Agent wegen "Rentnervisum" gesucht

174 Antworten · 11,5k Aufrufe · gestartet 18. Jan. 2024 von Ebi
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348 Beiträge · seit 201121. Jan. 2024 · #41
Ein grosser Teil der Staatseinkommens wird im Tourismus erarbeitet.
Ob das Chinesen, Inder, Russen oder sonst eine Nation ist, kommen sie als Touristen, sollten sie gerne gesehen werden, je länger sie bleiben, desto mehr Einnahmen für den Staat. Die Top Touistendestinationen in der Schweiz sind auch froh um jeden Chinesen Inder etc. Die Chinesen und Inder die du meinst, sind nicht Touristen, irgenwie verwechselst du da was.
Botswana zB haben die Inder sämtliche Jagdlizensen gekauft. In Namibia wurden von Russen, dem Mexikaner und sonstigen grosse Farmen auf 99 Jahre gepachtet etc.
Du meinst Geld regiert nicht die Welt 😉 Alles eine Frage der Summe,
wo ich bei dir bin,
erkaufen werde ich mir deren Wohlwollen ganz sicher nicht, würde mein Stolz nicht zulassen.
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen.
16,9k Beiträge · seit 201221. Jan. 2024 · #42
Turi schrieb: In Namibia wurden von Russen ... grosse Farmen auf 99 Jahre gepachtet etc.
Selbst gerade erlebt, wie sich eine Delegation umschaute.
Die russische Botschaft von Namibia hilft und unterstützt sehr gern bei der Auswahl des richtigen Objektes. 😉

LG
Logi
91 Beiträge · seit 202321. Jan. 2024 · #43
Du meinst Geld regiert nicht die Welt 😉 Alles eine Frage der Summe,
wo ich bei dir bin,
erkaufen werde ich mir deren Wohlwollen ganz sicher nicht, würde mein Stolz nicht zulassen.

Dann sind wir ja da schon mal einer Meinung!
1'096 Beiträge · seit 200921. Jan. 2024 · #44
Interessante Diskussion.

Wir reisen jetzt mit Unterbruch seit 2,5 Jahren durch das südliche Afrika und ich war fest der Meinung, dass das Land, das als erstes das Potential europ. Rentner erkennt und transparente Regeln erlässt, das Geschäft seines Lebens macht.

Tatsächlich scheint niemand interessiert zu sein. Kein einziges Land im südlichen Afrika öffnet sich. Ich meine, wenn man das mal durchrechnet, ergibt sich ein nennenswertes Potential. Bspw. Namibia:
5 Mio Investment zzgl. einer definierten Rente oder eines weiteren Invests. Sagen wir nochmals 5 Mio NAD.
Pro Jahr gibt es ein Kontingent X (500 Paare?) und die ersten 500, die das erbringen, erhalten eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis (nach Sicherheitscheck, Tuberkulose und sonstigem) ohne die Möglichkeit erwerbstätig zu sein.

Das entspricht round about 500.000 EUR Mindestinvest. Es gibt in Europa mehr Paare, die das bringen können und Interesse hätten, da wette ich.

Alleine die Einlage bringt 2.5 Mrd NAD bei der Bank. Diese Rentner nehmen niemandem etwas weg, sondern investieren nur. Viele Regionen würden dadurch nur gewinnen und stabilisiert werden.
Interessanterweise scheint kein einziges Land im südlichen Afrika daran ein Interesse zu haben. Vor kurzem hatte ich ein interessantes Gespräch mit einem Schwarzen, der der gehobenen Mittelschicht angehört. Seine steile These war die, dass der Staat (egal welcher der 3-4, die in Frage kommen) kein Interesse daran hat, dass die Länder sich gut entwickeln oder einen nennenswerten Fortschritt machen. Regierungsmitglieder verdienen am besten, wenn es der Masse nicht gut geht und es keine nachvollziehbare Entwicklung gibt.
Wie gesagt: steile These - wobei Fishrot in Nam, die Entwicklung in ZIM und RSA ihm Recht geben. Es erscheint fraglich, ob die Leute, die die Macht haben, wirklich wollen dass etwas geht. Andere Argumente, die ich schon gehört habe, lauteten so, dass die Staaten Angst haben, dass „die Weissen“ wieder die Länder übernehmen. Ich stelle mir gerade die Rollator-Gang vor, die die neue Kolonie gründet. 😄
Scherz beiseite - die 1. Begründung erscheint mir am plausibelsten.

Liebe Grüsse
Guido
91 Beiträge · seit 202321. Jan. 2024 · #45
Hallo Guido,
leider muss ich dir da in den meisten Punkten zustimmen, würde es aber nicht an südafrikanischen Ländern fest machen. An der Regierung sind nun mal POLITIKER und die schauen überall auf der Welt erstmal, daß sie ihre Schäfchen ins Trockene bringen. Es mag vielleicht Ausnahmen geben, aber meine persönliche Meinung über Menschen an der Macht ist generell keine Gute - egal, in welchem Land dieser Erde. Menschen sind eben so, deswegen bin ich gerne in einem Land wie Namibia, wo es doch wesentlich mehr Tiere wie Menschen gibt 😉
47 Beiträge · seit 202121. Jan. 2024 · #46
Bis jetzt fand ich diesen Thread durchaus interessant. Aber nun laufen die Beiträge wieder einmal in eine Richtung, die in diesem Forum leider manchmal eingeschlagen wird. Hilfreich wären Beiträge, die sich an der Sache orientieren.

LG Alfi
91 Beiträge · seit 202321. Jan. 2024 · #47
Da hast du Recht, mit "Agent gesucht" hat das schon lange nichts mehr zu tun.
Deshalb; falls du, Ebi, noch einen Agenten suchst, kannst du mich gern über PN kontaktieren.

Beste Grüße
Hans
Themenstarter904 Beiträge · seit 201022. Jan. 2024 · #48
Turi schrieb:So ist es, du bekommst mit dem PRP, sofern du ein namibisches Konto hast 1400 Nam Dollar im Monat ab dem 60igsten Lebensjahr.
Wusste ich nicht. Dazu wäre ich aber auch zu stolz. Nehme nix raus, wo ich nie einbezahlt habe, damit wäre ja man ein Schmarotzer. Wenn sich die Überweisung nicht abwenden lässt, spendet man das Geld halt. Das ist schon ne komische Regelung, zumal das Land ja nun wirklich nicht in Kohle schwimmt.

Schöne Grüße
Ebi
33,1k Beiträge · seit 200622. Jan. 2024 · #49
So ist es, du bekommst mit dem PRP, sofern du ein namibisches Konto hast 1400 Nam Dollar im Monat ab dem 60igsten Lebensjahr.
Nein, die staatliche Einheitsrente ist nur für Namibier, PRP haben keinen Anspruch auf staatliche Sozialleistungen.

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
537 Beiträge · seit 202022. Jan. 2024 · #50
Ebi schrieb:
Turi schrieb:So ist es, du bekommst mit dem PRP, sofern du ein namibisches Konto hast 1400 Nam Dollar im Monat ab dem 60igsten Lebensjahr.
Wenn sich die Überweisung nicht abwenden lässt, spendet man das Geld halt. Das ist schon ne komische Regelung, zumal das Land ja nun wirklich nicht in Kohle schwimmt.
Es wird nicht automatisch ueberwiesen, das muesste man schon beantragen.

Laut meinen Informationen ist es tatsaechlich so dass PRP Holder Anspruch auf staatliche Rente haben. Weiss aber natuerlich nicht, ob das mal wieder die namibische Stille Post war. Wir wuerden sie nicht beantragen, wenn es so waere weil andere das Geld noetiger brauchen.
zuletzt bearbeitet 22. Jan. 2024
537 Beiträge · seit 202022. Jan. 2024 · #51
travelNAMIBIA schrieb:Nein, die staatliche Einheitsrente ist nur für Namibier, PRP haben keinen Anspruch auf staatliche Sozialleistungen.
Laut dem National Pensions Act vom 16. April 1992 hat jeder Namibische Buerger (und PRP Holder gehoeren dazu), der in Namibia lebt und ueber 60 Jahre alt ist Anspruch auf die staatliche Rente:


Capture.JPG




Quelle
zuletzt bearbeitet 22. Jan. 2024
33,1k Beiträge · seit 200622. Jan. 2024 · #52
Interessant. Also die ich im Rentenalter hier als PRP kenne, erhalten alle keine staatliche Rente, obwohl sie versucht hatten sie zu beantragen. Müssten sie aber in der Tat laut dem Act (hab jetzt auf die Schnelle nicht gefunden, ob es möglicherweise seit 1992 Amendments dazu gab). Aber danke für die Info, ich werde mich mal weiter umhören.

Viele Grüße
Christian
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91 Beiträge · seit 202322. Jan. 2024 · #53
Ich kenne 2 Personen persönlich, die diese Rente beziehen.
Viele Grüße
Hans
33,1k Beiträge · seit 200622. Jan. 2024 · #54
Hi makis,

sorry für die Verwirrung, die ich hier gestiftet habe. Ich hatte mich geirrt. Die Fälle, die ich kenne, haben nur Domicile und nicht PRP und mit Domicile bekommt man keine namibische Einheitsrente.

Viele Grüße
Christian
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537 Beiträge · seit 202022. Jan. 2024 · #55
travelNAMIBIA schrieb:Hi makis,

sorry für die Verwirrung, die ich hier gestiftet habe. Ich hatte mich geirrt. Die Fälle, die ich kenne, haben nur Domicile und nicht PRP und mit Domicile bekommt man keine namibische Einheitsrente.
Kein Problem - deine Info mit Domicile ist allerdings auch wichtig und interessant!
33,1k Beiträge · seit 200622. Jan. 2024 · #56
Tatsächlich scheint niemand interessiert zu sein. Kein einziges Land im südlichen Afrika öffnet sich. Ich meine, wenn man das mal durchrechnet, ergibt sich ein nennenswertes Potential. Bspw. Namibia:
Mauritius macht es so. Wer einen festen Betrag in eine Immobilie steckt, bekommt seine Aufenthaltsgenehmigung (https://residency.mu/invest/). In Namibia war das bis ca. Ende der 1990er Jahre auch so. Z. B. https://thepresidentslinks.com.na/permanent-residence/ (dahinter steht übrigens die durchaus angesehene Henley & Partners: https://www.henleyglobal.com/residence-investment/namibia) versucht einem seit ca. 2 Jahren auch eine solche Lösung zu verkaufen. Nur ist das nicht vom Innenministerium gar nicht abgesegnet und es gibt keine Extrawurst für diese Investoren. Es ist sozusagen ein Scam.

Viele Grüße
Christian
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1'127 Beiträge · seit 202222. Jan. 2024 · #57
travelNAMIBIA schrieb:....Mauritius macht es so. Wer einen festen Betrag in eine Immobilie steckt, bekommt seine Aufenthaltsgenehmigung....
Das ähnlich gestrickt „Goldene Visum“ in Portugal wurde voriges Jahr wieder gestrichen. Kein volkswirtschaftlicher Nutzen, investiert wurde fast nur in Luxusimmobilien, starke Verdachtslage für Waschen und Parken von illegal erwirtschaftetem Geld, hohes Sicherheitsrisiko bei manchen Begünstigten (Strohmänner für ???) udgl. wurden in den Medien als offizielle Begründungen genannt.
Grüße

Die Thematik verfolge ich immer mit großem Interesse (aber ohne persönlichen Bedarf), weil es etwas über ein Land selber aussagt und wie es von außen gesehen wird.

Es wird hier schon manchmal auf hohem Niveau gejammert, wenn man das mit der umgekehrten Situation vergleicht: Namibischer Bürger möchte sich in D niederlassen 😎.
Außerdem kann es auch so sein:

Vermögende Bekannte (im Ruhestand) in RSA erwogen am Höhepunkt der Sicherheitskrise in den 90ern/2000ern nach Australien auszuwandern. Dafür wurde vorab Immobilienerwerb, ein sehr hohes Barvermögen, berechnet für die „Restlebensdauer“, plus Versicherungen, verlangt; ZUSÄTZLICH eine weitere Millionenkaution ($) auf einem Treuhandkonto dort. Dafür hätten sie ihr gesamtes Vermögen versilbern müssen und sie haben es bleiben lassen, weil sie ihre Zelte in RSA nicht komplett abbrechen wollten..... und in Mauern, Elektrozäune und Alarmanlagen investiert 😎
Ein anderes (junges) Paar hatte es (nach bösen Erlebnissen daheim) tatsächlich nach Australien geschafft, weil der Mann eine gefragte Qualifikation hatte. Er ist vorausgefahren, hat schon gearbeitet, die Frau durfte aber nur auf Touristenvisum, keine Chance auf Aufenthalt. Dann haben sie abgebrochen und sind zurück nach RSA
zuletzt bearbeitet 22. Jan. 2024
537 Beiträge · seit 202022. Jan. 2024 · #58
tacitus schrieb:
Es wird hier schon manchmal auf hohem Niveau gejammert
Auf der einen Seite ja - man geht halt davon aus, dass ein Deutscher mit etwas Vermoegen und einer monatlichen Rente ueberall gern gesehen wird, und empfindet die tatsaechlich willkuerlich erhobenen Regelungen als Zurueckweisung. Menschlich doch schon nachvollziehbar, wenn man das Wort "persoenlich" noch davorsetzt, denn die meisten sind ja durchaus gute und freundliche Menschen, aber dennoch ist es ein Fehler, es so persoenlich zu nehmen da es eben viele betrifft.

Auf der anderen Seite waere eine festgeschriebene Regelung, die man nachlesen kann und die nicht nur fuer alle Bewerber gilt, sondern auch fuer Home Affairs natuerlich wesentlich angenehmer. Das Risiko ginge gegen Null, man hat mehr Sicherheit auch was die Investitionen angeht, und nicht zuletzt muesste man nicht staendig durch ein Wechselbad der Gefuehle gehen (ich kenne das noch gut, auch wenn es schon ein bisschen her ist). Da waere es sogar verschmerzbar, eine relativ ungewisse Wartezeit ueberstehen zu muessen.

Aber es ist eben so wie es ist. Der Immigration Act wurde meines Wissens nie angepasst oder veraendert, er ist halt in der Verfassung verankert und die kann man nicht eben mal so nebenbei veraendern. Es gibt kein "Rentner PRP", nur ein PRP, und wer es bekommt, der hat alle Rechte, darf auch arbeiten gehen, und staatliche Rente bekommen, und die namibischen Sonderpreise fuer Eintritte in Parks bekommen, voellig egal ob er in Rente ist oder nicht. Selbst wenn man ein Rentner PRP schaffen koennte: eine Kontrolle der Auflagen waere ein Ding der Unmoeglichkeit.
Niemals vergessen: Namibia mag in Teilen europaeisch rueberkommen, aber es ist Afrika. Und in Afrika gehen die Uhren nunmal anders. Das ist ja wohl auch ein (grosser) Teil der die Faszination ausmacht, oder?
91 Beiträge · seit 202322. Jan. 2024 · #59
Du sagst es und ich bin froh, daß die Uhren in Afrika anders gehen!
1'127 Beiträge · seit 202222. Jan. 2024 · #60
Danke Makis für die Klarstellung zur (nicht differenzierenden) Rechtslage in Namibia,

ich lösche auch folgend bald wieder, weil das Thema für konkrete Infos eröffnet wurde und ich mit meiner Meinung nur störe.


gelöscht, war aber leider schon zitiert, aber angesagt ist angesagt 😎
Grüße
zuletzt bearbeitet 23. Jan. 2024