tiggiThemenstarter1'557 Beiträge · seit 201115. Sept. 2023 · #21
@ Alm, es gibt tatsächlich einige Tage/ Wochen ohne Pannen! Aber es war echt der Wurm in unserer Tour. Ich hoffe, deine Erwartungen an Sambia sind nicht zu hochgesteckt. Aber es waren schöne Erlebnisse! Ich freue mich, über dein Interesse am Bericht. 😘
tiggiThemenstarter1'557 Beiträge · seit 201115. Sept. 2023 · #22
10. Juli Von Olifantsrus nach Okaukuejo
Der Zustand des Ablutionsblocks ist in einem sehr schlechten Zustand. Leider sind die Duschen so verdreckt, dass niemand sie nutzen kann. Die Fledermäuse sind hier eingezogen, die Toiletten wurden morgens mit neuem Toilettenpapier versehen, aber es fehlen nach wie vor Seife und Einmaltücher oder funktionierende Trockner.
Um 9.30 Uhr verlassen wir Olifantsrus in Richtung Okaukuejo. Wir fahren langsam an den Wasserlöchern vorbei.
Am Picknick Spot vor dem Wasserloch Sonderkop genießen wir einen Cappuccino. Es ist allerdings kaum möglich den Kocher aufzustellen, weil so ein starker Sturm herrscht, außerdem genießen wir das Heißgetränk mit viel weißem Puder der Landschaft 🤩 🤩 🤩 Danach wollen wir in Richtung Wasserloch fahren. Doch so weit kommen wir gar nicht. Schon nach einem guten Kilometer erregt ein Mähnenlöwe unsere Aufmerksamkeit, ein zweiter Löwe befindet sich auch in Sichtweise
und ein paar hundert Meter weiter sehen wir zwei Autos parken und tatsächlich entdecken wir ein Rudel mit Cubs. Nun verweilen wir hier für längere Zeit. (Ich habe so viele Fotos, dass ich mich gar nicht entscheiden kann, welche ich zeigen soll)
Der Kleine ist schon ziemlich neugierig 😮
Er/Sie 😘 leckt sich schon einmal die Schnute, wer weiß, was sie /er anpeilt?
Ganz mutig nähert er/sie sich unserem Auto.
Das Geschwisterchen folgt langsam...
Auch Nr. 3 ist neugierig und besonders mutig, während die anderen beiden sich ausruhen, kommt Nr. 3 immer näher..
Irgendwann stellen sie fest, dass wir keine Gefahr darstellen und auch nicht zu Essen geeignet sind. 🤪 Sie kuscheln und spielen miteinander.
Wer ist der Stärkere? 😗
Es ist so herrlich, direkt am Geschehen zu sein und die Kleinen beim Spielen und Erkunden der Umgebung zu beobachten.
Erschöpfung macht sich breit, aber auch bei der Mutter..
Dann wird wieder gekuschelt!!
Immer in der Nähe der Mutter 😘
Hoffentlich waren das jetzt nicht zu viele Fotos? 😐 Aber über die Stunden sind viele 100 Bilder entstanden. Es hat so viel Spaß gemacht, dass ich gar nicht merkte, dass ich ständig den Auslöser drückte.
Es ist ohnehin sehr stürmisch und an den Wasserlöchern auf der freien Fläche wird viel Staub aufgewirbelt, so dass man kaum fotografieren kann. Die Löwen liegen aber direkt an der Gravenroad und sind auch noch sehr fotogen. Wir bleiben lange und haben unseren Spaß mit den Jungen.
Wir haben schon viel erlebt, aber so einen Sturm über Tage zu haben, war schon wirklich eine Herausforderung beim Fotografieren. Die Angst, der Staub zieht in die Kameras, reist mit.
Wir fahren weiter in Richtung Okaukuejo. Aufgrund des starken Sturmes sind Sichtungen nur sehr staubig und das Tageshighlight hatten wir ja bereits. Die Gravelroad befindet sich teilweise im Bau, wir fahren einfach über den aufgeschütteten Boden. In Deutschland undenkbar. Bei uns würde für Wochen die Straße gesperrt werden.
Gegen 14.00 Uhr erreichen wir Okaukuejo. Uns wird Stellplatz Nr. 26 zugewiesen. Bei dem kalten Ost-Sturm macht es wenig Spaß, noch einmal rauszufahren und irgendwo im Staub Tiere zu suchen. Wir bleiben am Wasserloch und im Camp.
Enilorac65768 Beiträge · seit 201715. Sept. 2023 · #24
Es kann nicht zu viele Fotos von kleinen Löwen geben! Sie sind so süss!
2016: Südafrika mit Gardenroute
2018 : Vic Falls, Namibia, Botswana, Mauritius
2020: Kapstadt und Gardenroute
2022: Namibia
2024: Namibia und Südafrika
2026: Namibia und Botswana in Planung :-)
adriana358 Beiträge · seit 201317. Sept. 2023 · #25
Liebe Biggi, was für ein Start! 🙁 Ich bin sehr gespannt, was mit der Kreditkarte los war und wie ihr das Problem gelöst habt. Deine Fotos mit den Löwenkindern sind soooo süß! Ich bekomme Sehnsucht nach Afrika... Dann weiter so und gerne ab und zu eine Cappuccino-Pause. 😎
tiggiThemenstarter1'557 Beiträge · seit 201117. Sept. 2023 · #26
11. Juli Okaukuejo bis Halali
6.30 Uhr öffnet das Tor, wir sind unterwegs. Die Nacht war mit minus 5 Grad sehr kalt, auch zum Frühstücken ist es noch zu frisch. 🤩 Somit beschließen wir, uns auf einer Morgentour aufzuwärmen. Die Heizung im Auto funktioniert perfekt. Auf unserer Morgenrunde treffen wir auf die üblichen Verdächtigen. Von Okaukuejo geht es nach Süden nach Ondika und danach nach Gemsbokvlakte.
Impalas und Springböcke sind immer und überall anwesend, dann kommen Kudus an
Hier ist die Sicht noch so klar, dann zischen wieder Staubwolken herbei.
Eine Windböe zieht über das Wasserloch und sorgt für staubige Sicht!
Gnus und Oryxe kurz vor Gemsbokvlakte
Auch in Gemsbokvlakte sorgt der Wind für Seegang 😈
Ein bettelnder Toko 😉 Gegen 9.00 Uhr sind wir zurück. Unser Frühstück wird sehr mit Staub bepudert. Der Sturm bläst immer noch mit voller Kraft. Geschützte Ecken finden wir kaum. Um 10.15 Uhr verlassen wir den Platz in Richtung Halali. Auch den Tieren gefällt der Sturm nicht. Sie stehen häufig geschützt im Wald zusammen. Zebras, Gnus und andere Antilopen sind sehr zahlreich. Auf dem Weg nach Halali ist es nicht so spannend.
Rietfontein:
Elefanten ziehen durch die Landschaft:
In Halali halten wir am Shop, unser Brot hat eine grünlich-blaue Färbung angenommen und Feuerholz fehlt auch. Leider gibt es im Laden kein Brot, nur einen Sack Feuerholz für 100 N$ bekommen wir. Viele Regale sind leer. Wir suchen uns einen Platz, um unser eigenes Brot zu backen. Den Wagen müssen wir als Windschutz so positionieren, dass das Feuer nicht gleich wieder erlischt. Im Poitje gibt es anschließend einen leckeren Eintopf. Das ist genau das richtige bei diesem kalten Wetter.
Am Wasserloch haben wir später unsere Freude mit vielen Elefanten und den Nashörnern. Wir bleiben allerdings nicht sehr lange, da es immer kälter wird. Ich habe auch nur mein Handy dabei, Nachtaufnahmen sind nicht so schön, es sei denn, es gibt etwas Spannendes zu sehen. 🤪
So richtig putzig sind die kleinen tapsigen Elis! 😛 😘
Insgesamt hat uns dieses Camp gar nicht mehr gefallen. Die Toiletten waren entweder „out of order“, ohne Deckel, Wasserkasten oder das Klo war verstopft. Hier fehlt es wirklich an Kontrolle und Pflege. In den letzten Jahren scheint der Service immer schlechter geworden zu sein.
So richtig viel Spaß macht der Etosha nicht mehr, schlechtes Wetter und ungepflegte Ablutions. 🙄 😊
tiggiThemenstarter1'557 Beiträge · seit 201117. Sept. 2023 · #27
12. Juli Halali bis Onguma, Leadwood Camp
Von Halali führt uns der Weg weiter nach Onguma, hinaus aus dem Park. Doch bis 14.30 Uhr dürfen wir die Einrichtungen des Parks noch nutzen. Auch heute frühstücken wir nicht im Camp. Es sind immer noch Minusgrade am Morgen. Dieser Tag verspricht aber spannender als der gestrige zu werden. Gleich hinter dem Camp kreuzt ein Nashorn unseren Weg. Es ist noch ein bisschen unentschlossen und läuft quer über den Weg.
Den kleinen Schlenker bis nach Rietfontein unternehmen wir auch noch. (Tsessebes) Geändert! 🤩 Kaamas stehen im Morgenlicht an der Gravelroad.
Auch die Gnus machen sonnengeflutet einen guten Eindruck!
Unterwegs begegnen uns 4 Hyänen, die gerade ihr Frühstück genossen haben.
Ich finde, das braungefleckte Fell sieht mal richtig gut aus! 😘
Guten Appetit, auch die Elis frühstücken bereits.
Am Wasserloch Goas sind viele Zebras, Kudus, Springböcke und Impalas neben Vögeln anzutreffen. Und auch eine Löwin:
Unter einem Busch hockt eine Löwin. Auch sie scheint hungrig zu sein, denn sie schleicht sich an die Tiere am Wasserloch heran. Ihr Frühstück läuft dort.
Sie senkt den Kopf....
Wir schauen eine Weile zu, fahren noch einmal zum hinteren Wasser, in der Hoffnung noch weitere Löwen zu entdecken. Sie scheint aber alleine unterwegs zu sein. Vielleicht hat sie irgendwo ihre Nachwuchs versteckt?
Nach und nach kommt sie den Zebras näher, duckt sich immer wieder zwischen den Steinen ab. Doch sie wurde längst entdeckt. Ein Alarmruf ist bereits erfolgt.
Die Löwin bleibt in ihrer Deckung liegen.
Jetzt spielen die Zebras mit ihr und provozieren… Ihre Jagd bleibt erfolglos, jedenfalls so lange wir dort stehen.
Der Braten war wohl etwas zu groß für ein einzelnes Tier?
Vielleicht hätte sie lieber ein Hühnchen als Snack essen sollen?
Irgendwann fahren wir zum Picknickplatz an der C38 kurz vor dem Lockout wenn man von Osten kommt. Aber es ist immer noch so kalt, dass man kaum auf den Betonbänken sitzen kann und der Wind bläst alles vom Tisch, was zu leicht ist. Wir waren schon oft im Juli im Etosha, aber so einen Sturm haben wir das erste Mal erlebt. Später erfahren wir, dass es in SA kräftig geschneit hat. In Kalkheuwel treffen wir auf zahlreiche Elefanten
Ich liebe die Perlhühner!!
und am letzten Wasserloch in Klein Namutoni stehen die Giraffen und trinken, am Wasserbecken sieht man auch viele Geier, die ihr Gefieder trocknen.
Gegen 14.30 Uhr verlassen wir für dieses Jahr den Park, am Ausgang wird noch einmal der Kühlschrank kontrolliert, dann sind wir auch schon im Onguma Camp. Wie in den Jahren zuvor, erhalten wir auch dieses Jahr die Campsite Dik-Dik.
Nach einer Dusche, den Etoshastaub abwaschen(!), gehe ich zum Restaurant, während Manfred den Tag am Pool ausklingen lässt.
Das Essen ist wie gewohnt sehr lecker! Ich habe hier aber noch etwas anderes zu erledigen. Unsere Kreditkarte !! Über die Homepage der Bank konnte ich meine Nachricht noch einmal senden. Nichts, nichts, gar nichts passiert. Geworben wird anders. 😈 Egal! Ich habe keine Lust mehr mich zu ärgern. Unsere Schwiegertochter versucht es telefonisch von Deutschland aus, mit dem Erfolg, dass nunmehr auch Manfreds Karte und jeglicher Kontozugang gesperrt wurde, obwohl sie sich als "ich" legitimiert hat. Viel später in Deutschland entschuldigt sich die Bank für den Vorfall, mit der Begründung, Namibia stehe auf der Liste mit sehr häufigem Betrug!! Ich kann da nur lachen, denn seit mehr als 12 Jahren nutzen wir genau diese Karte in NAM.
Unsere zweite Karte muss jetzt reichen, um die nächsten Wochen zu überleben. Alternativen habe ich mir allerdings auch schon überlegt, falls die Karte auch irgendwie nicht mehr funktionieren sollte. The worst case ist nicht eingetreten - um es vorweg zu nehmen!
Sangwali311 Beiträge · seit 201717. Sept. 2023 · #28
Hallo Biggi, vielen Dank für den tollen Bericht, freue mich schon auf den ganzen Rest und habe auch euren letzten bereits "verschlungen". Ein kleiner Hinweis am Rande: Du schreibst von Tsessebes bei Rietfontein. Die dürfte es dort eigentlich (noch) gar nicht geben und sollten euch eher weiter im Nordosten erstmals über den Weg laufen. Ich würde meinen, es handelt sich um die rote Kuhantilope, auch das Gehörn und die Farbgebung spricht eher für letztere. Mag aber auch sein, dass ich mich täusche, die Kuhantilopen im Allgemeinen sind mitunter schwierig ... Viele Grüße Robert
Mogambo566 Beiträge · seit 201317. Sept. 2023 · #29
tiggi schrieb:
Tsessebes stehen im Morgenlicht an der Gravelroad.
Hallo Biggi,
kleine Korrektur: es handelt sich um Kaamas, auch Rote Kuhantilopen - Red Hartebeest - genannt. Zwar sind Kaamas weitestgehend verwandt mit Sassabys, allerdings gibt es letztere nicht im Etosha.
LG Mogambo 🙂
tiggiThemenstarter1'557 Beiträge · seit 201117. Sept. 2023 · #30
@ Hallo Mogambo und Robert, Rote Kuhantilope: das war für mich immer eine Tsessebe . Vielen Dank für den Nachhilfeunterricht! 🤩 Nun muss ich aber tatsächlich mal genau nach dem Unterschied forschen, um das andere Tier richtig bestimmen zu können. Den Namen "Kaamas" lese ich zum ersten Mal und das nach vielen Besuchen in Afrika! Upps, ein Grund dort immer wieder hinzufahren. Man lernt nie aus.
Auf diesem Wege möchte ich mich bei allen Mitlesern, Daumendrückern und sonstigen Mitreisenden für eure motivierenden Kommentare oder Korrekturen bedanken.
tiggiThemenstarter1'557 Beiträge · seit 201119. Sept. 2023 · #31
13.Juli Onguma bis Mobola Island Lodge
Diese Nacht war schon etwas wärmer und es gab ein Frühstück bevor wir den Platz verließen. Gegen 9.15 Uhr sind wir auf der Strecke in Richtung Tsumeb unterwegs. Im Choppies besorge ich noch ein paar Dinge, die fehlen. Über Grootfontein geht es in Richtung Rundu. Am Vet-Fence in Murani gönnen wir uns eine kleine Pause mit einem Heißgetränk, dann folgen wir den Dörfern. In Rundu tanken wir und beschließen noch die 196 Km bis zur Mobola Island Lodge zu fahren. Ab hier haben wir keine Buchungen und hoffen, auf freie Campsites. Die B8 hat noch einige Baustellenabschnitte, aber ansonsten kann man ohne Probleme durchfahren.
Am Spätnachmittag erreichen wir die Mobola Island Lodge.
Außer uns stehen noch zwei Campingfahrzeuge aus Namibia hier. Wir haben die freie Auswahl zwischen den noch freien Plätzen. Insgesamt verfügt der Platz über 6 Campingplätze. Alle Plätze sind mit Spülbecken, Licht und Stromanschluss sowie einer Braaistelle ausgerüstet.
Zum Sundowner gehen wir über die Hängebrücke auf die Insel. Der deutsche Eigentümer Alexander erkennt uns gleich wieder und mit weiteren Gästen genießen wir die tolle Stimmung über dem Wasser bei einem Gin Tonic.
Die Bar auf der kleinen Insel!
Vor dem Schlafengehen unterhalten wir uns noch mit einem Ehepaar, die vor 2 Jahren aus Windhoek nach Swakopmund gezogen sind und wertvolle Tipps zum Haus- und Grundstückskauf für uns haben. Gerade diese "Insidertipps" sind wertvoll.
Ein langer Fahrtag endet wieder in sehr netter Umgebung und Gesellschaft!
tiggiThemenstarter1'557 Beiträge · seit 201119. Sept. 2023 · #32
14.7. Besuch der Mafwe und Ü: Chobe River Camp
Heute soll es einen echten Revival -Tag geben. Doch vorher bummle ich noch über das Camp und genieße die Ruhe am Fluss.
Diese Campsite bietet einen interessanten alten Baumstamm als Schutz, auch für Tiere!
Vor genau 10 Jahren haben wir bei Kongola das
Living Museum der Mafwe besucht. Damals gab es dort einen kleinen, ganz aufgeweckten Jungen, namens Konrad. Wir wollen mal schauen, was aus ihm geworden ist. Dieses Foto mit dem kleinen Konrad entstand vor 10 Jahren! 😘
Das Museum befand sich nur wenige Kilometer hinter Kongola im Hinterland. Wir folgen den Schildern und müssen feststellen, dass sich das Museum dort nicht mehr befindet. Sie sind umgezogen. 17 Kilometer hinter Kongola, auf der linken Seite (nicht mehr rechts) steht seit 2019 der neue Kraal. Nur selten verirren sich Individualtouristen hier her, meist sind es Reisegruppen, die das Dorf besuchen. Als wir erklären, dass wir bereits vor 10 Jahren hier waren, ist die Freude groß. Bisher kam wohl noch kein Tourist ein zweites Mal hierher. 😉 Wir fragen nach Konrad und der Vater erscheint gleich und berichtet, dass Konrad in der 6. Klasse ist, inzwischen ist er 12 Jahre alt und hat 2 weitere Geschwister bekommen. Der Vater ist sichtlich stolz auf seinen Sohn. Der Vater, mit Namen Cliff, war bereits in Deutschland und hat dort Werbung für die Living Museen gemacht. Ein paar Worte deutsch kann er schon und möchte gerne noch mehr lernen. Zu dem Dorf gehören 38 Personen, die Hälfte hält sich jeweils für Gäste im Living Museum auf. Wir erfahren wieder viel über Bäume und Pflanzen, die gegen Bauch- oder Kopfschmerzen helfen, wie Seile gedreht werden, wie sie ihr eigenes Parfum aus Hippogras herstellen oder früher Fallen gebaut haben. Musikinstrumente und Schalen oder Körbe werden im Dorf gefertigt und heute noch genutzt. Bei unterschiedlichen Tänzen wird der Jagderfolg besungen, der Regen heraufbeschworen oder sie dienen nur der Unterhaltung bei Feiern.
Der Fallenbau wird demonstriert.
Handwerkskunst: Dieses Boot werden wir später mit nach Deutschland nehmen!
Uns werden die unterschiedlichen Tänze präsentiert.
Auch die Kleinsten lernen schon von den Erwachsenen. Sie sind immer irgendwie so süß! 😘
Besonders aufgefallen sind zwei ältere Frauen, Zwillinge, beide 87 Jahre alt, die sehr schöne Flötenmusik präsentierten und noch gut tanzen konnten.
Probeliegen in einer der Wohnhütten! 🤩
Maismehl wird gestampft. die kleinen Kinder essen es auch trocken!!! 🤪
Wir genießen die Zeremonie sehr. Die Leute geben sich sehr viel Mühe, um ihre Traditionen nicht in Vergessenheit zu bringen. Im Gästebuch sehen wir später, dass die letzten Besucher vor einer Woche hier waren. Neben einem Korb und einem geschnitzten Boot, das wir kaufen, geben wir noch eine Spende für die Community.
Singend werden wir zu unserem Auto begleitet. Es war eine gute Idee, hier mal wieder vorbeizuschauen. Die Leute brauchen dringend Gäste!
Dann geht es nach Katima Mulilo weiter, eine Lunchpause muss noch sein, dann überlegen wir, ob wir noch bis zum Chobe River Camp fahren und versuchen dort eine Campsite zu bekommen oder gleich hinter Katima bleiben. Wir wollen am nächsten Tag aber bis zur Thobolo`s Lodge in Botswana, da würde sich eine Übernachtung in Grenznähe anbieten. Wir fahren also noch bis zum Chobe und haben großes Glück. Wir erhalten die letzte Campsite.
Inzwischen gehört dieses Camp zu Gondwana, wir waren schon vor vielen Jahren hier, als der Eigentümer des Camp Kwando es aufgebaut hat. Die alten Campsites haben wir zweimal verändert vorgefunden. Jetzt stehen sie fast im Wasser und es sind wieder neue Plätze errichtet. Allerdings gibt es nur noch 4 Campsites. Die einzelnen Plätze sind schlauerweise auf Stelzen gebaut, jeweils ein Zelt ist mit Licht, Strom und eigener Dusche und Toilette und einem Tisch versehen.
Unser Glück können wir kaum fassen, dass es tatsächlich nur eine freie Campsite gibt. Im Restaurant nutzen wir noch einmal das WLAN, in der Hoffnung von unserer Bank etwas Neues zu hören. Keine Antwort auf unsere Mail! Nun ist es uns auch ganz egal, wir genießen den Urlaub! Zum Essen schmeißen wir den Grill an. Fleisch mit frischem Salat gibt es dazu, bald erscheint der bewaffnete Nachtwächter und dann wird es etwas unruhig. Direkt vor unserem Zelt zieht eine Elefantenherde lang. Der Wächter warnt uns jetzt weiter herumzulaufen, und wir verstehen, warum er ein Gewehr trägt.
Neben unserem Zelt wohnen junge Leute aus Namibia, die gleich mehrere Plätze gebucht haben. Bei etwas lauterer Musik genießen sie ihren Urlaub. Wir können aber gut schlafen und am Morgen reisen die jungen Leute sehr früh ab, während wir noch die Lodge genießen. Bilder im nächsten Kapitel!
Die Bezeichnung habe ich noch nie gehört. Also in Namibia, Südafrika etc sind diese auf Deutsch als Hartebeest, von Afrikaans Hartebees, bekannt.
Viele Grüsse Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Sangwali311 Beiträge · seit 201722. Sept. 2023 · #34
tiggi schrieb:Nun muss ich aber tatsächlich mal genau nach dem Unterschied forschen, um das andere Tier richtig bestimmen zu können. Den Namen "Kaamas" lese ich zum ersten Mal und das nach vielen Besuchen in Afrika!
Hallo Biggi, da geht es mir wie dir und Christian, der Begriff "Kaama" war mir auch neu, wird allerdings auch im deutschsprachigen Wikipedia-Eintrag verwendet, nicht jedoch im Burger Cillie. @ Mogambo: Danke, wieder was gelernt! Die zwei sind allerdings sehr einfach zu unterscheiden, neben der anderen Farbgebung (Tsessebe eher schokoladenbraun, Kaama eher rot) und dem unterschiedlichen Verbreitungsgebiet ist es vor allem das Gehörn, siehe Abb. Wenn man sich für die Tsessebe auch die Bezeichnung "Halbmondantilope" merkt und weiß, dass sich das auf das Gehörn bezieht, kann man die zwei eigentlich nicht mehr verwechseln. VG Robert
tiggiThemenstarter1'557 Beiträge · seit 201124. Sept. 2023 · #35
@ Sangwali und @Christian, ich habe tatsächlich auch versucht noch weitere Quellen zur Tierunterscheidung zu finden. Dieser Begriff "Kaama" ist eher ungewöhnlich. Rote Kuhantilope und Tsessebe scheinen geläufig zu sein. Der Unterschied im Aussehen ist deutlich und verständlich, doch der Begriff sei mal dahingestellt. Ich werde im Folgenden Rote Kuhantilope oder Tsessebe verwenden. 🤩
tiggiThemenstarter1'557 Beiträge · seit 201124. Sept. 2023 · #36
15.7. Von Namibia auf die Thobolo`s Busch Lodge nach Botswana
Diese schöne Campsite genießen wir, mit einem längeren Frühstück wird in den Tag gestartet, am Restaurant nutzen wir das WLAN und genießen die herrlichen Ausblicke hinüber in den Chobe National Park.
Die Katze besuchte uns am Abend und blieb 😉
Die im Mokoro angelegten Gartenbeete gefallen mir sehr gut, eine Alternative zu unseren deutschen Hochbeeten!
Der Weg zur N`goma Bridge führt uns am Metzger vorbei. 🤢
Wir fahren über die Grenze nach Botswana. Am Ngoma Grenzposten in Botswana geht es sehr schnell. Wir müssen keine Handzettel ausfüllen, schon seit Jahren wird hier der Pass digital eingescannt. Mit den Schuhen müssen wir in das obligatorische Desinfektionsbad treten, dann werden wir nach Obst bzw. Gemüse gefragt. Es darf nicht eingeführt werden, aber eine weitere Kontrolle des Autos findet nicht statt. Nach nur 20 Minuten sind wir in Botswana und biegen in Richtung Kachikau ab.
Am Picknickplatz vor dem Ort halten wir gerne und trinken einen Cappuccino. Es ist doch ein historischer Platz mit herrlichen Baobabs.
Dieser Stein und eine Gedenktafel, zur Eröffnung der Straße N´goma-Kachikau aus dem Jahre 2011, verblassen und werden leider nicht mehr gepflegt. Es ist so schade, vor Jahren sah es so toll aus. Ein bisschen Vandalismus ist natürlich nicht auszuschließen.
Diese Aufnahme stammt aus dem Jahre 2013!
Wie haben heute so viel Zeit!
Dann geht es auf der Tiefsandpiste in Richtung Savuti ca. 14 Kilometer bis zum Abzweig zur Thobolo`s Busch Lodge. An dieser Lodge sind wir immer vorbeigefahren, da es für uns direkt nach Savuti ging, aber vor Jahren schwärmten andere Reisende davon und für einen Kurzaufenthalt von 2 Tagen ist es für uns ideal.
Ein kleiner Teich liegt hinter dem Pool und zahlreiches Kleingetier sammelt sich hier.
Die Thobolo`s Lodge ist eine gute Alternative, falls man keine Unterkunft in Savuti bekommt. Wir treffen hier einige Gäste, die bis Savuti als Tagestour fahren wollen. Die Thobolo`s Lodge hat ein großes Wasserloch, an dem viele Tiere zum Trinken und Baden erscheinen.
Die Campsite selber ist einfach. Ein gemeinsamer Ablutionblock und einzelne Stellplätze mit Schattendach sind hier zu finden. Es ist immer noch stürmisch, daher sind wir froh, eine Campsite (No. 3) weiter oben zu erhalten. Es gibt Campsites direkt an der offenen Savanne, die aber unter dem aufgewirbelten Sand leiden. Bei gutem Wetter ist es sicherlich schön, direkt an der Savanne zu sitzen.
Ablutionblock
Ein kleines Hüttchen bzw. eine Aussichtsplattform zum Tiere beobachten befindet an der Campsite. Hier lassen sich auch Kameraakkus oder Handy aufladen. Diese Hütte verfügt über eine Chargerstation. Das Lodgegebäude ist selber sehr gut gelegen und bietet einen tollen Blick auf die Wasserlöcher. Die Aussichtsplattform hat außerdem Strom, der ebenfalls zum Laden von Akkus genutzt werden kann. Es gibt eine Bar mit Getränken zur Selbstbedienung, man trägt seinen Verbrauch in eine Liste ein und zahlt bei der Abreise. Die Lodge verfügt über ein Restaurant und hat außerdem Chalets zur Vermietung.
Bar Aussichtsterrasse Wir lernen zwei Pärchen aus Südafrika kennen und ein Pärchen aus den Niederlanden, mit denen sich immer wieder nette Gespräche ergeben, so dass der Tag schnell und interessant endet. Ina ist Südafrikanerin, lebt mit ihrem Mann aber in Dubai und arbeitet dort als Lehrerin. Sie hat viel zu berichten, ihr Mann versucht sich mit den Fotos. Auch hier gibt es viel zum Austausch. Vor der Lodge tauchen immer wieder Kudus, Giraffen und am Abend viele Büffel auf, die die ganze Nacht hindurch bleiben oder immer weiter ziehen und neue nachkommen.
Bei Sturm und Wind kommen doch ein paar Tiere zum Trinken. Am Abend treffen sich hier die Elefanten.
16.7 Thobolo`s Busch Camp
Wir bleiben heute noch auf der Lodge. Ein recht unspektakulärer Tag, eher langweilig, aber auch das muss mal sein. Zeit zum Lesen und Notizen machen! Die Vögel hoffen auf Krümel und warten geduldig, bis etwas vom Tisch fällt.
Gelbschnabeltoko
Neue Gäste aus der Schweiz, Nina und Markus reisen 8 Wochen durch die Länder, sie sind unsere neuen Nachbarn. Es gibt wieder nette Gespräche über Dies und Das. Wir waschen die Wäsche mit unserer neuen „Waschmaschine“, sie hat sich bewährt!
eine Belohnung nach der Wäsche ! 😘 🤩
Irgendwie geht auch dieser Tag schnell dem Sonnenuntergang entgegen
Am Abend folgt ein Wahnsinns-Elefanten-Spektakel. Verschiedene Herden drängen ans Wasserloch und „bekriegen“ sich. Hier ist immer etwas los!
Leider gibt es nur diese Handyaufnahme
Danach fallen wir ins Bett, müde und erschöpft vom Nichtstun! 😈
Hier war es wirklich nett, doch der Sturm war einfach zu unangenehm und lästig. Morgen geht es ruhiger in den Chobe National Park... 🙄
tiggiThemenstarter1'557 Beiträge · seit 201109. Okt. 2023 · #37
17.7. Von West nach Ost durch den Chobe NP
Wir verlassen die Lodge um 8.00 Uhr und fahren zurück durch den Tiefsand bis zum Ngoma Gate. Heute wollen wir in den Chobe NP und ihn von West nach Ost durchfahren. Die Sonne erwartet uns freudig! Bereits auf der Strecke hinter Kachikau sehen wir eine größere Büffelherde an der Straße, auch Giraffen haben sich hierher verirrt. Am Gate zum NP sind wir die einzigen Gäste. Die meisten Touris reisen von Kasane aus an oder folgen erst später. Aus dem letzten Jahr erinnere ich noch eine schreckliche Tiefsand-Wellblechpiste auf den letzten bzw. ersten 4 Km im Park, in diesem Jahr nun die große Überraschung; die Pad wurde gerade mit einem Grader geglättet und lässt sich ganz wunderbar befahren.
Glatter Untergrund! Im Westen sehen wir viele Giraffen, Zebras und Kudus auf den Nasswiesen am Fluss.
Guten Morgen! 😄
Die Milchtheke ist geöffnet, Zeit zum Frühstücken. Unter einem Baum laufen gut getarnt zwei junge Schakale entlang. Sie sind wohl noch auf der Suche nach ihrem Frühstück.
Ein paar Meter weiter beobachten wir zwei Fischer in ihrem Mokoro. Es sieht sehr wackelig aus, in der Nähe tummeln sich viele Krokodile, weil ein totes Zebra halb im Wasser liegt. Ob das gut geht?
Später liegen zwei schlafende Löwen unter einem Busch, sie rühren sich nicht, man könnte meinen sie sind bereits tot. Akrobatische Verrenkungen bei den Löwen sind nicht selten!
Ich glaube, er atmet noch! 🤪
So richtig viel ist nicht zu erkennen und sie lassen sich überhaupt nicht stören, 😊 😈 4 Km davor stoßen wir am oberen Weg auf zwei Löwinnen, wahrscheinlich gehören sie zu demselben Rudel, auch sie liegen unter einem Busch, sind aber wachsam.
Upps, wer ist das?
Und dann brach auch diese Löwin zusammen! 😊
Am Serondela Picknickplatz gibt es eine Pause. Wir fahren dann langsam zum Ausgang in Richtung Kasane weiter. Am Fluss beobachten wir eine Elifamilie beim Schlammbad, besonders die kleinen Elis sind noch so tollpatschig und fallen immer wieder ins Wasser. Wir haben den Eindruck, dass es in diesem Jahr besonders viel Nachwuchs gab.
Der Kleine hat zu lange getrunken und den Anschluss verpasst, also schnell hinterher!
Jetzt hat auch er seinen Spaß 🤩
Langsam wird es schwierig für ihn hier heraus zu gehen.
Der kleine Eli rutscht immer wieder im Schlamm aus, doch irgendwann, mit Muttis Hilfe hat auch er es geschafft.
Gegen 15.00 Uhr erreichen wir Kasane. Eine Übernachtung auf dem Campsite der Chobe Safari Lodge ist leider nicht möglich, fully booked! Diese Wörter werden wir noch öfter hören, dennoch ist es häufig möglich noch irgendwo unterzukommen. In der Chobe Safari Lodge essen wir und genießen einen echten Cappuccino.
Wunderschöner Blick auf den Fluss!
Das Büfett wird erst abends serviert, so lange können wir nicht bleiben, also gibt es für uns nur ein Burger-Menü.
Den Chobe NP haben wir dieses Jahr als Transitstrecke genutzt und nur schnell durchfahren, dennoch sahen wir viele Tiere. Es ist nicht immer so, dass man Löwen oder große Elefantenherden sieht. Wir haben hier schon Tage verbracht und keine Löwen oder nur einzelne Elis gesehen. Es war ein schöner Tag, den wir auf der Chobe Safari Lodge abrunden!
Neuer Empfang! 😉 Wir werden letztendlich auf der Big 5 Toro Lodge in Kazungula übernachten, da wir am nächsten Morgen früh nach Sambia aufbrechen.
Diese Lodge hatten wir vor der Corona Pandemie schon einmal gewählt und in guter Erinnerung. In diesem Jahr gefiel sie uns nicht mehr. Bauarbeiten in der Lapa und dem Bereich davor ließ alles unfreundlich aussehen, auf der Campsite funktionierten nicht alle Lampen. Zu jedem Stellplatz gehört ein eigenes Ablutionhäuschen, aber erst das dritte Haus verfügte über eine funktionierende Wasserspülung, Strom und damit auch Warmwasser. Ohne Strom wird der Geysir nicht erwärmt. Manchmal spritzte das Toilettenwasser aus der Kloschüssel und war eher zum Duschen des unteren Bereiches gedacht als zum Spülen! Heute ist ein Feiertag in Botswana und entsprechend haben die Menschen bis in die Nacht hinein gefeiert, so dass wir von lauter Musik in unsere Träume begleitet wurden. Inzwischen wurde ein neuer Parkplatz kurz vor der neuen Brücke nach Sambia und Simbabwe gebaut. Durch den permanenten LKW Verkehr wurden wir ebenfalls in der Nacht beschallt. Der Parkplatz ist nicht weit entfernt. Egal, wir schliefen dann doch irgendwann ein. Diese Campsite würde ich allerdings nicht mehr weiterempfehlen.
Champagner8'672 Beiträge · seit 201009. Okt. 2023 · #38
Guten Abend Biggi,
ich habe hier jetzt mal ein bisschen nachgelesen, vor allem das Kapitel über die Thobolo`s Busch Lodge hat mich sehr interessiert. Ich habe in diversen Gruppen immer wieder davon gelesen, dass es dort toll sein soll, und musste dieses Jahr beim Vorbeifahren auch wieder dran denken, aber so ein richtiger Erfahrungsbericht mit Fotos von jemand, den ich kenne, hat mir bisher gefehlt. Für den Sturm konnte die arme Lodge ja nichts - ansonsten sieht es schon sehr gut aus dort. Ist aber, soweit ich weiß, auch kein Schnäppchen, oder?
Und übrigens: den Eindruck, dass es dieses Jahr viel Elefantennachwuchs gibt, hatte ich auch 🤩 !
tiggiThemenstarter1'557 Beiträge · seit 201105. Nov. 2023 · #39
Liebe Fomis, nach einer Auszeit in Kenia (Bericht folgt vielleicht irgendwann!), soll es jetzt aber mit Sambia weitergehen:
Auf nach Sambia
Bereits um 8.50 Uhr stehen wir an der Grenze zu Sambia und um 9.20 Uhr stehen wir in diesem wunderbaren Land. Gegenüber dem letzten Jahr hat sich hier wieder einiges an der Grenzabfertigung verändert. 1. Wir bezahlen nicht mehr für die Visa, 2. Die Customer schauen sich das Fahrzeug an, 3. Interpol schaut nicht mehr zum Auto, stellt die Police Clearance gleich aus und nachdem wir auch noch eine Versicherung gekauft haben, dürfen wir passieren. Im letzten Jahr war noch eine Gesundheitskontrolle erforderlich, die entfällt nach dem Corona hier kein Thema mehr ist. Kosten: Versicherung 500 Kwacha, Straßenbenutzungsgebühr (Toll Both) 20 US$, Brückenbenutzungsgebühr 20 US$ - das war es schon! Am Ausgangsgate wurden allerdings alle Papiere noch einmal eingesammelt und von Interpol abgestempelt. Das fand im letzten Jahr hier nicht statt. Damals erhielten wir einen Gatepass mit einer Nummer, so gibt es immer etwas Neues.
In Livingstone besuchen wir den Mosi-U-Tuna Square. Hier gab es einen MTN Laden, das gute Kubu Cafe und einen Shoperite . Doch, in diesem Jahr ist alles anders. Es wird gebaut und die Fast-Food-Kette Hungry Lion zieht ganz groß hier ein. Baustelle – nur der Shoperite ist noch da! Im Kubu Cafe haben wir immer gut gegessen oder einen hervorragenden Cappuccino bekommen. Wir folgen der Hauptstraße und finden bald einen anderen MTN-Laden. Warum er nicht zu empfehlen ist, folgt später. 🤨 Ich besorge mir eine Sim-Karte (25 GB für 200 KW) und dann entdecken wir plötzlich ein großes Hinweisschild zum Kubu Cafe.
Wir folgen dem Schild und finden das neue Cafe in einem Hinterhof, etwas versteckt, aber dennoch gut zu finden. Seit gut 3 Monaten residiert es an diesem neuen Standort. Nun bekommen wir doch noch den ersehnten Cappuccino mit den Hippokeksen. 🤩
Es gerade Mittagszeit und so beschließen wir noch zum Kafue zu fahren. Bis zur Hippobay Campsite benötigt man ca.4 Stunden ab Livingstone. Doch noch ahnen wir nicht, was uns erwartet und das 4 Stunden nicht reichen.
Wir verlassen Livingstone in Richtung Kalomo, 125 Km auf guter Straße folgen wir, insgesamt sind es 320 Km bis zur Hippobay Campsite. In Kalomo tanken wir noch einmal und biegen von der guten TAR-Road auf die Gravelroad. Anfangs erscheint uns die Gravelroad noch gut, so haben wir sie vom letzten Jahr in Erinnerung.
Doch wir sollen noch eines Besseren belehrt werden. 😮 Die nächsten 200 Km werden immer schlechter. Wellblechpisten, steiniger Untergrund und das Schlimmste sind die weggespülten Brücken. Es gab im Mai einen Starkregen, der die Wege, Pisten und Brücken zerstört hat. Wir kommen nur langsam voran, Löcher, Abbrüche und Wellblech rauben viel Zeit. Manchmal gibt es Gegenverkehr von LKWs.
Um 15.30 Uhr erreichen wir das Gate, checken ein und bezahlen für diesen Tag. Bis 9.00 Uhr am nächsten Tag müssen wir den Park verlassen oder nachzahlen. 25 US$/pP und 15 US$ fürs Auto kostet es hier. Gezahlt werden kann nur in cash.
Die Gravelroad wird etwas fester, weniger Wellblech, nur hier und da eine Umleitung. Wir passieren viele kleine Dörfer, Rinderherden weiden neben Elefanten, Tsessebes oder Pukus. Um 17.30 Uhr verlassen wir diese Piste und haben nur noch wenige Kilometer bis zur Konkomoya Lodge, wo man sich für die Hippobay Campsite anmeldet. Inzwischen geht die Sonne bereits unter.
Andreas und seine Frau sind Italiener und betreiben seit ein paar Jahren diese Lodge und Campsite. Wir haben die beiden bereits im letzten Jahr gesprochen und auch jetzt erfahren wir wieder Einiges über das Unwetter im Mai. Die Lodge ist dann tagelang oder wochenlang nicht erreichbar gewesen. Sie kennen und leben mit diesem Wetter.
Die Übernachtung ist mit 54 € oder 1050 Kw nicht sehr günstig, aber das ist in Sambia sehr häufig so. Auf der Campsites stehen bereits 5 Autos, wir suchen einen Platz etwas abseits der „Masse“, ein Schattendach benötigen wir nicht. Später spricht uns eine Frau aus den Niederlanden an, sie haben ihr Auto nach Südafrika verschifft und sind das zweite Mal unterwegs.
Ablutionhäuschen Wir verbringen den Abend unter einem grandiosen Sternenhimmel an einem kuschelig warmen Feuer, um uns herum schlafen die Pukus im Gras.
Für uns ist dieses nur eine Zwischenübernachtung auf dem Weg in die Kaingu Lodge.
heute Nachmittag hab ich Deinen Bericht nachgelesen und da hat´s mir doch manchmal die Haare hochgestellt. Ihr hattet ja das komplette Pannenprogramm, ein Wahnsinn.
Freilich gibt´s Schlimmeres, aber dieses Flugdilemma und dann die Gaudi mit der Kreditkarte sucht schon seinesgleichen.
Jetzt freu ich mich auf Euere weiteren Abenteuer, und wenn ich´s richtig verstanden habe, habt Ihr das Schlimmste ja schon überstanden. 🙂