casimodoThemenstarter4'528 Beiträge · seit 200707. Jan. 2023 · #201
01.10.2022 Sentrim Amboseli – Abschied von Joseph und Flug in die Masai Mara
Wie schnell sind die 8 Tage mit Joseph vergangen und was haben wir alles erleben dürfen! So richtig werde ich das erst wieder einmal beim Schreiben dieses Berichtes realisieren. Wir treffen uns mit Joseph am Frühstücksbuffet und verlassen dann die Lodge.
Noch einmal Rumpelpiste (die werden wir nicht vermissen) und dann geht es zu einem letzten Gamedrive in den Amboseli.
Der Airstrip liegt mitten im Park und so endet der Gamedrive später dort. Ein letztes Mal zeigt sich uns heute der majestätische Kilimandscharo.
Tja, auch solche Sichtungen hat man im Amboseli !
An einem verendeten Zebra versucht ein Schakal die Geier von seiner Mahlzeit zu vertreiben.
Ein gruseliges Schauspiel.
Dann erreichen wir eine gigantische Ansammlung von Autos, die minütlich mehr werden.
Grund dafür sind 4 im Gras liegende Geparden.
Wir schauen uns das Schauspiel kurz an und fahren dann weiter. Da ist er wieder, der Amboseli und seine Gegensätze! Stark gezoomt fotografieren zwei badende Hyänen.
Ein letztes Mal geht es an den Ruinen der verfallenden Lodges vorbei.
Weaver bei seinem Tageswerk. Taveta Golden Weaver Danke Elvira
Den letzten Teil des Drives verbringen wir in Sichtweite zum Airport Terminal. In uns kommt Wehmut auf.
Etwas übereifrig fotografieren wir die Flamingos,
Pelikane
und all die anderen Tiere.
Dieses Wasservogelparadies würden wir auf jeden Fall gerne noch einmal besuchen.
Eine viertel Stunde vor dem geplanten Abflug erreichen wir die Piste. Hier steht man einfach auf dem Parkplatz und wartet auf seinen Flieger. Nix mit Einchecken, Security oder anderen Formalien. Wir warten und warten und scannen den Himmel ab. Kein Flugzeugmotor ist zu hören! Etwas Nervosität kommt auf. Also bei uns, nicht bei Joseph. Ca eine dreiviertel Stunde nach dem geplanten Abflug kommt dann tatsächlich ein Flugzeug und landet in einer großen Schleife. Der Abschied von Joseph ist emotional.
Der Pilot fragt nach unseren Namen und wirft einen gelangweilten Blick auf unsere Tickets.
Die Taschen werfen wir in den Behälter unter dem Rumpf und steigen ein. Leider sitzen wir getrennt, denn es sind genau zwei Plätze frei.
Wir winken Joseph ein letztes Mal und wünschen uns ein Wiedersehen mit ihm. Der Flieger startet zackig und dreht in einer großen Schleife auf unsere Flugroute ein.
Ich sitze direkt hinter den Piloten und beobachte die Instrumente.
Der Pilot ruft die Namen derer nach hinten, die hier aussteigen. Peter, Anne. Jane und so weiter. Wir sind nicht dabei.
Kerstin wird ein wenig blass um die Nase, denn die Fliegerei mit den kleinen Maschinen ist nicht so ihr Ding. Meines schon eher. Wir sitzen nun nebeneinander. Sofort geht es wieder in die Luft. Der Pilot steigt nur ein wenig und im Tiefflug fliegen wir über einen meandernden Fluss.
Das ist mal cool! Keine 5 Minuten später landen wir schon wieder. Es rumpelt wieder ordentlich und wieder sind wir nicht bei den Aussteigenden. Mit zwei netten englischen Honeymoonern bleiben wir übrig und starten zu einer ähnlichen Etappe wie vorher.
Dann erreichen wir Olkiombo und verabschieden uns vom Piloten.
Ein Masai empfängt uns.
Joseph ist sein Name und er ist in den kommenden sechs Tagen unser Ranger.
Noch schnell auf Toilette gehen und dann geht es los. Hier auf dem kleinen Airstrip ist einiges los. Drei Flieger stehen hier und unzählige Gamedriveautos.
Gespannt nehmen wir im geräumigen Landcruiser Platz. Die ersten Tiersichtungen sind die stets fotogenen Zebras.
Dann bitten wir Joseph an total schönen und rot blühenden Blumen anzuhalten.
Wasserbock
Büffel
Eland
Und ein Wooly-necked Stork.
Die weite, offene Landschaft ist für uns ungewohnt, aber genau deswegen sind wir ja hier!
Joseph freut sich darüber, dass wir nicht nur hinter Katzen her sind, sondern auch gerne für Vögel halten. African Fish Eagle
und über diese Yellow-throated Longclaw freuen wir uns sehr!
Impalas
Dann erreichen wir das Malaika Camp. Bei so vielen Vorschusslorbeeren kann man ja eher mal enttäuscht sein. Sind wir aber Gott sei Dank nicht! Wir werden herzlich von drei Masai begrüßt und gehen zum Aufenthaltszelt. Ohne großen Schnickschnack aber es gefällt uns gut. Das gilt auch für unser Zelt. Es ist sogar schöner. Als wir es erwartet hatten. Ebenfalls ohne viel Schnickschnack, aber geschmackvoll und gemütlich eingerichtet. Es hat wie alle anderen Buschblick. Dann geht es zum Lunch am Talek River. Auch hier ist es nicht schlecht.
Der Blick nach links und rechts den Fluss hinunter ist schon herrlich.
Das Essen ist gute Hausmannskost. Wir sind momentan zusammen mit einer jungen Amerikanerin die einzigen Gäste. Die Lady ist länger und zum wiederholten Mal hier und ist nicht so unser Fall. Und so genießen wir die von uns so geliebte Ruhe und den Moment. Während der Mahlzeit kommt ein heftiger Wolkenbruch auf uns herunter. Das ist mal eindrucksvoll!
Während einer Regenpause gehen wir zurück ins Zelt und legen uns noch einen Moment lang hin. Zu diesem Zeitpunkt wissen wir noch nicht, dass wir auf dem folgenden Gamedrive zwei unglaubliche Sichtungserlebnisse haben werden. Wirklich unglaubliche !
Tinochika1'651 Beiträge · seit 201407. Jan. 2023 · #206
Casimodo schrieb:
Kerstin wird ein wenig blass um die Nase, denn die Fliegerei mit den kleinen Maschinen ist nicht so ihr Ding.
Wir sind schon einmal von der Masai Mara nach Diani Beach geflogen. Ingrid kann Kerstin gut nachfühlen. Sie hatte es gerade noch bis zur Landung geschafft.
Jetzt sind wir aber total gespannt was Euch in der Mara erwartet.
Joseph freut sich darüber, dass wir nicht nur hinter Katzen her sind, sondern auch gerne für Vögel halten
Mit Eurem Joseph 2 habt ihr ja Glück. Cliffhänger sind furchtbar. Also hau in die Tasten.
Liebe Grüße Ingrid und Hartwig
ONS LEWE BEGIN WAAR DIE TEERPAD EINDIG
Den Wolken zwei Tage voraus, Fiffi zeigt Tinochika Heimat, Rock and Roll mit Tinochika 2016, Tinochika, Waltzing Mathilda KTP 17,Mit Tinochika vom Kaokoveld in Löwenwelt,Tinochika mit dem Rollenkoffer,Tinochika, 32 Tage im KTP, Die Tinochikas! Hier parkste richtig.
casimodoThemenstarter4'528 Beiträge · seit 200707. Jan. 2023 · #207
@Karsten B
Seufz, Malaika Camp! Mehr brauch ich nicht zu sagen, oder? Außer ein Danke für Zwischendurch natürlich.
Danke, seit kurzem wissen wir auch, was Du damit meinst 😉
@Tinochika
Mit Eurem Joseph 2 habt ihr ja Glück. Cliffhänger sind furchtbar. Also hau in die Tasten.
OK, dann müssen die Gäste später etwas länger auf ihre Mahlzeit warten 😉 😣
Dein Bild Nr. 5 (Video nicht mitgezählt) ist das Little Governors Camp von der Ostseite....die Zelte der Gäste sind versteckt auf der hinteren Seite......
Und Euer Camp ist am Mara.... 🙂
bin gespannt auf Eure kommenden Erlebnisse ..... 😄 😄 😄
LG.............BMW
casimodoThemenstarter4'528 Beiträge · seit 200707. Jan. 2023 · #209
01.10.2022 Masai Mara Malaika Camp Nachmittagsdrive Teil 1/2
Wir steigen zu Joseph ins Auto und merken, dass wir alleine sind. Ja, wir seien die ganzen 6 Tage mit Joseph alleine auf dem Auto. Was ? Ein private Vehicle kostet eigentlich US$ 175 pro Tag extra! Wow! Los geht es mit einer Rufus-naped Lark (?1)
Elands und Zebras grasen friedlich.
Ein Secretary Bird und nicht so viel weiter weg eine gemischte Zebra- und Gnuherde.
Und dann entdeckt Joseph mit dem Fernglas etwas, was uns einige Zeit beschäftigen wird. Er sieht zwei Schakale, die sich eine ganz kleine Thompson Gazelle geschnappt haben und an ihr herumzerren. Das kleine Tier blökt und tut uns sehr Leid. Joseph, der eher wortkarg ist, sagt ganz ruhig zu uns: „I found a female lion there at our right. She will propably take the little Thompson from the Jackals. I will drive to a good position. Was ? Wir haben bisher gar nichts gesehen! Wie macht Joseph das ?
Wir fahren schnell ein kleines Stück und stehen nun nahe am gruseligen Geschehen. Eine Löwin können wir nicht entdecken. Dann sagt Joseph „she is coming!“.
Nun sehen auch wir die Löwin, die im Angriffsmodus auf die Schakale zukommt.
Das ist der Beginn einer der intensivsten Tiersichtungen, die wir je beobachten durften. Und leider auch eine sehr grausame.
Die Schakale haben keine Chance und geben die kleine Antilope frei, während die Löwin etwas unentschlossen wirkend vor ihr steht. Die Schakale geben noch nicht auf und bleiben in der Nähe. Die Löwin fängt nun eine Art Spiel an.
Sie haut das Kleine immer wieder mit der riesigen Pranke um.
Aber nicht mit voller Wucht, sondern eher spielend vorsichtig.
Man hat den Eindruck, sie will sie nicht verletzen.
Währenddessen gaffen die Zebras wie Menschen an einer Unfallstelle. Sie kommen immer ein Stück näher und Gaffen!
Die Schakale versuchen ihr Glück noch einmal.
Die Symbolik der vor Kraft strotzenden Löwin vor dem gerade erst geborenen und völlig chancenlosen Kitz ist der Wahnsinn!
Und die Eltern der Gazelle schauen zu.
Wir überlegen gemeinsam mit Joseph, was die Raubkatze tun wird und sind unentschlossen. Schließlich kommt sogar noch eine zweite Löwin dazu und versucht ebenfalls, das Kitz wegzunehmen.
Erfolglos, denn Löwin 1 beschützt das Kälbchen und nimmt sie wie ein eigenes Junges ins Maul und trägt sie ein gutes Stück weiter.
Wir sind übrigens das einzige Auto, da sich das Geschehen in einer kleinen Senke anspielt. Inzwischen sind ziemlich genau 20 Minuten vergangen. Unsere Hoffnungen werden leider nicht erfüllt. Wir bemerken es, als die Löwin laut krachend ein Hinterbeinchen durchbeißt und ihren Snack startet.
Sowohl Joseph als auch wir wollen uns das nicht anschauen. Das ist zu grausam. In einem Status zwischen völliger Faszination und Grauen setzen wir den Drive fort.
vielen Dank für Euren Reisebericht. Was für ein wundervolles Erlebnis mit den Schakalen, Löwen und dem armen Tomi Baby. Das ist das Leben in der Wildnis und ihr durftet live dabei sein.
LG Christa
www.botswanadreams.de
"Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach."
Ernest Hemingway
Bensound33 Beiträge · seit 201807. Jan. 2023 · #212
@casimodo:
"Machst Du das beruflich oder aus privatem Interesse?"
aus privatem Interesse, zudem erst seit 2013 wirkliches Interesse. Vorher interessierten mich die Big Tusker eigentlich nicht gross, da ich davon auch nichts wusste, bzw. die Bezeichnung "Big Tusker" auch gar nicht kannte. Wenn ich zuvor jeweils mal' einen sah, waren es für mich "einfach" eindrückliche Elefantenbullen mit grossen Stosszähnen. Und die sieht man ja auch tatsächlich sehr selten auf einer gewöhnlichen Safari. Vorher war der männliche Löwe (mit schöner Mähne) mein Favorit unter den Wildtieren. Aber auch jetzt noch grosses Interesse.
Dies ist mein Lieblings-Big Tusker, den ich seit 2013 "tracke":
Super Tusker im Meru, 2021.
LG Ben
Daxiang5'050 Beiträge · seit 201407. Jan. 2023 · #213
Wow Carsten,
was für ein Erlebnis mit der Löwin und dem Kitz! Bin schon ganz gespannt was ihr noch so alles erlebt habt.
picco6'369 Beiträge · seit 201108. Jan. 2023 · #216
Hoi Carsten
Wau, was für eine Sichtung! Aber ich kann gut nachvollziehen dass Ihr weitergefahren seid seit wir im Murchison Falls NP in Uganda eine Löwin einem Kitz erst das Hirn und dann die Innereien rausschlabbern gesehen haben...Natur pur, aber grausam und schauderig...gehört aber dazu!
franzicke2'085 Beiträge · seit 201208. Jan. 2023 · #217
Meine Güte, hier geht's ja ab ... ich bin ja eigentlich noch ganz im Amboseli. Aber klar nehm ich auch den Flug in die Mara und bin jetzt wieder auf dem Laufenden. Solche Szenen wie mit dem Kitz sind schon sehr tough und ich finde es auch ganz spannend, wie sich die eigene Gefühlslage dabei entwickelt. Irgendwie will man's doch nicht verpassen, aber doch auch nicht so ganz wirklich erleben. "That's nature" hat der Ranger gesagt als die Löwen den Schakal, der sie ein bisschen genervt hat, in der Luft zerfetzt haben ... ja schon, aber ... Danke fürs Berichten und viele viele Grüße vom Kap Ingrid
casimodoThemenstarter4'528 Beiträge · seit 200711. Jan. 2023 · #218
@bushtruckers
ich verstehe jeden, der sich in den kleinen Fliegern nicht wohl fuehlt, vor allem nicht, wenn es auch in der Luft Schlagloecher hat...
🙂 😉 und wieder mal Danke liebe Elvira 😘
@Botswanadreams
vielen Dank für Euren Reisebericht. Was für ein wundervolles Erlebnis mit den Schakalen, Löwen und dem armen Tomi Baby. Das ist das Leben in der Wildnis und ihr durftet live dabei sein.
Danke Dir 🙂
@Bensound
aus privatem Interesse, zudem erst seit 2013 wirkliches Interesse. Vorher interessierten mich die Big Tusker eigentlich nicht gross, da ich davon auch nichts wusste, bzw. die Bezeichnung "Big Tusker" auch gar nicht kannte. Wenn ich zuvor jeweils mal' einen sah, waren es für mich "einfach" eindrückliche Elefantenbullen mit grossen Stosszähnen. Und die sieht man ja auch tatsächlich sehr selten auf einer gewöhnlichen Safari.
Ich finde die Tusker auch total beeindruckend. Im Krüger sind wir schon einige Male von verschiedenen Tuskern im Rückwärtsgang nach hinten gejagt worden. 😎 😎 😎
@Daxiang
was für ein Erlebnis mit der Löwin und dem Kitz! Bin schon ganz gespannt was ihr noch so alles erlebt habt.
Na, natürlich ging es nicht pausenlos so weiter 😉
@Karsten B
irre, einfach irre!
🙂 Fast hätte ich die Videos vergessen. Das war wirklich ein unvergessliches Erlebnis mit traurigem Ende 😕
@Burschi
fotografisch interessante Szene. Aber so ist das Leben, oder besser gesagt, der Tod, oder eben beides zusammen.,
Danke auch Dir 🙂
@Picco
Wau, was für eine Sichtung! Aber ich kann gut nachvollziehen dass Ihr weitergefahren seid seit wir im Murchison Falls NP in Uganda eine Löwin einem Kitz erst das Hirn und dann die Innereien rausschlabbern gesehen haben...Natur pur, aber grausam und schauderig...gehört aber dazu!
🙂 Wir hatten auch schon einen Wasserbock- Hirn schlabbernde LIT im Krüger 😣
@Franzicke
Meine Güte, hier geht's ja ab ... ich bin ja eigentlich noch ganz im Amboseli. Aber klar nehm ich auch den Flug in die Mara und bin jetzt wieder auf dem Laufenden. Solche Szenen wie mit dem Kitz sind schon sehr tough und ich finde es auch ganz spannend, wie sich die eigene Gefühlslage dabei entwickelt. Irgendwie will man's doch nicht verpassen, aber doch auch nicht so ganz wirklich erleben. "That's nature" hat der Ranger gesagt als die Löwen den Schakal, der sie ein bisschen genervt hat, in der Luft zerfetzt haben ... ja schon, aber ...
Die wortgewandte Frau vom Kap 🙂 😘 Das habt Ihr mal wieder perfekt auf den Punkt gebracht 🙂
Um 16:34 Uhr verlassen wir die das Thompson Kitz fressende Löwin und sind ziemlich „overwhelmed“! Was für ein Beginn unseres ersten Masai Mara Besuches!
Um 16:38 Uhr fahren wir langsam durch die offene Landschaft und genießen die vielen neuen Eindrücke.
Um 16:40 Uhr erklärt uns der wortkarge Joseph, das wir jetzt gleich zu einem Leoparden kämen. Er fährt durch das hohe Gras an die Abbruchkante eines kleinen Trockenflussbettes. Zwei weitere Autos stehen bereits dort. Das Licht ist bereits ziemlich schlecht, aber der Leo liegt auf der anderen Seite unter einem Busch und tut nichts!
Hinter den Büschen stehen durch das dichte Grün kaum sichtbar weitere Fahrzeuge. Wir bleiben eine Weile stehen,
bis sich um 17:14 Uhr von hinten eine Hyäne nähert.
Wir sagen es Joseph, der ohne seinen Gesichtsausdruck nur im geringstes zu verändern
antwortet: „if a hyena is approaching, there must be a pray we can’t see! The hyena will try to steal the pray from the leopard. For that reason, the leopard will try to bring the pray in one oft he trees down there!“. Er deutet nach links, wo wir bestimmt 200, 300 Meter weit weg jenseits des Flussbettes zwei Bäume entdecken. What !?!?!?! „We shall leave the leopard?!!!!!“ Joseph ignoriert uns und etwas fassungslos registrieren wir, wie wir als absolut einziges Auto den Ort verlassen. Unserer Meinung nach haben sich weder Hyäne, noch Leopard gegenseitig gesehen. Wir fahren zu den Bäumen, stehen im Grün und es passiert nichts. Joseph rangiert ein wenig und meint „The leopard will come up here and will choose that tree!“. Häääää ? Er ist 300 Meter weg bei den anderen, oder ? Vielleicht zwei Minuten später passiert das was wir heute nicht fassen können. Durch das Grün sehen wir den Leo, wie er mit einem toten Buschbock im Maul keuchend aus den Büschen kommt, ins Flussbett herabsteigt
und genau an der von Joseph beschriebenen Stelle keine 5 Meter von uns entfernt wieder hochklettert. Fassungslos fragen wir Joseph, wie er das wissen konnte. Breit grinsend antwortet er gar nichts. Leider sind die meisten Bilder ob der späten Stunde unscharf, aber DAS ist schon ein sehr intensives Erlebnis!
Alle anderen Autos rangieren inzwischen wild herum und brauchen noch einige Zeit, bis sie uns offroad erreichen können.
Nachdem der Leo seine Beute direkt an unserem Auto vorbei geschleppt hat, meint Joseph, er nimmt den rechten Baum.
Der Leo scheint dies gehört zu haben und wählt anstatt dessen den linken Baum 10 Meter daneben.
Wir meinen scherzend „ very poor, Joseph ! Very, very poor!“ 😉 Er freut sich und stellt uns in die allerbeste Position, bevor alle weiteren Autos kommen. Der Leo steht inzwischen laut keuchend vor dem Baum, mustert ihn und schleppt den Buschbock direkt vor uns hoch.
Kurz danach kommen die ersten anderen Autos an. Wildes Rangieren beginnt um uns herum. Der Leo ist nun oben angekommen und mit seine Position nicht zufrieden.
Mit dem Buschbock im Maul springt er von einem dünnen Ast zum nächsten.
Niemals hätten wir das für möglich gehalten! Ein unfassbar intensives Erlebnis!
Ein Auto mit indischer Besatzung fährt ziemlich rücksichtslos zwischen die anderen Autos. Die Insassen reden fordernd auf den Fahrer ein. Sie wollen in die nach uns beste Position und scheren sich nicht um die anderen. Joseph meint, dass dies bei Indern oft so wäre…… Wir haben genug und verlassen das Gedrängel. Es ist inzwischen sowieso viel zu dunkel. Wir fahren zurück nach Malaika und werden im Dunkeln von drei Masai nett empfangen und zum Zelt begleitet. Vor dem Abendessen setzen wir uns noch mit einem Drink zu den Angestellten ans Feuer und Essen in der Folge zusammen mit Joseph sitzend ein gutes, bodenständiges Abendessen. Nun ist er aus etwas gesprächiger. Wir unterhalten uns gut über das Leben in Kenia und die Sitten der Masai. Vollgestopft mit neuen Eindrücken werden wir zurück zum Zelt begleitet und fallen ins sehr bequeme Bett. Die Wärmflasche hält bis zum nächsten Morgen und wir schlafen sehr, sehr gut !
Eins ist klar. Joseph hat ein unglaubliches Gespür für die Natur und ein gutes Auge für gute Fotopositionen.
Wow! Was für ein Erlebnis. Aber was mir am besten gefällt an Eurem Bericht ist Eure Begeisterung für Land und Leute. Ihr geniesst die Reise und die (unerwarteten) Erlebnisse so sehr. Man spürt die Begeisterung! Bin gespannt auf den Rest
Marianne
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