Reisebericht

2 Hamburger in Namibia

von hhjung72 · begonnen 23. Feb. 2024 · 13 Teile

Teil 123. Feb. 2024
Kurze Einleitung

Nachdem meine Frau und ich hier regelmäßig mitgelesen haben, und nun wieder einmal eine Namibia Reise ansteht, haben wir uns dieses Mal entschlossen, das Forum "mitreisen" zu lassen.

PROLOG

2023
Oktober

Es ging los. Der Entschluss war gefasst und die Planung konnte in die heiße Phase gehen. Eigentlich war diese Reise schon für 2020 geplant, aber dann kam Corona und danach dann Eines zum Anderen, so dass sich unser Plan immer weiter nach hinten verschob.

Nun soll es im August / September 2024 endlich losgehen.

Ziel dieses Mal: Die Kunene - Region (Caprivi Streifen). Aber vorher noch mal in den Etosha Park. Wir sind nach wie vor sehr gespannt, die Herausforderung für dieses Mal: "Hauptreisezeit".

Also folgte logischerweise als erster Schritt die Routenplanung. Zuerst haben wir uns unsere "alte" Planung hervorgeholt und geschaut, welche der geplanten Unterkünfte es noch gibt. Erfreulicherweise waren das durchaus die meisten, nur Dan mit seinem Mavunje - Camp war nicht mehr am Start (Schade, wir haben beim letzten Mal schon die Kommunikation im Vorfeld sehr genossen).
Mietwagen buchen usw. usw.

Nun ging es an die Routenplanung. Und siehe da, bereits jetzt waren einige unserer Wunsch - Unterkünfte nicht mehr verfügbar.

Hier das Ergebnis unserer Planungsbemühungen:
- Flug von Hamburg nach Frankfurt, dann weiter nach Windhoek (mit Discover... schauen wir mal)
- Erste Nacht in Windhoek im Casa Piccolo, Auto abholen, Einkaufen und Freunde besuchen
- Dann weiter nach Okonjima (Camping für eine Nacht)
- Von Okonjima via Galton Gate in den Etosha Nationalpark. Erste Station (2 Nächte) im Olifantsrus Camp
- Danach für eine Nacht nach Okaukuejo
- Gefolgt von einer Nacht in Fort Namutoni
- Dann kommt unsere längste Fahretappe: Von Fort Namutoni zur Mobola Island Lodge, Wir haben schon eine gute Portion Respekt
vor dieser Etappe. Dort werden wir 2 Nächte bleiben.
- Weiterfahrt zum Chobe River Camp (Gondwana), ebenfalls für 2 Nächte
- Dann einmal hoch in Richtung Katima Mulilo zur Zambesi Mubala Lodge, auch hier haben wir 2 Nächte gebucht
- Das nächste Ziel wird die Riverdance Lodge für 4 Nächte und dann geht es schon wieder zurück in Richtung Windhoek, wobei wir
eine Nacht auf der Kamrav Guestfarm eingeplant haben.
- Zum Abschluss noch einmal für 2 Nächte in Windhoek, shoppen usw. Vielleicht noch mal eine Tour nach Katutura, wenn es die Zeit
erlaubt.
- Dann wieder Rückflug via Frankfurt nach Hamburg.

Die meiste Zeit werden wir in unserem Dachzelt übernachten und uns nur von Zeit zu Zeit ein Bett in einer Lodge gönnen, man muss dem Alter ja doch langsam Tribut zollen 😉.

November
Die letzten Bestätigungen sind nun eingegangen und alles stand, so dass wir dieser Reise nun endlich mit viel Vorfreude (Die Planung steht und der erste Stress ist überwunden) entgegensehen.

Dezember
So langsam begannen wir die Tage zu zählen.
Teil 224. Mai 2024
Die 100 Tage - Grenze ist endlich unterschritten und so langsam weicht die Ruhe freudiger Erwartung. So langsam ist alles besorgt und alle Geräte (Kameras usw.) sind überprüft, die Akkus funktionieren ...

Wir sind ja mal gespannt wie die Wasser - Situation in der Kavango- und Zambesi - Region ist.
Teil 326. Aug. 2024
Ein herzliches Hallo in die Runde,

melde ich mich kurz vor Abflug doch noch einmal, um unseren Reisebericht vor Abflug weiterzuführen.

Allen kurzfristig eingetretenen Widrigkeiten zum Trotz geht es am Donnerstag los. Wir freuen uns schon sehr. Ein ausführlicherer Reisebericht wird folgen wenn wir wieder zurück sind.

Von unserer Seite allen Forenmitgliedern, die jetzt oder in nächster Zukunft unterwegs sind ein herzliches "GOEDE PAD" und allen die sich noch gedulden müssen wünschen wir viel Vorfreude.

Beste Grüße aus Hamburg.
Teil 417. Nov. 2024
Dann wollen wir mal loslegen
29.08.2024 bis 30.08.2024

29.08.24

Tag der Entscheidung. Discover oder Ethiopian Airlines, das ist hier die Frage.

Da aber der Flug von Discovery morgens nach wie vor bestätigt war: Augen zu und durch, Ersatzflüge und Zubringer nach Frankfurt storniert.

Ab Hamburg 17 Uhr mit Lufthansa. In Frankfurt noch mal kurze Zitterpartie. Verspätung bei Dsicovery Airlines. Abflug 21:40 statt 21:00 Uhr, aber schlussendlich ging es dann doch los.
Im Flieger sitzend haben wir dann auch noch mal Verspätung gesammelt und sind am Ende mit rund 1,5 Stunden Verspätung abgeflogen.

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Die Sitze in der Economy plus haben sich als gute Wahl heraus gestellt. Wenn Discovery & Co. nur nicht ständig durch Unzuverlässigkeit glänzen würden.

30.08.24

Hurra, wir haben es geschafft. Mit nur ca. 15 Minuten Verspätung setzen wir in Windhoek auf.

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Nur wer es schon erlebt hat kann dieses unbeschreibliche Gefühl nachvollziehen.

Es fühlt sich an wie heimkommen.

Vom ersten Augenblick an, sobald die Flugzeugtür aufgeht und der typische Geruch von Afrika hineinströmt. Undefinierbar, warm, mit einem Hauch von Kerosin und schlecht verbranntem Diesel über allem.

Die Abholung von ASCO funktioniert einwandfrei inklusive des Transfers. Jetzt noch das Auto übernehmen und dann kann der Urlaub beginnen.

Zuerst einmal ab ins Casa Piccolo und die Beine hochlegen. Dann ab zum Einkaufen, Superspar... und die üblichen Verdächtigen halt. Danach wieder zurück ins Hotel und Ordnung in alles bringen. Am nächsten Morgen soll es gleich nach dem Frühstück losgehen. (Die Reißverschlusstaschen von IKEA haben sich am Ende als tolle Idee herausgestellt.)

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Dann noch einmal los zum Abendessen. Meine Frau wollte eigentlich zu Joe's, aber ich musste unbedingt „The Stellenbosch“ ausprobieren. Tisch hatte ich schon im Voraus von daheim aus reserviert.

Unter'm Strich: Gute Entscheidung. Essen und Service tip top. Und noch dazu soo schön in dem lauschigen Innenhof zu sitzen. Da kommen wir gerne wieder.

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Morgen geht's endlich auf Pad.
Teil 524. Nov. 2024
31.08.2024

Als erstes eine Stärkung beim Frühstück im Casa Piccolo. Das Hotel kannten wir schon von einem früheren Aufenthalt, möchten aber beim nächsten Mal doch wieder etwas anderes ausprobieren.

(Wenn also jemand von euch Tipps hat für etwas kleines und eher familiäres in Windhoek, immer her damit. Dafür schon mal lieben Dank im Voraus.)

Da wir das Auto schon am Vorabend weitgehend beladen hatten, kann es direkt losgehen. Heutiges Tagesziel Okonjima / Omboroko Campsite.

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Schon bei der Ankunft nehmen wir eine herrliche Landschaft und einiges an den üblichen Verdächtigen in der Tierwelt wahr; neben Springböcken und einigen Steinböckchen kreuzen Warzenschweine unseren Weg.

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Im Day-Visitor-Centre einchecken und gleich auch noch die Leoparden - Tracking - Tour für den späten Nachmittag / Abend buchen.

Danach erstmal zur Campsite und ein kurzer Sprung in den Pool bevor es dann um 15 Uhr losgeht zum Plains - Camp, wo wir mit kleinen Häppchen und Getränken begrüßt werden. Hier lernen wir Daniel unseren Guide kennen, der von einem zweiten Daniel („Guide – Azubi“) begleitet wird.

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Beides sehr sympathische Typen, die uns viel zu Okonjima und Africat erzählen. Die Suche zieht sich dann, lang und immer länger und die beiden Daniels bekommen kein Signal von der Leopardin die sie eigentlich suchen, und so langsam macht sich ein erster Anflug von vorausschauender Enttäuschung im Fahrzeug breit, auch wenn jeder weiß, dass es keine Garantien für eine Sichtung geben kann.

Schlussendlich also Wechsel zu einem anderen Tier. Und siehe da, ganz plötzlich liegt ein stattlicher Kater vor uns. Es entstehen herrliche Bilder und die beiden Daniels erklären einiges zum Leopard an sich und zu deren Leben auf Okonjima.

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Abschließend noch ein Sundowner mit unseren Mitreisenden, den die beiden aus dem Auto zaubern.
Zwei nette Paare sind mit uns gemeinsam unterwegs, ein jüngeres aus Frankreich und ein etwas älteres aus Italien.

Danach geht es durch die einsetzende Dämmerung zurück zur Lodge wir wechseln in unser eigenes Fahrzeug und fahren durch die Dunkelheit zurück zu unserer Campsite; ein Abenteuer für sich (sind wir auf dem Hinweg wirklich hier lang gekommen?). Nach der Rückkehr heißt es jetzt: Schnell das Feuer in Gang bringen und das Dachzelt aufschlagen.

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Während unserer Vorbereitungen für den Abend und die Nacht kommt noch der nette Campsupervisor vorbei und erkundigt sich ob alles in Ordnung sei.

Nach einem kleinen Plausch lässt er uns dann alleine und wir können in aller Ruhe den Abend ausklingen lassen und Kräfte für den Trip nach Olifantsrus sammeln, der morgen ansteht.

Noch ein kleiner Nachsatz, es hat uns wirklich sehr gut gefallen. Wir werden definitiv wiederkommen.

Und jetzt hoffe ich, dass euch mein kleiner Bericht gefallen hat, und wünsche euch allen einen schönen Sonntag. Bis zum nächsten Mal.
Teil 601. Dez. 2024
01.09.2024
Von Okonjima nach Olifantsrus

Heute ist unser Fahrtag von Okonjima nach Olifantsrus. Mal schauen wie sich dieser westliche Teil des Parks darstellt. Wir kennen ihn noch gar nicht.

Aber erstmal geht es durch unglaublich monotone Landschaften über Okahandja und Outjo zum Galton Gate. In Okahandja machen wir kurz Halt beim Superspar, tanken noch mal voll und heben Geld ab.

Am Gate angekommen herrscht zunächst mal kurze Verwirrung weil wir nicht sofort überblicken wo es lang geht = einmal kurz vom Wärter anmaulen lassen. Es ist ihm deutlich anzumerken das er keine Störung wünscht.
Er ließ uns das Permit selber ausfüllen und schickt uns dann ins Büro zum Bezahlen.

Nachdem wir hier noch ein zweites Mal alle Daten in ein Buch eingetragen haben bezahlen wir und die mäßige Laune der Angestellten verbessert sich geringfügig.

Auf dem Weg durch den Park stellen wir fest, daß wir Etosha noch nie so trocken erlebt haben.

Sehr windig und grauer Staub überall und wenig Tiere.

Erst am Wasserloch Renostervlei kommt ein wenig Leben ins Spiel und wir sehen neben diversen Springböcken Giraffen und endlich auch 2 Elefanten.

Im Camp angekommen, können wir uns eine Campsite aussuchen.

Besonders steigt unsere Freude, als wir sahen das ein Overlander ankam. Das kann ja heiter werden Overlandergruppen kennen wir bis dato nur als laut und unangenehm.

Unsere Befürchtungen wird weiter befeuert als die Fahrer und Guides beginnen mit lautem Getöse das Lager aufzubauen.

Im Nachhinein betrachtet stellte sich diese Gruppe als durchaus nicht unangenehm heraus. Keine laute Musik, kein sonstiges Remmi demmi.

Abends genießen wir noch die Elefanten am Wasserloch, bis ein Mitbeobachter meint, die Tiere mit der Taschenlampe für sein Handyfoto ausleuchten zu müssen.

Schade, so geht ein schöner Abend für die vernünftigen Beobachter in Sekundenschnelle in die Binsen.

Ärgerlich ins Bett und dem Sturm, der inzwischen draußen tobte, getrotzt. Unter'm Strich aber doch ein schöner Tag, so im Nachhinein betrachtet.

FOTOS DES TAGES:

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Teil 721. Dez. 2024
03.09.24

Heute folgt die Fortsetzung unserer Rundreise in Richtung Okaukuejo.

Auch im weiteren Verlauf zeigt sich Etosha sehr trocken und staubig.

Unterwegs sind auch heute nur enige wenige Tiere zu sehen, es ist auch heute sehr windig und staubig, alles ist grau gepudert.

Die miesen Straßen vergrößern das Vergnügen nicht. Auch weiteres Reduzieren des Luftdrucks bringt da nicht mehr. Das Wellblech ist teilweise schon eher eine Ansammlung von Potholes.

Endlich angekommen stellen wir fest, dass trotz offener Staudruck – Klappe das gesamte Canopy voll grauem Staub ist. Die langsame Fahrerei auf den Wellblech und Schlaglochpisten (Manche nennen es auch optimistisch Hauptstraße) lässt einfach keinen Staudruck aber jede Menge Staub entstehen.


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Etwas später werfen wir den Braai an und gönnen uns ein spätes Mittagessen.

Den Rest des Tages verbringen wir am Wasserloch, besser als jeder Spielfilm. Auch eine chinesische Reisegruppe trägt mit ihrem hektischen Gewusel deutlich zu unserem Amüsement bei.

Hinsichtlich der Tiere sind wir bei den ganzen Nashörner schon fast durcheinander gekommen.

Insgesamt haben sich acht Erwachsene Tiere mit insgesamt zwei Kälbern in wechselnder Besetzung blicken lassen. Zwei braune Hyänen, 3 Tüpfelhyänen, einige Eland diverse Giraffen, ein Elefant und so weiter.

Den Höhepunkt bildet eine Nashornkuh mit Kalb; einer der Bullen kommt den beiden zu nah, und sie sieht sich veranlasst in den Verteidigungsmodus zu schalten...


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Weiter geht's beim nächsten Mal.

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Allen viel Glück und Gesundheit.

LG Olaf
Teil 804. Jan. 2025
Guten Morgen in die Runde, und allen "Mitreisenden" ein frohes neues Jahr.

Nach den ganzen Feiertagen wird es Zeit weiter zu reisen...

04.09.

Heute geht es früh los, um dem allgemeinen Trubel zu entgehen. Die Tour führt uns von Okaukuejo nach Fort Namutoni.

Die Straßen sind auch im restlichen Park in miserablen Zustand.

Unterwegs sehen wir unglaublich viele Elefanten und hören irgendwann auf zu zählen.

Festzuhalten bleiben insbesondere Sichtungen eines Nashorns und eines Leoparden, den wir im Augenwinkel durch das dichte Gebüsch vorbeihuschen sehen.

Ach ja, fast vergessen: Eine Tüpfelhyäne mit frischem Riss. Sie ist völlig fertig; müde, vollgefressen und abgekämpft. Die Schakale verscheucht sie nicht mehr ernsthaft, als diese versuchen sich ihren Teil zu holen.

Und das gleich morgens nach der Abfahrt.

Außerdem wieder ein Rudel Löwen an einem toten / gerissenen Elefanten aber viel zu weit weg zum Fotografieren. Alles in allem ein sichtungsreicher Tag, den wir in Fort Namutoni am Pool und am Braai ausklingen lassen.

Fotos des Tages:


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bis zum nächsten Mal. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.
Teil 918. Jan. 2025
So und weiter geht es auf unserer Tour...

05.09.24 - 06.09.24 Mobola Island Lodge

05.09.2024
Heute folgt wieder ein langer Fahrtag (der längste dieser Reise). Die Fahrt führt uns von Fort Namutoni zur Mobola Island Lodge

Einen Dämpfer bekommt unsere Laune gleich bei Abfahrt: Die Tankstelle im Fort Namutoni ist nicht besetzt und niemand weiß etwas, Afrika halt.

Daher wird nun ein Umweg über Tsumeb nötig, alle anderen Tankstellen weiter nördlich sind uns dann doch zu unsicher in Hinblick auf die Versorgungslage, auf dieser Route kommen wir im Notfall mit unserem Diesel-Vorrat zumindest noch bis Grootfontein, für den Fall dass wir in Tsumeb keinen Diesel bekommen.
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Aber hier geht alles gut. Also: Tanken, Einkaufen und ab auf Pad.

Auf der Mobola Island Lodge finden wir eine wunderschöne Campsite vor, die wir schon bei der Reservierung von zuhause aus erbeten haben (direkt am Fluss).

06.09.2024

Heute erkunden wir von unserer Unterkunft aus die Mahango Core Area.

Auch hier hat die Trockenheit, die das ganze Land plagt deutliche Spuren hinterlassen, dazu kommen die unübersehbaren Spuren, die die riesigen Elefantenherden hinterlassen haben.

Insgesamt sichten wir nur wenige Tiere. Lediglich ein paar wenige Antilopen und Hippos in weiter Ferne. Insgesamt wirkt dieser NP etwas trostlos. Uns kommen die Möglicheiten auch sehr eingeschränkt vor, es wirkt, als würden Teile des Parks einfach deutlich vernachlässigt, in Bezug auf die Infrastruktur.

Um unser Sichtungskonto doch ein wenig aufzufüllen buchen wir für abends noch die Sundowner – Bootstour. Unser Guide Tapa erklärt einiges zu Flora und Fauna aber auch zum Leben der Anwohner. Insgesamt eine wirklich interessante Tour in deren Zuge einige schöne Hippo - Bilder entstehen.

Im Anschluss machen wir uns noch über die Hängebrücke auf den Weg zur Bar und gönnen uns einen Rockshandy.

Als Tagesabschluss feuern wir noch den Braai an und es gibt ein Steak für jeden.

Allerdings müssen wir feststellen, dass die Qualität der Lebensmittel hier oben im Caprivi deutlich unterhalb derjenigen in Windhoek liegt. Ist aber auch nachvollziehbar, die Einkaufsmöglichkeiten sind dünner gesät und der örtlichen Bevölkerungs- und Vermögenssituation, die deutlich durch Armut geprägt ist, angepasst.

Bilder dieses Reiseabschnitts:

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Teil 1028. Jan. 2025
07.09.24 - 08.09. 24 Chobe River Camp

7.9.24

Heute ist der Fahrtag unserer zweitlängsten Etappe. Unser Ziel ist das Chobe River Camp von Gondwana.

Das Camp wird zur Zeit renoviert und die Zelte erneuert. Die meisten sind schon fertig, nur noch eine Handvoll der alten Zelte steht und ist in Betrieb.

Wir gehen zunächst von viel Unruhe und Lärm aus, was sich im Nachhinein als unbegründet erweist.

Einen ernsten Dämpfer erwarten wir, als wir sehen, dass wir eines der alten Zelte bekommen haben. Dieses ist wirklich in die Jahre gekommen und abgewohnt. ABER, der Ausblick auf die Floodplains in Richtung Botswana entschädigt für alles.

Als wir dann endlich alles für uns zurecht geräumt haben machen wir uns auf, das Camp zu erkunden. Der Pool ist die Wucht, auch dieser mit wundervollem Ausblick über die Floodplains in Richtung Botswana. Die Rinder mit Ihren Glocken aus der Nachbarsiedlung laufen frei vor dem Zaun entlang und sorgen für eine kleine Abwechslung. Zwischendurch ein leckerer Malawi – Shandy und dann auf das Abendessen warten.

Das Buffet empfinden wir als großartig. Toll eingedeckt und das Essen ist einfach nur wunderbar. Während des gesamten Nachmittags können wir auf botswanischer Seite eine Elefantenherde von 20 Tieren beobachten.

Dann gehen wir in unser Zelt und endlich erleben wir die erste wirklich afrikanische Nacht mit der typischen Geräuschkulisse bei diesem Aufenthalt. Das haben wir schon ein wenig vermisst.

Welche schöne Abwechslung, mal wieder ein richtiges Bett.

8.9.

Morgens endlich afrikanische Geräuschkulisse, diverse Vögel und Hörnchen randalieren draußen und wecken uns mit ihrem Lärm auf. Dadurch sehen wir gerade noch eine Gruppe Pelikane im Sonnenaufgang auf dem Fluss. Dann gehen wir zum Frühstücksbuffet und dann erstmal ab an den Pool.

Nachmittags machen wir uns auf zum Gamedrive. Einfach klasse was unser Guide uns zeigt. Vielen Dank nochmals an dieser Stelle. Schade dass die Auswirkungen von Gruppenreisen auch hier zu merken waren (Chamäleon). Irgendwie fühle ich mich mit Gruppen immer nicht wohl.

Genau rechtzeitig zum Abendbuffet kommen wir zurück und beeilen uns ausnahmsweise einmal sehr pünktlich zu sein, um nicht beim Service unter die Räder zu kommen. Die Mitarbeiter im Service sind heute zwar freundlich und charmant wie gewohnt, aber leider etwas überfordert mit dem anstehenden Eintreffen der Reisegruppe.

Das Abendbuffet an sich ist allerdings wieder klasse.

Mal gucken ob wir heute Abend Besuch im Camp bekommen, einen Zaun gibt es ja nicht.

Ach ja, eines habe ich noch vergessen: Ich hatte einen geschlossenen Beutel Lakritze im Zelt gelassen, als ich abends ins Zelt kam fand ich nur noch die zerfledderten Reste auf dem Boden vor. Merke: Die Hörnchen finden immer einen Weg und in diesem Fall haben sie ganze Arbeit geleistet, tja selber schuld... 😣

Bilder dieser Etappe:


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Bis zum nächsten Mal. Allen die gerade unterwegs sind eine gute Reise und viel Spaß, und denen die noch warten müssen viel Freude beim Planen und Vorbereiten.
Teil 1108. Feb. 2025
11.09.24 bis 13.09.24

11.9.7
Dieser Tag sollte sich deutlich ereignisärmer gestalten als der gestrige. Wir packten unsere Sachen früh zusammen und machten uns auf den Weg.

Zwischenziel war Divundu, dort wollten wir tanken und bei Choppies einkaufen um unsere Vorräte für die Rückreise aufstocken. Unterwegs sahen wir weite Landstriche die Steppenbrände hinter sich hatten und auf denen es teilweise noch brannte.

Nach dem Einkauf und mit vollen Tanks ging es weiter in Richtung Riverdance Lodge. Eine wirklich schöne Lodge und wir entschlossen uns hier noch das Abendessen zu buchen.

Die Betreiber sind Schweizer, und es herrscht eine sehr herzliche Atmosphäre die auch der Lodge - Hund Leo sehr genoss.

Danach früh in das Zelt. Es war die ganze Nacht über sehr heiß und die Luftfeuchtigkeit wirklich hoch, so dass wir unsere Akku – Ventilatoren im Dauerbetrieb liefen.

12.9.
Heute mal Touristenprogramm.
Meine Frau hat sich eine Massage im lodgeeigenen Spa gegönnt. Danach ein kleiner Mittagsimbiss und am Nachmittag auf zum Gamedrive. Zuerst ging es, gemeinsam mit zwei sehr netten Schweizer Paaren, in gefühlt rasanter Fahrt über die Hauptstraße bis wir am Bwabwata NP ankamen. Unser Guide hat die Formalitäten schnell erledigt und los ging es.

Neben unzähligen Büffeln sahen wir im Verlauf der Fahrt Viele Elefanten und Rappenantilopen, Roanantilopen, einige Fischadler usw. usw.. nach einer kleinen Stärkung, die unser Guide aus dem Hut (Auto) zauberte, ging es langsam wieder zurück zur Lodge, wo wir genau rechtzeitig zum Abendessen eintrafen.

13.9.
Heute war wieder ein wenig Entspannungsprogramm angesagt. Wir haben das Living Museum der San bei Divundu besucht. Es war zwar durchaus faszinierend und sehr informativ aber unser letzter Besuch in einem solchen, im Erongo, hat uns deutlich besser gefallen.

Danach noch einen Abstecher zu den Popa Falls inkl. interessanter Führung und dann wieder retour. Ein letztes Abendessen hier und alles vorbereiten für die morgige lange vorletzte Etappe.

Die Bilder der heutigen Etappe sende ich separat.
Teil 1208. Feb. 2025
Bilder 11.09.24 bis 13.09.2024

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Teil 1316. Feb. 2025
Oh , es ist ja wieder Wochenende, es wird Zeit am Reisebericht weiter zu schreiben.
Als mir eben dieser Gedanke durch den Kopf ging, ging ich die Notizen durch und stellte fest, dass ich heute zum letzten Teil meines Berichts komme.

Also: Auf zum leider letzten Teil der Reisen:

14.09.2024 bis 18.09.2025

14.9.

Gleich nach einem kleinen Frühstück sind wir losgefahren, da heute wieder eine lange Fahretappe zur Farm Kamrav vor uns lag.

Auch heute war die Fahrt wieder durch die Eintönigkeit der B8 geprägt. Wir sahen auch heute wieder einiges an schwarz verbrannten Flächen und fuhren auch durch einen noch brennenden Bereich.

Am Nachmittag gegen 15 Uhr erreichten wir Kamrav. Auf diese Farm waren wir, nach allem was wir vorab recherchiert haben, sehr gespannt.

Die Eigentümerin Maryna hat uns sehr herzlich empfangen und gleich an die Kaffeetafel dirigiert, wo wir auf eine Kleinstgruppe samt Guide Dirk trafen. Wir haben uns alle sofort verstanden und fanden Gesprächsstoff. Auch mit Maryna waren wir sofort auf einer Wellenlänge.

Über den Sundowner bis hin zum Abendessen verlebten wir einen schönen Tag. Das Abendessen selbst war einfach nur wunderbar. Oryxrouladen und Schafsbraten. Einfach authentisch und super lecker.

Das Zimmer, das wir in der Zwischenzeit bezogen, war einfach aber super sauber.

Kleiner Blick voraus: Alles in allem können wir Kamrav nur wärmstens empfehlen.

15.9.
Den heutigen Tag verbrachten wir mit einem Spaziergang über das Farmgelände und lasen. Eigentlich hatten wir uns auf den Pool gefreut, aber der wurde zur Zeit renoviert und Maryna wartete auf die Lieferung der Farbe, so dass wir es uns einfach gemütlich machten, lasen und die vergangenen Tage Revue passieren ließen.

16.09.
Heute stand die letzte Fahrtetappe nach Windhoek auf dem Programm. Aber zunächst stärkten wir uns bei einem letzten Frühstück bei Maryna. Dann hieß es Abschied nehmen. Wir hatten die Wahl zwischen zwei Routen, entweder zurück nach Grootfontein und dann über die C47 weiter in Richtung Windhoek oder über die D 2512 am Waterberg entlang und dann südlich von Otjiwarongo auf die B1 in Richtung Windhoek. Unterwegs fielen sogar ein paar Tropfen Regen.

Ansonsten verlief die Fahrt ereignisfrei und wir erreichten Windhoek (Casa Piccolo) am frühen Nachmittag, wo wir dann die Rückgabe des Wagens vorbereiteten und unsere Sachen zusammenpackten.


17. und 18.09.
Die letzten beiden Tage verbrachten wir noch in Windhoek und Umgebung, trafen Freunde und Familie bis wir dann endlich unseren Rückflug antreten mussten.


Wir freuen uns schon jetzt auch die nächste Reiseplanung und Reise.

Abschließend noch die letzten wenigen Bilder dieses Reise - Abschnitts:


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Einen ganz herzlichen Dank an alle hier Mitreisenden, die mitgelesen und in Gedanken mitgefahren
sind.

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