sphinx1'624 Beiträge · seit 201527. Juni 2024 · #41
Servus Panther, lange Zugreisen haben einen Vorteil, ich komme mal wieder dazu im Forum zu lesen. Wie schön ist es sich durch Eure Fotos und Bericht ein klein bisschen in Afrika zu fühlen. Freue mich schon sehr auf die nächsten Kapitel! Liebe Grüße, Elisabeth
pantherThemenstarter1'296 Beiträge · seit 200728. Juni 2024 · #42
@Bele Danke fürs Bestimmen der beiden Vögel 🙂 Hätten wir, zumindest den Slaty Egret, so nicht in unserem Buch gefunden. Die Frösche waren unser Wunsch bei der Mokoro Tour und da hat sich Katempo wirklich viel Mühe gegeben. Und er wusste auch wie man das Boot platzieren musste um zu fotografieren. Mokoro finden wir auch super, nur um die Hippos muss der Guide einen grossen Bogen machen 😎
@Elisabeth Das freut uns dass wir dir die Zeit etwas verkürzen konnten 🙂
pantherThemenstarter1'296 Beiträge · seit 200728. Juni 2024 · #43
Donnerstag, 02.05.2025 Savuti 150 km
Um 06:30 Uhr krabbelten wir unter unserem Moskitonetz hervor. Die anderen Gäste waren beim Morning Drive, somit waren wir alleine beim Frühstück. Wir orderten Rührei mit Speck, dazu Toast und Pfannkuchen. Wir beglichen unsere Rechnung, entsorgten noch die restlichen Lebensmittel 🤢 aus dem Kühlschrank, nahmen noch etwas Eis mit, damit wenigstens die Cola noch etwas kühl blieb 🙁 und dann konnte es Richtung Savuti losgehen. Wir waren heilfroh dass wir die zwei Tage im Guesthouse hatten, sonst hätte es maximal Reis und Nudeln und warme Getränke gegeben 🙁 Vom Straßenrand nahmen wir noch etwas Holz mit. Leider war weit und breit kein Verkäufer zu sehen der das Geld dafür entgegennahm. Den (vermuteten) Obulus steckten wir zwischen die Holzstapel bevor wir auf der holperigen Piste bis zum Mababe Gate fuhren.
Die Angestellten vor Ort ließen sich von unserer Anwesenheit eher nicht stören, so trugen wir uns in die Kladde ein und weiter ging es auf der Sandridge Road, die ihrem Namen teilweise Ehre machte und einige Tiefsandpassagen aufwies. Ansonsten waren die 70 km ganz gut zu befahren. Ab und zu querten Elefanten vor uns die Piste, aber wir hatten immer alles im Blick.
Etwas abseits der Piste lag ein großer Elefantenkadaver, gut gerochen hat er nicht wirklich 🤢
Sobald die eintönige Strecke ein Ende hatte, bogen wir zur Pitsi Pan ab um mal zu gucken ob es auch noch was anderes zu sehen gibt, als die schnurgerade Piste, vielleicht auch ein paar Tiere? 😐 Wir sahen Antilopen, Zebras und einige Elefanten in etwas Entfernung. Wir fuhren die kleinen Wasserlöcher ab, an denen sich aber keine Tiere aufhielten. Wir sahen ein Gamedrivefahrzeug und einen Camper da stehen und sahen auch sofort warum. Neben einem Busch lagen 7 Löwen im Schatten und machten Siesta 🙂 Gut, es war zur besten Mittagszeit und ziemlich heiß. Das war je eine tolle Sichtung. Nicht, dass sich die Herrschaften groß bewegt hätten. Ab und zu drehte sich einer um, guckten mal auf, aber das war es auch schon.
Wir fuhren weiter zu einem großen Baobab und vertraten uns dort etwas die Füße. Etwas weiter sollte es laut Karte Buschmannzeichnungen geben, aber die waren zu weit entfernt, wenn es sie überhaupt noch gibt.
Aussteigen war hier keine Option also fuhren wir weiter nach Savuti und suchten erst mal unseren Campingplatz „Paradise“. Wir mussten eine kleine Ehrenrunde drehen, wer lesen kann ist klar im Vorteil 😉 Mit 15 Jahren Verspätung kamen wir dann doch endlich in Savuti an. Yes, we did it 😛 Ein großer sandiger Platz mit Grillstelle und Wasser, freier Sicht auf den Kanal, dieser führte aber kein Wasser. Wir räumten unseren Koffer aus und die Sachen wieder an ihre Plätze im Camper. Schweißtreibende Angelegenheit, wir brauchten dann ein Päuschen im Schatten. Das Waschhaus glich einer Festung, ringsrum ist es mit einem Betonwall versehen. Das ist wohl den Elefanten geschuldet, die gerne mal an die Wasserleitungen gehen.
Bevor wir auf Gamedrive gingen, registrierten wir uns im Office, das bei unserer Ankunft nicht besetzt war. Holznachschub besorgten wir auch noch. Wir wollten natürlich noch mal zu den Löwen schauen, leider hatten den gleichen Gedanken auch mindestens 10 Gamedrivefahrzeuge 😵 Mittlerweile hatte die Bande ein Impala gerissen und lag für uns nicht sichtbar im Gebüsch. Der Weg dahin ist off Road – das interessierte die Touroperator natürlich nicht 😕 , uns aber schon. Somit konnten wir keinen Blick mehr auf die Löwen werfen und stellten uns an das nahe Wasserloch, vielleicht würden sie ja Durst bekommen. Das war aber nicht der Fall.
Wir fuhren nach einiger Zeit weiter zur Marabou Pan. Dort hatte es richtig viele Elefanten, die dort an den Wasserlöchern tranken. Ein schönes Bild und noch viel schöner war, außer uns war nur ein anderes Auto da.
Dann mussten wir aber Gummi geben, vor Sonnenuntergang wollten wir wieder zurück sein. Das haben wir auch geschafft. Wir machten ein schönes Feuer, kochten Thunfischnudeln und Gurkensalat.
Wenn nicht in der vermutlich nahen Lodge so ein Lärm gemacht worden wäre, wäre unser Abend noch schöner gewesen – da war Party 😵 Aber der Krach hörte irgendwann auch wieder auf. Wir mussten uns am Feuer wärmen, war es hier in der Gegend doch viel kühler als die letzten Tage.
Enilorac65769 Beiträge · seit 201730. Juni 2024 · #45
Hallo, nun habe ich wieder aufgeholt. Es ist schön mit euch zu reisen und in Erinnerungen zu schwelgen. Vielen Dank dafür! Liebe Grüsse Caroline
2016: Südafrika mit Gardenroute
2018 : Vic Falls, Namibia, Botswana, Mauritius
2020: Kapstadt und Gardenroute
2022: Namibia
2024: Namibia und Südafrika
2026: Namibia und Botswana in Planung :-)
keine Angst - wir leben noch! Seit längerer Zeit war ich nicht mehr im Forum, hab aber heute vormittag den kompletten Bericht in einem Rutsch gelesen. Sagenhaft, was Ihr bisher erlebt habt. Und wieder mal bewahrheitet sich der Spruch, "wenn einer eine Reise tut, dann hat er was zu erzählen"! 🙂
Hoffentlich bekommt Ihr all diese unangenehmen Dinge bald in den Griff! 😕
Bin gespannt, wie´s bei Euch weitergeht.
Herzliche Grüße, der bayern schorsch und die schorschine
pantherThemenstarter1'296 Beiträge · seit 200701. Juli 2024 · #47
@Tom Die Cliffhänger sind fast nicht zu vermeiden 😗 Schön dass ihr dabei seid und wenn alles gut geht sind wir bis Büsnau fertig mit dem Bericht. Wir bleiben dran 🙂
@Caroline Freut uns dass dir unser Bericht gefällt und wir zum in "Erinnerungen schwelgen" beitragen 🙂
@bayern schorsch und schorschine Schön dass ihr dabei seid und liebe Grüße an die Nachbarn und gefühlten Dauerurlaubern 😉 Manchmal löst man ja ein Problem und es wartet das Nächste...mal sehen was noch so passiert 🙂
pantherThemenstarter1'296 Beiträge · seit 200701. Juli 2024 · #48
Freitag, 03.05.2024 Senyati 205 km
Nachts hatte ich gefroren, es war kalt. Es hatte morgens 10°C, Kaffee und Brot gab es im Stehen. Wir waren umringt von Frankolinen und frechen Tokos, die auf ihren Anteil hofften. Vergebens.
Heute fuhren wir nach Kasane, unser Vermieter hatte uns in einer Werkstatt angekündigt um das Kühlschrankproblem zu beheben. Gegen 08:00 Uhr begaben wir uns auf die Piste. Am Gate trugen wir uns bei einer sehr netten Lady ins Register ein. Die Piste war sehr abwechslungsreich – von sehr gut bis sehr ruppig, Bodenwellen machten uns eine Zeitlang echt zu schaffen, das Fahrzeug schaukelte sich immer wieder auf 🤢 Waren wir froh, dieses Teilstück hinter uns lassen zu können. Wir passierten einige Lodges, an Tieren sahen wir eine einzige Roanantilope, die aber sofort Reißaus nahm, als sie uns bemerkte, schade.
Im Örtchen Kachikau war die Piste zu Ende und wir freuten uns auf Teer. Zunächst pumpten wir wieder Luft in die Reifen, beobachtet von einigen Kindern. Was für ein schönes Gefühl war es, wieder ruhig dahin fahren zu können 🙂
Wir fuhren nach Kazungula zu Marios Garage. Im Industriegebiet kamen wir zu einer interessanten Ansammlung von Fahrzeugen, es war aber eine richtige Werkstatt. Mr. Frank, ein sehr ruhiger umsichtiger Mensch, nahm sich sofort unserem Problem an. Es erstaunt uns immer wieder wie aus einer "Hinterhofwerkstatt" die neuesten Messgerät und Werkzeuge auftauchen. Er suchte systematisch und strukturiert und fand den Fehler. Es war die zweite Batterie, dort waren die Anschlüsse vertauscht. Irgendjemand hatte wohl beim Einbau der 2. Batterie den + Pol von der ersten Batterie auf den - Pol der 2. Batterie gelegt. Kein Wunder dass die Sicherung sich direkt verabschiedet 🤩 Ralf kriegte sich nicht mehr ein 😈 🤩 , das ist ein vermeidbarer Fehler und hatte letztendlich zum Kurzschluss geführt.
Der Halter für die Sicherung war so verschmort dass ein neuer Sicherungshalter her musste. Ohne Sicherung lies uns Mr. Frank nicht vom Hof. Mr. Frank telefonierte noch etwas rum, bis er schließlich die gewünschte Sicherung auftreiben konnte. Er fuhr dann auch gleich los, um diese zu holen. Wir unterhielten uns derweil mit dem aus Simbabwe stammenden Shumba (Löwe) er war der Lackierer und hatte wohl gerade keinen Auftrag. „How is Germany“ war seine Frage, die gar nicht so einfach zu beantworten ist. Jedenfalls hatten wir nette Unterhaltung bis dann die Sicherung auch eingebaut war. 1080 Pula betrug die Rechnung, die wir zahlen mussten. Sollte also jemand mal techn. Probleme mit seinem Auto haben, können wir Marios Garage und Mr. Frank absolut empfehlen. Froh, das dieses Thema nun gelöst war, fuhren wir zum Einkaufen, holten noch Geld - wieder war es eine längere Aktion, bis uns ein Automat etwas ausspuckte 😣 Beim einen funktionierte die Tasten nicht richtig, beim nächsten Standen wir ein Weilchen, bis andere Kunden nach x Versuchen eben kein Geld ziehen konnten. Als das auch endlich geschafft war, konnten wir zum Senyati Camp fahren – dort bezogen wir den Stellplatz Nr. 1. Wir rangierten etwas herum, bis endlich die richtige Position gefunden war.
Am Wasserloch war noch nichts los, aber als wir gerade unter die Dusche wollten, kamen die Elefanten zum Trinken. Das konnten wir uns nicht entgehen lassen. Ralf verschwand im Fotobunker, der im Gegensatz zu Früher, allen Gästen zur Verfügung stand.
Die "Hauskatze"
Später gingen wir duschen, machten Feuer für die Grillwurst und ich kochte Maiskolben. Mittlerweile waren eine Menge an Elis zum Trinken gekommen und eine sehr große Herde Büffel. Das war ein tolles Erlebnis 🙂 Die Elefanten kamen zum Teil sehr nah an die Bar, von oben konnten wir das schön beobachten. Wir saßen noch einige Zeit und beobachteten das Treiben.
Morgen gehts dann in den Chobe und auf eine Sundowner-Bootstour...eigentlich 😐
Echt jetzt? Schön wieder ein Cliffhänger? Ihr seid doch echt Schlawiner. Die Fotos sind wieder 1 A....dann aber jetzt zackig weiter schreiben....wir legen das Handy nicht aus der Hand bis es weiter geht 😄 Liebe Grüße, Silvia
pantherThemenstarter1'296 Beiträge · seit 200702. Juli 2024 · #50
@Silvia Die Cliffhänger werden weniger...versprochen 😎 Danke für das Kompliment und ich hoffe du hast dein Handy in der Zwischenzeit mal aus der Hand gelegt...hat doch etwas gedauert bis es weitergeht 😗 😉 Liebe Grüße Ralf
pantherThemenstarter1'296 Beiträge · seit 200702. Juli 2024 · #51
Samstag, 04.05.2024 Senyati 103km
Heute hieß es früh raus, wir wollten in den Chobe Ntl. Park. . Nach einem schnellen Kaffee befuhren wir den Short Cut der am Flughafen vorbei geht, und schreckten dabei eine Hyäne auf. Am Parkeingang war so gut wie nichts los, nur zwei Autos. Da hatten wir etwas anderes befürchtet. Die Eintrittsgebühr war schnell bezahlt und drin waren wir 🙂
Zunächst sahen wir kaum Tiere, dann einige Wasservögel und Kingfisher am Ufer. Es waren kaum Autos unterwegs, auch kaum Touranbieter, das hatten wir anders in Erinnerung 😐
Wir fuhren bis zur Serondela Picknick Site und stiegen dort mit einer Banane in der Hand aus. Ich hatte ungefähr die Hälfte verspeist, als mich von hinten etwas ansprang – eine Meerkatze entriss mir den Rest 🤩 Damit haben wir nicht gerechnet, wohlwissend, dass die Viecher hier auch schon vor 10 Jahren ihr Unwesen trieben. Aber nachdem keine Affen zu sehen waren, hatte ich mir auch nichts dabei gedacht. Sie waren jedenfalls so unglaublich aggressiv, dass wir befürchteten, angegriffen zu werden, da Ralfs Banane noch nicht den Besitzer gewechselt hatte 😈 Schnell wieder ins Auto und weg von hier. Wir fuhren wieder am Ufer des Chobe entlang und sahen eine riesige Büffelherde, die von irgendetwas aufgeschreckt, hektisch den Fluss überquerten. Ein toller Anblick. Allerdings dauerte es dann auch geraume Zeit, bis sie von unserer Fahrspur wieder runter waren, eilig hatten sie es nicht. Da halfen auch Ralfs zaghafte Annäherungsversuche nicht so viel, da waren sie stur. Aber dann machten sie doch Platz für uns und wir fuhren weiter abseits der Hauptstrecke, aber wir konnten nichts Besonderes entdecken.
Zurück auf dem Hauptweg, waren dort die ersten Elefanten des Tages unterwegs. Die Touroperator fuhren den Tieren für unseren Geschmack ganz schön nah auf die Pelle 😐 , aber sie waren tiefenentspannt. Ein Eli kam uns etwas sehr nahe, Ralf legte den Rückwärtsgang ein. Zu nah muss auch nicht sein, man weiß ja nie.
Ein Stück entfernt, lag eine Löwin im Gebüsch, ohne Hinweis hätten wir keine Chance gehabt, sie zu entdecken.
Dann fuhren wir aus dem Park raus, füllten noch etwas unsere Weinvorräte auf und fuhren zurück nach Senyati. Dort gab es eine Brotzeit, bevor wir uns langsam für die Sundowner Bootstour bereit machten. Wir hatten eine Tour in einem nicht allzu großen Boot (14-16 Plätze) bei NKWE gebucht und freuten uns schon auf die Perspektive vom Wasser aus 🙂 Eine Horde Zebramangusten wühlte und grub auf dem sandigen Boden nach Futter, machten auch einen Abstecher in unsere Küche, lustig die kleinen fiependen Gesellen.
Zur Bootstour ließen wir uns abholen, da wir ungern im Dunklen zurück zu Senyati fahren wollten. Der Abholer Douglas war superpünktlich und chauffierte uns nach Kasane zum Bootsanleger 🙂 Ein vollbesetztes Boot wartete auf uns 🤩 Irgendwo waren auch noch zwei freie Plätze - einer ganz vorn, wo aber das große Objektiv eines Gastes lag, und einer irgendwo ganz hinten. 14 erwartungsvolle Augenpaare waren auf uns gerichtet und unsere Laune sank augenblicklich ins Bodenlose 😈 Ganz spontan sagten wir beide: „das haben wir nicht gebucht, da steigen wir nicht ein, da kannst du uns gleich wieder zurückfahren“. Die ganzen Helferlein sind ja meist flexibel und so wurden wir zu einem anderen Boot geleitet. Hier nahmen wir die beiden vorderen Plätze ein und waren ganz zufrieden 🙂 – zunächst 😐 Weitere Gäste kamen an, afrikanische mit viel , um nicht zu sagen sehr viel, Alkohol und einige verschleierte Damen. Kein Thema für uns. Als ich den Gast hinter uns fragte ob ich unsere Getränke in seine Kühlbox stellen durfte, hatte er kein Problem, ließ uns aber wissen, dass wir nochmals das Boot wechseln sollten. Ach ja, uns war das bis dato nicht bekannt 😕 Scheinbar hat man den einheimischen Gästen aber schon gesagt dass wir wieder das Boot verlassen. Wir fuhren also endlich los, legten aber einige Meter weiter wieder an. Wir sollten aussteigen 🤩 Begründung war, dass sie nicht wollten, dass wir mit den viel trinkenden Afrikanern, die sowieso keine Tiere sehen wollten, zusammen fuhren. Mittlerweile war es 15:30 Uhr durch und eigentlich wären wir schon 30min. auf dem Wasser 😮 😵 Ralf platzte dann der Kragen und schimpft 😈 😠 😠 , dass dies echt eine Zeitverschwendung gewesen wäre (mal sanft ausgedrückt) und Douglas uns zurück nach Senyati fahren solle. Alle Versuche, ihn umzustimmen, blieben erfolglos. Auch die angebotene Morgentour für morgen früh zog nicht. Anmerkung Ralf: eine Morgentour ist halt keine Sundownertour und "rumschubsen" lasse ich mich auch nur sehr ungern. Da hilft dann auch die afrikanische Lässigkeit nichts mehr. Da bin ich stur 😉 Douglas war mehr als geknickt und fuhr uns schweigend wieder zurück. Für die Tour hatten wir noch nichts bezahlt, so ein Glück. Natürlich wollten wir den Fahrer und den Transport bezahlen, das schlug Douglas aber kategorisch aus. Er wollte das auf seine Kappe nehmen und es als Entschädigung verstehen. Sollte heute einfach nicht sein 🙁
Wir setzten uns an die Bar, aber auch die Elefanten ließen uns heute im Stich, kein einziger war zu sehen.
Wir hatten Pizza bestellt, aber erst für 19:30 Uhr – also nach Ende der Bootstour 😵 Somit hatten wir noch etwas Zeit. Dann kam wenigstens ein Eli ans Wasserloch, sonst nichts.
Die Pizza schmeckte ganz lecker, dazu einen echt billigen Rotwein aus dem Karton. Eisgekühlt 😄 Dann fiel der Strom aus und die Elefanten kamen. Glück gehabt, ihnen könnten wir ewig zusehen. Der Strom kam auch wieder. Doch noch zufrieden mit einem langen Tag, gingen wir zu Bett.
Learning zur Bootstour: Buche nicht für einen Samstag 😈 und spare nicht bei der Tour...für uns in Zukunft eine Chobe Bootstour nur noch als Privattour 😎 Gut dass wir so eine Tour schon mal früher gemacht haben...und die war echt toll...vielleicht behalten wir es einfach so in Erinnerung 🙂
Moin Ralf und Martina, jetzt muss ich auch mal kurz was schreiben. Wir sind ja vor drei Jahren die Stecke von Khwai über Savuti nach Kasane gefahren, haben auch auf "Paradise" in der Sandkiste gestanden. Danke für die wunderbaren Erinnerungen und die vielen schönen Bilder!
pantherThemenstarter1'296 Beiträge · seit 200703. Juli 2024 · #53
Hallo Martin, "Sandkiste" ist eine wohl treffende Bezeichnung für den Paradise Stellplatz 😁 Wie wir die Reservierung bekommen haben waren wir schon sehr gespannt was denn so paradiesisch ist. Wahrscheinlich der "Sandstrand" mit der netten Aussicht 😎 Schön dass du dabei bist
pantherThemenstarter1'296 Beiträge · seit 200703. Juli 2024 · #54
Sonntag, 05.05.2024 Zambezi Mubala Camp 152 km
Lange hatten wir nicht so gut geschlafen in unserem Dachzelt. Wir standen erst um 07:00 Uhr auf, Eile hatten wir heute keine. So weit war es bis zu unserem nächsten Ziel, dem Zambezi Mubala Camp nicht. Wir frühstückten gemütlich, saßen noch am Wasserloch und drehten eine Runde durch das Camp, wobei wir den Pool besichtigten.
Dann kamen noch zwei Elefanten zum Trinken ans Wasserloch, so dauerte es bis wir loskamen.
Wir fuhren zum Grenzübergang Ngoma Bridge, mussten uns vorher für die Transitstrecke durch den Park registrieren und hielten kurz für einige Hornraben, die wir schon öfter am Straßenrand gesehen hatten.
An der Grenze war alles easy, in Botswana bekamen wir den Ausreisestempel und in Namibia den Einreisestempel – und das alles ohne Formulare, fanden wir gut 🙂 Nur für die Straßengebühr mussten wir ein Formular ausfüllen, das wars auch schon. Gut, dass wir kurz vor einer 20 köpfigen Reisegruppen ankamen, das hätte etwas länger gedauert 😐 Wir fuhren das letzte Stück und bogen Richtung Camp ab. Die Lodge, das Camp inkl. Zeltplatz gehört zu Gondwana. Hier wollten wir mal Camping2go für eine Nacht ausprobieren. Da wir schon gegen Mittag eintrafen, gönnten wir uns noch ein Malawi Shandy auf dem Deck bis unser Zelt bezugsfertig war.
Eine Birdingtour für heute Nachmittag buchten wir gleich auch noch mit – hier hatten wir ja ein gewisses Defizit 😗 Unser Zelt No. 6 lag schön unter hohen Bäumen, in Sichtweite des kleinen Pools. Drumherum standen die anderen Zelte. Mit einer einsamen Campsite war dies natürlich nicht zu vergleichen, aber wir fanden es ganz hübsch. Das Bad war großzügig, Geschirr und Kochutensilien zahlreich und der Gaskocher etwas abenteuerlich. Das gefiel uns 🙂
Gegenüber bezog eine dreiköpfige Damenreisegruppe ihr Zelt und trugen eine Tasche nach der anderen in ihre Behausung. Vermutlich wollten sie länger bleiben. Wir aßen eine Kleinigkeit und fanden uns um 15:00 Uhr wieder auf dem Deck zur Bootstour ein. Mittlerweile waren weitere Gäste eingetroffen, die den Bootstransfer zur Lodge nutzten, die Lodge war nur per Boot zu erreichen. Die Angestellte hatte irrtümlicherweise für uns die Sundowner Tour eingetragen 🤨 , aber das ließ sich kurzerhand aufklären und wir stiegen ins Boot.
Zunächst ging es auf einem Seitenarm zum Sambezi. Wir entdeckten ein paar Vögel, aber nichts Spektakuläres. Dann tuckerten wir in der Mitte des Flusses weiter, sahen einige Hippos und temporäre Behausungen der Rinderhirten auf der Namibiaseite sowie auf der Sambiaseite. Diese werden normalerweise mit dem nächsten Hochwasser davongespült. Irgendwann musste ich schonmal unseren Skipper fragen, wo wir denn noch Vögel finden würden 😗 Alles in allem fanden wir unseren Guide jetzt nicht so sehr bemüht, meist fanden wir die Vögel allein 😉 , nur den Woodland Kingfisher fand er 🙂 Wir tranken Bier und Savanna und knabberten Gebäck und Trockenfleisch.
Auf einer Sandbank konnten wir aussteigen und uns etwas die Füße vertreten. Viele Löffler und Nimmersatte standen hier und flogen weg, als wir uns näherten. Ein schönes Bild, auch mit dem jetzt schöner werdenden Licht.
Mit einem schönen Sonnenuntergang endete die Fahrt. Sie war ok, aber sicher ausbaufähig. Allerdings konnte der Guide nun auch nichts dafür, dass es extrem wenig Federvieh zu sehen gab.
Wir ließen den Abend mit einem Game Steak und ein, zwei Gläsern Wein im Barbereich ausklingen. Los war hier nichts, die Camping- sowie die Zeltgäste blieben wohl lieber für sich und grillten und machten Feuer. Wir genossen noch etwas den lauen Abend bevor wir in unser Zelt verschwanden.
Morgen machen wir uns auf den Weg zur Nambwa Campsite. Es war schon lange unser Herzenswunsch nahe des Horseshoe im Babwata Park zu übernachten. Die neu gestalteten Campsites kommen allerdings nicht bei jedem gut an 😎 Wir waren gespannt.
JohannaHen135 Beiträge · seit 202303. Juli 2024 · #55
Ich springe auch noch gerne auf, habe schon gut aufgeholt 😄 Bin sehr gespannt, wie ihr Nambwa empfunden habt. Wir waren im Juni eine Nacht dort (CS1) und uns hat es sehr gut gefallen 🙂 Vielen Dank für den schönen Bericht!
Champagner8'691 Beiträge · seit 201003. Juli 2024 · #56
Hallo Ihr Zwei,
vielen Dank für die schönen Fotos vom Zambesi - ich finde es dort auch ohne viele Vögel wunderbar, gerade wegen dieser Sandbänke und so. Es ist nochmal ein ganz anderes Flusserlebnis als auf dem Kavango, auf dem Kwando und auf dem Chobe - jeder ist irgendwie anders, deshalb würde ich auch auf jedem fahren, wenn es sich ergibt.
Womit wir beim Thema wären 🤩 😈 😄 :
Ralf, ich wusste gar nicht, dass wir - neben dem Lästern 😎 😗 (Gruß an Martina) - noch einen zweiten, ebenfalls nicht ganz so vorteilhaften Charakterzug gemeinsam haben: Sturheit 🤪 !
Allerdings hätte ich dann bei dem Angebot einer Kompensations-Morning-Boatcruise AUF KEINEN FALL nein gesagt 🤩 , da hätte ich meine Sturheit beiseite geschoben. Morning Cruises sind doch viiiiiel schöner, keine gröhlenden Säufer unterwegs, viel weniger Boote auf dem Wasser, herrliches Licht und ebenso herrliche Luft und wir hatten letztes Mal (allerdings mit einem anderen Anbieter 😉 ), obwohl wir vor allem nach Vögeln geschaut haben, alles was das Herz begehrt: Hippos (naja, mein Herz begehrt die jetzt nicht so, aber sie gehören ja irgendwie dazu), viele Vögel, Crocs, Elefanten beim Crossing und Löwen am Ufer.
Das Thema können wir gerne nächstes Wochenende noch etwas vertiefen 😛 !
Bis dahin ganz liebe Grüße von Bele
P.S. Jetzt aber erstmal Nambwa - an ein paar aussagekräftigen Fotos von der Campsite wäre ich durchaus interessiert, weil ich mir einfach nicht vorstellen kann, dass es so schön wie damals direkt am Fluss sein könnte.
pantherThemenstarter1'296 Beiträge · seit 200704. Juli 2024 · #57
@JohannaHen Schön dass du dabei bist 🙂 Wir waren auf der CS2 und obs uns gefallen hat... wir werden berichten 😎
@Bele Gruß hab ich ausgerichtet 😉 Naja, formulieren wir es mal positiver...wir sind nicht stur, wir sind konsequent 😛 Deine Begeisterung und Schilderung einer Morning Cruise hatte ich kurz im Gedächtnis, bei der Frage allerdings wann die Tour losgehen sollte wurde 8:30 (Abholung) genannt...das ist jetzt nicht unbedingt eine early morning cruise 🙁 Bzgl. Nambwa fehlt uns einfach der Vergleich mit der alten Campsite...die hatten wir früher nur mal als Pausenstopp genutzt
pantherThemenstarter1'296 Beiträge · seit 200704. Juli 2024 · #58
Montag, 06.05.2024 Nambwa CS 2 180km
Beim Frühstück auf unserer Terrasse beobachteten wir die Nachbarn und die gut ausgestatteten Birder, die hier unterwegs waren. Wir hatten Zeit und tranken noch ein Tässchen Kaffee bevor wir abspülten und unsere Sachen wieder verstauten.
Heute ging es nach Nambwa. Wir fuhren nach Katima Mulilo, dies ist das Zentrum der Sambezi Region. Es war jede Menge los auf den Straßen, Menschen und Fahrzeuge. Im Supermarkt stockten wir noch einige Vorräte auf, der Kontrolleur am Ausgang verglich unsere Einkäufe aber ganz genau mit dem Kassenbon 😐 , das hatten wir so auch noch nie.
In Kongola hielten wir am Mashi Craft Center und erstanden noch einen hübschen Elefanten und eine Holzschale. Mit den netten Damen an der Kasse übten wir die Aussprache des Wortes Ndhovu für Elefant – war nicht so leicht für uns 😄 Dann erreichten wir das Office des Babwata Parks wo wir unseren Eintritt bezahlen mussten. Die erblondete freundliche Lady kontrollierte mehrmals ihren Beleg, den sie erstellt hatte, fand noch einige Fehler und lachte sich über sich selbst schlapp, da sie für den Eintritt 5000 Nam$ notiert hatte „sleeping on duty“ war ihr Kommentar dazu 😐 😄
Wir ließen gleich die Luft aus den Reifen, da wir schon einigen Tiefsand in Erinnerung hatten, als wir vor einigen Jahren mal als Tagesgäste hier waren. Die Campsite wurde ja neu errichtet, die Alte musste wegen der Nähe zur hochpreisigen Lodge weichen. Wir wissen von einigen Besuchern, dass dies nicht bei jedem auf Gegenliebe gestoßen ist 😉 Wir machten uns auf die sandige Piste, sahen bald schon die ersten Elefanten und erreichten dann ein kleines Holzhäuschen, die Rezeption. Dort wurden wir freundlich begrüßt aber nicht unbedingt erwartet 😐 Der Mitarbeiter hatte unsere Buchung nicht 😣 und Ralf schickte ihm ein Foto davon. Wir bekamen aber unsere gebuchte private Campsite, sehr großzügig bemessen mit Unterstand, Grillstelle und WC/Dusche. Das Ganze war verziert, dekoriert und gebaut aus unzähligen Plastik-, Bier- und Ginflaschen. Ist vielleicht unnötiger Klimbim, aber insgesamt ganz nett. Uns hat es gefallen 🙂
Wir installierten uns und nahmen ein kleines Mittagessen zu uns. Der Donkey wurde extra früher für uns angeheizt, so dass wir noch unter die Dusche springen konnten, bevor wir einen Gamedrive unternahmen. Wir sahen gleich eine Rappenantilope, die sich aber schnell aus dem Staub machte. Ralf gelang wenigstens ein Beweisfoto von dem schönen Tier.
Wir fuhren zum Horseshoe und setzten uns dort auf die Beobachtungsplattform. Es kamen immer wieder kleine Gruppen von Elefanten zum Trinken, allerdings eher auf der rechten Seite, da war die Sicht von den Bäumen etwas eingeschränkt, da war es dann besser neben dem Auto zu stehen.
Für eine Reisegruppe der Lodge wurde ein kleines Buffet in der Nähe aufgebaut, das war dann aber irgendwann zu viel Gelabere 😠 und wir machten uns auf den Rückweg. Nahe dem Campingplatz stöberten wir eine Herde Elands auf, die sich schnellstens aus dem Staub machten, als wir näher kamen.
Wir zündeten das Holz an und stießen mit einem Gin Tonic zum Sonnenuntergang an. Zu Abend gab es ein Rinderfilet mit Maiskolben und Gemüse.
Im Gras raschelte es und wir hörten irgendwas Gras fressen 😐 Sehen konnten wir aber nichts. Die Impalas in der Nähe machten einen Krach, nebenan vertrieb der Campnachbar die Baboons. Bei uns saß nur ein Exemplar auf dem Baum, trollte sich aber bald wieder. Elefanten konnten wir hören und die Hyänen, die nicht weit entfernt waren. Bei einem Glas Wein lauschten wir noch einige Zeit den tierischen Geräuschen 🙂 Heute Nacht kommt wieder mal die Wildkamera zum Einsatz. Bei den vielen Geräuschen um uns rum sollte ja irgendwas zu sehen sein.
herzlichen Dank für die schönen Bilder vom Horseshoe, einem meiner Lieblingsorte in Namibia. 🙂 Und natürlich auch danke für den ganzen kurzweiligen Reisebericht (mit auch uns nicht unbekanntem Kühlschrankproblem 🤢 )
Viele Grüße Karin
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein.
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Champagner8'691 Beiträge · seit 201004. Juli 2024 · #60
Uijuijui 🤩 , das hier wäre gar nichts für mich:
Honestly: eure Handtücher machen es nicht besser 🤢 😄 😄 😄 !
Dafür sind die Fotos vom Horseshoe seeeehr schön - da kommen alte Erinnerung hoch - auch an unseren "Konsequenten", wie du es so schön nennst, Ralf - in der Truppe 🤪 (Wahrscheinlich krieg ich jetzt Haue nächsten Samstag 😣 ).
Und Ralf: das mit der Rappenantilope üben wir noch, gell? 😐
Bis zum nächsten Kapitel - kichernde Krüße von Kabriele