09.09.2024 bis 10.09.2025 Zambesi Mubala Camp, Horseshoe und Bushcamp by Camp Kwando
09.09.24
In der Nacht wache ich von Geräuschen in unmittelbarer Umgebung des Zelts auf. Die Geräusche kommen mir seltsam vertraut vor, so hört sich ein Pferdehuf an, der gegen eine Hindernisstange stößt.
Aber Pferde? Nein! Und die Rinder aus dem benachbarten Dorf wurden über Nacht in Sicherheit gebracht und liefen nicht frei herum.
Nein, es sind tatsächlich Büffel, wie ich bei einem Schwenk mit der Taschenlampe erkenne, aber natürlich viel zu wenig Licht zum Fotografieren.
Die Tiere haben uns nachhaltig geweckt und fasziniert, so dass nicht daran zu denken ist einfach weiter zu schlafen. Also beobachten wir weiter, bis es Zeit ist aufzustehen.
Nachdem wir uns frischgemacht haben gehen wir zum Frühstück, begleichen unsere Rechnung und fahren ab, zu unserem nächsten Ziel, Zambesi Mubala Camp. Ebenfalls ein Gondwana – Betrieb.
Das Camp hat uns aber nicht gefallen, und wir haben schnell beschlossen, hier nur zu übernachten und dann ein weiteres Zwischenziel anzusteuern.
Das heutige Tageshighlight bildet der Bootsausflug. Wir hatten eine weiblichen Guide und zu Anfang waren wir etwas von unserer Bootsführerin enttäuscht, sie wirkte so gar nicht herzlich, wie wir es hier so oft erfahren haben.
Aber das ändert sich recht schnell, sie taut auf und kommt ins Erzählen und Erklären. Flora, Fauna, die Menschen vor Ort, deren Lebensweise und – Umstände. Wir besuchen auch die Karminspint - Kolonie. Womit wir nicht gerechnet haben ist, dass wir dafür aussteigen und ein Steilufer erklimmen müssen. Ich hatte mir am Tag vor unserer Abreise den kleinen Zeh gebrochen und war entsprechend wo immer möglich in Flip Flops unterwegs...
Es ist zwar ein schmerzhaftes aber nicht minder schönes Erlebnis. Den Abschluss finden wir beim Sonnenuntergang auf dem Fluss.
10.9.
Heute setzten wir unseren Plan in die Tat um. Wir reisten weiter in Richtung Bushcamp by Camp Kwando. Da wir noch früh am Tag ankamen, machten wir uns zunächst auf in Richtung Camp Kwando und wollten unbedingt zum
Horseshoe, Na ja, eigentlich wollte ich das in erster Linie.
Wir haben den Park erreicht und zahlten unseren Obolus, wie üblich Formulare ausfüllen, die Eintrage – Bücher waren alle und es gab keinen Nachschub, Zahlung mit Karte war auch nicht möglich, aber was soll's, Augen zu und durch.
Die Dame an der Rezeption sagte uns nochmal das wir mit den Luftdruck auf 1,5 absenken sollten, dann würden wir gut durchkommen. Den Luftdruck hatte ich schon auf 1,6 abgesenkt habe aber nochmal nachgelassen. Dann ging es los.
Die „Karte“, die wir an der Rezeption erhielten war mehr als dürftig; aber irgendwie fanden unseren Weg . Alles war auch hier durch große Trockenheit geprägt und viele abgebrochene und beschädigte Bäume und Büsche, also gab es eine große Elefantenpopulation.
So haben wir uns dann zum Horseshoe durchgeschlagen und konnten den Ausblick von der Beobachtungsplattform genießen und eine riesige Elefantenherde beobachten. Alles in allem mehr als 50 Tiere, da haben wir aufgehört zu zählen.
Dort trafen wir auf zwei ältere und sehr nette Namibische Paare die hier den ganzen Tag verbrachten.
Unser Verhängnis begann mit der Rückfahrt. Was vergisst man als erstes? Richtig, den Luftdruck noch einmal zu prüfen und die Belastung der Reifen bei der Fahrt und die Sonneneinstrahlung nicht beachten. Dadurch war natürlich unser Luftdruck wieder deutlich angestiegen und es kam wie es kommen musste: Wir fuhren uns ca. 1 km von der Aussichtsplattform entfernt fest, und zwar richtig. Nun war guter Rat teuer.
Nach kurzer Beratschlagung ging ich notgedrungen zu Fuß zurück in Richtung Aussichtsplattform. Die beiden Männer der Paare hatten unsere Misere schon bemerkt und kamen mir entgegen und pickten mich auf.
Erste Vermutung: LUFTDRUCK ZU HOCH!. Innerlich habe ich mir mit der Hand an die Stirn geschlagen, vergessen nochmal zu kontrollieren. Unvorsichtigkeit wird halt sofort bestraft...
Also Luft abgelassen und nochmal versucht. Matten unter die Reifen gepackt und? NICHTS.
Dann versucht den Wagen herauszuziehen, NICHTS!
Dann festgestellt, dass ich kein Netz habe und somit nicht mal telefonieren kann.
Also mit den beiden Männern wieder zur Aussichtsplattform gefahren und versucht von Dort aus telefonisch Hilfe zu erreichen. Kurz und gut, ich warte heute noch auf die versprochenen Rückrufe...
Durch Zufall kam ein Trupp Ranger mit einem Landcruiser vorbei, und die vier haben sich spontan bereit erklärt uns zu helfen. In der Folge haben si uns nach diversen Versuchen raus bekommen. Zwischenzeitlich sorgten wir für Wasser und am Ende hatte ich für jeden der Vier noch ein kühles Bier und konnte noch ein vernünftiges Trinkgeld zahlen.
Auch an dieser Stelle noch mal ein ganz herzliches DANKE!
Da der Tag nun schon ziemlich fortgeschritten war und uns der Sinn nicht nach neuen Abenteuern stand, hielten wir nicht mehr an.
An der Rezeption hatte man schon von unserem Missgeschick gehört und sich köstlich amüsiert...
Also Luft wieder auffüllen und ab zu unserer heutigen Unterkunft. Das Bushcamp war ok, aber insgesamt nicht mehr wirklich in gutem Zustand. Das war uns zu diesem Zeitpunkt allerdings egal da wir eigentlich nur noch einen Happen essen und dann ins Zelt wollten.
Und hier wieder die Bilder dieses Reiseabschnitts.