Kiki_NasenbärThemenstarter58 Beiträge · seit 201801. Okt. 2023 · #21
Nächster Halt am Gaub Canyon; was für ein herrlicher Ausblick.
Die Wüste erwacht zum Leben, während ein sanfter Schimmer aus grünen und silbernen Gräsern die weite Landschaft vor dem Kuiseb Pass bedeckt. Kurz zuvor hatte es geregnet, und die Wüste zeigt bereits ihre Reaktion auf diese Niederschläge.
Kurze Rast unter einem Webervogelnest, wie sie oft vorkommen.
Auf dem Campingplatz im Naukluftgebirge: Ein bisschen Jonglieren zwischen den Bäumen beim Manövrieren des Wohnwagens und dann wurde das Zelt aufgestellt (kein Kommentar).
Kiki_NasenbärThemenstarter58 Beiträge · seit 201801. Okt. 2023 · #22
Tagesablauf am 09.02.1996
Übernachtung: Campingplatz am Naukluft Rivier
Besichtigungspunkte: Wanderung im Naukluft Gebirge (Olive Trail)
Besonderheiten: Pool with chains
Tageskilometer: 10 km ------------------------------------------------ Heute nehmen wir den kleinen Trail namens „Olive Trail“ in Angriff. Länge ca. 10 km mit einer Dauer von ca. 4-5 Stunden.
Zuerst wanderten wir eine Stunde lang bergauf, gefolgt von etwa 3 Stunden bergab. Mama äußerte bei unserer Ankunft auf dem Gipfel: "Ich werde in diesem Jahr nicht mehr wandern." Die Wanderung führte uns größtenteils durch ein Flussbett.
Wie Gemsen kletterten wir über die Steine im Flussbett und sehnten uns bald nach einer geteerten und geraden Straße.
Dann erreichten wir die anspruchsvollen Abschnitte der Wanderung. Um das Flussbett oder das stehende Wasser zu überwinden, mussten wir Ketten verwenden: "Pool with chains".
Die Strecke war zwar nicht ungefährlich, aber äußerst faszinierend. Auf unserem Weg begleiteten uns Köcherbäume und Gerippe sowie jede Menge Gestein.
Am Abend gönnten wir uns Erdnüsse, Rosinen und hatten mit Mückenstichen zu kämpfen. Lesen oder Tagebuch schreiben wurde durch das nicht funktionierende Windlicht erschwert.
Kiki_NasenbärThemenstarter58 Beiträge · seit 201801. Okt. 2023 · #23
Besichtigungspunkte: Sesriem Canyon, Elim Düne ---------------------------------- Ankunft im Camp Sesriem in der Namib Wüste. Die Temperatur liegt bei etwa 50 Grad Celsius, und wir sehnen uns nach einer Möglichkeit zur Abkühlung. Der Pool ist zwar warm, aber nass ist nass. Aufgrund der intensiven Hitze ist es unmöglich, ohne Schuhe durch das Camp zu gehen.
Bevor wir uns zum Sesriem Canyon und zur Elim Düne aufmachen, stärken wir uns zunächst. Die Zubereitung des Tomatensalats mit Nudeln gestaltet sich aufgrund des starken Windes als Herausforderung.
Unser erster Halt führt uns zum Sesriem Canyon. Die Frage, ob wir in dem Wasser baden sollen, drängt sich auf. Es ist trüb, riecht abgestanden und macht keinen einladenden Eindruck. Trotzdem wateten wir durch die Tümpel, um tiefer in den Canyon zu gelangen.
Anschließend ging es zur Elim Düne, die in der Nähe des Sesriem Campingplatzes liegt. Die schlechten Straßenverhältnisse waren unübersehbar.
Kurz vor dem Parkplatz vor der Elim Düne entstand ein Foto mit dem von Mami gesammelten Gerippe – sehr zum Missfallen von Paps.
Kiki_NasenbärThemenstarter58 Beiträge · seit 201801. Okt. 2023 · #24
Wir begannen den Aufstieg.
Die Sonne neigte sich bereits dem Horizont zu, der Wind wehte, und der Aufstieg war mühsam. Doch die Aussicht von dort oben war schlichtweg atemberaubend. Der Wind trug Sandkörner über den Dünenkamm, und das Spiel von Licht und Schatten war wunderschön.
Das Foto von Mami und Paps… der erste Gedanke: sie sehen aus wie Maikäfer.
Kiki_NasenbärThemenstarter58 Beiträge · seit 201801. Okt. 2023 · #25
Tagesablauf am 11.02.1996
Fahrtstrecken: Ausflug zur Sossusvlei – zurück nach Sesriem (Tankstop) – C36 – 831 / 826 – Duwisib – 826 / 407 / 707 (z.T. sehr schlecht)
Gefahrene Kilometer: 476 km
Übernachtung: wild neben der 707
Besichtigungspunkte: das Vlei, das Schloß
Besonderheiten: Reifenpanne -------------------------------- Um 5 Uhr morgens verließen wir den Campingplatz und erreichten gegen 6 Uhr den Parkplatz vor der Sossusvlei. Da wir keinen Allrad-Wohnwagen hatten, mussten wir die letzten Kilometer zu Fuß bewältigen. Am Anfang unserer Wanderung war es noch angenehm kühl. Die Frage war, ob wir die berühmten Dünen erreichen würden. Einige 4x4-Fahrzeuge fuhren an uns vorbei.
Bis 8 Uhr wanderten wir durch das Tal, aber die Dünen schienen irgendwie nicht näher zu kommen. Die Hitze nahm stetig zu. Immerhin erreichten wir die Wegweiser, beschlossen aber von dort aus umzukehren, da die Hitze uns zusetzte.
Wir setzten unsere Reise in südliche Richtung fort und besichtigten das Schloss Duwisib, das irgendwie deplatziert wirkte.
Wir fuhren weiter auf der holprigen Straße gen Aus und hatten Bedenken, ob unser Wohnwagen dem standhalten würde. Dann erlitten wir eine Reifenpanne am Rand der Namib (ich war die Fahrerin), und die Sonne ging bereits unter. Es war weit und breit niemand zu sehen. Glücklicherweise konnten wir die Panne schnell beheben und verbrachten die Nacht am Straßenrand entlang der 707.
Besonderheiten: Benzinreserve verakuft --------------------------- Frühstück an der 707, die Männer erledigen den morgendlichen Abwasch.
Heute führte es uns zum Fish River Canyon; wir überquerten von Norden her den Fish River, der sogar Wasser führte.
Kaffeestündchen im Camp Hobas, hier kam es zum ersten Mal zur Sprache von den Eltern: den Lebensabend in Namibia zu verbringen. Notiz hierzu: Dieser Plan wurde dann doch nicht umgesetzt. Nach einem 3-monatigen Aufenthalt in Swakopmund entschieden sich meine Eltern dagegen. Es fehlte ihnen an Kultur und Abwechslung.
Kiki_NasenbärThemenstarter58 Beiträge · seit 201801. Okt. 2023 · #26
Tagesablauf am 13.02.1996
Fahrtstrecken: Hobas – Main View Point – Hikers Point – 601 / C12 – Seeheim – B4 – Keetmanshoop (Tankstop)
Gefahrene Kilometer: 184 km
Übernachtung: Campingplatz in Keetmanshoop
Besichtigungspunkte: Fish River Canyon
Besonderheiten: Morgens Abstieg in den Fish River Canyon, abends Wüstensturm ------------------------------ Der Fish River Canyon, der zweitgrößte Canyon der Welt, ist schlichtweg magisch.
Unser Plan war es, zum Flussbett hinunterzusteigen... Mami schüttelte den Kopf, ich gab schließlich auf, und die Männer schafften es.
Anschließend fuhren wir zum vorletzten Campingplatz in Keetmanshoop. Die Männer duschten sich nach der anstrengenden Wanderung im Canyon, während wir Frauen einkaufen gingen. Hunde und Katzen begleiteten uns, und eine Katze folgte uns sogar in unseren Wohnwagen.
Am späten Nachmittag brach ein Sturm los, und den Abend verbrachten wir im Wohnmobil.
Kiki_NasenbärThemenstarter58 Beiträge · seit 201801. Okt. 2023 · #27
Besichtigungspunkte: Köcherbaumwald, Hardap ------------------------------- Vom nächtlichen Sturm ist am Morgen nichts mehr zu erkennen. Strahlender Sonnenschein begleitete uns beim Frühstück.
Bevor wir unsere Reise zum Hardap Resort fortsetzten, besuchten wir den Köcherbaumwald. Wir sparten uns den Eintritt und betrachteten die Bäume von außen.
Unser letzter Campingplatz vor dem Rückflug befand sich am Hardap Damm. Während einer Erkundungstour über den Platz sammelten die Frauen Pflanzen und mehr. Mami stieß auf ein Webervogelnest und diskutierte mit Paps, wie man es sicher im Gepäck unterbringen könnte.
Der Hardap Damm erwies sich als etwas langweilig, und wir stießen wieder auf mehr Zivilisation mit einem Restaurant, einem Laden, einem Tennisplatz und einer großen Terrasse. Die Eltern erledigten im Laden die letzten Einkäufe für das Abendessen und Frühstück
Besonderheiten: Rückgabe Ausrüstung, Wagenrückgabe, Gepflegtes Abendessen im „Fürstenhof“ ---------------------------- Das abschließende Frühstück in der Natur: Heute stand die Rückfahrt nach Windhuk auf dem Programm. Bei gedämpfter Stimmung und in der kühlen Morgenluft verzehrten wir die verbleibenden Vorräte. An der Dachluke unseres Wohnmobils konnte man die Reparaturarbeiten erkennen. Während unserer Fahrt durch Etosha war die Luke auf die Straße gefallen.
Erste Aktion in unseren Hotelzimmern: Sortierung unseres Gepäcks.
Tagesablauf am 16.02.1996 ------------------------- Endlich nach 3 Wochen wieder die Gelegenheit haben, in einem richtigen Bett zu schlafen...
Vor unserem Abflug schlenderten wir noch durch Windhuk und erledigten einige Einkäufe.
Nach dem Bummel gönnten wir uns eine Pause im Garten der Pension Handke, bevor wir uns auf die Abreise vorbereiteten.
TAtacitus1'127 Beiträge · seit 202202. Okt. 2023 · #28
Danke für die Zeitreise. Ja, so wurde ein Mal gereist, ohne das heutige Drumherum. Einfach machen inkl. zu Fuß in‘s Sossus Vlei 😁 , ohne vorherige seitenlange Anfragen und Diskussionen in Foren z. B. betr. Miet-WoMo auf Schotterstraßen (heute der Supergau der Vertragsbedingungen 😎 ), mit Karten auf Papier, ohne usw. ….. und einfach nur Einkaufen, was und wo’s was gab…. ohne den Speisezettel von Frühstück bis „Dinner“ minutiös zu planen und zu dokumentieren (denn wer hätte sich dafür schon interessiert?)…… Telefonieren von Zelle oder Postamt… kein Notebook, xxPad odgl., sondern lokale Zeitungen auf Papier, oder besser, mit Einheimischen getratscht.
…. usw. …… und last but not least „freie Übernachtung“, ohne überfallen zu werden oder einen shitstorm im www auszulösen…. …. bis „Spatengang“. Für Letzeren hätte ich aber für so eine lange Reise einen „modifizierten“ Campinghocker benutzt, Komfort beim Blick in die Landschaft muss sein 😎 . Grüße
PS1: Ich habe deine Reisevita hier nicht nachgeschaut, aber ist dir was von dieser Reiseerfahrung geblieben?
PS2:Welches Filmmaterial wurde verwendet und wie hast du digitalisiert?
TAtacitus1'127 Beiträge · seit 202202. Okt. 2023 · #30
fidel schrieb:....und vieles wirkt heutzutage so vollkommen aus der Zeit gefallen.
mmmhhh, na ja, vielleicht aus deiner 😎 aber glaub mir, es gab auch Reiseleben vor dem, was hier abgefeiert wird 😉 und das war super 😁 😁 😁 Grüße
Kiki_NasenbärThemenstarter58 Beiträge · seit 201802. Okt. 2023 · #31
Hi Tacitus, vielen lieben Dank für deine Zeilen. Zu deinen Fragen: 1. Geblieben ist mir über die Jahrzehnte hinweg der Wunsch wieder durch dieses Land zu reisen (nach über 20 Jahren hat es dann geklappt). In diesem Jahr werden wir ein paar alte Plätze von damals besuchen, wir nutzen (und nutzten bei den letzten Reisen 2018 und 2021) die altbewährte Papierkarte und werden uns auch keine MTC Karte holen. Und ich freue mich auf das Offline sein.
2. Ich habe die alten Fotos (nicht nur Namibia) bei Mediafix digitalisieren lassen. Filmmaterial waren meines Wissens die 36 Rollen von Kodak. An den Fotoapparat habe ich keine Erinnerung mehr.
Makalani205 Beiträge · seit 202328. Okt. 2023 · #32
Hi Kiki Nasenbär, das ist ein toller Bericht und sogar mit Fotos aus dem Jahr 1996 : ) Erinnerungen werden wach: Mein Mann und ich waren auch 1996 im April das erste Mal in Namibia und nahmen an einer organisierten Kleingruppenreise Süd- und Nordtour teil. Eine große Auswahl an Übernachtungsmöglichkeiten gab es damals noch nicht, ein paar ganz einfache Guesthouses, staatliche Rastlager und wenige Hotels. Der Tourismus stecke kurz nach der Unabhängigkeit 1990 noch in den Kinderschuhen. Und wie du schon sagst, fast keine Touristen... Ich wünsche schon mal eine gute Reise am 09.11. und Grüße nach Namibia Gruß Makalani