die campsite Nr 3 des Mubala Camps hatten wir 2019 auch, mit Freunden zusammen. 🙂 Wir sind allerdings nicht mit dem Camper , sondern per Boot in Richtung Karminspinte gefahren. Es war faszinierend. Auch auf dem Gelände des Camps gab es zahlreiche Vögel zu beobachten. So große Teleobjektive haben wir nicht 😉 - aber wir waren mit unserer Ausbeute auch zufrieden gewesen.
Wir haben das auch dieses Jahr wieder vor, haben diesmal ein Safarizelt gebucht. 😁
Die Vorfreude steigt!
LG Doro
~ Africa is a feeling ~
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200615. Apr. 2023 · #123
@Kathrin und Gabi: Vielen Dank für euer Lob. Es freut uns sehr, dass euch die Fotos gefallen.
@Doro: Wir können eure Vorfreude sehr gut nachvollziehen. Der Ost-Caprivi gefällt uns auch immer wieder sehr gut.
Heute stand die Rückfahrt aus dem Caprivi nach Grootfontein auf dem Programm. Wir standen um fünf Uhr auf, noch bevor die Sonne aufgegangen war und machten uns fertig. Während das Wasser kochte, stellte Uwe noch zwei Flaschen Savanna zu den Nachbarn mit einem Zettel, um uns für die Zwiebeln zu bedanken, die gestern unseren Wurstsalat gerettet hatten. Auch Martin, Katrin, Sara und Lukas waren früh auf den Beinen und klappten ihre Zelte ein. Nachdem wir unseren Kaffee und Tee geschlürft hatten, brachen wir mit einem letzten Blick auf den Fluss genau um sechs Uhr auf.
Das GPS zeigte exakt 800 Kilometer Fahrstrecke an. Zunächst ging es zurück zur B8, wo wir den ersten von mehreren Kontrollpunkten erreichten, an dem wir zur Verhinderung der Verbreitung von Maul- und Klauenseuche aussteigen und mit den Schuhen über eine feuchte Matte laufen mussten.
Mit derselben Desinfektionslösung wurden unsere Reifen eingesprüht. In Katima Mulilo gerieten wir in den morgendlichen Berufsverkehr. Viele Schüler in unterschiedlichen Uniformen liefen zur Schule.
Wir krochen durch die Stadt und freuten uns, als wir sie hinter uns lassen konnten. Ab sofort fuhren wir nur noch geradeaus nach Westen. Ab und zu mussten wir wegen Ziegen oder Kühen bremsen, aber insgesamt kamen wir gut vorwärts. Den ersten Stopp legten wir in Divundu zum Tanken ein. Katrin kaufte noch ein wenig Proviant im Tankstellenshop. Schon 100 Kilometer vor Divundu hatte es angefangen zu tröpfeln, dann zu regnen – für uns nach wie vor ein seltenes Erlebnis. Als es ein wenig aufklarte, hielten wir an einem Picknickplatz und frühstückten. Es gab Brie, Marmeladenbrot und Schwarzbrot mit Leberwurst und Zwiebel.
Ein paar Kilometer weiter stoppten wir erneut. Das Problem mit dem Wasser in Ruths Fußraum war wieder stärker geworden. Zusätzlich hatten wir das Gefühl, dass es dort auch sehr warm wurde. Aber ein Fühl-Vergleich mit dem anderen Landcruiser zeigte keinen großen Unterschied. Hinter Rundu kam uns ein weiterer Landcruiser-Camper von Savanna entgegen, in dem unsere Forumsbekannten Margitta und Ernst saßen. Auf die Schnelle erkannten sie uns aber nicht. Da wir ihre Telefonnummer hatten, riefen wir sie an, drehten und hielten am Straßenrand. Das kurze Treffen war sehr nett, und wir tauschten aktuelle Erlebnisse und Infos aus. Beim Mururani-Veterinärposten wurde unser Kühlschrank gleich zweimal kontrolliert. Beim ersten anschließenden Rastplatz vertraten wir uns nochmal die Beine und aßen Schokolade.
Zum Glück fehlten nur noch 100 Kilometer bis zum Ziel. Als wir gegen 16:00 Uhr beim Maori-Camp eintrafen, waren wir auch ziemlich geschafft. Aber Peters lustige Begrüßung machte uns wieder munter. Uwe wollte es nicht für möglich halten, wie groß der kleine Hund Lola innerhalb der letzten drei Monate geworden war. Er hatte das Tier für einen neuen, anderen Hund gehalten. Peter flachste bereits mit Katrin und Sara, als wir die Autos auf ihre Stellplätze fuhren.
Dann gingen wir duschen und verabredeten uns mit unserer Freundin Meike in der Stadt. Sie war heute von Swakopmund nach Grootfontein gekommen. So konnten wir einen gemeinsamen Abend verbringen. Ein wenig spazierten wir noch durch den schön blühenden Garten auf Maori. Die Frangipani leuchteten in allen Farben.
In einer Akazie hingen mehrere kugelförmige, kunstvoll aus Halmen geflochtene Nester. Während einige Behausungen schon fast fertig waren,
bemühte sich ein paar Äste weiter der Maskenweber-Mann noch, einen geeigneten Anknüpfungspunkt zu finden.
Gegen halb sechs fuhren wir zur Pension von Hermann in der Stadt. Er ist ein guter Freund von Meike und unter anderem ein sehr guter Koch. Auch in seinem Garten blühten die Frangipani um die Wette, und sein Haus lag inmitten einer kleinen grünen Oase.
Meike war mit ihrem Besuch Detlef aus Deutschland heute von Swakopmund gekommen, um mit uns zu Abend zu essen. Wir freuten uns sehr, unsere Freundin wieder zu sehen. Vor dem Abendessen spazierten wir fünf aber noch ein Stück durch das abendliche Grootfontein und besuchten ein paar von Hermanns Bekannten.
Später koche er für uns ein fantastisches Abendessen. Die Vorspeise war ein Stück selbstgebackenes Farmbrot mit Wildschinken und eingelegten Birnen, Sahne und Dill. Hauptspeise war Oryx-Minutensteak in Streifen mit Sahnesoße und Reis mit Avocado-Tomaten-Salat. Anschließend servierte Hermann Mousse au Chocolat auf Keks. Alles war superlecker. Dazu erfuhren wir sehr viel Persönliches. Hermann war Fieldguide in Kenia und Tansania gewesen und hatte in Namibia Wolwedans mit aufgebaut. Er schien einen unendlichen Erfahrungsschatz zu haben und berichtete mitreißend, ohne überheblich zu sein. Es war ein wunderschöner Abend mit interessanten Gesprächen und tollem Essen. Erst gegen halb zwölf fuhren wir zurück zum Camp. Inzwischen hatte es wieder angefangen zu regnen, und in der Ferne zuckten Blitze über den Nachthimmel. Ruth öffnete das Tor, und Uwe parkte den Wagen ein. Wir beeilten uns, das Zelt aufzuklappen und huschten noch schnell zum Zähneputzen. Im Zelt war es sehr gemütlich, als der Regen auf das Dach prasselte.
Gromi1'415 Beiträge · seit 201415. Apr. 2023 · #125
Liebe Ruth, lieber Uwe. ich verfolge mit grossem Interesse und Vergnügen den Verlauf eurer zweiten Dosis 😁 Habe gleich mal mein Tagebuch konsultiert 😎 , betreffs unseres "zufälligen" Treffens. Wir kamen von Maori mit all den schönen Erlebnissen auf dem Platz. ich resümierte dort mit Peter über unsere Gemeinsamkeiten in unserem früheren Leben 😗 😁 Die Hundchen waren allerliebst. Nur Esel Anton hat genervt 😮 es war saukalt und wir durften unser Z'nacht in seiner "Event-Bauruine " einnehmen. Mit schönen Erinnerungen grüsst die Margitta
Grüessli von der Gromi
Reisebericht 2015: ZA, BW, NA, ZA
Reisebericht 2018: NA, BW, NA
picco6'369 Beiträge · seit 201116. Apr. 2023 · #126
Hoi zämä
Schönes Bild von zwei offenbar glücklichen Menschen! Toll! 🙂
Eulenmuckel schrieb:
Und natürlich noch mein kleines 'Danke' für zwischendurch!
Topobär5'479 Beiträge · seit 200924. Mai 2023 · #127
Moin,
jetzt bin ich endlich dazu gekommen, Euren Reisebericht zu lesen. Wie immer hat mich Euer Bericht restlos begeistert. Diesmal vielleicht sogar noch mehr als sonst. Zum einen ward Ihr diesmal in einer Jahreszeit unterwegs, die klimatisch schon eher dem entspricht, wie wir das südliche Afrika kennen. Zum anderen wird die von Euch beschriebene Strecke das Herzstück unserer anstehenden Botswana-Reise, so dass die Vorfreude durch Euren Reisebericht noch einmal auf einen neuen Level gehoben wurde.
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200620. Juni 2023 · #128
Ihr Lieben,
vielen Dank für eure Kommentare und vor allem für eure Geduld. Nun wird es langsam Zeit für uns, diesen Reisebericht zu beenden. Morgen Abend fliegen wir wieder nach Namibia, und noch haben wir auch nichts gepackt. Aber die wichtigen Dinge kommen zuerst: den Garten in Ordnung bringen und angefangene Reiseberichte zu Ende schreiben. 😉 Also: Hier kommen die letzten Kapitel.
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200621. Juni 2023 · #129
Tag 14 – Freitag, 22. Oktober – Der späte Kreis schließt sich und fängt den Vogel.
Camp Maori, Grootfontein – Casa Piccolo, Windhoek
In unserer letzten Nacht im Dachzelt schliefen wir zwar sehr spät, aber trotz des Regens gut ein. Und vor allem durften wir zum ersten Mal ausschlafen. Kein früher Termin holte uns aus dem Bett. So war die Sonne schon lange aufgegangen, als wir aufstanden. Der Himmel war strahlend blau, als sei nichts gewesen. Unsere nassen Stühle zeugten jedoch noch vom gestrigen Gewitter. Wir ließen es sehr langsam angehen. Die Schlafsäcke holten wir schon aus dem Zelt, bevor wir es zusammenklappten. In der Sonne frühstückten wir Müsli. Den letzten Apfel und die Möhren gaben wir dem Esel Anton und seinen Kollegen. Peter lockte Sara und Lukas in seinen Turm, um ihnen ein paar Souvenirs zu verkaufen. Lukas hätte auch gerne einen Speer mitgenommen, aber seine Eltern redeten ihm dies aus. Ruth schaute wie immer zwischendurch nach Vögeln und dokumentierte auch heute den Nestbau der Maskenweber. Unermüdlich wurden Äste miteinander verknüpft, Halm nach Halm sorgfältig gewickelt und die kugeligen Behausungen weiter ausgebaut. Die männlichen Vögel waren sehr beschäftigt und wurden von den Weibchen genauestens beobachtet. Schließlich musste im neuen Heim auch alles genehm sein und passen.
Nach den Vögeln waren die Frangipani an der Reihe.
Bis plötzlich ein Schrei ertönte: „Uwe, Uwe kommt schnell! Und bring die große Kamera mit.“ Was konnte das wohl sein? Ruth hatte den Paradise-Flycatcher entdeckt. Hier bei Maori hatten wir nicht mit ihm gerechnet. Umso größer war die Aufregung. Wie bereits am Chobe versteckte sich der unruhige Vogel meist hinter Blättern. Außerdem drehte er uns recht unkooperativ den Rücken zu.
Ruth pirschte sich an und lief ihm über das Farmgelände hinterher. Als er über einen Zaun flog, lief sie Gefahr, ihn zu verlieren. Schnell wurde Uwe angewiesen, sich nicht von der Stelle zu rühren und den Vogel nicht aus den Augen zu lassen, während sie im Schweinsgalopp außen herum rennen wollte. So war zumindest der Plan. In der Hektik, die Chance zu verpassen stolperte Ruth-guck-in-die-Luft und fiel auf Knie und Hände. Das linke Hosenbein riss auf, und sie schürfte sich ein wenig das Bein und die Handflächen auf. Tapfer wurde die Kamera in die Höhe gereckt. Sie war lediglich ein wenig angeschrammt, denn Ruth hatte sie heldenhaft unter vollem Körpereinsatz gerettet. Zum Jammern war ebenfalls keine Zeit (zumindest noch nicht). Der Flycatcher, der Flycatcher! Ob er wohl noch da war? Unter dem irritierten Blick einiger Angestellter, die den Platz säuberten, rappelte Ruth sich wieder auf und rannte weiter. Völlig im Tunnel erreichte sie ihr Ziel auf der anderen Seite des Zauns. Juhuuu! Schon bald hatte sie ihren Wunschvogel wieder entdeckt. Und ihr Einsatz wurde belohnt. Ein paar Fotos konnte sie machen, bevor das Shooting dann auch endgültig vorbei war. Die Diva flatterte auf Nimmerwiedersehen davon..
Uwe kümmerte sich dann heute an unserem letzten Tag doch endlich mal um das Wasser, das uns während der Fahrt immer wieder über die Füße lief. Die Reparatur dauerte keine fünf Minuten. Hinter dem Handschuhfach hatten sich zwei ineinander gesteckte Plastikrohre voneinander gelöst. Nachdem sie wieder ordentlich verbunden waren, war auch das Problem gelöst. Das hätte Mann vielleicht auch ein wenig früher erledigen können.
Als wir bereits alles zusammengepackt hatten, setzten wir uns noch ein wenig mit Peter und Conni zusammen und erzählten. Da kam ein Wagen angefahren, und Meike und Detlef stiegen aus. Wo wir doch so nah beieinander waren, wollte sie uns nochmal kurz besuchen. Wir freuten uns sehr und liefen noch ein bisschen gemeinsam über das Gelände und unterhielten uns. Martin und Katrin waren so nett, so lange auf uns zu warten. Sara und Lukas saßen bereits abfahrbereit im Auto und beschäftigten sich mit ihren Handys. Die Jugend … Noch schnell zwei letzte Fotos. Die Eulenmuckels wieder … Bis wir uns erneut von Meike verabschiedet, Grüße mitgegeben und bei Peter unsere Rechnung bezahlt hatten, war es bereits kurz vor Mittag. Nun war es auch wirklich Zeit aufzubrechen. In Grootfontein tankten wir ein letztes Mal und fuhren dann über Otavi nach Otjiwarongo. Bei Wimpy hielten wir und kauften Burger und Pommes. Um unsere Wagen nicht unbeaufsichtigt auf dem Parkplatz stehen zu lassen, wollten wir eigentlich in den Autos essen. Aber sobald wir saßen, kamen ständig Leute ans Auto, um uns etwas zu verkaufen. Daher verließen wir die Stadt und aßen an einem Picknickplatz. Die Sonne brannte bereits wieder heiß. Die letzten 250 Kilometer fuhren wir ohne weitere Pause nach Windhoek. Bei schönstem Nachmittagslicht erreichten wir die Stadt und kamen zum Casa Piccolo. Dort standen noch ein paar saubere Autos, die mit neuen Gästen bald auf Tour gehen werden. Bei diesem Anblick sind wir immer ein bisschen neidisch. Wir räumten alle Fächer im Auto und im Aufbau leer und brachten die Sachen ins Zimmer, wo es schnell ziemlich wüst aussah. Claudia war ebenfalls da, und wir begrüßten uns herzlich. Dann fingen wir an, ein wenig Ordnung ins Chaos zu bringen und sortierten alle Sachen. Schnell wurde es auch schon Zeit zu duschen, da wir kurz nach halb sieben zu Joe’s Beerhouse abgeholt wurden. Am Freitagabend war es dort auch recht voll. Nachdem wir unsere Getränke bekommen hatten, stand Martin auf und überraschte uns mit einer kleinen Rede. Er bedankte sich im Namen seiner Familie herzlich für den schönen Urlaub, der allen sehr gut gefallen hatte. Nachdem sie vor zwei Jahren in Namibia gewesen waren, hatte er befürchtet, dass diese Reise zu ähnlich werden und wenig Neues bieten könnte. Zum Glück war er schnell vom Gegenteil überzeugt worden. Das wilde Campen in den Nationalparks in Botswana mit herumschleichenden Hyänen – in seiner Darstellung waren sie schulterhoch – und Löwengebrüll aus der Dunkelheit hatte ihnen viel Spaß gemacht und war ein Abenteuer gewesen. Von den vielen besonderen Tiersichtungen, allen voran von den Löwen und von dem Leopard, waren sie ebenfalls beeindruckt. Wir waren ganz gerührt von Martins Begeisterung und freuten uns sehr, dass es den vieren so gut gefallen hatte.
Nach der Hauptspeise verputzten Sara und Lukas gemeinsam noch vier (!) Nachtische, und danach waren wir auch ziemlich müde. Der Shuttle-Service brachte uns zurück in die Pension. Dort packten wir unsere Ausrüstungskiste fast fertig und begannen auch schon, die beiden Reisetaschen zu füllen. Mit einem guten Gefühl gingen wir ins Bett, nachdem wir noch für unseren Flug morgen eingecheckt und auch die Bahntickets heruntergeladen hatten.
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200621. Juni 2023 · #130
Tag 15 – Samstag, 23. Oktober – Abschied
Bereits vor dem Weckerklingeln waren wir wach und streckten uns zwischen den weichen Laken auf einer dicken Matratze. Die Aussicht auf die kommende Nacht im Flugzeug ließ uns noch einen Moment länger liegen bleiben. Nach dem Duschen brachte Uwe ein paar Sachen zum Auto, wir packten weiter und trafen uns um 8:00 Uhr mit Martin und Katrin zum Frühstück. Traditionell gab es Rührei mit Speck. Im Casa Piccolo war heute etwas mehr Betrieb. Drei saubere Wagen von Bushlore standen auf dem Hof, und Stephan (im Forum „Reif fuer die Insel“) sprach uns an. Sie starteten mit ein paar Freunden zu einer Namibia-Tour, und wir unterhielten uns ein wenig. Nach dem Frühstück packten wir weiter unsere Taschen, und Martin half Uwe, die wieder mal randvolle und auch schwere Ausrüstungskiste zum Auto zu tragen. Dann fuhren wir gemeinsam zum Craft Center in die Stadt. Bereits auf dem Parkplatz war zu erkennen, dass nicht viel los war. Problemlos konnten wir die Autos nebeneinander stellen. Im Craft Center schlenderten wir an den bekannten Souvenirs vorbei und hielten uns sehr zurück. Nur ganz wenige Kleinigkeiten wechselten den Besitzer. Leider war das schöne Café auf dem Balkon geschlossen. Es sah auch nicht so aus, als sei dies nur vorübergehend. Wir hätten gerne Quiche und Applecrumble gegessen. Bei einem Schnitzer erstanden wir die obligatorische Makalaninuss und fuhren gegen Mittag nochmal zur Mall am Superspar und holten uns dort Pizzen, die wir dann gemütlich im Hof des Casa Piccolo verspeisten. Bei Claudia ließen wir die übrig gebliebenen Lebensmittel für ihre Angestellten und verabschiedeten uns. Zuvor tauschten wir widerwillig die kurzen gegen lange Hosen und Crocs gegen feste Schuhe. So fuhren wir die letzten Meter zur Autovermietung. Während unser Shuttle-Service bereits wartete, übergaben wir die Landcruiser an den Mitarbeiter von Savanna. Die kurze Liste der Problemchen war schnell besprochen, und auch die reparierten Reifen von Martins Auto waren kein Thema. So gab es für uns nichts weiter zu tun, als in den Kleinbus zu klettern und uns zum Flughafen bringen zu lassen. Dort gehörten wir zu den ersten, die für den Eurowings-Flug nach Frankfurt eincheckten. Abgesehen davon, dass wir dieses Mal keinen negativen PCR-Test oder eine Einreisemeldung für Deutschland brauchten, hatten wir alle Dokumente parat und waren schnell durch alle Kontrollen. Beim Check-In mussten wir unser Impfzertifikat vorzeigen. Nun hatten wir noch drei Stunden und lungerten auf den ungemütlichen Metallsitzen herum. Uwe warf schon einen ersten Blick in die Fotoausbeute und freute sich über die schönen Ergebnisse.
Eine halbe Stunde vor dem Boarding wurde eine zusätzliche Sicherheitskontrolle durchgeführt. Das hatten wir bereits im Juli erlebt, aber heute waren dreimal so viele Leute zu überprüfen. Unter großem Gemaule mussten sich alle nach Geschlecht getrennt anstellen, und das Handgepäck bzw. die Tascheninhalte wurden stichprobenartig kontrolliert. Anschließend ging es unmittelbar zum Boarding zu Fuß über das Rollfeld. Ein letzter Blick in die namibische Savanne – und wir betraten den Airbus. Getrennt von unseren Freunden saßen wir rechts am Fenster und richteten uns ein.
Nach dem Abheben gab es Abendessen, Hackbällchen für Uwe und Nudeln für Ruth. Während des Fluges versuchten wir zu schlafen, was uns aber eher schlecht gelang. Zwischendurch arbeitete Uwe bereits an der Fotoauswahl und pickte einzelne Bilder aus den Mengen, die wir wieder gemacht hatten.
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200621. Juni 2023 · #131
Tag 16 – Sonntag, 24. Oktober – Ende
Nach der pünktlichen Landung waren wir froh, als wir einige Minuten durch die Gänge des Frankfurter Flughafens laufen durften. Bei der Passkontrolle gab es eine Schlange, weil auch die Passagiere von zwei weiteren Maschinen durch dieses Nadelöhr mussten. Dafür erschienen unsere Taschen auf dem Band, sobald wir dort mit dem Gepäckwagen ankamen. Während Ruth zur Toilette ging, schaute Uwe nach Zügen und fand heraus, dass der nächste ICE bereits in 10 Minuten abfuhr. So verabschiedeten wir uns superschnell von Katrin, Martin, Sara und Lukas und eilten zum Fernbahnhof. Als wir auf dem Gleis ankamen, fuhr bereits der Zug ein. Besser hätte es nicht passen können. Gegen 6:50 Uhr kamen wir in Siegburg an, und Uwes Mutter wartete bereits auf uns und nahm uns zu einem leckeren Frühstück mit nach Hause.
Diese Reise ist nun zu Ende. Auch wenn es nur zwei Wochen waren, fühlten sie sich für uns wie ein ganzer Monat (und jetzt beim Schreiben gleich wie ein Dreivierteljahr! ;)) an. Im Gegensatz zum Juli sind die Tage länger. Da wir jeden Tag zum Sonnenaufgang unterwegs und nach der Nachmittagsfahrt oft erst zur Dämmerung zurück im Camp waren, passten jede Menge Erlebnisse in diese Stunden. Wir hatten bewusst viel Programm in diese Reise gepackt, denn wir hatten mal wieder Angst, etwas zu verpassen. Besonders die letzten Tage waren sehr intensiv. Trotz der Anstrengung haben wir jede Sekunde genossen und waren überwältigt von den tollen Sichtungen und Erlebnissen. Mit Katrin und ihrer Familie hatten wir hervorragende Reisepartner, die sich ebenfalls nichts entgehen lassen wollten, tapfer jeden Morgen mit uns aufgestanden sind und alle Gamedrives mitgemacht haben. Belohnt wurden wir alle mit vielen Löwen, hunderten Büffeln, Elefanten, Flusspferden, Wildhunden, Nashörnern, Hyänen, Zebras, Giraffen und als i-Tüpfelchen mit einem Leoparden. Ruth konnte nach einer spannenden Dramaturgie endlich ein Foto von einem Paradise Flycatcher machen. Es war eine rundum gelungene Reise, alle Teilnehmer waren begeistert – welches Fazit könnte besser sein? Offensichtlich hat es unseren Reisepartnern tatsächlich gefallen. Katrin und Martin werden uns im kommenden Oktober erneut nach Botswana begleiten. Wie schön! Wir freuen uns schon sehr.
Gabi-Muc2'191 Beiträge · seit 201621. Juni 2023 · #132
Hallo Uwe,
herzlichen Dank für Deinen Reisebericht. Ich bin gerne mitgereist und nach fast 6 Monaten steige ich doch aus Eurem Auto aus. Wäre die Reise doch wirklich so lang gewesen.
Schön, dass es für Euch im Oktober wieder nach Namibia/Botswana geht. Vermutlich werdet Ihr in den Sommerferien auch dort sein.
LG
Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
H.Badger1'822 Beiträge · seit 201621. Juni 2023 · #133
Liebe Ruth, lieber Uwe, was lange währt... 😉 Vielen Dank für den gewohnt schönen Bericht in Wort und Bild! Es war eine Freude mit euch durch Botswana und ein wenig durch den Caprivi zu touren. Der wunderbare Paradise Flycatcher am Schluss rundet die Sache standesgemäß ab - was sind da schon ein paar aufgekratzte Hände... 😛 Jetzt wünsche ich euch an dieser Stelle, falls wir uns vorher nicht mehr hören oder sehen, für den Sommer eine ganz tolle Zeit mit ähnlich schönen Erlebnissen und hoffe, dass im Vorfeld alles zu eurer Zufriedenheit geklappt hat. Ganz liebe Grüße auf die andere Rheinseite! Sascha
Champagner8'667 Beiträge · seit 201021. Juni 2023 · #134
Guten Morgen Ihr Zwei,
da hab ich ja meinen Augen kaum getraut heute früh, als euer Bericht wieder auf der ersten Seite unter "Aktuell" zu finden war 🤩 . Und siehe da, er ist fertig 😄 , wer hätte das gedacht. Ich bewundere ja eure Nerven, dies noch vor der heutigen Abreise zu schaffen 🙄 !
Glückwunsch zum PFC, auch wenn ja leider auf dem zweiten Foto der Schwanz abgeschnitten ist - geht gar nicht 😗 ! Nein, mal ernsthaft: tolle Fotos, Neid - mir fehlt der ja noch völlig, was aber nicht verwunderlich ist. Und sorry Ruth, aber ich musste wirklich laut lachen, ich kann mir so gut vorstellen, wie du durch die Gegend pirscht und dich dabei auch mal unfreiwillig hinlegst 😄 😣 .
Mit dem geschlossenen Craft Café habt Ihr mich jetzt ein wenig verwirrt zum Schluss - das hat schon wieder geöffnet inzwischen, oder? Eure "zeitversetzten" Berichte irritieren da ein bisschen 🙄 .
Und jetzt wünsche ich euch eine gute Reise und dann eine tolle Zeit vor Ort!
picco6'369 Beiträge · seit 201121. Juni 2023 · #135
Hoi Ruth und Uwe
Doch noch fertig, ich hab schon kaum mehr daran geglaubt! 😉 😛 Sehr schöner Bericht, und da Ihr jetzt ja wisst wie Leoparden aussehen werdet Ihr sicherlich auch auf den nächsten Reisen Leos sehen, ich glaub an Euch! 🤩 Dann bleibt mir nur noch Euch eine wunderprächtige Reise zu wünschen, geniesst es!!!
Daxiang5'048 Beiträge · seit 201421. Juni 2023 · #136
Hallo liebe Muckels,
es hat wieder sehr viel Spaß gemacht mit euch unterwegs zu sein! Kein Wunder, dass der Bericht über 6 Monate gedauert hat – bei euren ganzen Sichtungen wäre es wohl sonst zu einer Reizüberflutung gekommen! Eure Fotoausbeute war wieder genial – aber das ist man ja von euch auch nicht anders gewohnt.
Ich wünsche euch einen guten Flug und eine tolle Zeit in Namibia mit wundervollen Erlebnissen und Fotomotiven! Melde mich jetzt schon für den nächsten Bericht an.
TinuHH898 Beiträge · seit 201621. Juni 2023 · #137
Liebe Ruth, lieber Uwe, auch von mir ein dickes Dankeschön für den tollen Bericht! Pünktlich sorgt er für einen enormen Vorfreude-Schub für unsere Reise im September. Und jetzt guten Flug und wieder tolle Erlebnisse in Namibia!
panther1'292 Beiträge · seit 200721. Juni 2023 · #138
Liebe Ruth und Uwe,
danke für euren Reisebericht. Er hat uns doch auf die ein oder andere "dumme" Idee bzgl. unserer nächsten Reise gebracht 😗 Wir wünschen euch viel Spaß und schöne Erlebnisse auf eurer Reise. @Bele, das Cafe hat wieder auf 😉
besten Dank für den schön bebilderten Bericht. Auch wenn ich mich "unterwegs" nicht zu Wort gemeldet habe, so war ich doch - wenn auch oft um Wochen verspätet - bei Euch mit an Bord. Danke für die viele Mühe, die Ihr Euch macht und bis auf ein ander mal,
fotomatte2'511 Beiträge · seit 200921. Juni 2023 · #140
Liebe Ruth, lieber Uwe,
einen besseren Abschluß kann es nicht geben als mit einem prächtigen Männchen vom PFC im Brutkleid, Gratulation. Was bleibt zu sagen: allzeit gute Pad, mögen sich eure Wünsche und Erwartungen erfüllen.
Happy travelling, Matthias
Ach ja, vielen Dank noch für den schönen Bericht aus eurer Feder.