CarstenSThemenstarter388 Beiträge · seit 201724. Mai 2024 · #42
Donnerstag 23. Mai Heute machten wir eine Rundtour zu den Wasserlöchern Burkea, Tsau, Leeupan und Doringstraat. An den ersten beiden Wasserlöchern arbeiteten wir je fast 2 Stunden, an den beiden anderen gut eine Stunde. Und wieder mal war alles voll mit Elefanten. An Burkea war so früh am Morgen noch nichts los, doch dann kamen drei große Elefantenbullen und tranken wenige Meter von uns entfernt. Bei Leeupan war eine große Menge Elefanten am Wasser, dazu viele Roans. Bei Doringstraat waren weniger da, aber bevor wir aufbrachen, lief eine große Herde wenige Meter von uns entfernt zum Wasserloch, das Auto zwischen ihnen und uns. Wir hatten auf der Plattform gearbeitet und warteten hinter dem Auto, bis die Elefanten vorbei waren. Die waren wegen unserer Nähe aber verunsichert und blieben lange stehen, um zu „sehen“, was denn hier los sei. Dann gab es noch Probleme mit den Solarpanels. Na ja, vielleicht / wahrscheinlich war das Problem schon immer da. Das auf dem Dach lädt schön die Batterie, ich messe ca. -5 Amp die reinkommen. Das externe Panel macht weniger, +3 Amp. Nun ist es aber so, dass wenn ich zusätzlich das externe Panel anschließe, die Spannung der Batterie runter geht, nicht hoch! Die beiden Panels scheinen sich nicht gegenseitig zu unterstützen, zumal bei einem -, beim anderen + Amp gemessen werden. Die Kabel des externen Panels habe ich kontrolliert, alles korrekt angeschlossen, + zu + und – zu -. Beim Panel vom Dach scheint das auch der Fall zu sein. In Khaudum Camp ist einer, der angeblich Elektriker ist. Aber der konnte mir auch nicht weiterhelfen. Werde das wohl irgendwann für viel Geld „in der Stadt“ kontrollieren lassen müssen. Abends im Camp angekommen bewunderten wir den rosa Vollmond.
CarstenSThemenstarter388 Beiträge · seit 201725. Mai 2024 · #43
Freitag 24. Mai Morgens sind wir auf keine Fahrt gegangen, sondern haben durchgearbeitet. Die Nashornvögel kamen vorbei, knabberten an den Knochen vom Braai, fraßen Brotkrümel und attackierten dann ihr Spiegelbild in der Frontschutzscheibe und die Scheibenwischer, so dass ich die Handtücher darüberlegen musste. Viel los war heute nicht im Tal, ein paar Elefanten liefen zum Wasserloch und ein paar Roans standen herum. Ich schrieb meinen Artikle für The Conservation fertig, der morgen wohl zum Einreichen fertig sein sollte. Hier der Anfang: „Evolution does not automatically create happy and healthy individuals, but instead can even cause human suffering, especially if this increases reproductive success. This has been explained in a recently published “Quick Guide to Evolutionary Medicine” (https://doi.org/10.1159/000538294) by an international research team from France and Switzerland.” Um 16:00 gingen wir dann auf eine längere Fahrt, gut zwei Stunden anstatt der 2x1 Stunde pro Tag. Wir fuhren ins obere Omuramba und dieses dann entlang bis zur Grenze nach Botswana, was gut eine Stunde dauerte. Das Gras war teilweise sehr hoch und ich werde wieder unters Auto krabbeln müssen, um es zu entfernen. Die Grenze besteht aus vier Grenzzäunen. Für die Elefanten wohl kein Problem aber warum man das andere Wild von seinen Wanderungen abhalten will, ist mir ein Rätsel. Am Omuramba sahen wir wieder Hornraben, was uns sehr freute. Sowie eine recht große Elanherde, fast 50 Tiere. Besonders war ein Schwarzrückenfalke. Auf dem Rückweg sahen wir dann noch vier Löwen: Eine Löwin mit Halssender sowie drei Jugendliche. Zurück im Camp bestaunten wir noch den Mondaufgang. Der Mond war beim Aufgehen Blutrot, sehr beeindruckend. Dann kamen die letzten Schweinekoteletts aus dem Gefrierer auf den Braai. Jetzt sind nur noch Steaks da, für den letzten Braai in Khaudum.
CarstenSThemenstarter388 Beiträge · seit 201725. Mai 2024 · #44
Samstag 25. Mai Wir sind heute erst um 7:00 aufgewacht. Keine Ahnung warum! Der Himmel war zum ersten Mal bedeckt. Wir haben Frühsport gemacht und sind dann mit heißem Kaffee für eine Stunde losgefahren, denn mein Hirn war noch nicht bereit zum Arbeiten. Wir sind wieder zu dem oberen Omuramba gefahren, wo wir gestern die Löwen gesehen hatten. Waren heute natürlich nicht da. Also zurück. Als wir im unteren Omuramba waren, sahen wir aber die Löwin mit dem Sender. Sie kam aus Richtung des Wasserloches. Wir sahen sie dann sogar sehr nahe, wie sie die Straße überquerte, die Richtung Süden nach Doringstraat führt. Als wir diese Straße etwas weiterfuhren, um bessere Sicht zu haben, sahen wir auch die jungen Löwen: Erst zwei beim Sonnen, dann kamen nochmals zwei aus dem Wald, und dann noch einer. Die Löwin hat also fünf Jährlinge bei sich! Zurück im Camp machten die Nashornvögel wieder Ärger am Auto. Die Arbeit ging gut voran. Mittags machte ich Korrekturen an Lindelanis neuem Paper. Das kommt nun wirklich gut und ich bin sicher, ein gutes Journal wird es publizieren. Mein Antrag macht auch Fortschritte und abends habe ich den Artikel zu The Conversation geschickt. Auf den Nachmittagsfahrt sahen wir herrlich eine Herde von fast 20 Giraffen. Und natürlich viele Elefanten am Wasserloch!
CarstenSThemenstarter388 Beiträge · seit 201726. Mai 2024 · #45
Sonntag 26. Mai Früh losgefahren, um bei den Wasserlöchern zu arbeiten: Doringstraat, Leeupan, Tsau, Doringstraat. Volltreffer war heute Doringstraat: Ein Elefantenbulle stand schön am Wasser. Gerade, als wir uns an die Computer setzten, brüllte nicht weit weg ein Löwe. War wohl gerade am Wasser gewesen und lief jetzt weg? 10 Minuten später brüllte er wieder, diesmal näher, 5 Minuten später noch näher. Von der Plattform aus konnten wir ihn aber nicht sehen, obwohl er sicher in dem Gestrüpp hinter dem Wasserloch saß. Nochmals 10 Minuten später brüllte er wieder, hatte sich aber nicht weiter bewegt. Zu Sehen bekamen wir ihn nicht. Khaudum Löwen sind scheu und er kam sicher erst, als wir weg waren. Trotzdem lief uns beim Schreiben ein angenehmer Schauer über den Rücken. In der Zwischenzeit kam ein Schwarm Papageien zum Wasserloch zum Trinken. Dann kam auch noch eine Familie Hornraben vorbei. Aber absoluter Höhepunkt war der Kampf zweier Elefantenbullen 100 Meter von uns entfernt. Die Kolosse krachten aufeinander und schoben einander weg. Das Video dazu gibt es hier: https://www.facebook.com/lindelani.l.singo/videos/999758658271409?idorvanity=645441372178368 Bei Leeupan war hingegen heute wenig los. Nun gut, ein paar Ellis liefen an uns vorbei, während wir arbeiteten. Dafür war bei Tsau viel los: Arbeiter säuberten das Wasserloch! Als sie weg waren, waren wie sofort eine Elefantenherde da. Wir hatten die gar nicht kommen sehen. Auch Roans kamen bald herbei. Und ich wurde hier mit meiner schriftlichen Arbeit fertig, nicht nur mein Tagesziel, sogar das für morgen. Da die Arbeiter weiter nach Burkea gingen, gingen wir nicht wie geplant dorthin, sondern zurück nach Doringstraat. Da wir mit Schreiben fertig waren lasen wir hier 45 Minuten im Beisein einer schönen Elefantenherde und Roans, die wie in einem Gemälde ums Wasserloch herumstanden. Zurück im Camp um 16:00. Campinggefrierer gereinigt: Heute wird das letzte Fleisch gegrillt. Auch sonst gehen die Vorräte zu neige: Seit gestern ist das 1kg Nutellaglas leer, morgen wird die Milch alle. Aber zum Essen und Trinken ist noch genug da, u.a. Reis, Nudeln, und 5 Tafel Ritter Sport. Reicht also bis Dienstagnachmittag, wenn wir in Tsumkwe sein werden.
CarstenSThemenstarter388 Beiträge · seit 201727. Mai 2024 · #46
Montag 27. Mai Mitten in der Nacht aufgewacht. Ein riesiger Elefantenbulle stand mitten Camp, 10 Meter vom Auto entfernt. Er hatte vom Baum gefressen und unsere Tische mit Blättern beregnet. Als er uns bemerkte, machte er sich langsam aber krachend in die Büsche. Ich war zu müde, um Fotos zu machen, nutzte es dann aber für eine Pinkelpause. Blick auf die Uhr: Es war 21:50! Wir waren wohl schon im ersten Tiefschlaf, dass wir dachten, es wäre mitten in der Nacht. Um 4:00 wieder geweckt, diesmal von „unserem“ Stachelschwein. Ich hatte der Wüstenrennmaus eine alte Mandarine hingelegt und daneben die Fotofalle. Jetzt fraß das Stachelschwein die Mandarine. Als es uns bemerkte, entfernte es sich erst, kam dann aber zurück, und fiel tatsächlich neben den Camp in einen Schlaf! Um 6:00 dann normal aufgestanden. Frühsport, Kaffee, Morgenfahr, um der Kälte zu entkommen. Morgens sind es nun nur noch 10 Grad und die Finger kalt. Im Morgengrauen sahen wir schön eine Gnuherde in der Ebene, Strauße, Roans, Kudus und natürlich Elefanten. Tagsüber im Camp gearbeitet. Viele Tiere zogen zum Wasserloch, zahlreiche Roans, die Gnus, und Elefanten. Um 16:00 Uhr dann nochmals den oberen Omuramba langgefahren. Wieder die Hornraben gesehen und viele Elands. 18:00 zurück im Camp und langsam zusammengepackt.
CarstenSThemenstarter388 Beiträge · seit 201727. Mai 2024 · #47
Montag 27. Mai Mitten in der Nacht aufgewacht. Ein riesiger Elefantenbulle stand mitten Camp, 10 Meter vom Auto entfernt. Er hatte vom Baum gefressen und unsere Tische mit Blättern beregnet. Als er uns bemerkte, machte er sich langsam aber krachend in die Büsche. Ich war zu müde, um Fotos zu machen, nutzte es dann aber für eine Pinkelpause. Blick auf die Uhr: Es war 21:50! Wir waren wohl schon im ersten Tiefschlaf, dass wir dachten, es wäre mitten in der Nacht. Um 4:00 wieder geweckt, diesmal von „unserem“ Stachelschwein. Ich hatte der Wüstenrennmaus eine alte Mandarine hingelegt und daneben die Fotofalle. Jetzt fraß das Stachelschwein die Mandarine. Als es uns bemerkte, entfernte es sich erst, kam dann aber zurück, und fiel tatsächlich neben den Camp in einen Schlaf! Um 6:00 dann normal aufgestanden. Frühsport, Kaffee, Morgenfahr, um der Kälte zu entkommen. Morgens sind es nun nur noch 10 Grad und die Finger kalt. Im Morgengrauen sahen wir schön eine Gnuherde in der Ebene, Strauße, Roans, Kudus und natürlich Elefanten. Tagsüber im Camp gearbeitet. Viele Tiere zogen zum Wasserloch, zahlreiche Roans, die Gnus, und Elefanten. Um 16:00 Uhr dann nochmals den oberen Omuramba langgefahren. Wieder die Hornraben gesehen und viele Elands. 18:00 zurück im Camp und langsam zusammengepackt.
CarstenSThemenstarter388 Beiträge · seit 201731. Mai 2024 · #48
Dienstag 28. Mai Nachts brüllten die Löwen zum Abschied. Das Camp war schnell abgebaut und alles im Auto verstaubt. Um 6:45 aufgebrochen. Heute verlassen wir Khaudum, nach 2x9 Tagen! An Doringstraat und Leeupan vorbei, wo so früh nichts los war, in den unteren Omuramba. Bei Tari Kora war auch nichts los, außer den Arbeitern, die das Wasserloch sauber machten und hier campten. Dussi gab es nur einen laut brummenden und stinkenden Dieselgenerator, der das Wasser pumpte, und alle Tiere vertrieb, einschließlich uns. Aber bei Omuramba und bei i Tsoanafontein war es schön, viel Wild am Kommen und Gehen, neben Elefanten auch eine Herde Elans. Bei beiden Wasserlöchern arbeiteten wir je 1,5 Stunden. Immerhin gab es für uns am letzten Tag noch drei Säuger zu sehen, die wir bisher nicht zu Gesicht bekommen hatten: Zwischen Tari Kora und Dussi eine Herde Impalas, und noch einmal eine bei Tsoanafontein. Und endlich eine Tüpfelhyäne bei Omuramba, die ganz lässig zwischen einer Elefantenherde hindurchlief. Und schließlich eine Gruppe Zebramangusten auf dem Weg nach Tsoanafontein. Während ich sonst bei jedem Besuch in Khaudum Impalas gesehen hatte, und häufig Hyänen, war es zum allerersten Mal, dass ich hier überhaupt Zebramangusten gesehen habe. Um 16:00 waren wir wieder bei unserem großen Baobab in Nyae Nyae, für unsere letzte Nacht hier. Von den Buschmännern bekam ich meine kleine Grillzange zurück, die ich das letzte Mal her vergessen hatte. Es wäre ein ruhiger Abend gewesen, hätte ich nicht eine Email bekommen, mit den Reviews meines letzten großen Forschungsantrages an den französischen ANR: Zwei Referees vollkommen positiv vom Antrag überzeugt, ein dritter auch, aber mit zusätzlichen Fragen, der vierte etwas kritischer, aber nichts Schlimmes. Nun habe ich 5 Tage Zeit, dazu eine Antwort zu schreiben, und im Juli werden wir dann das Endergebnis bekommen, ob es gereicht hat, oder ob andere Proposals besser waren. Da das Forschungsbudget dieses Jahr zum wiederholten Male gekürzt wurde, und nur 8% der Anträge Gelder bekommen, sind die Aussichten aber nicht so gut.
CarstenSThemenstarter388 Beiträge · seit 201701. Juni 2024 · #49
Mittwoch 29. Mai
Eigentlich wollten wir heute Morgen noch 2 Stunden beim Baobab schreiben, aber da mir nach drei Emails fast die Finger abfroren, fuhren wir um 7:00 Uhr los. Es ging durchs Buschmanndorf Richtung C44. Diese Strecke war sehr schön, es gab viele tolle Baobabs zu sehen. Neben der C44 auch noch, dabei einige kleinere. Nach einer Stunde waren wir in Gam und durch zwei Veterinärzäune durch, wo man uns aber nicht wirklich kontrolliert hat. Wir hatten beschlossen, anstatt über die B Straßen (Grootfontein, Windhoek) die Gravel Roads für den Rückweg zu nehmen. Die C44 von Tsumkwe bis Gobabis ist wirklich sehr gut zu fahren. Landschaftlich schön ist sie aber nur am Anfang. Ansonsten ist das Kungfeld einfach Buschland. Laut Karte ging es dann ab Epukito durch die Omaheke, die berüchtigte Wüste ohne Wasserlöcher, in welche von Trotha die besiegten Hereros gescheucht hatte, um sie im ersten Völkermord des 20. Jahrhunderts dort verrecken zu lassen. Aber auch hier war vor allem dichtes Buschland, wahrscheinlich wird es weiter Osten freier? Kurz nach 12:00 kamen wir in Gobabis an, und aßen erstmal Burger mir Chips beim Wimpy. Schmeckte schrecklich, wir waren wohl nicht ausgehungert genug, dass wir dieses Fast Food genießen konnten.
15:30 waren wir dann in Aranos. Die Straße hierher war landschaftlich reizvoller, der rote Sand der Kalahari und die Akaziensavanne sind eben eine Augenweide. Springböcke, Erdhörnchen und Mangusten neben der Straße machten die Fahrt interessant. Unterkunft fanden wir auf der Farm Kalahariland. Campingplatz gibt es keinen, aber für 200 Rand durften wir wild in den Dünen der Kalahari campen. Also Tisch raus und noch zwei Stunden geschrieben, bevor die Sonne unter und der Tag zu Ende ging. Der Platz ist ruhig und schön. Nachts wurden wir durch den herrlich klaren Kalaharihimmel belohnt!
CarstenSThemenstarter388 Beiträge · seit 201702. Juni 2024 · #50
Donnerstag 30. Mai bis Montag 3. Juni Von Aranos über Mariental nach Keetmanshop ging es danach problemlos über die Grenze. Dort erwartetet uns der erste Wintersturm des Jahres mit dem typischen leichten aber beständigen Regen von Namaqualand. 16:00 waren wir in Springbok: Spar, Checkers, Nandos. Um 18:00 an der Forschungsstation, um 19:00 war das Auto leergeräumt. War es im Mai bisher viel zu heiß gewesen, war der Winter nun da. Samstag und Sonntagmorgen hatte es Frost bei sehr klarem blauem Himmel. Nachts sah man herrlich die Milchstraße. Nirgendwo sieht man den Sternenhimmel besser als in Namaqualand, nicht mal in der Kalahari. Wir verbrachten drei Tag an der Forschungsstation. Ich hatte ein großes Meeting mit den drei Research Assistants am Freitagnachmittag, Samstag dann individuelle Meetings. Die Lage ist etwas angespannt, weil eine Neue starke Probleme hat, sich an die Situation und das Leben hier anzupassen. Dass sie gleichzeitig das Rauchen aufgehört hat und alle anmault, macht es nicht besser. Wir, Lindelani und mich mitgezählt, sind vier Introvertierte, während sie mehr spricht, als wir alle zusammen. Und alles kommentiert! Na ja, sie braucht das wahrscheinlich, aber wir brauchen ihre Meinung nicht sondern meinen, sie sollte erstmal zuhören und zusehen. Mal sehn, wie sich die Situation entwickelt. Freitagmorgen war ich noch 2 Stunden bei ABSA, mit meiner neuen temporären Aufenthaltsgenehmigung. Hoffe, dass nun endlich meine FICA geklärt ist. Ansonsten haben wir es genossen, im eigenen richtigen Bett zu schlafen und auch das Arbeiten, ohne Wetter und Sand ausgesetzt zu sein, war angenehm, das Starlink Internet besser als alles, was wir auf der Reise gehabt hatten. So konnten wir noch alle Ausstehende fertig stellen, ich die Überarbeitung meines Antrages und zahlreiche Emails, Lindelani ihren eigenen Artikel für The Conversation, und ihren wissenschaftlichen Artikel. Morgen früh geht es nach Kapstadt, abends gehen unsere Flieger. Lindelani geht 2 Monate nach Frankreich, ich 3,5 Monate. Dann wieder an die Forschungsstation in Namaqualand, dann eine Konferenz in Melbourne, danach 3 Wochen Rundreise Tasmanien, wieder Forschungsstation und Mitte November zurück nach Deutschland.
CarstenSThemenstarter388 Beiträge · seit 201702. Juni 2024 · #51
Fazit Das Writing Retreat ware eine Super Idee! Ich war produktiver sowohl was Quantität als auch Qualität betrifft, als ich es in Frankreich (Arbeitsort) / Deutschland (Wohnort, 40min per Fahrrad vom Institut entfernt) gewesen wäre. Und das bei sehr viel besserer, stressfreier Atmosphäre. Es war definitiv einer der besten Monate meines Lebens! Und definitiv nicht das letzte Writing Retreat. Gerne werde ich wieder nach Khaudum kommen, vielleicht einen Monat früher. Die Jahreszeit war ideal, ohne Regen, mit viel Tieren, nicht zu kalt und nicht zu heiß. Wobei die Tage etwas kurz waren. September / Oktober wäre auch eine gute Jahreszeit, aber dann ist an der Forschungsstation Hochsaison, da Fortpflanzungssaison unserer Studientiere im Frühling von Namaqualand (Winterregen). Der Vorteil von Khaudum ist: • Ständig Internet, wenn auch nicht gut. Z.B. in Mokala und Kgalagadi ist das nicht der Fall. • Herrliche Aussicht vom Arbeitsort und keine anderen Leute. Was im Krüger nicht der Fall ist. Aber eventuell wird es nächstes Jahr so aussehen: 6 Tage Zambezi Nationalpark, 6 Tage Bwabwata, 6 Tage Khaudum, 3 Tage Nyae Nyae, und davor / dazwischen / danach einige Tage. Nur habe ich gesehen, dass Zambezi Nationalpark in Zimbabwe inzwischen sehr teuer ist. Nun, wir werden sehen.
freshy3'883 Beiträge · seit 201103. Juni 2024 · #52
Hallo Carsten, vielen Dank für deine spannende Berichterstattung. Dass ich dich um deinen Arbeitsplatz beneide, schrieb ich schon. Dir und Lindelani wünsche ich, dass eure Arbeit erfolgreich ist und bleibt, und du uns wieder einmal daran teilhaben lässt.
Hallo Carsten, vielen Dank für deinen außergewöhnlichen Bericht über euren Arbeitsaufenthalt im Khaudum und an den Nyae Nyae Pans. Ich habe euch und eure Erlebnisse mit Begeisterung und Sehnsucht verfolgt. Du hast mir geholfen, die Zeit bis zum nächsten Aufenthalt im Buschmannland / Khaudum zu verkürzen. Ende August werden wir uns wieder 8 Tage lang in der Region aufhalten. Erstaunlich, dass ihr mit eurer Aufenthaltsdauer den Rekord führt, wir halten den davor mit 5 Tagen im April d.J. Es grüßt euch mahango