pantherThemenstarter1'296 Beiträge · seit 200712. Juli 2023 · #101
Dienstag, 16.05.2023 Ugab Rhino Camp
Auch wenn wir heute kein Programm hatten, klingelte der Wecker um 07:00 Uhr. Wir wollten vor unserer Abfahrt noch Einkaufen gehen und tanken. Wir ließen uns ein paar Eier zum Frühstück schmecken, bevor wir wieder die Ikeatüte packten – das ist unser Kofferersatz wenn wir in einer festen Unterkunft nächtigen 😗 Leider waren wir für den Shop von den Helping Hands zu früh, die machten erst um 09:30 Uhr auf. Dafür erstanden wir noch einen Perlengecko, der uns gestern schon ganz gut gefallen hatte, wir aber keine Entscheidung treffen konnten/wollten.
Im Supermarkt stockten wir unsere Vorräte auf, das Fleisch allerdings konnte uns nicht so begeistern, so dass wir nach gegenüber in die Namaqua Metzgerei gingen. Dort ließen wir uns noch ein paar Portionen Rinderfilet einpacken 🙂 Dann tankten wir noch auf und endlich konnte es Richtung Messum Krater gehen. Das Wetter war sehr diesig und aus dem Nebel fieselte es ganz fies bei ganzen 12° C. Gruselig 😵 Wir fuhren an der Küste entlang, aber der Nebel hing hier fest. Über Wlotzkasbaken an dem Schiffswrack Zeila vorbei (die Souvenirverkäufer winkten schon 😄 ) kamen wir in eine Polizeikontrolle bei Henties Bay. Der junge Polizist mit dunkler Sonnenbrille belehrte uns, dass der Steinschlag in der Scheibe zeitnah zu reparieren wäre, sonst bekämen wir mit ihm – er deutete auf sein Namensschild – Ärger. Machen wir natürlich 😉
Dann bogen wir nach rechts Richtung Messumkrater ab. Mal wieder eine schöne Holperstrecke mit jeder Menge Waschbrett erwartete uns. Alternativrouten um dem schlimmsten Gehoppel zu entgehen waren auch schon längst vorhanden. Manche davon, waren aber auch nicht besser 😵 Wir bestaunten die zahlreichen Welwitschias in allen Größen, die hier auf dem sandigen Boden wuchsen. Sonst gab es weit und breit nichts, nur Steinwüste. So könnte es auch auf dem Mars aussehen. Irgendwann kam auch mal wieder die Sonne zum Vorschein, der Küstennebel zieht schon weit rein.
An einem Aussichtsplatz am Messum Krater legten wir eine Pause ein. Wir fuhren noch ein bisschen durch die Gegend und machten uns dann auf den Weg Richtung D2303. Auch hier gab es wieder Welwitschias so weit das Auge reichte. Sehr beeindruckend.
Irgendwann kamen wir auf die D2303, die überraschenderweise sehr gut zu befahren war. Was für eine Wohltat 🙂 Zu allem Überfluss war auch noch ein Grader unterwegs. Da fragt man sich natürlich „für was?“ 😐 Da hätte es ganz andere Strecken zum Graden gegeben 😉 Wir kamen zwar noch an einem Baustellencamp vorbei, vielleicht ist das ja der Grund.
Wir bogen zur Westbrandbergmine ab. Diese war mittlerweile verlassen, bis 1980 wurde dort Zinn und Wolfram abgebaut.
Nach diesem kleinen Abstecher erreichten wir dann bald über eine steinige Zufahrt das Ugab Save the Rhino Camp, welches sich aus Spenden finanziert.
Die Angestellten campierten in Zelten, ebenso zwei Hunde, von denen wir schon öfter gehört hatten. Wir durften nur aus den rechten Stellplätzen wählen, auf der linken Seite war ein großes Schattendach aufgebaut, evtl. gab es hier demnächst eine Veranstaltung und alle Stellplätze waren reserviert. Wir fanden ein Plätzchen mit Grillstelle, nahebei gab es auch noch eine Trockentoilette. Wir installierten uns und räumten erst mal das Chaos in unserem Auto auf, es wurde auf der Rüttelstrecke doch einiges durcheinandergewirbelt.
Später machten wir Feuer für unser schönes Filet, dazu gab es Gemüse. Schon bald verschwanden wir ins Bett.
pantherThemenstarter1'296 Beiträge · seit 200713. Juli 2023 · #102
Mittwoch, 17.05.2023 Irgendwo im Nirgendwo
Nach einer ruhigen Nacht blieben wir heute Morgen noch etwas länger liegen, Eile hatten wir nicht. Es hatte nur kühle 12°C und die Sonne tat sich noch schwer gegen den Wolken-/Nebelmix. Wir machten Katzenwäsche, packten wieder alles zusammen und los gings. Vorher spendeten wir aber noch unseren Obolus für die Campsite.
Heute wollten wir zum Aussichtspunkt über das Desolation Valley und Übernachtung irgendwo. D.h. viel Gegend, keine Menschenseele geschweige denn ein Auto. So mögen wir es 🙂 Zuerst mussten wir einige felsige Passagen meistern, die sahen wir uns sicherheitshalber vorher auch an. Kein Problem für Ralf.
Wir blieben immer mal wieder stehen um die Landschaft zu genießen. Es blies ein stetiger Wind und es wurde auch nicht ganz so warm, ca. 25°C.
Wir hielten bei der Quelle Gai-As und den Steinhäuschen, eine vermutlich frühzeitige Besiedelung.
Wer in Not gerät, findet hier Getränke, Dosengerichte ...
... und die "letzte" Zigarette 😉
Dann suchten wir uns ein schönes Plätzchen im Huab für unsere Mittagspause. Dort brieten wir dann Eier und Speck, dazu noch Lachsbrot mit Avocado 😛 Ach, es könnte einem schlechter gehen.
Weiter gings durch das Flussbett, aber da war uns der Weg abgeschnitten 😐 Also fuhren wir wieder ein Stück zurück und fanden dann einen steinigen Weg. Nun war es nicht mehr weit bis zum Aussichtspunkt über das Desolation Valley. Schnell kamen wir sowieso nicht voran, es ging über jede Menge Steine, da war langsam fahren angebracht. Die Aussicht auf das grüne Band des Huab war einfach klasse und in Bildern nur schwer wiederzugeben 😘 Die Vögel zwitscherten, das hohe Schilf raschelte im Wind – sehr schön. Leider war es hier oben sehr windig, das wäre sonst auch eine schöne Übernachtungsmöglichkeit. Wir machten Kaffee, saßen auf einem Felsen und freuten uns über die schöne Aussicht.
Dann fuhren wir wieder zurück, mussten uns nur entscheiden ob wir noch ein Stück der morgigen Strecke fahren sollten oder nicht 😐 Wir wollten nicht mehr weiterfahren und kehrten zu unserem Mittagsplatz zurück. Wir parkten an einer Felswand und hofften, dass der Wind noch etwas nachlassen wird. Wir saßen in der Sonne mit einem Feierabendbier, welches sich Ralf nach all der Fahrerei heute auch redlich verdient hatte.
Zu Abend wurde es deutlich kühler als die letzten Tage und der Wind tat sein Übriges 😵 Wir kochten die restlichen Nudeln mit Thunfisch und Tomatensoße und saßen dicht an unserem Auto und löffelten aus dem großen Topf. Ralf machte noch einige Sternenaufnahmen und bald verschwanden wir in unserem Auto.
Beam me up...
Unser nächstes Ziel ist die Mowani Campsite und wir fragen uns ob wir in Namibia oder in London sind... 🤨
mika1606663 Beiträge · seit 201613. Juli 2023 · #103
Hallo Martina und Ralph,
Danke für Euren RB & die schönen Fotos. 🙂
Für uns eine gute Erinnerung. Waren im Mai 2021 auf ähnlicher Strecke ab Swakopmund unterwegs. Im "Ugab Rhino Camp" waren wir damals (Dank Covid 😉 ) die einzigen Camper. Von dort sind wir dann über den Huab, Palmwag bis ins nördliche Hartmanstal gefahren.
Freue mich auf die Fortsetzung des RB & auf weitere schöne Bilder. Einfach eine beeindruckende Gegend.
Beste Grüsse Gerhard
Namibia 1998/2002/2005/12-2020 & 05+06/2021
Namibia/Botswana/Vic-Falls 1987/1995/2017
Namibia 1980 (u. a. 2 Monate auf einer Rinderfarm nördl. Okahandja)
Lotusblume1'933 Beiträge · seit 200913. Juli 2023 · #104
Hallo Martina und Ralph, erst heute bin auch den wunderschönen Reisebericht aufmerksam geworden. Tolle Fotos teilt ihr mit uns. Dankeschön. 😎
Bzgl. Tok Tokkie Trails:
Wir denken das Naturerlebnis steht klar im Vordergrund. Und da gibts wenig zu "bemängeln" auch wenn der Preis mittlerweile bei gut 8700 n$/person steht. Viel Geld, aber aus unserer Sicht allemal wert.
Ui, das ist aber wirklich ziemlich teuer geworden - 420 € pP für ein Feldbett mit VP und Getränke, hm. 😗 Ehrlich gesagt miete ich mich dann lieber wieder in das Dune-Camp von Wolwedans ein (kostet 750 NAD pP/Tag mehr). Da habe ich auch VP und alle Getränke inkl., ich kann auch den ganzen Tag mit persönlichen guide wandern und die inkludieren Aktivitäten: Fahrten durchs Gelände, auch ganztägig / Wüsten-Sundowner / Buschmann-Wanderung etc.) in Anspruch nehmen - unterm Sternenhimmel schlafen kann man natürlich da auch. 😛
Aber das ist natürlich alles Geschmackssache und zum Glück sind die verschieden. 😉 Fest steht, es ist eine Traum-Landschaft, zu der es mich gerade sehnsuchtsvoll hinzieht.
Nun freue ich mich auf die Fortsetzung des Reiseberichts. 🙂
pantherThemenstarter1'296 Beiträge · seit 200714. Juli 2023 · #105
@Gerhard Danke dass du "mitfährtst" und dass dir unser Bericht und die Fotos gefallen. Leider neigt sich unsere Reise so langsam dem Ende zu 🙁
@Lotusblume Schön dass du dabei bist 🙂
Lotusblume schrieb: 420 € pP für ein Feldbett mit VP und Getränke, hm. 😗 Ehrlich gesagt miete ich mich dann lieber wieder in das Dune-Camp von Wolwedans ein (kostet 750 NAD pP/Tag mehr)
Die 8700N$/Person für den TTT sind natürlich für die komplette Tour, also 2 Nächte. Wenn ich das richtig gesehen habe, kostet im Wolvedans schon eine Nacht mehr.
pantherThemenstarter1'296 Beiträge · seit 200714. Juli 2023 · #106
Donnerstag, 18.05.2023 Mowani
Der Wind hatte sich gelegt, daher hatten wir eine ruhige Nacht gehabt. Nur mal unterbrochen wg. eines menschlichen Bedürfnisses. Als wir kurz vor 08:00 Uhr aufstanden war es neblig. Hallo, wir sind nicht in London sondern in Namibia 😵 Aber soweit sind wir hier von der Küste gar nicht entfernt (knapp 60km). Es hatte schlaffe 10,5°C. Nach einem heißen Kaffee war es dann auch schon kurz nach 09:00 Uhr bis wir loskamen. Wieder überquerten wir die steinige Fahrspur durch das Flussbett. Wir nahmen die westliche Strecke Richtung C39 und es begann wieder Neuland für uns. Es wurde immer nebliger, weit sehen konnten wir nicht. Ralf musste die Actioncam abbauen, da er sonst den Scheibenwischer nicht betätigen konnte, so drizzelig war es.
Noch eher harmloser Nebel
Wir fuhren immer bergauf und nach ca. einer Stunde riss endlich der Nebel auf und die Sonne kam heraus. Die Temperaturen stiegen auch langsam wieder an 🙂 Außer einigen Straußen, die schnell flüchteten, Trappen und Flughühnern sahen wir keinerlei Lebenszeichen in der steinigen Umgebung. Es gab immer wieder mal ganze „Felder“ in denen die Welwitschias wuchsen.
Nach 60 km Offroad kamen wir an der C39 Pad wieder raus. Was für eine Wohltat 🙂 Am Straßenrand zupften zwei Giraffen an den Blättern. Die Insassen eines anderen Fahrzeuges machten uns später auf Elefanten im Huab aufmerksam. Wie schön. Sie standen im Schatten eines großen Baumes und machten Siesta.
Nun war es nicht mehr weit bis zum Mowani Mountain Camp wo wir unsere letzten beiden Campingnächte verbringen werden. Langsam geht auch dieser Urlaub wieder zu Ende. Wir bekamen die CS No. 3. Vorher aber fuhren wir noch zur Rezeption, wir hatten noch Schulden, die mussten wir noch begleichen.
Wir genossen die schöne Aussicht von unserem Campingplatz bei Bier und Savanna.
Später am Nachmittag kam der Anheizer für das Warmwasser, den hatten wir schon sehnsüchtig erwartet. Nach einer Erfrischung wurde es auch schon wieder Zeit fürs Abendessen. Rinderfilet und Maiskolben waren wie immer lecker. Wir saßen noch am Feuer und erfreuten uns an dem schönen Sternenhimmel.
Die letzten Tage unserer Reise kommen dann nächste Woche. Morgen begeben wir uns erst einmal auf ein kleine Reise nach Büsnau um all die positiv "Afrikaverrückten" zu treffen. Wir freuen uns 😘 🙂
Ihr seid ab Querung Huab eigentlich den "Huab 4x4 trail" von Süd nach Nord gefahren....wenn ich das richtig sehe...... linkerhand vorbei an den Kuidas Camphüttchen.....habt ihr eventuell wegen Nebel gar nicht wahrgenommen...... 😄 😄 😄
LG.......................BMW
Champagner8'682 Beiträge · seit 201014. Juli 2023 · #108
panther schrieb:Samstag, 13.05.2023 Mirabib In Solitaire machten wir natürlich eine Kaffeepause und teilten uns einen Apfelkuchen mit Sahne. Das volle Touriprogramm würde so manch eine/r sagen. Ralf + Martina
😄 😄 😄 Was heißt da "würde"? 🤪
Jetzt aber mal ganz ernsthaft: auch ich genieße (meistens still und heimlich) eure tollen Fotos und die eine oder andere Stelle aus unserer letzten Reise (auch wenn wir es nicht bis zum nördlichen View Point über den Huab geschafft haben 😣 ) - die Strecke zog sich ein bisschen bei uns 😗 .
Aus dem Sossusvlei gefällt mir - abgesehen von euren Luftaufnahmen (und das Gequengel wegen nicht perfekter Sicht kann ich dank ähnlicher, bzw. noch schlechterer Erfahrung 2015 vollkommen verstehen!) gefällt mir das hier besonders, weil es eine so ganz andere Perspektive bietet, die man sonst nicht so hier in Berichten sieht:
So, und jetzt lese ich mal weiter, das Mowani-Kapitel hab ich noch vor mir!
pantherThemenstarter1'296 Beiträge · seit 200714. Juli 2023 · #109
@BMW Genau so sind wir gefahren und das Camp blieb uns wohl tatsächlich durch den Nebel verborgen 😐 Das schreit ja direkt nach einer Wiederholung 😉 Schön dass du dabei bist
@Bele Danke dir für die lieben Worte. Das Sossusvlei Bild mögen wir auch ganz besonders. Dieses Mal war irgendwie eine ganz besondere, wechselnde Lichtstimmungen...wir haben es sehr genossen. Bis morgen 🙂
pantherThemenstarter1'296 Beiträge · seit 200717. Juli 2023 · #110
Freitag, 19.05.2023 Mowani
Zu Sonnenaufgang waren wir wach und machten Frühstück. Großartige Pläne für heute hatten wir nicht. Ursprünglich hatten wir den Aussichtspunkt auf den Doros Krater auf unserer Liste. Aber Ralf hatte keine große Lust mehr auf rumpelige Strecken 😕 Angetestet haben wir die Strecke aber trotzdem. Zunächst fuhren wir zum Parkplatz der Twyfelfontein Felszeichnungen. Dort im Visitorcenter haben wir im Souvenirshop nach kleinen Tierfiguren aus Ziegenleder geschaut. Als wir das letzte Mal hier waren, gab es dort eine sehr schöne Auswahl. Heute aber leider gab es kaum mehr welche 🙁 , aber einen schönen Elefanten fanden wir. Am Burnt Mountain machten wir einen kurzen Halt, von dort ging der Weg weiter zum Doros Krater. Wir fuhren ein Stück, die gesamte Strecke bis zum Aussichtspunkt auf den Krater betrug 35 km einfach. Das war uns einfach zu weit 😵 Wir drehten bei passender Gelegenheit wieder um.
Beim Aba Huab Camp stoppten wir auch kurz, hier gab es damals auch die Ledertierchen. Die netten Mädels bemühten sich zwar nach Kräften und holten eine Kiste mit Souvenirs, aber das gewünschte war nicht dabei. Es gab nicht einmal Getränke zu kaufen 🙁 Dafür lächelte uns das kleine Mädchen „Kula“ an, sie war erst ein halbes Jahr alt. An einem Stand an der Straße nahmen wir mehr aus Mitleid ein kleines Elefantenmobile mit. Vielleicht hatten wir mit den Wüstenelefanten nochmal Glück? Wir fuhren zum Huab, aber es waren keine Tiere zu sehen. Schade, aber ein Versuch war es wert. Wir fuhren zur Campsite zurück, genossen den Nachmittag bei einem kleinen Snack und beobachteten die Dassies, Bülbüls und Ammern. Nur die kleinen Fliegen nervten. Es waren zwar nicht viele, aber trotzdem.
Wir packten schon mal einen Koffer zusammen, dann ist es morgen nicht mehr so viel. Abends grillten wir das letzte Fleisch und dazu gab es das letzte Gemüse, lecker Eigenkreation aus den Resten. Ralf nutzte den schönen Sternenhimmel für die letzten Bilder, so schnell werden wir die Sterne nicht mehr so zahlreich sehen 🙁
Die letzte Nacht im Camper haben wir gut verbracht. Nach dem Frühstück im Beisein einiger gefiederter Bettler, packten wir dann auch den zweiten Koffer. Unsere wenigen übrigen, ungeöffneten Sachen packten wir in eine kleine Tüte und hofften, das sie jemand von den Angestellten brauchen konnte. Zum Wegschmeißen zu schade. Als wir unsere Pack-, Putz- und Aufräumaktion endlich erledigt hatten, konnte es gegen 10:00Uhr losgehen.
Auf dem Weg nach Omaruru kamen wir an vielen Verkaufsständen der Herero vorbei. Am Größten hielten wir auch wieder einmal, sahen uns um, fanden aber nichts passendes für uns.
Am frühen Nachmittag trafen wir dann in Otjohotozu ein, ca. 15 km außerhalb von Omaruru im Erongo-Park gelegen. Auf der Farm wurden wir von John begrüßt. Wir bekamen ein sehr modernes, sehr großes und sauberes Zimmer. Eine kleine Terrasse mit Blick auf das Wasserloch hatte es auch. Wir genossen den sonnigen restlichen Nachmittag am Pool und lasen. Zu einer Ausfahrt hatten wir keine Lust mehr. Die anderen Gäste berichteten später von einer schönen Fahrt zum Sonnenuntergang mit einigen Tieren.
Zu Abend bekochte uns Michael ganz hervorragend mit Elandsteak, Gemüse und Kartoffeln, vorweg gab es eine kleine Hühnerpastete 🙂 Alles sehr gut. Nach dem Essen saßen wir mit John und dem anderen Paar aus Deutschland noch am Feuer und ließen den Abend ausklingen. Später war tatsächlich noch eine Giraffe am Wasserloch.
Sonntag, 21.05.2023 Windhoek - Rückflug
Nach unserem letzten Frühstück in Namibia fuhren wir gemütlich zurück nach Windhoek. Gegen 12:00 Uhr waren wir am Craftcenter. Dort wartete bereits Kerstin die Besitzerin vom Tok Tokkie Trail auf uns. Wir hatten ihr etwas aus Deutschland mitgebracht und eigentlich sollte unser Treffen schon zu Anfang unseres Urlaubes stattfinden. Leider kam ihr aber etwas Privates dazwischen. So trafen wir uns auf der Terrasse des Cafes und berichteten ihr von unserem Urlaub. Hier ließ es sich schön sitzen und wir genossen Salat, Pasta und Hühnchen 🙂 Danach bummelten wir noch etwas durch den Laden und erstanden natürlich noch einige Kleinigkeiten 😗 Savanna lag nicht weit entfernt, so dass wir nur einen kurzen Weg zur Autoabgabe hatten. Wir mussten die Scheibe bezahlen, das war klar 😣 Ansonsten war nichts weiter zu bemängeln. Dann fuhr uns der Shuttle zum Flughafen, wo wir dank Premium Eco vorbei an der Schlange konnten um unsere Koffer abzugeben. Wir saßen draußen auf der Mauer im Schatten und beobachteten die Reisenden und knabberten Kekse und Erdnüsse. Dann mussten wir noch durch die Passkontrolle wo mein Ausweis stirnrunzelnd von einer Angestellten studiert wurde – Ralf war schon längst am Nachbarschalter durch. Wieso ich zwei Einreisestempel in meinem Pass hätte, wurde ich gefragt. Ich erklärte es ihr. Sie ließ sich meine Antwort bei ihrem Kollegen noch bestätigen, dann durfte ich auch durch – schnell weg 😐 Das Boarding begann pünktlich und als wir einstiegen, merkten wir erst, dass dies die kleinere Maschine war 🤨 Unsere Plätze waren auf einmal direkt an der Wand vorne, das wäre bei dem größeren Fluggerät nicht der Fall gewesen. Auf der anderen Fensterseite waren die ersten drei Reihen für die Crew abgetrennt. Auch suboptimal. Glück für uns, Ralf hatte auf der richtigen Seite reserviert.
Flug, Essen, Service alles soweit in Ordnung. Unser Steward hatte nicht seinen besten Tag und sorgte bei uns für Heiterkeit 🙂 Er nahms mit Humor. Superüberpünktlich landeten wir eine halbe Stunde zu früh in Frankfurt, dafür dauerte das Gepäck ewig. Die Bahn hatte auch eine kleine Überraschung für uns, der gebuchte Zug ging nur bis Nürnberg und endete dort 😠 – ursprünglich hätten wir bis Ingolstadt durchfahren können. Vielleicht hätten wir die Zugbuchung auch im Blick haben sollen. Nun ja, wir hatten in Nürnberg dann noch 45 Minuten Aufenthalt und stiegen dann in den Regio Express, welcher mehr als gut besucht war. Mit jeweils einer großen Reisetasche auch nicht so toll. Aber schlussendlich kamen wir wieder gut zu Hause an.
Ein toller Urlaub ist damit zu Ende und wir freuen uns dass so viele "mitgereist" sind 😘 Das Fazit kommt dann noch.
franzicke2'085 Beiträge · seit 201218. Juli 2023 · #114
Liebe Panthers, als Spät-Zugestiegene mag ich gar nicht glauben, dass die Tour mit euch schon fast zu Ende ist ... ich könnte wirklich ewig mit euch unterwegs sein. Eure Art zu reisen ist wirklich genau mein Ding - das ist ja auch nicht zum ersten Mal so 😎 und eure Landschaftsbilder sind wirklich zum "Drin-Versinken". Vielen Dank mal wieder zwischendurch und viele Grüße Ingrid
pantherThemenstarter1'296 Beiträge · seit 200718. Juli 2023 · #116
Noch ein kleines Fazit zu unserer Reise 🙂
Allgemein: Mit unserer nachgeholten Reise von 2020 haben wir wieder ein paar Punkte auf unserer „was-wir-noch-machen-wollen-Liste“ „abgehakt“. Ob den Flug zur Langen Wand, die Sandwich Harbour Tour oder die Weite und Einsamkeit des Damaralands. Wir haben die Reise sehr genossen und obwohl wir eigentlich 2024 in den asiatischen Raum reisen wollten, hat uns unsere diesjährige Reise dazu animiert quasi eine Fortsetzung für 2024 zu planen (und mittlerweile auch zu buchen) 😗 In Botswana gibt es noch den ein oder anderen weißen Fleck, der Khaudum will bereist werden und ein paar Ecken an denen es uns besonders gut gefallen hat bedürfen wieder mal eines Besuchs. Also eine kombinierte Namibia-Botswana Tour… haben wir ja schon lange nicht mehr gemacht 😛
Anreise/Abreise Frankfurt: Wir wollten dieses Jahr mal etwas umweltfreundlicher nach Frankfurt kommen und sind deshalb mit der Bahn gefahren. Durch die immer wieder aufkommenden Streiks war das Ganze aber eine kleine Zitterpartie 😐 Auch dass Züge einfach nicht so weit fahren wie sie eigentlich sollten und man darüber trotz Buchung nicht informiert wird, fanden wir mehr als suboptimal. Wir sind so schon keine großen Bahnfahrer, aber durch Streiks, Unpünktlichkeit und Fahrplanänderungen haben sie in uns leider keine neuen Kunden gewonnen. Schade liebe Bahn, aber so wird das nichts (mit uns) 😕 Für nächstes Jahr fliegen wir halt (unnötigerweise) wieder von München nach Frankfurt (in der Hoffnung dass nicht wieder irgendwer streikt) 😐
Flug: Wir sind mit Eurowings Discover, zukünftig heißen die wahrscheinlich nur noch Discover, in der Premium Eco geflogen. Flug, Preis, Service und Pünktlichkeit waren mehr als ok, so dass wir für nächstes Jahr wieder mit Eurowings Discover nach Windhoek fliegen werden. Der Preis ist gleichgeblieben 🙂 Im Buchungshandling ist aber noch Luft nach oben und wir hoffen dass die Schwierigkeiten mit reservierten Plätzen und ständig wechselndem Fluggerät auf ein Minimum, am Besten auf null, reduziert wird.
Camper: Wir waren im Grundsatz mit unserem Wagen sehr zufrieden und hatten keine technischen Schwierigkeiten. Wir hatten den Wagen bereits 2019 gebucht und angezahlt. Die Anzahlung wurde trotz mehrmaliger Stornierungen bis 2023 aufrechterhalten und auch der Preis wurde nur sehr moderat angepasst. Dafür Daumen hoch 🙂 Auftretende Probleme haben wir unterwegs bzw. bei Abgabe direkt mit Savanna geklärt.
Hier muss man einfach auch mal hervorheben wie unkompliziert kleine Reparaturen von Lodgemitarbeitern oder Angestellten an Tankstellen durchgeführt werden. Dafür lieben wir Afrika…es wird einem immer geholfen.
Camper Preisniveau: Da wir kein Dachzelt mögen, sondern lieber mit einem Bushcamper unterwegs sind, wird das Ganze mittlerweile doch zu einem kostspieligem Vergnügen 😵 Für unsere Reise 2024 hatten wir bei allen bekannten Bushcamper Vermietern ein Angebot angefragt. Die Preise dafür sind mittlerweile bei den Meisten in Regionen die für uns nicht mehr akzeptabel sind. Trotz des günstigen Wechselkurses. Bis zu über 200€/Tag werden im Mai, also nicht unbedingt Hochsaison, aufgerufen 🤩 Meist sind es jetzt Landcruiser und eine vernünftige Hilux/Ranger Alternative fehlt (aktuell) zumeist. Irgendwie sind wir natürlich trotzdem fündig geworden 😉
Unterkünfte/Aktivitäten: Auch bei den ein oder anderen Unterkünften/Aktivitäten hatten wir ja pandemiebedingt, und zusätzlich letztes Jahr noch kurzfristig, stornieren müssen. In den allermeisten Fällen wurde das sehr, sehr kulant gehandelt. Dafür vielen Dank. Die Unterkünfte/Aktivitäten haben uns durchweg gefallen und das Preis/Leistungsverhältnis war ok.
Allgemeines Preisniveau: Richtig günstig war Namibia ja noch nie. Das Preisniveau ist zwar steigend, empfinden wir aber noch als ok (aus Sicht des Urlaubers). Auch wenn gefühlt teure Luxusunterkünfte wie Pilze aus dem Boden schießen. Aber es gibt ja fast überall Alternativen.
Touristenaufkommen: Im Sossusvlei sind wir wirklich erschrocken wie viele Leute mittlerweile das Deadvlei besuchen. Der Parkplatz ist im Gegensatz zu früher riesig 🙄 Das ist wohl der Fluch des Bekannten zu dem sicherlich auch der ein oder andere „Influencer“ beiträgt der gliedmaßenverenkend durch die Natur springt oder diese als Beiwerk zur eigenen Selbstdarstellung nutzt.
Als sehr schade empfanden wir, dass die „Wildpferde“ mittlerweile zu Bettlern mutiert sind und jegliche Scheu vor Autos und deren Insassen verloren haben. Aber der Reflex „die armen Tiere brauchen ja was zu fressen“ scheint uns Menschen irgendwie angeboren zu sein. Wir versuchen ihn möglichst konsequent zu unterdrücken.
Wir haben so einige „Newbies“ getroffen die alle von Land und Leuten begeistert waren. Schön, das immer zu hören 🙂 Ansonsten empfanden wir das Touriaufkommen, wir gehören ja auch dazu 😗 , als relativ normal.
Land und Leute: Namibia ist für uns immer noch eines unserer Top-Reiseziele. Die Landschaft ist einmalig, die große und kleine Tierwelt reichlich (wenn man in der richtigen Gegend ist) und die Menschen können einen mit ihrer Fröhlichkeit und Hilfsbereitschaft begeistern. Wer ein bisschen „Erdung“ und Besinnung auf das Wesentliche sucht, ist hier genau richtig.
Das solls dann auch mit dieser Reise gewesen sein 🙁
Vielen Dank an alle stillen Mitleser dass ihr dabei wart, den „Danke-Button“-Drücker für die kleine Fingerübung und natürlich für all eure Kommentare, persönlichen Anfragen und die Gespräche über unsere Reise auf dem Treffen der Afrikaverrückten in Büsnau. Das motiviert uns immer sehr auch über unsere nächste Reise zu berichten.
Bis zum nächsten mal Liebe Grüße von den Panthers Ralf + Martina
Dandelion547 Beiträge · seit 201718. Juli 2023 · #118
Hallo liebe Panthers,
auch gehöre zu denjenigen, die noch seeeehr lange mit euch hätten weiterreisen können. Die morgentliche Lektüre eures nächsten Reisekapitals während meiner Kaffeepause wird mir fehlen. So ein klitzekleines "Wegträumen ins Sehnsuchtsland" am Morgen hat schon was 😉 Zum Glück ist ja nach der Reise auch bei euch immer ein vor der Reise und es wundert mich nicht wirklich, dass sich Namibia/ Botswana gegen Asien für das Jahr 2024 durchgesetzt hat. Ist halt dieses verflixte Afrikavirus 😗
Liebe Grüße Kordula 🙂
fiedlix548 Beiträge · seit 201618. Juli 2023 · #119
Hallo liebe Panthers,
was für eine schöne Reise! Trotz Wolken, Wellblechpisten, verzichtbar Neues... hat es mir sehr gut gefallen bei euch mitzureisen. Diese Augenblicke der Entschleunigung, dieses Durchatmen beim Anblick der Landschaften mit dem dazugehörigen Glücksgefühlen befeuern die Sehnsucht immer wieder aufs Neue. Von daher kann ich den Entschluß statt nach Asien, ein weiteres Mal Afrika zu bereisen, nur allzu gut nachvollziehen 🙂 Ein dickes Dankeschön für den schönen Reisebericht !
Schönen Urlaub und liebe Grüße Elke
Menschen, mit denen man lachen und weinen kann, sind die Menschen, die das Leben ausmachen.
Daxiang5'049 Beiträge · seit 201418. Juli 2023 · #120