Die Badgers bei Tag und Nacht im Kruger

Reisebericht 163 Antworten · 22,2k Aufrufe · gestartet 18. Okt. 2023 von H.Badger
Themenstarter1'823 Beiträge · seit 201618. Jan. 2024 · #121
Hallo zusammen,
ein kleiner Zwischenbeitrag zu Satara, um dem Interesse nach guten Häuschen dort nachzukommen:
Wir finden die Häuser im D-Circle prima, obwohl man hier keinen wirklich schönen Blick hat. Man ist aber am Rand des Camps und hier stehen eben auch die Unterkünfte, die für unsere Familiengröße sehr gut geeignet sind (gelb markiert). Ein positiver Nebeneffekt der Häusergröße ist, dass der D-Circle im Vergleich zu den anderen Kreisen viel weniger dicht bebaut ist. Nur verlaufe ich mich im Dunkeln auf dem Weg vom D-Circle zur Rezeption immer, weil es in Satara kaum gerade Wege gibt...
Wenn wir zu zweit unterwegs wären (oder wenn die Kinder mal ihr eigens Häuschen bewohnen möchten), würde ich aber die in der Abbildung rot markierten Häuser bevorzugen. Sie liegen (wie man unschwer sieht...) nicht in der typischen Ringstruktur, sondern sehr ruhig an der Umzäunung - u.a. mit guten Chancen auf nächtliche Hyänenbeobachtung.

satara-map.png


Lieber Gruß
Sascha
Website: www.picturesgonewild.de SA, Namibia, Mauritius 2016 / Kruger NP 2016, 2018, 2021, 2023, 2025 / Namibia 2017 / Sri Lanka 2018 / Namibia und Botswana 2019 / Costa Rica 2022 / Namibia 2022 / Norwegen 2024 / Indien 2025 Alle Reiseberichte unter: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/304512-h-badger-reiseberichte.html
405 Beiträge · seit 202118. Jan. 2024 · #122
Die untere rot markierte Häuserreihe kann ich auch unbedingt empfehlen! Als wir im März 2023 dort waren, bekamen wir das allerletzte Haus in der Reihe. Es ist eine große Rasenfläche zwischen den Häusern und dem Zaun, und es gab nahe bei unserem Haus eine schöne Sitzbank unter Bäumen mit Blick auf den Zaun.
Aber Obacht auf die Affen beim Essen! Die sind schnell und finden immer ihre Opfer...

Viele Grüße
Claudia
Themenstarter1'823 Beiträge · seit 201622. Jan. 2024 · #123
Fortsetzung

Der frühe Nachmittag bietet einen erneuten Versuch, die Zwergohreulen in Satara zu finden. Wie bereits erwähnt, wird auch dieser leider erfolglos bleiben. Auch die Unterstützung von Restaurantmitarbeitenden hilft nichts – die Eulen bleiben verschwunden. 😐
Die Suche produziert jedoch einiges an „Beifang“ – in den Bäumen und Sträuchern Sataras ist jede Menge los.

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White-throated Robin-Chat (Weißkehlrötel)

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Speckled Mousebird (Braunflügel-Mausvogel)

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Crested Barbed (Haubenbartvogel)

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Green-backed Camaroptera (Grünmantel Bogenflügel)

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Red-billed Firefinch (Senegalamarant)

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Grey-headed Sparrow

Ein kurzer Nachmittagsgamedrive beginnt für uns um 16 Uhr. Leider führen die zwei Stunden auf den Wegen des Parks zu kaum nennenswerten Sichtungen. Fast alles scheint sich heute vor uns zu verstecken. Vielleicht liegt es an der noch immer sehr ausgeprägten Hitze.
Einzig eine Rotschopftrappe verrät sich durch ihren ausdauernden Ruf.

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In Ermangelung von Alternativen muss schließlich ein Gnu als Fotomodell herhalten. Das Licht ist einfach zu schön, um fotolos ins Camp zurückzukehren.

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Nach Sonnenuntergang kochen wir in unserer Hütte und machen in der Grillstelle ein kleines Lagerfeuer. Die Blicke in die tänzelnden Flammen gerichtet, lassen wir einen weiteren Afrika-Tag gemeinsam ausklingen.
Während die Kinder in der Hütte bleiben, streifen die Eltern noch ein wenig mit ihren Leuchten durch das Camp. In der Nähe des Restaurants sind tatsächlich verräterische Rufe zu hören: Eine African Scops Owl offenbart ihren Aufenthaltsort. Hoch oben im Geäst eines Baumes sitzt sie – und damit leider so gut wie unfotografierbar. Aber immerhin haben wir endlich (!) eine der kleinen Eulen wenigstens sehen können.
Wir streifen noch ein wenig durch die Ringe des Camps und begegnen dabei ganz plötzlich einem Honigdachs, der uns kurz anblickt, sich dann aber schnell vor uns zurückzieht.
Wenig später hören wir erneut die charakteristischen Rufe von Zwergohreulen. Wir folgen dem hohen Tönen zu einem der Bäume inmitten eines der Häuserringe und siehe da: Völlig exponiert sitzt dort eine Scops Owl und blickt aus geringer Höhe zu uns herunter. Auch von der Seite ertönen weitere Rufe – eine zweite Eule sitzt im Nebenbaum. Wie schön: Wir freuen uns sehr darüber, dass wir auf den letzten Drücker noch eine wirklich schöne Zwergohreulensichtung erleben dürfen.

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Der weitere Spaziergang führt uns bald darauf zu einer Wildkatze, die ausgiebig gähnend auf einer der Wiesen herumliegt. Hier macht sich jemand fertig für die Nacht.

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Bald darauf treffen wir auf eine weitere Wildkatze. Diese ist bereits im Jagdmodus und schleicht um ein Vogelnest, das sich in einem Masten befindet, ausdauernd herum. Unermüdlich blickt sie zum Einflugloch hinauf – kommt jedoch zum Glück der Bewohner nicht heran und muss irgendwann schließlich doch aufgeben.

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Und auch wir suchen unseren Weg zurück zur Hütte und sind einmal mehr zufrieden mit dem, was der Kruger-Tag am Ende wieder für uns bereitgehalten hat.

Morgen geht es nach Biyamiti - und damit so langsam dem Ende der Reise entgegen.
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zuletzt bearbeitet 24. Jan. 2024
547 Beiträge · seit 201222. Jan. 2024 · #124
Lieber Sascha,

ganz schöner "Beifang" zeigst du uns! Zum Glück gibt es noch die Vogelwelt! So wird man fast nie enttäuscht, auch wenn es sonst nicht viel zu sehen gibt, nicht wahr?
Ich freue mich auf eure Erlebnisse in Biyamiti!

Lieber Gruss,
Sue
2025 Reisebericht Johannesburg bis Maun: https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/306515-in-5-wo-von-joburg-nach-maun-im-aug-sept-25.html?start=0 2023 Reisebericht Johannesburg bis Kapstadt: https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/304305-in-42-tagen-von-joburg-nach-kapstadt-okt-nov-23.html 2022 Reisebericht Westküste bis Etosha: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/302652-kapstadt-etosha-retour-bitte.html 2017 Reisebericht Richtersveld: https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/294971-richtersveld-richtersveld.html
Themenstarter1'823 Beiträge · seit 201623. Jan. 2024 · #125
Hallo Sue,
Vögel sind für uns tatsächlich ein ganz wichtiger Baustein einer Wildlife-Reise. Da mussten wir aber erst reinwachsen - zu Beginn waren es vor allem die großen Säuger, die das Interesse weckten - jetzt steht so mancher Vogel mit ihnen mindestens auf einer Stufe.
Biyamiti ist immer einen Aufenthalt wert. Auch dieses Mal war es schön - auch wenn die Sichtungen im dichten Busch (mit Blättern dran) zunehmend schwierig werden.

Herzlich
Sascha
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2'167 Beiträge · seit 200924. Jan. 2024 · #126
Hallo Sascha,

So toll, deine Bilder! Vielen Dank fuer deinen Bericht! Von mir aus koennte diese Reise ewig dauern,,,
Und dieses mir unbekannte Flugobjekt. Kann hier jemand helfen?
Das ist ein Grey-headed Sparrow.

Gruss aus Sodwana
Maddy
Reiseberichte: Camping Tour Northern Namibia, August 2010 Dlinza Forest, Eshowe, KZN, South Africa Die erste Reise - Loggerhead Camping trip 2020: KNP-Mapungubwe-Magoebaskloof-Mt.Sheba
49 Beiträge · seit 201424. Jan. 2024 · #127
Nun bin ich auch wieder in Deinen Bericht eingestiegen und es macht großen Spaß, ihm zu folgen - gerade da wir ja noch so frische Eindrücke aus dem Krüger haben. Die Bush Babies in Croc Bridge haben wir auch mit großer Freude gesehen und in Lower Sabie haben wir ebenfalls einen morning walk mit K.O. gemacht 🙂
Womit fotografierst Du eigentlich? Gerade die Bilder in der Dunkelheit gefallen mir sehr gut, Du musst ja schon sehr lichtstarkes Material haben, so scharf wie die Bilder sind? Erzähl' gerne mal 😉
Themenstarter1'823 Beiträge · seit 201624. Jan. 2024 · #128
@ maddy
Liebe Maddy,
hab vielen Dank für die Bestimmungshilfe. Ich habe den Vogel nun richtig benannt.
Die Reise hätte für uns auch noch ewig weitergehen dürfen - nur sind die Schulferien im Herbst eben doch begrenzt...
Aber es wird hoffentlich nicht unser letzter Kruger-Trip gewesen sein...

@ henrychinaski
Wie schön, dass ihr die Bushbabies gesehen habt! Das freut mich. Ich hoffe, dass auch der Walk mit K.O. eine gute Erfahrung war und ihr auch darüber hinaus eine rundum tolle Zeit im Kruger hattet.
Die meisten Tierfotos im Bericht sind mit der Canon 5D Mark IV aufgenommen worden. Teilweise haben wir auch die R5 verwendet - aber wir fremdeln noch immer etwas mit diesem eigentlichen Upgrade...
Das Objektiv, das bei der Mehrzahl der Aufnahmen (und bei allen Nachtaufnahmen) zum Einsatz gekommen ist, ist ein alter (und schwergewichtiger) Haudegen, der aber mein unangefochtenes Lieblings-Tele in Bezug auf Wildlife-Fotografie ist: Das Canon EF 500mm 4.0 L IS USM. Bei den meisten Nachtaufnahmen habe ich bei der Nachbearbeitung außerdem die noch recht neue KI-Rauschreduktionsfunktion von Lightroom genutzt. Unser etwas in die Jahre gekommener Laptop rechnet dann zwar ausdauernd bei jedem Foto - aber die Ergebnisse finde ich in Punkto Klarheit wirklich überzeugend.

Herzliche Grüße in die Runde
Sascha
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49 Beiträge · seit 201425. Jan. 2024 · #129
Moin Sascha, ich bin wirklich beeindruckt von der guten Qualität. Leider sind meine Fotos der Bushbabies nicht vorzeigbar, hatte das 70-200 2.8 drauf und war zu weit von den kleinen Kerlchen weg, habe mich auch nicht näher rangetraut. Habe aber ein tolles Video, unsere Zimmernachbarn hatten ihre GoPro neben dem Pfosten aufgebaut.
Viele Grüße und einen schönen Tag
Bastian
zuletzt bearbeitet 25. Jan. 2024
Themenstarter1'823 Beiträge · seit 201625. Jan. 2024 · #130
Kapitel 11: Auf nach Biyamiti!

Mit dem Sonnenaufgang über den weiten Ebenen, die Satara umgeben, stehen wir heute alle vier auf.

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Schnell sind unsere Habseligkeiten verladen, gefrühstückt wird im Auto. Bei Toresöffnung verabschieden wir uns von Satara und schlagen den Weg gen Süden ein.
Nach einigen mehr oder weniger wolkenverhangenen Tagen scheint die Sonne erneut von einem Himmel in ungetrübtem Blau herab. In schöner Morgenausleuchtung begegnen uns bereits kurz nach der Abfahrt einige Braunkopfpapageien.

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Bald darauf kommt es schon zur ersten Katzensichtung des Tages. Gestern war es am Nachmittag heiß und so hat sich die Asphaltdecke der Hauptstraßen gut aufheizen können. Derartig vorgewärmte Straßen sind beliebte Ruhestätten der Kruger-Löwen. Und so treffen wir ein paar Kilometer südlich des Sweni auf einen Löwenkater, der mitten auf der Straße sein Morgennickerchen abhält.

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Wir bleiben ein wenig am Straßenrand stehen und werden nach einer knappen Viertelstunde, im Laufe derer ungeduldigere Fahrer bereits ihren Weg fortgesetzt haben, belohnt. Wir sind allein mit dem Löwen, als er sich erhebt, uns ein paar Portraits gestattet und alsbald seine Krallen an einem nahen Baum wetzt.

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Ein wenig können wir ihn noch auf seinem Weg parallel zur Straße begleiten, bis er schließlich „abbiegt“ und schnell unseren Blicken entzogen wird. Was für ein schönes Tier!

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An der Marheya-Wasserstelle erfolgt unser nächster nennenswerter Halt. Hier liegen sechs (!) Löwenkater im Schatten eines Busches dicht beieinander. 🙂 Ich kann mich nicht daran erinnern, dass wir jemals so viele ausschließlich männliche Löwen auf einem Haufen gesehen haben. Leider ruhen die Tiere für uns in ungünstigem Morgen-Gegenlicht, sodass keine wirklich schönen Bilder dieser wunderbaren Sichtung entstehen.

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Wir wechseln mehrmals den Winkel – aber was wir auch machen: Die Sonne ist hier nicht unser Freund. Und die Löwen machen arttypisch wenig Anstalten ihre Position zu verändern. Als sie schließlich alle sechs flachliegen, fahren wir weiter.
Ein Raubadler bei der Morgengymnastik sitzt wenige Kilometer weiter südlich in einem Baum an der Straße. Zum Glück dieses Mal auf der richtigen Lichtseite.

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Und selbstverständlich sind auch die üblichen Verdächtigen am Morgen unterwegs. Hier stellvertretend ein weiblicher Kudu.

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Es folgen nun zahlreiche Kilometer mit viel Landschaft und wenig Tier.
Kurz nachdem wir den Sabie überquert haben, tritt plötzlich ein Leopard aus der Uferböschung und kommt am Straßenrand auf uns zu. 🤩 Nicht weit von unserem Auto entfernt kreuzt die Katze die Fahrbahn, verharrt wenige Augenblicke am anderen Straßenrand und verschwindet schließlich so schnell, wie sie aufgetaucht war, wieder im dichten Busch, der den Weg säumt.

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Hier waren wir mal wieder zur rechten Zeit am rechten Ort, wie uns nach dem Verschwinden des Leoparden auch der Fahrer des einzigen anderen anwesenden Autos erfreut zuruft.

Unser Weg führt uns nach Lower Sabie, wo wir ein spätes Frühstück bzw. frühes Lunch einnehmen wollen. Als wir am Sunset Dam ankommen, ist es schon wieder richtig heiß. Und so bleiben wir nicht lange.

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Wood Sandpiper (Bruchwasserläufer)

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Sattelstorch an Graureiher

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Stelzenläufer

Nach einer entspannten Zeit auf der heute viel zu vollen Terrasse Lower Sabies (wir müssen für einen freien Tisch eine ganze Weile anstehen!) und einer zum Glück erfolgreichen Taschenmesser-ad-hoc-Reparatur unseres Teleobjektivs, an dem sich einige Schrauben gelöst hatten und das damit immer wieder einiges an Streulicht hineingelassen hat, setzen wir unsere Fahrt gen Biyamiti fort.
Kurz nach Verlassen des Rastlagers stehen bereits einige Autos am Straßenrand. Hinter einer hohen Böschung liegen hier einige Löwen unter einem Busch. Sie sind nur schwer zu sehen: Es gibt wenige Winkel, aus denen die Katzen überhaupt sichtbar sind und auch dann muss man durch schütteres Gestrüpp hindurch fotografieren. Auch so können Sichtungen im Kruger aussehen. Da es aber die letzten Löwen sein werden, die wir auf dieser Reise sehen, findet ein Dokumentationsbild trotzdem seinen Weg in den Bericht.

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Wenig später treffen wir erneut auf ein paar stehende Fahrzeuge. Wieder wird der Weg hier von dichtem Busch umrahmt. Und so können wir nur einige flüchtige Blicke auf einen dauerhaft verbuschten Leoparden werfen, der unweit der Straße seines Weges zieht. An Fotos ist hier leider nicht zu denken.

Der weitere Weg nach Biyamiti verläuft nach dieser letzten Katzensichtung mehr oder weniger ereignislos. Die Hitze des Tages ist enorm, der Busch ist ziemlich blickdicht. Zwei Rahmenbedingungen, die dem Gamedriver nicht gerade in die Karten spielen. Aber wir wollen uns im Angesicht der hinter uns liegenden Sichtungen nicht beschweren. 😉 Und so kommen wir schließlich am frühen Nachmittag in einem unserer Lieblingscamps an. In diesem Jahr können wir hier leider nur eine Nacht verbringen. Das ist auf jeden Fall zu wenig für dieses wunderbar ruhige Camp… Für den heutigen Nachmittag haben wir traditionsgemäß einen Sunset-Drive gebucht. Das machen wir gern in den Wilderness-Camps, denn dort wird die Ausfahrt mit einem „kleinen“ Landcruiser durchgeführt. Darüber soll aber erst im nächsten Kapitel erzählt werden.
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1'835 Beiträge · seit 201526. Jan. 2024 · #131
Wow! Was für eine gelungene Überführung nach Biyamiti. So viele tolle Sichtungen, wie schön!
Aber gerade 6 männliche Löwen an einem Haufen zu entdecken ist ja schon fast übertrieben. Das wäre für uns auch eine Erstsichtung. Wir hatten mal 5 im Camp in der Serengeti und konnten es auch kaum fassen dass so viele Knaben zusammenkommen. Ich glaube das heißt sie sind eine Male Coalition, sind aus dem häuslichen Rudel hinausgeworfen worden, aber haben noch nicht ihren eigenen pride gegründet.
Denk mal wenn man die sechs beim Jagen sehen könnte!
Vielen Dank für die gute Unterhaltung und mit lieben Grüßen von Katrin
If life is a journey be sure to take the scenic road! Expedition Antarktis: https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299327-expedition-antarktis-mit-falklands-und-s-georgia.html Island In Herbstfarben https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299288-island-in-herbstfarben-september-2018.html Nordamerikanische Safari und Landschaften May Till October 2019 https://www.namibia-forum.ch/forum/index/weitere-laender/299141-nordamerikanische-safari-und-landschaft-2019.html Zweite Selbst Fahrer Tour in Tansania. Same same but different. Juni 2018 https://www.namibia-forum.ch/forum/index/tansania/295665-zweite-selbst-fahrer-tour-in-tansania-same-same-but-different.html Trip reports in English: Namibia and KTP 2016 http://safaritalk.net/topic/16959-self-drive-safari-tr-nam-sa-bots-nam/ Botswana 2016: http://safaritalk.net/topic/16985-self-drive-safari-tr-bots-nam-sa/ Tanzania 2015: http://safaritalk.net/topic/15256-self-drive-safari-through-northern-tz-parks-of-mara-crossings-and-lions-in-camp/ Nam-SA-Bots 2014: http://safaritalk.net/topic/14669-self-drive-safari-in-botswana-south-africa-and-namibiab/page
Themenstarter1'823 Beiträge · seit 201627. Jan. 2024 · #132
@ Sadie
Liebe Katrin,
es freut mich, dass du dich gut unterhalten fühlst. So soll es sein.
Eine "Male Coalition" haben wir hier also gesehen - vielen Dank für die neue Vokabel! 🙂
Die Nord-Süd-Verbindung zwischen Satara und Lower Sabie war in diesem Jahr - wie auch, wenn ich mich richtig entsinne, bei unseren Besuchen in den letzten Jahren - ein Garant für schöne Raubkatzensichtungen.
Nun geht es aber in den dichten Busch rund um Biyamiti und da wird es mit den Sichtungen etwas schwieriger.

@ all
Vielen Dank fürs anhaltend fleißige Mitlesen und Button-Drücken, auch wenn ich es derzeit nicht schaffe, alle zwei bis drei Tage ein neues Kapitel einzustellen. Aber bald wird es hier weitergehen und auch beendet werden.

Herzliche Grüße
Sascha
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zuletzt bearbeitet 27. Jan. 2024
Themenstarter1'823 Beiträge · seit 201629. Jan. 2024 · #133
Fortsetzung

Am frühen Nachmittag erreichen wir Biyamiti, eines der kleinen Bushveld-Camps. Dieses Jahr haben wir mal wieder ein Häuschen mit „view“ ergattert. Aber eigentlich ist das hier ziemlich egal, denn die wirklich schöne Aussicht hat man von den Bänken, die auf der Wiese am Zaun zu finden sind. Und der Weg dorthin ist in diesem kleinen Camp von keinem der Chalets weit. Die Kinder freuen sich auf jeden Fall sehr darüber, auch hier wieder ein eigenes Zimmer zu haben, das sie sogleich in Beschlag nehmen. Die Eltern stromern ein wenig durch das Camp, das in den vergangenen Jahren ein schöner Ort für Vogelbeobachtungen war. Und auch auf der anderen Zaunseite haben sich bei den letzten Besuchen immer viele Tiere gezeigt. Letzteres ist in diesem Jahr leider anders. Als wir ankommen, ziehen sich einige Elefanten gerade auf der gegenüberliegenden (Trocken-)Flussseite in den Busch zurück. Und nach ihrem Abzug wird sich kaum mehr etwas in Zaunsichtweite zeigen. Innerhalb der Umfriedung wird Biyamiti aber einmal mehr der Erwartung gerecht, dass es ein wirklich guter Ort ist, um Orange-breasted Bushshrikes zu beobachten. Ein Pärchen ist über eine lange Zeit in den Wipfeln über unseren Köpfen unterwegs – will sich aber nicht so leicht dabei fotografieren lassen.

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Baumhopf und Maskenweber können wir außerdem vorzeigbar ablichten.

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Unter dem Vordach unseres Häuschens hängt außerdem ein Flughund ab, während unser Töchter drinnen chillen.

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Und so vergeht die Zeit bei der Suche nach Vögeln und dem Genießen der Ruhe des Camps recht schnell.
Für den heutigen Spät-Nachmittag haben wir einen Sunset-Drive gebucht. Das machen wir gern in Biyamiti, weil die geführte Ausfahrt in einem Neunsitzer angeboten wird und damit eine andere Qualität hat als die Truckausfahrten der großen Camps. Beim letzten Besuch hatten wir hier sogar eine Privattour, heute begleitet uns eine vierköpfige Familie aus Deutschland, die zum ersten Mal im Kruger unterwegs ist.

Kaum sind wir aus dem Camp heraus, kommt es zur vielleicht schönsten Sichtung der Ausfahrt. Der Guide weiß genau, in welchem der großen Bäume neben dem Weg sich derzeit ein Milchuhu niedergelassen hat. Die Ortstreue begründet sich wohl auch damit, dass hier Nachwuchs großgezogen wird. Und so entdecken wir zuerst einen schon recht großen Ästling im Dunenkleid, der neugierig zu uns herüberblickt und dabei immer wieder Kontaktrufe ausstößt, die kurze Zeit später aus kurzer Entfernung beantwortet werden.

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Denn hier sitzt Mama Milchuhu dösend auf einem dicken Ast. In regelmäßigen Abständen kommunizieren Mutter und Nachwuchs lautstark miteinander.

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Das ist für uns Eulenfreunde wirklich interessant zu beobachten. Eine rundum schöne Sichtung, die wir ohne Guide wahrscheinlich nicht gehabt hätten.

Den weiteren Verlauf der Fahrt bei Tageslicht kann man euphemistisch als ruhig bezeichnen. Interessant sind in erster Linie die unlängst an strategisch günstigen Orten aufgestellten Kameras und Schalldetektoren, die (glaubt man dem Guide) bereits durchaus erfolgreich die Nashorn-Wilderei zurückdrängen konnten.

Im schönen Licht des späten Nachmittags bietet sich immerhin eine Giraffe für Portraitaufnahmen an.

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Und als das Licht schon weitgehend weg ist, zeigt sich ein junger Gaukler nicht sehr weit entfernt.

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Der Guide spricht von Löwen und Leoparden, die er unlängst in der Gegend gesichtet habe – solche Kommentare finde ich im Angesicht einer so ruhig verlaufenden Ausfahrt immer etwas ungünstig… 😵

Als nach Einbruch der Dunkelheit der Nightdrive-Teil beginnt, stoßen wir aber recht schnell auf einen zweiten Höhepunkt des Gamedrives, der für uns spektakulärer ist, als es ein Löwe sein würde. Mitten auf dem Weg liegt eine Puffotter.

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Eine Erstsichtung für uns! Entsprechend freuen wir uns über die Begegnung. Zuerst bleibt die Schlange ruhig an ihrem Platz, um sich dann doch züngelnd in die nahe Böschung zu bewegen. Sobald sie unsichtbar geworden ist, fahren wir weiter.

Bald darauf folgt die schon fast obligatorische Genet-Begegnung. Ginsterkatzen entdecken kann ich anscheinend ganz gut.

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Und zum Schluss erfüllt sich schließlich für unsere jüngere Tochter ihr großer Sichtungstraum. Derzeit zählen Chamäleons zu ihren absoluten Lieblingstieren und daher ist sie vollends begeistert, als uns der Guide in schneller Folge gleich drei dieser Tiere – es handelt sich um Lappenchamäleons, die einzige im Kruger anwesende Art – am Straßenrand präsentieren kann. Und auch der Rest der Familie freut sich sehr über diese Neuzugänge auf der diesjährigen Sichtungsliste und auch für unsere kleine Tochter. Besonders der minutiös aufgerollte Schwanz weiß mit seiner Perfektion zu beeindrucken.

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Zurück im Camp bereiten wir ein einfaches Abendessen, zünden ein Lagerfeuer an und lassen den Tag gemeinsam ausklingen. Taschenlampen-Spaziergänge durch das Camp bleiben in diesem Jahr leider ziemlich sichtungsarm – das sind wir anders gewohnt. Einzig eine Kröte können wir entdecken.

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Und – während ich gerade zum Feuer gehen möchte, um es zu schüren – diesen Skorpion direkt an unserer Terrassenstufe, der mich erschrocken zurückhüpfen lässt, bevor ich mit der Kamera bewaffnet vorsichtig seine Nähe suche.

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Die Nacht in Biyamiti verläuft erwartungsgemäß ruhig. Schade, dass wir dieses Mal nur diese eine hier verbringen. Morgen geht es weiter nach Berg-en-Dal. Unser letzter voller Tag im Kruger steht vor der Tür.
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547 Beiträge · seit 201229. Jan. 2024 · #134
Lieber Sascha

Und ihr habt auf eurer Sunset Tour in Biyamiti sogar noch einen so drolligen Ästling gesehen! Super schön! Wir entdeckten leider nur den grossen Milchuhu im Baum. War aber auch sehr schön!
In Biyamiti hat uns die Vogelwelt auch sehr gefallen.

Herzliche Grüße und gute Zeit,
Sue
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1'835 Beiträge · seit 201529. Jan. 2024 · #135
Hallo Sascha und meine liebe Schwester Sue!
Nun lerne ich auch eine für mich neue Vokabel von euch: Ästling.
Ich nehme nun an dass so ein halb ausgewachsener Vogel zwar aus dem Nest ist aber noch nicht geflogen ist, und sitzt deshalb auf den Ästen? Geht er zurück ins Nest um gefüttert zu werden oder geschieht das auch auf dem Ast?
Liebe Grüsse von Katrin

PS (Ich erinnere mich dass wir bei unserm einzigen Aufenthalt in Biyamiti mal Wildhunde im Trockenen Flussbett gesehen aber dann mehr gehört haben. Damals war mir noch nicht bewusst wie speziell das doch war. Man lernt ja immer wieder was dazu auf Safari)
If life is a journey be sure to take the scenic road! Expedition Antarktis: https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299327-expedition-antarktis-mit-falklands-und-s-georgia.html Island In Herbstfarben https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299288-island-in-herbstfarben-september-2018.html Nordamerikanische Safari und Landschaften May Till October 2019 https://www.namibia-forum.ch/forum/index/weitere-laender/299141-nordamerikanische-safari-und-landschaft-2019.html Zweite Selbst Fahrer Tour in Tansania. Same same but different. Juni 2018 https://www.namibia-forum.ch/forum/index/tansania/295665-zweite-selbst-fahrer-tour-in-tansania-same-same-but-different.html Trip reports in English: Namibia and KTP 2016 http://safaritalk.net/topic/16959-self-drive-safari-tr-nam-sa-bots-nam/ Botswana 2016: http://safaritalk.net/topic/16985-self-drive-safari-tr-bots-nam-sa/ Tanzania 2015: http://safaritalk.net/topic/15256-self-drive-safari-through-northern-tz-parks-of-mara-crossings-and-lions-in-camp/ Nam-SA-Bots 2014: http://safaritalk.net/topic/14669-self-drive-safari-in-botswana-south-africa-and-namibiab/page
Themenstarter1'823 Beiträge · seit 201631. Jan. 2024 · #136
@ Sue.ch und Sadie

Liebe Sue, liebe Katrin,
es war ein schönes Erlebnis, den Ästling des Milchuhus beobachten zu können. Bisher konnten wir immer nur erwachsene Exemplare dieser Eule sehen.
Eulennachwuchs gehört zu den Nestflüchtern. Noch nicht flügge klettern die jungen Eulen aus den Nestern, NIsthöhlen oder Nischen und sind dann kraxelnd an Felswänden, in Bäumen und Büschen und teilweise (und das ist aus mehreren Gründen gefährlich) auch auf dem Boden unterwegs. Die Fütterung wird von den Eltern vor Ort vorgenommen.
Das Entdecken von Ästlingen - die in der Dämmerung oft durch Bettelrufe ihren Standort verraten - gehört für mich zu den Birding-Highlights jeder ersten Jahreshälfte.
Ich hänge mal drei heimatliche Begegnungen an:

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Waldkauz

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Uhu (kurz vorm Flügge-Werden)

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Waldohreule

Biyamiti ist ein tolles Birding-Camp. Und auch Säugetiere lassen sich hier gut beobachten - nur an unserem Aufenthaltstag eher weniger... Wir hatten hier zwar noch keine Wilddogs, aber immerhin Elefanten, Nashörner, Büffel, Giraffen, diverse Antilopen vorm Campzaun. Und im Camp (nur in diesem Jahr nicht) Genets und Galagos beider Arten. Beim nächsten Mal möchte ich gern wieder mehr Zeit hier verbringen.

Herzlich
Sascha
Website: www.picturesgonewild.de SA, Namibia, Mauritius 2016 / Kruger NP 2016, 2018, 2021, 2023, 2025 / Namibia 2017 / Sri Lanka 2018 / Namibia und Botswana 2019 / Costa Rica 2022 / Namibia 2022 / Norwegen 2024 / Indien 2025 Alle Reiseberichte unter: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/304512-h-badger-reiseberichte.html
1'835 Beiträge · seit 201501. Feb. 2024 · #137
Lieber Sascha,
Alles sehr interessant und total neu für mich. Danke für die tollen Ästlings Aufnahmen.
Hier höre ich oft eine Eule uhuen, aber gesehen habe ich Eulen in Florida erst zwei Mal.
Hier soll es drei Eulen Arten geben: Barred Owl, Great Horned Owl, Eastern Screech Owl. Die sehen deinen sehr ähnlich.
Muss mich ein wenig schlau machen wo man suchen muss. Ich bin ja Mitglied einer Birding Gruppe.

Liebe Grüsse von Katrin
If life is a journey be sure to take the scenic road! Expedition Antarktis: https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299327-expedition-antarktis-mit-falklands-und-s-georgia.html Island In Herbstfarben https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299288-island-in-herbstfarben-september-2018.html Nordamerikanische Safari und Landschaften May Till October 2019 https://www.namibia-forum.ch/forum/index/weitere-laender/299141-nordamerikanische-safari-und-landschaft-2019.html Zweite Selbst Fahrer Tour in Tansania. Same same but different. Juni 2018 https://www.namibia-forum.ch/forum/index/tansania/295665-zweite-selbst-fahrer-tour-in-tansania-same-same-but-different.html Trip reports in English: Namibia and KTP 2016 http://safaritalk.net/topic/16959-self-drive-safari-tr-nam-sa-bots-nam/ Botswana 2016: http://safaritalk.net/topic/16985-self-drive-safari-tr-bots-nam-sa/ Tanzania 2015: http://safaritalk.net/topic/15256-self-drive-safari-through-northern-tz-parks-of-mara-crossings-and-lions-in-camp/ Nam-SA-Bots 2014: http://safaritalk.net/topic/14669-self-drive-safari-in-botswana-south-africa-and-namibiab/page
Themenstarter1'823 Beiträge · seit 201602. Feb. 2024 · #138
Kapitel 12: Antiklimax

Kurz nach dem Aufwachen beschert uns der heutige Tag bereits seinen eigentlichen Höhepunkt. Ein absolut wundervoller Sonnenaufgang entfaltet sich über dem Flussbett des Biyamiti.

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In solchen Momenten am Zaun zu stehen, die vereinzelten Vogelrufe wahrzunehmen, das sich verändernde Farbenspiel zu genießen. Das ist einfach unbezahlbar.

Kaum hat jedoch die Sonne den Himmel etwas weiter erklommen, verschwindet sie hinter einer undefinierten Dunstwand und bleibt dahinter für die erste Tageshälfte verborgen. Der Morgen wird warm und fahl.
Noch vor dem Frühstück streifen wir ein wenig durchs Camp. Heute lassen wir es etwas ruhiger angehen und wollen Biyamiti noch ein wenig genießen. Leider lässt sich im Flussbett kein Lebewesen sehen und auch die Vogelbeobachtung im Camp möchte nicht so recht gelingen. Immerhin einige Maskenpirole können wir in geringer Höhe fotografieren. Die hatten wir vordem eher von schräg unten.

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Beim Frühstück brauchen wir Reste unserer Lebensmittel auf und lassen einige unangebrochene Vorräte in der Hütte zurück. Ein untrügliches Zeichen dafür, dass sich unsere Reise gnadenlos ihrem Ende nähert.
Für unsere Verhältnisse recht spät steigen wir gegen 8 Uhr ins Auto und machen uns auf unseren Weg durch den südlichsten Teil des Kruger.

Gleich zu Beginn unserer Fahrt haben wir das erwartbar schöne Sighting der zwei Milchuhus. Im selben Baum wie gestern sitzen beide Vögel noch immer, sie haben aber andere Äste gewählt, sodass vor allem von Mutter Milchuhu recht schöne Aufnahmen entstehen können.

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Es wird noch immer regelmäßig kommuniziert.

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Dabei interessiert sich der Ästling wesentlich mehr für unsere Anwesenheit als seine Mutter.

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Der weitere Verlauf der Fahrt ist nicht gerade von Sichtungsglück geprägt. Da wir nicht allzu weit von Crocodile Bridge entfernt sind, entschließen wir uns dazu, nachzusehen, ob wir die Gepardenmutter mit ihren Kindern noch einmal entdecken können. Leider wird uns dies nicht gelingen. Und auch Löwen, von deren Sichtung wir hören, zeigen sich uns heute nicht. So sind die Stunden bis zum Erreichen des Rastlagers Berg-en-Dal vor allem mit unergiebigem Busch-Starren gefüllt. Abgesehen von einigen dösenden Warzenschweinen und wenigen Elefanten will uns heute kaum ein Tier begegnen.

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Daher nutzen wir irgendwann die wenig befahrenen Nebenwege, um den Kindern eine lange versprochene Aktion zu ermöglichen und es damit diversen Südafrikanern gleichzutun, die uns in den vergangenen Jahren im Park entgegengekommen sind. Nacheinander dürfen die Töchter in der Einsamkeit der kleinen Dirtroads auf dem Schoß des Fahrers Platz nehmen und für eine Weile das Steuer unseres Wagens übernehmen. Das machen die beiden schnell erstaunlich gut und vor allem mit großer Freude. Immer wieder kommt es zu ungläubigen Ausrufen: „ICH FAHRE AUTO!!!“ Und so wird die Fahrt zwar wildlife-technisch wahrlich zu keinem Highlight, aber durch diese Fahr-Aktion dann doch zu etwas Besonderem. Ein Warnschild an der Einfahrt Berg-en-Dals mag hier in seiner Missverständlichkeit als Erinnerung dienen. 😉

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Gegen Mittag erreichen wir schließlich unser letztes Camp und beziehen ein typisch düsteres Berg-en-Dal-Family-Chalet, das baulich glücklicherweise in einem etwas besseren Zustand ist als unsere Unterkunft vom Anfang der Reise.
Noch eine Nachmittagsausfahrt, noch ein gemeinsamer Morgen im Park. Dann ist Schluss.
Website: www.picturesgonewild.de SA, Namibia, Mauritius 2016 / Kruger NP 2016, 2018, 2021, 2023, 2025 / Namibia 2017 / Sri Lanka 2018 / Namibia und Botswana 2019 / Costa Rica 2022 / Namibia 2022 / Norwegen 2024 / Indien 2025 Alle Reiseberichte unter: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/304512-h-badger-reiseberichte.html
405 Beiträge · seit 202103. Feb. 2024 · #140
Das ist aber sehr schade, Sascha! Ich bin sehr gerne mit euch gereist und habe die vielfältigen Tiersichtungen und wunderbaren Fotos von ,unserem' Krüger sehr genossen!
Großes Dankeschön!
Wir müssen nun noch bis Oktober warten 😐

Alles Gute für euch!
Claudia