.
Wie oft waren wir schon frustriert weil wir weniger Tiersichtungen hatten, als gewünscht. Wenn wir uns später die Fotos ansahen, waren es doch mehr als gefühlt. Mir scheint, bei euch ist es ähnlich. Wunderschöne Fotos zeigt ihr hier. Da möchte man sich hinbeamen können.
Bin sehr gespannt auf deine Fortsetzung.
Liebe Grüße, Silvia
Schmiere stehen für ein Steak - Südafrika im Februar 2026 Frühstück mit Giraffen – Namibia Mai 2025 Mauritius – Das andere Afrika (Dezember 2024) Two in One – Kruger Region & Garden Route (Südafrika 2023)
Themenstarter42 Beiträge · seit 202213. Okt. 2024 · #33
19. April 2024
Diese Nacht haben wir viel besser geschlafen und stehen wie schon fast gewohnt um 6:30 Uhr auf. Nach dem Frühstück packen wir alles zusammen und fahren los. Bevor es wieder in Richtung Zivilisation geht, fahren wir nochmals um eines der grösseren Wasserlöcher in Savuti. Wie erwartet sehen wir wieder keine Raubkatzen 🤪

Wir machen uns auf zu den Sandpisten, zurück nach Kasane. Die Schlammlöcher sind in den zwei vergangenen Tagen schon um einiges kleiner geworden, dennoch bleibt es jedesmal ein kleines Abenteuer, wenn man durch eines hindurchfahren muss 😄

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Nach zwei Stunden kommen wir endlich wieder auf der Teerstrasse an - geschafft! Bevor wir zur heutigen Lodge fahren, wollen wir in Kasane noch für die nächsten Tage einkaufen gehen. Unterwegs wollen Lukas und ich durch das Funkgerät den anderen beiden mitteilen, was wir alles einkaufen wollen. In diesem Moment sehen wir, wie ein paar Autos vor uns mitten auf der Teerstrasse stehen. Wir halten an und sehen: LÖWEN! Mitten auf der Teerstrasse zwischen Ngoma und Kasane! Jetzt sind wir kilometerweit in den Busch gefahren und haben keinen einzigen Löwen gefunden, und da stehen sie einfach neben der Strasse 🤩

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Nachdem wir ein paar Fotos geschossen haben, fahren wir zum Einkaufen nach Kasane. Nachher geht's noch zur Tankstelle, um die Reifen wieder aufzupumpen. Wir finden heraus, dass unser Kompressor definitiv sehr sehr ungenau ist - anscheinend haben wir eigentlich kaum Luft rausgelassen und sind somit mit eigentlich viel zu hohem Druck in die Sandpisten hineingefahren 🤪 🤪 Naja, wir haben's auch so geschafft, ohne uns auch nur einmal einzubuddeln 🙂

Um 15 Uhr kommen wir in der River View Lodge an. Wir freuen uns alle auf ein wenig Luxus und vor allem darauf, wieder einmal ein richtiges Bett zu haben 🙂 Den Nachmittag verbringen wir am Pool, am Abend geniessen wir ein richtig gutes Dinner in der Lodge.

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Themenstarter42 Beiträge · seit 202214. Okt. 2024 · #34
20. April 2024
Heute lassen wir uns etwas mehr Zeit und essen gemütlich in der Lodge Frühstück. Als wir für das Nachtessen bezahlen wollen, heisst es, dass zwei der Essen schon bezahlt wurden. Wir können es kaum glauben und fragen nach, ob sie sich sicher sind, sie bejahen mehrmals. Von wem und weshalb wissen wir nicht - das nehmen wir jedoch natürlich gerne so an 😁

Heute liegen 4.5 Stunden Fahrt vor uns: Von Kasane geht es geradeaus in den Süden bis nach Nata, dann wieder geradeaus nach Westen bis nach Gweta. Eine eher langweilige Strecke... Ausser, dass wir unterwegs eine Busse Busse erhalten, weil wir im 60er scheinbar zu schnell gefahren sind. Wir hatten das Schild wohl übersehen 🙄 Wir bezahlen 450 Pula und dürfen dann weiterfahren.

Ausserdem kommen wir noch bei einem Vetfence vorbei - diesen hatten wir überhaupt nicht auf dem Schirm! Wir werden angehalten und erstmal gebeten, mit unseren Füssen durch ein Desinfektionsbad zu treten. Die Dame fragt, ob wir einen Kühlschrank haben. Sie möchte gerne hineinschauen. Unser Steak nimmt sie heraus und sagt, dass wir dieses kochen müssen, damit wir es mitnehmen dürfen - ebenso wie die Wurst, die wir dabei haben. Wir haben noch Fleisch-Spiesschen dabei - Lukas sagt ihr, dass diese geräuchert seien. Das glaubt sie uns einfach und wir dürfen diese im Kühlschrank lassen.

Nun nehmen wir also mitten auf der Strasse eine Bratpfanne heraus und lassen unseren Gaskocher laufen. Zwei Minuten braten wir das Fleisch in der Pfanne an. Die ganze Aktion kommt uns so extrem lächerlich vor, dass wir einen regelrechten Lachanfall haben. Lukas nimmt sich kurz zusammen und läuft mit der angebratenen Wurst zu den Wächtern und fragt von weitem, ob das so in Ordnung sei. Die beiden schauen nicht einmal und meinen per Handzeichen, es sei gut 🤪 Was für ein bizzarres Vorgehen!

Danach führt uns der Weg über eine sehr, seeehr holprige, löchrige Teerstrasse. Wir kommen nur sehr langsam voran. Um 14 Uhr kommen wir bei unserem nächsten Stopp an: Planet Baobab. Wir bekommen zwei schöne Campsites. Die Receptionistin meint, die Lodge habe den grössten Pool Afrikas - den Nachmittag verbringen wir deshalb wiederum entspannt am Pool, zum Abendessen grillen wir unsere Steaks fertig.
Themenstarter42 Beiträge · seit 202214. Okt. 2024 · #35
21. April 2024
Heute stehen wir wieder etwas später auf. Bei der Planung der Reise hat sich irgendwie niemand so genau darum gekümmert, was man an diesem Ort an einem einzelnen Tag machen kann. Wir haben gestern fleissig gegoogelt, wurden aber auch nicht wirklich schlüssig, was wir machen sollen. Wir beschliessen, einen Tagesausflug zu den Salzpfannen zu machen, die es hier in der Nähe geben soll. Wir wollen das auf eigene Faust machen, denn die Touren, die Planet Baobab anbietet, kosten 100CHF pro Person, was uns einfach viel zu viel ist.

Im Internet haben wir nach sinnvollen Routen für eine Tagestour gesucht, wurden aber durch die vielen verschiedenen Informationen eher verwirrt. Was ist jetzt welche Pfanne? Wo kann man selber reinfahren, wo bezahlt man Eintritt, wo hat es Gates? Wir beschliessen, an der Reception zu fragen, wo wir am besten als Selbstfahrer reinfahren können. 'Oh, you can't go, the road is veery veery bad' Jaja. Das haben sie bei Savuti auch schon gesagt und hilft uns jetzt Null weiter 🤪 Sie möchten uns nicht wirklich mehr Informationen geben, also fahren wir zu viert in einem Fahrzeug einfach mal los, mit Hilfe von maps.me.

Unser erstes Ziel ist ein grosser alter Baobab Baum, den wir uns ansehen wollen. Zunächst verfahren wir uns in einem Dorf, weil einige der Strassen dort gesperrt sind und maps.me das nicht mitgekriegt hat. Als wir es endlich aus dem Dorf heraus schaffen, fahren wir 20 Kilometer auf einer sandigen Gravel-Strasse - nach Savuti nicht wirklich wild zu befahren. Nach etwa einer Stunde kommen wir bei besagtem Baum an. Es ist nicht so wirklich spektakulär - aber immerhin haben wir einen Ausflug gemacht, nicht wahr 😗

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Danach wollen wir noch weiter in Richtung Salzpfannen fahren, da steht plötzlich ein Schild vor uns "no entry, private area". Also drehen wir um und suchen einen alternativen Weg. Als wir laut Karte bei den Salzpfannen in der Nähe der Chapmans Baobabs ankommen, sehen wir: Nichts, ausser weiterhin grünes Savannengras. Toll 🤩

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Wir beschliessen, umzudrehen und fahren zurück zum Camping, wo wir nach dem 4-stündigen Ausflug den Rest des Nachmittags am Pool verbringen. Am Abend gönnen wir uns ein Abendessen im Restaurant von Planet Baobab und gehen dann relativ früh schlafen. Nach diesem eher unnötigen Ausflug freuen wir uns alle auf den morgigen Tag - es geht endlich ins Delta bzw. zum Khwai 🙂
Themenstarter42 Beiträge · seit 202214. Okt. 2024 · #36
22. April 2024
Was heute alles passiert ist, glaubt uns keiner 🤪 🤪
Um 6:30 Uhr stehen wir auf und wollen gerade das Frühstück fertig machen, da ruft Anja "Wir haben ein Problem". Die beiden haben einen platten Reifen. Der wird noch vor dem Frühstück von Lukas und Elias mit einem der Ersatzreifen ausgetauscht. Das kostet uns schon ein wenig Zeit - ausgerechnet heute, wo wir 5 Stunden bis nach Khwai ins Okavangodelta fahren wollen! Ausserdem müssen wir unterwegs noch die Nationalparkeintritte besorgen, Einkaufen und Tanken.

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Als wir um 8 Uhr bei der Reception vorne stehen, um online eine Werkstatt zu suchen, die den Reifen reparieren kann, fällt uns das nächste Problem auf: Das Schloss unserer Hintertür ist irgendwo auf dem Weg zur Reception abgefallen. Also nochmals alles zurück und suchen. Nach ein paarmal Ablaufen finden wir das Schloss zum Glück und können dann endlich los.

Die Fahrt zu unserem Zwischenstopp in Maun zieht sich extrem in die Länge. Die Strasse ist schlecht und man die Geschwindigkeitsbegrenzung ist über weite Strecken nur 80km/h. Ausserdem müssen wir ein paarmal anhalten, weil Elefanten, Strausse oder Esel auf der Strasse stehen...

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So kommen wir kurz nach 11 Uhr (eine Stunde später als geplant) in Maun an. Anja und Elias lassen ihren Reifen für 70 Pula reparieren, während Lukas und ich schonmal den Einkauf erledigen. Wir brauchen noch etwas mehr Wasser und neues Toastbrot - das letzte Pack war leider unterdessen wiedereinmal mit Schimmel befallen 🤢

Dann wird vollgetankt und die Reifen werden alle nochmals überprüft - alles in Ordnung. Der nächste Halt ist das DWNP Büro in Maun, wo wir die Permits für den Moremi-Nationalpark kaufen. Wir wollen mit unserem vielen Bargeld (das wir bisher nie gebraucht haben und immer noch übrig haben) bezahlen. Überall hiess es, man solle am besten alles in bar dabei haben, da die Kartengeräte manchmal nicht funktionieren. Die Dame am Schalter scheint nur wenig erfreut, als wir mit Bargeld bezahlen wollen, nimmt es dann aber doch an.

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Nun gehts endlich auf in Richtung Moremi! Der erste Zwischenhalt ist beim Southgate, dort zeigen wir unseren gekauften Permit und müssen unsere Daten wieder einmal in einem Buch eintragen 🤪 Dann fahren wir los in Richtung Northgate. Nach 200m müssen wir abrupt anhalten: Vor uns liegt ein Baum mitten über dem Weg. zwei Elefanten vertilgen genüsslich seine Blätter. Es sieht so aus, als hätten die Elefanten den Baum gerade vor 5 Minuten gefällt...

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Wir fahren etwas zurück und suchen einen alternativen Weg - den scheint es jedoch nicht zu geben. Wir fahren zurück zum Southgate und erzählen der Dame am Schalter unser Problem. Ihre Antwort: Erstmal Kopfschütteln & die Frage, ob wir denn nicht nebendurch fahren könnten - es gebe keinen anderen Weg nach Khwai. Wir zeigen ihr das Foto, das wir gemacht haben - man sieht offensichtlich, dass es da kein Durchkommen gibt. Die Dame seufzt und sagt: "maybe wait several minutes" und dreht sich dann von uns ab. Super Hilfreich 🤪 😗

Wir fahren also vorsichtig nochmals an die Stelle heran und warten. Und warten... Und warten! Bis der zweite Elefant nach einer halben Stunde schliesslich genug hatte und davonschreitet. Wir fahren näher an den Baum heran - wegziehen ist unmöglich, viel zu schwer. Drüberfahren ebenfalls nicht möglich, zu dick. Die Zeit ist mittlerweile schon stark vorangeschritten, wir müssen dringend da durch! Die Jungs holen die Axt aus dem Auto und fangen an, den Weg freizumachen. Wohlbemerkt: In dem Park dürfte man auf keinen Fall das Auto verlassen; es hat wie wir gerade gesehen haben überall Wildtiere! Aber was will man machen - wir müssen unbedingt da durch. Irgendwie schaffen wir dann, über das restliche Gehölz drüber zu fahren - endlich!

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Um kurz nach 16:30 Uhr kommen wir eeendlich beim Northgate an. Das reicht gerade noch, um einzuchecken - der Campingempfang macht nämlich um 17 Uhr Feierabend! Als wir dort unsere Voucher zeigen, finden sie uns wiedermal nicht im System. Die Frau am Checkin ist sehr gut gelaunt und hilft uns sehr freundlich weiter - sie telefoniert mit dem Headoffice und findet die Reservation schlussendlich doch noch. Wir müssen hier noch einen Zettel unterschreiben, dass wir auf eigene Gefahr im Park übernachten und sie keine Haftung für irgendwelche Vorkommnisse mit Tieren übernehmen 🙄 Ausserdem sollen wir in jedem Fall den Campingplatz nur im Auto verlassen, auch wenn wir nur 100m zum Waschhaus haben.

Unsere Campsite ist sehr schön - wir bekommen die MK10, die äusserste, direkt an die Wildnis angehängt 😄 Schon beim Hinfahren zur Campsite sehen wir etwa 200m von unserer Campsite entfernt zwei Elefanten vorbeiziehen. Das hier kommt uns sofort noch abgelegener vor als Savuti! Wir fahren zum Sonnenuntergang noch auf eine Ebene, wo wir einen perfekten Ausblick haben.

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Wie aus dem Nichts laufen uns plötzlich Tiere entgegen: Afrikanische Wildhunde! Wir freuen uns sehr über diese unerwartete Sichtung. Nach dem Sundowner kochen wir unser Abendessen, plötzlich rast ein ganzes Rudel dieser Wildhunde direkt über unsere Campsite! Einen Augenblick später rennt ein Impala direkt an mir vorbei, zwei Sekunden später einer der Wildhunde. Die waren wohl zum Jagen hier! Zum Glück jagen sie nicht uns 🤩

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Diesen verrückten Tag lassen wir um 21 Uhr hinter uns - wir sind gespannt auf die Nacht 😁
zuletzt bearbeitet 14. Okt. 2024
Themenstarter42 Beiträge · seit 202215. Okt. 2024 · #37
23. April 2024
Die Nacht war sehr spannend - auch hier am Khwai gibt es wieder unzählige Tiergeräusche, darunter auch einige neue. Ein Ruf klingt ein bisschen wie eine Mischung von Hund und Wolf, ziemlich unheimlich. Als es mitten in der Nacht direkt neben mir raschelt und kurz danach das eben beschriebene Geheul lautstark erklingt, schrecken wir alle aus dem Schlaf hoch. Den Rest der Nacht rätseln wir, was das sein könnte... Bei der nächsten Wifi Möglichkeit finden wir später heraus, dass es Hyänen waren, die uns wach gehalten haben 🙄

Geschlafen haben wir deshalb alle nicht so gut - trotzdem stehen wir um 6 Uhr noch vor dem Sonnenaufgang auf. Heute haben wir den ganzen Tag am Khwai zur Verfügung. Wir setzen uns alle zu viert in unser Auto und starten einen Morgen-Gamedrive. Am Khwai-River entlang fahren wir etwa eine Stunde - die Morgenstimmung ist wunderschön. Wir sehen einige Vögel, Affen und viele Impalas.

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Später fahren wir noch ein Stündchen in die andere Richtung und sehen noch Zebras, Elefanten, Impalas, Gnus und Giraffen. Die Löwen und Leoparden halten sich weiterhin versteckt 😄

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Als wir nach etwa 2 Stunden Hunger bekommen, fahren wir zurück auf unsere Campsite und essen Frühstück. Wir beschliessen, am Abend eine Mokorotour in einem der Flüsschen zu machen. Bis dahin legen wir eine Siesta ein - wir schlafen ein wenig und bereiten später schonmal das Nachtessen vor.

Am Nachmittag brechen wir in Richtung Mbudi auf - die Receptionistin unserer Campsite hat dort für uns eine Mokorotour reserviert. Direkt nach dem Northgate müssen wir eine Brücke überqueren, die ziemlich improvisiert aussieht. Als wir vorsichtig darauf fahren, sehen wir links und rechts von uns eine Herde Elefanten durch den seichten Fluss ziehen - es sind mindestens 10!

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Obwohl wir (trotz lustige Brücke und Elefantenherde) eine halbe Stunde zu früh beim Treffpunkt in Mbudi sind, dürfen wir bereits starten. Die Fahrt auf dem Fluss ist sehr ruhig und friedlich, die Guides zeigen uns alle möglichen Pflanzen, Frösche und Vögel.

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Plötzlich tauchen ein paar Meter vor uns Hippos auf - unsere Guides steuern direkt darauf zu! Sie meinen, das sei immer noch genug Abstand, sie wissen, wie man sich bei diesen Tieren verhält. Na dann.. Zwei Flusspferde schlafen im Gras, unser Guide klopft plötzlich ans Mokoro. Daraufhin schrecken die Hippos auf und drehen sich direkt in unsere Richtung. Die Guides sagen nur: Take Photos, take Photos! 🙄

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Weiter geht die Fahrt. Das Gewässer ist sehr seicht, keine 50m vor uns waten Elefanten durch den Fluss. Was für ein absolut schönes Erlebnis! Unterwegs knüpfen die Guides Anja und mir aus Schilf und Seerosenblättern einen Hut und eine Halskette. Der lustige Hut kühlt immerhin schön unseren von der Sonne überhitzten Kopf ab 😄

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An einer Stelle dürfen wir schliesslich aussteigen und uns die Beine vertreten. Wahrscheinlich müssen die Guides noch ein bisschen Zeit mit uns totschlagen - sie fangen an, uns einen (Flach-)Witz nach dem anderen zu erzählen 😗 Nach der Witzrunde steigen wir wieder ins Boot und werden zurückgefahren. Zurück beim Camping kochen wir das vorbereitete Abendessen fertig und gehen dann bald schlafen.

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zuletzt bearbeitet 15. Okt. 2024
Themenstarter42 Beiträge · seit 202217. Okt. 2024 · #38
24. April 2024
Heute stehen wir etwas später auf, essen (mit Besuch von Affen) Frühstück, machen den Abwasch und fahren dann ab in Richtung Southgate. Unterwegs fahren wir wieder an unserem abgehackten Baum vorbei - er wurde unterdessen nicht wirklich mehr weggeräumt 🤪

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Wir beschliessen, unseren bezahlten Parkeintritt noch auszunutzen und wollen noch eine 'kleine' Tour rund um Southgate machen. Die kleine Tour zieht sich jedoch gewaltig - wir fahren 60km auf sehr schlechten Strassen, oft hat das Fahrzeug kaum Platz zwischen den Sträuchern und die Dornenbüsche zerkratzen unser Auto so ziemlich 😗 Die Landschaft ist jedoch sehr schön, offene Savannen und dichte Büsche wechseln sich ab.

Plötzlich sehe ich unter einem Busch etwas braunes, wir fahren etwas zurück und sehen: Einen Löwen! Er ist sehr versteckt hinter dem Busch, wir können nur schwer Fotos schiessen. Zum Glück haben wir den noch entdeckt, sonst wäre die ganze Tour (ausser für die Landschaft) für nichts gewesen 🤪 😄

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Nebst dem Löwen sehen wir im Vergleich zu den letzten Tagen kaum noch andere Tiere. Wir fahren bei unserer Tour an einem liegenden Elefanten vorbei (siehe Bild). Wir dachten zuerst, dass der tot sei, da er sich kein Millimeter bewegte 😮 Aber als wir nach der Tour wieder an derselben Stelle vorbeifahren, wurde der liegende Elefant zu einem quicklebendigen Tier 🤩

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Wir fahren zurück zum Southgate und dann zurück Richtung Maun. Unterwegs müssen wir an einem Posten anhalten, unser Auto und unsere Füsse müssen scheinbar noch desinfiziert werden 🤪 Um 15:30 Uhr kommen wir in unserer gebuchten Lodge an: Discovery Bed & Breakfast. Eine hübsche, sehr gepflegte Anlage. Im Café gönnen wir uns nach der langen anstrengenden Fahrt Eiskaffee und Milkshakes.

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Heute machen wir nicht mehr viel, am Abend gehen wir in Maun in der 'Okavango Craft Brewery' essen. Das Restaurant ist ziemlich hipp, wir bekommen hier 300g Rumpsteak für unter 10 Franken. Wir realisieren langsam, dass die Reise schon bald vorbei ist - vor uns liegen nun aber noch 800km bis nach Windhoek zurück.
zuletzt bearbeitet 17. Okt. 2024
987 Beiträge · seit 202317. Okt. 2024 · #39
Ihr Lieben, euer Tempo ist ja rasant. Unglaublich was ihr alles erlebt und gesehen habt. Super schöne Fotos. Von der Buschbratpfanne bis zum Elefanten in stabiler Seitenlage...ist das eine unterhaltsame Fahrt. Da macht es Spaß mit an Board zu sein.
Liebe Grüße, Silvia
Schmiere stehen für ein Steak - Südafrika im Februar 2026 Frühstück mit Giraffen – Namibia Mai 2025 Mauritius – Das andere Afrika (Dezember 2024) Two in One – Kruger Region & Garden Route (Südafrika 2023)
205 Beiträge · seit 202317. Okt. 2024 · #40
Hallo Noemie,
seit Beginn begleite ich mit Begeisterung eure Reise durch Namibia und Botswana, Danke fürs Berichten und die vielen schönen Fotos. Ich finde, dass sich alleine für dieses Foto

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die Fahrt nach Savuti gelohnt hat, auch wenn ihr dort keine Löwen zu Gesicht bekommen habt.
Die vielen Widrigkeiten am 22. April habt ihr wirklich souverän gemeistert und werdet euch bestimmt noch viele Jahre daran erinnern 🤩

Wir mögen die Green Season und waren rund vier Wochen vor euch in Khwai. Im Vergleich zu März 2018 war es dieses Jahr ungewöhnlich trocken und warm.

Viele Grüße, Sabine
zuletzt bearbeitet 17. Okt. 2024