Eigentlich ist es nur ein "schlechtes" Handybild, und gezaubert hat die Natur 😉 Ich habe nur die Sättigung ein wenig erhöht.
Beim letzten Bild war es bereits fast dunkel, und das letzte bisschen Licht war Pink-Rot. Das Meer hat dieses Rot einfach gespiegelt.... so ziemlich alles war rot! Auch auf dem zweitletzten Foto war das Meer schon ziemlich rot.
Das war mindestens eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang.
Am Morgen schlenderten wir durch Swakopmund. Ein nettes Städtchen mit hübschen Geschäften – aber ich bin nicht so der Stadtmensch.
Junior fand es toll in der Kristall Galerie, und wollte gerne allerlei kaufen. Schlussendlich konnte er sich dann aber nicht für einen kleineren Stein (mehr gabs leider nicht) entscheiden, und weinte fürchterlich, so dass die Verkäuferin ganz verwirrt war. Sie schlug ihm schliesslich noch ein paar weitere Stücke vor, was die Entscheidung noch schwerer machte.
Am Nachmittag wurden wir zur Katamaranfahrt (Laramon Tours) abgeholt. Hier wurde mit grossen Trommeln geschlagen, es gab Getränke und Essen in Massen. Trotzdem war die Tour gut, und wir erhielten sehr viele Informationen zu den Tieren und dem Meeresabschnitt.
Kaum auf dem Katamaran, sprang die erste Robbe aufs Schiff.
Wir sahen auch viele Delfine, verschiedene Möwen, Quallen, Robbenkolonien, und schlussendlich, als wir aussteigen mussten, landete ein Pelikan auf dem Katamaran.
Zurück in Swakopmund, assen wir eine Pizza. Nicht schlecht, aber nicht wirklich italienisch. Nach dem vielen Essen auf dem Schiff hatten wir unseren Hunger überschätzt, und wir liessen die Resten einpacken, worüber sich der Parkplatzwächter sehr freute! Trinkgeld und Pizza – er strahlte und bedankte sich fünfmal.
hias_climb54 Beiträge · seit 201925. Aug. 2022 · #65
Hallo Andrea,
ich lese immer total interessiert und gespannt an deinem Bericht! 🙂
Auf der Omandumba hatten wir exakt die gleiche Unterkunft. Hat uns damals sehr gut gefallen, so am Rande zu stehen! 🙂
Sternenfotografie: Im Reisebericht von Matthias findest du irre tolle Fotos!! www.namibia-forum.ch...r-mit-kleinkind.html Dagegen sind meine wirklich "Anfängerknipserei".
Vielen Dank für die Blumen! 🤩
Aber Sternenfotografie ist wirklich nichts, was sprichwörtlich so über Nacht geht. Meine Anfänge haben auch in etwa so wie bei dir ausgesehen. Dann kommt noch hinzu, dass man halt doch mitten in der Nacht im afrikanischen Busch draußen steht. Auch ich war nur für das eine Panoramafoto unterwegs... 🤪
Noch kurz zur Belichtungszeit: Bei Vollformat gibt es die Faustregel 500/Brennweite! Wobei ich nie länger als 25sek. belichte, dafür dann die Iso rauf (min. 6400) und komplett offenblendig fotografieren!
Bin schon gespannt wie es bei dir und Junior weiter geht! 🙂
Ich habe eure Unterkunft auf Omandumba in deinem Reisebericht gesehen 😄 Eigentlich hätten wir den Camping 3 Elefanten gehabt... da wären wir wirlich am Rand gewesen! Aufgrund der Nachttemperatur (und schliesslich auch wegen dem Wind) konnten wir wechseln.
Danke für deine erweiterten Fototipps! Die wichtigste Zutat ist wohl Geduld und Ausprobieren. Leider nicht so einfach im Dunkeln mit einem Sechsjährigen... 😉 Aber es gibt sicher mal wieder eine Gelegenheit!
Am Morgen besuchten wir das Aquarium in Swakopmund. Wie in Berichten und Rezensionen zu lesen, ist es wirklich klein, und der Eintritt sehr günstig. Für ein bis zwei Stunden ist es aber trotzdem ein netter, kleiner Ausflug. Auch jüngere Kinder kann man dort alleine herumgehen lassen, es ist nicht gefährlich und man kann sich nicht verlaufen. So konnte ich informative Schilder lesen, und Junior mehrere Runden machen zu den Rochen, den Krebsen und der Meeresschildkröte.
Am Nachmittag wurden wir bei unserer Unterkunft für die Desert Living Tour (Batis Birding) abgeholt. Unsere Guide Arnold und Rudolf für uns Zwei alleine…
Wir sahen eine "FitzSimon's burrowing skink" oder "short blind dart skink" (Danke @ Svanadika), Hornvipern, Sandviper, ein Chamäleon, Tok-Tokie-Käfer und eine Düneneidechse.
Als das Fahrzeug im Sand stecken blieb, konnte Junior noch ein bisschen auf den Dünen herumtoben. Den Sand fanden wir schliesslich bis in die Unterwäsche und in den Ohren…. Grins…
hias_climb54 Beiträge · seit 201926. Aug. 2022 · #68
Hallo Andrea,
das Foto mit dem "jagenden" Chamäleon ist ja cool geworden! Auch das Foto mit der Wüsteneidechse ist super, tolle Freistellung! 😉
SVsvanadika25 Beiträge · seit 202226. Aug. 2022 · #69
Wirklich tolle Bilder - jedes einzelne Mal 🙂
Die "Blindschleiche" ist übrigens ein Skink (ich glaube ein Typhlacontias brevipes, oder auch "FitzSimon's burrowing skink" oder "short blind dart skink" - ich kenne keinen offiziellen deutschen Namen.
[/Klugscheißermodus und manspalining mode OFF] Mag hier nicht den oberschlauen geben, aber für mich ganz persönlich ist es immer ziemlich spannend, genau zu wissen, wass ich da eigentlich gesehen habe - nur aus dem Grund die Anmerkung 🙂
Ich freue mich schon sehr auf die Weiterfahrt LG und voller Vorfreude Sven
Heute war die längste Strecke auf dem Programm, bis zum Desert Quiver Camp. Mit Hörspielen von Drei Fragezeichen Kids und mehreren Pausen war das für uns Beide kein Problem. Die Landschaft war wunderschön!
Kurz vor Walvis Bay sahen wir einen ganzen Schwarm Pelikane, etwa zwanzig Vögel. Etwas später entdeckten wir in der Ferne Flamingos. Leider waren sie weit weg, und auf der Teerpad mochte ich nicht anhalten um zu fotografieren.
Natürlich machten wir den obligaten Stopp bei Solitaire - jedoch ohne Apfelkuchen.
Bei der Lodge entspannten wir beim Pool (für uns wieder zu kalt, für nordeuropäische Kinder anscheinend nicht) und Junior kletterte auf den Felsen herum.
Fürs Abendessen reservierten wir in der Hauptlodge, welche vier Kilometer entfernt ist. Dort gab es bei Kerzenschein ein tolles Buffet, und es war alles wirklich perfekt. Die vier Kilometer mussten wir natürlich in der Dunkelheit zu unserer Lodge zurückfahren, und mir war nicht wohl dabei. Ich fuhr also langsam und gebot dem Plapperi neben mir, bitte zu schweigen. Und prompt: Sieben Oryxe liefen vor uns über die Strasse. Da wurde auch der Plapperi neben mir ganz ruhig. Es war wirklich eindrücklich, in der totalen Dunkelheit (Leermond, keine Strassenlaternen) diese Oryxe zu bewundern, wie sie im Abblendlicht vom Auto die Strasse überquerten.
Bei jedem Beitrag schmuggelt sich ein Bild der drei Elefanten von der Omandumba Farm hinein. Irre! Ich kann das Bild löschen, aber wenn ich ein neues einfügen möchte (nämlich das, was ich ursprünglich wollte), stellt es wieder die drei Elefanten rein.
Wie geht das denn bloss? 🙄 Oder noch wichtiger? Was kann ich dagegen machen??
Sossusvlei-Tag! Rechtzeitig zur angekündigten Zeit standen wir als Fahrzeug Nummer 19 am Tor. Die Sonne liess sich aber noch acht Minuten gedulden 😉
Im Park rasten die anderen Autos davon, und wir wurden sofort überholt. Überall standen die 60er-Tafeln, und im Reiseführer hatte ich gelesen, dass öfters auch Geschwindigkeitskontrollen gemacht würden. Also hielt ich tapfer durch mit 60 km/h….. nach fünf Minuten fühlte ich mich wie ein ängstliches Grosi…. Nach zehn Minuten hoffte ich, dass ich bei 70 km/h noch keinen Ärger bekommen würde. Nach einer halben Stunde gings noch immer geradeaus, unterdessen hatten mich über zwanzig Autos überholt. Den Rest legten wir schliesslich mit etwa 75 km/h zurück, (ab und zu wurden wir noch immer überholt) und ich wusste wieder, wie schlimm sich Jugendliche unter Gruppendruck fühlen!
Wo fing man an? Unterwegs anhalten? Sofort zum Parkplatz hoch? Wir fuhren zum 2x4 Parkplatz hoch und ich entschied mich, den Shuttle zu nehmen. Wir hätten mit unserem Auto sicherlich zum 4x4-Parkplatz fahren können, aber dann hätte ich Luft aus den Rädern lassen müssen. Und nachher wieder rein! Und ich hatte keine Übung auf Sand… (bin also doch nicht immer mutig…).
Wir marschierten durch den kalten Sand die Dünen hoch. Immer wieder musste ich stehen bleiben, nicht wegen der Kondition, sondern um die Landschaft um mich herum geniessen zu können.
Oben angekommen lauschten wir den Anweisungen eines Herrn, der seiner Gruppe die Abstiegsmethode erklärte. Mit grossen Schritten einfach nach unten rennen. Es ging steil bergab, und auf Teer hätte man das Gefühl gehabt, unten herauszurutschen. Mit grossen Schritten? Und dann stolperte man kopfüber ins Deadvlei?
Junior startete mutig, und siehe da: Durch den Sand sank man ein, und man flog in grossen Schritten bergab, ohne die grosse Neigung im Körper zu spüren. Ein tolles Gefühl! Wäre der Aufstieg nicht so anstrengend, hätten wir das viele Male machen können.
Im Deadvlei angekommen, war es genau so wie in den Reiseführern und Blogbildern. Die Farbkombination mit weiss, rot, schwarz und blau war eindrücklich.
Später fuhren wir mit dem Shuttle noch zu den anderen Dünen, und schliesslich zum Parkplatz zurück. Auf dem Rückweg machten wir noch mehrere Stopps, und wollten schliesslich auch in den Sesriem-Canyon hinunterklettern. Kletterparadies für Junior!
Für den Abend hatten wir ein Braii-Paket bei der Lodge bestellt. Es klappte ausgezeichnet, und alles war sehr lecker! Ein schöner Ausklang für einen eindrücklichen Tag.
Frühstück genehmigten wir uns in der Hauptlodge – ein nettes Buffet!
Danach machten wir uns auf den Weg zum Betta Camp. Dies wählten wir einfach, weil es unsere Strecke in angenehme Stücke unterteilte. Die C27 fand ich toll, die vielen Oryxe in einer wundervollen Landschaft in gelb, rot, orange und grün mit blauem Himmel. All paar hundert Meter musste ich anhalten um Fotos zu machen, und zum Glück schimpfte Junior mit der Zeit, sonst wären wir immer noch dort…
Etwas verunsichert war ich, dass wir kein Telefonnetz hatten. Bei einer Autopanne hätten wir viel Geduld aufbringen müssen, da es auch kaum andere Fahrzeuge hatte.
Vor Ankunft im Betta Camp sahen wir auch einige Zebras und einen Schabrakenschakal.
Die Häuschen im Betta Camp waren klein, und der Raum mit einem riesigen Klimagerät zusätzlich überfüllt. Es war nicht sehr sauber.
Das Personal beantwortete höflich meine Fragen, aber von sich aus wurde nichts gesagt oder erklärt. Untypisch Namibia! Am späteren Nachmittag wurde ich gefragt, wann wir duschen wollten. In Namibia wurde ja vieles gefragt, aber so etwas war dann doch sehr ungewöhnlich. Das Rätsel klärte sich, als am späteren Nachmittag der Ofen neben dem Bungalow angefeuert wurde… hier gab es bald heisses Duschwasser!
Das Abendessen wurde alles auf einem Teller serviert, samt Salat, und wir hatten keine Ahnung, was uns überhaupt erwartete. Geschmacklich war es gut, vom Anrichten her könnte man sich noch steigern 😉
Ad Rian229 Beiträge · seit 202230. Aug. 2022 · #76
Hallo Andrea. Verfolge auch interessiert deine Reise mit Junior. Erinnert mich an die Zeit mit meiner Tochter. An die Reise wird er sich noch lange erinnern. Aber für Junior auf dem Baum im Deadvlei gibt's ein "Big Dislike"! Adrian
Das Frühstück war wie das Abendessen: Keine Infos, und alles auf einem Teller. Na gut…
Danach ging es weiter auf der D707, welches angeblich die schönste Strecke in Namibia sein sollte. Sie war schön… aber die schönste? Unterwegs sahen wir wiederum viele Oryxe, aber auch süsse Straussenfamilien.
Auf der Nambtib Lodge wurden wir herzlich begrüsst – von alten Bekannten! Thorsten und Lynn, die Besitzer, hatten uns bereits auf der Omandumba Farm Gesellschaft beim Abendessen geleistet! Ach Namibia ist ja soooo klein…. Grins…
Die Landschaft ist beeindruckend, und wir machen eine kleine Wanderung. Ich entdecke schöne Heuschrecken, welche beim Flug in tollem Pink leuchten. In den trockenen Gräsern sind sie jedoch kaum zu entdecken, und ich bin mit der Kamera immer zu spät.
Wir geniessen ein leckeres Abendessen in geselliger Runde. So eine gemeinsame Tafel mit den Lodgebesitzern und Gästen aus verschiedenen Ländern finde ich total spannend!
Leider geht es am nächsten Tag bereits wieder weiter.
Eine Sand Pad... hier hätte ich beinahe eine Schlange überfahren...
Nach dem Frühstück zog Junior das Gepäck wieder mit dem Handwagen zum Auto zurück.
Als wir starten wollten, machte dieses jedoch keinen Wank. Och ne, nicht schon wieder! Es war doch eine neue Batterie drin! Thorsten überprüfte alles, überbrückte, mass die Stromstärke, telefonierte. Da der Motor nicht einmal stotterte, vermuteten wir einen Zusammenhang mit der Zentralverriegelung. Nach dreissig Mal öffnen und schliessen, startete der Motor plötzlich. Noch ein Versuch, wieder nichts. Also noch einmal dreissig Versuche, und irgendwann lief der Motor wieder. Nun hiess es, bloss nicht den Motor abschalten, los zur Garage in Aus und hoffen, dass nichts unterwegs passierte – hier hatte ich null Empfang mit dem Smartphone, nicht einmal für einen Telefonanruf.
Wir kamen gut und schnell in Aus an, denn die Pausen hielten wir wegen dem laufenden Motor kurz. In Aus steckte der Garagist eine zusätzliche Sicherung ein, sonst würde die Batterie gar nicht geladen. Doch nun lief der Scheibenwischer, wenn wir den Motor abstellten. Also jedes Mal Sicherung herausziehen! Er schrieb mir eine Adresse in Keetmanshoop auf und zeichnete sogar einen Plan, dort soll Nico von der Auto Elektrik sich dies anschauen.
Wir legten den restlichen Weg bis zur Alten Kalkoefen Lodge zurück, und bei der Reception wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass mein Scheibenwischer lief. I know…. Grins…
Wir bezogen unser wunderbares und helles Bungalow und genossen süsses Nichtstun! Das Abendessen war sehr lecker.
CACatchme7851 Beiträge · seit 202202. Sept. 2022 · #80
😄 mit den Scheibenwischern stelle ich mir bisschen lustig vor, aber ich kann mir auch deine Sorgen vorstellen durch Niemandsland zu fahren und keinen Empfang zu haben. Gut, das alles geklappt hat.
Das Toyota Schild finde ich phänomenal, das hätte ich gern 🤩