Namibia, Botswana, Sambia, Simbabwe und Südafrika - eine Reise durch 5 Länder in fast 6 Wochen! Wir sind zurück und der Bericht ist im Kasten!
Chaos, Kälte und Sturm, Fehler und Pannen, aber viele sehr schöne Momente mit besonderen Menschen, das ist die Quintessenz unseres diesjährigen Urlaubs
Insgesamt war es wieder aufregend und spannend und sicherlich hätte man das ein oder andere vermeiden können, aber egal , das macht die Erinnerungen aus!
Hier erst einmal unsere Route: 🤪
Gestartet sind wir in Windhoek, durch den Etosha NP ging es über den Caprivi nach Botswana, durch den Chobe NP bis nach Sambia, von Livungstone uhren wir in den Kafue NP und später in den South Luangwa, ab Livingstone besuchten wir den Hwange NP und dann geht es direkt nach Südafrika in den Pilanesberg Park. Unseren Wagen haben wir am 13. August in Johannesburg abgestellt.
Ganz locker tranken wir erst einmal ein Weinchen, bei unserem Händler am Airport. So kann Urlaub beginnen 🙂
Es ist der 5. Juli 2023. Über Hamburg zieht ein Sturm hinweg, es wird angekündigt, dass es ab 17.00 Uhr zu Verspätungen oder Flugausfällen kommen wird. Da gerät der Puls gleich außer Kontrolle , aber das war hier noch harmlos. 😉 Es soll noch schlimmer kommen! Wir schaffen es aber pünktlich um 20.10 Uhr in FRA zu landen. Unser Weiterflug nach Jo`burg startet um 22.05 Uhr. Alles verläuft planmäßig - bis jetzt und auch in den nächsten 2 Stunden. Nach nur 2,5 Stunden Flugzeit, wir befinden uns gerade über Tunesien, erfolgt eine Durchsage des Piloten „Leider haben wir ein technisches Problem und müssen nach Frankfurt zurück….“. Ich war schon am Dösen und träumte diese Durchsage wohl nur 🤩 - aber dann sah ich Manfred an. Es war ernst gemeint! 😈 Später erfahren wir, dass mit dem ABS etwas nicht funktionierte. Als absoluter Notfall gelten wir nicht, eine Nachtlandung in FRA ist deshalb ausgeschlossen, aber landen können wir noch lange nicht. Der Pilot erklärte später, würde sich das Problem verschlimmern, gäbe es auf dem Weg nach Johannesburg keinen Flughafen, der die Voraussetzung für eine (Not)Landung erfüllt. Wir benötigen eine sehr lange Landebahn. Weil Deutschland auch bei Nacht sehr hübsch ist (!), fliegen wir dauerhaft Schleifen von FRA nach Nürnberg und zurück. Erst gegen 5 Uhr dürfen wir landen. Wir sind wieder in FRA, sicher gelandet und nun…. ? Wir wollten jetzt fast in Jo`burg sein, unser Weiterflug mit Airlink startet um 11.00 Uhr nach Namibia – Ohne uns! 😈 Ich entferne mich aus dem großen Menschengetümmel, die alle auf eine Ansage warten und laufe zum Eurowings Schalter. Täglich fliegt eine Maschine abends direkt nach Windhoek. Vielleicht gibt es eine Chance dort mitzufliegen? 😘 Der Schalter öffnete erst um 6.20 Uhr. Eigentlich soll es hier um 6.00 Uhr losgehen. Die Minuten erscheinen mir unendlich lang. Ich warte, dann endlich erscheint eine Angestellte. Ich schildere unser Problem von dem defekten Flugzeug und bitte sie, uns umzubuchen. Inzwischen ist es so, dass wohl eine Ersatzmaschine am Nachmittag eingesetzt wird. Leider gehört unser Flug mit Airlink nicht zum Code Sharing mit Lufthansa und ist verloren. Wir würden nun mitten in der Nacht in Jo`burg ankommen und hätten keinen Weiterflug. Nachdem mir die gute Frau bei Eurowings erklärt, dass die Maschine ausgebucht sei, rede ich auf sie ein, noch einmal genau zu schauen. Es dauert ein bisschen, dann meint sie doch „oh, ich sehe gerade, genau zwei Plätz sind noch frei!“ . Welch ein Zufall und Glück für uns! Man bucht uns um und obwohl die Strecke Jo`burg – Windhoek nicht bei Lufthansa bezahlt wurde, werden wir ohne Aufpreis mitgenommen. Ich bin sehr glücklich über die nette Fügung und das Verständnis des Personals. Wir haben jetzt 15 Stunden Zeit, um den Flughafen zu erkunden! 😘
Biggi
Teil 212. Sept. 2023
Frankfurter Flughafen 😉 (diesen Teil kann man auch überspringen! 😘 Welch ein spannender Urlaubsanfang! Für einen Gutschein von 15,00 € /pP dürfen wir uns auch Getränke und ein Essen besorgen, man bietet uns auch ein Tageshotel an. Wir müssen die Kosten selber tragen, können diese aber im Nachhinein erstattet bekommen. Darauf verzichten wir, da das mit der Erstattung immer so eine Sache ist. Das letzte Mal hat unser Anwalt mit einer Klage gedroht, erst dann wurde Lufthansa tätig.
Wir fahren mit dem Zug zum anderen Terminal, relaxen bei Mc. Donald. Genießen dort ein Frühstück und kommen mit einem netten Studenten aus Usbekistan ins Gespräch. Er bringt Freunde zum Flug. Ein sehr nettes Gespräch vertreibt uns schon einmal 2 Stunden, auf der Aussichtsterrasse dösen wir dahin und irgendwann stehen wir am Gate des Eurowings Fluges nach Windhoek.
Es ist sehr heiß heute! In der Zwischenzeit bemerke ich meinen ersten Fehler: Ich habe dieses Jahr bewusst meinen Laptop zu Hause gelassen, nun fehlen mir die Kontaktdaten für den Fahrer, unseren ersten Termin in Windhoek usw. Mein Handy kann etwas helfen und über Umwege kann ich jemanden erreichen, der unseren Fahrer informiert, nicht heute, sondern morgen erst zum Flughafen zu kommen.
Stundenlang Flugzeuge schauen---- 🤪
Dann der pünktliche Abflug 😘 Wir sind dabei und die Kuscheldecken von Eurowings sind auch noch gemütlicher, als die von Lufthansa. 😘 😘 😘
7. Juli 23 Mit einem Tag Verspätung landen wir pünktlich um 8.15 Uhr in WDH.
Nun wird es noch einmal spannend, denn wo ist unser Gepäck, kommt es mit? Nach längerem Warten rollt es tatsächlich an, super! Damit haben wir gar nicht gerechnet, manchmal geschehen eben doch Wunder. Unser Fahrer ist auch schon vor Ort und wir sind recht schnell auf der Transkalahari Lodge und stehen vor unserem Auto.
Hier erwartet uns gleich die nächste Überraschung: Ein defekter Reifen wurde bereits gewechselt und liegt im Auto. ???? 😮 Das Chaos ist irgendwie mitgeflogen! Wir versuchen zu erfahren, was das Problem war. Genau weiß das niemand. Wir fahren kurz zur Werkstatt von Bobo Campers und es stellt sich heraus, dass das Ventil verrostet war und Luft ließ. Reifen und Ventil werden gewechselt, die anderen Reifen werden noch überprüft. Ein weiteres Ventil wird ausgetauscht. Gerade vor einem Jahr haben wir neue Reifen gekauft, die Ventile inklusive. Offensichtlich soll die salzig feuchte Luft in Swakopmund schuld sein. Dass uns das zweite neue Ventil noch Probleme bereitet, ahnen wir jetzt noch nicht.
Um 12.00 Uhr haben wir eine Verabredung mit einem Hausdesigner und seiner Frau, einer Architektin aus Walvis Bay. Leider schaffen wir das Date nicht pünktlich und wieder einmal habe ich keine Adresse bei mir. (nur im Laptop gespeichert!) Wir wollten uns unterwegs auf der Straße treffen. Eine SIM Karte besitze ich auch noch nicht, aber die netten Angestellten der Lodge helfen mir und unsere Verabredung wird um 2 Stunden verschoben. Nach einer erfrischenden Dusche, dem Umziehen und Zähneputzen geht es uns gut. Jetzt sind wir endlich angekommen!
Wir treffen später den Bauunternehmer und seine Frau. Sie zeigen uns verschiedene Hauspläne, ein Musterhaus besichtigen wir. Er baut in ganz Namibia und wesentlich günstiger als das Wolke 9 Projekt. Was mal wird und wie, ist noch unklar für uns.
Diese Nacht wollen wir mal wieder auf der Immanuel Wilderness Lodge verbringen und lassen uns von Stephan beim Dinner verwöhnen. So kann ein Urlaub beginnen.
Biggi
Teil 313. Sept. 2023
8. Juli Von Windhoek nach Outjo Ü: Sophienhof Lodge
Ein hervorragendes Frühstück hat den Tag besonders gut beginnen lassen. Jetzt ist endlich Urlaub ohne Stress, doch wie lange? Nach netten Gesprächen mit Stephan und seiner Frau und dem Besuch der Strauße geht es nach Windhoek zum Einkaufen.
Immanuel Wilderness Lodge
Entspannung 😉
In der Maerua Mall erleben wir dann unsere nächste Panne.
Hier bekommen wir alles, was das Urlauberherz benötigt, Fleisch kaufen wir später woanders, aber dieser große Einkauf hat wohl die Kreditkarte gesprengt . Ähm, nein gesperrt??? 🤩 Ich kann es kaum glauben, aber irgendwie ist wohl der Wurm mitgereist. Nach dem Einkauf möchte ich am ATM noch Geld abheben, doch meine Kreditkarte funktioniert nicht. Oh Schreck, was nun? Na ja, mein Mann hat noch eine Karte und im Moment haben wir noch etwas Bares bei uns. Noch ahne ich nicht, was uns noch so erwartet. Dass das erst der Anfang ist von…viel Ärger.
Am Nachmittag wollten wir uns noch mit unserer Versicherungsagentin treffen, doch unser Garmin kann die Straße in WDH nicht finden. Wir haben es schon so oft erlebt, dass die Straßen nicht angezeigt werden. Leider habe ich immer noch keine SIM-Karte und damit auch kein Google maps. Ich frage einen netten Mann in einem Safariwagen, der über sein Handy behilflich ist und mir weiterhelfen kann. Es gibt so viele nette und hilfsbereite Menschen in Namibia! Ich merke mir die Adresse und die Richtung, wir waren vor 2 Jahren schon einmal bei ihr. Wenig später stehen wir bei Patricia vor der Tür.
Die Kaffeeeinladung lehnen wir dankbar ab, es zieht uns weiter nach Outjo.
Unsere heutige Übernachtung ist die Sophienhof Lodge.
Wir sind die einzigen Gäste und der Sohn des deutschen Eigentümers Daniel hat viel Zeit für uns und erzählt wie die Fram betrieben wird. Es ist eine sehr große Game Farm. Daniel ist mit einer Namibianerin verheiratet und lebt eigentlich in WDH. Es ist das letzte Ferienwochenende und seine beiden Töchter muss er morgen zurückbringen. Sie besuchen die Deutsche Schule in WDH. Beim gemeinsamen Dinner erfahren wir so einiges über das Leben hier. Die Familie stammt aus der Nähe von Dresden und deshalb darf natürlich Bautzener Senf nicht fehlen, importiert aus D! Als Vorspeise wird uns eine Wurst aus verschiedenem Gamefleisch serviert, die auf der Farm selber hergestellt wird.
Nach dem Essen werden uns die Stachelschweinchen gezeigt, die regelmäßig gefüttert werden, leider sind sie nicht sehr fotogen. Ich habe auch nur mein Handy dabei.
Der Weg zu unserem Auto ist sehr schön beleuchtet, alle Lampen wurden von einer ortsansässigen Künstlerin bemalt.
Ein Wasserloch gibt es übrigens auch und hier war auch etwas los.
Große Campingwiese!
Uns hat es dort sehr gut gefallen, wir kommen bestimmt wieder.
Biggi
Teil 414. Sept. 2023
9. Juli 23 Ein neuer Tag bricht an und wir fahren weiter in den Etosha NP zum Tiere schauen. Eigentlich sind wir in Namibia nur auf der "Durchreise", aber ein paar erste Tiere müssen sein. 😘 In Outjo in der Bäckerei nutzen wir das WLAN, um endlich unsere Bank bzgl. der Kreditkartensperrung zu erreichen.
Leider erhalte ich keine Antwort, wieder einmal gibt es nur ein automatisiertes Antwortsystem. Meine Anfrage ist bei ??? gelandet. Eine Antwort über das System habe ich übrigens nie erhalten. Manfred hat noch seine Karte und ich habe, zum Glück, noch von einer anderen Bank eine Karte dabei. Jedoch ist die gesperrte Karte mit diversen Versicherungen gekoppelt. Sind die dann auch ungültig? Wir erfahren es erst in drei Tagen.
Ein wunderschöner Flaschenbaum mitten auf der Straße, der blaue Himmel und leckeres Gebäck sowie ein Cappuccino lassen die Sorgen schnell vergessen. 😉 Wir zehren immer noch von unseren Bargeldreserven von April. 150 Km sind es bis Kamanjab auf guter Straße, dort tanken wir (mit der anderen Kreditkarte), kaufen den Himbafrauen noch zwei Armbänder ab, und dieses Mal wollen sie auch ein Foto von sich.
Dann fahren wir bis zum Etosha Galton Gate. Um 14.30 Uhr checken wir dort ein.
Wir haben eine Buchung für Olifantsrus. Ein paar Tierchen zeigen sich unterwegs, da es noch früh ist, nehmen wir den Weg um das Dolomite Camp.
Dann gab es einen Zebrastreifen zu passieren (Roadblock) 🤩
Ein echtes Suchbild? Am Wasserloch ist nicht viel los, nur ein Strauß stolziert stolz hier entlang.
Die Umgebung hatte ein paar braune Flecken (Springböckchen, die ruhen)
Auf dem weiteren Weg stehen dann Elandantilopen, die gerade ein Wasserloch verlassen, auf der Savanne.
An einem weiteren Wasserloch tummeln sich die Oryxe.
Und die ersten Elefanten sehen wir auch noch.
Das waren schon eine ganze Menge Tiere am Nachmittag. Wir fahren nun zum Camp und richten uns ein. Der Platz ist am Abend voll belegt. Im Hide genießen wir den ersten Sonnenuntergang mit ein paar Vierbeinern
Eine Oryx mit einem abgebrochenen Horn hat Durst
Aus der Ferne nähert sich eine Hyäne, sie ist aber sehr vorsichtig und kommt nur langsam ans Wasser
Sie hat das Wasser erreicht! 🤩
Natürlich gibt es auch immer Gnus oder Springböcke oder Elefanten, die zum Trinken kommen. Nashörner kamen erst im Morgengrauen. Hier ist eigentlich immer viel los.
Familiendrink!
und dann sitzen wir am Feuer und amüsieren uns über eine Mäusefamilie, die unerlaubt durch den Zaun unter unser Auto kriecht! Leider ist es jetzt schon zu dunkel für Fotos.
Morgen werden wir eines unserer Urlaubshighlights erleben und alles ohne Chaos, Pannen nur mit viel Sturm! 😘 😘 😘
Biggi
Teil 515. Sept. 2023
10. Juli Von Olifantsrus nach Okaukuejo
Der Zustand des Ablutionsblocks ist in einem sehr schlechten Zustand. Leider sind die Duschen so verdreckt, dass niemand sie nutzen kann. Die Fledermäuse sind hier eingezogen, die Toiletten wurden morgens mit neuem Toilettenpapier versehen, aber es fehlen nach wie vor Seife und Einmaltücher oder funktionierende Trockner.
Um 9.30 Uhr verlassen wir Olifantsrus in Richtung Okaukuejo. Wir fahren langsam an den Wasserlöchern vorbei.
Am Picknick Spot vor dem Wasserloch Sonderkop genießen wir einen Cappuccino. Es ist allerdings kaum möglich den Kocher aufzustellen, weil so ein starker Sturm herrscht, außerdem genießen wir das Heißgetränk mit viel weißem Puder der Landschaft 🤩 🤩 🤩 Danach wollen wir in Richtung Wasserloch fahren. Doch so weit kommen wir gar nicht. Schon nach einem guten Kilometer erregt ein Mähnenlöwe unsere Aufmerksamkeit, ein zweiter Löwe befindet sich auch in Sichtweise
und ein paar hundert Meter weiter sehen wir zwei Autos parken und tatsächlich entdecken wir ein Rudel mit Cubs. Nun verweilen wir hier für längere Zeit. (Ich habe so viele Fotos, dass ich mich gar nicht entscheiden kann, welche ich zeigen soll)
Der Kleine ist schon ziemlich neugierig 😮
Er/Sie 😘 leckt sich schon einmal die Schnute, wer weiß, was sie /er anpeilt?
Ganz mutig nähert er/sie sich unserem Auto.
Das Geschwisterchen folgt langsam...
Auch Nr. 3 ist neugierig und besonders mutig, während die anderen beiden sich ausruhen, kommt Nr. 3 immer näher..
Irgendwann stellen sie fest, dass wir keine Gefahr darstellen und auch nicht zu Essen geeignet sind. 🤪 Sie kuscheln und spielen miteinander.
Wer ist der Stärkere? 😗
Es ist so herrlich, direkt am Geschehen zu sein und die Kleinen beim Spielen und Erkunden der Umgebung zu beobachten.
Erschöpfung macht sich breit, aber auch bei der Mutter..
Dann wird wieder gekuschelt!!
Immer in der Nähe der Mutter 😘
Hoffentlich waren das jetzt nicht zu viele Fotos? 😐 Aber über die Stunden sind viele 100 Bilder entstanden. Es hat so viel Spaß gemacht, dass ich gar nicht merkte, dass ich ständig den Auslöser drückte.
Es ist ohnehin sehr stürmisch und an den Wasserlöchern auf der freien Fläche wird viel Staub aufgewirbelt, so dass man kaum fotografieren kann. Die Löwen liegen aber direkt an der Gravenroad und sind auch noch sehr fotogen. Wir bleiben lange und haben unseren Spaß mit den Jungen.
Wir haben schon viel erlebt, aber so einen Sturm über Tage zu haben, war schon wirklich eine Herausforderung beim Fotografieren. Die Angst, der Staub zieht in die Kameras, reist mit.
Wir fahren weiter in Richtung Okaukuejo. Aufgrund des starken Sturmes sind Sichtungen nur sehr staubig und das Tageshighlight hatten wir ja bereits. Die Gravelroad befindet sich teilweise im Bau, wir fahren einfach über den aufgeschütteten Boden. In Deutschland undenkbar. Bei uns würde für Wochen die Straße gesperrt werden.
Gegen 14.00 Uhr erreichen wir Okaukuejo. Uns wird Stellplatz Nr. 26 zugewiesen. Bei dem kalten Ost-Sturm macht es wenig Spaß, noch einmal rauszufahren und irgendwo im Staub Tiere zu suchen. Wir bleiben am Wasserloch und im Camp.
Biggi
Teil 617. Sept. 2023
11. Juli Okaukuejo bis Halali
6.30 Uhr öffnet das Tor, wir sind unterwegs. Die Nacht war mit minus 5 Grad sehr kalt, auch zum Frühstücken ist es noch zu frisch. 🤩 Somit beschließen wir, uns auf einer Morgentour aufzuwärmen. Die Heizung im Auto funktioniert perfekt. Auf unserer Morgenrunde treffen wir auf die üblichen Verdächtigen. Von Okaukuejo geht es nach Süden nach Ondika und danach nach Gemsbokvlakte.
Impalas und Springböcke sind immer und überall anwesend, dann kommen Kudus an
Hier ist die Sicht noch so klar, dann zischen wieder Staubwolken herbei.
Eine Windböe zieht über das Wasserloch und sorgt für staubige Sicht!
Gnus und Oryxe kurz vor Gemsbokvlakte
Auch in Gemsbokvlakte sorgt der Wind für Seegang 😈
Ein bettelnder Toko 😉 Gegen 9.00 Uhr sind wir zurück. Unser Frühstück wird sehr mit Staub bepudert. Der Sturm bläst immer noch mit voller Kraft. Geschützte Ecken finden wir kaum. Um 10.15 Uhr verlassen wir den Platz in Richtung Halali. Auch den Tieren gefällt der Sturm nicht. Sie stehen häufig geschützt im Wald zusammen. Zebras, Gnus und andere Antilopen sind sehr zahlreich. Auf dem Weg nach Halali ist es nicht so spannend.
Rietfontein:
Elefanten ziehen durch die Landschaft:
In Halali halten wir am Shop, unser Brot hat eine grünlich-blaue Färbung angenommen und Feuerholz fehlt auch. Leider gibt es im Laden kein Brot, nur einen Sack Feuerholz für 100 N$ bekommen wir. Viele Regale sind leer. Wir suchen uns einen Platz, um unser eigenes Brot zu backen. Den Wagen müssen wir als Windschutz so positionieren, dass das Feuer nicht gleich wieder erlischt. Im Poitje gibt es anschließend einen leckeren Eintopf. Das ist genau das richtige bei diesem kalten Wetter.
Am Wasserloch haben wir später unsere Freude mit vielen Elefanten und den Nashörnern. Wir bleiben allerdings nicht sehr lange, da es immer kälter wird. Ich habe auch nur mein Handy dabei, Nachtaufnahmen sind nicht so schön, es sei denn, es gibt etwas Spannendes zu sehen. 🤪
So richtig putzig sind die kleinen tapsigen Elis! 😛 😘
Insgesamt hat uns dieses Camp gar nicht mehr gefallen. Die Toiletten waren entweder „out of order“, ohne Deckel, Wasserkasten oder das Klo war verstopft. Hier fehlt es wirklich an Kontrolle und Pflege. In den letzten Jahren scheint der Service immer schlechter geworden zu sein.
So richtig viel Spaß macht der Etosha nicht mehr, schlechtes Wetter und ungepflegte Ablutions. 🙄 😊
Biggi
Teil 717. Sept. 2023
12. Juli Halali bis Onguma, Leadwood Camp
Von Halali führt uns der Weg weiter nach Onguma, hinaus aus dem Park. Doch bis 14.30 Uhr dürfen wir die Einrichtungen des Parks noch nutzen. Auch heute frühstücken wir nicht im Camp. Es sind immer noch Minusgrade am Morgen. Dieser Tag verspricht aber spannender als der gestrige zu werden. Gleich hinter dem Camp kreuzt ein Nashorn unseren Weg. Es ist noch ein bisschen unentschlossen und läuft quer über den Weg.
Den kleinen Schlenker bis nach Rietfontein unternehmen wir auch noch. (Tsessebes) Geändert! 🤩 Kaamas stehen im Morgenlicht an der Gravelroad.
Auch die Gnus machen sonnengeflutet einen guten Eindruck!
Unterwegs begegnen uns 4 Hyänen, die gerade ihr Frühstück genossen haben.
Ich finde, das braungefleckte Fell sieht mal richtig gut aus! 😘
Guten Appetit, auch die Elis frühstücken bereits.
Am Wasserloch Goas sind viele Zebras, Kudus, Springböcke und Impalas neben Vögeln anzutreffen. Und auch eine Löwin:
Unter einem Busch hockt eine Löwin. Auch sie scheint hungrig zu sein, denn sie schleicht sich an die Tiere am Wasserloch heran. Ihr Frühstück läuft dort.
Sie senkt den Kopf....
Wir schauen eine Weile zu, fahren noch einmal zum hinteren Wasser, in der Hoffnung noch weitere Löwen zu entdecken. Sie scheint aber alleine unterwegs zu sein. Vielleicht hat sie irgendwo ihre Nachwuchs versteckt?
Nach und nach kommt sie den Zebras näher, duckt sich immer wieder zwischen den Steinen ab. Doch sie wurde längst entdeckt. Ein Alarmruf ist bereits erfolgt.
Die Löwin bleibt in ihrer Deckung liegen.
Jetzt spielen die Zebras mit ihr und provozieren… Ihre Jagd bleibt erfolglos, jedenfalls so lange wir dort stehen.
Der Braten war wohl etwas zu groß für ein einzelnes Tier?
Vielleicht hätte sie lieber ein Hühnchen als Snack essen sollen?
Irgendwann fahren wir zum Picknickplatz an der C38 kurz vor dem Lockout wenn man von Osten kommt. Aber es ist immer noch so kalt, dass man kaum auf den Betonbänken sitzen kann und der Wind bläst alles vom Tisch, was zu leicht ist. Wir waren schon oft im Juli im Etosha, aber so einen Sturm haben wir das erste Mal erlebt. Später erfahren wir, dass es in SA kräftig geschneit hat. In Kalkheuwel treffen wir auf zahlreiche Elefanten
Ich liebe die Perlhühner!!
und am letzten Wasserloch in Klein Namutoni stehen die Giraffen und trinken, am Wasserbecken sieht man auch viele Geier, die ihr Gefieder trocknen.
Gegen 14.30 Uhr verlassen wir für dieses Jahr den Park, am Ausgang wird noch einmal der Kühlschrank kontrolliert, dann sind wir auch schon im Onguma Camp. Wie in den Jahren zuvor, erhalten wir auch dieses Jahr die Campsite Dik-Dik.
Nach einer Dusche, den Etoshastaub abwaschen(!), gehe ich zum Restaurant, während Manfred den Tag am Pool ausklingen lässt.
Das Essen ist wie gewohnt sehr lecker! Ich habe hier aber noch etwas anderes zu erledigen. Unsere Kreditkarte !! Über die Homepage der Bank konnte ich meine Nachricht noch einmal senden. Nichts, nichts, gar nichts passiert. Geworben wird anders. 😈 Egal! Ich habe keine Lust mehr mich zu ärgern. Unsere Schwiegertochter versucht es telefonisch von Deutschland aus, mit dem Erfolg, dass nunmehr auch Manfreds Karte und jeglicher Kontozugang gesperrt wurde, obwohl sie sich als "ich" legitimiert hat. Viel später in Deutschland entschuldigt sich die Bank für den Vorfall, mit der Begründung, Namibia stehe auf der Liste mit sehr häufigem Betrug!! Ich kann da nur lachen, denn seit mehr als 12 Jahren nutzen wir genau diese Karte in NAM.
Unsere zweite Karte muss jetzt reichen, um die nächsten Wochen zu überleben. Alternativen habe ich mir allerdings auch schon überlegt, falls die Karte auch irgendwie nicht mehr funktionieren sollte. The worst case ist nicht eingetreten - um es vorweg zu nehmen!
Biggi
Teil 819. Sept. 2023
13.Juli Onguma bis Mobola Island Lodge
Diese Nacht war schon etwas wärmer und es gab ein Frühstück bevor wir den Platz verließen. Gegen 9.15 Uhr sind wir auf der Strecke in Richtung Tsumeb unterwegs. Im Choppies besorge ich noch ein paar Dinge, die fehlen. Über Grootfontein geht es in Richtung Rundu. Am Vet-Fence in Murani gönnen wir uns eine kleine Pause mit einem Heißgetränk, dann folgen wir den Dörfern. In Rundu tanken wir und beschließen noch die 196 Km bis zur Mobola Island Lodge zu fahren. Ab hier haben wir keine Buchungen und hoffen, auf freie Campsites. Die B8 hat noch einige Baustellenabschnitte, aber ansonsten kann man ohne Probleme durchfahren.
Am Spätnachmittag erreichen wir die Mobola Island Lodge.
Außer uns stehen noch zwei Campingfahrzeuge aus Namibia hier. Wir haben die freie Auswahl zwischen den noch freien Plätzen. Insgesamt verfügt der Platz über 6 Campingplätze. Alle Plätze sind mit Spülbecken, Licht und Stromanschluss sowie einer Braaistelle ausgerüstet.
Zum Sundowner gehen wir über die Hängebrücke auf die Insel. Der deutsche Eigentümer Alexander erkennt uns gleich wieder und mit weiteren Gästen genießen wir die tolle Stimmung über dem Wasser bei einem Gin Tonic.
Die Bar auf der kleinen Insel!
Vor dem Schlafengehen unterhalten wir uns noch mit einem Ehepaar, die vor 2 Jahren aus Windhoek nach Swakopmund gezogen sind und wertvolle Tipps zum Haus- und Grundstückskauf für uns haben. Gerade diese "Insidertipps" sind wertvoll.
Ein langer Fahrtag endet wieder in sehr netter Umgebung und Gesellschaft!
Biggi
Teil 919. Sept. 2023
14.7. Besuch der Mafwe und Ü: Chobe River Camp
Heute soll es einen echten Revival -Tag geben. Doch vorher bummle ich noch über das Camp und genieße die Ruhe am Fluss.
Diese Campsite bietet einen interessanten alten Baumstamm als Schutz, auch für Tiere!
Vor genau 10 Jahren haben wir bei Kongola das
Living Museum der Mafwe besucht. Damals gab es dort einen kleinen, ganz aufgeweckten Jungen, namens Konrad. Wir wollen mal schauen, was aus ihm geworden ist. Dieses Foto mit dem kleinen Konrad entstand vor 10 Jahren! 😘
Das Museum befand sich nur wenige Kilometer hinter Kongola im Hinterland. Wir folgen den Schildern und müssen feststellen, dass sich das Museum dort nicht mehr befindet. Sie sind umgezogen. 17 Kilometer hinter Kongola, auf der linken Seite (nicht mehr rechts) steht seit 2019 der neue Kraal. Nur selten verirren sich Individualtouristen hier her, meist sind es Reisegruppen, die das Dorf besuchen. Als wir erklären, dass wir bereits vor 10 Jahren hier waren, ist die Freude groß. Bisher kam wohl noch kein Tourist ein zweites Mal hierher. 😉 Wir fragen nach Konrad und der Vater erscheint gleich und berichtet, dass Konrad in der 6. Klasse ist, inzwischen ist er 12 Jahre alt und hat 2 weitere Geschwister bekommen. Der Vater ist sichtlich stolz auf seinen Sohn. Der Vater, mit Namen Cliff, war bereits in Deutschland und hat dort Werbung für die Living Museen gemacht. Ein paar Worte deutsch kann er schon und möchte gerne noch mehr lernen. Zu dem Dorf gehören 38 Personen, die Hälfte hält sich jeweils für Gäste im Living Museum auf. Wir erfahren wieder viel über Bäume und Pflanzen, die gegen Bauch- oder Kopfschmerzen helfen, wie Seile gedreht werden, wie sie ihr eigenes Parfum aus Hippogras herstellen oder früher Fallen gebaut haben. Musikinstrumente und Schalen oder Körbe werden im Dorf gefertigt und heute noch genutzt. Bei unterschiedlichen Tänzen wird der Jagderfolg besungen, der Regen heraufbeschworen oder sie dienen nur der Unterhaltung bei Feiern.
Der Fallenbau wird demonstriert.
Handwerkskunst: Dieses Boot werden wir später mit nach Deutschland nehmen!
Uns werden die unterschiedlichen Tänze präsentiert.
Auch die Kleinsten lernen schon von den Erwachsenen. Sie sind immer irgendwie so süß! 😘
Besonders aufgefallen sind zwei ältere Frauen, Zwillinge, beide 87 Jahre alt, die sehr schöne Flötenmusik präsentierten und noch gut tanzen konnten.
Probeliegen in einer der Wohnhütten! 🤩
Maismehl wird gestampft. die kleinen Kinder essen es auch trocken!!! 🤪
Wir genießen die Zeremonie sehr. Die Leute geben sich sehr viel Mühe, um ihre Traditionen nicht in Vergessenheit zu bringen. Im Gästebuch sehen wir später, dass die letzten Besucher vor einer Woche hier waren. Neben einem Korb und einem geschnitzten Boot, das wir kaufen, geben wir noch eine Spende für die Community.
Singend werden wir zu unserem Auto begleitet. Es war eine gute Idee, hier mal wieder vorbeizuschauen. Die Leute brauchen dringend Gäste!
Dann geht es nach Katima Mulilo weiter, eine Lunchpause muss noch sein, dann überlegen wir, ob wir noch bis zum Chobe River Camp fahren und versuchen dort eine Campsite zu bekommen oder gleich hinter Katima bleiben. Wir wollen am nächsten Tag aber bis zur Thobolo`s Lodge in Botswana, da würde sich eine Übernachtung in Grenznähe anbieten. Wir fahren also noch bis zum Chobe und haben großes Glück. Wir erhalten die letzte Campsite.
Inzwischen gehört dieses Camp zu Gondwana, wir waren schon vor vielen Jahren hier, als der Eigentümer des Camp Kwando es aufgebaut hat. Die alten Campsites haben wir zweimal verändert vorgefunden. Jetzt stehen sie fast im Wasser und es sind wieder neue Plätze errichtet. Allerdings gibt es nur noch 4 Campsites. Die einzelnen Plätze sind schlauerweise auf Stelzen gebaut, jeweils ein Zelt ist mit Licht, Strom und eigener Dusche und Toilette und einem Tisch versehen.
Unser Glück können wir kaum fassen, dass es tatsächlich nur eine freie Campsite gibt. Im Restaurant nutzen wir noch einmal das WLAN, in der Hoffnung von unserer Bank etwas Neues zu hören. Keine Antwort auf unsere Mail! Nun ist es uns auch ganz egal, wir genießen den Urlaub! Zum Essen schmeißen wir den Grill an. Fleisch mit frischem Salat gibt es dazu, bald erscheint der bewaffnete Nachtwächter und dann wird es etwas unruhig. Direkt vor unserem Zelt zieht eine Elefantenherde lang. Der Wächter warnt uns jetzt weiter herumzulaufen, und wir verstehen, warum er ein Gewehr trägt.
Neben unserem Zelt wohnen junge Leute aus Namibia, die gleich mehrere Plätze gebucht haben. Bei etwas lauterer Musik genießen sie ihren Urlaub. Wir können aber gut schlafen und am Morgen reisen die jungen Leute sehr früh ab, während wir noch die Lodge genießen. Bilder im nächsten Kapitel!
Biggi
Teil 1024. Sept. 2023
15.7. Von Namibia auf die Thobolo`s Busch Lodge nach Botswana
Diese schöne Campsite genießen wir, mit einem längeren Frühstück wird in den Tag gestartet, am Restaurant nutzen wir das WLAN und genießen die herrlichen Ausblicke hinüber in den Chobe National Park.
Die Katze besuchte uns am Abend und blieb 😉
Die im Mokoro angelegten Gartenbeete gefallen mir sehr gut, eine Alternative zu unseren deutschen Hochbeeten!
Der Weg zur N`goma Bridge führt uns am Metzger vorbei. 🤢
Wir fahren über die Grenze nach Botswana. Am Ngoma Grenzposten in Botswana geht es sehr schnell. Wir müssen keine Handzettel ausfüllen, schon seit Jahren wird hier der Pass digital eingescannt. Mit den Schuhen müssen wir in das obligatorische Desinfektionsbad treten, dann werden wir nach Obst bzw. Gemüse gefragt. Es darf nicht eingeführt werden, aber eine weitere Kontrolle des Autos findet nicht statt. Nach nur 20 Minuten sind wir in Botswana und biegen in Richtung Kachikau ab.
Am Picknickplatz vor dem Ort halten wir gerne und trinken einen Cappuccino. Es ist doch ein historischer Platz mit herrlichen Baobabs.
Dieser Stein und eine Gedenktafel, zur Eröffnung der Straße N´goma-Kachikau aus dem Jahre 2011, verblassen und werden leider nicht mehr gepflegt. Es ist so schade, vor Jahren sah es so toll aus. Ein bisschen Vandalismus ist natürlich nicht auszuschließen.
Diese Aufnahme stammt aus dem Jahre 2013!
Wie haben heute so viel Zeit!
Dann geht es auf der Tiefsandpiste in Richtung Savuti ca. 14 Kilometer bis zum Abzweig zur Thobolo`s Busch Lodge. An dieser Lodge sind wir immer vorbeigefahren, da es für uns direkt nach Savuti ging, aber vor Jahren schwärmten andere Reisende davon und für einen Kurzaufenthalt von 2 Tagen ist es für uns ideal.
Ein kleiner Teich liegt hinter dem Pool und zahlreiches Kleingetier sammelt sich hier.
Die Thobolo`s Lodge ist eine gute Alternative, falls man keine Unterkunft in Savuti bekommt. Wir treffen hier einige Gäste, die bis Savuti als Tagestour fahren wollen. Die Thobolo`s Lodge hat ein großes Wasserloch, an dem viele Tiere zum Trinken und Baden erscheinen.
Die Campsite selber ist einfach. Ein gemeinsamer Ablutionblock und einzelne Stellplätze mit Schattendach sind hier zu finden. Es ist immer noch stürmisch, daher sind wir froh, eine Campsite (No. 3) weiter oben zu erhalten. Es gibt Campsites direkt an der offenen Savanne, die aber unter dem aufgewirbelten Sand leiden. Bei gutem Wetter ist es sicherlich schön, direkt an der Savanne zu sitzen.
Ablutionblock
Ein kleines Hüttchen bzw. eine Aussichtsplattform zum Tiere beobachten befindet an der Campsite. Hier lassen sich auch Kameraakkus oder Handy aufladen. Diese Hütte verfügt über eine Chargerstation. Das Lodgegebäude ist selber sehr gut gelegen und bietet einen tollen Blick auf die Wasserlöcher. Die Aussichtsplattform hat außerdem Strom, der ebenfalls zum Laden von Akkus genutzt werden kann. Es gibt eine Bar mit Getränken zur Selbstbedienung, man trägt seinen Verbrauch in eine Liste ein und zahlt bei der Abreise. Die Lodge verfügt über ein Restaurant und hat außerdem Chalets zur Vermietung.
Bar Aussichtsterrasse Wir lernen zwei Pärchen aus Südafrika kennen und ein Pärchen aus den Niederlanden, mit denen sich immer wieder nette Gespräche ergeben, so dass der Tag schnell und interessant endet. Ina ist Südafrikanerin, lebt mit ihrem Mann aber in Dubai und arbeitet dort als Lehrerin. Sie hat viel zu berichten, ihr Mann versucht sich mit den Fotos. Auch hier gibt es viel zum Austausch. Vor der Lodge tauchen immer wieder Kudus, Giraffen und am Abend viele Büffel auf, die die ganze Nacht hindurch bleiben oder immer weiter ziehen und neue nachkommen.
Bei Sturm und Wind kommen doch ein paar Tiere zum Trinken. Am Abend treffen sich hier die Elefanten.
16.7 Thobolo`s Busch Camp
Wir bleiben heute noch auf der Lodge. Ein recht unspektakulärer Tag, eher langweilig, aber auch das muss mal sein. Zeit zum Lesen und Notizen machen! Die Vögel hoffen auf Krümel und warten geduldig, bis etwas vom Tisch fällt.
Gelbschnabeltoko
Neue Gäste aus der Schweiz, Nina und Markus reisen 8 Wochen durch die Länder, sie sind unsere neuen Nachbarn. Es gibt wieder nette Gespräche über Dies und Das. Wir waschen die Wäsche mit unserer neuen „Waschmaschine“, sie hat sich bewährt!
eine Belohnung nach der Wäsche ! 😘 🤩
Irgendwie geht auch dieser Tag schnell dem Sonnenuntergang entgegen
Am Abend folgt ein Wahnsinns-Elefanten-Spektakel. Verschiedene Herden drängen ans Wasserloch und „bekriegen“ sich. Hier ist immer etwas los!
Leider gibt es nur diese Handyaufnahme
Danach fallen wir ins Bett, müde und erschöpft vom Nichtstun! 😈
Hier war es wirklich nett, doch der Sturm war einfach zu unangenehm und lästig. Morgen geht es ruhiger in den Chobe National Park... 🙄
Biggi
Teil 1109. Okt. 2023
17.7. Von West nach Ost durch den Chobe NP
Wir verlassen die Lodge um 8.00 Uhr und fahren zurück durch den Tiefsand bis zum Ngoma Gate. Heute wollen wir in den Chobe NP und ihn von West nach Ost durchfahren. Die Sonne erwartet uns freudig! Bereits auf der Strecke hinter Kachikau sehen wir eine größere Büffelherde an der Straße, auch Giraffen haben sich hierher verirrt. Am Gate zum NP sind wir die einzigen Gäste. Die meisten Touris reisen von Kasane aus an oder folgen erst später. Aus dem letzten Jahr erinnere ich noch eine schreckliche Tiefsand-Wellblechpiste auf den letzten bzw. ersten 4 Km im Park, in diesem Jahr nun die große Überraschung; die Pad wurde gerade mit einem Grader geglättet und lässt sich ganz wunderbar befahren.
Glatter Untergrund! Im Westen sehen wir viele Giraffen, Zebras und Kudus auf den Nasswiesen am Fluss.
Guten Morgen! 😄
Die Milchtheke ist geöffnet, Zeit zum Frühstücken. Unter einem Baum laufen gut getarnt zwei junge Schakale entlang. Sie sind wohl noch auf der Suche nach ihrem Frühstück.
Ein paar Meter weiter beobachten wir zwei Fischer in ihrem Mokoro. Es sieht sehr wackelig aus, in der Nähe tummeln sich viele Krokodile, weil ein totes Zebra halb im Wasser liegt. Ob das gut geht?
Später liegen zwei schlafende Löwen unter einem Busch, sie rühren sich nicht, man könnte meinen sie sind bereits tot. Akrobatische Verrenkungen bei den Löwen sind nicht selten!
Ich glaube, er atmet noch! 🤪
So richtig viel ist nicht zu erkennen und sie lassen sich überhaupt nicht stören, 😊 😈 4 Km davor stoßen wir am oberen Weg auf zwei Löwinnen, wahrscheinlich gehören sie zu demselben Rudel, auch sie liegen unter einem Busch, sind aber wachsam.
Upps, wer ist das?
Und dann brach auch diese Löwin zusammen! 😊
Am Serondela Picknickplatz gibt es eine Pause. Wir fahren dann langsam zum Ausgang in Richtung Kasane weiter. Am Fluss beobachten wir eine Elifamilie beim Schlammbad, besonders die kleinen Elis sind noch so tollpatschig und fallen immer wieder ins Wasser. Wir haben den Eindruck, dass es in diesem Jahr besonders viel Nachwuchs gab.
Der Kleine hat zu lange getrunken und den Anschluss verpasst, also schnell hinterher!
Jetzt hat auch er seinen Spaß 🤩
Langsam wird es schwierig für ihn hier heraus zu gehen.
Der kleine Eli rutscht immer wieder im Schlamm aus, doch irgendwann, mit Muttis Hilfe hat auch er es geschafft.
Gegen 15.00 Uhr erreichen wir Kasane. Eine Übernachtung auf dem Campsite der Chobe Safari Lodge ist leider nicht möglich, fully booked! Diese Wörter werden wir noch öfter hören, dennoch ist es häufig möglich noch irgendwo unterzukommen. In der Chobe Safari Lodge essen wir und genießen einen echten Cappuccino.
Wunderschöner Blick auf den Fluss!
Das Büfett wird erst abends serviert, so lange können wir nicht bleiben, also gibt es für uns nur ein Burger-Menü.
Den Chobe NP haben wir dieses Jahr als Transitstrecke genutzt und nur schnell durchfahren, dennoch sahen wir viele Tiere. Es ist nicht immer so, dass man Löwen oder große Elefantenherden sieht. Wir haben hier schon Tage verbracht und keine Löwen oder nur einzelne Elis gesehen. Es war ein schöner Tag, den wir auf der Chobe Safari Lodge abrunden!
Neuer Empfang! 😉 Wir werden letztendlich auf der Big 5 Toro Lodge in Kazungula übernachten, da wir am nächsten Morgen früh nach Sambia aufbrechen.
Diese Lodge hatten wir vor der Corona Pandemie schon einmal gewählt und in guter Erinnerung. In diesem Jahr gefiel sie uns nicht mehr. Bauarbeiten in der Lapa und dem Bereich davor ließ alles unfreundlich aussehen, auf der Campsite funktionierten nicht alle Lampen. Zu jedem Stellplatz gehört ein eigenes Ablutionhäuschen, aber erst das dritte Haus verfügte über eine funktionierende Wasserspülung, Strom und damit auch Warmwasser. Ohne Strom wird der Geysir nicht erwärmt. Manchmal spritzte das Toilettenwasser aus der Kloschüssel und war eher zum Duschen des unteren Bereiches gedacht als zum Spülen! Heute ist ein Feiertag in Botswana und entsprechend haben die Menschen bis in die Nacht hinein gefeiert, so dass wir von lauter Musik in unsere Träume begleitet wurden. Inzwischen wurde ein neuer Parkplatz kurz vor der neuen Brücke nach Sambia und Simbabwe gebaut. Durch den permanenten LKW Verkehr wurden wir ebenfalls in der Nacht beschallt. Der Parkplatz ist nicht weit entfernt. Egal, wir schliefen dann doch irgendwann ein. Diese Campsite würde ich allerdings nicht mehr weiterempfehlen.
Biggi
Demnächst geht es in Sambia weiter!
Teil 1205. Nov. 2023
Liebe Fomis, nach einer Auszeit in Kenia (Bericht folgt vielleicht irgendwann!), soll es jetzt aber mit Sambia weitergehen:
Auf nach Sambia
Bereits um 8.50 Uhr stehen wir an der Grenze zu Sambia und um 9.20 Uhr stehen wir in diesem wunderbaren Land. Gegenüber dem letzten Jahr hat sich hier wieder einiges an der Grenzabfertigung verändert. 1. Wir bezahlen nicht mehr für die Visa, 2. Die Customer schauen sich das Fahrzeug an, 3. Interpol schaut nicht mehr zum Auto, stellt die Police Clearance gleich aus und nachdem wir auch noch eine Versicherung gekauft haben, dürfen wir passieren. Im letzten Jahr war noch eine Gesundheitskontrolle erforderlich, die entfällt nach dem Corona hier kein Thema mehr ist. Kosten: Versicherung 500 Kwacha, Straßenbenutzungsgebühr (Toll Both) 20 US$, Brückenbenutzungsgebühr 20 US$ - das war es schon! Am Ausgangsgate wurden allerdings alle Papiere noch einmal eingesammelt und von Interpol abgestempelt. Das fand im letzten Jahr hier nicht statt. Damals erhielten wir einen Gatepass mit einer Nummer, so gibt es immer etwas Neues.
In Livingstone besuchen wir den Mosi-U-Tuna Square. Hier gab es einen MTN Laden, das gute Kubu Cafe und einen Shoperite . Doch, in diesem Jahr ist alles anders. Es wird gebaut und die Fast-Food-Kette Hungry Lion zieht ganz groß hier ein. Baustelle – nur der Shoperite ist noch da! Im Kubu Cafe haben wir immer gut gegessen oder einen hervorragenden Cappuccino bekommen. Wir folgen der Hauptstraße und finden bald einen anderen MTN-Laden. Warum er nicht zu empfehlen ist, folgt später. 🤨 Ich besorge mir eine Sim-Karte (25 GB für 200 KW) und dann entdecken wir plötzlich ein großes Hinweisschild zum Kubu Cafe.
Wir folgen dem Schild und finden das neue Cafe in einem Hinterhof, etwas versteckt, aber dennoch gut zu finden. Seit gut 3 Monaten residiert es an diesem neuen Standort. Nun bekommen wir doch noch den ersehnten Cappuccino mit den Hippokeksen. 🤩
Es gerade Mittagszeit und so beschließen wir noch zum Kafue zu fahren. Bis zur Hippobay Campsite benötigt man ca.4 Stunden ab Livingstone. Doch noch ahnen wir nicht, was uns erwartet und das 4 Stunden nicht reichen.
Wir verlassen Livingstone in Richtung Kalomo, 125 Km auf guter Straße folgen wir, insgesamt sind es 320 Km bis zur Hippobay Campsite. In Kalomo tanken wir noch einmal und biegen von der guten TAR-Road auf die Gravelroad. Anfangs erscheint uns die Gravelroad noch gut, so haben wir sie vom letzten Jahr in Erinnerung.
Doch wir sollen noch eines Besseren belehrt werden. 😮 Die nächsten 200 Km werden immer schlechter. Wellblechpisten, steiniger Untergrund und das Schlimmste sind die weggespülten Brücken. Es gab im Mai einen Starkregen, der die Wege, Pisten und Brücken zerstört hat. Wir kommen nur langsam voran, Löcher, Abbrüche und Wellblech rauben viel Zeit. Manchmal gibt es Gegenverkehr von LKWs.
Um 15.30 Uhr erreichen wir das Gate, checken ein und bezahlen für diesen Tag. Bis 9.00 Uhr am nächsten Tag müssen wir den Park verlassen oder nachzahlen. 25 US$/pP und 15 US$ fürs Auto kostet es hier. Gezahlt werden kann nur in cash.
Die Gravelroad wird etwas fester, weniger Wellblech, nur hier und da eine Umleitung. Wir passieren viele kleine Dörfer, Rinderherden weiden neben Elefanten, Tsessebes oder Pukus. Um 17.30 Uhr verlassen wir diese Piste und haben nur noch wenige Kilometer bis zur Konkomoya Lodge, wo man sich für die Hippobay Campsite anmeldet. Inzwischen geht die Sonne bereits unter.
Andreas und seine Frau sind Italiener und betreiben seit ein paar Jahren diese Lodge und Campsite. Wir haben die beiden bereits im letzten Jahr gesprochen und auch jetzt erfahren wir wieder Einiges über das Unwetter im Mai. Die Lodge ist dann tagelang oder wochenlang nicht erreichbar gewesen. Sie kennen und leben mit diesem Wetter.
Die Übernachtung ist mit 54 € oder 1050 Kw nicht sehr günstig, aber das ist in Sambia sehr häufig so. Auf der Campsites stehen bereits 5 Autos, wir suchen einen Platz etwas abseits der „Masse“, ein Schattendach benötigen wir nicht. Später spricht uns eine Frau aus den Niederlanden an, sie haben ihr Auto nach Südafrika verschifft und sind das zweite Mal unterwegs.
Ablutionhäuschen Wir verbringen den Abend unter einem grandiosen Sternenhimmel an einem kuschelig warmen Feuer, um uns herum schlafen die Pukus im Gras.
Für uns ist dieses nur eine Zwischenübernachtung auf dem Weg in die Kaingu Lodge.
Biggi
Teil 1306. Nov. 2023
3 Tage Kaingu Lodge
Wir erwachen mit der aufgehenden Sonne, über dem See schimmert es rosa-rot bis orange. Ein tolles Licht, in dem wir bereits die ersten Fischer ausmachen können.
Ein paar Aufnahmen im Gegenlicht und auf dem Weg zum Gate...
zahme Puku Antilopen weiden in der Umgebung
Die Luft über dem Kafue NP ist erfüllt von den dunklen Feuerwolken. Hier brennt es täglich und der braune Streifen wird unser Begleiter bleiben. Obwohl vor 2 Jahren African Parks das Management übernommen hat und eigentlich den Park schützen will, werden immer wieder große Fläche abgebrannt. Wir erhalten verschiedene Erklärungen, mal sind es Wilderer, die das Wild in eine Richtung treiben wollen, mal sind es die Inder und mal die Lodgebesitzer, die ihren Gästen eine gute Sicht ermöglichen wollen. Was soll man glauben?
Nach unserem Frühstück verlassen wir den Platz, bis zum Gate sind es von hier nur 20 Minuten, für uns öffnet sich die Schranke bereits um 8.30 Uhr. Niemand kontrolliert hier die Papiere, wir fahren durch in Richtung Itzehi-Tezhi.
Am Ufer liegen Boote, die von den Affen erkundet werden.
Hinunter zum Staudamm- Die Chinesen haben hier einen großen Staudamm gebaut, er dient der Stromerzeugung. Doch leider profitiert gerade die ärmere Dorfbevölkerung nicht davon. Die Staumauer und das Stromumspannwerk dürfen (eigentlich) nicht fotografiert werden, am Damm selber sehen wir keine Schilder mehr. (Nur schnell ein Handyfoto)
Eine sehr schöne Straße führt unterhalb der Staumauer entlang und bis in den Ort Itzehi-Tezhi. Auf der Straße sind viele Menschen zu Fuß unterwegs. Der Ort selber ist sehr wuselig, jeder bietet irgendetwas zum Verkauf an, viel Dreck und Müll fällt auf. Die Teerstraße nach Norden hat immer wieder große Löcher, teilweise fehlt der Belag ganz, dann kann man wieder 100 Meter zügig fahren.
Unser heutiges Ziel ist die Kaingu Lodge, die sich direkt am Kafue River befindet. Die Lodge liegt noch außerhalb des Nationalparks, so dass man immer mit dem Boot in den Park übersetzen muss und dann auch erst seine Parkgebühren entrichtet.
Vorerst folgen wir noch der Straße nach Norden aus I-T heraus.
Kleine Lehmhütten dienen der Bevölkerung als Schutz.
Auch hier wird, wie überall in Sambia, Holzkohle hergestellt und verkauft.
Irgendwann erscheint am linken Straßenrand ein unscheinbares Schild mit der Aufschrift „Chief Kaingu Palace – 10 Km“. Wir biegen ab und ahnen nicht, dass es sich stellenweise um so eine schmale Straße handelt, dass nur Fußgänger oder Rinder hier entlang gehen können. Ich glaube, hier habe ich nicht oder nur sehr wenig fotografiert.
Unser Navi zeigt uns dieses als Weg zur Kaingu Lodge. Mal ist die Straße sehr schmal, dann wieder breiter, sie durchquert kleine Wohnsiedlungen. Ein Brunnen/Wasserpumpe mit dem Hinweis des Spenders lässt uns kurz anhalten, gegenüber befindet sich ein abgeerntetes Feld mit Hirse.
Leider ist der Staat nicht in der Lage für die gesamte Bevälkerung Wasserstellen einzurichten. So ein Brunnen kostet ca. 4000 €.
Irgendwann halten wir für einen Cappuccino aus unserer Campküche, einige Frauen auf dem Weg zum Brunnen kommen fröhlich winkend an uns vorbei.
Etwas später huscht eine olivgrüne Schlange vor uns weg, leider ist sie so schnell, dass wir sie nicht identifizieren können, dann erreichen wir das Dorf des Chiefs mit seinem „Palast“.
Unter einem Palast stellt man sich sicherlich etwas Pompöseres vor, doch hier ist es ein großes Haus mit Nebengebäuden.
"Darf ich vorstellen, Chief Kaingu!" Er sorgt für die Landvergabe oder bestraft auch schon mal die Rinderdiebe. Das Foto habe ich auf der Kaingu Lodge entdeckt, dort ist er hin und wieder zu Besuch. Der Weg wird wieder sehr schmal und genau an so einem Engpass begegnen uns eine Reisegruppe mit 4 Fahrzeugen. Sie kommen aus der Richtung, in die wir weiterfahren. Somit müssen wir auf dem richtigen Weg sein. Erst auf der Lodge erfahren wir, dass es eine neue und eine alte Strecke gibt. Wir haben offensichtlich die ältere erwischt. Für uns ist das eine sehr schöne Tour gewesen, Erdnuss- oder abgeerntete Maisfelder, die netten Lehmbauten der einfachen Hütten, Menschen, die uns zu winken und lachen ohne zu betteln und viele Rinderherden .
Hier wird es nass!
Ein typischer Roadblock! Wir halten an und lassen uns die Hausbauweise mit Bechern erklären, das sieht irgendwie witzig aus und die Menschen sind sehr stolz, dass wir Interesse an ihrem Leben zeigen.
Die heutige Tour hat uns viel Spaß bereitet, auch wenn der Weg nicht immer einfach war.
Nach guten 3,5 Stunden seit dem Abbiegen von der TAR erreichen wir die Kaingu Lodge und erleben gleich eine weitere Überraschung, Chaos eben. 😉 Wir müssen lachen, aber dazu demnächst mehr!
Biggi
Teil 1408. Nov. 2023
Kaingu Lodge
Julia, die Managerin begrüßt uns und schaut etwas verwundert. Wir kennen uns schon aus früheren Zeiten und sie freut sich auch uns wieder zu sehen. Dennoch ist Verwunderung aus ihrem Gesicht zu lesen. Ich habe dieses Mal reserviert und sie wusste, dass wir kommen werden. Es stellt sich dann aber heraus, dass wir einen Tag zu früh angereist sind. Sie hat uns erst am nächsten Tag erwartet, so laut meiner Anfrage. Das Chaos begleitet uns! Ich war vor der Abreise wohl wirklich urlaubsreif gewesen!!!
Das stimmt auch, jetzt können auch wir lachen. Wir waren zu schnell. Ich hatte bestimmt in Kasane oder Livingstone einen Tag mehr eingeplant. Heute sind wir die einzigen Gäste, aber das ist kein Problem. Wir bleiben nun einfach einen Tag länger und verbringen die nächsten drei Tage hier.
In der Lapa stehen jederzeit Tee und Kaffee bereit und superleckere Erdnussplätzchen 😘 🤩 Hier gibt es auch ein gut funktionierendes Wifi.
Peter, der Caretaker für die Campsites, wird schnell angewiesen den Platz zu reinigen und für Feuerholz zu sorgen. Die 4 Fahrzeuge, die uns am Palast entgegenkamen, standen zuvor hier. Wir haben jetzt viel Zeit zum Faulenzen, Lesen und Wäschewaschen. Es ist so nett auf der Lodge! Affenbesuch und Buschböckchen gehören dazu! 🤩 😈
Unser eigenes Dusch-/Toilettenhäuschen
Zum Dinner sind wir auch erst für den morgigen Tag angemeldet, heute gibt es Pizza aus dem Poitje.
Die süßen frechen Äffchen stehlen alles, was nicht irgendwie befestigt ist, so scheinbar auch das Toilettenpapier. Hier wurde aber vorgesorgt: 😈
Ich habe mehrfach versucht diesen Spruch zu drehen, er will nicht - daher lest ihn auf dem Kopf! 😈 oder lasst es!
Am nächsten Tag ging es in den Kafue NP, der aber dieses Jahr sehr enttäuschend war. Fortsetzung folgt!
Biggi
Teil 1512. Nov. 2023
Kafue Nationalpark
Um 6.30 Uhr treffen wir Lexon, der mit uns auf Gamedrive geht. Wir fahren mit dem Boot über den Kafue River zur anderen Seite. Und das alles bei Sonnenaufgang – wundervoll!
Noch ist es ziemlich dunkel!
Eine mystische Stimmung hängt über den Büschen.
Wandert Blick nach Westen, ist es nicht ganz so rötlich.
Dann erreichen wir das andere Ufer. Hier parken die Safarifahrzeuge. Lexxon überprüft den Tank der zwei Fahrzeuge, nur einer hat noch ausreichend Diesel. Regelmäßig erscheint ein Tankwagen aus Lusaka, um die Fahrzeuge mit Diesel zu betanken. An diesem Platz warten oft die Autos der Gäste, die auf der Lodge übernachten wollen. Die Anreise über die Spinal Road ist deutlich einfacher und bequemer, als durch den Busch. Mit einem Funktelefon kann man die Lodge über die Ankunft informieren und wird spontan mit einem Boot abgeholt.
Nun geht es nach Süden über die Spinal Road und dann nach rechts in die Buschlandschaft.
Vor zwei Tagen waren die Löwen hier. Lexon will sie uns unbedingt zeigen. Leider finden wir kaum Tiere. Wir sind mehr als drei Stunden unterwegs, aber die Tiersichtungen sind eher ernüchternd. Der gesamte Kafue NP fällt immer wieder den Feuern zum Opfer. Bereits im letzten Jahr sahen wir viele Feuer, nun geht es so weiter. Verschiedene Leute befragt, verschiedene Antworten erhalten, warum das nötig sei. Die letzte Antwort war, damit die Wilderer die Tiere in eine Richtung verjagen. Das neue Parkmanagement konnte auch noch nichts ändern, aber es soll besser werden. Wir merken davon noch nichts. Hoffentlich dauert es nicht mehr so lange, die Tiere warten nicht! Auf unserer Tour sehen wir Duiker, Pukus, Wasserböcke, ein Warthog, Tsessebes, Riedböcke und eine große Herde Säbelantilopen.
Familie Riedbock , gut getarnt!
Das war unser Tageshighlight, neben der tollen Bootstour. Insgesamt sind die Tiere sehr scheu im Kafue NP.
Wir halten später an einer übersichtlichen Stelle zum Tee/Kaffee. Eigentlich hätten wir überall halten können, ich habe nicht das Gefühl, dass es hier gefährlich sei. Es gibt leckere Peanaut Cookies, die sind so gut, dass ich mir später von der Köchin das Rezept geben lasse. In der Ferne sehen wir noch Elefanten, aber zum Fotografieren uninteressant, da sie zu weit entfernt sind. Bei besserem Licht geht es mit dem Boot wieder zurück. Die Fahrt ist sehr schön. Hippos schauen aus dem Wasser, Vögel turnen in den Bäumen. Bei unserem ersten Besuch haben wir eine Bootstour zur Vogelsichtung unternommen, das war auch sehr schön und empfehlenswert.
Wieder auf der Lodge steht uns immer Tee oder Kaffee mit diesen Keksen zur Verfügung. Nach unserem ausführlichen Frühstück setzen wir uns in die Lapa bei Tee und Keksen. Heute ist eine Künstlerin aus Sambia angereist. Sehr nett, sie hat uns gleich wie alte Freunde begrüßt. Es gibt nette Gespräche, u.a. erzähle ich ihr von einem Buch des Malers Kim Donaldson. Das Buch habe ich auf der Thobolo`s Lodge entdeckt und mehrere Seiten fotografiert, da es mir ausgesprochen gut gefallen hat. Sie kennt den Künstler und hat das Buch ebenfalls. Welch ein Zufall! (Inzwischen habe ich mir das Buch aus UK schicken lassen und freue mich sehr darüber)
Gilmur, der Ehemann von Julia ist begeisterter Fotograf und erstellt seit ein paar Jahren immer wieder Jahresbücher der Umgebung, von Tieren und Gästen. Die Lodge unterstützt Schulen und die Kinder der Umgebung, diese besuchen regelmäßig die Lodge und es werden Wettbewerbe, wie z.B. Bogenschießen oder Osterbasteln angeboten. Alle diese Ereignisse sind in den Jahresbüchern nachzulesen und in Fotos zu betrachten. Ich genieße es sehr, dass wir Zeit für die Betrachtung diese Bücher finden. Wenn ab Oktober die Lodge geschlossen ist, fahren Julia und Gilmur selber auf Tour, z. B. in die Liuwa Plains. Alle ihre Erlebnisse eines Jahres sind in den Büchern festgehalten. Sie liegen in der Lapa aus und es macht wirklich Spaß, darin zu blättern.
Später erscheinen Lynda und Rick, die australischen Eigentümer der Lodge und sie möchten einiges über Deutschland erfahren. Es findet ein sehr herzliches Gespräch statt. Im letzten Jahr habe ich versucht Kontakt zur Lodge herzustellen, aber die Mails von Lynda sind irgendwo im Spam Ordner verschwunden, so dass wir letztendlich auf der Kasabushi Lodge gelandet sind. Das tat Lynda sehr leid, sie versichert immer wieder, dass sie sich an meine Mail erinnert. Die beiden sind sehr an ihrem Gästen interessiert und bemüht, dass es allen gut geht.
Viele hübsche Dekogegenstände umgeben uns. Manche mögen kitschig sein, aber einfallsreich sind sie in Szene gesetzt.
Fortsetzung folgt, Klettertour zu den Rapids!
Biggi
Teil 1615. Nov. 2023
Wanderung zu den Rapids des Kafue Rivers
Von der Campsite aus, gibt es einen kurzen beschilderten Wanderweg zu den Rapids. Am Nachmittag wollen wir uns ein wenig bewegen und laufen dorthin. Leider hat man bei den Safaris sonst sehr wenig Möglichkeiten zum Laufen. Den Weg sind wir schon vor einigen Jahren gegangen und ich hatte ihn nicht als so eine raue Klettertour in Erinnerung. Doch inzwischen hat der Wildwuchs sehr zugenommen. Den Weg lässt man natürlich in seinem Ursprung und so konnten wir nicht durch die Euphorbien, Kakteen oder um Feigenbäume wandern und mussten häufig klettern. Mein Mann hatte im letzten Jahr eine Rücken OP, deshalb kam diese Tour für ihn nicht in Frage. Das war aber nicht schlimm. Er wartete auf mich und wurde dabei gut bewacht! 🤩
Toll, wie sich die Bäume hier halten und nach Nährstoffen greifen!
Man muss wirklich über sehr hohe und scharfkantige Steine klettern. Der Weg ist zwar durch Pfeile gekennzeichnet, doch hin und wieder muss man links oder rechts davon klettern.
Belohnt wird man dann mit dem Blick aufs Wasser!
Und so herrlichen Motiven, die die Gewalt und Kraft des Wassers verdeutlichen.
Ich habe am ersten Tag keine Kamera dabei und kann nur Handyaufnahmen machen, außerdem fehlt mir das richtige Schuhwerk. Ich stelle fest, in Flip-Flops geht das nicht so gut. Gleichzeitig beschließe ich aber, die Tour am nächsten Tag noch einmal zu wiederholen. Dies mal mit festen Trekkingstiefeln! 😮 Und mit Kamera!!!
(Hier sind jetzt die Bilder von zwei Touren zusammengefasst!)
Etwas weiter entfernt vom Kletterstieg, kann man über weitere Campsites direkt ans Wasser gelangen
Aber auch hier gibt es ungefährliche Steine und Felsen, die zum Klettern einladen und den Blick auf die Stromschnellen freigeben. Der Fluss plätschert ruhig und leise dahin. Es fällt schwer zu glauben, dass es auch ganz anders sein kann und dabei große Bäume entwurzelt und mitgerissen werden.
Zum Dinner werden wir heute von der Köchin des Hauses verwöhnt. Vorspeise: Gebackener Feta, Hauptgericht: Steak mit Rosen Kartoffeln und Gemüse (Minizucchini) , Nachtisch Witambua. Es ist nicht billig hier, aber es lohnt sich in jedem Fall. Die Portionen sind auch nicht übermäßig groß, aber für uns hat es gereicht! Alle Leute sind so nett und immer um uns besorgt, vor allem Julia ist stets zur Seite. Leider gibt es da nur ein paar Handyaufnahmen:
Strom ist nicht ausreichend vorhanden, daher werden am Abend die Lampen aufgestellt.
Die Köchinnen stellen sich vor.
Es ist hübsch eingedeckt! Dann kann es also losgehen 😛
gebackener Feta!
Und mit vollem Bauch geht es dann ins Bett!!!
Bleibt noch die Frage offen, wer Manfred bewacht hat, demnächst ---Fortsetzung demnächst! 😈
Biggi
Teil 1719. Nov. 2023
Noch ein Tag Kaingu Lodge und Weiterreise nach Lusaka
Wäschewaschen, Ausschlafen, in der Hängematte chillen, wie die Jugend sagen würde, lesen und einfach nur die Umgebung genießen. Auf der Lodge Teetrinken, Peanut Cookies essen und mit netten Leuten Gespräche führen. Die Gruppe der Maler wurde größer, es reisten heute weitere Teilnehmer an. Eine Wanderung zu den Rapids, dann zur Chiefs Campsite und später bekommen wir noch Nachbarn. Es sind Peter und Elaine, geboren in Dänemark, aber vor 11 Jahren nach Tasmanien ausgewandert. Eine sehr interessante Biografie und wieder einmal ist die Zeit zu kurz, um einander näher kennenzulernen. Zum Sundowner gehen wir gemeinsam zur Lodge.
Der leckere Maracujacocktail war schnell ausgetrunken 😈
Nun wird es Zeit abzureisen, am nächsten Tag geht es nach Lusaka als Zwischenstopp und dann weiter in den South Luangwa NP!
Kurz hinter der Lodge passieren wir diese Brücke. Das blau-schwarze Netz dient dem Schutz vor Tse-Tse Fliegen. Die ersten 40 Kilometer durch den Wald sind nicht einfach. Es brennt immer wieder und wir müssen an den heißen Flammen vorbei. Zum Glück ist der Weg frei von Feuer, nur links und rechts des Weges brennt es. Zwischendurch treffen wir auf Familien, die hier leben, Bäume fällen und zu Holzkohle verarbeiten.
Bevor wir auf die D 769 gelangen, steht am Abzweiger dieses Schild. Es weißt das Gebiet des Chief Kaingu aus. Über die M 9 gelangen wir nach Lusaka. Ein Checkpoint am Ende oder Beginn des Kafue NP und eine Mautstation bei Mumbwa zwingen zum Stoppen, sonst kann man zügig bis Lusaka fahren. Hier nimmt der Verkehr drastisch zu. Alles, was sich irgendwie bewegen kann, ist unterwegs. Die Müllberge am Rande sind zum Gr....... 😈
Nach ca. 4 Stunden erreichen wir die Manda Hill Mall, ergänzen unsere Vorräte für die nächste Woche und speisen bei Mugg and Bean.
Kurz danach erreichen wir das Pioneer Safari Camp, wo wir die Nacht verbringen werden. Das Camp befindet sich etwas außerhalb von Lusaka. Man hat keinen Stadtverkehr mehr, wenn man in den South Luangwa NP fahren möchte. Die T4 (Great East Road) verläuft in der Nähe. Im letzten Jahr waren wir ebenfalls kurz hier, das Essen gefiel uns gar nicht mehr, seit ein neuer Eigentümer das Camp übernommen hat, deshalb haben wir bereits bei Mugg and Bean etwas bestellt.
Auch hier trifft man nette Reisende zum Gespräch, ein Austausch über die Erlebnisse ist immer sehr interessant. Ich genieße die Gespräche immer sehr. So erfuhren wir von einem südafrikanischen Pärchen, dass sich die Straße T4 bis zur Luangwa Bridge jetzt in einem schlechten Zustand befindet. Viele Potholes und Spurrillen zwingen zum langsamen Fahren.
Biggi
Teil 1819. Nov. 2023
South Luangwa National Park
Eine Woche wollen wir im South Luangwa NP bleiben. Wir stehen früh auf, 5.30 Uhr 🤩 , es ist sehr feucht um uns herum. Auf den Bänken kann man nur mit Unterlagen sitzen. Wir frühstücken deshalb sehr schnell und sind bereits um 6.30 Uhr auf der Great-East.
Der Weg vom Camp zur TAR T4.
Ein eigenartiges Licht begleitet uns, teilweise ist es sehr neblig, dann erscheint die Sonne im Gegenlicht, im Dunst. Bis es klar wird, vergehen 2 Stunden.
Bis Chongwe (30 Km) ist die Straße sehr gut, dann beginnen zahlreiche Löcher und wenig Teerbelag wird zur Qual werden. Man kann nur noch langsam fahren. Die Potholes begleiten uns bis zur Luangwa Bridge, ab hier ist die Straße plötzlich wieder gut und man kann zügig fahren.
Kurz vor der Brücke werden im Ort viele Dinge verkauft wie z.B. Trockenfisch, Obst oder Körbe. Der Ort ist schmutzig, zahlreiche LKW Fahrer halten hier zum Einkaufen.
Es wirkt ein wenig verwahrlost hier.
Die Brücke kann nur einspurig befahren werden, wir machen uns ernste Sorgen um das Gewicht einiger LKW`s auf der Brücke. In Europa hätte man diese Brücke vielleicht schon verstärkt?
Schnell ein Foto aus dem Auto, anhalten geht nicht, wenn auf der gegenüberliegenden Seite Fahrzeuge warten 🤪 Eine gute Straße erwartet uns nun aber.
Einige LKWs müssen überholt werden, aber bereits um 15.00 Uhr erreichen wir nach zwei Pausen in Chipata.
Unterwegs kaufen wir noch ein paar Melonen und erfreuen die Bevölkerung damit.
Wie immer wenn man irgendwo anhält, kommt das ganze Dorf angelaufen. Ein älterer Herr schimpfte ordentlich, als ich der Frau das Geld gab und nicht ihm. Er stand aber im Hintergrund! Wir schauen uns zuerst die Dean Hill View Campsite an. Der Platz sieht gut aus, liegt aber in der Stadt und die Sanitäreinrichtungen müssen dringend überholt werden. Für eine Nacht reicht der Platz aber immer.
Wir fahren aber noch bis zu Mama Rula, auch hier sind die Sanitäreinrichtungen nicht viel besser. Dennoch haben wir einen netten Nachmittag und eine ruhige Nacht. Der Preis für die Übernachtung für 2 Personen beträgt 180 Kw, genauso viel wie in Chipata.
Ein "wildes Tier" stürzte neben uns ab!
Auf diesem Camp übernachten häufig auch Overlander, wir haben Glück und es bleibt ruhig an diesem Abend, nur mit Franzosen und Briten! Mama Rula befindet sich bereits auf dem Weg nach Mfuwe. Kurz überlegen wir, ob wir vielleicht durchfahren sollen, aber wir sind dieses Jahr nicht auf der Flucht und bereits am nächsten Tag stellen wir fest, dass die Idee gut war.
Die tierische Fortsetzung demnächst!
Biggi
Teil 1919. Nov. 2023
@ Hallo Friederike, die Auflösung ist mir doch glatt durchgerutscht! Sorry! 😘
Suchbild! 😮 Während ich am Kriechen war, tauchten bei Manfred immer mehr neugierige Dassies auf und beäugten ihn. Leider hatte er nur er eine Kamera mit geringer Brennweite am Objektiv mit!
Biggi
Teil 2025. Nov. 2023
Mfuwe und South Luangwa NP
Um 8.30 Uhr verlassen wir ganz entspannt Mama Rula. Der Weg bis zur Teerstraße ist sehr holprig, vor uns fahren zwei Männer mit Körben, die mit Orangen gefüllt sind. Plötzlich kippt das Fahrrad des einen um, alle Orangen fallen zu Boden. Wir halten und ich steige aus und sammle die Orangen mit ein.
Der gute Mann konnte sein Fahrrad nicht abstellen, es gab keinen Ständer. Er war sichtlich verwundert und erstaunt, dass eine weiße Frau ihm hilft. Die Straße bis nach Mfuwe befindet sich wieder einmal in einem sehr schlechten Zustand, viele, viele Potholes erschweren das schnelle Fahren. Kurz hinter Chipata trauen wir unseren Augen nicht, es ist ein Bautrupp unterwegs und er glättet die Straße. Doch leider sind das keine 10 Km. Immerhin arbeiten hier drei Leute, während die anderen als Denkmal umherstehen!!! 😗
Die Strecke führt durch kleine Dörfer, mal geht es steil bergauf, dann wieder hinab zum Luangwa Tal. Die Dörfer sind leider nicht alle sehr sauber, Müll fliegt umher, insbesondere die kleinen Silber- und Plastiktüten. Da gibt es wohl Mülltaufelchen!
Dieses Gefährt kann den Schlaglöchern ausweichen!
Ein kleiner Checkpoint (nur für Landprodukte der Einheimischen) wird noch passiert und dann rollen wir langsam auf eine kleine Brücke zu.
Immer wieder staunen wir, mit welcher Geschwindigkeit die kleinen PKWs durch die Schlaglöcher rasen und uns riskant überholen 🤩 Kleiner Gruß von der Stoßdämpfern erfolgt 😈 Gegen 11.00 Uhr erreichen wir Mfuwe. Es war doch ganz gut, dass wir diese Schlaglochpiste erst heute Morgen in alle Frische gefahren sind. Mfuwe hat sich seit unserem letzten Besuch im Jahre 2019 doch erstaunlich entwickelt und dabei auch vergrößert.
Ankunft Mfuwe! Bei der Einfahrt in den Ort merke ich, dass mein Daten-Bundle ist verbraucht! Bei 25 GB nur schwer vorstellbar. (Chaos. Pannen usw... 😈 ) Vermutlich haben die jungen Angestellten, einen Teil der bezahlten GB auf ihren eigenen Account geladen. 🤩 Ich kaufe an einer der typischen roten oder gelben Bude eine neue Aufladung, dieses Mal nur 2 GB für 50 Kw, gültig für 7 Tage. Das andere war ohne Begrenzung. Später erzähle ich das so, als jemand sagt, dass das eine Methode ist, einen Teil der Aufladung auf das Handy der Angestellten zu zahlen. Sie nehmen das Handy um die Simkarte zu aktivieren und dabei wird ganz unauffällig ein Teil auf ihr eigenes Handy gezahlt. Leider hören wir das nicht zum ersten Mal und vermuten, dass auch ich Opfer dieses Betruges wurde? Es sind aber keine großen Beträge, daher kann man damit umgehen. Tja, es gibt sicherlich schlimmere Betrügereien! Damit hat sich geklärt, warum der MTN Laden in Livingstone nicht empfehlenswert ist.
Ganz entspannt besuchen wir das Café im Ort und genießen ein Getränk, bevor wir zum Wildlife Camp fahren. Hier habe ich eine Buchung für die Campsite Nr. 6, deshalb brauchen wir uns nicht zu beeilen und die Lunchpause passt gerade.
Ein Platz war bereits besetzt, schließlich befinden wir uns in einer Wildlife Area! 😘
Hier toben sich Handwerker und Künstler aus, eine Afrikakarte aus Zahnrädern, Ketten und Schrauben liegt zum Verkauf bereit.
Die Begrüßung im Wildlife Camp fällt auch hier freundlich, fast herzlich aus. Wir beziehen Campsite Nr. 6 direkt am Fluss und genießen die Aussicht. Hier bleiben wir 7 Tage lang. Die Übernachtung kostet 10 US$/P Nacht. Einen Nightgamedrive buche ich für den nächsten Abend gleich mit.
Am Nachmittag gibt es den verfrühten Sundowner in der Bar... 😊
gestärkt geht es dann zum Platz zurück.
Und die Sonne verabschiedet sich für heute....Ein traumhafter Platz und ich bin überaus glücklich wieder hier zu sein!