Dank meiner Eltern, die bereits mehrmals durch Namibia getourt sind, wurde mir dieses wunderbare Land der Kontraste, der atemberaubenden Landschaften, majestätischen Dünen und bezaubernden Sonnenauf- und -untergänge bei einem Familienurlaub ans Herz gelegt. Vom 26.01.1996 bis zum 15.02.1996 erkundeten wir das Land in einem Campingbus von Britz Africa (ein Modell, das heutzutage eher nostalgischen Charme versprüht) auf der gängigen Standardtour. Mein Vater hatte alle Etappen in einer Excel-Liste akribisch festgehalten, und bei der Erstellung meines Fotobuchs folgte ich dieser Spur.
26.01.1996 – Ankunft in Windhoek und nach Abholung des Campers ging es gleich los gen Kalkfeld – nur bis Omarurukopje gekommen – freie Übernachtung 27.01.1996 – freie Übernachtung vor den Toren von Namutomi 28.01.1996 – Halali Campingplatz 29.01.1996 – Okaukuejo Campingplatz 30.01.1996 – Palmwag Campingplatz 31.01.1996 – Khorixas Campingplatz 01.02.1996 – freie Übernachtung am Fuße des Brandbergmassivs 02.02.1996 – Kleines Rastlager bei einem Engländer in Omaruru 03.02.1996 – Freie Übernachtung am heutigen Platz 8 Spitzkoppe 04.02. bis 07.02.1996 – Swakopmund Langstrand Campingplatz 08.02. bis 09.02.1996 – Naukluft Campingplatz 10.02.1996 – Sesriem Campingplatz 11.02.1996 – freie Übernachtung neben der D707 12.02.1996 – Hobas Campingplatz 13.02.1996 – Campingplatz in Keetmanshoop 14.02.1996 – Hardap Damm Campingplatz 15.02.1996 – Windhoek Pension Handke 16.02.1996 – Rückflug
Ich habe die Straßennamen von damals in den Bericht eingebaut, aber wer weiß, vielleicht wurden sie in der Zwischenzeit umbenannt.
Lasst uns mal über die Qualität dieser Fotos sprechen. Damals gab es noch keine digitale Version, also mussten wir mit einer Armee von Filmrollen á 36 Fotos bewaffnet sein. Mein Vater hatte die Tour bis ins Detail geplant und versuchte zuvor, Übernachtungen per Fax im Voraus zu reservieren. Aber im Großen und Ganzen war es ein Spiel mit viel Hoffnung und einer Prise Glück.
WLAN und Handy waren damals noch unbekannte Begriffe (zumindest in unserer Welt). Die Straßen waren in einem weitaus schlechteren Zustand und die heute bekannten Straßenbegradiger haben wir nicht zu Gesicht bekommen. Andere Touristen? Kaum zu sehen.
Aber was mich bis heute verfolgt: • das ununterbrochene Geräusch von klapperndem Besteck über unseren Köpfen im Wohnmobil • das ständige Lachen und der Spaß, den wir miteinander hatten • Nudeln mit Tomatensalat und Toastbrot mit Senf (ja, wirklich!) • das ständige Abenteuer, herauszufinden, wie schnell wir auf diesen Pisten mit "Wellblechbelag" fahren können • die Wüste, die uns mit ihren atemberaubenden Sonnenuntergängen und -aufgängen in ihren Bann gezogen hat • und natürlich die kleinen Pyramiden aus Sand, als wir unsere Reisetaschen nach Abgabe unseres rollenden Heims aus dem "Versteck" unter den Sitzbänken holten.
Seit diesem Urlaub hatte ich den starken Wunsch, wieder nach Namibia zurückzukehren. Leider hat es einige Jahre gedauert, aber schließlich war es 2018 endlich so weit. Gemeinsam mit meinem Mann verbrachten wir 4-5 Wochen und erkundeten Namibia. Hier habe ich auch meinen 50. Geburtstag gefeiert. Mein Mann, der zuvor noch nie außerhalb Europas gereist war, war so begeistert von dieser Erfahrung, dass wir 2021 erneut nach Namibia gereist sind (über diese Reise habe ich bereits einen Bericht verfasst). Und die nächste Abenteuertour startet bereits am 09.11. dieses Jahres.
Teil 227. Sept. 2023
25.01.1996
Die Familie hat sich am Frankfurter Flughafen getroffen. Meine Eltern sind von Freiburg aus angereist, mein Bruder aus Lübeck und ich aus Bielefeld
Erwähnenswert: Wir sind mit Air Namibia in der Economy Class gereist, bei einem Nachtflug ohne Entertainment an Bord. Ich kann mich noch an die „Qual“ der engen Beinfreiheit erinnern (ich bin über 1,80 m groß, so auch mein Vater) und ich habe mehr Zeit auf die Uhr gestarrt als ein Uhrmacher in der Hochsaison, in der verzweifelten Hoffnung, dass das Ziel endlich näher rückt.
Teil 327. Sept. 2023
Tagesablauf am 26.01.1996
Fahrtstrecken: WDH – B1 – Okahandja – B1 / 2404
Gefahrene Kilometer: 195 km
Übernachtung: frei am Straßenrand 2404 unterhalb der Omarurukopje
Besichtigungspunkte: Pad 2404 – landschaftlich schöne Strecke
Besonderheiten: Besorgungszeiten zu gering Proviantierung, Geld wechseln. Zelt und Zeltausrüstung besorgen, ebenso das Zusatzmaterial (Abschleppseil, Sandbretter, Zusatzbenzinkanister, Spaten). Detailkarten im Topographenamt besorgen. Dagegen war die Vorausbesorgung der Permits für Skeletonpark und Sossusvlei nicht notwendig (jeweils vor Ort). Abfahrt erst um 16:00 Uhr ----------------------------------------------------------------------- Wir sind frühmorgens gegen 09:00 Uhr in Windhoek gelandet, und der Kontrast zwischen den Minusgraden in Deutschland und der gnadenlosen Hitze Namibias war so groß, dass wir uns schnell von unserer Kleidung befreien wollten.
Wohnwagen von Britz Africa abgeholt, beladen, eingekauft usw. und dann konnte es losgehen.
Eigentlich wollten wir Kalkfeld erreichen, aber die Verzögerung in Windhuk hat uns zu einer wilden Übernachtung an der Omarurukopje gezwungen.
Das erste Abendessen, der erste „wilde“ Toilettengang, die ersten Erkundigungen der Vegetation, der erste Sonnenuntergang, die erste Nacht in Namibia - welche mein Bruder und ich auf dem Dach des Campers verbracht haben.
Besonderheiten: Proviantierung, Geld wechseln. Beim Abstecher zu den Dinospuren im Sand steckengeblieben. Kurz vor Kalkfeld die Straße passierbar gemacht. Rastlager Namutoni wegen einer Sonderveranstaltung voll. ---------------------------------------------------- Unser erster Halt auf dem Weg nach Kalkfeld; der Omaruru-River führte ein wenig Wasser (eher stehendes Wasser). Die ersten ungewöhnlichen Pflanzen werden entdeckt.
Die Weiterfahrt zu den Dinosaurierspuren wurde plötzlich gestoppt. Im Sand steckengeblieben! Nach einer Stunde harter Arbeit ging es weiter.
Die Termitenhügel waren zahlreich, äußerst faszinierend und sogar größer als meine eigene Körpergröße.
Die Dinosaurierspuren haben wir erst spät entdeckt. In jeder Vertiefung konnten wir Jahrhunderte alte Abdrücke erkennen, aber schließlich wurden wir dennoch erfolgreich fündig.
Beinahe wieder steckengeblieben, wir waren jedoch fleißig und präparierten die Straße für die Weiterfahrt.
Der Otjikoto-See, kurz bevor wir den Etosha Nationalpark erreichten, präsentierte uns ein solch strahlend blaues und kristallklares Wasser, wie wir es auf der gesamten Reise nicht mehr zu Gesicht bekamen (abgesehen vom Atlantik und einigen Pools natürlich). Dieser See ist in etwa 76 Meter tief und bleibt stets gefüllt. In der Hererosprache trägt er den passenden Namen "Tiefes Loch".
Beginn der „Jagd“ nach den wilden Tieren in der Etosha Pan.
Namutoni gehört zu den drei Rastlagern im Etosha Nationalpark. In vergangenen Zeiten diente diese Festung als Lager für die deutsche Schutztruppe während der Kolonialära.
Es ist nicht gestattet, die Lager im Nationalpark zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang zu verlassen. Die Uhr am Eingang zeigt die exakten Uhrzeiten hierfür an.
Die Suche nach dem Wild erweist sich als schwierig, aber immerhin…
Eine Giraffe, ein Zebra aus der Nähe und ein Schwarznasenimpala am Wegesrand. Abers sonst…. Die Wasserstelle „Springbokfontein“ war leer. Auf dem Weg zum Campingplatz konnten wir noch kämpfende Impalas auf der Strasse beobachten, die sich nicht von den Touristen haben stören lassen.
Besonderheiten: Beleuchtetes Wasserloch direkt am Lager -------------------------------------- Am Wasserloch "Ondongab" gibt es keine Anzeichen von Aktivität, und selbst vom Dach des Wohnmobils aus können wir nichts erkennen.
Während der Fahrt zum Campingplatz Okaukuejo kann man immer noch faszinierende Dinge entdecken - wie zum Beispiel ein Wespennest oder etwas Vergleichbares. Tatsächlich bin ich sogar ausgestiegen, um es mir aus der Nähe anzusehen, obwohl dies eigentlich verboten ist.
Einen Wüstenfuchs haben wir auch entdeckt an der Wasserstelle Homob, man musste aber genau hinschauen.
Im Camp Okaujuejo sind wir sofort ins kühle Naß gestürzt, später genossen wir die Aussicht von oben.
Am Campingplatz entdeckten wir dann noch diese putzigen Kerlchen.
Hier ein Plan von der Etosha Pan – über 25 Jahre alt.
Besonderheiten: Reparatur der Dachlukenklappe in Outjo. Kamanjab -Palmwag landschaftlich schöne Strecke. Abstecher nach Sesfontein wegen zu schlechter Straße nicht durchgeführt; ebenso wurde der Abstecher nach Torra Bay wegen schlechten Zustandes der 3245 abgesetzt. ------------------------------------ Ab heute durchqueren wir das Damaraland, das eine Kombination aus Wüste, Halbwüste und Savanne ist Das Klima ist herb und die Regenfälle sind ungewiss.
Während wir uns dem Palmwag Campingplatz nähern, müssen wir den Grootbergpass erklimmen. Für den Wohnwagen ein beschwerlicher Aufstieg, daher wurde die Klimaanlage deaktiviert.
Nach dem Grootbergpass: Gräber inmitten in der kargen Landschaft; fragende Blicke werden ausgetauscht (wer, was, wieso…)
Die erste Düne, seitdem wir in Namibia angekommen sind - die perfekte Gelegenheit, um im Sand richtig auszutoben. Unsere Begeisterung kannte keine Grenzen. Bemerkenswert ist, dass wir 2018 an genau dieser Stelle vorbeigekommen sind, aber aus südlicher Richtung, und erstaunlicherweise hatte sich nichts verändert.
Diese Hitze…. Ein Päuschen unter einem schattigen „Baum“. Wir mussten für dieses Schattenplätzchen lange suchen.
Ankunft in Palmwag – einer der schönsten Campingplätze auf unserer Reise. Es war das erste und (zum Glück) auch das letzte Mal, dass wir an der Bar versackten. Mein Bruder und ich versuchten ohne Zelt zu schlafen, da wir doch ein wenig zu alkoholisiert waren. Doch das war ein mächtiger Fehlschlag, denn die Mücken hielten eine nächtliche Versammlung ab und sie waren definitiv in der Überzahl.
Besichtigungspunkte: Twyfelfontein (geführt), Verbrannter Berg, Orgelpfeifen, Versteinerter Wald ------------------------------------------ Heute stehen mehrere Sehenswürdigkeiten auf dem Plan. Unterwegs nach Twyfelfontein wurde eine kurze Klettertour eingelegt, mit einem sagenhaften Blick von oben.
Erster Halt in Twyfelfontein. Eintritt nur gegen Bezahlung und mit einem Guide. Twyfelfontein ist die Quelle des Zweifels – Die reichhaltigste Stätte in Afrika für Felsgravuren beherbergt über 3000 Jahre alte Darstellungen.
Wir sind mitten in der brütenden Mittagshitze zu dieser Tour aufgebrochen.
Teil 827. Sept. 2023
Nach den Felsgravuren ging es zum verbrannten Berg, die Hitze ließ uns die Besichtigung abkürzen und es gibt kein Foto. Nächster Halt war dann bei den Orgelpfeifen, auch hier existiert kein Foto. Die letzte Station vor Khorixas war der versteinerte Wald, mein Vater durchwandert gemächlich den „Wald“.
Tagesablauf am 01.02.1996
Fahrtstrecken: Khorixas – C35 / 2359 - Brandberg
Gefahrene Kilometer: 183 km
Übernachtung: frei am Fuße des Brandbergmassivs
Besichtigungspunkte: Felszeichnungen, Weiße Lady, Die Suche nach unmarkierten weiteren Felsmalereien war heiß und erfolglos.
Besonderheiten: Traumhafte Landschaft um das Brandbergmassiv – aber die Fliegen! Benzinreserve und Lebensmittel verschenkt an einen Einheimischen ------------------------------------------------ Aufbruchstimmung im Camp Khorixas.
In der Morgendämmerung wird noch ein Pfau gefüttert.
Und dann geht es los zum Brandberg – in der weiten Ebene ist das Brandbergmassiv schon lange vorab in der Ferne zu sehen.
Die Wanderung zur "Weißen Dame" war ziemlich herausfordernd, da wir sie in der sengenden Mittagssonne unternahmen. Besonders anstrengend war es, als wir bei glühender Hitze durch einen Kessel gehen mussten. Wir waren danach völlig erschöpft.
Wir haben versucht, in der Umgebung nach weiteren Felsmalereien zu suchen, aber ohne einen Guide waren unsere Bemühungen vergeblich. Dies war etwas enttäuschend, daher haben wir spontan beschlossen, eine zusätzliche Nacht am Brandbergmassiv zu verbringen, um am nächsten Morgen unser Glück mit einem Führer zu versuchen.
Das Panorama am Brandberg ist absolut atemberaubend, aber leider konnten wir diesen Ausblick nicht lange genießen, geschweige denn eine Pause dort einlegen. Die zahlreichen Fliegen trieben uns regelrecht in die umliegende Halbwüste. Dort war es jedoch extrem windig, und unser Abendessen erhielt einen unerwünschten Hauch von Sand.
Übernachtung: Kleines Rastlager bei einem Engländer in Omaruru
Besichtigungspunkte: Felszeichnungen, durch die erfolgreiche Wiederholung mit einem Führer
Besonderheiten: Erste Hilfe bei einem „gerolltem“ Auto --------------------------------------------- Paps Geburtstag. Nach der erneuten, diesmal erfolgreichen, Wanderung in der Morgenkühle zu den Felsmalereien, gab es in Omaruru eine Geburtstagstorte. Eingekauft wurde im SPAR.
Übernachtung: Freie Übernachtung am Fuße des Massivs / Nashornwand
Besichtigungspunkte: Farm Ameib, Philippsgrotte, Bulls Party
Besonderheiten: Kletterpartien im Spitzkoppe-Massiv, traumhafter Rast“platz“ -------------------------------------------------------- Ohne Frühstück verließen wir früh am Morgen Omaruru und durchquerten eine verschlafene und bunte Stadt.
Mitten in der Natur, auf unserem Weg zur Farm Ameib, schmeckte das Frühstück umso köstlicher.
Die Wirkung bleibt nicht aus…. Erst einmal und dann gleich nochmals geht es in die freie Natur. Kennzeichen: Klopapierrolle und Spaten
Erster Besichtigungspunkt in der Farm Ameib: die Phillipsgrotte Mami’s Spruch auf den Weg dorthin: Konnte man das Zeug nicht unentdeckt lassen? Die unerträgliche Hitze trieb uns an den Rand der Erschöpfung und brachte uns dazu, albern zu werden.
Paps hatte keinen Anfall, sondern leidet unter einer Sonnenallergie.
Die Malereien in der Grotte waren enttäuschend. Die Pause hingegen im Schatten tat gut.
Die Temperatur überstieg 40 Grad Celsius... Letztendlich mussten wir uns jedoch auf den Rückweg begeben.
Unser nächster Halt war auf der Farm Ameib: Bulls Party. Allerdings entschied sich nur Sven auszusteigen, um einige Fotos zu machen, während alle anderen aufgrund der Hitze im Fahrzeug blieben.
Wir erreichten das Spitzkoppe-Gebirge, welches auch das Matterhorn Namibias genannt wird. Sehr bekannt ist auch die Nashorn Wand
Wir fanden einen großartigen wilden Rastplatz inmitten des Gebirges und genossen erst einmal die Mittagsruhe.
Anmerkung: 2018 haben wir genau an derselben Stelle gecampt. Es hat sich in den 25 Jahren kaum etwas geändert. Es gibt nun eine Platz-Nummerierung und eine Grillstelle.
Teil 1127. Sept. 2023
Unsere Abendgymnastik in Form von Klettern haben wir erst gegen späten Nachmittag absolviert. Das Spiel der Farben während des Sonnenuntergangs war einfach eine wahre Freude.
Paps am / im berühmten Bogen der Spitzkoppe.
Die Frauen sind früher zum Rastplatz zurückgekehrt und wirkten in der Entfernung so winzig wie Ameisen. Das Gebirge, das Gestein, erstrahlte in einem leuchtenden Feuerorange während des Sonnenuntergangs.
Übernachtung: Campingplatz „Langstrand“ --------------------------------------------- Heute sind wir in Swakopmund an der Atlantikküste angekommen und haben einen dreitägigen Aufenthalt vor uns. Natürlich haben wir auch kleine Tagesausflüge in die Umgebung geplant.
Der Atlantik: viel Gischt, frische Brise, salziger und fischiger Geruch.
Wir genossen den Atlantik auf der Pier von Swakopmund.
Die meisten Straßen tragen deutsche Namen.
Die Promenade entlang des Strandes ermöglichte uns einen Spaziergang durch Swakopmund, zurück in die Zivilisation.
Könnt ihr euch vorstellen, ein solches Gebäude in Namibia zu sehen? Das "Alte Amtsgericht" ist ein beeindruckendes Beispiel. Ein Bummel durch die Stadt verdeutlichte uns, wie stark der deutsche Einfluss hier war.
Unser Campingplatz für die nächsten drei Tage liegt am "Langstrand", zwischen Swakopmund und Walvis Bay. An der Küste herrscht oft Nebel, der die Hitze mildert.
Teil 1301. Okt. 2023
Tagesablauf am 05.02.1996
Fahrtstrecken: Swakopmund – Walvis Bay - Swakopmund
Gefahrene Kilometer: 100 km
Übernachtung: Campingplatz „Langstrand“
Besichtigungspunkte: Swakopmund (u.a. Museum), Walvis Bay, Lagune, abends Dünenbesteigung ------------------------------------------------ Mit frisch erworbenen Westernhüten vor dem Museum von Swakopmund.
Danach ging es zu den Flamingos in Walvis Bay. Vor unserem Besuch der Flamingos in der Bucht von Walvis Bay besucht Mami eine öffentliche Toilette. Die zahlreichen Fliegen und der Zustand des WC-Anlage sorgten dafür, dass sie ihr Geschäft schnell erledigte.
Nachdem wir uns frisch geduscht hatten, kam uns die Idee, den Sonnenuntergang von der nahegelegenen Düne aus zu beobachten. Papi und Kiki waren die ersten, die sich das mühsame Besteigen der Düne von Mami und Sven ansahen. Es war ein ständiges Vorankommen von zwei Schritten nach vorne und einem Schritt zurück... Wir benehmen uns wie Kinder, als wir auf der Düne herumalberten und jede Menge Spaß hatten. Am Ende waren wir komplett mit Sand bedeckt. Die vorherige Dusche hätte man sich also sparen können.
Tagesablauf am 06.02.1996
Fahrtstrecken: Swakopmund – Henties Bay – Cape Cross - Swakopmund
Gefahrene Kilometer: 320 km
Übernachtung: Campingplatz „Langstrand“
Besichtigungspunkte: Robbenkolonie ------------------------------------ 160 km an der Küste entlang gen Norden befindet sich Cape Cross – die Robbenkolonie. Als wir aus unserem Wohnmobil steigen, wurden wir von dem Gestank der Robben beinahe ohnmächtig. Aber die Robben sind so niedlich, wir konnten uns nur schwer von ihnen trennen.
Am Hentiesbay bummelten wir an einem einsamen Strand entlang und suchten nach Muscheln, Tieren, Schnecken und…
Typisch Mama: tote Tiere aufsammeln und mitnehmen, egal ob sie noch stinken (das Vogelgerippe befindet sich immer noch im Besitz meiner Mutter).
Besichtigungspunkte: Mondlandschaft am Swakopriver, abends Düne 7 bei Walvis Bay ----------------------------------- Für heute hatten wir eine Tour mit einem gemieteten 4x4-Fahrzeug geplant. Leider wurden unsere Erwartungen etwas enttäuscht, da wir uns von diesem Ausflug mehr versprochen hatten. Das Prospekt über die Fahrt durch die Welwitschia-Fläche hatte mehr versprochen, als wir tatsächlich erlebt haben. Das Highlight der Tour war die holprige Fahrt auf den unwegsamen "Straßen" und durch die Sandflächen. Einzig die Moon Landscape, die wir zu Beginn der Tour besichtigen konnten, war wirklich sehenswert.
Am Swakop-River-Tal machten wir Halt und hatten eine tolle Aussicht auf die Landschaft.
Dann ging es weiter zu den Tinkas und begegneten zwei Straßenschilder, die keinen Sinn machten. Rostock? Ausspruch von Sven: Tolle Wurst 2. Schild: Scharfe Kurve… Ahh ja!
Am „Gemsbokvelde“ Wasserloch trafen wir nur auf Straußenfedern.
Besonderheiten: Phantastische Berglandschaften, blühende Wüste ------------------------------------------ Auf den Weg in den Süden von Namibia. Erster Halt am Vogelfederberg; Wohnwagen und Mami wirken so winzig in der endlosen Weite.
Teil 1601. Okt. 2023
Nächster Halt am Gaub Canyon; was für ein herrlicher Ausblick.
Die Wüste erwacht zum Leben, während ein sanfter Schimmer aus grünen und silbernen Gräsern die weite Landschaft vor dem Kuiseb Pass bedeckt. Kurz zuvor hatte es geregnet, und die Wüste zeigt bereits ihre Reaktion auf diese Niederschläge.
Kurze Rast unter einem Webervogelnest, wie sie oft vorkommen.
Auf dem Campingplatz im Naukluftgebirge: Ein bisschen Jonglieren zwischen den Bäumen beim Manövrieren des Wohnwagens und dann wurde das Zelt aufgestellt (kein Kommentar).
Teil 1701. Okt. 2023
Tagesablauf am 09.02.1996
Übernachtung: Campingplatz am Naukluft Rivier
Besichtigungspunkte: Wanderung im Naukluft Gebirge (Olive Trail)
Besonderheiten: Pool with chains
Tageskilometer: 10 km ------------------------------------------------ Heute nehmen wir den kleinen Trail namens „Olive Trail“ in Angriff. Länge ca. 10 km mit einer Dauer von ca. 4-5 Stunden.
Zuerst wanderten wir eine Stunde lang bergauf, gefolgt von etwa 3 Stunden bergab. Mama äußerte bei unserer Ankunft auf dem Gipfel: "Ich werde in diesem Jahr nicht mehr wandern." Die Wanderung führte uns größtenteils durch ein Flussbett.
Wie Gemsen kletterten wir über die Steine im Flussbett und sehnten uns bald nach einer geteerten und geraden Straße.
Dann erreichten wir die anspruchsvollen Abschnitte der Wanderung. Um das Flussbett oder das stehende Wasser zu überwinden, mussten wir Ketten verwenden: "Pool with chains".
Die Strecke war zwar nicht ungefährlich, aber äußerst faszinierend. Auf unserem Weg begleiteten uns Köcherbäume und Gerippe sowie jede Menge Gestein.
Am Abend gönnten wir uns Erdnüsse, Rosinen und hatten mit Mückenstichen zu kämpfen. Lesen oder Tagebuch schreiben wurde durch das nicht funktionierende Windlicht erschwert.
Besichtigungspunkte: Sesriem Canyon, Elim Düne ---------------------------------- Ankunft im Camp Sesriem in der Namib Wüste. Die Temperatur liegt bei etwa 50 Grad Celsius, und wir sehnen uns nach einer Möglichkeit zur Abkühlung. Der Pool ist zwar warm, aber nass ist nass. Aufgrund der intensiven Hitze ist es unmöglich, ohne Schuhe durch das Camp zu gehen.
Bevor wir uns zum Sesriem Canyon und zur Elim Düne aufmachen, stärken wir uns zunächst. Die Zubereitung des Tomatensalats mit Nudeln gestaltet sich aufgrund des starken Windes als Herausforderung.
Unser erster Halt führt uns zum Sesriem Canyon. Die Frage, ob wir in dem Wasser baden sollen, drängt sich auf. Es ist trüb, riecht abgestanden und macht keinen einladenden Eindruck. Trotzdem wateten wir durch die Tümpel, um tiefer in den Canyon zu gelangen.
Anschließend ging es zur Elim Düne, die in der Nähe des Sesriem Campingplatzes liegt. Die schlechten Straßenverhältnisse waren unübersehbar.
Kurz vor dem Parkplatz vor der Elim Düne entstand ein Foto mit dem von Mami gesammelten Gerippe – sehr zum Missfallen von Paps.
Teil 1901. Okt. 2023
Wir begannen den Aufstieg.
Die Sonne neigte sich bereits dem Horizont zu, der Wind wehte, und der Aufstieg war mühsam. Doch die Aussicht von dort oben war schlichtweg atemberaubend. Der Wind trug Sandkörner über den Dünenkamm, und das Spiel von Licht und Schatten war wunderschön.
Das Foto von Mami und Paps… der erste Gedanke: sie sehen aus wie Maikäfer.
Teil 2001. Okt. 2023
Tagesablauf am 11.02.1996
Fahrtstrecken: Ausflug zur Sossusvlei – zurück nach Sesriem (Tankstop) – C36 – 831 / 826 – Duwisib – 826 / 407 / 707 (z.T. sehr schlecht)
Gefahrene Kilometer: 476 km
Übernachtung: wild neben der 707
Besichtigungspunkte: das Vlei, das Schloß
Besonderheiten: Reifenpanne -------------------------------- Um 5 Uhr morgens verließen wir den Campingplatz und erreichten gegen 6 Uhr den Parkplatz vor der Sossusvlei. Da wir keinen Allrad-Wohnwagen hatten, mussten wir die letzten Kilometer zu Fuß bewältigen. Am Anfang unserer Wanderung war es noch angenehm kühl. Die Frage war, ob wir die berühmten Dünen erreichen würden. Einige 4x4-Fahrzeuge fuhren an uns vorbei.
Bis 8 Uhr wanderten wir durch das Tal, aber die Dünen schienen irgendwie nicht näher zu kommen. Die Hitze nahm stetig zu. Immerhin erreichten wir die Wegweiser, beschlossen aber von dort aus umzukehren, da die Hitze uns zusetzte.
Wir setzten unsere Reise in südliche Richtung fort und besichtigten das Schloss Duwisib, das irgendwie deplatziert wirkte.
Wir fuhren weiter auf der holprigen Straße gen Aus und hatten Bedenken, ob unser Wohnwagen dem standhalten würde. Dann erlitten wir eine Reifenpanne am Rand der Namib (ich war die Fahrerin), und die Sonne ging bereits unter. Es war weit und breit niemand zu sehen. Glücklicherweise konnten wir die Panne schnell beheben und verbrachten die Nacht am Straßenrand entlang der 707.
Besonderheiten: Benzinreserve verakuft --------------------------- Frühstück an der 707, die Männer erledigen den morgendlichen Abwasch.
Heute führte es uns zum Fish River Canyon; wir überquerten von Norden her den Fish River, der sogar Wasser führte.
Kaffeestündchen im Camp Hobas, hier kam es zum ersten Mal zur Sprache von den Eltern: den Lebensabend in Namibia zu verbringen. Notiz hierzu: Dieser Plan wurde dann doch nicht umgesetzt. Nach einem 3-monatigen Aufenthalt in Swakopmund entschieden sich meine Eltern dagegen. Es fehlte ihnen an Kultur und Abwechslung.