Digital Nomad in Khaudum

52 Antworten · 6'608 Aufrufe · gestartet 03. Mai 2024 von CarstenS
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Themenstarter388 Beiträge · seit 201714. Mai 2024 · #21
Montag 13. Mai
Heut Morgen um 4:00 hatten wir unerwarteten Besuch.
Es raschelte im Camp.
Ich hielt mit der Stirnlampe darauf, konnte aber erst nichts erkennen. Lindelani, die nun auch wach war, meinte, das wäre eine Hyäne, die da an der Kühltasche rumzieht.
Na ja, meistens sind es ja Hyänen, die so was machen.
Ich war immer noch im Halbschlaf und konnte immer noch nichts erkennen, bis Lindelani dann doch die richtige Identifizierung gelang:
Ein Stachelschwein!
War es der Duft der Erdbeermarmelade oder der Nutella in der Kühltasche, der es angezogen hatte?
Lindelani war ganz aus dem Häuschen. Seit ich sie kenne, hat sie nur einen Wunsch: Einmal ein Stachelschwein zu sehen! Bei uns im Goegap Nature Reserve kommen die vor, aber außer ein paar Stacheln beim Wandern hat Lindelani von denen noch nichts gesehen. Und obwohl wir regelmäßig Nachtfahrten machen, habe ich in 20 Jahren nur 3x eines gesehen, das letzte Mal mindestens vor 15 Jahren. Und in den letzten drei Jahren hat nur 1x ein Student eines gesehen.
Nun hatte Lindelani also ihr Stachelschwein, und wir sahen es auch wirklich gut. Aber es war scheu, spreizte die Stacheln, und war dann bald weg.
Nun hörten wir noch in der Ferne die Hyänen heulen, bevor wir wieder einschliefen.
Um 5:30 aufgestanden, dann Frühsport, Kaffee, Computer an. Dann brüllten die Löwen am Wasserloch. Also eingepackt und dorthin gefahren. Sie waren aber schon im Abmarsch, aber immerhin haben wir sie nochmals gesehen.
Der Rest des Tages verlief nach Programm ohne weitere Sehenswürdigkeiten. Aber wir kamen mit der Arbeit gut voran. Ich bekam die erste Fassung der 5 seitigen Kurzfassung meines Proposals fertig, Lindelani die Einleitung ihres nächsten Papers.

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Themenstarter388 Beiträge · seit 201715. Mai 2024 · #22
Dienstag 14. Mai
Gestern machten wir es etwas anders. Im Morgengrauen losgefahren, nach gut einer halben Stunde beim Wasserloch Doringstraat, dort 2 Stunden geschrieben, dann 30min weiter zum Wasserloch Leeupan, dort 2 ½ Stunden geschrieben, dann 30min zum Wasserloch Tsau, dort wieder 2 Stunden geschrieben, dann 1 Stunde Heimfahrt, und im Camp Emails bearbeitet und gelesen.
Mir hat diese Art zu arbeiten sehr gut gefallen. Mehr als zwei Stunden kann man sich eh nicht konzentrieren, dann sind 30 Minuten Ablenkung beim Weiterfahren sehr gut. Zumal man in den 0 Minuten natürlich überdenkt, was man gerade geschrieben hat, und dann neue Ideen bekommt, die am nächsten Wasserloch eingearbeitet wetden. Und an jedem Wasserloch gab es genug zum Sehen, für kurze Pausen. Bei Doringstraat wieder die Papageien, bei Leeupan Elefanten, Fischadler, und Warzenschweine, bei Tsau Elefanten und Roans. Und inzwischen sind wir so routiniert, dass Tisch, Solarpanels, und Laptops aufbauen wenige Minuten dauert. Hinten im Cruiser steht dann der Wasserkocher für Kaffee, und Brote mit Nutella sind auch schnell gemacht.
Die Aussicht war natürlich hervorragend, aber es gab keine speziellen Highlights. Bei Leeupan kamen die Elefanten heute von einer anderen Richtung, liefen also nicht direkt bei uns vorbei, und auch die große Herde bei Tsau kam von weit weg. Lediglich ein kleiner Bulle stand dort plötzlich direkt neben uns, er war so leise herangelaufen. Erschrocken lachten wir auf, und erschrocken mit eingezogenem Schwanz rannte er vor unseren Urlauten davon.
Die Arbeit ging auch voran. Ich überarbeitet die erste (schreckliche) Fassung meines Proposals, Lindelani machte die erste Fassung einer Einleitung fertig und überarbeitete eine andere.

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zuletzt bearbeitet 15. Mai 2024
Themenstarter388 Beiträge · seit 201716. Mai 2024 · #23
Mittwoch 15. Mai
Am Abend davor waren die Löwen brüllend am Camp unten im Tal vorbeigelaufen. Auf der Morgenfahrt nichts gesehen, keine Löwen am Wasserloch, auch sonst nichts Besonderes. Den Tag im Camp verbracht mit Schreiben. Heute kamen die Nashornvögel vorbei. Ansonsten nichts Aufregendes, aber guter Fortschritt bei der Arbeit. Zum Essen machte ich heute Pizza auf den Kohlen.

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Um 16:30 etwas früher als sonst auf den abendlichen Game Drive. Wieder links das Omuramba entlang, dann durch die Hügel zum parallel dazu verlaufende Omuramba. Wie am Morgen, und wieder nichts zu sehen. Dann doch, eine Löwin sonnt sich in der Mitte des Omuramba auf dem weißen Grund. Wir bleiben einige Zeit bei ihr. Sie steht immer wieder auf und läuft ein paar Meter, auch ruft sie nach ihren Rudelgenossen. Aber außer ihr bekommen wir niemand zu sehen.

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Auf der Rückfahrt dann noch eine schöne Gruppe Giraffen.

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Heute ist der Sonnenuntergang besonders schön und wir bekommen herrliche Bilder mit Elefanten. Auf dem Weg zum Camp, wo wir immer „den Hintereingang“ nehmen, d.h. nicht die direkte Route sondern erstmal unten am Camp vorbeifahren um dann von Westen her hochzufahren, um den Sonnenuntergang genießen zu können, sind drei Elefantenbullen unterwegs. Denen passt mein Land Cruiser nicht und der hintere Trompetet uns böse an, spreizt die Ohren und macht bedrohlich ein paar Schritte auf uns zu. Aber als ich den Motor aufheulen lasse, überlegt er es sich. Langsam fahren wir den Herren unterwegs, bis sich das Tal weiter öffnet und wir an ihnen vorbei können.
Wenige Minuten später im Camp haben wir Besuch: Drei Elefantendamen fressen das Gestrüpp um unser Camp herum. Diese sind deutlich relaxter als die Herren und fressen ruhig weiter, als wir ankommen. Bis es dunkelwird beobachten wir die drei, die wir noch lange hören, wie sie im Gebüsch umherrascheln. Irgendwann sind sie weg, und um 4 Uhr morgens fangen wieder die Löwen an, unten im Tal zu Brüllen.

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zuletzt bearbeitet 16. Mai 2024
49 Beiträge · seit 201916. Mai 2024 · #24
Hallo Carsten,
mit Begeisterung bin ich bei deinem Bericht dabei! Khaudum und Nyae Nyae wäre für mich auch der Traum fürs Home Office gewesen, ihr macht es richtig!!!!
Uns hat vor 27 Jahren das Afrikafieber gepackt, in den letzten Jahren sind wir mehrfach im Buschmannland um Tsumkwe und im südlichen Teil vom Khaudum unterwegs gewesen. Uns fasziniert neben der relativ unberührten Natur insbesondere die Ruhe.

Da du dich gefragt hattest, was wohl aus den von dir vor einiger Zeit gesichteten Hippos geworden ist, meine Rückmeldung:
Wir waren im übrigen am 20.03.2024 in den Nyae Nyae Pans unterwegs, haben den Pool mit den Hippos besucht. Es war eine Gruppe von ausgewachsenen Tieren mit mindestens 2 Babys vor Ort, als Krönung stand am Rande des Pools ein einsamer Flamingo.
Im Khaudum waren wir verblüfft -wie ihr auch- dass es derartig trocken war, es war kein Unterschied zu unserem letzten Besuch im August letzten Jahres.
Wir haben 5 Nächte in Sikereti zugebracht, hatten regelmäßige Besuche von Elefanten im Camp, in der Region waren 2 Rudel wild dogs unterwegs.
Ich freue mich auf deine weiteren Berichte, habt noch einen wunderschönen Aufenthalt.
Es grüßt
mahango
Themenstarter388 Beiträge · seit 201716. Mai 2024 · #25
Hallo Mahango,

wo war denn der Hippo Pool im März?
Im Oktober 2022 waren die Hippos in der großen Pfanne neben einem Buschmanndorf, das am Boabab Trail liegt, also vor der großen Nyae Nyae Pfanne (ist ein paar km dorthin). Jetzt waren aber diese Pfanne und die große Nyae Nyae Pfanne total ausgetrocknet.

Wir fahren morgen nochmals für 3 Tage runter, zum Tanken und Brot kaufen, und ich werde dann vor Ort auch nochmals nachfragen.

Was kannst du denn im Buschmannland empfehlen?

Bist Du schon die Route Tsumkwe - Gams - Windhoek gefahren und hat die Strecke Reiz? Bin bisher immer nur über Grootfontein gefahren, aber für den Rückweg überlege ich,dem Navi zu folgen, dass mich ins Hinterland über Gams führen will.
zuletzt bearbeitet 16. Mai 2024
Themenstarter388 Beiträge · seit 201716. Mai 2024 · #26
Donnerstag 16. Mai
Mal wirklich wieder fantastische Aussicht von unserem Field Office in Khaudum Camp runter ins Tal. Am Morgen wandern zwei Elefantenbullen zum Wasserloch, gefolgt von einer großen Herde von ca. 30 Roans, gefolgt von über 100 Gnus in 2-3 Herden. Diese Tierwanderungen zu sehen während man arbeitet ist unbeschreiblich.
Auch im Camp selber war heute Morgen etwas los. Ein Schwarm Papageien kam uns besuchen und verbrachte eine gute Stunde in den Bäumen um uns herum.
Manchmal denke ich, anstatt einen Antrag für ein großes fünfjährige Forschungsprojekt zu schreiben, was dann für viele Jahre viel Arbeit und Stress ist, sollte ich besser jedes Jahr wieder hierher kommen, für einen Monat oder gar zwei, und einfach nur lesen und Artikel schreiben.
Dann passierte heute eine der zwei Sachen, vor denen ich mich am meisten gefürchtet habe. Es war nicht eine kaputte Kupplung. Es war Kaffee ausgeschüttet über den Laptop, als ich den Tisch in den Schatten schob. Vor 4 Jahren war mir dadurch ein Laptop kaputt gegangen. Aber man lern ja dazu: Jetzt ist der Laptop dagegen versichert. Nur bringt mir das hier nichts!
Es war nicht zu viel Kaffee, ich wischte sogleich so viel wie möglich weg, stellte den Laptop auf den Kopf, dass der Kaffee nicht in die Elektronik reinfließt, dann gelang es mir auch endlich, ihn auszuschalten. Aufgeklappt auf dem Kopf stehend stand er da zum Trocknen.
Gut 30 Minuten später machte ich ihn an, und er lief.
Keine Stunde später war er plötzlich aus. Schwarz! Doch kaputt oder Batterie alle? Stromanschluss kontrolliert. Er geht nicht an. Versuch es nochmals, nochmals, nochmals. Nichts.
Scheiße.
Es war 11:45 und wir wollten heute Nachmittag an Leeupan und Tsau schreiben. Ich lies den Laptop da, und wir fuhren los. Fühlte mich gar nicht gut. So ein Scheiß! Wir machten Pläne: Ab jetzt arbeite ich an Lindelanis Computer 5-7, sie 7-9, ich bin 9-11 …..(Meine Dateien sind ja zum Glück alle in der Cloud und wir haben hier Internet).
Bei Doringstraat angekommen, wo wir außer Papageien nichts bisher gesehen hatten, war alles voller Elefanten. Ich zählte 112. Also blieben wir hier, auf der Plattform. Lindelani arbeitete an ihrem Computer, ich las wichtige Literatur, die ich mir mitgebracht hatte. Einige Elefanten kamen immer näher, schienen mein Auto nicht zu mögen. Aber ich konnte sie vom Auto durch Zurufen wegjagen. Dann kam noch ein mächtiger Elefantenbulle, der doppelt so groß war wie die jungen Weibchen, die es ihm angetan hatten-
Nach zwei Stunden fuhren wir zurück. Ich hatte keine Lust, zu den anderen Wasserlöchern zu fahren. Wir waren also um 15:00 zurück im Camp. Ich schloss meinen Laptop an den Strom an – falls es die Batterie war - und arbeitete erst Mal 20 Minuten am Auto.
Dann drückte ich den On Button.
Und der Laptop fuhr hoch, als wäre nichts gewesen.
Ich schaute die Batterieanzeige an: 100%. Es war also NICHT die Batterie, sondern wohl der Kaffee das Problem gewesen.
Ob der Laptop jetzt die Reise hält, oder bald den Geist aufgibt, wird sich zeigen.
Auf jeden Fall arbeitete ich erleichtert eine Stunde lang. Dann wurde es schmutzig: Ich kroch unter das Auto und entfernte Gras. Dann säuberten wir den Radiator und brachten das Seed Net besser an als zuvor, dichter am Motor. Duschen, Camp aufräumen, Spaghetti mit Sardinen und Tomatensoße.
Während ich den Bericht schreibe, ist es hier schon dunkel, und im Tal brülle wieder die Löwen. Morgen Früh werden wir Khaudum verlassen, um in Tsumkwe Brot zu kaufen und zu tanken. Wobei wir eigentlich noch genug Diesel haben, der Tank (2*90 Liter) ist noch zu über einem Viertel voll, und wir haben ja auch noch die 25 Liter im Kanister.
Wir waren jetzt 8 Nächte da. Montag Früh soll es dann zurück gehen, dann sogar für neun Nächte.
Themenstarter388 Beiträge · seit 201717. Mai 2024 · #27
Hier noch ein paat Bilder von gestern

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49 Beiträge · seit 201917. Mai 2024 · #28
Hallo Carsten,
die Hippos waren in einem der permanenten Wasserlöchern, keine Baobabs im Umfeld. Genauere Beschreibung kann ich spontan leider nicht geben...
Über Gam sind wir bisher nicht gefahren, das passte nie zu unseren Routen.
Im Buschmannland begeistern uns insbesondere die Nyae Nyae pans, das Nhoma Safari Camp als Standort. Leider ist Tsumkwe und der dortige general dealer mittlerweile ziemlich abschreckend, wir erlebten ganz agressive Bettelei der Buschmänner/frauen, der Alkoholmissbrauch scheint ein ganz großes Problem darzustellen.
Sehnsüchtige Grüße von
mahango
Themenstarter388 Beiträge · seit 201717. Mai 2024 · #29
Freitag 17. Mai
Diesmal verspätet: Das Stachelschwein kam um 5:00 anstatt um 4:00. Freudig fraß es den bereitgestellten etwas fauligen Apfel.
Um 6:45 verließen wir Khaudum Camp Richtung Tsumkwe. Doringstraat und Leeupan war so früh nichts los. Aber der Höhepunkt des Tages kam zwischen Leeupan und Tari Kora.
Heute war Wiedehopftag! Wir hatten hier bereits vorher häufig kleine Schwärme des afrikanischen Wiedehopfs gesehen, der etwas kleiner ist, als unser deutscher (den ich erfreulicher Weise bereits mehrmals am Kaiserstuhl sehen konnte). Aber heute gelangen endlich auch ein paar Fotos der scheuen Vögel (sorry, auf der richtigen Kamera; hier kommen fast nur schlechte Handybilder rein, weil es zu viel Arbeit ist, jeden Tag Fotos runterzuladen).
Dann dachte ich, Sunbirds zu sehen, also Nektarvögel. Auch (recht schlechte) Fotos gelangen der weit entfernten Tiere. Die zeigten dann, dass es sich aber nicht um Sunbirds handelt, sondern green wood hoopoes (hoopoe = Wiedehopf), also Grünbaumhopfe, entfernte Verwandte des Wiedehopfs. Sowohl für Lindelani als auch für mich eine neue Vogelart!
Dann bei Tari Kora 1,5 Stunden geschrieben, aber nicht viel gesehen. Bei Dussi war auch nichts los, also weiter zu Omuramba. Auf dem Weg sahen wir vier andere 4x4s Richtung Norden. So viele Menschen war schon fast erschreckend für uns.

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Dann kurz vor Omuramba der zweite Höhepunkt, dank der guten Augen von Lindelani: Ein kleines Chamäleon auf der Straße! Wir hoben es auf und ließen es auf einem Busch neben der Straße wieder frei; falls noch mehr 4x4s kommen sollten.

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Bei Omuramba in Gesellschaft von gut 100 Elefanten wieder 1,5 Stunden geschrieben, bei Soncana wieder dasselbe. Dann hatte ich mein Tagesziel erreicht: Einen Kurs für wissenschaftliches Schreiben im Juni+Juli geplant, meinen Lebenslauf für den Antrag bei der Stiftung geschrieben (die wollen keinen normale CV, sondern haben Sonderwünsche), und die Struktur für einen populärwissenschaftlichen Artikel über Evolutionary Medicine bei The Conservation gemacht.
Um 15:30 waren wir beim Parkeingang. Wir mussten fast das Doppelte Nachzahlen. Als wir kamen, hatte man uns die Gebühren für Namibier berechnet, nicht für Südafrikaner (Lindelani ist Südafrikanerin, ich habe befristete Aufenthaltsgenehmigung). Ärgerlich, rein emotional, aber die Preise waren das, was ich erwartet und kalkuliert hatte vor der Reise. Mir war das beim Reinfahren nicht aufgefallen, da der Preis wie erwartet war (für eine Person, wir sind aber natürlich zwei Personen). Immer noch sehr günstig mit 100 Rand oder 5 Euro pro Tag und Person!

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In Tsumkwe gingen 160l in den Tank. Beim Shop an der Tankstelle machten gerade ein paar Leure ihren Monatseinkauf. Also viel Geduld, bis endlich wir dran waren: Brot, Kekse, Cola und Bier, was man halt so zum Leben braucht!
17:00 waren wir an unserem Baobab in Nyae Nyae. Lindelani meinte, hier noch eine dritte Wiedehopfart gesehen zu haben, einen Glanzsichelhopf, der in einer Höhle des Baumes brütet. Nun, das werden wir morgen sehen, denn morgen sind wir fast den ganzen Tag hier!

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Themenstarter388 Beiträge · seit 201718. Mai 2024 · #30
Híer ein paar meiner Lieblingsbilder der letzte 3 Tage

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Themenstarter388 Beiträge · seit 201718. Mai 2024 · #31
Samstag 18. Mai
Nach der ganzen Fahrerei gestern war heute ein ruhiger Tag. Bis 7:00 ausgeschlafen. Wir haben den ganzen Tag am Baobab verbracht, nur zum Bezahlen sind wir kurz zum Buschmanndorf gefahren.
Morgens habe ich zahlreiche Emails geschrieben. An der Forschungsstation gibt es soziale Unruhe, ein Konflikt zwischen dem Stationsmanager und einer neuen Forschungsassistentin. Nicht ganz unerwartet. Sie ist deutlich älter, sicher 10 Jahre mehr, und hat eine sehr direkte Persönlichkeit, will immer Reden und alles hinterfragen. Mal sehen, ob, wie lange das gutgeht.
Lindelani hat den ganzen Tag an ihren Daten gearbeitet. Ich habe nachmittags den Artikel über Buschkarooratten für die BAG fertig geschrieben, redigiert, und Fotos herausgesucht, und dann gleich abgeschickt.
Am Camp sahen wir die Papageien und Baumhörnchen, aber keinen Glanzsichelkopf. Zum Essen gab es ein ganzes Hähnchen (also die Hälfte davon), dass ich drei Stunden lang durchgegrillt habe, und Pap.

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3'883 Beiträge · seit 201119. Mai 2024 · #32
Wenn ich die Fotos von Lindelani mit Mütze und umgewickeltem Schlafsack sehe, denke ich, dass es in Afrika auch nicht wärmer ist als im Moment am Comersee. So kalt wie in diesem Jahr hatten wir es hier noch nie. Auf den Bergen Richtung Norden liegt noch dick Schnee. Beweisfoto anbei.
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Danke für deine Berichterstattung, sehr interessant! Was ist das Besondere an den Buschkarooratten, dass darüber intensiv geforscht wird?

Pfingstliche Grüße
freshy
Reiseberichte und Videos Video:Bootsafari auf dem Kwando 2018 Forum(2016): Südafrika & KTP Forum(2013): Zwei Gruftys in Botswana Forum(2013): Fünf Tage in Johannesburg Web:Namibia & Botswana 2017 Video:Sani Pass 2015 Web:Südafrika & Lesotho 2015 Web:Auf Pad im südl. Afrika 2014 Video:Elefanten im Senyati Safari Camp 2013 Web:Namibia 2011
Themenstarter388 Beiträge · seit 201719. Mai 2024 · #33
freshy schrieb:Wenn ich die Fotos von Lindelani mit Mütze und umgewickeltem Schlafsack sehe, denke ich, dass es in Afrika auch nicht wärmer ist als im Moment am Comersee. So kalt wie in diesem Jahr hatten wir es hier noch nie. Auf den Bergen Richtung Norden liegt noch dick Schnee. Beweisfoto anbei.


Danke für deine Berichterstattung, sehr interessant! Was ist das Besondere an den Buschkarooratten, dass darüber intensiv geforscht wird?

Pfingstliche Grüße
freshy
Morgens ist er hier schon frisch, nicht viel mehr als 10 Grad.
Aber Lindelani ist inzwschen so die Hitze von Springbok gewöhnt, dass sie noch bei 30 Grad einen Pulli anzieht 😄 😁

Das Buschkaroorattenprojekt ist hier beschrieben: https://www.stripedmouse.com/bush-karoo-rat.html

Ich füge hier mal die deutsche Zusammenfassung des BAG Artikels ein:

"Einzelgänger mit großer Burg: Die Buschkarooratte Otomys unisulcatus aus Südafrika

Die Buschkarooratte aus den Halbwüsten Südafrikas baut große Burgen aus Ästen, die Schutz vor extremen Wetter und vor Raubfeinden bieten. Diese Stockburgen können über Jahrzehnte von vielen Generationen benutzt werden. Dabei ist die Buschkarooratte ein Einzelgänger und lebt solitär. Und doch ist sie nicht unsozial. Tatsächlich vererben Mütter ihre Burgen häufig schon zu Lebzeiten, und sie sind gegenüber ihrem ausgezogenen Nachwuchs, der alleine in einer Burg in der Nachbarschaft lebt, sehr tolerant. Freilandstudien an der Buschkarooratte - durchgeführt von Lindelani Makuya von der University of the Witwatersrand - revolutionieren gerade unser Verständnis von solitären Kleinsäugern."
zuletzt bearbeitet 21. Mai 2024
Themenstarter388 Beiträge · seit 201720. Mai 2024 · #34
mahango schrieb:Hallo Carsten,
die Hippos waren in einem der permanenten Wasserlöchern, keine Baobabs im Umfeld. Genauere Beschreibung kann ich spontan leider nicht geben...
Über Gam sind wir bisher nicht gefahren, das passte nie zu unseren Routen.
Im Buschmannland begeistern uns insbesondere die Nyae Nyae pans, das Nhoma Safari Camp als Standort. Leider ist Tsumkwe und der dortige general dealer mittlerweile ziemlich abschreckend, wir erlebten ganz agressive Bettelei der Buschmänner/frauen, der Alkoholmissbrauch scheint ein ganz großes Problem darzustellen.
Sehnsüchtige Grüße von
mahango
Hallo Mahango,
den Hippo Pool haben wir noch gefunden, siehe nächsten Tagebucheintrag.

Probleme mit Armut und Alkohol und Bettler gab es in Tsumkwe immer. Welchen Eindruck man bekommt, hängt wohl vom Tag und dessen Kleinigkeiten ab. (Z.B. Springbok, wo ich arbeite, ist sehr friedlich mit kaum Kriminaliät, nicht mehr, als in einer deutschen Kleinstadt. Lasse dort das Auto auch offen stehen mit Laptop auf dem Rücksitzt. Aber hier hat mir ein Tourist erzählt, es wäre ganz schrecklich gewesen, als er da war, mit Bettelei, und er hätte sich gar nicht sicher gefühlt. Das war sein kurzes Erlebnis, das sicher weniger Aussagekräftig ist, als meine gut 20 Jahre dort).

Ich war das erste Mal vor gut 20 Jahren in Tsumkwe, und habe es schlimmer in Erinnerung. Der Shop bei der Tankstelle ist inzwischen viel besser bestückt und sauber, und mit einem zweiten Shop im Ort (noch besser bestückt) gibt es endlich auch Konkurrenz und dadurch niedrigere Preise. Auch dass es inzwischen eine kleine Bäckerei gibt, ist für die Bewohner sicher ein großer Vorteil. Alles in allem sind die Probleme nicht verschwunden, aber ich denke, es hat sich in den letzten 20 Jahren viel verbessert, auch ein bisschen für die Buschmänner.
Themenstarter388 Beiträge · seit 201720. Mai 2024 · #35
Sonntag 19. Mai
Um 7:00 losgefahren zur Gautscha Pan. Wir wollten nun wissen, was wirklich mit den Hippos passiert ist!
Kurz vor 8:00 waren wir bei dem kleinen Buschmanndorf an der Gautscha Pan. Dort erzählte man uns, alle Salzpfannen wären trocken. Die Hippos wären aber bereits vor einiger Zeit in ein anderes Wasserloch übergesiedelt, 11km von hier, in der Nähe der Nyae Nyae Pfannen. Aber nicht direkt an den Pfannen.
Also nahmen wir einen Führer und dessen Freund mit. Waren wohl mehr als 11km, denn es dauerte fast eine Stunde, bis wir da waren. Ein kleines Wasserloch von vielleicht 60x60 Meter mit 5 (anstatt der angesagten 6) Hippos. Drei Erwachsene und zwei Junge.
Es waren gerade Leute von einem Nature Conservation Trust da, die gar nicht glücklich waren, dass wir „ihren“ Hippos so nahekamen, und uns zuriefen, wir sollten weiter weg parken. Dann kam eine Frau, die deutlich freundlicher wurde, als sie unser Auto sah, und dass es von einer Forschungsstation ist


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Die Hippos sind wohl um 2020 aus dem Okavangodelta hierhergekommen, irgendwie durch die Wüste. Das derzeitige Wasserloch wird mit einer Solarpumpe tagsüber gefüllt, was aber schon jetzt, zu Beginn der Trockenzeit, nicht ausreicht. Also lassen sie die Pumpe zusätzlich nachts laufen, mit einem Generator.
Einerseits schön, dass man sich so um die Hippos kümmert. Anderseits ist diese kleine Gruppe eh zum Aussterben erkoren. Nyae Nyae ist kein Hippohabitat, und nur um Inzucht zu vermeiden, bräuchte es mindestens 50 nicht miteinander verwandte Zuchttier. Die Männchen, die hier geboren werden, werden wohl irgendwann abwandern und wahrscheinlich verenden. Die Weibchen werden erfolglos darauf warten, dass ein Männchen einwandert. Das man sich um sie kümmert ist also nicht Naturschutz (Erhalt der Umwelt), sondern Tierschutz (Wohlbefinden individueller Tiere).
Immerhin wurde mir noch bestätigt, dass es in Nyae Nyae 5 Löwen gibt, in Khaudum nochmals 45, insgesamt also nicht viel mehr als 5-8 Rudel.

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Um 11:00 waren wir in Tsumkwe. Unsere Führer hatten wir mitgenommen, da sie die Gelegenheit nutzen wollten, nach Tsumkwe zu kommen. Vielleicht um ihre 150 verdienten Dollar auszugeben. Wir kauften Brot und Kartoffeln plus Zwiebeln für die Arbeiter in Khaudum Camp, die kaum zu frischem Gemüse kommen. Andere Gemüse gab es nicht. Und dann fand ich erfreulicher Weise noch einen neuen Gaskocher, denn mein Aufsatz war inzwischen verdreckt und ging kaum noch, und ich hatte kein Ersatzventil dabei.
Gegen 12:00 waren wir im Living Hunter's Museum der Ju/'Hoansi-San, 40km vor Khaudum. Hier verteilten wir nochmals gebrauchte Klamotten. Den Nachmittag verbrachten wir mit Arbeiten. Lindelani war voller Freude, das letzte Problem bei der Codierung der statistischen Analysen geknackt zu haben, ich schrieb die erste grobe Fassung für The Conservation über Evolutionary Medicine.
Der Campingplatz war sehr schattig, sauber und groß. Es gibt nur zwei Plätze, wir waren aber die einzigen. Wasser gab es auch, eine Trockentoilette und Dusche mit Duscheimer, in den das warme Wasser unserer Solardusche kam. Man kann den Campingplatz also empfehlen, zumal er nur 70 Dollar pro Nacht und Nase kostet.

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Wir hatten heute die traditionellen Tänze gebucht (180 Dollar pro Person). Um 18:00 wurden wir abgeholt. Eine kleine Gruppe von drei Männer und vier Frauen in traditioneller Kleidung sowie mehrere Kinder erwartete uns im traditionellen Dorf des Museums, eine Art Freilichtbühne. (Die Buschmänner wohnen ein paar hundert Meter entfernt in ihrem „modernen“ Dorf, das ehrlich gesagt sehr arm ist und traurig ausschaut. In ihrer traditionellen Kleidung sehen sie viel besser und würdevoller aus).
Es gab ein kleines Feuer und die Frauen fingen an zu singen und zu klatschen, und der junge Buschmann Xam fing an zu tanzen. Erst den Giraffentanz, mit erhobenem gebogenen Arm. Dann den Hyänentanz mit stärkerem Gestampfe und Geziehe. Dann den Elefantentanz.
Die ganze Zeit saß der Schamane, ein alter dürrer Mann, am Lagerfeuer, und versuchte, in Stimmung zu kommen für den Heiltanz. Aber irgendetwas passte ihm nicht. (Ich glaube, es waren die Smarties, die wir den Kindern aber nicht ihm gegeben hatten, denn harsch verlangte er einige von den Kindern). Schließlich hieß es, er könne heute nicht tanzen. Dafür sangen die Frauen etwas weiter und machten eine Art Tanzwettbewerb. Der Führer meinte, es wäre ähnlich dem Spiel Schere, Stein, Papier. Die Stimmung war trotz allem schön. Nach 45 Minuten (anstatt der auf dem Programm stehenden 1,5 Stunden) war es vorbei. Trotz allem ein eindrucksvolles Erlebnis.
Vor 2 Jahren hatten wir beim Dorf Djokhoe einen Heiltanz erlebt (Kosten 1000 Dollar), der dann doch schon deutlich intensiver war und mehrere Stunden dauerte. Dieser war zwar für uns gemacht, aber trotzdem ein Erlebnis für das ganze Dorf. Sehr viele Dorfbewohner waren gekommen zum Schauen und machten dann auch mit, die Stimmung war so, dass es ein Ereignis des ganzen Dorfes war, wenn auch durch uns initiiert. Das war ein großartiges Erlebnis.
Wir können aber beides empfehlen, und beides führt dazu, dass die Buschmänner ihre Kultur behalten können. Heute war es zum Beispiel sehr schön zu sehen, wie immer mehr Kinder dazu kamen, und die Tänze der Erwachsenen nachtanzten. Die Tänze werden so also an die nächste Generation weitergegeben.

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zuletzt bearbeitet 21. Mai 2024
Themenstarter388 Beiträge · seit 201721. Mai 2024 · #36
Lodge Khaudum
Übrigens gibt es Neuigkeiten zur Lodge beim Khaudum Camp:
Dieser wird gerade abgerissen. Letzte Woche haben die Abrissarbeiten begonnen.
Dann soll von Grund auf eine neue Lodge gebaut werden. Die in 2017 oder so gebaute Lodge wurde ja nie fertig gestellt und nie in Betrieb genommen. Der Besitzet scheint daher der Meinung zu sein, besser von vorne anzufangen.
Der Besitzer hat noch mehrere andere Lodges, eine in Damaraland. Die scheinen nun so gut zu laufen, dass finanzielle Mittel da sind, das Projekt hier in Khaudum wieder anzugehen.
Themenstarter388 Beiträge · seit 201721. Mai 2024 · #37
Montag 20. Mai
Die Hündin der Buschmänner, der wir gestern noch Brot gegeben haben, hat uns wohl in der Nacht besucht. Die Kühltasche war von der Klappe des Cruiser hinten runtergezogen, das Hähnchen und die Margarine verschwunden. Halb so schlimm, wir haben genug Vorräte. Gott sei Dank hat sie nicht auch noch die restlichen 10 Ritter Sport gefressen!
7:10 waren wir am Gate von Khaudum. Die waren ganz erstaunt, dass wir ganze 8 Nächte bleiben wollen. So lange war noch niemand da. Im Buch war der vorherige Rekord 7; von uns. Dann zwei Mal jemand mit 5 Nächten in den letzten 1 ½ Jahren, die das Buch zurückreicht.
Bei Socana war nicht viel lost, wir fuhren weiter nach Omuramba und schrieben dort 1 ½ Stunden. Es kamen viele Elefanten. Aber nicht so viele wie bei Dussi, wo wir wieder 1 ½ Stunden schrieben und wo bereits über 100 Elefanten waren, und ständig noch neue Herden dazukamen. Hier mal ein Link zu dem Gewusel (ich glaub man kann hier ja keine Videos, nur Bilder einfügen?):
https://www.facebook.com/100000198295242/videos/pcb.7435163643206073/1158887218582172

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Tari Kora war nicht viel los, dann ging es auf die schreckliche Piste nach Leeupan, wo ich nicht viel los war, weiter auf anstrengender Piste nach Doringstraat, wo wir nochmals eine gute Stunde schrieben. Ich wurde mit der Überarbeitung des ersten Teils meines Proposals fertig, während zwei Elefantenbullen in der Entfernung aufeinander losgingen und zwei kleine Elefantenherden zum Trinken kamen. Als die streitenden Elefantenbullen dazu kamen, war das Getöse und Getrompete am Wasserloch am Maximum, und man konnte bei dem Lärm kaum arbeiten.
Kurz nach 15:00 zurück bei Khaudum Camp. Die zwei Campangestellten freuten sich sehr über die Kartoffeln, Zwiebeln und zwei frische Brote, die wir mitgebracht hatten.
Unser Lieblingscamp Camp 2 ist in den nächsten Tagen leider mehrmals besetzt. Unser zweiter Favorit, Camp 3, morgen leider auch. Also nahmen wir Camp 4, das Camp 3 ähnelt, aber an der Straße liegt und sogar Sichtkontakt zu Camp 5 hat. Aber nach zwei Nächten werden wir wahrscheinlich umsiedeln.
Auch von Camp 4 hat man eine gute Aussicht. Gut ist hier, dass der Sitzplatz nahe am Bad ist, so dass man dort einfach Sachen deponieren kann. Vor allem die Kühltaschen und das Bier kann man hier gut im Schatten lagern. Ansonsten ist das Schattenmanagement hier aber schlecht. Zwar gibt es einen gebauten Schattenschutz, aber am morgen prallt die Sonne von vorne rein, am Nachmittag von der Seite. Ziemlich nutzlos. Besser sitzt man im Schatten des Baumes am Vormittag und kann dann dort sitzen bleiben, weil am Nachmittag dann der Schatten des Ablution Blocks kommt. Morgens muss man den Schatten des Autos nutzen.
zuletzt bearbeitet 21. Mai 2024
Themenstarter388 Beiträge · seit 201722. Mai 2024 · #38
Dienstag 21. Mai
In der Nacht heulten die Hyänen, aber wir haben leider immer noch keine zu Gesicht bekommen.
Ansonsten war heute der bisher langweiligste Tag. Auf der Morgenfahrt um 9:00 nichts gesehen, im Camp auch nichts, unten im Tal auch wenig los. Auf der Nachmittagsfahrt haben wir immerhin ein schöne Gruppe Elanantilopen gesehen.
Aufregung aber um 14:30. Da immer alles gut lief, hatte ich die Lithiumbatterie die letzten Tage nicht kontrolliert. Jetzt war sie aber viel zu niedrig, nur 12,8V anstatt der normalen 13,3! Sehr beunruhigend, das ist nur noch 10% Ladung. Also zwei Stunden das Auto im Leerlauf die Batterie laden lassen, dann nochmals 1,5 Stunden Fahrt. Danach war sie wieder ok.
Es stellte sich heraus, dass bei der externen Solarzelle das Kabel lose war, der Batteriestecker. Zum Glück hatte ich ein Ersatzstück vorbei und konnte es austauschen. Werde ab jetzt aber die Batterie und den Stromfluss der Panels mehrmals täglich checken.
Die Arbeit ging auch nicht gut voran. Bin mit meiner Arbeit am langen Proposal nicht zufrieden, die Struktur und Aufbau der Einleitung. Werde ich noch deutlich überarbeiten müssen. Mein Artikel für The Conversation ist noch schlimmer, werde wohl nochmals von vorne anfangen und erstmals eine gute Struktur festlegen.

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Themenstarter388 Beiträge · seit 201722. Mai 2024 · #39
Mittwoch 22. Mai
Heute wechselten wir von Camp 4 zu Camp 3, das gestern reserviert war, auch wenn es gar nicht benutzt wurde. Hätten wir also schon am Montag hierherkommen können. Nun ja, der Umzug war schnell gemacht.
Vorteile von Camp 3: Liegt weiter drin, so dass man es nicht von der Straße aus einsehen kann, d.h. viel privater. Einziges Camp mit schöner Aussicht vom Fenster im Ablution Block runter ins Tal. Großer, Schatten spendender Baum. Trotzdem mussten wir den ganzen Tag lang mit unseren Tischen dem Schatten folgen. Camp 2 ist doch bei weitem das Beste, aber eben die nächsten Tage gebucht.
Die Arbeit ging heute gut voran, bei uns beiden. Lindelani fand eine sehr eindrückliche Korrelation in ihren Daten zu Überschneidung der Home Ranges mit Synchronisation der Aktivität: Desto mehr die Buschkarooratten miteinander überschneiden, desto mehr gehen sie sich aus dem Weg.
Zum Essen machte ich heute Chicken Poiky mit Kartoffeln und Gemüse aus der Dose. Schmeckte sehr gut! Unsere letzten Orangen wurden heute verspeist und die letzte Salatgurke. Jetzt sind noch Mandarinen übrig. Wir hätten besser mehr der größeren Orangen gekauft, denn die kleinen Mandarinen sind schon sehr ausgetrocknet. Alles Obst stammt noch vom 7. Mai in Mariental.
Bei den zwei Fahrten gabs morgens nochmals Elenantilopen zu sehen, abends sich mit Staub pudernde Elefanten beim Sonnenuntergang.

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zuletzt bearbeitet 22. Mai 2024
3'883 Beiträge · seit 201123. Mai 2024 · #40
CarstenS schrieb:Montag 20. Mai
Gott sei Dank hat sie nicht auch noch die restlichen 10 Ritter Sport gefressen!
qVolle Zustimmung! Wir hatten in Afrika auch immer ein paar quadratische Täfelchen dabei. Doch nicht immer gelang es uns, sie kühl zu halten 🙁 .

Liebe Grüße
freshy aus Ritter-Sport-City 😄
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