ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200820. März 2024 · #41
Samstag, den 6. Januar 2024
Um 05.15 wird aufgestanden. Eine halbe Stunde später bin ich schon samt Gepäck vor der Rezeption. Der Wächter ruft das Boot noch einmal an um sich zu vergewissern dass es mich nicht vergisst. Punkt um 6 Uhr kommt es am Hotelpier an. Der Wächter hilft mir mit dem Gepäck. Das Boot ist voller Einheimischen die zur Arbeit gehen. Es hält unterwegs dreimal an. Die Sonne geht langsam auf.
Um 06.45 erreichen wir Panajachel Pier. Von da aus sind es noch 10 Gehminuten mit dem Gepäck bis zur Shell Station. Zum Glück kann ich den Koffer rollen. Da wird mich der Bus nach Lanquin abholen.
2 Gringos warten schon auf den Bus. Dieser erscheint um 07.15.
Er ist gross und bequem. Wir sind 10 Touristen. Davon zwei Deutsche die in derselben Unterkunft wie ich gebucht haben. Der Bus fährt pünktlich um 07.30 ab. Wir werden Chichicatengo, San Christobal und Coban passieren. Unterwegs machen wir 2 Pausen von jedesmal 25 Minuten. Hier die erste in einem gottverlassenen Dorf.
Da hat man Zeit sich die Beine zu vertreten.
Die Landschaft wird später grandios.
Die Fahrt ist auch sehr angenehm. Man kommt mit den anderen Insassen ins Gespräch.
Der zweite Stop findet in einer kleinen Ortschaft
bei einer grossen Tankstelle statt.
Da kaufen wir uns etwas zu Essen. Dann geht es wieder weiter. Die Natur finde ich einmalig.
Schade dass in Guatemala Brandrodungen gross geschrieben werden.
Gegen 16.10 erreichen wir endlich den Ort Lanquin.
10 Minuten später kommt auch schon der LKW von der Utopia Eco Lodge um uns abzuholen. Wir fahren durch die Pampa
und halten auf einmal vor einer grossen Baustelle an.
Eine Teerstrasse wird gerade gebaut. Sie ist leider noch nicht in Betrieb.
Wir müssen 1 1/2 Kilometer zu Fuss weiter. Zum Glück hilft mir ein Bursche mit dem Gepäck.
Zwischendurch mal ein herzliches Dankeschön für deinen interessanten Bericht! Wieder hast du eine tolle Reise gemacht und lässt uns daran teilhaben! Merci beaucoup!
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200821. März 2024 · #43
Fortsetzung
Endlich erreichen wir Utopia Eco Hotel. www.utopia-eco-hotel.myshopify.com
Das Ambiente bei der Rezeption gefällt mir auf Anhieb.
Ich bekomme ein kleines Briefing und werde anschliessend zu meinem Bungalow gebracht. Langsam wird es auch dunkel. Im Zimmer gibt es 2 Betten,
genügend Platz um seinen Koffer auszupacken.
Hier der Waschbecken,
da das Klo.
Die Dusche befindet sich draussen auf der Terrasse.
Da findet man auch eine Hängematte um die Seele bäumeln zu lassen.
Nach dem Auspacken eile ich zum Abendessen. Alle Gäste essen zusammen an einem grossen Tisch. Hier im Hotel gibt es nur vegetarische Gerichte. Die Kürbissuppe, das Gemüse, der Reis und die Quinoa Pfannkuchen schmecken himmlisch. Ich hätte nie gedacht dass vegetarisch so vielseitig sein könnte! Das Essen kostet 75 Quetzales. Für das Riverside Bungalow bezahle ich 50 USD pro Nacht ohne Verpflegung.
Nach dem Essen kommt ein Angestellter vorbei und fragt was wir am nächsten Tag unternehmen wollen. Das Hotel bietet verschiedene Aktivitäten an. Die Gäste sind im Durschnitt 30 Jahre alt. Die 2 Deutschen sowie die 3 Holländerinen entscheiden sich für die ganztägige Semuc Champey Tour inklusiv K'anba Caves und Tubing. Kostet insgesamt 30 USD. Ich entscheide ohne zu zögern mich da anzuschliessen. Der Angestellte wundert sich. Später werde ich schon verstehen warum! 😄
Gegen 21 Uhr schliesst die Bude. Alle ins Bett!
Sonntag, den 7. Januar 2024
Um 7 Uhr wache ich auf. Mensch habe ich gut geschlafen. Um 8 Uhr gehe ich fruehstuecken. Der Garten sieht fantastisch aus.
Einige Touristen sind im Yoga Kurs. Bei der Rezeption bestelle ich Omelette, Beans, Toast, frische Fruechte und Cafe.
Punkt um 9 Uhr laufen wir den Fluss entlang.
Nach 1 1/2 Kilometer erreichen wir die gestrige Baustelle.
Ein Pick Up wartet auf uns. Wir nehmen hinten Platz.
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200824. März 2024 · #44
Fortsetzung
Der Pick up fährt kurz den Fluss entlang
und lässt uns am Parkplatz von Semuc Champey heraus.
Wir laufen bis zum Eingang.
Wir sind nicht die Einzigen!
Die natürlichen Pools erstrecken sich über ca 300 Meter und sind eine natürlich entstandene Kalkstein Brücke über einem unterirdisch verlaufenden, reissenden Fluss. Wir folgen im Park unserem Guide Julio. Er bringt uns zuerst zum Semuc Champey Mirador. Es geht 20 Minuten steil bergauf.
Der Ausblick von da oben lohnt sich echt.
Ein Geschenk für die Augen.
Das obligatorische Foto wird auch geschossen.
Dann geht es wieder steil die Treppen hinunter.
Der nächste Stop führt uns zum Rio Cahabon. Unten rauscht der Fluss und oben kann man im kritallklaren, türkis-blauen Wasser baden.
Bei den Pools gibt es auch Schliessfächer und Toiletten. Man kann sich auch umziehen. Das Wasser ist ein echter Genuss.
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200826. März 2024 · #45
Fortsetzung
Hier zur Orientierung noch eine Karte von Semuc Champey.
Am Flussufer sieht man viele Dione Iuno Schmetterlinge.
Im Fluss findet man auch kleine Fische.
Das Ambiente um die Pools ist "bon enfant".
Langsam wird es auch Zeit die Pools zu verlassen.
Wir holen unsere Sachen in den Schliessfächern und merken dass unsere Magen knurren. Julio bringt uns zu einem kleinen Restaurant, Buffet Style, wo man sich für 60 Quetzales bis zum satt werden bedienen kann.
Es gibt Pasta, Reis, Chicken in einer Art Curry Sauce, frische Tortillas, Salat.....usw Es schmeckt sogar sehr gut! Danach laufen wir zum Wasserfall wo einige schwimmen gehen.
Dann geht es zu den Grutas las Marias.
Es handelt sich um eine grössere Höhle. Ein Bach fliesst dadurch. Wir folgen Julio. Er gibt uns eine kerze zur Orientierung. Zum Glück haben die Deutschen eine Unterwasserkamera dabei. Sie fotografieren das Erlebnis. 😄 Es ist schon faszinierend ins Innere vorzudringen. Manchmal muss man klettern, dann wieder schimmen.
Die Kerzen kannst du im Wasser vergessen. Später müssen wir in uns durch Felsen schleichen und wir landen 2 Meter tiefer im Wasser und sehen absolut nicht wo wir sind. 🤩
Da wird einem schon mulmig. Man darf auch nicht hier klaustrophobisch sein...........mamamia....
Nach einer guten Stunde sehen wir endlich wieder richtiges Tageslicht. Was für ein Abenteuer! Die Tour ist aber noch nicht zu Ende. Wir laufen zur Tubing Station und jeder bekommt seinen Ring. Die Fahrt wird anstrengend. Man muss die Augen schön aufsperren um nicht auf die Felsen zu landen.
Es macht aber Spass! Was die Sicherheit anbelangt schätze ich comme ci comme ça..... 😗
Gegen 17 Uhr erreichen wir wieder Utopia Hotel. Es wird auf einmal kalt. Wir zitterrn alle. Die heisse Dusche danach tut echt gut. Um 19 Uhr nehmen wir alle zusammen das Abendessen. Es gibt eine frische Erbsensuppe, Spaguettis mit Tomatensauce, Salat, Tortillas. Später spielen Einheimische Musik für uns.
Gegen 21.30 gehen wir alle schlafen. Wir sind kaputt! 😄
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200828. März 2024 · #46
Montag, den 8. Januar 2024
Bis um 06.30 habe ich durchgeschlafen. Da höre ich ein Hin und Her im Bungalow der Deutschen. Um 07.30 begebe ich mich zur Yoga Session. Es tut gut sich auf etwas zu konzentrieren und sein Gehirn zu leeren. Um 9 Uhr finde ich die ganze Klicke am Frühstückstisch. Die Hälfte hat die Turista und eine fürchterliche Nacht hinter sich. Schuld daran warscheinlich das Mittagessen in Semuc Champey..... 😗
Um 10.30 beginnt unsere Chocolate Tour.Wir folgen Nancy. Sie leitet die Tour und erklärt uns das Wichtigste.
Die Utopia Hotelanlage ist ein Geschenk für die Augen.
Der Kakaobaum ist eine anspruchsvolle Pflanze, die nur im Schatten von Affenbrotbäumen, Bananenstauden oder Kokospalmen wächst.
Es ist ein gleichmässig warmes und feuchtes tropisches Klima notwendig. Erst nach 4 bis 6 Jahren tragen Kakaobäume Früchte, dafür tun sie das dann bis zu 40 Jahre lang!
Die Früchte die bis zu 25cm lang werden, können bis zu viermal im Jahr geerntet werden.
Von Hand werden die Früchte vom Stamm geschnitten, geteilt und zum Trocknen in die Sonne gelegt.
Hier die Kakaofrucht.
Wir bekommen danach trockene Bohnen und rösten sie.
Dann entfernen wir die Haut von den Bohnen.
Die Bohnen kommen anschliessend in den Küchenmixer.
In den Mixer addiert man Zucker. Hier das Ergebnis.
Nach einer halben Stunde wird der Inhalt etwas cremig.
Nach einer guten Stunde
verteilt man dann die Crème auf einer Form.
Dazu kann man Salz, Haselnüsse, Tamarind....usw addieren. Die Form geht anschliessend für eine halbe Stunde in die Gefriertruhe.
Inzwischen ist es auch schon 13 Uhr, Zeit zum Mittagessen. Es besteht aus Reis, frischem Gemüse und Salat. Ja hier lebt man gesund!
Es schmeckt sogar! Den Café geniesse ich in der Lounge.
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200830. März 2024 · #47
Fortsetzung
Eine Stunde später ziehe ich mich um
und es geht Richtung Fluss.
Es ist sehr heiss und der Fluss eignet sich als Schwimmbad!
Ich bin nicht allein.
Anschliessend wird auf der Terrasse gefaulenzt.
Gegen 16 Uhr vertrete ich mir die Beine in der Umgebung. Die Teerstrasse zum Hotel wird bald fertig sein.
Die Landschaft rundherum finde ich wunderschön.
Ab und zu sieht man Häuser.
Die Wege sind gut markiert.
Um 18 Uhr bin ich im Hotel zurück. Diese Aussicht wird mir schon fehlen!
Zeit zum Duschen und dann gleich zum Abendessen. Es gibt eine frische Blumenkohlsuppe, Salat, Käsegnocchi und Rüblikuchen. Miam miam aber Fleisch fehlt mir schon...... 😄 Anschliessend begleiche ich meine Rechnung. Da bekomme ich auch meine Schokolade die ich am morgen zubereitet habe.
Ich teile sie mit der Klicke. Um 21.30 geht es dann ins Bett. Morgen wird sehr früh aufgestanden. Ein langer Tag steht auf dem Programm. Es geht nämlich nach Tikal.
ich springe etwas verspätet auch noch mit auf und habe Deinen Bericht gerade in einem Rutsch nachgeholt. Wie schön, dass Du wieder entlegene Ecken dieser Welt bereist und einen daran teilhaben lässt. Danke für die Mühe und Deinen interessanten Bericht. 🙂 Mit Guatemala und Belize habe ich mich noch nie beschäftigt, daher umso spannender etwas aktuelles darüber zu lesen. Alleine in ferne Länder reisen ist für mich auch kein Problem, aber die Touren, die Du dabei so mitmachst, nötigen mir wirklich Respekt ab. Die Höhlenkletterei hätte ich mich nicht getraut (genauso wenig wie Rafting damals in Uganda). Hut ab für Deinen Mut!!
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200801. Apr. 2024 · #49
Dienstag, den 9. Januar 2024
Um 05.30 wird aufgestanden. Punkt um 06.15 verlasse ich Utopia Hotel mit 6 andere Touristen. Wir laufen wieder die 1,5 kms bis zum Parkplatz. Da wartet unser Pick-up der uns in die Stadt Lanquin fährt. 25 Minuten später erreichen wir sie.
Da ist Markttag
und etwas los.
Ich beobachte ein wenig die Leute.
Dieses kleine Mädchen sorgt einen Augenblick für meine Aufmerksamkeit.
Es ist so süss.
Der Pick-up bringt uns zum Stadteingang wo die Busse ankommen.
Hier unser Minibus der uns nach Flores fährt.
Punkt um 8 Uhr verlassen wir Lanquin. Wir sind 13 Insassen. Da ich in Flores gleich weiter nach Tikal fahren möchte, erkundige ich mich im Bus ob Andere auch dasselbe vorhaben. Super, eine Brasilianerin möchte auch gleich weiter nach Tikal. Die Landschaft unterwegs finde ich wunderschön.
Manchmal müssen wir uns hinter einem Bus oder Viehtransport gedulden.
Unser Minibus hält während der Reise dreimal bei einer Tankstelle an. Da können wir uns etwas zum Essen kaufen.
In Sayaxché müssen wir eine Fähre nehmen.
Da ist hochbetrieb.
Nach einer halben Stunde sind wir endlich an der Reihe.
Ein Hin und Her aber alles läuft wie am Schnürchen.
Kurz vor Flores wird getankt und das Auto gewaschen.
Trollkind243 Beiträge · seit 202101. Apr. 2024 · #50
Hallo Annik, gespannt und interessiert verfolge ich Deine Reise. Es sind wirklich farbenfrohe Bilder und die Bilder von der Forest Lodge erinnren mich sehr an Costa Rica. Ich habe eine Frage zur Reiseorganisation. Hast Du die Transfers im Vorraus selber buchen können oder hattest Du Unterstützung von einem Reiseorganisator? Freue mich auf den weiteren Bericht. Liebe Grüße Kirsten
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200802. Apr. 2024 · #51
@Kirsten: die Transfers habe ich alle an Ort und Stelle gebucht. Manchmal mit dem Guesthouse, manchmal selber. 🙂
Fortsetzung
Flores ist mit 20'000 Einwohnern die Hauptstadt des Bezirks El Peten. Dieser Bezirk ist der nördlichste und dschungelreichste des Landes. Flores liegt auf der Insel San Andres im Peten-Itsa See. Diese ist mit dem Festland durch einen kleinen künstlich angelegten Damm verbunden.
Erster Stop: der Chicken Bus Terminal nach El Remate. Da steigt auch ein Kerl ein. Er ist der Eigentümer von Maya Princess Tour. Er informiert uns zuerst wo wir Geld abheben können. Einige sind daran interessiert. Der Minibus hält gerade davor. Dann erzählt er uns wir können sämtliche Touren und Shuttles bei ihm buchen.
Endstation: natütlich das Maya Princess Office. Es befindet sich gerade neben dem Hostal Los Amigos wo viele Backpackers absteigen. Der Kerl weiss wie man gute Geschäfte machen kann! 😄
Natürlich habe ich mich im voraus über die verschiedene Tourpreisen und shuttles informiert. Seine Preise sind sogar etwas billiger. Die Brasilianerin hat auch dasselbe getan und ist mit mir einverstanden. Und so kaufe ich im Office ein Ticket nach San Ignacio (Belize) von El Remate aus (150 Quetzales) und eine Tagestour ab El Remate nach Yaxha (200 Quetzales). Der Eigentümer findet sogar einen Kumpel der uns gleich nach Tikal fahren wird zu 55 USD.
Der Driver ist auch englisch sprechend und sehr informativ. Jeannette (die Brasilianerin) wusste nicht dass man das Ticket für Tikal im voraus kaufen muss. Und so fährt Manuel, der Driver, so schnell er kann um vor 18 Uhr am Parkgate zu sein. Da gibt es nämlich eine Ban Rural Bank wo man sich die Tickets besorgen kann. Punkt um 17.55 hält Manuel vor der Bank an. Jeannette steigt aus und rennt zur Bank. 10 Minuten später kommt sie mit einem Lächeln zurück. Alles OK. Am Gate werden unsere Tickets verlangt. Unsere Namen werden auch auf den Hotellisten überprüft. Keine Hotelreservierung, no Entry! 😈 Unsere Namen werden gefunden. 🙂
Tikal liegt 17 Kilometer weiter. Wir erreichen es um 18.30. Es ist jetzt dunkel. Jeannette steigt beim Jaguar Inn aus und ich im Tikal Inn. Die Dame an der Rezeption gibt mir gleich den Schlüssel zum Bungalow B11, Es besteht aus 2 Grand-Lits
Ventilator und Elektrizität.
Hier das Badezimmer.
Ich packe schnell meine Sachen aus und gehe anschliessend ins Restaurant.
Da bestelle ich Chicken Curry. Das Essen ist sehr fade und ohne Gewürze. Igitigit.... 😣 Eine Stunde später wird das Restaurant voll. Die Gäste die auf der Night Tour im Park waren sind zurückgekommen. Um 21 Uhr geht es ins Bett.
Mittwoch, den 10. Januar 2024
Um 05.30 wird aufgestanden. Ich packe Wasser und Kekse in meinen Rucksack. Um 05.55 stehe ich vor dem Parkeingang. Es ist noch stockdunkel. Habe zum Glück eine Stirnlampe dabei. Mit einem normalen Eintrittsticket kann ich ab 6 Uhr in den Park Hinein. Habe alles im voraus studiert. Ich habe eine halbe Stunde bis zum Tempel IV von wo man den Sonnenaufgang beobachten kann. Da ich noch sehr schnell laufen kann, schaffe ich es sogar in 20 Minuten. Mensch so viele Leute da oben! Wie schon geahnt, werde ich keinen Sonnenaufgang erleben. Es ist nebelig!
Und so viele Leute haben ein Zusatzticket für den Sonnenaufgang bezahlt und sind noch viel früher aufgestanden....Welch eine Enttäuschung.
Ich beobachte die Natur und entdecke auf einmal grüne Papageien.
Das Licht ist leider nicht optimal.
Es gibt auch andere Vogelarten. Kenne mich aber da nicht sehr gut aus....
Nach einer halben Stunde laufe ich die treppen wieder hinunter und erblicke unweit ein paar Pfauentruthühner.
Auf einmal höre ich ein fürchterliches Geschrei. Klingt wie in einem Hitchkok Film! 🤩 Es kommt von einem Baum. Es sind Brüllaffen!
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200804. Apr. 2024 · #52
Fortsetzung
Der Temple IV ist übrigens der grösste und war über 60 Metern zu seiner Zeit das höchste menschengemachte Gebäude.
Tikal ist die grösste antike Maya Stätte in Guatemala und ist seit 1979 ein Unesco Weltkulturerbe und gleichzeitig ein Weltnaturerbe. Die ersten Siedlungen stammen aus dem frühen 1. Jahrhundert vor Christus. Das gesamte Gebiet hat 575 Quadratkilometer, der zentrale Bereich 16 Quadratkilometer und umfasst ca 3000 Bauten.
Ab und zu erblicke ich einen Nasenbär.
Ich entscheide mich anschliessend Richtung Gran Plaza zu laufen. Hier eine kleine Karte von den meistbesuchten Gebäude.
Auf Gran Plaza
fanden Götterzeremonien zwischen den folgenden 2 riesigen Tempeln statt:
Tempel I auch Grande Jaguar genannt. Er gilt als das Wahrzeichen der gesamten Maya-Kultur. Er ist 47 Meter hoch, darf allerdings nicht bestiegen werden.
Tempel II auch Tempel der Masken genannt.
Diese Pyramide darf man hochklettern. Von da oben hat man eine fantastische Aussicht über Gran Plaza und den Grande Jaguar.
Es wird vermutet dass der damalige König diesen Tempel als Grabmal für seine verstorbene Frau errichtet hat lassen.
Auf dem Tikal Gelände lassen sich Spuren der ersten Besiedlung bis 1000 vor Christus zurückverfolgen. Erst 500 Jahre später wurden die grösseren Gebäude erbaut (Temple IV zum Beispiel). Im 8. Jahrhundert nach Christus hat die Tikalstadt seinen Höhepunkt erreicht in Bezug auf Wohlstand, Bautätigkeit und Wachstum, mit einer Einwohnerzahl von 50'000 bis 100'000 Menschen. Anfang des 9. Jahrhundert nach Christus begann jedoch der plötzliche Untergang der Stadt.
Auf einmal werde ich wieder auf einen Nasenbär aufmerksam. Irgendwo hat er einen vollen Mühlsack gefunden.
Es gelinkt ihm den Sack zu öffnen.
Es scheint zu schmecken!
Das Ambiente hier ist unbeschreiblich. Wenn man bedenkt dass die Mayas hier da früher das Ritual des Menschenopfers praktizierten. Für den geopferten war es sogar eine Ehre. Heutzutage kaum vorstellbar.
Die Tikal Stadt hat sich immer weiter entwickelt, neue Bewohner sind dazugekommen, Kriege wurden ausgefochten bis sie Letztendes verlassen wurde. Warum die verschiedenen Mayareiche zusammengefallen sind, weiss man nicht. Vermutet wird, dass es mit Krieg, Dürreperioden, Hungersnoten, Ueberbevölkerung und Ressourcenknappheit zusammenhängt. So versank die Dschungelstadt immer mehr im guatemaltekischen Regenwald bis Forscher sie 1848 wiederentdeckten. Nach und nach haben in Folge dessen die Ausgrabungen begonnen und von 1979 bis heute forschen guatemaltekische Institutionen in diesem Gebiet.
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200805. Apr. 2024 · #53
Fortsetzung
Die Natur hier ist echt grandios! Man muss sich die Zeit nehmen und um sich schauen. Der Dschungel lebt. Meine Augen entdecken auf einmal einen Rabengeier.
Ich gucke ihm eine Weile zu.
Er hat sehr breite, verhältnismässige kurze Flügel und einen kurzen Schwanz.
Die Beine und der Schnabel sind grau.
Die Flügelspannweite kann bis 160cm erreichen.
Langsam wird es Zeit den Tempel II herunter zu laufen.
Es geht jetzt zum Mundo Perdido Tempel.
Den kann man auch besteigen.
Die Aussicht von da oben kann sich auch sehen lassen.
Anschliessend marschiere ich eine Weile durch den Park. Es gibt so viel zu sehen!
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200809. Apr. 2024 · #54
Fortsetzung
Das Hotel ist praktisch leer. Die meisten Gäste sind abgereist oder im Park.
Ich bestelle einen Avocadosalat und mache es mir dann am Pool gemütlich.
Um 14.45 laufe ich zurück in den Park. Da ich schon ein Tagesticket habe, brauche ich nicht Schlange stehen.
100 Meter nach dem Parktor, sehe ich diesen LKW.
Es steigen Leute aus und ein. Die Einheimischen erklären mir es wäre ein kostenloser Shuttle nach Gran Plaza. Man braucht also nicht hinauf zu laufen. Welch eine gute Nachricht. Meine Knie spüren die Treppen die ich am Morgen hinauf und hinunter gelaufen bin. 10 Minuten später erreichen wir Gran Plaza. Da marschiert schon wieder ein Nasenbär.
Inzwischen ist es auch sehr heiss, um die 32 Grad. Gran Plaza ist fast leer
und der Jaguar Temple gehört mir allein!
Danach steige ich wieder auf den Tempel IV. Die Aussicht ist jetzt besser.
Die Ruhe geniesse ich in vollen Zügen.
El Mundo Perdido schaue ich mir auch noch einmal an.
In den Baümen kracht es auf einmal. Da entdecke ich Klammeraffen.
Mit ihren langen Gliedmassen sind sie perfekt an die hangelnde Lebensweise angepasst. Die Hände sind hackenförmig, die Daumen zurückgebildet.
Ich entscheide auch noch den Tempel V zu besuchen.
und laufe dann wieder langsam Richtung Gran Plaza.
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200810. Apr. 2024 · #55
Fortsetzung
Gran Plaza ist jetzt praktisch leer und so still. Jetzt habe ich endlich die Möglichkeit mich vor dem Grande Jaguar ohne Touristen fotografieren zu lassen.
Danach klettere ich noch einmal auf den Maskentempel (Tempel 2)
Er lässt sich über eine Holztreppe an seiner Rückseite besteigen. Das Licht und Ambiente sind fantastisch!
Dann geht es wieder hinunter. Da läuft mir ein Nasenbär über den Weg.
Langsam geht es Richtung Parkausgang. Unterwegs begegne ich noch drei Pfauentruhane.
Gegen 16.45 erreiche ich den Ausgang. Ab 17 Uhr beginnt die Sunset Tour, da muss man ein zusätzliches Ticket haben um im Park bleiben zu dürfen. Alles wird ordentlich kontrolliert. Vor dem Tikal Hotel entdecke ich ganz zufällig auf einem Baum diese 2 mir unbekannte Vögel.
Ich schaue ihnen eine Weile zu.
Im Hotelgarten sichte ich auch einen Aguti.
Er verzehrt gerade eine Nuss.
Anschliessend mache ich es mir auf meiner Terrasse beim Lesen gemütlich.
Um 19 Uhr wird Abend gegessen. Der Fisch schmeckt comme ci comme ça.... Danach treffe ich noch die Brasilianerin im Jaguar Inn. Sie nimmt morgen sehr früh den Shuttle nach Antigua. Eine lange Reise...... Für mich geht es morgen nach El Remate.
Moin Annick, die Dir unbekannten Vögel sind Oropendolas.
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200811. Apr. 2024 · #57
Donnerstag, den 11. Januar 2024
Nach dem mittelmässigen Frühstück, packe ich meinen Koffer. Der nächste Minibus nach Florès fährt um 10.15. Er hält in El Remate an.
Nach dem Check-out rolle ich meinen Koffer 400 Meter bis zur Minibushaltestelle. Da steht er schon der Minibus!
Den Koffer darf ich sogar nach Innen nehmen. Um diese Zeit gibt es nicht viele Gäste. Ich muss mich noch 15 Minuten gedulden. Auf einmal traue ich meinen Augen nicht. Es ist aber die Realität. Auf dem Parkplatz gibt es Kino.
Die Nasenbären suchen wo sie nur können nach Futter.
Ich gucke ihnen eine Weile zu.
Sie lassen sich absolut nicht stören.
Unweit steht auch das Haus wo die Guides auf ihre Kunden warten.
Leider muss ich mich von den Nasenbären verabschieden denn der Minibus ist startbereit. Unterwegs hält er ab und zu an und lässt Leute aus und einsteigen. Eine halbe Stunde später bin ich schon in El Remate. Der Fahrer lässt mich beim Hotel Las Gardenias heraus, die Abzweigung wo ich eine Chance habe ein Tuk Tuk zum El Gringo Perdido Hotel zu finden. So viele Tuk Tuks gibt es aber nicht..... 😗 Nach 20 Minuten finde ich endlich Eins. Für 30 Quetzales bringt mich der Kerl zur Unterkunft. Sie liegt am Peten Itza See, 3 Kilometer vom Zentrum entfernt. www.hotelgringoperdido.com
Da werde ich auch sehr freundlich mit einem Drink empfangen.
Hier das Restaurant.
Ich bekomme gleich den Schlüssel zum Zimmer 102 im Erdgeschoss. Um da zu gelangen, passiere ich zuerst die Standard Zimmer mit Hängematten.
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200813. Apr. 2024 · #58
Fortsetzung
Nach dem Auspacken, laufe ich sofort zum Ufer.
Mehrere Pontons ermöglichen ins Wasser zu springen.
Man kann sich auch kostenlos einen Kayak oder ein Paddle ausleihen.
Hier das Gebäude wo sich mein Zimmer befindet.
Den Nachmittag verbringe ich im Wasser und auf einem Paddle. Die Natur finde ich einfach wunderschön.
Hier lässt es sich "ZEN" leben.
Ab und zu erblicke ich in der Ferne ein Fischerboot.
Der Sonnenuntergang wird grandios.
Ich geniesse ihn mit einem Mojito! Für solche tolle Momente, bin ich dem Leben sehr dankbar.
Am liebsten würde ich jetzt die Zeit anhalten.
Das Hotel ist zu 50% belegt schätze ich. Zum Abendessen gibt es eine frische Tomatensuppe, Fisch mit Gemüse und Salat und einen Mangosorbet. Schmeckt sehr gut. Den Abend verbringe ich mit 2 Mädels aus Holland. Sie reisen leider morgen früh schon ab.
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200816. Apr. 2024 · #59
Freitag, den 12. Januar 2024
Der erste Blick nach dem Aufstehen ist ein Geschenk für die Augen.
Um 9 Uhr, nach dem Frühstück, laufe ich zum Biotop Cerro Cahui. Es handelt sich um eine subtropische Waldreserve von 650 Hektar. Zum Eintritt sind es knapp 1,2 Kms zu Fuss. Unter der prallenden Sonne wird es schnell sehr heiss! Am Eingang bezahle ich 40 Quetzales. Der Wächter erklärt mir schnell die 2 verschiedene Wanderwege. Ich entscheide mich für den Längeren.
Der Weg ist gut markiert.
Ab und zu erblicke ich einen Rabengeier.
Es ist schon ein kommisches Gefühl allein hier im Wald herum zu laufen. Kein Mensch!
Auf einmal wird man mit einer tollen Aussicht auf dem See belohnt.
Es wird jetzt sehr heiss und feucht. Nach 3 Stunden verlasse ich die Reserve ein wenig enttäuscht. Ich erwartete mir viel mehr Tiere zu sichten. Am See ist es sehr ruhig.
Gegen 12 Uhr bin ich in der Lodge zurück und mache mit einem französischem Ehepaar Bekannschaft. Wir nehmen das Mittagessen zusammen. Die Tea und Coffee Station finde ich schon originel.
Den Nachmittag verbringe ich beim Schwimmen, Lesen
und Paddeln.
Der Sonnenuntergang wird wieder zu einem Highlight.
Enilorac65768 Beiträge · seit 201717. Apr. 2024 · #60
Die Sonnenuntergangsfotos sind super schön!
2016: Südafrika mit Gardenroute
2018 : Vic Falls, Namibia, Botswana, Mauritius
2020: Kapstadt und Gardenroute
2022: Namibia
2024: Namibia und Südafrika
2026: Namibia und Botswana in Planung :-)